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Rezensionen verfasst von
Hattie "hattie"

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Pina Soundtrack
Pina Soundtrack
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Wunderschön!, 25. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Pina Soundtrack (Audio CD)
Genau wie der Film berührt auch die Musik zutiefst. Die Stücke sind wunderschön, und insbesondere die Stücke La Prima Vez, O Let Me Weep und Os Meus Olhos gehen absolut unter die Haut. Danke, Wim Wenders, für diese filmische, tänzerische und musikalische Hommage an Pina Bausch!


Pina (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D]
Pina (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D]
DVD ~ Pina Bausch
Preis: EUR 11,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zutiefst berührend und verzaubernd, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Pina (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D] (Blu-ray)
Wim Wenders' Film Pina ist viel mehr als eine Hommage. Er ist eine tiefe Verbeugung vor und eine Liebeserklärung an Pina Bausch. Und darüber letztlich auch eine Liebeserklärung an Wuppertal - die Stadt, der Pina Bausch immer die Treue gehalten hat und die mit dem Tod Pina Bauschs eine große Künstlerin verlor, der die Stadt so viel zu verdanken hat.

Atmosphärisch dicht und den Tänzern des Tanztheaters den Raum gebend, das Unfassbare fassbar zu machen, ist es Wim Wenders gelungen, das Besondere, Einzigartige, das Pina Bausch und ihre Arbeiten auszeichnete und sie zur Revolutionärin des Tanztheaters und zu einer weltweit verehrten Choreographin werden ließ und ihre tiefe Menschlichkeit, die in allem ihren Ausdruck fand, in wunderschönen und zutiefst berührenden Bildern zu transportieren.

In 3D ist dieser Film absolut beeindruckend. Jedoch ist der Film auch in 2D wunderschön. Empfehlenswert ist zudem die von Wim Wenders kommentierte Fassung, die für den Zuschauer, auch wenn er Pina Bausch kannte und das Glück hatte, Aufführungen von ihr zu sehen, noch viele weitere Informationen bereit hält.


Zwei Katzen Doppeltes Glück: Auswahl, Eingewöhnung, harmonisches Zusammenleben
Zwei Katzen Doppeltes Glück: Auswahl, Eingewöhnung, harmonisches Zusammenleben
von Isabella Lauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oberflächlich und fehlerhaft, 11. Juli 2012
Anders als der Titel suggeriert, erfährt der Leser wenig über die Zusammenführung von Katzen. Die Ausführungen der Autorin sind oberflächlich und fehlerhaft, wirkliche und vor allem brauchbare Tipps in bezug auf die Zusammenführung zweier Katzen gibt die Autorin nicht.

Normale und katzentypische Verhaltensweisen, wie das Aufteilen in Reviere, Reviermarkieren durch Krallenwetzen am Teppich und morgendliche Weckaktionen erklärt sie zur Unart und gibt sie tatsächlich einmal Tipps, so sind diese nicht nur falsch, sondern wären, würde man sie anwenden, auch fatal. So empfiehlt sie, um nur ein Beispiel zu nennen, die hinzu gekommene Katze mit Babypuder oder verdünntem Essigwasser einzureiben! Ein Albtraum für jede Katze!

Nicht minder fatal ist ihre das Buch durchziehende Empfehlung, verstorbene Katzen umgehend zu "ersetzen" (O-Ton!), dies empfiehlt sie selbst dann, wenn es sich bei der zurückgebliebenen Katze um eine schon alte Katze handelt. Abgesehen davon, dass eine Katze auch für den Menschen kein Gegenstand ist, den man einfach "ersetzen" kann, ist der Autorin offenbar nicht bekannt, dass auch Katzen trauern und man ihnen diesen Raum auch geben muss. Eine trauernde Katze wird jede neue Katze als Eindringling empfinden und sie glühend hassen.

Bei alten Katzen kann ein solches Vorgehen daher ihre Lebenserwartung sogar drastisch reduzieren. Alte Katzen wollen zudem in der Regel, wenn ihr Partner gestorben ist, allein bleiben.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch in keiner Weise hält, was der Titel verspricht. Wer sich mit der Psyche seiner Katze wirklich auseinander setzen möchte, dem sei "Katzenseele - Wesen und Sozialverhalten" von Paul Leyhausen und "Catwatching - Die Körpersprache der Katzen" von Desmond Morris empfohlen.

