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Rezensionen verfasst von
Thomas Meyer (am Harz)
(REAL NAME)   

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Maldire
Maldire
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 13,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber etwas zu routiniert, 8. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Maldire (Audio CD)
Bryan Erickson aka "Velvet Acid Christ" kehrt mit "Maldire" zu seinen Electro-Industrial-Wurzeln zurück, nachdem seine bewundernswert mutigen, aber wenig erfolgreichen Experimente mit Gothic-Rock-Sounds a`la "The Cure" alte Fans etwas vor den Kopf gestoßen hatten. So wirkt dieses Album auch irgendwie wie eine Wiedergutmachung, welcher jedoch etwas Konsequenz und möglicherweise auch die letzte Überzeugung des Künstlers fehlen. Alles nett gemacht, aber das Ganze wirkt doch mitunter etwas zu sehr "auf Nummer sicher" und ist insgesamt ein wenig höhepunktarm. "Bend the Sky", "Inhale Blood" und "Evoke" sind hervorzuheben. Auf Genialitäten wie "Slut" oder "Ghost in the Circuit" muss man aber leider verzichten. Schade finde ich, dass die Songs oft lieblos ausgeblendet werden. Hier hätte man mit Übergängen resp. Interludes viel mehr Atmosphäre schaffen können. 3-4 Sterne.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2014 12:48 PM CET


Loyalty
Loyalty

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chapeau!, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Loyalty (Audio CD)
Er kann es also doch noch! Dass der alte Indie-Onkel nochmal so ein Album raushaut, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Dieses mal sind wirklich alle Lobeshymnen seitens der treuen Fans berechtigt und die Möchtegern-Sophisticated-Kolumnisten von SPON und wie sie alle heißen mit ihrem ach so elitären Musikgeschmack haben sich mal wieder nicht die Mühe gemacht, genauer hinzuhören. "Loyalty" hat ausnahmslos wirklich starke Songs. Zwar keine Alltime-Hits wie bspw. "Container Love" oder "And then she kissed her", aber dafür auch absolut keine Ausfälle oder Durchschnittskost, wie gelegentlich noch auf den letzten Alben.

Vermutlich hat P.B. diesesmal genau die richtigen Leute um sich geschart, die seine Kreativität in die richtigen Bahnen gelenkt haben. Besonders diese allgegenwärtige Postpunk-Attitüde steht Boas Sound sehr gut. Die Gitarren sind variabler und akzentuierter eingesetzt als früher. Die elektronischen Elemente wirken belebend. Drums/Percussion halten sich mal zurück, preschen dann aber auch mal wie in guten alten Zeiten in bester "Voodoomanier" nach vorne. Alles wirkt insgesamt reichhaltiger und ausgetüftelter. "Loyal" der Vergangenheit (auch der eigenen) Tribut gezollt und doch irgendwie neue Frische eingehaucht. In dieser Form ist noch lange nicht ans Aufhören zu denken.

"Ernest statue, I promised you, I see you again in a couple of years..."

THERE YOU ARE!

DANKE.

PS: Unbedingt zur Ltd. Edition greifen. Schon die Bonus-Songs sind es wert. Leicht enttäuscht war ich nur von der DVD. Das Making Of ist zum einmal ansehen nett. Die Live-Darbietungen sind aber "semiprofessionell" aufgenommen und die Songs werden nicht komplett gezeigt. Insgeheim hatte ich mir als Bonus das WDR-Rockpalast-Konzert gewünscht. Aber das ging vermutlich rechtemäßig nicht. So warten wir halt weiter auf die erste Live-DVD/BluRay.


Lawrence von Arabien (2 Discs)
Lawrence von Arabien (2 Discs)
DVD ~ Peter O'Toole
Preis: EUR 7,99

