find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17
Profil für Rev > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rev
Top-Rezensenten Rang: 73.699
Hilfreiche Bewertungen: 271

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rev (Nürnberg)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
Abyss
Abyss
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abyss, 12. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abyss (Audio CD)
Eine deutliche Ausweitung ihrer Stilelemente hat diese Band aus Nürnberg im Vergleich zum Vorgänger auf jeden Fall hingelegt. War „Far from Innocence“ noch ein beachtliches, aber straightes Dark Rock Album, so findet man auf „Abyss“ nunmehr einen wilden Stilmix aus Gothic, Dark Metal, Progressive Rock und Doom, bei dem es bemerkenswert ist, das all dies so absolut harmonisch ineinander gefügt werden konnte. Dennoch bleiben die Trademarks wie der tiefe, melodiöse Gesang mit energiegeladenen Explosionen, treibende Gitarrenwände und die atmosphärischen Keyboardteppiche weiterhin erhalten. Und dies alles ohne trällernde Sängerinnen, ununterbrochene Growls und übertriebene elektronische Elemente, also alles handgemacht und ohne die mittlerweile ausgelutschten Klischees der Konkurrenz. Ganz starke Entwicklung mit einem großen Wiedererkennungswert, der sich enorm von der Masse abhebt! Lobenswert auch die kreativen Songstrukturen, die auch nach etlichen Durchläufen nicht langweilig werden. Mit "Candle on my grave" hat man zudem fast schon einen neuen Szene-Hit geschaffen! Fans von Moonspell, Paradise Lost oder alten Sentenced sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren!


Terlingua/Digi.
Terlingua/Digi.
Preis: EUR 9,79

20 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verdammt noch mal..., 22. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Terlingua/Digi. (Audio CD)
...was ist das für eine langweilige, belanglose Grütze. Es ist mir bisher immer gelungen sachlich zu bleiben, aber dieses mal muss es jetzt einfach raus, nachdem nun mit Mono Inc. die x-te Gothic-Band hintereinander, die ich allesamt über Jahre vergöttert habe, verzweifelt versucht die Gunst der Stunde (konkret: das Ende von Unheilig) zu nutzen und mit weichgespültem, radiotauglichen und absolut oberflächlichem Düster-Romantik-Schlager-Rock auf den Geldzug aufzuspringen. Wo sind die atmosphärischen, einprägsamen Hymnen wie Get some sleep oder Voices of doom hin, die diese Band ausgemacht hat? Diese kleinen fiesen Melodien die sich im Ohr festsetzen und nicht mehr raus wollen? Die Gänsehautmomente?

Stattdessen bekommt man hier nun zwar ab und zu mal ein alibimäßiges Gitarrenriff, nur um aber sofort im nächsten Takt in zuckersüßen Melodien vom Schatzi und Heiland zu singen. Immerhin, ein bodenloser Fremdschämer wie "Heile Heile Segen" vom Vorgänger bleibt dieses mal erspart. Dass Gothic nicht immer zwangsläufig mit Sex oder Satan zu tun haben muss ist mir klar. Aber ein Mindestmaß an düsterer Atmosphäre erwarte ich mir schon. Und dazu reicht eine dunkle Stimme nicht aus. Dann soll man bitte schön Mono Inc. auflösen und sich statt dessen die Mono Buam oder Schmalzig Inc. nennen. Für Omas bei Carmen Nebel, die mal wieder jung und hip sein wollen, oder 11jährige Teenies, die rebellisch sein möchten aber sich dann doch nicht so recht trauen, ist dies vielleicht genau das richtige. Aber mit Sicherheit ein Schlag ins Gesicht und eine ernüchternde Enttäuschung für viele Fans der ersten Stunde.

Zusätzlich zu den unerträglichen Texten sind leider die Melodien ebenfalls austauschbar und belanglos geraten. Da bleibt nichts mehr hängen, keine emotionalen Momente, nur Kitsch und ein dezentes Gedüdel ohne Höhepunkte, das wunderbar als Hintergrundmusik in einen Fahrstuhl oder eine Chill-Out-Lounge passen würde. Und erschwerend kommt auch noch die dilletantische Abmischung hinzu. Martin Englers Stimme war noch nie besonders durchsetzungsfähig,eher intim, hat aber genau dadurch mitgerissen und berührt. Nun ist sie derartig in den Hintergrund gemischt das man selbst bei den deutschen Texten trotz höchster Konzentration und guter Anlage teilweise kein Wort versteht. Und das ist keine gute Vorraussetzung für angenehmen Musikgenuss.

Abschließend also als Fazit: Diese Platte hätte man statt Terlingua lieber Tabaluga genannt, aber das ist ja vermutlich urheberrechtlich geschützt. Eine Anmerkung an die Die-Hard-Fans, die Alben von ihrem Schwarm auch dann mit 5 Sternen bewerten wenn dieser 60 Minuten seine Rülpser und Fürze aufgenommen hat: Natürlich ist klar das jeder Band das Recht eingestanden muss sich zu verändern und auch mal Reibach zu machen wenn sich die Chance ergibt, das respektiere ich und gönne es Ihnen von ganzem Herzen, und ich bin Mono Inc. weiterhin auf ewig zutiefst dankbar für Platten wie Pain,Love&Poetry, die ich auch weiterhin gerne hören werde. Aber genauso gut ist es auch mein Recht das hier musikalisch unter aller Kanone zu finden und enttäuscht zu sein, und dies öffentlich kund zu tun. Bitte, Lacrimas Profundere, Poisonblack, Lord of the Lost, End of Green, ASP, Unzucht, und wie sie alle heißen: bleibt euch treu so wie bisher, denn sonst gibts bald gar keine ehrlichen, mitreißenden und berührenden Gothic-Rock-Bands mehr. Nehmt euch die Kritik an den neusten Schlaftabletten von Blutengel, Staubkind, 69 eyes, HIM und nun Mono Inc. zu Herzen. Es wird leider immer schwerer, gute neue Bands zu finden.
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2015 8:51 AM CET


