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Beiträge von Alexander Gärtner
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Rezensionen verfasst von
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Santana IV
Santana IV
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Retro- Latinrock in Klassikerbesetzung, 24. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Santana IV (Audio CD)
Nach drei Hitalben hatte Carlos Santana genug vom Latinrock, wandte sich dem Jazzrock zu und löste seine alte Begleitband auf. Neal Schon und Gregg Rolie gründeten daraufhin Journey, deren erste Alben noch stark vom Santana- Sound geprägt waren. Vierzig Jahre lang verfolgte jeder weitgehend seine eigene Karriere. In den letzten Jahren jedoch erinnerten sich die Beteiligten verstärkt an ihre Vergangenheit, davon zeugten Santanas "Shapeshifter", Rolies "Roots" und natürlich das großartige "Abraxas Pool"- Projekt. Jetzt erst jedoch haben die Hauptprotagonisten wieder zusammengefunden, folgerichtig trägt das neue Album den augenzwinkernden Titel "Santana 4", als ob es die Jahre 1972 bis 2015 nie gegeben hätte. So hätte der Nachfolger zu "Santana 3" klingen können, wenn es "Caravanserai" nie gegeben hätte.

Für das Album spricht die ungeheure Spielfreude, die alle Beteiligten demonstrieren. Carlos und Neal werfen spielerisch Gitarrenläufe hin und her, und Greggs Orgel heult und pfeift, während die beiden Michaels (Shrieve und Carabello) grooven wie eh und je. Großartig. Fünfundsiebzig Minuten sind nicht zu lang.

Akzeptieren muss man, dass praktisch jeder Track Assoziationen zu früheren Stücken weckt: "Yambu" erinnert an "Jingo", "Anywhere" an "No one to depend on", "Fillmore East" an das Lotus- Album, und so weiter. Einige Stücke hätten auch auf "Supernatural" einen Platz finden können. Außerdem sind die Texte eher flach. Mich stört's nicht, aber wer kreatives Songwriting, neuartige Ideen oder tiefgründige Texte erwartet, der ist hier falsch. Dafür wird schweißtreibend gegroovt bis zum Abwinken.

Für mich sind das fünf Sterne. Auf so ein Santana- Album hab ich lange gewartet.


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 5,00

3.0 von 5 Sternen Bildgewaltiges, aber filmisch unentschlossenes HdR- Prequel, 28. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (DVD)
Peter Jackson hat mit der HdR- Trilogie ein Meisterwerk geschaffen, das ich mir gern auch in "Extended" ansehe. Da war ich natürlich gespannt auf den "Hobbit". Die Querelen im Vorfeld der Produktion weckten Befürchtungen: Muss es wieder eine Trilogie sein? Reicht das Originalmaterial? Wieviel werden die Drehbuchautoren hinzudichten, und passt am Ende noch alles zusammen? Wer wird die Zielgruppe sein?

Viele der genannten Probleme hat Jackson professionell gelöst oder umschifft. Die Handlung umfasst genug Teilepisoden für drei Filme - vorausgesetzt man hat gute Drehbuchschreiber, die dort ergänzend tätig werden, wo Tolkiens Beschreibungen im "Hobbit" wesentlich knapper gefasst sind als im HdR. Die Kostüme sind wieder großartig, die Besetzung gelungen. Gandalfs Maske wirkt irgendwie künstlicher als früher, und die Goblinstadt ist zwar etwas zerbrechlich, aber dafür gut von Moria unterscheidbar. Auch die Auftritte von Elrond, Galadriel, Saruman und Gollum sind ganz wunderbar und zum HdR gut passend. Das Reden über die Bedeutung von Heimat empfinde ich als stimmig, insbesondere aus Bilbos Perspektive. Warum die "unerwartete Reise" unbbedingt überlang werden musste, erschließt sich mir jedoch nicht.

