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Rezensionen verfasst von
Klenzy "Werner"

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Panasonic Combo Pack: Schermesser und Scherfolie für Rasierer
Panasonic Combo Pack: Schermesser und Scherfolie für Rasierer
Preis: EUR 28,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Preis happig, aber passt, 4. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zwei Sets = ein Rasierer. Aber was hilft's, man will ja nicht alle anderthalb Jahre einen neuen Rasierer kaufen.

Passt perfekt und ist absolut simpel auszutauschen.

Weder in der Beschreibung angegeben noch auf der Verpackung aufgedruckt: Passt auch für den ES-RT67. Ich habe die Info von der Panasonic-Website und es hat sich als richtig herausgestellt.


Das Grab der Raumschiffe
Das Grab der Raumschiffe
von Ernst Vlcek
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Einigermaßen spannende SF-Massenware, 26. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Grab der Raumschiffe (Taschenbuch)
An seinem fünfzehnten Geburtstag wird Michael Rhodan (wieder einmal) von seinem Vater versetzt; der Großadministrator des Solaren Imperiums ist durch dringende Staatsgeschäfte verhindert. Quasi als Entschädigung darf Mike mit der Luxusyacht VOLANS eine Weltraumreise unternehmen. Er überredet den Kommandanten zu einem Abstecher ins System Sigma Europium - wo, wie er zufällig erlauscht hat, sein Vater in Kürze eintreffen wird. Der lebensfeindliche Planet Europium entpuppt sich als Raumschiffsfalle; durch katastrophale Magnetstürme der Sonne zum Absturz gebracht, strandet die VOLANS zerstört in der Nähe einer Ansiedlung von Plünderern.
Von der unglaubwürdigen Grundprämisse einmal abgesehen (dass der minderjährige Sohn des obersten Regierungschefs unbeaufsichtigt durch den Weltraum düst), ist Ernst Vlcek hier eine kurzweilige Story gelungen, in der er besonderes Augenmerk auf die Parallelgesellschaft der diktatorisch regierten Plünderer legt. Im Mittelpunkt steht Breg, der Sohn des ermordeten früheren Anführers, der eine Rechnung mit der Führungsclique offen hat.
Summa summarum: ganz passabel.


Die Verlorenen des Alls
Die Verlorenen des Alls

3.0 von 5 Sternen Durchschnittlich spannende SF-Massenware, 26. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verlorenen des Alls (Taschenbuch)
In den Ferien auf den Molukken bekommt es der junge Michael Rhodan, Sohn des unsterblichen obersten Terraners, mit einer gefährlichen Terroristengruppe zu tun: den "Koppensnellers", dt.: Kopfjäger. Der Anschlag schlägt zwar fehl, aber Mike kann das Durcheinander nutzen, um mit seiner Ferienfreundin Djilolo-Myhra zu verschwinden und an Bord eines Raumschiffs zu schleichen, das am nächsten Tag zu einer Publicityreise zum fernen Planeten Umtar startet. Doch die "Ex-EZI 1" kommt dort nie an - kurz nach dem Start wird es von einer fremden Macht gekapert, von Intelligenzwesen, deren einziges Trachten dem Tod gilt. Dummerweise befindet sich in Mikes Begleitung ein zum Töten ausgebildeter Androide der Koppensnellers...
Die Story ist einigermaßen spannend aufgezogen und auch ohne genauere Kenntnisse des Rhodan-Universums verständlich. Entgegen der üblichen Vorurteile der Rhodan-Kritiker wird keine feindliche außerirdische Macht als Gegner bemüht, sondern ein Volk, das eine völlig fremdartige Kultur und Philosophie hat: die "Todesphilosophie". Und gegen Ende klingt sogar ein wenig Sozialkritik an, als die vorgeblichen Hilfsbemühungen Reginald Bulls - Rhodans ewigem Freund - von Chester Wyland als Versuch enttarnt werden, die Technik der Fremden für das Solare Imperium auszubeuten.
Dennoch bleibt als großes Manko der große Bruch in der zweigeteilten Handlung, vor und nach der Übernahme der "Ex-EZI 1"; die zwei Themen Mordandroide und Todesphilosophen haben nichts miteinander zu tun und wirken wie aneinander gepappt.
Für Rhodan-Fans ganz nett.