Far from Innocence
Far from Innocence

5.0 von 5 Sternen Düster, episch, mitreissend..., 23. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Far from Innocence (MP3-Download)
Als großer Freund des Undergrounds der düsteren Musik konnte ich natürlich auch vor dieser Band aus Franken nicht Halt machen. Denn es ist gar nicht so leicht heutzutage noch Gothic-Metal Bands im Stile von Paradise Lost, Moonspell, Type O Negative und Konsorten zu finden, die auf die fast schon übliche in höchsten Tönen trällernde Dame am Mikro ebenso verzichten wie auf das grunzende Ungeheuer, und statt dessen klassisch eine dunkle, klare, männliche Stimme aufbieten, die die textlichen Botschaften eher atmosphärisch und mytisch rüber bringt. Wie in den 80ern bei den Sisters of Mercy, aber natürlich akustisch und bezüglich des Songwritings schon durchaus in modernerem Gewand. Für ein Debüt ist das ganze nämlich durchaus druckvoll und glasklar produziert.

Dass der Sound dann nicht in HIM-typische kitschige Klischees abdriftet, liegt an der doch sehr groovenden tiefergestimmten Gitarrenarbeit im Midtempobereich, die angenehmerweise trotz des einen oder anderen netten Solos auf überflüssigen Schnickschnack verzichtet und gerade deshalb so mitreißend und eingängig wirkt. Bestes Beispiel ist der Opener „Nightmare Lullaby“ oder „I deny“ – in meinen Ohren eine Gothic-Rock Hymne mit Kultpotenzial. Ebenso hervorzuheben ist das – trotz eher konventioneller Songstrukturen – teilweise doch fast schon progressive Schlagzeugspiel, welches den einzelnen Songs dann noch mal einen extra Kick gibt und dafür sorgt, das auch bei anspruchsvollen Hören keine Langeweile aufkommt. Diese treibenden Drums bewirken dann auch, das sich Saint Astray nicht nur in die Gothic-Schublade stecken lassen, sondern durchaus auch im Melodic-Metal-Bereich bestehen können. Die Schnittmenge zwischen diesen beiden Genres sorgt dann auch für eine große Eigenständigkeit und einen enormen Wiedererkennungswert.

Ein großes Problem bei Bands, in denen ein Keyboarder zugange ist, ist oft, dass man auf den entsprechenden Alben dann zugedonnert wird mit überladenem Bombast, den man schon tausend mal gehört hat. Auch dies ist hier glücklicherweise nicht der Fall. Die Keyboards auf diesem Album bleiben eher dezent im Hintergrund und beschränken sich darauf, die Songs atmosphärisch zu untermalen, sind aber genau deshalb trotzdem unglaublich wichtig für die düstere Atmosphäre und den Gesamtsound von „Far from Innocence“. Manchmal ist weniger eben mehr, und diese Bescheidenheit, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit macht diese Platte auch so angenehm zu hören. Sie lebt nicht von der übertriebenen Demonstration des Könnens der einzelnen Bandmitglieder, die sich in den Vordergrund drängen wollen, wie es bei der Konkurrenz im Metal-Bereich leider oft der Fall ist. Sondern schlicht und einfach von tollen Melodien, den mitreißenden Stakkato-artigen Grooves und einer enorm ausdrucksstarken Stimme. Am Schluss bekommt man dann mit „Insanity“ noch mal eine echte Überraschung in Form einer Gänsehaut-Klavier-Ballade präsentiert, die zwar stilistisch etwas abschweift, bei der aber jeder einzelne Ton sitzt und der das Album mit einem würdigen emotionalen Höhepunkt ausklingen lässt.

Wer also den oben genannten Gruppen etwas abgewinnen kann oder mit Bands wie Sentenced, Charon, Lacrimas Profundere oder End of Green etwas anfangen kann, der kann hier bei Saint Astray durchaus mal ein Ohr riskieren.


Songs of Love and Death (Limited Digipack Edition)
Songs of Love and Death (Limited Digipack Edition)
Wird angeboten von Bayernmayr
Preis: EUR 14,49

86 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Musikalisch top, aber..., 26. Februar 2015
...eines muss hier absolut klar sein, bevor man sich an diese CD wagt: dies ist – und davon bin ich 100% überzeugt - eine zusammengecastete Retortenband, ein Ergebnis einiger ganz geschickter Leute mit einer pressetauglichen Phantasiegeschichte. Und damit eigentlich Verarschung am Kunden. Warum das so ist? Die offizielle Bandhistorie: da gründet sich eine Band, nur ein halbes Jahr später fällt deren Demo beim Kaffeekränzchen zufällig über mysteriöse Wege in die Hände wichtiger Leute, der Wacken-Chef ist so begeistert, dass er sie auf dem größten Metal-Festival der Welt spielen lässt. Das macht natürlich die Presse neugierig, das Ergebnis sind seitenlange hochgelobte Berichte über diese neue Gothic-Metal-Sensation, diesen wahrgewordenen Märchentraum aller Musiker, und sichere Verkäufe des auf den Punkt produzierten Debuts über ein Major-Label mit absoluten Koryphäen im Hintergrund. Und jedes Bandmitglied ist natürlich an einer Musikhochschule und ultra talentiert.