Denn an vielen Stellen scheitert Jackson mit dem Versuch, Kinder- und Erwachsenenunterhaltung durch simples Addieren zusammenzuführen. Die Einführung der Zwerge in Bilbos Haus ist sehr kindlich und langatmig, nachdem zunächst die brutale Vernichtung Erebors durch Smaug und der blutige Krieg gegen Azog gezeigt wird. Auch die ziemlich buchgetreue Begegnung mit den Trollen hinterlässt etwas Unklarheit, für welche Zielgruppe der Film eigentlich gedreht wurde. Das wird in den Actionszenen in der zweiten Filmhälfte noch deutlicher: Einerseits feiert Jackson mit furchterregenden Monstermasken und abgehauenen Köpfen in Nahaufnahme fröhlich seine Splatterfilmvergangenheit ab; andererseits sehen die Verfolgungsjagden aus wie lustige Achterbahnfahrten auf dem Rummelplatz. Die Zwerge balancieren halsbrecherisch über Ketten von einstürzenden Plattformen, metzeln in absurden Moves und Stunts Hunderte von Orks nieder, fallen mehrfach in bodenlose Höhlen, springen zwischen umstürzenden Bäumen hin und her und trotzen dabei allen nachvollziehbaren Naturgesetzen. Der Goblinkönig ist übertrieben fett und hässlich, sein Volk nur hirn- und harmloses Kanonenfutter, demgegenüber sieht Azog aus wie einem Horrorfilm entsprungen. Radagast ist eine augenrollende Witzfigur mit einem Vogelnest auf dem Kopf. Die Zwerge sind praktisch nicht voneinander unterscheidbar, Charakterentwicklung findet ausschließlich bei Bilbo statt. Die Steinriesen hätte man einfach weglassen können. Das filmische Ergebnis berührt mich innerlich nur in wenigen Augenblicken und hinterlässt mich herbe ernüchtert. Kein Vergleich zum HdR. Drei Sterne.


Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 5,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdiger Abschluss der Trilogie - aber mit Schwächen, 25. März 2016
Peter Jackson hat mit der HdR- Trilogie ein Meisterwerk geschaffen, das ich mir gern auch in "Extended" ansehe. Der erste Teil des "Hobbit" war jedoch eine herbe Ernüchterung. Darum hatte ich bis heute auf die weiteren Teile verzichtet... aber jetzt ist mir die 3DVD- Box dermaßen günstig in die Hände gefallen, dass ich nicht widerstehen konnte. "Smaugs Einöde" ließ mich zwiespältig zurück. Tatsächlich gefällt mir die "Schlacht der fünf Heere" mit einigen Abstrichen am besten.

Hier wird deutlich, dass die Buchvorlage es durchaus wert war, auf drei Filme gestreckt und für eine erwachsene Zielgruppe adaptiert zu werden. Im Gegensatz zu "Smaugs Einöde" muss nicht hektisch durch jede Handlungsetappe hindurchgehetzt werden. Und der Film baut stärker auf seine Figuren, ihre Motive und Interaktion als die Vorgänger - endlich wird dafür auch mehr Zeit gelassen. Thorins Drachenkrankheit ist beängstigend, der Loyalitätskonflikt seiner Gefolgsleute beklemmend. Bard legt seine Mehrdimensionalität weitgehend ab und entwickelt sich zur Aragorn- ähnlichen Führungsfigur. Martin Freeman als Bilbo hat sich zum vollwertigen Handlungsträger emanzipiert. Auch die Actionsequenzen sind nicht mehr ganz so überzogen unglaubwürdig wie in den beiden Vorgängern - einzig für Legolas scheinen die Naturgesetze der Physik einfach nicht zu existieren, das bleibt ärgerlich. Abgesehen von seinen comichaften Stunts und Moves ist seine Anwesenheit jedoch für mich akzeptabel, weil er einen Gegenpol zu seinem Vater Thranduil bildet, der erneut als widersprüchliche Figur zwischen Ehre, Arroganz, Verantwortung und Habgier überzeugt. Auch mit der Kunstfigur Tauriel kann ich leben; ich finde, dass sie den Film bereichert. Berater Alfrid alias "Schlangenzunge light" nervt stark, das ist wohl gewollt. Azog und Bolg sind als Antagonisten austauschbar, und Azogs taktische Befehle beschränken sich auf "Tötet sie alle" und ähnliche Plattheiten. Keine Ahnung, warum Sauron ausgerechnet ihn zum General ernannt hat - vielleicht weil er minutenlang in Eiswasser tauchen und daraus wieder hervorhüpfen kann. Leider wird das Potenzial Beorns, im Buch einer der beeindruckendsten Charaktere, auch in diesem Film abgeschenkt, das war bereits im Vorgänger so. Der Angriff des Weißen Rats auf Dol Guldur ist insgesamt gelungen, bloß die abschließenden Dialoge sind etwas platt: "Ohne seinen Ring ist er machtlos". Ja hallo, beinahe hätte ein "machtloser" Sauron euch alle getötet - ich finde, er schlägt sich auch ohne Ring ganz gut. Es gibt noch mehr peinliche Dialogzeilen. Aber das ist gar nicht mein Hauptkritikpunkt.

