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Beiträge von Antonina
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Rezensionen verfasst von
Antonina

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Neue Nachbarn für Ole: 1. Klasse
Neue Nachbarn für Ole: 1. Klasse
von Susanna Moll
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue Nachbarn für Ole, 8. März 2013
Mein Sohn (6) hat diese Geschichte als erstes Buch dieser Reihe selber gelesen. Die Geschichte hat ihm gut gefallen, vor allem die Namen der Haustiere gefielen ihm und dass Oles Hund ins Wasser geplumpst ist. An den lautmalerischen Ausdrücken hatte er ebenfalls grossen Spass, die Fragen konnte er ohne Probleme richtig beantworten. Eine gelungene Geschichte was Inhalt, Länge und Schwierigkeitsgrad angeht für Erstleser (Jungen und Mädchen).


Von Schmetterlingen und Staudämmen: Zwei Erzählungen
Von Schmetterlingen und Staudämmen: Zwei Erzählungen
Preis: EUR 0,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Schmetterlingen und Staudämmen, 5. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt: Zwei Kurzgeschichten wie sie unterschiedlicher nicht sein können und trotzdem verbindet sie etwas. Zwei Generationen treffen aufeinander und in jeder Geschichte überrascht der Vertreter der einen Generation denjenigen der anderen durch sein Wissen und die Geschichte, die er erzählt.
Meine Meinung: Beide Kurzgeschichten sind sorgfältig und ausdrucksstark geschrieben. Sie hinterliessen vor allem dank der griffigen Figurenzeichnungen (vor allem der eklige alte Lehrer in der zweiten Geschichte hat es mir angetan) und der gefühlvollen Passagen einen starken Eindruck bei mir. Von beiden Geschichten hätte ich auch gerne eine längere Version gelesen.


Arkadien erwacht: 6 CDs (Arkadien-Reihe, Band 1)
Arkadien erwacht: 6 CDs (Arkadien-Reihe, Band 1)
von Kai Meyer
  Audio CD

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Arkadien erwacht, 3. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt: Traumatisiert von einer Vergewaltigung mit Schwangerschaftsfolge und anschliessender Abtreibung des Fötus kehrt Rosa, 17, die zu einer einflussreichen Mafia-Familie gehört, aus den USA, wo sie mit ihrer Mutter lebt, zu ihrer Schwester und ihrer Tante nach Sizilien zurück. Auf dem Flug lernt sie Alessandro kennen und verliebt sich in ihn. Leider entpuppt er sich als zukünftiger Capo eines verfeindeten Mafiaclans.
Damit nicht genug der Probleme für Rosa. Sie merkt, dass die Angehörigen des Clans, dem Alessandro angehört, sich in Raubtiere verwandeln können und ihre Leute, inklusive sie selbst, sich bei entsprechender Stimulation in Schlangen verwandeln. Sie sind Arkadier, aus altgriechischen Sagen bekannte Gestaltwandler.
Rosa gerät in haarsträubende Abenteuer mit wilden Tieren, einem Entführungsopfer, schiesswütigen Mafiosi. Am Ende der 6 CDs ist sie nicht nur eine Verräterin, die mit einer Richterin zusammenarbeitet, sondern auch eine mehrfache Mörderin. Sie ist die neue Chefin (gibts das Wort Capa?) ihres Clans und macht sich auf, das Geheimnis der alten griechischen Sage von Arkadien zu erforschen, weil sie hofft herauszufinden, was es mit der Feindschaft zwischen ihrem und Alessandros Clan auf sich hat.