Die Realität sieht aber anders aus. Eingesendete Demos einer labellosen Newcomerband landen bei jedem Festivalchef – wenn sie denn überhaupt zu ihm durchdringen - direkt in der Tonne, da solche beim Ticketverkauf keinen Umsatz machen und er zig Newcomer von Underground-Labels auf der Liste hat die sich ins Line-Up einkaufen wollen. Major-Label veröffentlichen in der Regel keine Metal-Debuts, sondern kaufen Bands bei Underground-Labels auf, wenn sie sich dort bewährt haben. Ebenso schafft es keine natürlich gewachsene Band nach einem halben Jahr Bestehen eine derart souveräne Live-Performance hinzulegen, geschweige denn eine Setlist mit derart ausgefeilten Kompositionen vorzutragen, oder nun ein derart fett produziertes Debut vorzulegen. Stutzig macht außerdem, dass hinter der Band promotiontechnisch nun ausgewählte Experten stehen, die im Metal-Genre große Erfolge vorzuweisen haben, unter anderem mit Künstlern wie No Angels und wie sie alle heißen, und die natürlich mit Pop und Castings so rein gar nichts am Hut haben. Ja ich gebs zu, Sascha Paeth ist auch noch dabei, ganz so offensichtlich wollten es die Masterminds dann wohl auch nicht machen. Vielleicht haben sies alleine einfach nicht geschafft Gitarren fett zu produzieren. Aber das an der Geschichte was nicht stimmen kann zeigt schon allein ein Blick ins Booklet: Songwriting zu 90% durch Ghostwriter, nur an 2 Songs war die Sängerin beteiligt, von den namentlich genannten sonstigen Bandmitgliedern kein einziger. Von denen ist übrigens auf der gesamten CD auch kein einziger Ton zu hören. Ungefähr 75% aller Instrumente wurden von Herrn Paeth persönlich eingespielt, der Rest von Studiomusikern. Immerhin ist aber von jedem offiziellen Badmitglied ein Foto mit dabei. Aber so talentiert können die Herren dann wohl doch nicht sein wenn man sie nicht mal ihr Debut selbst aufnehmen lässt. Und zum spektakulären Demo das dem Wacken-Chef in die Hände gefallen sein soll: war entweder auch nicht so toll wenn es keine einzige Eigenkomposition davon auf die CD geschafft hat. Oder aber hat nie existiert, denn das auf diesem Demo schon die externen professionellen Songwriter am Werk waren wage ich dann doch zu bezweifeln. Alles natürlich eine Theorie, aber eine plausible wenn man sich ein bisschen auskennt.

Ich persönlich hab mit solchen Geschichten immer so meine Probleme. Ich lass mich ungern verarschen und als aktiver Musiker fällt es mir leichter Bands zu unterstützen und zu respektieren die sich ihren Erfolg hart erarbeitet haben – bzw überhaupt daran beteiligt waren und die sich nicht nur zu Marionetten verkommen lassen. Alle paar Jahre denkt die Musikindustrie, dass ein neuer Trend-Act im Dark-Rock-Bereich nötig ist. Das ging mit Nu Pagadi gründlich in die Hose, Down Below (jawoll, ebenfalls ein Projekt eines Plattenlabels!) ist der große Durchbruch verwehrt geblieben, die Santiano-Oonagh-Connection verkommt zur Lachnummer in der Szene, Tokio Hotel (zugegeben ein Extrembeispiel) hats nicht mehr nötig irgendwas auf den Markt zu bringen, denn das Leben als Jury-Mitglied ist ja viel angenehmer, also versucht man es halt nochmal. Gerade jetzt, wo ein Unheilig-Nachfolger dringend und verzweifelt benötigt wird! Aber Märchen verkaufen sich eben besser als eine Band bei der das Statement lautet: dies ist eine Band, nur zusammen gestellt mit dem Zweck uns Bosse noch ein bisschen reicher zu machen. Nur haben solche Bands erfahrungsgemäß nur eine geringe Halbwertszeit. Nach 2-3 Alben merken die Mitglieder, das es keinen Spaß mehr macht jedem Reporter die vertraglich bindende Lügengeschichte aufzutischen, das man ja ach so nervös war vor dem ersten Auftritt bei Wacken, und auf keinen Fall vorher monatelang mit professionellen Bühnencoaching auf genau diesen Moment getrimmt worden ist. Dann lassen die Verkäufe nach, es kommen die ersten Ausstiege und dann das Aus. So und jetzt kommt der Hammer: ein Ende dieser Band wäre in diesem Fall sogar richtig schade!

Denn was man hier aufgetischt bekommt ist durch die Bank äußerst hörenswert. Wer damit leben kann das man nicht eine junge aufstrebende Band zu hören bekommt sondern ein paar nette Bandfotos vor sich liegen hat mit ansonsten in keinerlei Hinsicht involvierten Bandmitgliedern, sondern gesichtslosen Profi-Studiomusikern, der bekommt 12 durchaus abwechslungsreiche Gothic-Symphonic-Rock-Nummern zu hören. Den Begriff „Metal“ verkneife ich mir, denn da gehört mehr dazu als ein bisschen Doublebass und dezente Growls im Hintergrund. Die Songs sind jedenfalls voll mit Ohrwurm-Melodien und ergreifenden Momenten. Das ist natürlich Kalkül und genauso gewollt. Manchmal haarscharf an der Grenze zum Metal vorbei, diese aber niemals überschreitend und jederzeit voll im Mainstream-Bereich, und gerade deshalb sehr eingängig. Es gibt Momente im Leben, wo es nicht immer übertriebene Theatralik, Epik und grenzwertige Stimmhöhen sein müssen. Dafür sorgt auch die angenehme Stimme von Jennifer, die sich in angenehm hörenswerten Frequenzen bewegt und mit das ausdrucksstärkste, filigranste und emotionalste ist was mir in diesem Genre in letzter Zeit unter gekommen ist. Da strotzt jedes Wort vor Gefühl, Kraft, Leidenschaft oder Verführung, die ist echt eine große Entdeckung und könnte auch genausogut auf jeder großen Musicalbühne stehen. So gesehen trifft es der Werbetext „schließt eine Lücke“ doch ganz gut, denn wem Nightwish too much ist, Evanescence zu belanglos und Xandria zu kitschig, der ist hier genau richtig, denn der Sound trifft genau die Mitte, hat von jedem etwas aber von nichts zu viel. Angenehm ausgewogen zwischen treibenden Rocknummern, sanften Momenten, epischer Dramatik und folklorisch-mysthischen Einlagen und einer durchaus interessanten Coverversion, an die man beim Original so nicht gedacht hat. Selbst die Balladen führen nichts wie sonst oft üblich zu Langeweile, sondern entwickeln sich im Song immer weiter zu einer gewissen Dramatik. Handwerklich erwartungsgemäß perfekt, produktionstechnisch druckvoll und klasklar.