Denn seine größten Schwächen hat der Film im logischen Ablauf der Schlacht: Mussten die Drehbuchschreiber wirklich gigantische Sandwürmer erfinden, nur um die Moria- Orks rechtzeitig zum Schlachtfeld zu bringen? Und der Zeitpunkt? Hätte Azog mit dem Angriff nur EINEN Tag gewartet, dann hätten Elben und Zwerge sich gegenseitig niedergemacht, und er hätte nur noch die Überlebenden besiegen müssen. Als die Orks dennoch in erdrückender Übermacht vor dem Sieg stehen, öffnet sich das Tor zum Erebor, und heraus kommen... DREIZEHN Zwerge, deren Angriff die Schlacht wendet - wow! Und nur weil Bard eine flammende Rede ("Kommt mit mir und gebt alles") hält, drängen plötzlich auch wieder die hoffnungslos unterlegenen Menschen die Orks zurück? Wo bleibt das anrückende Heer der Gundabad- Orks? Erreicht es das Schlachtfeld überhaupt? Flieht es nach dem Tod seiner Anführer? Oder hat es einfach nur keine Chance gegen ein paar Dutzend Ex- Machina- Riesenadler? Wenn diese wirklich so unbesiegbar stark sind, hätten sie vielleicht etwas früher kommen sollen, das hätte den freien Völkern viel Blutzoll erspart. Der Film hat 250 Millionen Dollar gekostet, da hätten die Drehbuchautoren sich wirklich mehr Mühe geben müssen.

Die "Extended Edition" bietet Zusatzmaterial in durchwachsener Qualität. Berührend ist die Szene, wo Gandalf Thorins Vater Thrain trifft. Grauenhaft überflüssig ist demgegenüber die Szene, wo die Zwerge mit einem Streitwagen halsbrecherisch über einen vereisten Fluss hetzen und dabei gegen Orks, Trolle und Warge kämpfen - das ist genau die Art von Achterbahnklamauk, die mich an den ersten beiden "Hobbit"- Teilen extrem gestört hat.

Als Fazit belasse ich es bei vier Sternen. Die "Schlacht der fünf Heere" bietet ordentliche Unterhaltung, aber für ein Meisterwerk sind mir zu viele Löcher im Drehbuch. An die HdR- Trilogie kommt auch dieser Film nicht ran.


Shadowmarch 4: Das Herz
Shadowmarch 4: Das Herz
von Tad Williams
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