Raumschiff der Katastrophen, Perry Rhodan Planetenromane 200, 1.Auflage., Taschenbuch
Raumschiff der Katastrophen, Perry Rhodan Planetenromane 200, 1.Auflage., Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Mäßig humorvolle Humoreske, 26. Juni 2012
Michael Rhodan, der zehnjährige Sohn des unsterblichen Terraners, wird von Verbrechern entführt. Unfreiwillig mit dabei: Walty Klackton, der "schreckliche Korporal", so genannt aufgrund seiner kuriosen Psi-Fähigkeit. Sein präkognitiv begabtes Unterbewusstsein treibt ihn häufig zu sinnlosen, destruktiven oder zerstörerischen Handlungen, die den Menschen in seiner Umgebung Schaden zufügen - die sich aber oft hinterher als nützlich erweisen, um die unbewusst vorhergesehenen Probleme zu meistern. Und folglich schlittern die Verbrecher an Bord des Raumschiffs DILLINGER von einer schlimmen Situation in die nächste.
Die Entführung des Jungen bildet dabei nur den Hintergrund für die haarsträubenden Abenteuer Walty Klacktons, einer der Lieblingsfiguren von Autor Ernst Vlcek. Leider verzettelt sich die Geschichte in zumeist mäßig amüsantem Slapstick, etwa wenn in einem ungleichen Kampf Klacktons Gegner Cyboy durch eine Art Kurzschluss lahmgelegt wird, indem er den "Wendestein" anfasst. Auch lässt die in drei Abschnitte aufgeteilte Handlung (auf Staffors Planet, im Hypernebel Greyl Loch, und im Leerraum bei und auf dem ominösen "Taucher") wenig Spannung aufkommen. Die Story wird routiniert abgewickelt, enthält auch ein paar gute Ideen, ist aber selbst für eingefleischte Rhodan-Fans nur bedingt empfehlenswert. Der liebenswert-trottelige Korporal ist nicht jedermanns Sache.


Himmelssturz: Roman
Himmelssturz: Roman
von Alastair Reynolds
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Story voller Überraschungen, 26. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Himmelssturz: Roman (Taschenbuch)
Erneut zieht Alastair Reynolds eine Space Opera unter völligem Verzicht auf überlichtschnelle Weltraumfahrt auf. Und wieder vermittelt er dem Leser auf geniale Art und Weise einen Eindruck von der Vielfalt und Weite des Kosmos, indem er nur ein Zipfelchen des Vorhangs lüftet. Andere Autoren basteln aus einem solchen Szenario ganze Serien; bei Reynolds reicht es gerade eben für einen abgeschlossenen Roman.
Im Jahr 2057, die Menschheit befasst sich gerade mit der Ausbeutung von Kometen und Asteroiden, wird das Raumschiff Rockhopper mitten in einem Einsatz abberufen, um den Saturnmond Janus anzusteuern (im Buch richtig, auf der Buchrückseite grottenfalsch "Jupitermond Janus"...) - denn Janus hat plötzlich seine Umlaufbahn verlassen und strebt aus dem Sonnensystem hinaus in Richtung des 260 Lichtjahre entfernten Sterns Spica. Es muss sich also um ein künstliches, außerirdisches Objekt handeln. Die Chance auf bahnbrechende Entdeckungen will sich die Firma nicht nehmen lassen, zumal die Rockhopper das einzige Raumschiff mit einer realistischen Chance ist, das Artefakt der Spicaner rechtzeitig zu erreichen. Noch auf dem Weg stellt sich heraus, dass die Chinesen eiligst eine eigene Mission auf den Weg gebracht haben. Man erreicht den Janus, doch dann kommt alles anders als geplant. Es beginnt der "Himmelssturz". Ohne zu viel zu verraten, darf ich doch sagen, dass die Raumfahrer das Sonnensystem nie mehr wieder sehen werden.
Im Mittelpunkt steht anfangs gar nicht so sehr die Erforschung des außerirdischen Artefakts, sondern der Konflikt der beiden Hauptfiguren Bella Lind - stellvertretende Kommandantin, die für den erkrankten Jim Chisholm einspringen musste - und der Chefingenieurin Svetlana Barseghian. Die Charaktere der beiden starken Frauen, aber auch der zahlreichen Nebenfiguren, sind detailreich gezeichnet und mit einer umfangreichen Vorgeschichte ausgestattet, mit der Reynolds den Leser nach und nach mit spielerischer Leichtigkeit vertraut macht. Viele Handlungsträger verfolgen eigene unterschiedliche Interessen, und es bereitet höchstes Vergnügen zu beobachten, wie sie mit allen menschlichen Unzulänglichkeiten ausgestattet versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Streckenweise fällt es richtig schwer zu entscheiden, wem die Sympathien gelten sollen. Und gerade das macht die Story so überaus lebendig.
Zwei Dinge haben mich beim Lesen irritiert. Einmal der Prolog, der (scheinbar) aus ferner Zukunft auf die Ereignisse zurückblickt und sehr flüchtig Figuren, Schauplätze, Technik und Kultur einführt, die (scheinbar) im weiteren Verlauf des Romans keine Rolle mehr spielen. Und zweitens der Zeitsprung zwischen dem ersten und zweiten Teil ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem der Janus endlich erreicht ist und die aufregende Erforschung der außerirdischen Technik beginnt... doch keine Sorge, alles klärt sich mit der Zeit auf und zwar anders als erwartet.
Ich spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.