12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker ja, aber nicht unbedingt ein zeitloser..., 10. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Lawrence von Arabien (2 Discs) (DVD)
Auch wenn der Film immer noch zu den 100 besten Filmen aller Zeiten zählt, offenbart er bei nüchterner Betrachtung doch einige Schwächen, die mich davon abhalten, ihn als "Meisterwerk" zu bezeichnen. Es ist natürlich immer eine Frage, welche Maßstäbe man anlegt. Die schauspielerischen Leistungen, der filmische Aufwand sowie die beeindruckenden Bilder entbehren natürlich jeglicher Kritik. Dass man aber als Zuschauer trotz 3:38 Stunden Laufzeit hinterher trotzdem noch das Gefühl hat, einen irgendwie unfertigen Film gesehen zu haben, kann so eigentlich nicht gewollt gewesen sein. Zwar wird am Anfang schon deutlich gemacht, dass der Charakter des T.E. Lawrence nicht so einfach zu greifen war (Keiner hat ihn eigentlich richtig gekannt), aber vielleicht hätte man einige Handlungen und Beweggründe doch etwas nachvollziehbarer darstellen können. Zwar kann man aus Peter O`Tooles Schauspiel vieles herauslesen, aber letztendlich bleibt doch manches etwas unklar (möglicherweise sogar absichtlich, um den Mythos nicht zu zerstören). Der Handlung kann nicht immer leicht gefolgt werden (die zusätzlichen Szenen helfen da auch nur bedingt und wirken manchesmal wegen der fehlenden Synchronisation sogar etwas störend). Auch dass die geschichtlichen Ereignisse nicht ganz richtig wiedergegeben werden, stört mich bei einem Film, der sich auf wahre Begebenheiten beruft. So bleibt letztendlich ein visuell starkes Heldenepos mit toller Filmmusik, das für die große Leinwand gemacht wurde, aber im stillen Kämmerlein einiges an Wirkung einbüßt und unterm Strich doch etwas "schlecht gealtert ist".


Kein Titel verfügbar

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abgelederte Mehrtürer, 3. April 2012
...oder die Frage "Ist die Marter fahl...?"

So, nun habe ich mir den angeblich härtesten Film aller Zeiten nun auch endlich mal zu Gemüte geführt. Meine Meinung ist etwas zwiegespalten. Während des Filmes dachte ich so manches Mal "Was für`n kranker Sch... - das muss ja nun nicht sein". Die ethischen und die philosophischen Fragen, die der Film gen Ende aufwirft, haben den Film allerdings dann doch noch aufgewertet. Im Ergebnis bleibt ein etwas schaler Nachgeschmack. Ich möchte den Film weder als belanglosen Torture Porn noch als cineastisches Meisterwerk einstufen (eigentlich gibt es ja nur diese zwei herrschenden Meinungen zu dem Film). Er ist sicherlich anspruchsvoller als vergleichbare Filme. Trotzdem liegt der Schwerpunkt auch hier in der Darstellung abstoßender, Ekel erregender Szenen. Es ist halt nur intelligenter verpackt als anderswo. Einige Längen und Logikprobleme trüben zudem etwas den Filmgenuss (sofern man von Genuss überhaupt sprechen kann). Über das Ende kann man streiten. Es lässt Interpretationsspielraum und regt zum Nachdenken an. Allerdings bleiben auch kleinere (eher unnötige) Fragen offen, was etwas unbefriedigend ist (Abgrenzung Nahtoderfahrung / Transzendenz durch Marter bleibt unklar -siehe extra Erwähnung durch die alte Dame-, ebenso ihre Äußerung "Zweifeln Sie!"; Märtyrer opfern sich m.W. aus Überzeugung und werden nicht geopfert...).

Vier Sterne nur, weil ich kontroverse Filme mag. Weiterempfehlen kann man diesen Film aber eigentlich nicht (zumindest sollte man sich gut überlegen, w e m man diesen Film weiterempfiehlt).

"Lasst uns das Leben geniessen, solange wir es noch nicht begreifen!" (Kurt Tucholsky)


Strange cargo
Strange cargo
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ambient-Industrial-Pop?!, 31. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strange cargo (Audio CD)
"Strange Cargo" ragt durch vielschichtige, komplexe, jedoch nicht zu vertrackte elektronische Arrangements aus der Masse der Veröffentlichungen im "dunkel gefärbten elektronischen Bereich" heraus. Die Soundscapes sind durchdacht, detailverliebt, flächig, düster, aber trotzdem durchaus eingängig, melodiös und mit gewissem Pop-Appeal. Eigentlich handelt es sich bei den Songs eher um "Instrumentals mit verhaltenem Gesang". Klassische Songformate a`la "Strophe, Refrain, Strophe" stehen zurück hinter überwiegend sich Schicht um Schicht auftürmenden Klanglandschaften. Die Amazon-Produktbeschreibung bringt es ausnahmsweise mal auf den Punkt (scheint endlich mal ein Fachmann verfasst zu haben).

