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Rezensionen verfasst von
lone rider "cash" (hendersonville)

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Tatort - Keine Tricks, Herr Bülow [Berlin] (1989)
Tatort - Keine Tricks, Herr Bülow [Berlin] (1989)
DVD ~ Heinz Drache

4.0 von 5 Sternen Bester Bülow Tatort, 4. Juni 2016
Als es Mitte der 80er darum ging einen neuen Berliner Tatort Kommissar zu kreieren kam der SFB Intendant Lothar Loewe auf die Idee
einen " Anti Schimanski" zu entwickeln und erfand quasi im Alleingang die Figur des Kommissar Bülow. Dieser trug statt Schmuddel Look elegante Maßanzüge, speiste statt an Würstchenbuden in First Class Lokalen und war kein Rüpel sondern vielmehr Gentleman alter Schule.
Als Darsteller gewann man Heinz Drache der noch ein wenig Edgar Wallace Flair in den Tatort brachte.
Allerdings hatte Loewe seinem Sender den Bülow wohl etwas aufgezwungen. Dies mochte mit dazu geführt haben dass die Drehbücher der
Bülow Tatorte durchweg schwach ausfielen.
Mit einer Ausnahme. Die vorletzte der sechs Folgen "Keine Tricks Herr Bülow " hob sich wohltuend von den anderen ab.
Dies lag nicht zuletzt daran dass hier kompetente Kräfte am Werk waren. Für das Drehbuch zeichnete Harald Vock ("Sonderdezernat K1") verantwortlich und die Regie lag in den bewährten Händen von Jürgen Roland ("Stahlnetz" "Großstadtrevier").
Hinzu kam dass man in der Konstruktion der Story Mut zum Risiko zeigte.
Gleich zu Beginn gibt es einen Banküberfall mit Geiselnahme. Doch das ist lediglich ein spektakulärer Auftakt.
Richtig los geht es erst als die Ehefrau eines wohlhabenden Gastronomen entführt wird. Hinzu kommt eine Serie von nächtlichen Sexualmorden an jungen Frauen.
Beide Fälle haben nichts miteinander zu tun - bis auf die Tatsache dass Bülow und sein Team sie lösen müssen.
Dieser Tatort ist nämlich einer der ganz wenigen der zeigt dass die Mordkommission mehrere Fälle zu klären hat und eben nicht nur Morde.
Erfreulicherweise kommen sich beide Fälle nicht in die Quere ,für beide bleibt genug Zeit und es gibt kein absinken der Spannung.
Gewiss, zu den ganz großen "Tatort" Klassikern zählt "Keine Tricks Herr Bülow" nicht.
Aber ganz gewiss zu den ebenso ungewöhnlichen wie sehenswerten.


The Revenant [Blu-ray]
The Revenant [Blu-ray]
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Preis: EUR 15,99

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oscar !, 16. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Revenant [Blu-ray] (Blu-ray)
Ehrlich gesagt kann ich die - zum Glück nur wenigen - Verrisse bei besten Willen nicht nachvollziehen.
Dieser auf realen Ereignissen beruhender Film über die Rache und vor allem das Überleben in der amerikanischen Wildnis um 1820
macht einfach alles richtig.
Mit 156 Minuten ist er weder zu lang noch zu kurz. Er ist glaubwürdig, spannend und psychologisch nachvollziehbar. Die Darsteller überzeugen und
Leonardo di Caprio gibt eine seiner besten Vorstellungen.. Der Film ist mitunter hart aber nie übermäßig brutal.,
Hinzu kommt eine sehr gute Musik sowie großartige und souverän integrierte Landschaftsaufnahmen.

Gewiss, wer laute und schnelle Action mit zahllosen Wendungen sucht ist natürlich mit einem Film der in der einsamen Wildnis spielt schlecht bedient.
Jeder andere kommt voll auf seine Kosten !
.