Wem es also nur auf die Musik ankommt, und wer beim Metal geschmackstechnisch nicht in die Extreme geht, der kann hier durchaus mal ein Ohr riskieren. Unter diesen Gesichtspunkten von meiner Seite aus dafür 5/5 Sternen. Für die Hintergrundgeschichte und das verlogene Musikbusiness und dafür, dass man Musiker nicht das machen lässt wofür sie ihr Gesicht hergeben müssen, und sie nicht mal ihre eigene CD selbst aufnehmen lässt: 1/5. Also treffen wir uns in der Mitte. 3/5, und sind gespannt wie es weiter geht. Ich geh davon aus das jemand einfach diese in der Tat spektakuläre Sängerin irgendwo entdeckt hat (sie soll ja mal einen Talentwettbewerb im KIKA gewonnen haben vor ein paar Jahren), aber da Gothic-Sängerinnen-Soloprojekte a la Eisblume nicht wie erhofft gezogen sind, hat mans halt diesmal mit einer Band versucht und die Bandkollegen außen rum gestellt. Aufrichtigkeit wär mir aber lieber gewesen, und dann wäre auch die Bewertung besser ausgefallen. Wer es stilistisch und qualitativ ähnlich, aber ehrlicher und authentischer aus dem Underground will, der kann vielleicht mal in das Album "Nova" von Ember Sea reinhören, die ich kürzlich entdeckt habe.
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2015 4:22 PM CET


Swing of Death
Swing of Death
Preis: EUR 16,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dracula - Swing of death, 5. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Swing of Death (Audio CD)
Jorn Lande ist der Größte. Der König aller Metal-Sänger und artverwandter Genres. Ein Halbgott – ach was red ich – ein Gott der Musikszene.

Aber da dies eine Amazon-Rezension werden soll versuch ich ab sofort den Fanmodus auszuschalten und objektiv zu urteilen: Jorn Lande ist der Größte. Der König aller Metal-Sänger und artverwandter Genres. Ein Halbgott – ach was red ich – ein Gott der Musikszene. Auch wenn ich bis zum jetzigen Moment immer die Masterplan- Sachen mit ihm am liebsten gehört habe, seine Soloscheiben sind mir musikalisch fast schon zu austauschbar und heben sich wirklich nur aufgrund seiner Stimme vom Durchschnitt ab. Dennoch bleibt er ein unvergleichbarer Sänger mit großem Alleinstellungsmerkmal und Wiedererkennungswert. Ich bin selbst – hobbymäßig – Sänger in einer Band und hab ihn mal live gesehen. Da erblasst man echt vor Neid wie jemand es zustande bringt ohne sichtbare Anstrengung so eine beeindruckende gesangliche Performance hinzulegen.

Als leidenschaftlicher Sammler musste dann natürlich auch diese Platte her. Zuallererst ein Tip für all jene die dieses Album gerne im Laden kaufen möchten. Es befindet sich im Regal weder unter J wie Jorn, noch unter L wie Lande, ebenso wenig unter T wie Trond oder unter H wie Holter. Ich habe 3 Läden gebraucht um zu merken dass es unter D wie Dracula stand.

Der Opener „Hands of your God“ geht dann auch eher beschaulich los und es wäre stimmiger wenn man sich davon nicht blenden lässt und ihn eher als Intro betrachtet. Dafür kriegt man in den restlichen 9 Tracks feinsten Hardrock um die Ohren, den ich persönlich so noch nicht gehört hab. Jorn zeigt hier endlich mal wieder all seine Facetten seines stimmlichen Könnens – unter anderem Elemente bei denen er sich meiner Meinung nach bei seinen Soloplatten viel zu sehr selbst einschränkt. Bei „Masquerade’s Ball“ unter anderem eine eher tiefe stimmliche Darbietung bei der ich beeindruckt war das er solche Tonlagen genauso ausdrucksstark rüberbringen kann. Allgemein ist der Gesang natürlich über jeden Zweifel erhaben, für das was Jorn in einer Zeile rüberbringt brauchen andere Sänger ganze Alben. Aber auch der
Dame, die ab Track 5 in Erscheinung tritt, lässt sich angenehm zuhören, da ihre Stimme nicht in divenhaft abgehobenen Höhen mit schmerzerzeugenden Frequenzen daherkommt, sondern sie ganz natürlich singt und man ihr daher jeden Ton glaubt. Dass man Epik und Dramatik auch ohne übertriebenen Bombast in Form mehrerer Orchester hinbekommt, sondern nur durch überzeugendes Songwriting, wird hier ebenso eindrucksvoll demonstriert. Im Gegensatz zur letzten Blind Guardian, die wieder mal derartig überladen ist, dass es nur irgendeinen Soundbrei ergibt und sämtliche Details die Akzente setzen könnten untergehen, reicht hier eine klassische Rockbesetzung, ergänzt mit Klavier, Violine und Panflöte. Auch Gitarrist Herr Holter – von dem ich bis dato noch nie was gehört hatte – zeigt im Instrumental „True Love through blood“ das er sein Handwerk mehr als beherrscht, ohne in übertriebenes und ausgelutschtes Gefrickel abdriften zu müssen.