Meine Meinung: Ich habe das Hörbuch auf Wunsch meines 13-jährigen Sohnes gehört, der alle drei Teile verschlungen hat. Sein Urteil bezüglich der Geschichte würde bestimmt anders (positiver) als meines ausfallen.
Das Wichtigste vorweg: Die Geschichte von Rosa und Alessandro konnte mich nicht ausreichend packen, damit ich mir auch noch die beiden weiteren Teile ("Arkadien brennt" und "Arkadien fällt") anhören will. Dies hat verschiedene Gründe, die ich im folgenden näher zu erläutern versuche.
Eines der Hauptprobleme, weshalb ich keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe, ist, dass ich mit Gestaltwandlern nicht allzu viel anfangen kann (ausser mit Odo aus Deep Space Nine, aber das ist ein anderes Paar Schuhe).
Die Mafia ist kein Thema, das für mich in irgendeiner Art romantisch konnotiert wäre, weshalb ich wiederum grosse Probleme hatte, mich mit der Hauptfigur zu identifizieren (vielleicht lag es aber auch bloss am Alter, Rosa könnte schliesslich meine Tochter sein).
Was mich interessiert hätte, wäre der altgriechische Hintergrund der Sage von Arkadien gewesen, der kam aber im ersten Teil für meinen Geschmack zu kurz. Mag sein, dass er in Teil zwei oder drei mehr Platz erhält.
Einige Szenen waren für mich schlicht unglaubwürdig. Insbesondere als Rosa, vom Capo dei Capi per Handy angeleitet (!) sich im Häuserkampf betätigt.
Die zahlreichen, für meinen Geschmack manchmal etwas gar schwülstigen Beschreibungen der verschiedenen Landschaften, die sich zum Teil wiederholten, fand ich nicht sehr interessant, ebenso die detaillieren Beschreibungen der einzelnen Verwandlungen von Mensch zu Tier und wieder zurück, die vielen Tierkampfszenen sowie die zahlreichen Fahrten- und Flugbeschreibungen.
Positiv in Erinnerung geblieben sind mir: Die Geschichte um die Abtreibung (das Gespräch zwischen Rosa und Alessandro darüber), ebenso die schwierige Beziehung von Rosa zur Richterin oder die Geschichte des Mädchens, das als Geisel gehalten wurde.
Den Sprecher, Andreas Fröhlich, fand ich diesmal nicht so toll, wofür der Autor allerdings nichts kann. Manchmal merkte man erst am zweiten Satz, wer eigentlich sprach und sein schwerfälliger deutscher Akzent bei der Aussprache der italienischen Worte nahm dieser schönen Sprache ihre Leichtigkeit.
Ich gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe dieses Buches. Mich konnte es nicht fesseln. Das wird mich aber nicht davon abhalten, wieder einmal ein Buch von Kai Meyer in die Hand zu nehmen, vielleicht eins ohne Mafiosi ...


Bracke. Ein Eulenspiegel- Roman
Bracke. Ein Eulenspiegel- Roman
von Klabund
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bracke, 28. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Bracke. Ein Eulenspiegel- Roman (Broschiert)
Erzählt wird die Lebensgeschichte von Bracke, einem Menschen, der von seiner Umgebung als Sonderling wahrgenommen wird. Bracke will eigentlich nur eines: Dass alle Menschen miteinander menschlich umgehen. Niemand den anderen herabsetzt oder verletzt. Er ist ein Narr und Sonderling, der allen Menschen den Spiegel vorhält. Er ist auf seine Art weise, aber die Welt spielt Bracke immer wieder übel mit, so dass er gegen Ende seines Lebens verbittert ist, bevor er einen letzten Frühling erlebt und sich schliesslich, nach einem Gesprach mit einer Vogelscheuche, (auch Bäume und Tiere sprechen mit Bracke) in den Schnee legt und stirbt.
Es ist ein Episodenroman, kleine Schnippsel und Geschehnisse werden beschrieben in einer oft sehr, sehr blumigen, ausschweifenden Sprache, mit vielen Vergleichen.
Im Roman versucht Bracke den Kurfüsten zur Abdankung und zur Beendingung aller Kriegerischen Handlungen zu bewegen. Das Gleiche, das Klabund mit seinem Offenen Brief an Kaiser Wilhelm II bezweckte.
Die Zerstückelung des Romans hat mir Mühe bereitet. Auch scheinen mir die Episoden je länger desto metaphysischer zu werden, womit ich nicht sehr viel anfangen kann. Dennoch enthält der Roman einige sehr eindrückliche und herzerwärmende Episoden.


