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Beiträge von Klaus Angermann
Top-Rezensenten Rang: 769.614
Hilfreiche Bewertungen: 79

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Rezensionen verfasst von
Klaus Angermann

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Das Rennen gegen die Stasi: Die Geschichte des Radrennfahrers Dieter Wiedemann
Das Rennen gegen die Stasi: Die Geschichte des Radrennfahrers Dieter Wiedemann
von Herbie Sykes
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,80

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Offenbarung, 23. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein innerdeutscher "Wohnortwechsel" der Liebe wegen. Vor 50 Jahren. Von Ost nach West. Illegal natürlich. Deshalb gebrandmarkt als "Republikflucht". Das besondere daran ist, dass es ein erfolgreicher Spitzensportler war, der 1964 ein Qualifikationsrennen für die damals noch "Gemeinsame deutsche Olympiamannschaft" benutzte, aus Gießen/Hessen nicht in die DDR zurückzukehren.

Dieser Dieter Wiedemann, im Osten Dritter der Friedensfahrt, im Westen 52. der Tour de France; heute 74 Jahre alt und seit 50 Jahren mit seiner großen Jugendliebe verheiratet - ist nach langem Zögern doch noch ein bekennender Zeitzeuge geworden. Und er erzählt dem britischen Autoren Herbie Sykes seine bewegende Geschichte: die Sportlerlaufbahn, die Ost-West-Liebe, die Flucht und alle ihre Folgen, vor allem wie die Krake Stasi arbeitete - beschattete, schnüffelte, zerstörte.

An Hand dieses Sportlerschicksals vermittelt der Autor ein Stück DDR-Geschichte. Er benutzt dazu zahlreiche Statements von Zeitzeugen - von Dieter und Sylvia Wiedemann; von Familienmitgliedern, Arbeits- und Sportkollegen, Freunden und Bekannten. Zahlreiche Stasiprotokolle und Artikel aus der Ost-Zeitung "Neues Deutschland" dokumentieren und entlarven, einmal mehr, das Wesen des einstigen Unrechtsstaates DDR.

Auch SED-Protagonisten kommen in diesem Buch der Zeitgeschichte zu Wort. So "Täve" Schur, das Radidol der DDR, und Klaus Huhn, der ehemalige Sportchef des ND.

Doch das, vielleicht, Entscheidende dieser wahren Geschichte: der Hauptdarsteller ist von einer Offenheit - auch im privaten Bereich - die den Leser ganz nah an das Geschehen herankommen und die entscheidenden Momente förmlich miterleben lässt ... im "Rennen gegen die Stasi".

Ich habe ein bewegendes Fünf-Sterne-Buch gelesen. Und kann es Allen sehr empfehlen.


Das Buch der Radsporttrikots
Das Buch der Radsporttrikots
von Rainer Sprehe
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,80

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalige Radsport-Mode-Zeitreise, 1. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der Radsporttrikots (Taschenbuch)
Soeben ist die Tour de France 2014 zu Ende gegangen. Drei Wochen lang hatten wir dabei auch einen direkten Vergleich von jetzt und einst... JETZT - das waren die 22 Trikots der teilnehmenden Teams; EINST - das sind die 200 Trikots der Radsportvergangenheit, die der Bielefelder Veloliebhaber-Verlag zur rechten Zeit - zur Tour-Zeit auf den Markt gebracht - in seinem neuesten Werk darstellt.
Man stellt sich unter dem "Buch der Radsporttrikots" vielleicht eine nüchterne Ablichtung und Aufreihung von 200 verschiedenen Fahrrad- "Leibchen" vor. Denk'ste ! Dieser Bild-und Textband - zusammengetragen aus den Archiven von Sammlern, Liebhabern und Souvenirjägern - zeigt uns die bunte Vielfalt der Radsport-Oberbekleidung eines Jahrhunderts. Garniert mit Geschichten und Stories zum jeweiligen Trikot und seinen Trägern. Es ist eine informative, hoch interessante und bisher einmalige Pedaleur-Zeitreise aus modischer Sicht.
Von 1908, vom legendären Thaddäus Robl, stammt das erste und älteste dargestellte Exponat. Es folgen alle Epochen, fast alle Teams, fast alle Meister. "Meine" Trikots sind natürlich auch dabei: der schwarz-weiße Klassiker von Peugeot, das "Harlekinhemd" von La Vie Claire und das berühmte, schlichte, braune Merckx-Molteni-Baumwolltrikot. Fazit: dieses Buch ist ein Augen-und Leseschmaus. Und - wer's jetzt nicht kauft, setzt es vielleicht auf seinen Wunschzettel. Der nächste Geburtstag oder Weihnachten kommen bestimmt!
Klaus Angermann