Die Songs bewegen sich eher im Midtempobereich, was sie aufgrund der überzeugenden Melodien aber nicht weniger mitreißend macht. Stilistisch in etwa vergleichbar mit dem besten aus Alice Cooper, Meat Loaf, Queen, vielleicht ein bisschen Running Wild und ganz wenig Rhapsody, na ja und eben Jorn oder Masterplan. Wer aber eine Platte mit standardisierten Rocksongs erwartet wird enttäuscht. Es gibt so gut wie keinen klassischen Songaufbau, also Intro-Strophe-Refrain-Strophe-Refrain. Da geht es schon eher progressiv zur Sache, was aber dann auch wieder dem thematisierten Musicalfeeling zugute kommt. Gleichzeitig gelingt aber das Kunststück, nicht in den hierbei zu erwartenden Kitsch oder eine gewisse Sperrigkeit abzudriften, alles geht schön ins Ohr und jeder Song bleibt eine Rocknummer. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass keine nervigen Zwischenpassagen oder überflüssige Lückenfüller zu finden sind. Daher kann ich auch keinen speziellen Anspieltipp nennen, denn jeder Song hat seinen individuellen Reiz. Da passt es auch gut dazu, dass im Gegensatz zu ähnlich angelegten Projekten wie Avantasia und Co keine übertriebene Aufmachung mit dutzenden Gastsängern- und Musikern von Nöten ist, denn die Musik spricht für sich und hat es nicht nötig, mit prominenten Namen gepusht zu werden.

Bleibt nur zu hoffen das für die beiden Komponisten die Geschichte um Dracula noch nicht fertig erzählt ist und da irgendwann nochmal ein Nachfolger kommt. Wenn nicht könnte man ja andere klassische Erzählungen aufgreifen und sich dafür dann Frankenstein nennen. Dieses werde ich dann direkt unter F suchen.


Once Upon a Midnight Dreary
Once Upon a Midnight Dreary
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Crystal Crow, 27. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Once Upon a Midnight Dreary (MP3-Download)
Once Upon a Midnight Dreary nennt sich das aktuelle Werk der Stuttgarter Band Crystal Crow, welches ich mir bei deren Auftritt hier in Nürnberg zugelegt habe. Bei der phänomenalen Liveshow haben die grenzenlos sympathischen Jungs gezeigt, dass sie nicht nur begnadete Entertainer sind, sondern auch famose Livemusiker. Die dargebotenen Songs klangen 1:1 wie von Platte, und das ist umso bemerkenswerter da die mir vorliegende Scheibe laut Booklet tatsächlich absolut live eingespielt worden zu sein scheint, was man nicht im geringsten merkt. Da sind wirklich begnadete Musiker am Werk, technisch absolut perfekt trotz des sehr hohen Anspruchs und der teilweise doch recht progressiven Songstrukturen. Kein Ton ist daneben, kein Beat aus dem Takt. Zudem ist die Produktion sehr druckvoll und dynamisch.

Musikalisch lässt sich Crystal Crow schwer in eine Schublade stecken, von der Band wird der Stil selbst schlicht als Darkmetal tituliert. Hier ein bisschen Amorphis, dort ein bisschen Dark Tranquility, und über allem thront die unverkennbare Stimme von Dirk, die dem ganzen dann aber auch die nötige Portion Eigenständigkeit verleiht. Dieser wechselt zwischen Growls in den Strophen und cleanen Parts in den Refrains, wobei die Performance vor allem bei den gesungenen Stellen absolut beneidenswert ist. Ganz großer Wiedererkennungswert, kann man nicht beschreiben, muss man gehört haben.

Die absolute Hymne ist dann auch „Dorian Gray“, dessen Refrain zu dem mitreißendsten gehört was mir in letzter Zeit untergekommen ist, und dessen Energie einen regelrecht aus den Latschen bläst. Prinzipiell muss man erwähnen, dass Crystal Crow trotz einer beeindruckenden Härte nicht in stupide Geschwindigkeitsorgien mit sinnfreiem Gekeife verfällt, sondern in jedem Moment die Balance zwischen erbarmungslos mitreißendem Groove und eingängigen Melodien mit Perfektion trifft. Die Songs sind nach keinem ausgelutschten Schema F aufgebaut sondern bieten die ein oder andere Überrraschung. Wenn es mehr solcher Bands gäbe, wäre die Metalszene um einiges abwechslungsreicher


Nova
Nova
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hightlight, 26. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Nova (Audio CD)
Als früherer leidenschaftlicher Human-Fortress-Hörer verfolge ich ab und zu den Werdegang der Heroen meiner Jugend und bin dann über den Wikipedia-Artikel auf Ember Sea als „Nachfolgeband“ aufmerksam geworden. Auf dem Konzert dann dort dieses Album direkt gekauft, und ich muss sagen dass ich mich ärgere nicht gleich die neue Akustik EP auch mit dazu genommen zu haben. Das hier ist nicht nur eine sensationelle Liveband, es sind auch unglaublich sympathische Leute die durch ihre Natürlichkeit live klasse rüber kommen – ohne übertriebenes Gehabe und Gepose - und sehr viel Spielfreude auf der Bühne zeigen. Dies merkt man auch deutlich auf diesem Album. Schade und unverständlich das es noch nicht einer breiteren Masse bekannt geworden ist, verdient hätten sie es auf jeden Fall. Mit Human Fortress hat das ganze – glücklicherweise – nicht mehr viel zu tun, denn aus dem Power Metal Alter bin ich mittlerweile rausgewachsen.

