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Rezensionen verfasst von
Lepton

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Kraftwerk: Die unautorisierte Biografie
Kraftwerk: Die unautorisierte Biografie
von David Buckley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Not so bad..., 22. Februar 2014
Also das Buch ist wirklich nicht so schlecht, wie einige Rezensionen nahelegen. Was man dem Autor lassen muss: er hat sich mit Begeisterung und enormen Fleiß an die Aufgabe begeben, soviel wie möglich über Kraftwerk herauszufinden un dies in einem Buch zusammenzufassen. Das ist auch ganz gut gelungen. Man fühlt sich als Leser mitunter wie bei einem Kumpel auf der Couch, der mit teils beeindruckenden Detailwissen von seiner Lieblingsband erzählt.

Das Problem ist zwiefältig: Einerseits kommt der Autor aus seinem Fan-Sein nie so richtig raus, was eine analytische Distanz, v.a. auch eine kritische Einordnung, bisweilen unmöglich macht. Zudem sind die zeithistorischen Hinweise teils doch recht flach. Es ist für mich schlicht und ergreifend ein Fan-Buch.

Hinzu kommt trotz aller Detailkenntnis: Das Wesentliche von Kraftwerk scheint in Worten nicht zu erfassen. Kraftwerk ist ein eigenes Universum, welches in letzter Konsequenz undurchdringlich ist. Folgerichtig muss jedes Buch über Kraftwerk schlussendlich scheitern. Es sei denn die Herren Hütter und Schneider würden..... aber nein, das würden sie niemals tun.....


Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki: Roman
Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki: Roman
von Haruki Murakami
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die alte Formel und doch anders...., 27. Januar 2014
Wie einige Rezensenten bereits nahegelegt haben, gibt es eine Art Murakami-Kosmos mit einigen typischen Handlungsschemata und Charakteren. Wer dieses Buch in die Hand nimmt und bereits einige Bücher dieses Autors gelesen hat, dem öffnet sich die Welt eines guten alten Bekannten. Ich weiß nicht so recht, wie man dies - wie geschehen - als selbsternannter Murakami-Fan bemängeln kann, denn dass Murakami das Rad nicht mehr neu erfindet, kann einen "Fan" m.E. nicht wirklich irritieren / erschüttern. Gleiches gilt dem oftmals hier angesprochenen, offenen Ende. Dies ist doch sozusagen ein Stilmittel von Murakami.

Wer sich als Novize von dem in der Tat grassierenden Murakami-Hype anstecken lassen möchte, dem sei vielleicht wirklich ein anderes Buch des Autors empfohlen. "Kafka am Strand" könnte hier ein guter Hinweis sein. Doch zurück zu diesem Buch.

Die Beschreibung der "Pilgerjahre" ist einerseits eine leichte Variation des Bekannten und Bewährten. Andererseits: Was mir dieses Mal aber im Besonderen auffällt, ist die Weltverbundenheit dieser Geschichte. Die surrealistische Ebene - für die Murakami berühmt ist - findet sich in diesem Werk in nur noch marginaler Ausprägung. Stattdessen könnte diese Geschichte sich so oder so ähnlich tatsächlich an vielen Orten dieser Welt ereignet haben. Man vergleiche dagegen das Setting von IQ84...

Was mich im Besonderen berührt hat, ist die von mir so empfundene, tiefe Niedergeschlagenheit des Protagonisten. Eine verlorene Welt eines verlorenen Menschen... Oder legt das offene Ende doch eine andere Sichtweise nahe? Genau dies ist nun die Aufgabe der Fantasie des Lesers! Viel Freude!!!


Nachspielzeit: Eine unvollendete Fußballkarriere
Nachspielzeit: Eine unvollendete Fußballkarriere
von Timo Heinze
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen OK, mehr leider nicht, 11. Februar 2013
Wer sich für Fußball interessiert, wird auch hier einige, wenige kurzweilige Stunden verleben dürfen. Das war es dann aber auch.

Ich kann mich einem Vorredner anschließen, dass die Reiseimpressionen aus Bali den Lesefluss arg stören, ich habe aus diesem Grunde diese einfach weitergeblättert, so konnte ich "am Ball bleiben".

Es kommt gut raus, dass in diesem Bereich Kleinigkeiten und Zufälligkeiten nicht selten eine entscheidende Weichenstellung bedeuten können. Mich stört jedoch, ein mitunter jammernder und klagender Ton. Immer die Verletzungen, die seine eigentlich Großartigkeiten versprechende Entwicklung behindern, dann die bösen Trainer, die nicht mit ihm gesprochen haben, letztlich die "dummen" Spieler (es gibt ein eigenes Unterkapitel über "dumme Spieler"!), die ohne nachzudenken ihr Ding machen und ihm vorgezogen werden.

Er wollte in die Bundesliga, landete aber in der ungeliebten 3.Liga, was er eigentlich als unter seinem Niveau wahrgenommen hatte und fand sich auch dort nach sehr wenigen Spielen auf der Ersatzbank wieder. Eine Konsequenz aus Kleinigkeiten, Zufälligkeiten und Ungerechtigkeiten??? Oder hat es dann einfach nicht gelangt...

So bleibt das Buch ein kleiner Spiegel seiner Fußballkarriere - eine gute Idee, vielversprechende Ansätze, aber die Möglichkeiten letztlich nicht genutzt.

Was man Timo Heinze zugute halten muss: Obwohl auf vielen Seiten Schmerz über subjektiv erlebte Ungerechtigkeiten spürbar war, hat er das Buch nicht zu einem schmutzigen Nachtreten missbraucht. Es gibt keine einzige persönliche Anklage.