Pidax Film-Klassiker: Rückfälle
Pidax Film-Klassiker: Rückfälle
DVD ~ Günter Lamprecht

5.0 von 5 Sternen zeitloses Highlight, 18. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Pidax Film-Klassiker: Rückfälle (DVD)
Über diesen Film aus dem Jahre 1976 könnte man sehr viel schreiben. Zum Beispiel dass hier nicht die Ursachen der Alkoholsucht näher gezeigt werden.
Günter Lamprecht spielt hier vielmehr von Beginn an einen trockenen Alkoholiker was sich für den Film als geradezu geniale Konstellation erweist und dazu beiträgt dass wir es bei "Rückfälle" mit einem Ausnahmewerk zu tun haben.
Deshalb reichen hier zwei Superlativen völlig aus :
1. Günther Lamprecht spielt hier - trotz Franz Biberkopf - seine beste Rolle was bei einem Schauspieler wie ihm schon etwas heißen will I
2. Neben der Fallada Verfilmung "Der Trinker" ist dies der beste Film über Alkoholismus !
Außerdem müssen hier noch zwei skandalöse Fakten genannt werden :
1.Seit ca15 Jahren hat das deutsche Fernsehen keine geeigneten Rollen für Günter Lamprecht !
2. Ein anderes Film Highlight mit Günter Lamprecht nämlich "das Brot des Bäckers" (1976) wartet bis heute auf seine DVD Version!
Zum Schluss noch eine Kuriosität :Der Regiesseur dieses ebenso unerbittlichen wie unaufdringlichen Meisterwerks Peter Beauvais wurde hauptsächlich durch seine Hedwig Courths mahler Verfilmungen bekannt.
Kurz und gut: Zugreifen - auch wer noch nie mit dieser Thematik konfrontiert wurde !
Nachtrag März 2016: Ein kleiner Fortschritt sei hier noch kurz vermeldet :" Das Brot des Bäckers" wird im April endlich erscheinen.


The Great Lost Performance
The Great Lost Performance
Preis: EUR 6,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur ein super Konzert !, 25. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Great Lost Performance (Audio CD)
Warum Mercury diese CD "the great lost Performance " nennt ist nicht recht ersichtlich. Dieses Cash Konzert vom 28.7. 1990 aus Ashbury Park New Jersey ist keines dass irgendwie aus dem Rahmen fällt. Zudem stammt es aus einer Zeit in der Johnny Cash alles andere als angesagt war.
Schon damals hatte er schwere gesundheitliche Probleme - Bypass und Kiefer OP -und sein kurzes und wenig glorreiches Gastspiel für Mercury neigte sich schon wieder dem Ende zu. Von seinem Comeback und seinem großen Alterswerk ahnte noch niemand etwas.
Von alledem jedoch merkt man auf diesem Mittschnitt nichts !Johnny Cash ist stimmlich in Bestform und bringt sein Konzert souverän über die Bühne. Die Agressivität seiner frühen Gefängnis LPs oder die tiefe Abgründigkeit seiner späten American Recordings enthält diese CD zwar weniger, sie benötigt sie aber auch nicht. Sie kann durchaus als Übergang zwischen beiden angesehen werden.
Interessant ist vielleicht in wie weit sich dieses Konzert von Johnny Cashs Auftritten in Deutschland unterscheidet. Das Konzert beginnt mit zwei alten Gospel Titeln nämlich "Lifes Railway to Heaven " und "A wounderful Time up there" . Beide Songs sind mit Johnny Cash nur wenig bekannt. In Deutschland hätte ein Cash Konzert so sicher nicht beginnen können. Das gleiche gilt für das später folgende "Ragged old Flag", seinem bekanntesten patriotischen Song. Den hatte er deutschen Konzertbesuchern stets vorenthalten. Überraschenderweise enthält dieses Konzert auch "Fourty Shades of green", Johnny Cashs Liebeserklärung an Irland von 1962. Das war ansonsten eigentlich nur für Konzerte in Großbritannien und Irland gedacht.
Was jedoch fehlt ist der in Deutschland übliche Block mit Prison Songs. Aber möglicherweise enthält diese CD nicht das komplette Konzert. Bleibt die Frage warum sie erst jetzt erscheint. Die Antwort ist einfach: Mercury hatte sich auf das vermeintliche musikalische Auslaufmodell Johnny Cash nur eher halbherzig eingelassen und hatte 1990 praktisch schon das Interesse am "Man in Black" verloren. Wahrscheinlich wäre ihnen dieser Konzertmitschnitt "zu sehr Country" gewesen. Etwas besseres kann man jedoch über diese CD kaum sagen.
Einen Schwachpunkt bilden hier lediglich fehlende Infos. Man erfährt die Namen aller beteiligten Personen nicht jedoch die Zahl der Besucher.
Außerdem enthält die CD noch Johnny Cashs damals brandneuen Song "What is a Man" wo er eine gewisse Lucy Clark als( gute ) Duettpartnerin hat. Wer das aber eigentlich ist bleibt völlig offen.
Gerade die Tatsache dass dieses Konzert nicht aus Johnny Cash großer Zeit stammt macht diese CD zu einem sehr lohnenden Kauf - nicht nur für Cash Fans !