Man fragt sich, warum diese Musik bisher so noch nicht gemacht wurde. Ständig meint man zu erkennen, wo das südafrikanische Ein-Mann-Projekt seine Ideen her hat, aber so richtig kann man es doch nicht zuordnen. Weniger songorientiert und flächiger als Edge of Dawn / Seabound, düsterer und authentischer als Mind.in.a.Box, aber wiederum organischer und leichter als alte Heroen wie Skinny Puppy, Frontline Assembly, Haujobb oder Mentallo and the Fixer. Wenn sich De/Vision nach "Unversed in Love" nicht zusehends gen Mainstream orientiert oder Dismantled den FLA-Stil ihres 2002-Debüts in eine etwas poppigere Richtung weiter entwickelt hätten (statt sich immer weiter zu verzetteln), könnte eine Mischung aus beiden sich heute so ähnlich anhören. Auch an die weniger BPM-lastigen Stücke von Neuroticfish, Assemblage 23 oder Angels&Agony fühle ich mich passagenweise erinnert.

Trotzdem klingen Acretongue eigenständig genug um sich möglicherweise dauerhaft zu etablieren. Auch wenn hier vielleicht die großen Hits fehlen (obwohl "Dragonfly" und "Oblivion" schon auf Septic-Samplern enthalten waren), überzeugt die Scheibe durch durchgehend hohes Niveau und beinhaltet keine Lückenfüller. Das hat man heutzutage selten.

Buy & Support!


Septic X
Septic X
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Sampler!, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Septic X (Audio CD)
Vielleicht ist die Nummer X sogar der beste Teil der seit 1999 erscheinenden Septic-Sampler-Reihe. Zumindest hat mich keine andere Ausgabe bisher so durchgehend überzeugt. Konzeptbedingt (ist halt doch überwiegend ein Label-Sampler) gab es neben etablierten und designierten Clubhits und innovativen Newcomern auch immer die ein oder andere etwas schwächere Nummer. Auch hier gefallen mir nicht alle Stücke gleich gut, aber es gibt eigentlich keine "Skip-Kandidaten" und das Niveau ist wirklich -auch ohne die ganz großen Namen- fast durchgehend sehr hoch. Außerdem ist die Bandbreite erstaunlich. Von etwas härteren Stücken mit Industrialeinschlag über Dark-Electro, Future/Synth-Pop, Electro-Clash/Minimal ist alles vertreten.

Einzelbewertung (Geschmäcker sind allerdings bekanntlich verschieden...):

S e h r g u t
1. SKOLD: Suck [Front Line Assembly Remix]
2. Patenbrigade: Wolff: Maurerradio [Extended Version] -Kraftwerk lassen grüßen ;-)
7. Acretongue: Oblivion [Abeyance]
13.Diskonnekted: Yesteryears [Septic Version] -Cure lassen grüßen ;-)

G u t
3. Radical G: Lucifer [Long Version]
5. Edge Of Dawn: Red Bank -obwohl für EOD fast unter Niveau-
6. Dismantled: Disease [VF Remix]
8. Imperative Reaction: Side Effect [Club Version]
10.Legacy Of Music feat Mesh: Tragedy
11.Angels On Acid: Epitaph [V2]
12.Ghost & Writer: Gambit [Septic Version]
16.Crash Course In Science: No More Hollow Doors

N i c h t s c h l e c h t
4. KMFDM: Go To Hell [Cervello Elettronico Remix]
9. Volt 9000: How To Start A War [Original Version]
15.Mindless Faith: Next To Last [Septic Mix]

E t w a s f a r b l o s l e d i g l i c h
14. System Syn: Absence [Album Version]

Im Schnitt also "gute 4 Sterne". Für Innovation und gelungene Zusammenstellung Aufwertung auf 5 Sterne.