Ballast der Republik (inkl. Jubiläums-Album Die Geister, die wir riefen)
Ballast der Republik (inkl. Jubiläums-Album Die Geister, die wir riefen)
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ok, ok, ok,, aber..., 10. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Hosen begleiten mich seit 1987. 1988 waren "Alex" und "Achterbahn" für mich eine Explosion an Lebensgefühl. Es folgten Jahre des intensiven Fanseins. Ab der "Kauf mich" fand ein schleichender Entfremdungsprozess statt, aber die Hosen haben mich immer wieder bekommen und sich den Respekt stets auf das Neue verdient.

Dies als Vorrede. Somit wird klar, dass hier keine Rezension kommt, bei der die 5 Punkte bereits vor dem Hören klar waren.

Was gibt es Gutes zu sagen?
- Auf dem ganzen Album gibt es keinen einzigen negativen Ausreißer. Die Scheibe klingt sehr ausgewogen und homogen. Zu keiner Zeit kommt Langeweile auf. Das ist schon einmal eine Leistung.
- Die Bonus CD ist in Idee und Umsetzung wirklich grandios. Im Besonderen wenn es nicht nur um's Runderschreddern geht wie bei Amadeus, sondern wenn auch der musikalische Gehalt beachtet wurde wie bei "Das Modell".
- Wie das Konzert in Köln bewies, haben sehr viele Lieder großes Livepotenzial.
- "Das ist der Moment" ist ein klasse Song.

Was gibt es Kritisches anzumerken?
- In den unzähligen Interviews klang es ja immer wieder an. Es gab offensichtlich angesichts des Jubiläums großen bandinternen Druck und ich finde, man hört es der Platte auch an. Es fehlt an Mut und an Überraschung. Alles klingt ein wenig brav und nach `Nummer sich'. Jeder Refrain mündet in das unweigerliche verzerrte und vielstimmige Gröhlen. Gerade die Single "Tage wie diese" ist vom Text und Strophe ziemlich genial, hier hätte ich mir den Mut gewünscht, auch im Refrain andere Töne anzuschlagen, anstatt wie bei Hundert Liedern zuvor den Verzerrer einzuschalten.
- Insgesamt finde ich für Hosenverhältnisse die Qualität der Songs für nicht ganz so stark. Man vergleiche alleine mal die musikalisch wie textlich ähnlichen Lieder "Nur zu Besuch" von der "Auswärtsspiel" und "Draußen vor der Tür".
- Der Sound ist nicht wirklich schlecht. Gott sei Dank sind die Zeiten der übermäßigen Verwendung diverser Hallgeräte vorbei und doch ist mir das Mischungsverhältnis zu höhenlastig. Bei meiner Anlage muss ich schon arg nachjustieren. Auch bei Livekonzerten fällt es mir auf, dass der Sound schon um Längen besser war. Es matscht alles ein bisschen.

Insgesamt bekäme "Ballast der Republik" drei Sterne von mir.

Aber die Bonus-CD und nicht zuletzt die unglaublichen Magical-Mystery-Aktionen, die es auf Youtube zu bestaunen gibt, beweisen, dass die Hosen nach wie vor keine Durchschnittsband sind, sondern eine Gruppe von Freunden, der nichts mehr am Herzen liegt, als ihre Fans glücklich zu machen.


Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror
Against All Enemies: Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror
von Richard A. Clarke
  Gebundene Ausgabe

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gut, aber kein neuer Moore, 22. Juli 2004
Vorsicht, wer hier Argumente wie von Michael Moore erwartet, wird sicherlich enttäucht. Während Moore ganz aus Sicht des kleinen Mannes sowie auf Basis eines linken US-Patriotismus argumentiert / agitiert und den Mächtigen ihren skrupellosen Spiegel vorhält, so ist Clarke ganz und gar ein Hardliner. Obwohl er an beiden Bush-Präsidenten kaum ein gutes Haar lässt und Clinton trotz des Lewinsky-Skandals verteidigt, besetzt Clarke deutlich rechte Positionen. Dass die USA das Recht auf präventive Bombardements hat, kein Thema, im Gegenteil, aus seiner Sicht geradezu ein Muss. Dabei wird kein Wort über den massenhaften Tod unschuldiger Menschen und verheerende Zerstörungen verloren. Ebenso wenig wird die US-Mitverantwortung an der Entstehung terroristischer Strömungen thematisiert. Er befürwortet gezielte Tötungen genauso wie eine deutliche Erhöhung für Verteidigungsausgaben oder öffentliche Desinformationskampagnen. Sein Hauptvorwurf an Bush ist, Bin-Laden und seine Gruppe durch gezielte Tötungen und Flächenbombadrements nicht `eliminiert'zu haben, sondern sich irrational in einen vollkommen unnötigen Krieg gestürzt zu haben. CIA und FBI bekommen auch alle paar Seiten ihr Fett weg, sodass man den Eindruck gewinnen kann, dass dort haufenweise Inkompetenz am Werke ist oder - fast im Sinne der Verschwörungstheoretiker - dass gezielt und ganz bewusst versucht wurde, wichtige Sicherheitsmaßnahmen zu torpedieren.
Ein gewisse Eitelkeit von Clarke kommt auch immer wieder zum Vorschein.
Das Buch ist jedoch sehr spannend zu lesen. Clarke gibt den profunden Kenner amerikanischer Politik. In diesen Punkten liegt der Reiz des Buches. Wer von `der USA' oder `der Bush-Administration' u.ä. spricht, wird hier belehrt, wie komplex, gewaltig und widersprüchlich der innere Kreis amerikanischer Politik ist, deswegen 3 Punkte. Viele Fragen bleiben aber auch letztlich unbeantwortet.


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