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Beiträge von Ben M
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Rezensionen verfasst von
Ben M (Frankfurt)

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A Little Life
A Little Life
von Hanya Yanagihara
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alle paar hundert Seiten ging ein Stern verloren …, 21. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Little Life (Taschenbuch)
Vielleicht mache ich mir Feinde mit meiner kritischen Rezension, vielleicht wird mir vorgeworfen, ich hätte das Buch gar nicht verstanden oder ich sei ein gefühlskaltes Schwein. Aber nachdem ich (nicht nur auf Amazon) so viel überschwänglich Positives über den Roman gelesen habe und ihn nach ein paar Wochen mit einem fahlen Gefühl beendet habe, fühle ich mich dennoch gedrängt, mich zu Wort zu melden.

Zunächst einmal: Die ersten zweihundert Seiten habe ich als durchaus packend empfunden. Die viel versprechende Prämisse von vier Freunden, von denen jeder auf seine Art interessant wirkt, wird begleitet von einer durchaus gepflegten, eloquenten Wortwahl. Ein paar Passagen wirken etwas langatmig, aber das war für mich ein kleiner Abstrich. Es wird relativ schnell klar, dass einer der vier, Jude, in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, auch das hat mich keineswegs gestört. Aber irgendetwas geschieht im Laufe des Romans, und ich weiß immer noch nicht, ob genau das die Intention der Autorin ist oder es mir an Empathie mangelt.

Wir werden mit einer sehr schwierigen Geschichte konfrontiert. Ich will nicht viel spoilern, aber die Grausamkeiten, die sich langsam entfalten, lassen den Leser kaum ruhen, zumal da die Gewissheit ist: Sowas geschieht wirklich auf der Welt. Vermutlich fast direkt vor unseren Augen. Die Opfer sind ihr Leben geschädigt und es gibt kaum ein Entrinnen.

Das Problem? Irgendwann kommt der Punkt, da verliert das Ganze eben doch an Glaubwürdigkeit. Irgendwann kommt der Punkt, da denkt man: Jetzt ist er dieser und dieser und dieser Misere entkommen und jetzt passiert das hier auch noch? Wirklich? Noch viel, viel, viel schimmer: Irgendwann kommt der Punkt, da lässt einen die Grausamkeit kalt. Da fängt Jude an zu nerven. Da erwischt man sich, dass man ihm gedanklich zuruft: Junge, jetzt reiß dich doch einfach mal zusammen. Da fragt man sich: Was finden seine Freunde überhaupt an ihm? Wie um alles in der Welt kann sich über Jahrzehnte eine so krasse Freundschaft entwickeln, wenn einer nahezu nichts von sich preisgibt? Dieser kontinuierliche Selbsthass, dem man ausgesetzt wird, verbunden mit der 1000. Wiederholung von "I'm sorry!" (man sollte ernsthaft mal nachzählen, wie oft das gesagt wird), ermüdet und schlaucht.

Dazu kommen weitere Probleme: Jude bleibt leider eine viel zu eindimensionale Figur. Man kennt eigentlich nur den sich selbst verachtenden Jude, der aber auf der anderen Seite ein brillanter Anwalt sein soll – aber man lernt nie den Anwalt kennen. Das ist alles Randgeschehen. Fast alle Figuren, die ihn umringen, könnte man auch mit X und Y betiteln, so unwichtig erscheinen sie. Hinzu kommt, dass zwei der vier Freunde sehr schnell aus dem Buch wieder verschwinden und nur ab und zu erwähnt werden. Wozu sie anfangs überhaupt beschreiben? Und der eine (SPOILER), der bleibt, und der sich mehrere Jahrzehnte als heterosexuell identifiziert und dann aber plötzlich seine Liebe zu seinem besten Freund bekennt, obwohl er quasi nichts über ihn weiß? Und der selbst nachdem sich das Leben seines Freundes nach und nach entfaltet nicht von selbst checkt, dass dieser Sex unausstehlich findet? Das soll ich als Leser wirklich glauben? Entschuldigt diesen unglaublich sexistischen Vorwurf, aber so ein Hirngespinst kann nur aus der Feder einer Frau stammen.