4.0 von 5 Sternen Klassische High Fantasy- Tetralogie, Band 4, 22. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmarch 4: Das Herz (Broschiert)
Das Reich Südmark ist bedroht - und mit ihm die ganze Welt. König Olin ist bei Feinden in Geiselhaft, sein Thron in der Hand eines Verräters, sein Reich Schauplatz eines Krieges mit Elben und den Armeen eines größenwahnsinnigen Gottkönigs, und zu allem Unglück scheint auch noch ein uralter, zorniger Gott aus seinem langen, hungrigen Schlaf zu erwachen. Zum Glück kehren gleichzeitig Briony und Barrick, die Kinder des Königs, mit ihren jeweiligen neuen Verbündeten zurück, um das Schicksal zu wenden. In der Zwergenstadt unter der Burg kommt es zur schicksalhaften Schlacht um die Zukunft der Welt, bei der verfeindete Parteien ihre Vorurteile überwinden und miteinander einen Pakt schließen müssen, wenn sie überleben wollen. Weitere Hauptfiguren sind Gardehauptmann Vansen, der Zwergensteinmetz Chert, die hasserfüllte Elbenfürstin Yasammez, der Gossendichter Matthias und die xixische Prinzessin Qinnitan.

Gibt es noch Neues im High Fantasy- Bereich? In "Shadowmarch" plündert Williams hemmungslos alle Versatzstücke des Genres, die ihm in seine Story passen. Genrekundige Leser entdecken in allen Bänden der Tetralogie immer wieder Variationen von Themen aus dem Silmarillion, der Drenai- Saga, der Osten Ard- Saga und dem Lied von Eis und Feuer. Immerhin gelingt es Williams, die Elemente in einen stimmigen Gesamtzusammenhang zu bringen und von Band zu Band die epische Perspektive immer weiter zu verbreitern. Positiv fällt auf, dass die pubertären Zickigkeiten der adligen Zwillinge im Vergleich zu den Anfangsbänden stark nachgelassen haben - sie sind erwachsen geworden. Angenehm ist auch, dass der Autor am Ende genug Raum dafür verwendet, eine stimmige und glaubwürdige Perspektive für das kommende Zeitalter anzudeuten. Der Qinnitan- Handlungsstrang hingegen wirkt auch nach seiner Verknüpfung mit der Restgeschichte noch wie unnötiges Beiwerk, auf das der Autor leicht hätte verzichten können. Davon abgesehen ist "Das Herz" der gelungene Abschluss einer Saga, die zwar nicht sonderlich originell ist, aber allen Genrefans gefallen dürfte. Vier Sterne.


Shadowmarch 3: Die Dämmerung
Shadowmarch 3: Die Dämmerung
von Tad Williams
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

4.0 von 5 Sternen Klassische High Fantasy- Tetralogie, Band 3, 22. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmarch 3: Die Dämmerung (Broschiert)
Das Reich Südmark ist bedroht: König Olin ist bei Feinden in Geiselhaft, seine Kinder tot oder auf der Flucht, sein Thron in der Hand eines Verräters, sein Reich Schauplatz einer Elbeninvasion. Aus dem Süden rückt ein größenwahnsinniger Gottkönig heran, in der Zwergenstadt unter der Burg passieren merkwürdige Dinge, und an den Legenden über Götter und Halbgötter ist vielleicht mehr Wahrheit als erwartet. Im Mittelpunkt stehen die fünfzehnjährigen Zwillingskinder des Königs: Briony und Barrick. Getrennt müssen sie sich durch Elben- und Menschenlande zurück zu ihrer Heimatburg kämpfen. Weitere Hauptfiguren sind Gardehauptmann Vansen, der Zwergensteinmetz Chert, die hasserfüllte Elbenfürstin Yasammez, der Gossendichter Matthias und die xixische Prinzessin Qinnitan.

Gibt es noch Neues im High Fantasy- Bereich? In "Shadowmarch" plündert Williams hemmungslos alle Versatzstücke des Genres, die ihm in seine Story passen. Genrekundige Leser entdecken in allen Bänden der Tetralogie immer wieder Variationen von Themen aus dem Silmarillion, der Drenai- Saga, der Osten Ard- Saga und dem Lied von Eis und Feuer. Immerhin gelingt es Williams, die Elemente in einen stimmigen Gesamtzusammenhang zu bringen und von Band zu Band die epische Perspektive immer weiter zu verbreitern. Positiv fällt auf, dass die pubertären Zickigkeiten der adligen Zwillinge im Vergleich zu den Anfangsbänden stark nachgelassen haben. Der Qinnitan- Handlungsstrang hat leider immer noch kaum Verbindung zur Restgeschichte, und wenn es nach mir ginge, hätte man die Bände 2 und 3 straffen und zusammenfassen können. Davon abgesehen ist "Die Dämmerung" der gelungene dritte Band einer Saga, die zwar nicht sonderlich originell ist, aber allen Genrefans gefallen dürfte. Vier Sterne.