Slumdog Millionär
Slumdog Millionär
DVD ~ Dev Patel
Preis: EUR 5,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Slumdog Millionär (DVD)
Es gibt Filme, bei denen störe ich mich an Dingen wie konstruierter Story, klischeehaften Darstellungen, mangelnder Logik etc. Anderen Filmen verzeihe ich das. Auch "Slumdog Millionär" ist sicherlich in vielerlei Hinsicht kein perfekter Film. Trotzdem empfand ich die Mischung aus Sozialdrama und Romantik durchaus ansprechend umgesetzt. Besonders die Erzähltechnik (Verbindung von Quizfragen und Rückblenden) empfand ich als gelungen. Die Darsteller sind zudem gut ausgewählt worden und liefern eine glaubwürdige schauspielerische Leistung. Moralische Fragen sind mir beim Schauen nicht so sehr aufgestoßen. Viele werfen dem Film ja eine gewisse Verlogenheit vor (Verharmlosung von Verelendung; Sozialkritik zu oberflächlich etc.). Ist es löblich, dass in einem Unterhaltungsfilm soziale Mißstände aufgegriffen werden oder liegt der Verdacht nahe, dass der Regisseur nur ein möglichst beeindruckendes "vom Tellerwäscher zum Millionär-Märchen" a`la Hollywood haben wollte? Letztendlich kann man mit solcher Ethik-Kritik aber jeden Film kaputtreden, der irgendwo auch ein bißchen Anspruch beinhaltet. Da es zum Film eine Buchvorlage gibt und der Regisseur dafür bekannt ist, dass er gerne verschiedene Genre miteinander mixt, unterstelle ich zumindest mal nichts Böses.

Auch wenn der Film sich nur als "Independent-Film" tarnt, letztendlich aber doch ein wenig zu sehr auf Erfolg und Massengeschmack getrimmt ist (man hätte die Geschichte sicherlich auch etwas subtiler, kontroverser und ohne dieses etwas klebrige Bollywood-Happy End verfilmen können), hat er mir "als Unterhaltungsfilm mit kritischen Untertönen" doch recht gut gefallen. Ob er nun 8 Oscars verdient hat, sei mal dahin gestellt. Das ist aber ja eh kein Maßstab für die Qualität eines Filmes.

PS: Pressebericht(dpa)28.02.2012:
"Immer mehr Kinder leben im Elend der Slums. Mit dem weltweiten rasanten Wachstum der Städte nimmt die Zahl der Kinder zu, die im Elend der Slums aufwachsen. Die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen - rund eine Milliarde - lebt inzwischen in Städten. In den Slums Indiens etwa sind 54 Prozent der Jungen und Mädchen infolge von Unterernährung körperlich und geistig zurückgeblieben."


Revelations
Revelations
Preis: EUR 15,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stagnation auf gehobenem Niveau, 22. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Revelations (Audio CD)
Mind.in.a.box haben in der Musikpresse den Ruf, die derzeit vielleicht kreativsten Köpfe der Electroszene zu sein. Zum Teil kann ich mich dem anschließen. Allerdings fand ich schon bei den ersten 3 Alben ("RETRO" lassen wir mal als Experiment außen vor) immer einige Titel etwas langweilig. Bei "Revelations" hat der Anteil an durchwachsenen bis uninteressanten Titeln leider zugenommen. Richtige Ohrwürmer wie früher "Change" oder "Amnesia" findet man hier gar nicht mehr. Zudem wiederholen sich Sounds und Stimmungen zunehmends. Es plätschert halt stellenweise etwas höhepunktlos an einem vorbei. Hier meine Einzelkritik:

1. Remember --Stimmungsvolles, düsteres Intro. Dann aber doch nur oK-- 3
2. Cause and Effect --Sounds und Beats sehr gut. Innovativstes Stück-- 4
3. Transition -- "Where was the music?" heißt es im Text... -- 3
4. Doubt --Eines der besseren Stücke; schönes Outro-- 3-4
5. Control --Gut, ohne restlos zu überzeugen-- 3-4
6. Fragments --Recht belanglos-- 2-3
7. Unknown --Alte Machart, aber nicht so gut wie "Change"-- 4
8. Not Afraid --Halbgare Ballade I`m afraid...-- 2-3
9. Second Reality --Tiefpunkt an Langeweile-- 2
10.Sanctuary --MIAB-Standard. Getragener Synthie-Pop-- 3+

Mag sein, dass das Album noch etwas wächst (ging mir bei "Crossroads" so), aber eine kleine Enttäuschung bleibt vermutlich als nachhaltiger Eindruck. Vielleicht sollte man sich doch langsam von der Endlos-SF-Geschichte um Protagonist Black lösen. Zumindest habe ich den Eindruck, dass die Musik etwas darunter leidet, wenn sie sich zu sehr an dem textlichen Konzept orientiert.