Von dem vorliegenden Buch jedoch ist dringend abzuraten. Insbesondere katzenunerfahrenden Lesern.


Jennie, meine Freundin. Ein Katzenroman.
Jennie, meine Freundin. Ein Katzenroman.
von Paul Gallico
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft und zutiefst berührend!, 20. April 2012
Peter, ein kleiner Junge, der wohlbehütet in einer besseren Wohngegend im Nachkriegs-London aufwächst, mag Katzen sehr. Er kennt alle Katzen in der Nachbarschaft und wünscht sich auch selbst sehnlichst eine Katze. Leider sind weder seine häufig abwesende Mutter, noch seine Nanny bereit, Peter diesen Wunsch zu erfüllen, und so wird jedes obdachlose Kätzchen, das Peter bei sich aufnimmt, nach spätestens zwei Tagen entdeckt und von seiner Nanny wieder vor die Tür gesetzt. Eines Tages verwandelt sich Peter in einen Kater. Plötzlich allein auf sich gestellt, muss er sich nun in einer ihm völlig fremden Welt zurecht finden. Hilfe findet er hierbei bei der streunenden Katze Jennie. Und von der tiefen Freundschaft zwischen dem Kater Peter und der Katze Jennie erzählt dieser Roman.

Es ist eine Geschichte von Katzen und Menschen, von Verantwortung und Vertrauen, von Enttäuschung - und von Liebe. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert Gallico den harten Überlebenskampf und die Not der verlassenen, streunenden Katzen, verleiht ihrem Schmerz eine Stimme.

Die tiefe Liebe des Autors zu Katzen durchzieht diesen Roman, faszinierend ist seine Beobachtungsgabe. Frei von jeder Vermenschlichung und Kitsch gelingt es Gallico, das Wesen der Katze einzufangen. Und so wird jeder Katzenmensch auch seine eigenen Katzen wiedererkennen, in all ihrem Liebreiz, in all ihrer Schönheit.

"Jennie meine Freundin" verzaubert den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist ein zutiefst trauriger und zugleich wunderschöner Roman. Nicht nur für Katzenfreunde.


Vergesst Auschwitz!: Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage
Vergesst Auschwitz!: Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage
von Henryk M. Broder
  Gebundene Ausgabe

53 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt gebracht!, 15. März 2012
Messerscharf analysiert, auf den Punkt gebracht und erschütternd und beschämend zugleich!

Das lässt sich zu Broders neuem Buch sagen, in dem er sich, wie in seinem Buch "Der ewige Antisemit" mit dem allgegenwärtigen Antisemitismus und insbesondere dem der Linken auseinandersetzt, der seinen Ausdruck in der Aktion Free Gaza ebenso findet, wie in der zur Schau getragenen Betroffenheit, die einzig den ermordeten Juden, nicht aber den noch lebenden gilt, und in dem permanenten Bemühen, Israel seines Existenzsrechts zu berauben.

Nun ist der Antisemitismus zwar nicht allein den Linken vorbehalten, sie sind allerdings die einzigen, die sich auch noch mit der Moralhoheit ausstatten, während ihnen zugleich jedes Gefühl für Anstand abhanden gekommen ist. Dies zeigt sich in, an Geschmacklosigkeit nicht mehr überbietenden, Äußerungen, in denen Auschwitz und Gaza in einem Atemzug genannt und beklagt wird, dass die Israelis ja leider "nichts aus dem Holocaust gelernt hätten", ebenso wie in einem schon fast pathologisch anmutenden Größenwahn, dem die irrige Annahme zugrunde liegt, dass die Israelis nur darauf warten würden, dass ihnen die Deutschen endlich sagen, wo es lang geht.

Und so sieht Broder auch das besondere Engagement für die hier lebenden Muslime darin begründet, dass in einer Art nachgetragenem Widerstand an diesen wieder gut gemacht werden soll, was die Eltern unter den Nationalsozialisten versäumt haben, dabei vollständig ignorierend, dass diese weder Opfer sind, noch waren, sich dafür aber umso wohliger in der ihnen so zugewiesenen Rolle einrichten.