Die Bogenschützin: Roman
Die Bogenschützin: Roman
von Martha Sophie Marcus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bogenschützin, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Inhalt: Als Hedwig 10 Jahre alt ist, wird die Burg der Familie angegriffen und das Mädchen geht auf der Flucht im Wald verloren. Sie wächst bei einem in Ungnade gefallenen Ritter, der als Einsiedler im Wald lebt, auf und lernt alles, was es braucht, um da zu überleben. Unter anderem wird sie eine hervorragende Bogenschützin.
Als ihr Ziehvater Richard stirbt, schickt der sie auf die Reise. Sie soll ihre überlebenden Familienmitglieder und seinen Sohn finden. Hedwig ist für das Leben unter Menschen schlecht gerüstet. Sie schliesst sich einem Gauklerpaar an und tappt wegen ihres aufbrausenden, wilden Wesens immer wieder in Fettnäpfchen. In kurzer Zeit schafft sie sich so einige Feinde, aber auch Bewunderer. Als Hedwig ihre Familie wiederfindet, ein Leben als Edelfrau führen und sogar verheiratet werden soll, beginnt ein neues Leben für sie.
Meine Meinung: Die Geschichte von Hedwig ist die Geschichte einer starken Frau, die durch die Zeitumstände (14. Jh.) immer wieder gezwungen wird, ihre wahre Natur zu unterdrücken. Dabei wirkt sie in ihrem wechselvollen Verhalten nie unglaubwürdig.
Ich nahm ihr sowohl ihr Verhalten in den diversen Kampfszenen, als auch ihre demütige Haltung bei ihrer Tante und, später, während ihrer Ehe ab. Besonders hat mir gefallen, dass Hedwig mehr als einmal mal (fast) den Mut verliert (und nicht wie auf Speed durchs ganze Buch jagt). Geschmückt wird die Hauptperson durch unterschiedliche, ebenso glaubwürdig dargestellte, Männercharaktere. Mehr als eine Liebesgeschichte ist ebenfalls in der Geschichte verpackt und die politischen Gegebenheiten werden miteinbezogen, was mir sehr gut gefallen hat.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das Geschichte lebendig macht, das dramatisch beginnt, unterhaltsam und abwechslungsreich weitergeht und von der Heldin bis am Schluss alles abverlangt.
Mir hat es sehr gut gefallen.


Letzte Lesung
Letzte Lesung
Preis: EUR 0,99

2.0 von 5 Sternen Letzte Lesung, 16. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Letzte Lesung (Kindle Edition)
Inhalt: Eine Krimilesung entwickelt sich ganz anders, als der Autor dies geplant hat. Die Zuschauer und der Autor werden zu Geiseln und erfahren wie am eigenen Leib, wie es ist, in einem Krimigefangen zu sein.
Meine Meinung. Die Idee gefällt mir gut, sie ist sehr reizvoll, aber die Umsetzung in diesem Kurzkrimi hat mir nicht gefallen. Das lag in erster Linie an der Ich-Perspektive. Die Sätze des Krimiautors klangen unnatürlich und unglaubwürdig, sobald er unter Druck geriet.
Zudem fehlte durch die Wahl dieser Perspektive der Autorin die Möglichkeit, die Reaktion des Publikums in die Handlung zu integrieren. Diese wird zwar vom vorgelesenen Text vorweggenommen, aber das sind alles Behauptungen, die nicht mit individuellem Leben gefüllt werden. Spannung baute sich deshalb keine auf bei mir.
Die Schluss"pointe" hat mir gefallen, weil sie mich völlig überrascht hat.


Memo von Meena
Memo von Meena
Preis: EUR 0,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Memo von Meena, 13. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memo von Meena (Kindle Edition)
Inhalt: Ein Mann soll die erfolgreiche Kolumne einer Frau in einer auflagenstarken Frauenzeitschrift weiterschreiben, weil der ursprünglichen Verfasserin wegen Schwangerschaftskomplikationen strikte Bettruhe (und keinerlei Aufregung) verordnet worden ist. Als Anhaltspunkte hat Oliver, so heisst der Mann, der diese schwierige Aufgabe übernommen hat, Audioaufzeichnungen von Meena, die diese jedoch als Gedankenstütze für sich angefertigt hat, um daraus - vielleicht einmal eine Kolumne zu erstellen. Oliver versucht alles, um seiner schwierigen Aufgabe gerecht zu werden und kommt Meenas Ansichten und ihr selbst dabei immer näher.
Meine Meinung: Nancy Salchow hat mich mit diesem Kurzroman gut unterhalten. Das ewige Thema was ist "typisch" Mann, was "typisch" Frau hat sie auf originelle Art auf die Spitze getrieben. Die Schreibweise ist flott, frech und kurzweilig. In den reinen E-Mail-Dialogteilen fühlte ich mich an Glattauers "Gut gegen Nordwind" erinnert.Der Schluss kam für mich sehr abrupt und überraschend. Erst war ich ein bisschen enttäuscht, aber dann wurde mir klar, dass der Schluss auch gut gewählt ist, weil die erzählte Geschichte mit der tatsächlichen Begegnung der beiden Protagonisten im Krankenhaus endet und gleichzeitig eine neue beginnt. Passenderweise wurde das Ende - gleichzeitig "Geständnis" - wiederum in eine Kolumne verpackt.