Lucky Starr. Sechs Abenteuer in einem Band.
Lucky Starr. Sechs Abenteuer in einem Band.
von Isaac Asimov
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen 6 SF-Krimis in einem Band - und ein kleiner Streifzug durch unser Sonnensystem, 24. Mai 2012
Die Abenteuer von Lucky Starr gehörten mit zu den ersten SF-Büchern, die ich in jungen Jahren verschlungen hatte. Entsprechend gespannt war ich, ob mein heutiger Eindruck mit den verklärten Erinnerungen mithalten kann.
Die Bände gehören zu den absoluten Klassikern, und klassisch ist auch das Setting: 5000 Jahre nach der ersten Atombombenexplosion hat sich die geeinte Menschheit über die gesamte Milchstraße ausgebreitet, die Regierung sitzt in "International City" (die Stadt ist nicht näher lokalisiert), und ein so genanntes "Council of Science", der Wissenschaftsrat, dessen hoch angesehene Mitglieder zugleich fähige Wissenschaftler wie auch Agenten sind, sorgt hinter den Kulissen für Recht und Ordnung. Unser Held heißt David Starr und ist ein überaus intelligenter junger Mann, der soeben als Vollmitglied im Rat aufgenommen wurde und nun loszieht, um die Erde vor den verschiedensten Bedrohungen zu retten. Hilfreich zur Seite steht ihm dabei J. Bigman Jones, ein kleinwüchsiger Mensch vom Mars, und ein technisches Gadget, das ihn in einen unverwundbaren Superhelden verwandelt: den Space Ranger.
Was mir gefallen hat: Asimov schreibt einen klaren, schnörkellosen Stil und treibt die Geschichten ohne Umwege voran. Über die Technik lässt er sich dabei nicht groß aus, so dass der Leser sich in seiner Vorstellungskraft problemlos in die ferne Zukunft versetzen kann - nur die gedruckten Bücher und deren Vergleich mit Mikrofilmen sind ein amüsanter Anachronismus. Asimovs Beschreibungen der planetaren Umgebungsbedingungen unserer unmittelbaren Nachbarplaneten, ein wenig lehrbuchhaft eingeflochten, sind inzwischen größtenteils überholt, was aber angesichts des seinerzeitigen Wissens (1952-58) verschmerzbar ist. Erstaunlich zutreffend die Angaben zu Schwerkraft und Atmosphäre des Mars, die nur geringfügig vom heutigen Erkenntnisstand abweichen. Insgesamt sind die Bände auch heute noch erfreulich frisch lesbar. Die Mischung aus SF, Krimi und Superhelden-Story ist überhaupt nicht gealtert. Die Fälle sind knifflig und werden in guter Agatha-Christie-Manier am Ende schlüssig gelöst.
Was mir nicht gefallen hat: Die Hauptfiguren sind so platt charakterisiert wie bei Jerry Cotton. Dazu kommen ein paar logische Ungereimtheiten; wenn nichts größer als ein Molekül den Schutzschild des Space Rangers durchdringen kann - wie schafft er es dann, einen Schlüssel aus der Tasche zu nehmen? Vor allem sind es aber ein paar unwahrscheinliche Zufälle zu viel, die selbstverständlich immer unserem Protagonisten zugutekommen. - Besonders auf den ersten 50 Seiten ist die Druckqualität etwas unterhalb des Durchschnitts. Das mag aber von der jeweiligen Auflage abhängen.
Neutral: Technik- und Wissenschaftsgläubigkeit entsprechen dem damaligen Zeitgeist; im Mittelpunkt der Storys steht unser eigenes Sonnensystem - dann war es aber völlig unnötig, die Ausdehnung über die gesamte Milchstraße in den Geschichtshintergrund aufzunehmen; sehr amerikanisch und vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack ist die teilweise Vermengung von Justiz und Exekutive und die unverblümte Anwendung von (Psycho-)Folter.

