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Rezensionen verfasst von
S. Jörgeson "Sven" (Hamburg, Southern shores of Scandinavia)

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When Her Eyes Turn Blue Ep
When Her Eyes Turn Blue Ep
Preis: EUR 10,09

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Never change a winning team!, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: When Her Eyes Turn Blue Ep (Audio CD)
Kristofer Aström ist ja mittlerweile schon ein Veteran im "Northern Blues" wie man den aus Skandinavien in Resteuropa einsickernden Singer/ Songwriter- Sound nach dem Erscheinen seines zweiten Albums mit selbigem Titel nannte. Umso erstaunlicher ist es, wie sich die Karriere des Schweden, der seltsam alterslos wirkt weiter entwickelte. Von solitär aufgenommenen Perlen (Loupita) über die härtere Gangart (So much for staying alive) bis hin zum breiten Bandsound in bester Country-Rock Manier (Rainaway Town) ist alles dabei gewesen. Dann das letzte Album Sinkadus, dass wie eine Mischung all der aufgezählten Stile daherkommt, ohne einen Roten Faden zu entbehren. Nun scheint es wieder einmal an der Zeit gewesen zu sein an einigen Songs des albums zu schrauben, sie neu aufzunehmen und einige neuere Stücke gleich mit zuveröffentlichen. Das hat im Hause Aström bereits Tradition, man sehe sich die Tracklisten der anderen EPs an. Das Ergebnis geht insgesamt Richtung Rock, aber nicht weg vom Akustikgitarrensound. Ein Stilbruch erfolgt dabei jedoch mitnichten! Der Wahlgötebruger versteht es nämlich über sein typisches Songwriting, vor allem aber über seine einzigartige Stimme den Bogen zurück zu seinem umfangreichen Backkatalog zu schlagen. Die Hervorragende Band liefert einen in der Stilistik im besten Sinne zeitlosen, und ansosnten sehr definierten klar artikulierten Sound. Die einzelnen Parts sind sauber voneinander getrennt, ohne dabei mechanisch zu wirken. Die beiden bereits von Sinkadus bekannten Songs, darunter der Titeltrack haben sich deutlich weiterentwickelt und einige interessante Aspekte hinzugewonnen. So ist das Piano bei "Hard to live" wirklich ein Zugewinn, während die zunehmende Verzerrung bei "When her eyes turn blue" anfangs gewöhnungsbedürftig ist, im Nachhinein aber durchaus sinnvoll ist, und der Aufforderung sich aus einer alten unsymetrischen Beziehung zu lösen den nötigen Druck verleiht. Glanzlicht ist aber zweifelslos, das den werten Konzertbesuchern schon seit Jahren bekannte, "False alarm". Auch hier ist vor allem der Druck der verzerrten Saiteninstrument prägend. Daneben gibt es aber auch einige sehr schöne Harmoniegesangspassagen, über einem Abgang in der Akkordfolge, bei dem durchaus Bob Dylan Pate zu stehen sich nicht hätte schämen müssen. Auch die anderen Tracks bewegen sich auf diesem Niveau und somit kann man sagen, der Überarbeitungsdrang des Kristofer Aströms macht sich für den Zuhörer absolut bezahlt, denn sonst wären sie wohl kaum so bald erschienen. Das mit dem letzten Album betretene Territorium wird hier mutig weitererkundet, ohne die stilistische Bandbreite zu vernachlässigen, was bei 6 Songs erheblich schwerer ist, als bei einem ganzen Album. So bleibt mir nur zu schließen, dass dieses Werk rundum gelungen ist und ein sehr aktuelles Bild von dem was Kristofer Aström so treibt vermittelt. Zu diesem Preis eine unbedingte Kaufempfehlung!


Northern Blues
Northern Blues
Preis: EUR 8,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Versuch einer Rehabilitierung, 27. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Northern Blues (Audio CD)
J'accuse!

Was man nicht alles so hört, wenn der Tag lang ist. Man trifft auf manchen, gerade zu weisen Menschen und dann auch wieder solche, bei denen man sich nur noch fragen kann wie weit man wandern muss, um am Gegenpol der Weisheit, um diesen zu besichtigen, endlich anzugelangen.
Davon könnte in Kristofer Åströms "How can you live with yourself" die Rede sein. Die darin enthaltene Feststellung "You speak of things that I do, on which you don't have clue,wish I could tell it to you, how much I dislike you, how much I hate what you do, how much I really hate you..." läßt sich auf so viele Zeitgenossen anwenden. Nicht nur auf solche, die sich vorschnell anmaßen Menschen "echte Gefühle" abzusprechen!
Sicher erfindet Kristofer Åström das Genre, in dem sich Northern Blues bewegt nicht neu. Eine solche Großtat ist jedoch seit den Beatles in Sachen Popmusik eh nicht mehr möglich. Unbestreitbar bleibt jedoch, das Northern Blues ein großes Album ist. Der schüchterne Schwede lehnt sich mit der Üppigkeit der Arrangements verhältnismäßig weit aus dem Fenster. Die schier überbordende Fülle der Nebenmelodien des Openers "All lovers hell" kann in ihrer Rauschhaftigkeit jeden noch so verkorksten Tag retten. Und die Eifersucht auf die Vergangenheit des/der Geliebten ist wohl nie so eingängig besungen worden. Ein jeder, der diesem Song "echte Gefühle" abspricht, weiß tendenziell eher selbst nicht, was denn solche tatsächlich sind.
Das Album scheint als eine Art Decrescendo aufgebaut zu sein und wird zum Ende hin immer fragmentarischer und dabei ruhiger. Melodien werden angedeutet, jedoch nie länger ausgeführt als nötig. Damit entgehen sie der anderswo allgegenwärtigen, auf stupide Ohrwürmer trachtenden, Penetranz. Ganz nebenbei offenbaren sie so ihre herbe ungekünstelte Schönheit.
Der Höhepunkt des Albums ist zweifelsohne der wunderbar jazzig angehauchte Song "You don't know how good you are". Das Gefühl der Abhängigkeit von geliebten Menschen und der unendlichen Wertschätzung des/der Geliebten findet in jedem Ton der E-Gitarre (wunderbar typisch gespielt vom großartigen Jari Haapalainen) seine adäquate Umsetzung auf der Ebene der musikalischen Zeichen. Sicher ist auch, dass die hier illustrierten Gefühle als "echt" zu zertifizieren sind. Es ist auch der längste Track des Albums, der in bittersüßen Tönen, nur zerrissen von wenigen krassen Akkorden, scheinbar ziellos mäandert.
Erwähnens- und lobenswert ist jeder Song auf diesem Album. Ein solches Unterfangen wäre jedoch zu viel des Guten...
Abschließend möchte ich mich nur noch an jene Fraktion der eierstrotzenden und geistig depriviligierten Vorkämpfer der Kurzweile (Zitat: Das Album sei langweilig und verweichlicht sogar unmännlich) wenden: Was man nicht versteht, oder mangels Geistesgaben nicht verstehen kann, lässt man besser unkommentiert!


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