Von Juni zu Juni: Roman
Von Juni zu Juni: Roman
von Irina Korschunow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Juni zu Juni, 10. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Von Juni zu Juni: Roman (Gebundene Ausgabe)
Handlung: Esther, die Tochter eines gutsituierten Architektenehepaares verschwindet eines Nachts spurlos. Ist sie entführt worden? Tot? Lebt sie? Die Welt ihrer Eltern bricht unter den damit verbundenen Belastungen zusammen. Die Gespenster in den Schränken ihrer Ehe machen sich selbstständig, werden durch die Sensationspresse aller Welt vorgeführt. Dann kommt Esther zurück. Aber damit ist das Grauen für die Familie Matrei noch lange nicht zu Ende.

Meine Meinung: Im ersten Moment war ich - nach der Lektüre des Klappentextes - verblüfft, denn im ersten Satz heisst es: "Esther ist wieder da, verzeih mir, hat sie gesagt, beiläufig, als wäre nur ein Stück Porzellan zerbrochen." Ich fragte mich im Stillen, was denn jetzt noch spannend sein soll, wo ja klar ist, dass die verschwundene Tochter wieder zurück ist. Skeptisch las ich weiter und habe es nicht bereut.
Es gelingt Irina Korschunow durch das geschickte Verweben von Gegenwart und Rückblicken ein tiefes, dichtes Bild dessen zu entwerfen, was die Welt der Eltern Matrei ausgemacht hat. Und es gelingt ihr, diese Welt Stück um Stück zu zertrümmern, zu demolieren.
Erzählt wird aus der Sicht von Linda Matrei, der Mutter der Verschwundenen. Diese sieht sich plötzlich nicht nur mit der ungeheuren Angst um die Tocher konfrontiert, sondern auch ein hässlicher Verdacht wächst in ihr, der auf ihren eigenen, einst geliebten, aber in der Gegenwart mehr gelittenen Mann fällt.
Leise und ohne viel Getöse und deshalb umso eindrücklicher lässt Irina Korschunow alles um Linda Matrei zusammenfallen. Fast bis ganz zum bitteren Ende.
Eine Geschichte, die mich überrascht und beeindruckt hat und die ich gerne weiterempfehle.