„Nova“ gehört in diesem Bereich "Underground" mit Sicherheit zu den Spitzenreitern. Ganz hoch anzurechnen ist der Verzicht auf irgendwelchen überladenen Kitsch durch monumentale Orchestrierung, an dem die Konkurrenz deutlich prominenterer Female fronted Metal Bands a la Nightwish nicht genug kriegt und worunter meiner Meinung nach die Eingängigkeit ganz gewaltig leidet. In Zeiten in denen diese Bands zwanghaft versuchen sich beim Bombast gegenseitig zu überbieten zeigen Ember Sea das es gar nicht nötig ist schwere Geschütze aufzufahren. Ganz im Gegenteil, nichts wirkt hier überladen und dadurch schwer verdaulich, es geht vielleicht eher schon in die Evanescence-Richtung. Wer jetzt meint dies führt irgendwann zu Langeweile oder Eintönigkeit, der irrt sich ganz gewaltig. Denn es kommt auf die Melodien an, auf versteckte intime Momente die einen berühren. Und davon gibt es hier mehr als genug. Während man bei den meisten eingängigen Melodien bei der Konkurrenz den Eindruck hat das schon mal irgendwo gehört zu haben, gelingt Ember Sea das Kunststück ihren Zuhörern zu beweisen, dass man Ohrwürmer auch dann hinkriegt, wenn man nicht over the top produziert und es vermeidet, ausgelutschte aber bewährte Klischees zu kopieren. Filigrane aber bodenständige Kleinigkeiten die für Gänsehaut sorgen machen auf Nova ganz klar den besonderen Reiz aus. Die Stimme von Eva, die sich in sehr angenehmen Höhen bewegt und nicht übertrieben opernhaft performt, und die zu den gefühlvollsten im Metalbereich gehört, die ich kenne, passt da auch ganz wunderbar dazu. Jeder Ton und jedes Wort berührt den Zuhörer, und man nimmt ihr hundertprozentig ab was man da hört. Was natürlich im Vergleich dazu die Leistung der anderen Musiker nicht schmälern soll. Durch die gekonnte aber nicht ausufernde Instrumentalisierung kombinieren Ember Sea mitreißend rockige und emotionale Momente auf eine Art, wie ich sie selten gehört habe. Dezent, aber gerade deshalb um so wirkungsvoller. Dazu präsentieren sie mit „Dreh dich“ am Ende noch einmal eine echte Überraschung, nicht nur aufgrund der deutschen Sprache, sondern auch stilistisch, denn hier begibt man sich von der klassischen Gothic Schiene in fast schon Subway-to-Sally-artige Gefilde, was überraschenderweise ebenfalls sehr gut funktioniert und sich ins Gesamtbild einfügt.

Wenn man mich nun zwingen würde aus dieser Ansammlung von Ohrwürmern ein spezielles Highlight heraus zu picken, dann wäre dies neben dem hitverdächtigen „Coffin Heart“ (zu dem es auch ein klasse Video gibt) auf jeden Fall das fast schon mystische „Wildhearted“. Diesen musste ich ohne Übertreibung beim ersten Durchlauf 4 mal in Folge anhören, weil ich es nicht fassen konnte wie man so einen sensationellen Refrain hinbekommt. So was haben Nightwish seit 4 Alben nicht mehr auf die Reihe gekriegt.

Fazit: Wer also auf bodenständigen, ehrlichen und unaufgesetzten Gothic Rock mit einer hinreißenden Stimme steht, dem sei Ember Sea sowohl auf Platte als auch Live wärmstens empfohlen.


Samsung 5H6273 138 cm (55 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner, Smart TV)
Samsung 5H6273 138 cm (55 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner, Smart TV)
Wird angeboten von Mediadeal

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geheimtip für den schmalen Gedlbeutel..., 17. Januar 2015
...und für Leute die keinen Schnickschnack brauchen sondern einfach nur auf einer beeindruckenden Bildschirmgröße fernsehen und Filme schauen wollen. Nach meinem Umzug war mir mein Philips 42pfl 3527 mit 107cm zu klein, es musste was größeres her. So gross wie möglich, so preiswert wie möglich, aber natürlich schon mit einem Mindestmaß an technischen Anforderungen. Full HD und mehr als die 100Hz des Philips sollten es sein. Obwohl ich immer noch nur Dvds schaue und dies auch nicht andern will. Aber dafür brauche ich ja kein 3d. Telefunken, Grundig und Co im ähnlichen Segment traue ich nicht so ganz aufgrund der undurchsichtigen Firmenstruktur. Also wurde es der Samsung.

Da ich es nicht erwarten konnte hab ich nicht bei Amazon bestellt sondern selbst abgeholt. Unbedingt auf ein großes Auto achten und eine Person dabei haben die beim tragen hilft. Die Verpackungsmaße sind 1490x840x165 mm, das ist zu zweit schon leichter zu greifen. Der Mitarbeiter hat mir glaubhaft versichert die angegebenen 200Hz des Samsung 55zöllers würde ein effektives 125hz Panel leisten, von der Existenz eines solchen hatte ich noch nie was gehört. Möglich das er es einfach nicht wusste und die erstbeste beeindruckende Zahl genannt hat die ihm eingefallen ist. Aber beim Vergleich der Geräte nebendran mit allem möglichen Preisen und technischen Spezifikationen ist der Samsung beim laufenden Tv Programm im Laden nicht gross abgesackt. Er hat mir subjektiv sogar besser gefallen als einige doppelt so teure Geräte. Gegen das High-End Sortiment kam er natürlich nicht an.

Der Aufbau daheim klappt reibungslos. Einem ersten Punktabzug gibt es jedoch bei der Standfestigkeit: das Gerät steht gerade, bei jeder Berührung wippt er jedoch von links nach rechts hin und her und braucht ein paar Sekunden bis er sich wieder eingependelt hat. Ich habe keine Vergleiche zu anderen Geräten dieser Grösse und Gewichts mit nur einem zentralen Standfuss, aber ab einer gewissen Breite erscheinen mir dann doch 2 Füße aus physikalischer Sicht sinnvoller, auch wenn das natürlich nicht so gut aussieht. Ansonsten: schwarzes glänzendes Plastik eben. Nicht mehr und nicht weniger. Andere Geräte sehen sicher edler aus. Kosten aber auch entsprechend mehr. Zumindest gibt es hier keine unsauberen Übergänge oder sonstige Macken.

Die Ersteinrichtung erfolgt kinderleicht und selbsterklärend. Alle relevanten Einstellungen erreicht man intuitiv und übersichtlich. Im Vergleich zum nur 3 Jahre alten Philips mit seiner katastrophalen Senderumschlichtung ein gewaltiger Fortschritt, vielleicht auch herstellerabhängig. Geschaut wird über Satellit über den verbauten Empfänger.