Shadowmarch / Shadowmarch 2: Das Spiel
Shadowmarch / Shadowmarch 2: Das Spiel
von Tad Williams
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassische High Fantasy- Tetralogie, Band 2, 22. März 2016
Das Reich Südmark ist bedroht: König Olin ist bei Feinden in Geiselhaft, seine Kinder tot oder auf der Flucht, sein Thron in der Hand eines Verräters, sein Reich Schauplatz einer Elbeninvasion. Im Süden herrscht ein größenwahnsinniger Gottkönig, in der Zwergenstadt unter der Burg passieren merkwürdige Dinge, und an den Legenden über Götter und Halbgötter ist vielleicht mehr Wahrheit als erwartet. Im Mittelpunkt stehen die fünfzehnjährigen Zwillingskinder des Königs: Briony und Barrick. Getrennt müssen sie sich auf der Suche nach Verbündeten durch Elben- und Menschenlande kämpfen. Weitere Hauptfiguren sind Gardehauptmann Vansen, der Zwergensteinmetz Chert, die hasserfüllte Elbenfürstin Yasammez, der Gossendichter Matthias und die xixische Prinzessin Qinnitan.

Gibt es noch Neues im High Fantasy- Bereich? In "Shadowmarch" plündert Williams hemmungslos alle Versatzstücke des Genres, die ihm in seine Story passen. Genrekundige Leser entdecken in allen Bänden der Tetralogie immer wieder Variationen von Themen aus dem Silmarillion, der Drenai- Saga, der Osten Ard- Saga und dem Lied von Eis und Feuer. Immerhin gelingt es Williams, die Elemente in einen stimmigen Gesamtzusammenhang zu bringen und von Band zu Band die epische Perspektive immer weiter zu verbreitern. Die adligen Zwillinge nerven den Leser manchmal gewaltig durch pubertäre Zickigkeiten, der Qinnitan- Handlungsstrang hat praktisch keine Verbindung zur Restgeschichte, und wenn es nach mir ginge, hätte man die Bände 2 und 3 straffen und zusammenfassen können. Davon abgesehen ist "Das Spiel" der gelungene zweite Band einer Saga, die zwar nicht sonderlich originell ist, aber allen Genrefans gefallen dürfte. Vier Sterne.


Shadowmarch / Shadowmarch 1:: Die Grenze
Shadowmarch / Shadowmarch 1:: Die Grenze
von Tad Williams
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

4.0 von 5 Sternen Klassische High- Fantasy- Tetralogie, Band 1, 22. März 2016
Das Reich Südmark ist bedroht: König Olin ist bei Feinden in Geiselhaft, im Süden herrscht ein größenwahnsinniger Gottkönig, im Innern des Reichs schwelt Verrat, aus dem Norden droht eine Elbeninvasion, und in der Zwergenstadt unter der Burg passieren merkwürdige Dinge. Im Mittelpunkt stehen die fünfzehnjährigen Zwillingskinder des Königs: Briony und Barrick. Weitere Hauptfiguren sind Gardehauptmann Vansen, der Zwergensteinmetz Chert, die hasserfüllte Elbenfürstin Yasammez, der Gossendichter Matthias und die xixische Prinzessin Qinnitan.