Jeder stirbt für sich allein (Alone in Berlin: Every Man Dies Alone) - Filmjuwelen
Jeder stirbt für sich allein (Alone in Berlin: Every Man Dies Alone) - Filmjuwelen
DVD ~ Hildegard Knef
Preis: EUR 12,49

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herausforderung für einen Routinier, 13. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu den erfolgreichsten und erfreulichsten literarischen Wiederentdeckungen der Gegenwart gehört fraglos auch "Jeder stirbt fü'r sich allein ", der letzte Roman von Hans Fallada aus dem Jahre 1946. Unter dem Titel "Alone in Berlin" wurde es vor einigen Jahren erst im Ausland und dann auch hierzulande ein groߟer und sensationeller Erfolg.
Basierend auf tatsächlichen Ereignissen und nach intensiver Studie von Gestapo Akten erzählt hier Fallada von dem älteren und etwas schnodderigen Arbeiter Otto Quangel und seiner Frau Anna.
Beide haben sich bislang als eine Art widerwillige Mitläufer mit dem NS Regime arrangiert. Als jedoch ihr einziger Sohn 1940 in Frankreich fällt ändert sich dies grundlegend. Ihrem Zorn und ihrer Bitterkeit über das Regime machen sie nun in anonymen Postkarten die sie überall in Berlin verteilen Luft Dass sie damit ihr Leben aufs Spiel setzen nehmen sie wie selbstverständlich in Kauf.
Der neue Erfolg des Romans führte nun endlich auch zur DVD Erstveröffentlichung der Verfilmung von 1975. Obwohl ihr damals zumindest ein Achtungserfolg beschieden war geriet auch sie halb in Vergessenheit. Dass sie nicht zu einem groߟen Wurf wurde lag insbesondere daran dass damals kein wirklich geeigneter Regisseur zur Verfügung stand. Altmeister Wolfgang Staudte der 1981 Falladas "Der eiserne Gustav" gekonnt verfilmte war leider verhindert.
Die Wahl fiel somit auf Alfred Vohrer der sicher über ein gewisses Ansehen verfügte bis dahin jedoch nur in der Konfektion zu Hause war. Ob Edgar Wallace Thriller oder Karl May Western, ob Simmel Melodram, "Derrick" oder "Schwarzwald Klinik" - sie alle lagen Alfred Vohrer.
Mit der Aufgabe Falladas Meisterwerk adäquat umzusetzen war er jedoch überfordert. Der Substanz und Abgründigkeit des Romans wird er nicht gerecht, zu viele Details fallen durch den Rost. .
Dies gilt besonders für den eigentlichen Kern nämlich die illegale Arbeit der Quangels aus der Fallada viel Tiefe und Spannung bezieht. Vohrer hingegen lässt diese Möglichkeit weitgehend ungenutzt. Der Zuschauer erfährt vielmehr das meiste aus "Gesprächen" zwischen Kripo und Gestapo was den Film eher dialoglastig als spannend macht.
Allerdings ist der häufige Vorwurf Vohrer habe Fallada entstellt übertrieben. Denn sehenswert ist der Film gleichwohl doch.
Das ist besonders der bis in die kleinsten Rollen gelungenen Besetzung zu verdanken. Dies gilt vor allem für Hildegard Knef und Carl Raddatz. Sie spielen nicht Anna und Otto Quangel - sie sind es! Vohrer hätte sie durchaus mehr in den Mittelpunkt stellen können. Auch hält der Film sich in Grundzügen durchaus an den Roman. Eine nennenswerte Änderung gibt es nur zum Schluss was dem Film jedoch nicht weiter schadet.
Ein groߟer Wurf ist der Film also nicht. Aber er liefert immerhin gutes filmisches Handwerk . Wer den Roman noch nicht kennt den dürfte der Film darauf neugierig gemacht haben.