Die HD Sender sind phänomenal und beieindruckend, klasse Farben und Schärfe. Auch finde ich den Bildschirm gleichmässig ausgeleuchtet. Die SD Sender sacken da schon ein bisschen ab. Das ist mir beim Philips aufgrund des kleineren Bildschirms noch nicht so deutlich aufgefallen. Ich denk da sollte man sich doch noch ein HD+ Modul holen. Subjektiv würde ich auch bei HD einen Sitzabstand von 3,5-4 Meter nicht unterschreiten wollen. Internet nutze ich nicht, ich will einen Fernseher zum Fernsehen, daher kann ich zum Thema "unechtes" hbbtv oder smart tv nichts sagen. Dieser Punkt ist ja bei vielen anderen ein Hauptkritikpunkt.

Performance allgemein: durchschnittliche Geschwindigkeit beim Senderwechsel. Tonausgabe im Vergleich zum Philips hier nun um Welten besser. Beim Samsung klingt nichts mehr blechern, keine zischenden S-Laute, fast schon dynamisch. Natürlich weiterhin kein Vergleich zum Anschluss an einen externen Receiver. Die Fernbedienung ist übersichtlich, logisch aufgebaut und liegt fürs Zappen angenehm in der Hand, der Fernseher reagiert sehr gut auf sie. Durch die riesige Beschriftung wirkt sie wenig elegant, erscheint aber dadurch -obwohl nicht beleuchtet- auch seniorengerecht. Einziger Kritikpunkt: der Teletext läd recht behäbig und lässt sich nur durch mehrmaliges drücken der Teletext-Taste wieder ausschalten - nachdem man alle Modi durchgeklickt hat. Bei der Exit-Taste bleibt die Titelleiste weiterhin eingeblendet.

Gaming Performance ist katastrophal, wie bei jedem TV den ich bisher hatte, denn ich zocke nur aus Sentimentalität von Zeit zu Zeit auf ner alten PS2 die sich nur über Scart verbinden lässt. Aus dem alter für was neues bin ich hier raus, also entfällt dieser Bewertungspunkt.

So und nun der Höhepunkt. Wie bei jeder Neuanschaffung läuft als erstes die Herr der Ringe extended als Referenz auf DVD. Und das ist der Hammer. Vielleicht liegt es an den angegebenen 200hz statt 100 beim Philips, aber auch in den wildesten Schlachten und schnellsten Bewegungen sind die Hintergründe glasklar und nicht wie bisher leicht verwaschen. Nichts ruckelt. Gestochen scharfes Bild in den Nahaufnahmen. Und das ohne Blu Ray mit einem normalen Sony DVD Player ohne Upscaling. Und ganz wichtig: keine deutlich erkennbaren Farbabstufungen zb bei Übergängen verschiedener Blaustufen wie Himmel. Stattdessen ein fließender Übergang.

Mag sein das Puristen die Blu Ray standard auf high end Geräten gewohnt sind weiterhin die Nase rümpfen würden. Aber für mich subjektiv ist dieses Gerät im Vergleich zum Vorgänger ein sensationeller Kompromiss zwischen Erschwinglichkeit und dem zu diesem Preis erwartbaren technischen Optimum. Besser geht es immer, aber auch schlechter und vor allem teurer.


Left Behind
Left Behind
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 7,65

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Falscher Fokus -> Potential verschenkt!, 8. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Left Behind (DVD)
Selber schuld: da hab ich wohl die ganzen negativen Rezensionen nicht wahrhaben wollen. Ich liebe apokalyptische Endzeitfilme, ich liebe Katastrophenfilme, ich find auch Religionsthemen im Film immer wieder ganz interessant, obwohl ich nicht gläubig bin und mir jegliche Religion in der Realität eigentlich am Allerwertesten vorbei geht. Und ich hab mir bisher auch die meisten Filme von Nic Cage gegeben, weil ich den auch ganz gut find. Egal was für nen Schund er dreht, aber manchmal ist man einfach in der Stimmung für sowas. Ich hatte mir sogar schon den Text für diese Rezension zurecht gelegt, um die ganzen 1-Sterne-Voter zu widerlegen, die die Religionsthematik kritisieren. "Habt ihr dann auch ein Problem mit End of Days, Stigmata usw", hätte ich dann geschrieben. Aber nach der Sichtung dieses Werkes muss ich eingestehen: Leute, ihr hattet Recht!

Dabei ist das nicht mal die Religion an sich und der in der Tat offensichtliche Hintergedanke der Macher an sich, die Ungläubigen zu bekehren. Das ganze hätte nämlich durchaus Potential gehabt: Millionen Menschen verschwinden, Anarchie bricht aus, Verzweiflung bei den Betroffenen. Zerstörung, Plünderung. Sowas will ich dann sehen. Und zwar in epischem Ausmaß, dann hätte das ganze durchaus ein Blockbuster werden können. Statt dessen wird der Fokus auf ein einzelnes Flugzeug gelegt und wie es dem Kapitän gelingt, dieses wieder zu landen. Dieses Flugzeug ist von Innen übrigens zu jedem Zeitpunkt als Attrappe zu erkennen. Unter einem Endzeitszenario stell ich mir dann doch was anderes vor. Vielleicht wird es in den anderen Teilen besser, falls die noch offenen Romane noch verfilmt werden sollen, die ich zugegebenermaßen nicht kenne. Daher auch keine Wertung zur Detailtreue im Vergleich zum Buch, es geht hier nur um den Film. Ach ja, und weil wir grad vorhin bei Attrappen waren: das innere vom Flughafen schaut aus wie ein Set aus GZSZ. Dialogmäßig wird kein Klischee ausgelassen: Stichwort - die verzweifelten Mütter!

Ganz fürchterlich: die Musik - in diesem Fall gott sei dank zu leise abgemischt. Dramatische Momente werden mit Synthie-Rock aus den 80ern unterlegt, zwischendurch und im Abspann statt einer dramatischen Orchestermelodie eine absolute Schnulze. Da passt leider gar nichts zusammen.