Gibt es noch Neues im High Fantasy- Bereich? In "Shadowmarch" plündert Williams hemmungslos alle Versatzstücke des Genres, die ihm in seine Story passen. Genrekundige Leser entdecken in allen Bänden der Tetralogie immer wieder Variationen von Themen aus dem Silmarillion, der Drenai- Saga, der Osten Ard- Saga und dem Lied von Eis und Feuer. Immerhin gelingt es Williams, die Elemente in einen stimmigen Gesamtzusammenhang zu bringen und von Band zu Band die epische Perspektive immer weiter zu verbreitern. Die adligen Zwillinge nerven den Leser manchmal gewaltig durch pubertäre Zickigkeiten, und der Qinnitan- Handlungsstrang hat praktisch keine Verbindung zur Restgeschichte. Davon abgesehen ist "Die Grenze" ein gelungener, spannender Auftakt zu einer Saga, die zwar nicht sonderlich originell ist, aber allen Genrefans gefallen dürfte. Vier Sterne.


Der Hobbit: Smaugs Einöde
Der Hobbit: Smaugs Einöde
DVD ~ Manu Bennett
Preis: EUR 5,00

3.0 von 5 Sternen Besser als der erste Teil, aber dennoch um Welten schwächer als HdR, 20. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Peter Jackson hat mit der HdR- Trilogie ein Meisterwerk geschaffen, das ich mir gern auch in "Extended" ansehe. Der erste Teil des "Hobbit" war jedoch eine herbe Ernüchterung. Darum hatte ich bis heute auf die weiteren Teile verzichtet... aber jetzt ist mir die 3DVD- Box dermaßen günstig in die Hände gefallen, dass ich nicht widerstehen konnte. "Smaugs Einöde" lässt mich zwiespältig zurück.

Das Positive zuerst: Dass der "Hobbit" zur Trilogie gestreckt wurde, ist für mich akzeptabel, auch wenn das Buch viel kürzer ist als der HdR. Dafür sind auch die Beschreibungen im "Hobbit" wesentlich knapper und lassen Drehbuchautor und Regisseur mehr Freiraum. Die äußere Handlung des "Hobbit" ist auf so viele Etappen verteilt, dass man einige Laufzeit benötigt, um alle abzuhandeln, ohne hektisch durchzuhetzen. Auch für die Idee, den Film für eine erwachsene Zielgruppe zu adaptieren, halte ich die Vorlage für tragfähig. Dass Elemente aus den Anhängen des HdR mitverfilmt wurden, um den "Hobbit" in einen größeren Kontext zu setzen, ist auch okay für mich. Bilbos Ringkonflikt passt zu dem von Frodo. Sein Dialog mit Smaug ist der Höhepunkt des Films. Auch die Einbeziehung von Legolas, der Kunstfigur Tauriel und den verfolgenden Orks finde ich angemessen, weil dadurch die Handlungsetappen besser miteinander verknüpft werden anstatt unverbunden nacheinander abgehandelt zu werden. Thranduil ist eine starke, vielschichtige Figur. Bard wird zwar etwas ungeschickt eingeführt, seine Kinder bieten ihm jedoch Potenzial, zwischen der Verantwortung gegenüber ihnen und gegenüber seiner Heimatstadt zu schwanken.

Aber was wird aus diesem Potenzial gemacht? Die meisten Zwerge (mit Ausahme von Thorin, Balin und Kili) sind voneinander kaum unterscheidbar. Beorn darf ein paar Sätze sprechen, das wars. Der Dialog zwischen Thorin und Thranduil dauert eine Minute. Thorins Ambivalenz zwischen Verantwortung und Gier wird nicht glaubwürdig herausgearbeitet. Radagast ist eine augenrollende Witzfigur mit einem Vogelnest auf dem Kopf. Bards Verhalten ist völlig widersprüchlich, seine Bewegründe unklar. Paradoxerweise gelingt Charakterentwicklung nur im Tauriel- Subplot, den Jackson selbst einbaute - aber auch aus ihrem inneren Konflikt hätte man viel mehr machen können. Im HdR beschrieb Tolkien selbst die Entwicklungen der Charaktere und ihrer Beziehungen; im viel kürzeren "Hobbit" fehlt das - und die Drehbuchautoren wären dazu aufgerufen gewesen, das stimmig zu ergänzen. Stattdessen verschenken sie so unglaublich viele Chancen, dass es zum Heulen ist. Die Schauspieler deuten gelegentlich an, dass sie zu differenzierterem Spiel durchaus in der Lage wären, wenn man es von ihnen verlangen würde. Tut man aber nicht - also hetzt man doch hektisch von Etappe zu Etappe: Rein zu Beorn, raus bei Beorn. Dann schnell in den Wald, bevor die Orks kommen, dann zügig verirren, durchs Blätterdach kucken, von Spinnen einwickeln lassen, auswickeln, kämpfen, usw. Bloß keine Zeit mit Charakteren verschwenden.