Da die wirkliche Aufarbeitung der Verbrechen unter den Nationalsozialisten ein fast aussichtsloses Unterfangen scheint, das sich einzig in Mahnmalen und der kostenintensiven Instandhaltung von Konzentrationslagern erschöpft, während gleichzeitig aus Gründen der Schuldreduktion alles daran gesetzt wird, Israelis zu Tätern zu stilisieren und Antisemitismus zunehmend durch das Konstrukt "Islamophobie" zu ersetzen, um sich so stickum der Vergangenheit zu entledigen, schlägt Broder denn als letzten Ausweg das Vergessen des Holocausts vor.

Und Broder hat Recht! Denn dann können auch diejenigen, deren einziges, aber dafür um so überbordeneres Engagement dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern dient, endlich wieder ruhig schlafen.
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2013 2:43 PM MEST


Trixie 4590 Cat Activity Fun Board, 30 × 40 cm, weiß
Trixie 4590 Cat Activity Fun Board, 30 × 40 cm, weiß
Preis: EUR 17,90

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig!, 14. Mai 2011
Da meine Katze begeistert spielt, habe ich ihr aufgrund der vielen positiven Bewertungen ein Fun Board gekauft - und Katze und Mensch sind enttäuscht. Am ersten Tag hat es meine Katze interessiert, sie hat sich flugs die Leckerchen rausgeholt, und dann hat sie das Board nicht mehr interessiert. Die Gläschen hat sie ignoriert. Viel Geld für ein kurzes Vergnügen!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2015 2:57 PM CET


Das wär dein Lied gewesen
Das wär dein Lied gewesen
Preis: EUR 6,66

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade!, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Das wär dein Lied gewesen (Audio CD)
Auch ich habe mich sehr gefreut auf diese CD, die ich vorbestellt hatte, auch ich habe bereits Karten für die Tour 2012, und auch ich bin enttäuscht von dieser CD.

Die Musik ist eintönig, ein Lied klingt wie das andere, die Texte sind nichtssagend bis platt. Der absolute Tiefpunkt wird mit dem Lied "Gleichberechtigung ("ich bin echt für Frauenpower, auch für 'ne Kanzlerin ab und an, aber hätten wir hier 'ne Krise, da hätt' ich doch lieber'n Mann") erreicht. Einen solchen Text hätte Ina Müller zu Queen Bee-Zeiten höchstens triefend vor Ironie gesungen, und man fragt sich, warum sie das, was sie bisher gemacht hat und das, was sie auszeichnet, so zurücknimmt.

In völligem Einklang mit Musik und Texten entfaltet Ina Müller hier auch nicht die volle Kraft ihrer Stimme, sondern im Gegenteil, ihre Stimme wurde sehr zurückgenommen. Wer hören will, welch phantastische Stimme Ina Müller hat, dem sei "Nied opleggt" und "Abseits ist, wenn keiner pfeift" empfohlen. Die CD "Das wär Dein Lied gewesen" hingegen wird der Ina Müller, wie ich sie kenne, in keiner Weise gerecht.

Den zweiten Stern vergebe ich nur deshalb, weil sie eine hervorragende Sängerin ist und in der Hoffnung, dass diese CD, ebenso wie ihre CD "Das große Du", ein Ausrutscher ist und sie sich auf das, was sie ausmacht, wieder besinnt und dies auch auf ihrer Tournee wieder zum Ausdruck bringt.

Die CD selbst enttäuscht jedoch in jeder Hinsicht.


Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose
Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose
von Hamed Abdel-Samad
  Broschiert

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 23. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nicht schrill und lautstark, sondern bedächtig und leise kommt Abdel-Samad daher. Umso größer ist die Sprengkraft seiner Worte. Schonungslos und sachlich beschreibt er den Niedergang des Islam und der arabischen Welt, zeigt auf, worin die Blütezeit der arabischen Welt begründet war und warum sie seitdem in einem Stillstand verharrt. Er beschreibt das daraus resultierende tiefe Gefühl der Unterlegenheit und Demütigung der Araber, das sie seit Jahrhunderten in einer Opferhaltung verharren lässt, und er zeigt auf, in welchem Ausmaß religiöse Doktrinen und das Festhalten an archaischen Traditionen die Öffnung zur Moderne verhindern und inwieweit die daraus resultierenden Konflikte, von dem Individuum verinnerlicht, auch nach der Emigration weiter wirken.