Wer sich ein paar Schockmomente aufgrund der FSK ab 16 erhofft: das wird wohl nichts. Erst gestern hab ich mit die Neuverfilmung von "Die Schöne und das Biest" angesehen, FSK 6. Da wird das Biest vom Pfeil durchbohrt, es wird angedeutet wie der Bösewicht von lebendig gewordenen Ästen zerrissen wird. Man mag von der FSK halten was man will, aber in diesem Fall wäre ich als 6jähriger schreiend aus dem Kino gelaufen. Aber zurück zu Left behind. Es passiert: nichts! Wenn die 1,5 Millionen verschwundenen Leute irgendwie explodiert oder zerlaufen oder was weiß ich was wären, dann würde ich mir diese Einstufung ja noch einleuchten. Aber nein, die verschwinden einfach. Sind einfach nicht mehr da. Zurück bleibt nur ein Haufen Kleidung. Kein Tropfen Blut. Ich bin weiß gott kein Gorehound, aber das ist mir echt zu undramatisch.

So, warum dann 2 Punkte und nicht nur 1? Den 1 Stern gibts bei mir nur für absolut billigsten Schrott. Nic Cage fand ich persönlich nicht so schlecht, auch wenn er in grenzdebilder Pose auf dem Cover steht ist er immer noch ein guter Darsteller und wenn man ihm hier eine lustlose Darbietung unterstellt dann tut man ihm doch unrecht. Er wird dafür bezahlt und versucht das beste draus zu machen. Wenn ihm die Story und die Inszenierung keine Raum zur Entfaltung gibt dann kann er nichts dafür. Aber ob der Regisseur was taugt weiß man als Darsteller halt immer erst nach Vertragsunterzeichnung. Da hatte er sich wohl auch was anderes drunter vorgestellt - immerhin scheint das ganze in den USA ein Bestsellerroman zu sein. Die Tochter schaut ganz passabel aus und liefert am Ende dann doch noch einen recht gelungenen Showdown ab.

Also Fazit: 2/5. Mit gutem Willen.


Mitgift
Mitgift
Preis: EUR 7,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mitgift, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Audio CD)
So, das ist sie nun also, die neue von Subway to Sally. Ich als jemand der mit dem Vorgänger "Schwarz in Schwarz" bis auf den Titeltrack eher wenig anfangen konnte, war durchaus gespannt mit was uns die Jungs denn dieses Mal überraschen würden. Ich bin damals mit dem Album „Hochzeit“ eingestiegen, hab mir natürlich auch sämtliche älteren Alben besorgt, und mein Liebling blieb über viele Jahre „Nord Nord Ost“. Und das ist auch nach Veröffentlichung von „Mitgift“ weiterhin so. Den dieses vermag mich auch nach mehrmaligen Durchläufen nicht längerfristig zu fesseln.

Zuallererst: mehrere Durchgänge brauchts auf jeden Fall, damit sich das neue Material auch nur halbwegs erschließt. Doch während ich bei älteren Scheiben auch nach Jahren immer wieder neue Feinheiten entdecke, die mich faszinieren, stößt man bei „Mitgift“ hierbei schnell an seine Grenzen. Statt dessen wird man elf Songs lang zugedonnert mit tiefen abgehackten Gitarrenriffs und einem immer gleichen Songaufbau. Stilistisch geht’s also wieder mal in die „Engelskrieger“-Richtung. Wer dieses Album zu seinen Lieblingen zählt kommt hier bestimmt auf seine Kosten. Eher erzählerische Strophen, um dann in einen mehr oder weniger hymnischen Refrain einzuleiten. Untermalt von einer konstanten Geigerei, die hier leider nicht wie gewohnt punktuelle Akzente setzt, sondern beliebig und austauschbar wirkt und fast schon nervig in die orientalische Richtung geht. Wirkliche Highlights gibt es meiner Meinung nach nur zwei, nämlich „Grausame Schwester“ und „Dein Kapitän“, die eben doch noch einen Ansatz von Virtuosität haben und von ihren Gänsehaut-Refrains leben. Ansonsten leider zuviel Monotonie und Wiederholungen. Das das hier eher in die Metal-Richtung gehen wird und nicht in die Gothic- oder Mittelalterschiene war ja von vornherein klar, aber ein bisschen Spielereien mit dem Können der Band hätte ich mir dann doch gewünscht. Schließlich ist weiterhin jeder einzelne Musiker der Band ein absolutes Genie an seinem Instrument, gehört mit zu den besten seines Fachs die ich je gesehen hab. Aber hier hört mans nicht raus. Das ganze ist dann nicht unbedingt schlecht und sicherlich um Längen besser als manches Konkurrenzprodukt, aber Subway muss man halt an Subway messen. Und da ists für mich in der Historie nur Mittelfeld.

Ein Wort noch zu den vieldiskutierten neuen Dubstep/Elektro-Elementen. Nach diesen musste ich förmlich suchen, wenn sie auftauchen dann nur unterschwellig oder in manchen Breaks platziert. Damit könnte ich nun wirklich leben und das ist für mich kein Kritikpunkt. Interessant finde ich hingegen nebenbei erwähnt „Equinoxx“, das aktuelle Projekt von Simon. Deren CD soll angeblich aus Subway-Songs bestehen, die es aus welchem Grund aus immer nicht auf „Mitgrift“ geschafft haben, und die meiner Meinung nach das deutlich bessere – weil abwechslungsreichere – Material beinhalten. Da klingt kein Song wie der andere und jeder geht unter die Haut. Natürlich stilistisch ein wenig anders interpretiert, völlig ohne historische Einflüsse. Ich weiß ja nicht inwieweit die dort zu hörenden Songs von den Ursprungsversionen abweichen, aber macht man die Augen zu, denkt sich Erics Stimme dazu, ein bisschen mehr Geige und ein bisschen weniger Elektro, und schon hat man Subway at ist best.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2015 4:23 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3