Beim Giro d'Italia: Die Italien-Rundfahrt 1949 und das große Duell zwischen Fausto Coppi und Gino Bartali
Beim Giro d'Italia: Die Italien-Rundfahrt 1949 und das große Duell zwischen Fausto Coppi und Gino Bartali
von Dino Buzzati
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,80

4.0 von 5 Sternen Ein Epos berauschender Worte, 25. Mai 2014
Bartali und Coppi - zwei mythische Namen des Radsports; Vélo-Könige vor rund 70 Jahren. Ihre Italien in zwei Lager spaltenden Duelle zu beschreiben, hat 1949 den Schriftsteller Dino Buzzati gereizt, für eine große italienische Zeitung täglich einen Artikel zu schreiben. Es entstand ein Feuilleton, ein Zyklus aus 25 Etappen, ein Epos berauschender Worte. Das sollte man wissen, wenn man das vom Covadonga-Verlag, lobenswert, wiederentdeckte Werk kaufen will. Es ist dies nicht zu vergleichen mit der Sprache des Radsportliebhabers Hans Blickensdörfer oder der des kenntnisreichen Tour-de-France - Kolumnisten Antoine Blondin; Buzzati ist kein Kenner der Materie, der er, vermutlich erstmals, begegnet. Er lässt sich von ihr gefangen nehmen, beschreibt sie als wahrer Wortkünstler. Das fasziniert schon, selbst wenn er - bis auf eine Ausnahme - keinen Kontakt zu den Akteuren suchte. Dabei ist für die meisten Berichterstatter der Originalton des Sportlers ein Muss und kein Makel. Trotzdem: Buzzatis "Beim Giro d'Italia" ist etwas für Genuss-Leser, die Gefallen finden an blumenreicher, romantischer Beschreibung des Radsports großer vergangener Zeiten. Man sollte das Buch aber wie eben ein Etappenrennen "behandeln" - nicht durch-radeln, sondern abschnittweise lesen !


Roths Tourleben 2014 - Radsport-Kalender
Roths Tourleben 2014 - Radsport-Kalender
von Hans A. Roth
  Kalender

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine faszinierende Reminiszens, 5. November 2013
Ein herrlicher Rückblick auf die "goldenen 70er" Radsportjahre. Rennszenen und Rennfahrer; Flandern und die Tour; Episoden... Merckxs und Maertens; Hinault und Thurau; ein legendäres Tandem ist auch dabei... Der Liebhaber und Kenner wird begeistert sein von den faszinierenden Schwarz - Weiß - Fotografien von Hennes Roth, einem der besten Bildreporter des Radsports. Vielleicht sein letztes Meisterwerk; denn nach 40 Jahren hört Roth jetzt auf. Ein Grund mehr, sich diesen Kalender zu gönnen oder an Freunde zu verschenken - zum Geburtstag oder an Weihnachten. ICH, selbst beschenkt, kann diesen Begleiter durch das Jahr 2014 nur wärmstens empfehlen.
Klaus Angermann


Paris-Roubaix: Die Hölle des Nordens
Paris-Roubaix: Die Hölle des Nordens
von Serge Laget
  Gebundene Ausgabe