Das Ganze zieht sich über ein paar Jahrzehnte, was sich aber nicht so anfühlt, weil es eigentlich keine Zeit gibt in dem Geschehen. Es gibt keine gesellschaftlichen, keine politischen Entwicklungen. Es wirkt so, als fange das alles zur heutigen Zeit an und bleibe auch in der heutigen Zeit, obwohl zum Schluss dreißig Jahre vergangen sind. Mag sein, dass auch das ein Effekt ist, den die Autorin wollte, aber ich finde ihn befremdlich, weil die Entwicklung jedes Menschen auch von den äußeren Einflüssen abhängt, und das fehlt hier völlig. 750 Seiten lang Judes Selbsthass und wie ihn alle seine Mitmenschen trotz allem heiß und innig lieben. Ja, natürlich ist das eine schöne Vorstellung, dass es eine solch bedingungslose Freundschaft gibt, aber wie soll ich mich denn freuen, wenn ich irgendwann nur noch genervt bin? Gerade die letzten 200 Seiten konnte ich nur noch schwer durchackern. Das Ende ist abzusehen, und es gibt derart viele Wiederholungen, dass man nur noch querliest.

"The new great Gay novel" hab ich irgendwo gelesen. Nee sorry. Es gibt nur zwei Figuren, die man überhaupt als homosexuell bezeichnen könnte. JB verschwindet in der Unwichtigkeit, Caleb ist ein gewalttätiger Sadist. Alles andere ist wischiwaschi. Auch hier könnte man sagen: Wie schön, dass sich jemand einfach in einen anderen Menschen verliebt und das Geschlecht im Grunde keine Rolle spielt, aber dann muss ich es wenigstens nachvollziehen können. Das funktioniert vor allem im Falle von Willem bei mir überhaupt nicht.

Einen Stern für den schönen Stil, einen Stern für die gelungene Idee. Aber empfehlen kann ich den Roman nur Lesern mit starkem Hang zum Masochismus.


X-Men Apocalypse [3D Blu-ray]
X-Men Apocalypse [3D Blu-ray]
DVD ~ Sophie Turner
Preis: EUR 27,99

25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur mittelprächtig, 28. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: X-Men Apocalypse [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Ich war etwas enttäuscht, als ich nach Filmstart überwiegend negative Rezensionen über den neuen X-Men las und versuchte, meine Erwartungen weitestgehend herunterzuschrauben – was mir schwer fiel, da ich die beiden Vorgänger herausragend fand. Letzten Endes war ich dann positiv überrascht, dass ich ihn doch ziemlich unterhaltsam fand, aber einmal abgesehen von den bombastischen Effekten und der visuellen Brillanz fehlt ein Aspekt, den "First Class" und "Days of Future Past" meiner Meinung nach exzellent bewältigten: eine gewisse Tiefe der Figuren.

Psylocke? Angel? Nightcrawler? Storm? Quicksilver? Okay, ganz coole Superkräfte. Aber was machen die eigentlich in dem Film und wer interessiert sich für die? Storm war schon damals in den ersten beiden X-Men-Filmen von Singer eine derart blasse Figur, die außer ihren Kräften keine bedeutungstragende Rolle hatte, und ein großer Makel des dritten Filmes war, dass Halle Berry wegen ihrer Popularität auf mehr Screeningzeit bestand, obwohl Storm für die eigentliche Geschichte völlig unbedeutend war. In Apocalypse hätte man das wettmachen und ihr eine interessante Geschichte verpassen können, aber die Taschendieb-Mystiquefan-Story wird zu schnell abgehakt und hat insgesamt zu wenig Bedeutung – bei vielen anderen Figuren fehlt sogar das kleine Bisschen an Hintergrundstory, das sie überhaupt zu einem Charakter macht und nicht lediglich zu einer farbenfrohen Comicfigur; immerhin sorgt Nightcrawler in dem sonst erschütternd humorlosen Film für ein paar Gags und Quicksilvers Highspeed-Sequenzen bestechen visuell, aber weil wir sie schon im Vorgänger gesehen haben, fehlt der gleiche Zuschauer-Effekt. Seine Hintergrundgeschichte ist übrigens meiner Meinung nach zu gewollt – klar entspricht sie den Comics, aber was tut sie im Film denn wirklich zur Sache? Wenn sie im nächsten Film eine Rolle spielen soll, fehlt es hier leider gehörig an den notwendigen Emotionen, die mich als Zuschauer packen sollen.