Abdel-Samad hebt sich nicht nur dadurch wohltuend von den selbsternannten "Islamkritikerinnen" und "Menschenrechtlicherinnen" ab, dass er weiß, wovon er spricht, ist er doch in Ägypten geboren und aufgewachsen und hat dort auch sein erstes Studium absolviert, es ist neben seinem fundierten Wissen und seiner ausgeprägt analytischen und differenzierten Herangehensweise auch der tiefe Humanismus, der seine Ausführungen prägt. So ist es nicht verwunderlich, dass er nicht nur uns einen tiefen Einblick in die Problematik gewährt, sondern, dass seine Bücher und Ausführungen auch in Ägypten Beachtung finden. Und genau darin besteht sein Verdienst. Es sind Menschen wie er, die Bewegung in die arabische Welt bringen können. Man muss ihnen nur zuhören.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2010 10:07 PM CET


Integrationsunwillige Muslime?: Ein Milieubericht
Integrationsunwillige Muslime?: Ein Milieubericht
von Ahmet Toprak
  Broschiert
Preis: EUR 20,90

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos, 7. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ebenso wie in seinen bisherigen Untersuchungen gewährt Toprak auch mit diesem Mileubericht einen tiefen Einblick in die Strukturen und die handlungsanweisenden Normen und Werte der in Deutschland lebenden türkischen Bevölkerung.

Schonungslos zeichnen seine Interviews das Bild einer Bevölkerungsgruppe, die inmitten unserer Gesellschaft, sich selbst abschottend, ihr Denken und Handeln nach konservierten Normen und Werten der Herkunftsgesellschaft ausrichtet, einer Gruppe, in der das Kollektiv alles, das Individuum nichts zählt, in der eigenverantwortliches Handeln weder gewünscht, noch gefördert wird. Die Interviews offenbaren zugleich einen erschreckend geringen Kenntnisstand über die Aufnahmegesellschaft und die dafür umso ausgeprägteren Vorurteile dieser gegenüber.

Anhand von Interviews zeigt Toprak auf, dass Türkinnen ohne Kopftuch keineswegs freier als Türkinnen mit Kopftuch sind, sondern dass die ländlich-traditionellen Normen und Werte der Herkunftsgesellschaft für sie, ebenso wie auch für türkische Alevitinnen, gleichermaßen handlungsanweisend sind und auch die Emanzipation gebildeter und modern auftretender Türkinnen oftmals nur eine scheinbare ist. Er verdeutlicht den ausgeprägten Hang zur Selbststigmatisierung dieser Bevölkerungsgruppe, so nimmt die qualifizierte kopftuchtragendende Türkin lieber die Arbeitslosigkeit in Kauf, als die am Arbeitsplatz geltenden Kleidungsvorschriften zu respektieren, und die nicht minder ausgeprägte Neigung, den systemimmanenten Konflikt in die Aufnahmegesellschaft hinein zu tragen und statt Selbstverantwortung zu übernehmen und die für das Leben in der Aufnahmegesellschaft dysfunktionalen Handlungsmuster kritisch zu hinterfragen, alles und jedes in Diskriminierung begründet zu sehen - eine Versuchung, der z.T. auch Toprak unterliegt.

Mit diesem Milieubericht zeigt Toprak einmal mehr auf, worin die Integrationsresistenz dieser Bevölkerungsgruppe begründet ist, dass nämlich die Menschen gar keine Veranlassung haben, dieses in sich geschlossene Sozialsystem zu verlassen, können sie doch ihre sämtlichen Bedürfnisse innerhalb dieses Systems abdecken und wie schwer es zudem dem Einzelnen durch die allumfassende Kontrolle gemacht wird, aus diesem System auszubrechen. Nur wenige Türkinnen haben die Möglichkeit der interviewten Studentinnen, ein Studium in einer anderen Stadt als Vorwand für eine räumliche Trennung zu benutzen.

Entsprechend hilflos wirken denn auch Topraks Verweise auf die Ausführungen Schiffauers und Karakasoglus, deren Untersuchungen, und das weiß auch er, wissenschaftlichen Standards nicht gerecht werden. Nicht minder hilflos muten auch seine Lösungsvorschläge an, die weniger Lösungsvorschläge als vielmehr Beschwichtigungsgesten gegenüber der hier lebenden türkischen Bevölkerung sind. Keinen Zusammenhang zu seinen letztlich vernichtenden Untersuchungsergebnissen erkennen lassend, bestehen sie in der Forderung, dass dieser Bevölkerungsgruppe mehr (Mitsprache-) Rechte eingeräumt werden sollen und dass die Mehrheitsgesellschaft auf ihre Deutungshoheit verzichten solle und ihre Normen und Werte, auf die sie sich im Zuge ihrer Entwicklung geeinigt hat, gegenüber einer zugewanderten Minderheit ebenso zur Disposition stellen solle, wie diese ihre archaischen Normen und Werte.