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Steine reden könnten..., 4. Dezember 2011
Kein anderer Eintages-Radsport-Klassiker hat den früheren Fernsehreporter mehr begeistert als das jetzt 115 Jahre alte Paris-Roubaix: die Tortur über das Kopfsteinpflaster im Norden Frankreichs. Nun ist diesem Monument aus früheren Jahrhunderten,als man dort Kohle und Erz transportierte, ein neues Denkmal gesetzt worden - in Wort und Bild: "Die Hölle des Nordens".
Das Buch hätte vielleicht besser heißen können "Wenn Steine erzählen könnten..."; doch das tut ein hochkarätiges Autorenquartett der französischen Tages-Sport-Zeitung "L'Equipe". Es beschreibt faszinierend sämtliche Rennen der "Königin der Klassiker" seit 1896. Es hat aus den Archivkellern die schönsten, die hautnahsten Fotos herausgesucht. Die legendären Steine springen den Betrachter an...die Gesichter der malträtierten Fahrer mit ihrem schwarzen Make up; die geschundenen Körper; Schlamm und Staub; die wie hysterischen Zuschauer... und eben immer wieder diese Quader und Rechtecke aus Basalt und Granit - nach wie vor die unerschütterliche "Grundlage" und der Nimbus dieses anachronistischen Sportereignisses.
Ja, es gibt schon ein halbes Dutzend Paris-Roubaix-Bücher; ich besitze sie alle. Aber "Die Hölle des Nordens" ist unter all den guten das beste. Kein anderes ist so dicht dran, hat so viele Details zu zeigen und zu schildern - auch von deutschen Glanzleistungen, leider nur von einem Sieg, aber immerhin dem ersten! Rudi Altig,die Ikone,schmückt im Duell mit Eddy Merckx sogar das Titelbild; dazu die Dramen von Rolf Wolfshohl und Olaf Ludwig; die großen Rennen von Gregor Braun und Steffen Wesemann.
Alles in allem, SIE merken, der Journalist, der um die 30mal bei Paris-Roubaix Augenzeuge war, ist begeistert. Und er empfiehlt dieses Buch, auch für Nicht-Radsportler, als ideales (Weihnachts-)Geschenk.
Klaus Angermann, Wiesbaden
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2016 5:03 PM CET


Zwei Seiten der Medaille: Thomas Köhler erinnert sich
Zwei Seiten der Medaille: Thomas Köhler erinnert sich
von Thomas Köhler
  Gebundene Ausgabe

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die DDR-"Doping-Ampel": gleichzeitig auf rot und grün, 3. Oktober 2010
Der größte Teil dieses Buches ist, nicht überraschend, eine DDR-Nostalgie. Zunächst die Beschreibung der erfolgreichen Sportler-Laufbahn des Autors (Platz 30 in der "ewigen DDR-Bestenliste") - für mich geschrieben im schwärmerischen Pathos eines Jungen Pioniers.

Verklärt, verliebt in die Vergangenheit, liest sich danach auch der Rückblick auf die Karriere als Cheftrainer und Spitzenfunktionär sowie die Schilderung des DDR-Sportsystems und des sportlichen Klassenkampfes.

Köhler, nicht nur mir als knallhart und zynisch in Erinnerung, hätte mit seiner Biographie, wäre sie in der DDR erschienen, sicherlich viel Lob geerntet - zumindest beim Regime. Stattdessen bläst ihm nun, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, kalter Wind entgegen; vor allem für das Kapitel "Doping in Ost und West".

Diese 18 Seiten sollen erklären, warum in der sozialistischen
Sportbewegung anfangs der 70er Jahre Doping staatlich lizensiert wurde: "weil im internationalen Sport die Chancengleichheit der DDR-Sportler nicht mehr gewährleistet" war. Zugleich betont der Autor in seinem Buch wie vorbildlich sich die DDR in den medizinischen Kommissionen der internationalen Sportverbände und des IOC engagiert hätte - im Anti-Dopingkampf...