Enter the Void
Enter the Void
DVD ~ Nathaniel Brown
Preis: EUR 4,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lost, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Enter the Void (DVD)
Regisseur Gaspar Noé lädt uns ein, das Gefühl der Leere bzw. des "Verlorenseins" zu erleben.
Dies ist ihm mit seinen Filmen "Menschenfeind" und "Irreversible" bereits gelungen, die jeweils vom Schicksal schwer gebeutelte Charaktere zum Mittelpunkt hatten. In "Menschenfeind" war es ein arbeitsloser Schlachter, in dessen Leben so ziemlich alles schief gelaufen ist und der sich darauf hin zynisch, nihilistisch, misanthropisch und beziehungsunfähig durch sein trostloses Leben schlägt. Bei "Irreversible" stand ein Pärchen im Mittelpunkt, welches durch eine Vergewaltigung und die folgende Racheaktion völlig aus dem Leben gerissen wurde. Auch der Story von "Enter the Void" liegt ein schwerer Schicksalschlag zu Grunde. Oscar und seine Schwester Linda haben als Kinder bei einem Autounfall ihre Eltern verloren und wurden darauf hin getrennt in Heimen untergebracht. Oscar darbt später als kleiner Drogendealer in Tokyo vor sich hin und holt irgendwann seine Schwester nach. Sein Freund Victor lässt ihn auffliegen als er erfährt, dass Oscar dessen Mutter beschlafen hat. Auf der Flucht vor der Polizei wird Oscar im Drogenrausch erschossen. SPOILERanfang. Seine Seele lebt jedoch weiter. Sein Leben läuft in Rückblenden an ihm vorbei. Als Zuschauer beobachten wir "mit Oscars Augen" aus der Vogelperspektive (Noé`s schon aus "Irreversible" bekannte "fliegende Kamera"), wie es mit seiner Schwester und seinem anderen Freund Alex, der letztendlich mit Linda zusammen kommt und mit ihr ein Kind zeugt (als das Oscar wiedergeboren wird) weitergeht. Oscar und Linda hatten sich als Kinder geschworen, immer beieinander zu bleiben...SPOILERende

Wer Gaspar Noé kennt, weiß, dass er niemals "normale Filme" dreht. Zeit und Raum verschachtelnde Erzählweise, kreative Visualisierung, Vertonung sowie drastische Direktheit sind seinen Filmen immanent. Das besondere an "Enter the Void" ist wohl weniger die esoterisch angehauchte Story an sich, sondern die Machart. Bei "Menschenfeind" war es z.B. die Einbeziehung des Zuschauers in die Gedankenwelt des Protagonisten und die Handlung ("Warnung! Schalten sie den Film jetzt ab"), bei "Irreversible" die rückwärts erzählte Handlung und "Enter the Void" zeichnet eine fast durchgehend verfremdete Optik aus. Tokyo wird als knallbunter, neonlichtgetauchter Moloch dargestellt ("künstlich, fremd und kalt"). Der Zuschauer sieht mit Oscars Augen (Handkamera inkl. Abblenden beim Lidschlag), erlebt einen visuell bizarren Drogentrip ("Realitätsflucht"), einen Autounfall (inkl. unschöner Kopfverletzungen und markerschütternd schreiender Kinder), eine Zeugung (aus der "Innenansicht") sowie eine Abtreibung (inkl. Foetus in Nahaufnahme) ultrarealistisch mit. Bildabfolgen sind mitunter extrem beschleunigt. Die Kamera fliegt und wirbelt. Nix für Epileptiker und Leute mit empfindlichem Magen.

Und damit wären wir bei den Kritikpunkten. Gaspar Noé übertreibt es zusehends mit den technischen Spielereien und den vermeintlichen Schockszenarien. Der Film ist außerdem entschieden zu lang. Spätestens wenn die Kamera 10 mal über Tokyos Straßenschluchten geschwebt ist, fängt einen das an zu langweilen. Auch die vielen (softcore) Kopulationsszenen sind so nicht nötig. Wenn man den Foetus aus der Entfernung in der Nierenschale liegen sieht ahnt man, dass die Kamera da noch dicht heranfährt (und genau...). Tja und die grellbunte, verzerrte Optik ist für die Augen natürlich alles andere als schön. Ich habe manchmal einfach die Augen kurz zugemacht, weil es mir zu anstrengend war. Das ist natürlich so gewollt und gehört zum Film. Trotzdem wirkte auch hierbei einiges zu "exzessiv auswalzend". Man hat letztendlich leider den Eindruck, dem Regisseur wäre das Artifizielle wichtiger als die Geschichte und seine Figuren an sich. So schafft man es als Zuschauer auch nicht so gut wie in den Vorgängerfilmen, sich mit den Personen zu identifizieren und deren Schicksal nachzuvollziehen bzw. mitzufühlen. Zu Gute halten muss man Noé allerdings, dass er es schafft, die L e e r e sehr gut fühlbar zu machen und trotz aller Kaputtheit die Welt noch mit etwas Trost zu füllen (der Schluss ist nämlich tatsächlich "schön").

