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Beiträge von Christian Tschesch
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Rezensionen verfasst von
Christian Tschesch
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Das Dritte Reich und die Juden: Die Jahre der Verfolgung 1933-1939. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945
Das Dritte Reich und die Juden: Die Jahre der Verfolgung 1933-1939. Die Jahre der Vernichtung 1939-1945
von Saul Friedländer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 38,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Dritte Reich und die Juden' von Saul Friedländer, 7. November 2010
Das Dritte Reich und die Juden' ist ein erschütterndes Standardwerk über die Vernichtung der europäischen Juden. Es müsste zur Pflichtlektüre der Menschen unserer Erde erhoben werden, denn nirgendwo sonst werden so deutlich die inneren Mechanismen erläutert, die es ermöglichen, vor den Augen der 'Normalbürger' ein ganzes Volk zu vernichten. Ethik und Moral der Menschen wurden pervertiert verdreht, so dass sich die meisten Mittäter in unheimlich überzeugender Weise zum mörderischen Tun berechtigt sahen. Selbst die im Nachhinein immer vorhandenen Gutmenschen aller ideologischer und religiöser Couleur waren zumeist durch einen jahrhundertealten tief sitzenden Antisemitismus im Grunde ethisch verdorben ' ohne dass sie es überhaupt bemerkten. Es gab im Grunde kein Volk, keine Partei, keine Religion und keine 'schweigende Mehrheit', die in jenen Jahren nicht Schuld auf die eigenen Schultern geladen hat. Nur so konnte das mörderische, von Deutschen entfachte und durchgesetzte Unternehmen 'Judenvernichtung' in dieser Dramatik gelingen.
Der Rat zur 'Pflichtlektüre' für alle Menschen ergeht deshalb, weil die Todesmechanismen jederzeit wieder zur Anwendung kommen können. Dies wird nicht nur durch die profunde Arbeit des Autors offensichtlich, sondern es weisen auch eine Menge Ereignisse der Nachkriegsjahre in aller Welt auf solche entsetzliche Möglichkeit hin.
Saul Friedländer, der seine eigene Familie komplett in Auschwitz verlor, schreibt in einem betrachtenden, vordergründig neutralen Stil. Die Wirkung auf den Leser vervielfacht sich dadurch und die Dramatik der Schilderung lässt ihn sehr schnell Friedländers Bewertungen in das eigene Urteil übernehmen.
Besonders hervorzuheben ist Friedländers Bemühen, die Geschehnisse im europäischen Ausland, in den besetzten Gebieten und im Bereich der alliierten Gegner Deutschlands nicht nur aufzuzählen, sondern auch in Bezug zu den Überzeugungen und Handlungen der jeweiligen Bevölkerungen zu setzen. Hier erfährt der Leser sehr viel Neues ' Zusammenhänge, die infolge deutscher politischer Korrektheiten in der heutigen Öffentlichkeit unseres Landes nicht mehr ohne weiteres benannt werden können und von Deutschen wegen der von ihnen ausgehenden Ursächlichkeit des verübten Mordens gegenüber den Juden auch wohl nicht benannt werden sollten.
Trotzdem erscheint es für künftiges gesellschaftliches Gestalten unverzichtbar, auch solche Tabu-Themen der Vergessenheit zu entziehen. Dazu gehören auch sehr genaue Analysen des tatsächlichen Vollzugs rassischer Unterdrückung und Vernichtung durch die in Europa mit Deutschland freundschaftlich verbundenen oder gar militärisch mitkämpfenden faschistischen Staaten (Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn und andere). Hier stellt sich vieles differenzierter dar, als 'man so landläufig' annimmt ' gleiches gilt auch für die inneren Umstände in den besetzten, bis dato demokratischen Staaten Europas.
Kurz: Das Buch ist sehr zu empfehlen, besonders auch im Jahr 2010, indem die Antisemitismen wieder zunehmen, in weiten Teilen der Welt Standardwerke des Antisemitismus ('Protokolle der Weisen von Zion', 'Mein Kampf' und andere) zu den Bestsellern gehören und das Handeln der Juden im Staat Israel wenig verstanden wird. Im Werk vermitteltes Hintergrundwissen erklärt für die aktuelle Politik Vieles und hilft, neue Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Christian Tschesch, Landespolizeipfarrer i. R.


Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft
Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft
von Matthias Küntzel
  Gebundene Ausgabe

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Deutschen und der Iran, 23. Februar 2010
In Deutschland wissen interessierte Bürger durchaus von den guten Beziehungen zum Iran, zu Persien. Kaum ein Bürger kennt jedoch die geschichtlichen Hintergründe und Zusammenhänge. Kaum ein Bürger erahnt, was in den Hinterstuben deutscher Politik in den letzten 30 Jahren bezüglich deutscher Iranpolitik entschieden worden ist. Zwischen rechter und linker Politik besteht eine große politische Übereinkunft, das Volk in diesem Bereich unwissend zu halten. Warum? Was steckt dahinter?
Dem renommierten Wolf-Jobst-Siedler-Verlag ist es danken, dass Matthias Küntzel die Chance einer Veröffentlichung in Deutschland erhielt. Den meisten Doktoranden, die das Gebiet erforschten, blieb diese Chance verwehrt. Warum?
Wir haben folglich erstmalig in der deutschen modernen Geschichtsschreibung mit diesem Buch eine umfassende Zusammenstellung der Beziehungen zwischen Deutschland (ab Kaiser Wilhelm II.) und dem Iran vorliegen. Matthias Küntzel spart nicht mit Bewertungen, aber genau dies macht sein Werk authentisch.
Christian Tschesch


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