Kritisch anzumerken ist zudem, dass Toprak dem Einfluss der islamistischen und türkisch-nationalistischen Organisationen, der seinen Ausdruck auch in der Zunahme der "freiwilligen" Kopftuchträgerinnen findet, nur eine untergeordnete Bedeutung zuschreibt und den integrationsverhindernden Part dieser Organisationen eher am Rande erwähnt. Das zunehmende Engagement von Türkinnen für das Tragen von Kopftüchern stellt er als eine in die Türkei hinein wirken sollende "Emanzipationsbewegung" dar und nicht als die aus der Türkei nach Deutschland überschwappende Reislamisierungbewegung, die sie tatsächlich ist. Seine Seitenhiebe auf Necla Kelek wirken, bei aller gerechtfertigter Kritik, schließlich bedient sie sich munter auch seiner Unterschungsergebnisse, ohne sie allerdings als solche zu benennen, unprofessionell.

Von diesen Kritikpunkten abgesehen, leistet dieses Buch jedoch ebenso wie auch die anderen Untersuchungen Topraks einen wichtigen Beitrag zur Integrationsdebatte. Toprak ist einer der wenigen, der wissenschaftlich seriös einen wirklich tiefen Einblick in die Strukturen der türkischen Parallelgesellschaft gewährt. Und das macht seine Ausführungen nicht nur umso erschreckender, es erklärt auch, warum Toprak bisher so wenig öffentliches Gehör gefunden hat. Einen so tiefen und unerfreulichen Einblick will die Aufnahmegesellschaft dann doch nicht haben.


Die schönen Lügen meiner Mutter: Erinnerungen an meine iranische Familie
Die schönen Lügen meiner Mutter: Erinnerungen an meine iranische Familie
von Azar Nafisi
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend!, 16. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach "Lolita lesen in Teheran" enttäuscht "Die schönsten Lügen meiner Mutter" in jeder Hinsicht. Nicht nur, dass die Autorin nichts neues mitzuteilen hat, auch die blumige Sprache, die Liebe zur Literatur, die "Lolita lesen in Teheran" durchzieht, sucht der Leser in "Die schönsten Lügen meiner Mutter" vergebens. Nafisis Sprache wirkt hier, ebenso wie ihre ständigen Verweise auf Literatur, holperig und aufgesetzt, die Überbetonung ihrer Zugehörigkeit zur Bildungselite arrogant. Gelang es ihr in "Lolita lesen in Teheran" wunderbar, Literatur, Lebensläufe und politische Verhältnisse miteinander zu verknüpfen, springt Nafisi in "Die schönsten Lügen meiner Mutter" thematisch hin und her, jedes Thema nur oberflächlich streifend, so dass der Leser sich mit zunehmender Ungeduld fragt, wohin die Autorin eigentlich möchte.

Anders als der Titel verspricht, gelingt es Nafisi auch nicht, ein wirkliches Bild von ihrer Mutter zu zeichnen, und ihre Idealisierung ihres offenkundig rückgratlosen Vaters, dessen vermeintliche Liebe zu Literatur nichts anderes als ein Verstecken hinter Zitaten ist, wirkt ermüdend.

Auch wenn Nafisi "Lolita lesen in Teheran" in ihrer Rolle als Literaturprofessorin verfasst hat und sie in "Die schönsten Lügen meiner Mutter" nun die, um Reflexion bemühte, gekränkte Tochter zu Wort kommen lässt, so wirkt doch insgesamt das vorliegende Buch wie eine schlechte erste Rohfassung ihres ersten Buches. Das Ärgerliche daran ist jedoch nicht allein, dass Nafisi mit dem vorliegenden Buch nicht das hält, was sie mit ihrem ersten Buch versprochen hat, bedauerlich ist vor allem, dass sie mit dem vorliegende Buch ihr erstes entwertet. Schade!


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