Noch kurz zu den Inhalten.
Lucky Starr - Weltraumranger: Sein erster Auftrag führt David Starr auf der Spur von mysteriösen Lebensmittelvergiftungen zum Mars. Geschildert wird die Begegnung mit Bigman, ihre gemeinsame Arbeit auf einer Marsfarm, und wie David zum Space Ranger wird. 3 Sterne.

Lucky Starr im Asteroidengürtel: Die Raumpiraten werden nach fast 25 Jahren wieder aktiv, diesmal anscheinend unterstützt von Sirianern (die von menschlichen Kolonisten abstammen). David versucht, sich in die Piratenorganisation einzuschmuggeln, doch von Anfang an geht alles schief... 4 Sterne!

Lucky Starr auf der Venus: Auf unserem Nachbarplaneten häufen sich merkwürdige Ereignisse und Anschläge rings um die lebenswichtigen Hefekulturen. Als Davids alter Freund Lou Evans des Diebstahls hochgeheimer Unterlagen bezichtigt wird, reist er zur Untersuchung der Vorfälle zur Venus. - Der Weltraumranger operiert diesmal ohne Superfähigkeiten, was der Story sehr gut tut. 4 Sterne.

Lucky Starr im Licht der Merkursonne: Wieder wird Lucky Starr zu Hilfe gerufen, als auf dem Merkur das wegweisende "Projekt Licht", das die Energieversorgung der Erde revolutionieren könnte, Ziel von vermutlich sirianischen Saboteuren wird. Das Projekt ist ein Politikum, denn ein hochrangiger Senator wirft dem Wissenschaftsrat Geldverschwendung vor. Hat etwa Urtel, der Abgesandte des Senators, seine Finger im Spiel? Der beste Roman, wieder ohne den Superhelden: 5 Sterne.

Lucky Starr auf den Jupitermonden: Adrastea - hier noch der neunte Mond Jupiters, heute offiziell Jupiter XV - ist der Ort, an dem ein streng geheimes neuartiges Antriebssystem für Raumschiffe entwickelt wird. Doch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gibt es eine undichte Stelle; ein Spion übermittelt alle Ergebnisse an die Sirianer. Natürlich ist das ein Fall wie für Lucky Starr gemacht. Leider konnte ich als Leser die Identität des gesuchten Verräters allzu schnell erraten, und obendrein verlustiert sich Asimov viel zu ausführlich über die astrophysikalischen Daten und Konstellationen der Monde, die Monddurchgänge und -finsternisse und den Sonnenauf- und Untergang. Dadurch verliert die Story mächtig an Spannung: 2 Sterne.

Lucky Starr und die Saturnringe: Zuletzt kommt es zur lang erwarteten Begegnung mit leibhaftigen Sirianern. In einem Coup besetzen sie den bisher unbewohnten Saturnmond Titan. Der Wissenschaftsrat und die Erdföderation stehen vor dem Krieg, wenn es nicht gelingt, die Annexion friedlich rückgängig zu machen. Alle Hoffnungen ruhen auf Lucky Starr! - Furchtbar, wie Asimov hier die Situation dramatisiert. Trotz bevorstehendem Weltuntergang sind alle wie gelähmt, selbst die Elite der Menschheit muss völlig hilflos abwarten, was unser Held unternimmt. Nur aufgrund der halbwegs witzigen Auflösung: 2 Sterne.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen, aber ein unbedingtes Muss ist es nicht.