Stichwort dialoglastig :. Wer sich für Synchronisation interessiert sei auf diesen Film speziell hingewiesen. In kaum einem Film sind nämlich so viele namhafte Synchronsprecher nicht nur zu hören sondern eben auch zu sehen. Das beginnt bei Carl Raddatz und reicht weiter Ã'ber Beate Hasenau, Martin Hirthe, Heinz Reincke, Jacques Breuer, Hans Korte, Peter Matic, Klaus Miedel, Friedrich Georg Beckhaus, Wilhelm Borchert bis zu Arnold Marquis.


Toner für Samsung ML 1660 Schwarz - 1.500 Seiten, kompatibel zu MLT-D1042
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Wird angeboten von Tintendienst - Druckerverbrauchsmaterial
Preis: EUR 24,90

1.0 von 5 Sternen Finger weg,, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
falls dieser Toner für einen ML 1660 benutzt werden soll. Er passt nicht ! Lieber gleich einen neuen preisgünstigen Drucker
kaufen.


Der große Gatsby
Der große Gatsby
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Preis: EUR 5,00

15 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das war nichts Mr. Luhrmann !, 19. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Aufstieg und Fall eines Millionärs und Lebemanns der "Roaring Twenties" aus der Sicht seines besten Freundes - so ähnlich liese sich grob der Inhalt des "großen Gatsby" zusammenfassen. Das spricht noch nicht gegen den Roman von Scott Fitzgerald und diese zweite Verfilmung.. Im Gegenteil. Gerade die besten Filme beruhen bekanntlich häufig auf sehr einfachen Geschichten. Natürlich ist es dann nötig einiges an Psychologie, Dramaturgie und nicht zuletzt an Atmosphäre und Authentizität zu bieten. Besonders wenn es darum geht einen der berühmtesten Romane über die 1920er zu verfilmen.
Baz Luhrmann gibt auch tatsächlich vor die "wilden Zwanziger" nachzubilden. Das gilt für die Autos, die Möbel, die Frisuren oder die Architektur - kurz für Äußerlichkeiten. Wofür hat man einen spendablen Produzenten ? Aber Atmosphäre oder Authentizität hat Luhrmann offensichtlich bei all dem Aufwand vergessen - oder es hat ihn nicht interessiert. Wie sonst ist es zu erklären dass ein Film äußerlich behauptet in den 20er zu spielen und dann den Zuschauer mit der flachsten Popmusik der Gegenwart zudeckt ?
Mit diesem stümperhaften Spagat glaubte Luhrman offensichtlich den Massengeschmack ebenso zu erreichen wie die Anhänger des Romans.
Als Luhrmann vor ca 15 Jahren "Romeo und Julia" ebenfalls mit Leonardo di Caprio verfilmte konfrontierte er Shakespeares Originaltext mit der damaligen MTV Ästhetik. Das war nicht jedermanns Sache. Aber es war neu, provokant und konsequent.
"Der große Gatsby" ist leider nur eine seichte Augenauswischerei. Da kann auch die Tatsache dass Leonardo di Caprio und Tobey Maguire wie immer überzeugen nichts mehr helfen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2014 6:38 PM MEST