Wirkliches Potenzial hätte der Film gehabt, wenn er sich weiterhin aus die drei wichtigen Figuren der ersten beiden konzentriert hätte, also Charles Xavier, Magneto und Mystique. James McAvoy, Michael Fassbender und Jennifer Lawrence spielen gewohnt solide und gerade Magnetos Figur gibt dem Film zumindest ein bisschen Handlung fernab von den Popcornkino-Effekten. Alternativ hätte man sich Jean und Cyclops vorknüpfen und mit einer richtig interessanten Geschichte versehen können, aber auch die beiden gehen in dem Wirrwarr aus tausend Figuren unter.

Den größten Schwachpunkt bildet meiner Meinung nach der Bösewicht – das ist selbstverständlich total subjektiv, aber mich nerven diese belanglosen "Ich bin gottgleich und vernichte einfach alle Menschen"-Supervillains, deren Bösartigkeit nicht richtig nachzuvollziehen ist, ähnlich bei "Thor 2" und auch bei "Guardians of the Galaxy". Natürlich ist es für den Zuschauer ein aufregendes Spektakel, wenn viel zerstört wird und sich Gut und Böse in möglichst farbenfrohen Lichtsäulen bis aufs Äußerste bekämpfen. Aber selbst wenn die Menschheit auf dem Spiel steht, ist eine Bedrohung immer beängstigender, wenn man eine persönliche Komponente spürt (nicht umsonst ist im MCU Loki so beliebt), und die fehlt hier einfach. Was schade ist, zumal die Einführung von Apocalypse in der Anfangssequenz wirklich hervorragend gelungen ist.

Ich vergebe trotzdem drei Sterne, weil der Film kurzweilig genug ist; eigentlich hat die zum einen überladende, zum anderen völlig unausgegorene Story nicht mehr als zwei verdient – dann hätte sich Apocalypse lieber vier namenlose Monster als horsemen erschaffen sollen (auch wenn das nicht comicgetreu gewesen wäre) und man hätte sich einer Vielzahl überflüssiger Figuren entledigen können. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Trotzdem ein paar wirklich coole und sehr gelungene Szenen und auch ein paar Wendungen, die ich jetzt nicht spoilern werde, aber insgesamt für einen derart langen Film doch eine sehr fade Geschichte mit einem austauschbaren Bösewicht und viel viel viiiiiiiiiiiieeeeeeeeeel zu vielen Figuren.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 15, 2016 5:04 PM MEST


Kein Titel verfügbar

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Shaun Ts bislang bester Geniestreich, 3. Februar 2015
Nachdem mich "Insanity" völlig in den Bann gezogen hat, ich von "Insanity: Asylum" allerdings nicht vollends überzeugt war, muss ich sagen, dass mir "Focus T25" von Shaun Ts Workouts bislang am Besten gefällt. Das Fitnessprogramm gliedert sich in zwei Phasen (Alpha und Beta, man kann sich auch Gamma dazukaufen). In den ersten Wochen trainiert man ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht, in der zweiten und dritten Phase kommen Gewichte dazu (etwas, was ich bei Insanity etwas vermisst hab). Es ist recht abwechslungsreich von reinen Cardio-Workouts bis zu Oberkörpermuskelaufbau, der es in sich hat.