Was das Drehbuch verschenkt, soll durch überlange Actionszenen kompensiert werden. Diese sind jedoch allesamt so sinnlos comichaft überzogen, dass überhaupt keine Spannung oder gar Bedrohlichkeit aufkommt. Eine unglaubwürdige Verfolgungsjagd kommt nach der anderen, und schlussendlich wirken alle bloß wie lustige Achterbahnfahrten auf dem Rummelplatz. Auch der blödsinnige Versuch, Smaug in einer uralten Fabrikanlage mit mehreren tausend Tonnen geschmolzenem Gold (!) zu töten, ist filmisch zu einem völlig absurden CGI- Inferno aufgeblasen worden, bei dem die Bergwerksloren nur so rumfliegen (die Zwerge sitzen natürlich noch in den Loren drin oder surfen über Goldflüsse). Peter Jackson hat im Interview bedauert, bei HdR solche Effekte nicht zur Verfügung gehabt zu haben - ich hingegen bin unendlich froh darüber. Solchen Quatsch braucht kein Mensch. Der beste CGI- Effekt im Film ist Smaug selbst. Die meisten Actionszenen hätte man um mindestens die Hälfte kürzen können.

Peter Jackson hat früher Splatterfilme gedreht - und jetzt fällt er dorthin wieder zurück: Er schickt Welle um Welle muskelbepackter 200 kg- Orks in die Schlacht, nur damit die Protagonisten sie mit absurden Moves und Stunts, die wohl originell und witzig wirken sollen, fließbandartig abschlachten - mit dem Zählen abgehauener Körperteile kommt man nicht nach. Dadurch werden ebendiese ach-so-bedrohlichen Orks zu ungefährlichem Kanonenfutter mit präzise choreographiertem Tod degradiert. Legolas fällt besonders unangenehm damit auf, seine Olifantentötung aus dem HdR andauernd durch noch spektakulärere Akrobatik übertreffen zu müssen. Aber auch Bombur mutiert mal plötzlich so zum klingenblitzend rotierenden Orkkillerfass. Bäh.

Blöd finde ich, dass Sauron als Herr von Dol Guldur geoffenbart wird. Dadurch wird Gandalfs "Sauron lebt"- Überraschung im HdR entwertet. Schließlich weiß er das ja bereits seit 60 Jahren. Den Ratgeber des Bürgermeisters als "Schlangenzunge light" darzustellen, finde ich einfallslos. Ein Unterhosenwitz in der Elbenfeste ist unpassend, pubertär und niveaulos. Warum Smaug mitten im Kampfgetümmel urplötzlich beschließt, die Plünderer mit seinem kostbaren Schatz zurückzulassen und stattdessen einfach mal so Esgaroth anzugreifen, ist nicht nachvollziehbar. Gibt es unter dem Berg wirklich so unfassbar viele Megatonnen von Gold, und wer hat die Schmelzanlage in den letzten hundertfünfzig Jahren gewartet, so dass sie noch immer auf Knopfdruck funktioniert? Der Film hat Logiklücken, durch die ein Orkheer schlüpfen könnte.

Letztlich ist mir auch die Zielgruppe unklar: Für Erwachsene ist der Film zu platt, für Kinder zu versplattert. So ist "Smaugs Einöde" nur überlange anspruchslose Popcornunterhaltung, nach deren Genuss ich nicht satt bin, mir aber ein bisschen schlecht ist. Kein Vergleich mit dem HdR. Drei Sterne. Mal sehen, was der dritte Teil so bringt.