Zulu
Zulu
DVD ~ Orlando Bloom
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast gelungen, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Zulu (DVD)
Zumindest Mainstream Filme die sich mit dem heutigen Südafrika befassen sind nach wie vor eine Seltenheit. Das liegt schlicht daran dass das Trauma Apartheid in Südafrika bis heute nur sehr oberflächlich aufgearbeitet wurde und so einen Filmemacher fast dazu verdammt dieses dunkle Kapitel zumindest mit aufzuarbeiten.
Der gerade gestartet Film "Zulu" macht dies besonders deutlich. Hauptpersonen sind hier ein schwarzer Cop (Forrest Whitaker) und sein weißer Kollege (Orlando Bloom) die besonders brutale Morde an einer jungen Frau und wenigstens einem Kind aufzuklären haben. Doch schon bald wächst ihnen der Fall auf eine geradezu abgründige Weise über den Kopf. Es zeigt sich nämlich dass die tieferen Hintergründe der Morde im unterschwellig weiter existierenden Apartheid Regime liegen.
Meine Vorrezensenten haben hierzu schon das Wichtigste geschrieben. Erwähnt sei noch dass die Morde das Werk einer Drogenmafia sind die an schwarzen Straßenkids eine Droge testen die Agressivität, ja geradezu Mordlust unter den Testpersonen hervorrufen soll.Die gleiche Mafia hatte Jahre zuvor im Auftrag des alten Regimes Drogen entwickelt die den Fortpflanzungstrieb der schwarzen Bevölkerung herabsenken sollte.
Als die beiden Cops und einige Mithelfer - ihr schon im Apartheidregime wirkender Chef gehört nicht dazu - der Mafia auf die Pelle rücken merken sie frühzeitig dass sie es mit eine zu tun haben für die ein Menschenleben nichts gilt - schon gar nicht dass eines Polizisten oder auch seiner Angehörigen.
Hier nun liegt der einzige Schwachpunkt des Films.Der Kopf jener Mafia kommt im Film kaum vor, bleibt profillos. Was ihn antreibt, wie er es schaffte im Untergrund weiter zu wirken und sich seine Privatarmee derart gefügig zu halten bleibt weitgehend offen, die politische Thematik die sich hier aufdrängt kommt so etwas zu kurz. Hitchcoks Credo "Je gelungener - oder auch plastischer - der Schurke umso gelungener der Film" findet hier leider keine Anwendung.
Ansonsten jedoch überzeugt der Film mit einer ebenso brisanten wie brillianten Konstruktion, geschickter Dramaturgie und Authentizität. Gelobt werden müssen auch die Darsteller. Dass Forrest Whitaker als schwarzer Cop der im Laufe des Falles seine Illusion von der Versöhnung der Hautfarben verliert voll überzeugen würde war sicher zu erwarten.
Eine Überraschung bietet jedoch Orlando Bloom. Sein Cop dessen verstorbener Vater einst dem Regime diente ist zwar ein begabter Polizist aber labil, beziehungsunfähig und schwer depressiv. Orlando Bloom gelingt es tatsächlich in dieser Rolle so sehr zu überzeugen dass ihn mancher seiner weiblichen Fans kaum wieder erkannt haben dürfte.
"Zulu" ist kurz gesagt ein nicht nur sehenswerter sondern auch wichtiger Film der mit etwas mehr Konsequenz die Höchstwertung hatte erreichen können. Aber für 4 Sterne reicht es allemal. .


Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
DVD ~ Tom Cruise
Preis: EUR 6,90

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überzeugend trotz mängeln, 24. Februar 2014
Stauffenbergs gescheitertes Attentat auf Hitler und der deswegen in Ansätzen steckengebliebene Putschversuch gegen das NS Regime vom 20.7.44 war seit 1955 Thema von insgesamt 7 Kino und TV Produktionen. Trotzdem war die Aktion von Stauffenberg und seinen Mitverschwörern entweder aus sehr verschiedenen Gründen umstritten oder blieb - besonders im Ausland - unbekannt wie praktisch der gesamte deutsche Widerstand. Davon kann heute nach dieser achten Verfilmung -was immer man gegen sie sagen kann - kaum noch die Rede sein. Diese Hollywood Bearbeitung wendet sich ja nicht nur an die Deutschen sondern praktisch an die Welt.
Schließlich wurde Stauffenberg nun von Tom Cruise gespielt was fraglos sehr viele überraschte, allerdings oft nicht gerade positiv. Die häufige Behauptung Cruise sei wegen seiner Mitgliedschaft zu Scientologie als Stauffenberg ungeeignet ist jedoch um es gleich zu sagen Unsinn. Das eine hat mit dem anderen - ob es uns gefällt oder nicht - nichts zu tun. Tom Cruise erweist sich vielmehr als Glücksfall für diese Rolle. Zum einen aus rein kommerziellen Gründen. Zum anderen weil er dem historischen Stauffenberg tatsächlich verblüffend ähnlich ist, und dies nicht nur äußerlich. In seiner Darstellung wird z. B. auch Stauffenbergs Entschlossenheit dieses eigentlich aussichtslose Unternehmen anzugehen ebenso deutlich wie dessen Fähigkeit unsichere Kantonisten dafür zu begeistern. Man kann dem Film vorwerfen Cruise bzw.Stauffenberg etwas zu sehr in den Vordergrund gerückt zu haben. Immerhin jedoch zeigt der Film auch das vorhergehende Attentat von Henning von Tresckow- im Gegensatz zu fast allen anderen Stauffenberg Filmen. Vorhalten kann man dem Film auch dass die auch die meisten deutschen Offiziere von Darstellern aus dem englischen Sprachraum gespielt werden was übrigens auch Quentin Tarentino in einem "Stern" Interview kritisierte. Gleichwohl ist die Besetzung mit Bill Nighby als General Olbricht, Kenneth Branagh als General von Treskow und Tom Wilkinson als Generaloberst Fromm durchweg gelungen. Das gilt aber auch für Christian Berkel und den bereits Hollywood erfahrenen Thomas Kretschmann.
Inhaltlich erweist sich die Geschichte des 20.7. auch im achten Aufguss als derartig spannend und reich an Details dass auch diese Hollywoodversion dank ihrer professionellen Machart keineswegs langweilig ausfällt. Natürlich weicht sie wie letztlich jeder Spielfilm von den wahren Tatsachen bisweilen ab. Das betrifft größtenteils jedoch nur kleinere Details. Drei Ausnahmen müssen hier jedoch genannt werden : So ist die Szene in der sich Fromm und Stauffenberg auf dem "Berghof" von Hitler im Beisein von Göring, Goebbels und Co den Walküreplan unterzeichnen lassen mit Sicherheit erfunden. Dieser Plan war ein Werk Treskows und längst "in Kraft" als Stauffenberg zu den Verschwörern sties. Diese Szene hat jedoch ihren Sinn da sie die Isoliertheit der Verschwörer geschickt symbolisiert. Zwei andere Abweichungen sind jedoch überflüssig und eher albern. Zum einen die Szene in der Stauffenberg seinem Vorgesetzten Fromm den Hitlergruß entbieten muss. Der wurde in der Wehrmacht erst nach dem 20.7.44 eingeführt. Auch die andere eigentümliche Abweichung betrifft Generaloberst Fromm. In seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Ersatzheeres weigerte er sich bekanntlich am 20.7 den Putsch gegen Hitler zu unterstützen woraufhin ihn die Verschwörer festnahmen. Laut Film nahm daraufhin der vier Ränge unter ihm stehende Mitverschwörer General Olbricht nun seinen Platz ein! In Wahrheit hatte sich für diesen Fall schon Generaloberst a.d.Erich Hoepner bereitgehalten und Fromm ersetzt.
Aber auch diese Abweichungen sind keine besondere Schwäche des Films.
Dies ist vielmehr die Tatsache dass die Regie es versäumt hat Stauffenbergs Wandel vom Hitleranhänger - der er fraglos lange war - zum Hitlerfeind zu benennen und dies durch Tom Cruise darstellen zu lassen. In Filmen wie "Eine Frage der Ehre" , " Rain Man" oder "Geboren am 4. Juli" hatte er schließlich bewiesen dass er Personen die hinzulernen müssen um reifen zu können sehr wohl verkörpern kann. In dem sonst eher enttäuschenden TV Film "Stauffenberg" mit Sebastian Koch kommt dieser Aspekt ja durchaus vor. So fällt hier Stauffenberg schon ein Stück zu heroisch aus.
Trotz dieser vertanen Chance ist "Operation Walküre" ein wichtiger Film geworden der zudem sicher auch bewirkt hat dass die Ereignisse vom 20.7.1944 in der Berliner Bendlerstraße und in der ostpreußischen "Wolfsschanze" heute kein Spezialwissen mehr sind.
P.S.: Tom Cruise spielt hier zum ersten und bislang einzigen Mal keinen Amerikaner!