Weltenwanderer
Weltenwanderer
von Poul Anderson
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langwierige Reise zu den Sternen, 15. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Weltenwanderer (Taschenbuch)
In diesem Roman von 1998 erzählt Poul Anderson routiniert von der interstellaren Mission des Raumschiffs "Envoy" (dt.: Bote) - und baut dabei konsequent auf dem aktuellen Stand der Naturwissenschaften auf: demzufolge gibt es nichts in unserem Universum, das sich schneller als das Licht bewegt. Nur durch relativistische Effekte nahe der Lichtgeschwindigkeit können die Lichtjahre weiten Abgründe zwischen den Sternen überwunden werden, da die Bordzeit dann viel langsamer abläuft. Während draußen Jahrzehnte und Jahrhunderte vergehen, altert die Besatzung nur um Monate. Anderson gibt sich dabei aber wenig Mühe, die erwarteten psychischen Spannungen zu schildern. Seine Protagonisten bleiben lange Zeit farblos, fade und austauschbar, und als er ihnen nach und nach Raum gibt, charakterliche Tiefe zu gewinnen, da beschränkt er sich auf platte Stereotypen: der unnahbare Captain, die leichtsinnige Pilotin, der rebellische Ingenieur. Halbwegs gelungen ist die herbeigefieberte Begegnung mit Aliens. Die Verständigungsschwierigkeiten und die kulturellen Unterschiede werden von Anderson plausibel dargestellt, wenn auch weit unter seinem sonstigen Niveau.
Kurz zum Inhalt: In 5000 Lichtjahren Entfernung vom Sonnensystem werden punktförmige Strahlungsquellen entdeckt, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Es gibt nur eine mögliche Erklärung: Raumschiffe! Die Entdeckung beflügelt den technischen Fortschritt. Binnen weniger Jahre wird ein Raumschiffantrieb entwickelt, der beinahe Lichtgeschwindigkeit ermöglicht. Eine zehnköpfige Mannschaft wird sorgfältig ausgewählt und auf den Weg gebracht. Doch während die Envoy sich dem Ziel nähert, werden immer weniger Energiequellen registriert. Ist die fremde Zivilisation am Aussterben? Sind es womöglich grundsätzliche Kräfte des Kosmos, die eine dauerhafte Weltraumfahrt - und den Kontakt zu anderen Völkern - verhindern? In den Jahrtausenden, die unterdessen auf der Erde vergehen, lösen sich die unterschiedlichsten Gesellschaftsformen ab, keine hat Bestand. Nur die kleine Gruppe der Sternfahrer bewahrt Traditionen und Überlieferung.
Das Szenario fasziniert, doch die Ausführung bleibt mangelhaft. Mögen die vereinzelt eingestreuten Umblendungen zur Erde und den nächstgelegenen menschlichen Kolonien anfangs noch halbwegs interessant sein (und dem Leser ein Gefühl für die unglaublichen Zeitspannen vermitteln), so ermüden diese Abschnitte später nur noch, da stets neue Begriffe und Namen auftauchen, die dann doch wieder in der Versenkung verschwinden. Die Reise selbst weist nur wenige Höhepunkte auf: die Meuterei beispielsweise und die Kommunikation mit dem Holonten. Insgesamt bleibt alles recht zäh und langgedehnt. Den zweiten Stern kann ich nur widerwillig geben: für die aufregende Idee, dass Intelligenz und Weltraumfahrt in einer Wechselwirkung mit dem Kosmos stehen, die - das sei hier nicht verraten - möglicherweise zerstörerisch wirkt, vielleicht aber auch förderlich ist.