Grotesk, grotesk, diese Dialektik. Raffiniert hat die DDR-Sportführung damals ihre "Doping-Ampel" gleichzeitig sowohl auf "rot" als auch auf "grün" gestellt. Mit diesem Doppelspiel sollte aber nicht nur die "Chancengleichheit" gewahrt bleiben, sondern vielmehr noch, die Position Nummer eins im Weltsport erobert werden.

Menschenverachtend, bei Köhler zu lesen, wie "sorgsam" die DDR-Sportler gedopt worden sind; stets nur ihrem Einverständnis. Aber - wer hätte es denn riskiert, "nein" zu sagen, in jener Zeit, um auf Ruhm, Prämien und soziale Vorteile zu verzichten? Und was war mit den kleinen Pillen, die Minderjährige aus den Kinder-und Jugend-Sportschulen mit nach Hause brachten - alles nur "Vitamine"?

Dass drei Rennschlitten-Sportlerinnen das ihnen empfohlene Gewichtszunahme-Doping ohne persönliche Folgen ablehnen durften, ist ein untypisches, nur dürftiges Feigenblatt für den Autor. Wie auch dessen halbherzig erscheinenden Entschuldigungen.

Thomas Köhler ist aus meiner Sicht so geblieben wie ich, Sportjournalist, ihn beruflich 25 Jahre lang erlebt habe, ein Hardliner. Seine "Zwei Seiten der Medaille" hinterlassen Ungehagen. Manche, vor allem jene, die aufgrund der vom zeitweiligen DTSB-Vizepräsidenten mit verantworteten Dopingmaßnahmen bleibende Schäden erlitten haben, bezeichnen das Buch sogar als eine Unverschämtheit.

03-10-2010 Klaus Angermann
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2011 6:25 PM MEST


Wir waren jung und unbekümmert
Wir waren jung und unbekümmert
von Fignon Laurent
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,80

48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Merci et adieu,Laurent Fignon !, 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Wir waren jung und unbekümmert (Taschenbuch)
Laurent Fignons Biographie ist die faszinierendste Schilderung der Karriere eines Radsport-Champions, die ich bisher gelesen habe. Noch nie hat einer so sympathisch-offen, kritisch-fair und humorvoll-eloquent sein Leben und seine Laufbahn erzählt; uns dabei diskret ins Peloton "geschleust", ohne dabei seine Rennfahrerzunft bloß zu stellen.

Natürlich wäre er nicht Fignon - der Blonde mit dem Pferdeschwanz; der Intellektuelle mit der Nickelbrille; der mit dem ständigen Hauch von Spott in seinen hellblauen Augen - wenn er, als Rennfahrer wie auch als Veranstalter oder TV-Kommentator oftmals gegen den Strom schwimmend, gewisse Dinge nicht beim Namen nennen würde. Mit Härte, und auch mit leichtem Zynismus.

Noch habe ich die letzten Seiten seines Buches kaum gelesen, kommt aus Frankreich jäh die Nachricht von Fignons Ableben. Im Alter von nur 50 Jahren - das "Buch des Lebens" zugeschlagen.

Der Champion, dessen große Karriere ich für das ZDF kommentierte; der später bei EUROSPORT eine Zeit lang mein journalistischer Kollege war - zum letzten Mal sind wir uns im Juli in der Tour de France begegnet. Von der Krankheit gezeichnet, mit rauer Stimme; trotzdem elanvoll, überzeugend; mit Witz und spitzer Zunge gab Fignon im französischen Fernsehen seine Kommentare. Unvergessen, nach einer Pyrenäen-Etappe,der herzliche Dialog mit Lance Armstrong.

Nun hat Laurent Fignon - wie zuvor, 1987, sein großer Landsmann Jacques Anquetil - das ungleiche Duell mit dem unsichtbaren Gegner verloren. Wir sind betroffen; aber zugleich dankbar, dass er uns ein so großartiges, hervorragend übersetztes, Buch hinterlassen hat: "Wir waren jung und unbekümmert".

Merci et adieu, Laurent Fignon!

Klaus Angermann Wiesbaden, 31-08-2010
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2011 10:41 PM MEST


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