Troja (Director's Cut, 2 DVDs)
Troja (Director's Cut, 2 DVDs)
DVD ~ Brad Pitt

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Petersens Inkonsequenz, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Troja (Director's Cut, 2 DVDs) (DVD)
Die Belagerung, Eroberung und Zerstörung Trojas durch die Griechen und deren Verbündete liegt circa 3000 Jahre zurück . Dank der "Ilias" von Homer ist sie bis heute geläufig. Praktisch jeder weiß durch welchen Trick die Griechen schließlich zum Ziel kamen. Trotzdem - oder gerade deswegen - umging Hollywood dieses Thema konsequent.
Die einzige Ausnahme bildete "Der Untergang von Troja" den Robert Wise 1955 drehte. Dieser war jedoch - verglichen mit anderen Filme dieses Genres eine Low Budget Produktion die bald in Vergessenheit geriet.
Das ist von Petersens Version kaum zu erwarten. Hier wurden keine Mühen und vor allem keine Kosten gescheut damit ein klassischer Hollywood Blockbuster entstehen konnte. Tatsächlich vermag der Film visuell durch seine Ausstattung und noch mehr durch seine Schlachtenbilder ebenso zu überzeugen wie durch seine Actionszenen. Wichtig ist hierbei jedoch dass diese Szenen bei allem aufwand kein Selbstzweck sind. Sie sind vielmehr - zumindest im Directors Cut -wichtiger Bestandteil einer sorgfältig und professionell konstruierten Handlung.
Natürlich hatte Wolfgang Petersen nie vor die "Ilias" zu verfilmen. Sein Film ist Popcornkino und das wendet sich nun mal nicht an Historiker und Fans von Homer. Deshalb sind die zahlreichen und hier schon vielfach genannten Abweichungen des Films von der überlieferten Wahrheit kein großer Nachteil weil sie der Spannung des Films nicht schaden.
Die Tatsache z. B. dass die Götter hier nur deshalb erwähnt werden weil die Trojaner sich fatalerweise zu sehr auf sie verlassen ist vielleicht sogar ein Vorzug. Ein Nachteil dagegen ist die Tatsache dass der Krieg um Troja hier nur 10 Tage statt wie in Wahrheit 10 Jahre zu dauern scheint. Dadurch wird nämlich der angebliche Rückzug der Griechen samt ihrer Aschiedsgabe - dem hölzernen Pferd mit "Innenleben" - von vorne herein wenig glaubhaft.
Die Besetzung des Films ist wie nicht anders zu erwarten war durch die Bank prominent und größtenteils auch durchaus passend. Das gilt besonders für Eric Bana als Trojas Kronprinz und Oberbefehlshaber Hector. Aber auch Orlando Bloom ist hier keine Fehlbesetzung sondern passt durchaus auf den Paris wie er hier konzipiert wurde. Diane Krüger ist freilich tatsächlich mit dem Part der schönen Helena überfordert, von Peter O Toole als König von Troja und Brad Pitt als Achilles lässt sich dafür eher das Gegenteil behaupten.