Inception
Inception
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Preis: EUR 4,97

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verwirrspiel in (mindestens) vier Ebenen, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Inception (DVD)
"Hochspannung pur" und "Bahnbrechendes Kino" verspricht die DVD-Hülle - um es gleich vorweg zu nehmen: Spannend ist der SF-Thriller (2010, 142 Min.) von Christopher Nolan (u.a. Batman Begins, The Dark Knight) durchaus, aber bahnbrechend ist hier überhaupt nix außer vielleicht dem gepanzerten Zug, der durch Cobbs Unterbewusstsein rauscht.
Dominic Cobb (Leonardo diCaprio) ist ein "Extraktor", ein Gedankendieb, der mittels der Technik des "Dreamsharing" in die Träume anderer Menschen eindringen und ihre bestgehüteten Geheimnisse herausfinden kann. Und er ist der Beste seines Fachs, der es sogar versteht, innerhalb der Traumgeschehnisse ein weiteres Dreamsharing einzubauen, eine zweite Traumebene. Deshalb wird er von dem Industriellen Sato (Ken Watanabe - Last Samurai) auf dessen größten Konkurrenten Bob Fisher (Cillian Murphy) angesetzt; jedoch nicht, um ihm ein Geheimnis zu entringen, sondern um ihm einen Gedanken einzupflanzen, ein Vorgang, der "Inception" genannt wird. Fisher soll das von seinem Vater geerbte Firmenimperium zerschlagen. Mit Hilfe der Architekturstudentin Ariadne (Ellen Page, Juno) plant Cobb ein Traumlabyrinth aus sogar drei ineinander verschachtelten Traumebenen. Doch die größte Gefahr für den raffinierten Plan schleppt Cobb selbst in seinem eigenen Unterbewusstsein mit: die Erinnerung an seine verstorbene Frau Mall.
Obwohl in dem atemberaubenden Actionspektakel kaum ein Augenblick Zeit zum Nachdenken bleibt, verliert der Zuschauer dank der höchst unterschiedlich aufgebauten Traumszenarien nie den Überblick, in welcher Ebene das Filmgeschehen jeweils gerade spielt. Aber dem logischen Zusammenhang zu folgen, ist bei dem Tempo schlicht nicht möglich. Vielleicht müsste man den Film mehrmals anschauen oder die Handlungsstruktur Szene für Szene sauber analysieren. Zusätzlich erschweren einige willkürliche und durch nichts angekündigte Erinnerungssequenzen die Orientierung. Ich persönlich empfinde einen massiven Widerwillen, wenn ein Plot komplizierter als nötig aufgebaut ist. Mich beschleicht dann immer der Verdacht, dass die Komplexität nur die brüchige Handlungslogik überdecken soll - und ich mag es nicht, an der Nase herumgeführt zu werden.
Bahnbrechende neue Themen konnte ich nicht finden. Die Idee der verschachtelten Traumebenen wurde bereits in The 13th Floor präsentiert, und zwar besser. Die Auseinandersetzungen mit den beliebig replizierbaren Schutzprojektionen des Unterbewusstseins erinnern doch sehr an Matrix. Zieht man beides ab, bleibt kaum mehr übrig als ein sinnloses Gemetzel mit namens- und gesichtslosen Gegnern. Einzig die Nebenhandlung mit Cobbs Frau bringt ein wenig Tiefe und wirft die elementare Frage auf, was denn nun Traum sei und was Wirklichkeit.
Unnötig erschwert wird das Verständnis dadurch, dass die Musik über weite Strecken deutlich lauter ist als der Dialogtext. Aber auch ohne die Musik sind die Synchronsprecher an zahlreichen Stellen extrem schwer zu verstehen (was mir von meiner Herzdame bestätigt wurde und somit eher nicht an altersbedingter Schwerhörigkeit liegt).
Die Bildqualität ist völlig in Ordnung, nur in einer einzigen Szene ist mir ein kurzes Bildrauschen aufgefallen. Unklar ist mir jedoch, warum ein Bildverhältnis von 2,40:1 auf dem 16:9-Bildschirm zu ultrabreiten schwarzen Streifen oben und unten führt.
Da können auch die Specials nichts mehr retten. Wendecover gibt's übrigens keins.
Mein Fazit: Lohnt nicht!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2012 5:08 PM MEST