Fazit:
Gegenüber "Menschenfeind" und "Irreversible" fällt "Enter the Void" etwas ab. Gaspar Noé geht es wahrscheinlich ähnlich wie David Lynch. Wenn man quasi schon alle Grenzen verschoben hat, wird es immer schwieriger noch eins draufzusetzen. Geniales und Banales liegt oft dicht beieinander. Wenn der Film als solcher vielleicht auch keine Höchstwertung erreicht, so muss man ihn trotzdem als gelungenes filmisches Experiment beurteilen. Eine "Erfahrung" ist er allemal.


Sigur Ros - Inni  (+ DVD) (+2 CDs) [Blu-ray]
Sigur Ros - Inni (+ DVD) (+2 CDs) [Blu-ray]
DVD ~ Sigur Ros

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltfremd im positiven Sinne, 12. Januar 2012
Nachdem die erste Sigur Ros-DVD "Heima" ja eher eine Musik-Doku war, wurde auch hier nicht einfach ein Live-Konzert mitgeschnitten, sondern es wurde ein "Experimental-Konzertfilm" produziert, in dem die Bilder derart verfremdet wurden, dass man manchmal kaum noch etwas erkennt. Das ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich allerdings darauf einlässt, entfalten diese Schwarz-Weiß-Bildkompositionen zusammen mit der bekannt eindringlichen Musik fast so etwas wie ein "drogenfreies Rauscherlebnis". Ob es in diesem Zusammenhang nötig war, zwischen den Stücken teilweise etwas seltsam und komisch anmutende Interviewschnipsel und Bühnenaufnahmen aus alten Tagen einzubauen, sei mal dahin gestellt. Das soll wohl der Auflockerung dienen und vielleicht auch selbstironisch gemeint sein, wirkt aber etwas gezwungen und eigentlich unpassend zur sonstigen Filmatmosphäre.

Zur Qualität der Musik muss an dieser Stelle nichts gesagt werden. Die beigefügten Live-CD`s können durchaus als Best of Sigur Ros durchgehen, zumal störende Zwischenrufe etc. kaum vorhanden sind bzw. ausgeblendet wurden. Die Aufnahmequalität ist herausragend. Insbesondere der 5.1-Surround-Mix des Konzertfilms kann vollends überzeugen und ist im Gegensatz zum Filmmaterial kristallklar. Was in der Produktbeschreibung nicht deutlich wird ist, dass die Blu-ray eine DTS-HD Master 5.1 Audiospur mit 3.903 Kbps aufweist, während die DVD nur mit Dolby Digital 5.1 448 Kbps ausgestattet ist. Puristen werden hier feine Unterschiede hören, auch wenn der Ton der DVD auch schon sehr gut ist. Leider sind die Songs im Bonusteil nicht in 5.1 vorhanden. Dafür gibt es da ein paar schärfere Bildeinstellungen (verschrobener isländischer Humor?). Bei der Blu-ray fehlen leider unverständlicherweise die in der Ltd.-DVD-Edition beigefügten Foto-Prints.

Fazit:
Man hat den Eindruck, hier Sigur Ros auf ihrem kreativen Höhepunkt erleben zu dürfen. Der ungewöhnliche Einsatz der Instrumente (Gitarre wird mit Geigenbogen gespielt, Bass auch mal mit Trommelstock), die entrückte Atmosphäre des Films und die Musik, die aus einer anderen Dimension zu stammen scheint, erinnern mich sogar entfernt an "Pink Floyd - Live in Pompeii". Das wäre wahrlich keine schlechte Referenz. Trotz leichter Einschränkungen Höchstwertung!


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