Der Chinese: Roman
Der Chinese: Roman
Preis: EUR 10,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Chinese, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Chinese: Roman (Kindle Edition)
Inhalt: In Schweden werden fast alle Bewohner eines kleinen Dorfes abgeschlachtet. Die Richterin Birgitta Roslin erfährt, dass auch die Pflegeeltern ihrer Mutter unter den Toten sind. Sie begibt sich an den Tatort und stösst schon bald auf Spuren, die die lokale Polizei nicht Ernst nimmt. Diese Spuren führen zu einem chinesischen Mann. Kurz darauf reist die Richterin mit einer Freundin nach China und gerät in grosse Gefahr.
Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte von drei chinesischen Brüdern, die in den 1860er Jahren aus ihrem Dorf fliehen. Zwei werden nach Amerika verschleppt und müssen dort unter unmenschlichen Bedingungen beim Bau der ersten Eisenbahnstrecke mitarbeiten. Einer von ihnen kehrt schliesslich nach China zurück. Im Folgenden werden die beiden Handlungsstränge miteinander verbunden. Der Leser lernt das moderne China mit seinen heutigen Problemen kennen. Der Showdown findet in London statt.
Meine Meinung: Der Anfang fesselte mich sogleich. Er ist sehr spannend und atmosphärisch geschrieben. Die übergewichtige Polizistin war mir sofort sympathisch und ich freute mich, sie bei der Aufklärung des schrecklichen Massenmordes zu begleiten. Doch leider erzählte mir der Autor im folgenden eine ganz andere Geschichte. Die Richterin Birgitta Roslin mit ihren Eheproblemen und ihrer Vergangenheit als Mao-Bewunderin kam ins Spiel. Zu ihr fand ich keinen richtigen Zugang.
Der zweite Teil des Buches (Niggers and Chinks 1863) ist ein veritabler historischer Roman, aber mit Ausnahme der Beschreibung der Lebensumstände unmittelbar während der Arbeit bei den Schienen bleibt er blass und an der Oberfläche. Zackig wird ein Vorkommnis nach dem anderen abgehakt, ohne viel Herzblut reinzulegen.
Zurück im China der Gegenwart (2006) wird der Autor dann umso ausführlicher. Viel zu ausführlich, für meinen Geschmack (z.B. die Szene mit der historischen Rede über die zukünftige Politik Chinas in Afrika). Die Geschichte von Ya Ru (ein Chinese, der Ru heisst?) und seiner Schwester war zwar interessant, aber vor allem der Teil in Afrika auch wieder viel zu ausführlich für meinen Geschmack. Zeitweise gerät völlig in Vergessenheit, dass es ja eigentlich um die Aufklärung des Mordes an den Dorfbewohnern geht.
Die "Aufklärung" hat mir dann auch nicht gefallen. Dass die Polizei nicht auf den richtigen Täter kommt, bzw. das Buch endet, bevor die Polizei die Tagebuchaufzeichnungen erhält bzw. auf diese reagiert, stört mich nicht. Aber die Geschichte mit dem roten Band! Was ist jetzt damit? Hab ich etwas überlesen? Hoffentlich weiss wenigstens der Autor, wie es an den Tatort gekommen ist.
In dieser Geschichte stimmen für meinen Geschmack die Proportionen nicht, zudem wird viel zu viel offen gelassen, manches mit der fadenscheinigen Begründung China sei halt ein undurchschaubares Land. Alles in allem war ich enttäuscht, v.a. allem auch, weil er Anfang so vielversprechend war.


Der Gehülfe: Roman
Der Gehülfe: Roman
von Robert Walser
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Gehülfe, 30. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Gehülfe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Der Inhalt dieses Romans, den Robert Walser 1908 geschrieben hat, ist relativ schnell erzählt: Joseph Marti erhält eine Stelle im technischen Bureau des Erfinders Tobler. Er geniesst das Leben in dessen Villa "Abendstern". Aber die Erfindungen finden keine Geldgeber und binnen eines halben Jahres muss Marti mitansehen, wie Tobler immer weiter in Geldschwierigkeiten gerät. Schliesslich muss er die Villa wieder verlassen, weil Tobler Bankrott geht.
Angedeutet werden eine Schwärmerei für die Dame des Hauses, Kindsvernachlässigung, Ausflüge in die Kantonshauptstadt und die Bekanntschaft mit den Wichtigen des Dorfes sowie Martis Vorgänger, der wegen Trunksucht entlassen worden war.
Meine Meinung: Beschrieben wird der Alltag in einem Schweizer Dorf zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Das ist im Grunde genommen nichts Aussergewöhnliches. Was diese Geschichte auszeichnet und besonders macht, ist der Schreibstil. Der Roman ist ein sprachliches Kunstwerk und wiederspiegelt auf scharfsinnige Weise die damalige Gesellschaft. Alltagsgeschehnisse wie zum Beispiel ein sommerliches Bad im See werden literarisiert und so zu filigranen und doch gewaltigen sprachlichen Kunstwerken.
Wenn man bedenkt, dass der Roman autobiografisch ist, erhalten auch kleine Szenen, wie zum Beispiel jene, als sich Marti während einer Rast in einem sommerlichen Wald an einen Ausflug aus Kindertagen erinnert, einen sehr persönlichen Zauber.
Wenn sich der Leser auf die Schönheit der Sprache (mit starker schweizerischer Färbung) einlässt und sich von der Genauigkeit der Beobachtungen einfangen lässt, wird er an diesem Roman grosse Freude haben, wenn nicht, wenn er auf der nackten Handlungsebene bleibt, wird er wahrscheinlich enttäuscht sein.


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