Ewigkeit
Ewigkeit
von Alastair Reynolds
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Düsterer Parallelwelt-Thriller, 9. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ewigkeit (Taschenbuch)
Alastair Reynolds legt hier ein in mehrfacher Hinsicht ausgezeichnetes Werk vor. Zum einen vereint der Roman auf gelungene Weise verschiedene Genres miteinander: Science Fiction, Kriminalfall und ein wenig auch Gothic Novel. Sein Schreibstil ist absolut mitreißend und lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen. Obwohl der gewiefte Leser einige Ereignisse leicht voraussehen kann (es ist ja klar, dass die Protagonisten der beiden Handlungsstränge zusammentreffen werden), bleibt beispielsweise die Aufklärung des Mordfalls lange Zeit offen, und der Ausgang der Verfolgungshatz am Ende des Buches ist keineswegs vorausschaubar.
Aber der Reihe nach. Verity Auger ist Archäologin, die im Jahr 2266 auf der vom Nanocaust (amoklaufenden Nanomaschinen) unbewohnbar gemachten Erde Relikte des frühen 21. Jahrhunderts ausgräbt. Dabei nimmt sie es mit den Sicherheitsvorschriften nicht immer ganz genau. Als der junge Sebastian bei einer Expedition in gesperrtes Gebiet ums Leben kommt, soll sie vor ein Tribunal gestellt werden. Durch die Teilnahme an einem Himmelfahrtskommando kann sie der Verhandlung entgehen: Sie stößt durch ein neu entdecktes Hypernetztor auf eine Parallelerde vor, auf der man das Jahr 1959 schreibt. Ab dem Jahr 1940 hat die Geschichte dort einen abweichenden Verlauf genommen: Der zweite Weltkrieg, und die dadurch ausgelösten Technikinnovationen, haben nicht stattgefunden. Zusammen mit dem Detektiv Wendell Floyd untersucht Auger den Mord an ihrer Kollegin Susan White, die vor ihr auf die Parallelerde geschickt worden war - und deckt Zug um Zug auf, dass die dortige Entwicklung gezielt von außen beeinflusst wird.
Reynolds nimmt sich sehr viel Zeit, die düstere Atmosphäre im Paris des Jahres 1959 aufzubauen und die Spannung langsam, aber kontinuierlich zu steigern. Die Handlung konzentriert sich zwar ausschließlich auf Auger und Floyd, aber auch die Nebenfiguren sind mit einer stimmigen, lebendigen Geschichte ausstaffiert. Und besonders beeindruckt hat mich die innere Weiterentwicklung von Verity Auger, die anfangs der Nanotechnik der Slasher (Menschen von den äußeren Planeten) skeptisch bis feindselig gegenüber steht, bis sie die vermeintlichen Gegner neu einzuschätzen lernt.
Wenn das Buch überhaupt ein Manko aufweist, dann sind es ein oder zwei Stellen, wo die "Guten" die Vorgänge auf der Gegenseite durch pures Diskutieren viel zu treffsicher erraten. Aber im Lesefieber fällt das gar nicht weiter auf.

Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung.


Die eisigen Säulen des Pluto. ( Science Fiction).
Die eisigen Säulen des Pluto. ( Science Fiction).
von Kim Stanley Robinson
  Broschiert

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmige Rätselgeschichte, 31. März 2012
Damit diese Buchbesprechung einen Sinn ergibt, muss ich weitaus mehr enthüllen als üblich - Vorsicht Spoiler!

Emma Weil ist eine Spezialistin für Lebenserhaltungssysteme. Im Jahr 2248 ist sie an Bord der "Rust Eagle" unterwegs zu einem Bergbauunternehmen im Asteroidengürtel. Doch es kommt zu einer Meuterei; die Mars-Sternenschiff-Vereinigung kapert das Raumschiff und fliegt zu einem Rendezvouz mit zwei anderen Schürfschiffen. Oleg Davydov, Wortführer der Rebellen gegen das fortschrittsfeindliche und autokratische Regime des Mars-Erschließungs-Komitees, will aus zweien der Raumschiffe ein Sternenschiff bauen, um das Sonnensystem zu verlassen. Obwohl Emma den Plan für undurchführbar hält, hilft sie freiwillig mit, die Lebenserhaltungssysteme für eine Jahrzehntelange interstellare Reise zu modifizieren. Aber sie verwehrt sich Olegs Drängen, an der Expedition teilzunehmen, und kehrt zum Mars zurück. Dort gerät sie unversehens in die Schlussphase eines Bürgerkriegs. Ihre schriftlichen Aufzeichnungen enden damit, dass die haushoch überlegenen Regierungstruppen zum Sturm auf die letzte von den Rebellen gehaltene Kuppelstadt New Houston ansetzen.