Exotic Mixture: Best of Singles
Exotic Mixture: Best of Singles

4.0 von 5 Sternen Umfangreiche Raritätensammlung des exzentrischen Briten, 19. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Exotic Mixture: Best of Singles (Audio CD)
Roy Wood ist ein einzigartiger Musiker, der irgendwie bis heute an einer schrägen Fusion von Pop, Rock, Klassik und Bigbandjazz arbeitet. Sowohl mit seinen Bands Move und Wizzard als auch als Solokünstler landete er eine respektable Menge UK- Singlehits, seine Alben fanden jedoch leider nicht so viele Fans. Auch das visionäre Electric Light Orchestra, welches er zusammen mit den Move- Partnern Jeff Lynne und Bev Bevan gegründet hatte, verließ er bereits nach einem Album. Ohne ihn wurde ELO zur weltweit erfolgreichen Band, und Lynne wurde als Produzent sogar von den überlebenden Beatles angeheuert, während Wood weiterhin obskur blieb. Irgendwann hat sich die Plattenfirma aber doch entschlossen, Woods Karriere mit einer Reihe liebevoller CD- Wiederveröffentlichungen zu ehren.

Die Sammlung "Exotic Mixture" fasst neununddreißig Songs zusammen, die als A- und B- Seiten von Woods Solosingles veröffentlicht worden waren, zwei parallele Kollektionen enthalten die Singles von Move bzw. Wizzard. Leider ist die Sammlung nicht vollständig - ehrlicherweise steht das auch im CD- Untertitel "Best of Singles A's & B's". Es fehlen die raren Songs "Watch this Space", "Down to Zero", "Olympic Flyer", "Aerial Pictures", "Airborne" und "O.T.T.". Dafür hätte man meiner Meinung nach bekannte Tracks weglassen können, die auch auf Woods regulären Solo- Studioalben "Boulders", "Mustard", Super Active" und "Starting Up" zu finden sind. Für dieses verschenkte Potenzial ziehe ich einen Stern ab.

Dennoch kann ich die Doppel- CD sowohl Fans als auch Einsteigern empfehlen: Für die einen bietet es viele rare Songs in remasterter CD- Qualität, für die anderen einen guten Überblick über die Solokarriere eines besonderen Künstlers. Reinhören lohnt sich.


Mr. Blue Sky - The Very Best of Electric Light Orchestra
Mr. Blue Sky - The Very Best of Electric Light Orchestra
Preis: EUR 18,99

3.0 von 5 Sternen Originalgetreue Neuaufnahmen der größten Hits - warum?, 15. März 2016
Im Lauf der ELO- Geschichte wurde die Band immer mehr zu Jeff Lynnes Soloprojekt, wenn man mal von Bev Bevans Ausflug "ELO Part 2" absieht. Währenddessen erarbeitete Lynne sich langsam einen Ruf als einer der namhaftesten Produzenten der Welt: Bob Dylan, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr, Tom Petty, Roy Orbison, Del Shannon, Bryan Adams und viele andere vertrauten ihre Songs und Alben dem charakteristisch bombastischen Wall-of-Sound von Lynne an. So sind ELO- Alben für jeden empfehlenswert, der auf die späten Beatles (und ein bisschen Abba) steht.

So mutet es rätselhaft an, warum Lynne die bereits großartig klingenden Originale heute nochmal neu einspielt. Seine Behauptung, die neuen Versionen klingen besser, kann ich nicht teilen. Einzig beim Frühwerk "10538 Overture" kann ich als Hörer einen klanglichen Mehrwert erkennen, ansonsten klingt alles praktisch genauso wie immer - allerhöchstens minimal gesetzter, satter, runder, glatter, mechanischer. Alles wird Note für Note reproduziert, ohne auch nur einen einzigen neuen Impuls zu setzen. Die Unterschiede dürften nur Fans auffallen. Dieses Album ist daher gegenüber jeder anderen ELO Best- Of- Compilation überflüssig. Den einzig neuen Track "Point of no Return" kann man auch einzeln erwerben.

Drei Sterne sind fair, denke ich.


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