Damit sind wir an zum wesentlichsten Schwachpunkt des Films gekommen. Er ist nämlich kurz gesagt zu glatt ausgefallen. Enttäuschender weise bemüht sich Petersen hier ganz anders als etwa in seinen früheren Filmen kaum um die psychologische Glaubwürdigkeit seiner Personen, ihre eigentlichen Motive werden stets nur behauptet statt plausibel gemacht. Achilles etwa der berühmteste und fast unverwundbare griechische Krieger nimmt trotz seiner Abneigung gegen Griechenlands König Agammenon mit seinen Männern am Krieg gegen Troja teil. Warum? Weil er überzeugt ist nur so zu Ruhm und Unsterblichkeit zu gelangen n. Dies lässt der Regiesseur des "Boot" tatsächlich allen Ernstes gänzlich unreflektiert!
Zudem bleiben auch viele Dialoge so vordergründig dass man manchmal glaubt das Schreibpapier rascheln zu hören.
Viel gravierender ist jedoch dass Petersen in einer Schlüsselszene des Films offenbar der Mut verlässt. Es geht auch da um Achiless. Der ist aus verschiedenen Gründen der langen Belagerung Trojas überdrüssig geworden und beschließt die Rückkehr kurz bevor die Trojaner einen Angriff auf das Lager der Griechen planen. Nun ist Achilles von seinem jungen Vetter und Schüler Pathroklos nach Troja begleitet worden damit dieser dort lernen kann. Eine Teilnahme an den Kämpfen hat ihm Achilles jedoch verboten.
Pathroklos hält sich jedoch aus Neugier und Selbstüberschätzung nicht daran. Eine Abwesenheit von Achilles nutzt er vielmehr um in dessen Rüstung in den Kampf einzugreifen. Sehr schnell wird er von Hector - der glaubt es mit dem berühmten Achilles zu tun zu haben - im Zweikampf getötet.
Achilles erfüllt diese Nachricht mit einem schier unmenschlichen Schmerz und mit ebenso großen Hass auf den "Mörder" Hector. Er zieht vor das Tor Trojas und ruft nun Hector pausenlos zum Duell. Er tut dies so laut dass es tatsächlich in der ganzen Stadt gehört werden kann. Es kommt zum Kampf,Hector hat keine Chance, er wird getötet und Troja verliert damit praktisch seinen Kopf. Der Rest ist bekannt.
Um es klar zu sagen: Der Schmerz und der Hass von Achilles sind in der großen Schärfe als Motiv für seine weitere Teilnahme am Krieg vielleicht nötig gewesen. Aber sie waren vor allem in diesem Maße völlig unglaubwürdig! Es sei denn Pathroklos war nicht nur Achilles Vetter und Schüler sondern auch sein Geliebter !.
Doch dem Regiesseur der einst mit der "Konsequenz" wesentlich zur Enttabuisierung des Themas Homosexualität beitrug verließ hier eben die - Konsequenz. Statt dessen wird hier nach Kräften weiter das Bild von Brad Pitt als Womanizer gepflegt. Oliver Stone und Colin Farrell hatten mehr Courage als sie zur gleichen Zeit Alexander den Großen in "Alexander" ausführlich als bisexuell portraitierten - obwohl dies in ihrem Film weniger nötig war.
"Troja" ist ein spannender und unterhaltsamer Film. Aber er verpasst so völlig unnötigerweise den Status eines Werkes wie etwa "Gladiator".


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