300 Jahre später stößt Hjalmar Nederland bei den ersten genehmigten Ausgrabungen in den Ruinen von New Houston auf Beweise, dass die letzten Tage des Aufstands deutlich anders verliefen, als die offizielle Geschichtsschreibung des Komitees verlauten lässt. Weitere Nachforschungen führen ihn zur Mars-Sternenschiff-Vereinigung und zu Emma Weils Aufzeichnungen. Als die erste bemannte Mission zum Pluto dort 66 monolithische Eissäulen findet, die nur von Menschenhand errichtet sein können, ist für ihn klar, dass es sich dabei um den letzten Abschiedsgruß der Davydov-Expedition handeln muss, und er setzt alles daran, dass seine Theorie gegen alle Widerstände anerkannt wird. - Leider wimmelt dieser gesamte breitgewalzte Mittelteil von ermüdenden inneren Monologen, belanglosen Rückblenden in Hjalmars Vergangenheit, und abstrakten theoretischen Auseinandersetzungen, welche die Handlung nicht im geringsten vorantreiben. Entscheidend für den Rest des Buchs ist einzig die Auffindung des Säulenrings, und den Rest hätte Robinson in fünf Sätzen zusammenfassen können. Mehr noch als das...

2610 macht sich Edmond Doya, ein Urenkel Nederlands, an die Arbeit, dessen Theorie von Grund auf zu zerpflücken. Er kommt auf die Spur von Caroline Holmes, einer Industriemagnatin, die möglicherweise die Eissäulen - "Icehenge" - als gigantischen Schwindel aufgezogen hat. Wieder klingen die Schlussfolgerungen plausibel, wie auch zuvor bei Hjalmar Nederland, so dass der Leser bald nicht mehr weiß, wem er nun Glauben schenken soll... dann kommt langsam Spannung auf, als es Doya gelingt, Holmes die Finanzierung einer wissenschaftlichen Mission zum Pluto abzuringen. Doch auf die Kernfrage, ob Holmes möglicherweise mit Emma Weil identisch ist, geht Robinson nur ganz am Rande ein, und letztlich verpufft die ganze Spannung in einem Haufen ungelöster Fragen.

Nicht alles ist derart übel. Was mir besonders gefallen hat, ist der detailliert herausgearbeitete Aspekt der menschlichen Langlebigkeit. Bei einer jahrhundertelangen Lebenserwartung reicht das menschliche Gedächtnis nicht aus, um alle Erinnerungen zu speichern. Als Behelf werden Autobiographien geführt, die der betreffende später wieder lesen kann... mit der gleichen Distanz, als würde er die Aufzeichnungen von jemand anderem lesen. Hier bekommt die Phrase vom "früheren Leben" eine völlig neue Bedeutung.

Auch das Rätsel der Eismonolithen auf dem Pluto ist ganz hervorragend aufgezogen. Schritt für Schritt enthüllen sich mathematische Gesetzmäßigkeiten und astronomische Beziehungen, die den Leser besonders im dritten Teil in den Bann ziehen, bis... dann letztlich leider nichts übrig bleibt als eine Handvoll widersprüchlicher, unbewiesener Theorien.

Letzten Endes soll der Leser wohl dazu animiert werden, sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich persönlich habe ein Problem mit solchen Büchern, in denen ich über weite Teile gefoppt und in die Irre geführt werde. Nach meinem Gesamteindruck könnte es sich um eine Kurzgeschichte aus dem Frühwerk des Autors handeln, die er später zu einem Roman aufgeblasen hat. Nur ist der Stoff dann letztlich doch zu dünn, um ein ganzes Buch zu tragen.


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