Was mir besonders gefallen hat: T25 ist anstrengend und man kommt an seine Grenzen, aber im Gegensatz zu Insanity, wo es kaum möglich ist, auch nur ein Workout von vorne bis hinten durchzuhalten, ist dies bei T25 durchaus machbar, und man kommt trotzdem gehörig ins Schwitzen. Außerdem gehen die Übungen bei weitem nicht so auf Knie und Rücken – und wem das Ganze dennoch zu viel ist, der kann auf den "Modifier" ausüben: Eine von Shauns Kolleginnen führt die Übungen mit weniger Kraftaufwand und leichterer Form aus. Gerade für Anfänger perfekt.

Natürlich muss man auch irgendwie der Typ für solche Workoutserien sein – klar wiederholen sich die Videos, und man trainiert eben bequem daheim. Teuer ist das Ganze auch – aber verglichen damit, was man fürs Fitnessstudio zahlt, rentiert sich's doch ziemlich schnell. Und nachdem ich mit T25 fertig war, habe ich dann munter mein eigenes Programm zusammengestellt, bunt gemischt mit Insanity und Asylum. So bin ich zufrieden mit mir und bin außerdem fitter denn je. (Wer's noch mal so richtig wissen will: Gibt seit Dezember '14 Insanity: Max 30, Shauns neues Programm, haut wieder tierisch rein.)

Also wer gern von daheim aus trainiert und sich nicht zu blöd ist, vor dem Fernseher herumzuhampeln, ist hier bestens bedient. Für eine reine Gewichtsabnahme reicht der Sport natürlich nicht, sondern eine Ernährungsumstellung ist ebenfalls gefragt. Gibt sogar Rezeptideen anbei, muss allerdings sagen, dass mir die immer ziemlich aufwändig sind. Wer sich aber mit Ernährung beschäftigt, findet da sicher gut seinen Mittelweg.

Ich bleib Shaun-T-Fan, find den Typen auch einfach total sympathisch und er geht mir nie auf den Senkel wie manch andere Fitness-Gurus in ihren Videos. Hab mir T25 nach Erscheinung im Sommer '13 geholt und mach die Workouts auch nach über anderthalb Jahren immer noch gern.


Next To Normal - Deutsche Originalaufnahme Live (Fast Normal)
Next To Normal - Deutsche Originalaufnahme Live (Fast Normal)
Preis: EUR 21,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste, was der deutschsprachige Musicalmarkt derzeit zu bieten hat, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich im Herbst 2011 die pulitzergekrönte Broadway-Perle „Next to Normal“ entdeckte, war ich bewegt, erschüttert und erbaut. Selten hatte mich ein Musical von der Story her derart gepackt. Allerdings hatte ich wenig Hoffnung, das Stück hierzulande einmal zu sehen – wie ich schon bei meiner Rezension der Originalfassung vermerkte (Next to Normal - Original Broadway Cast Recording), hielt ich es für unwahrscheinlich, dass ein Publikum, das hauptsächlich auf pompöse Inszenierungen von Andrew Lloyd Webber, Kunze/Levay und Disney steht, einem heiklen Thema in eher abgespeckter Aufmachung eine Chance gibt. Und selbst nachdem ich letztes Jahr mein Glück kaum fassen konnte, dass N2N tatsächlich übersetzt und in Fürth aufgeführt wird, hätte ich nie geglaubt, dass es sich zu einem solchen Hit entwickeln könnte. Ich habe den Anspruch des deutschen Publikums auf ganzer Linie unterschätzt.

Natürlich machte Fürth mit einem Star-Ensemble alles richtig, und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Gage bei einer eher kleinen Produktion so hoch gewesen sein kann, was mir wiederum zeigt, für wie wichtig die Beteiligten die Thematik hielten und großen Spaß an den vielschichtigen Rollen hatten. Das perfektionierte ein geniales Skript und fantastische Lieder.

Nun liegt die deutsche Gesamtaufnahme vor, zusammengeschnitten aus den Aufführungen in Fürth. Sound ist brillant, Texte klar zu verstehen, Band und Gesang immer in gutem Lautstärke-Verhältnis, das Publikum nervt (wie bei anderen Live-Aufnahmen) nicht. Da die Aufnahme für mich viele Erinnerungen an den Besuch in Fürth weckt, fällt es mir schwer, die Aufnahme von der Inszenierung zu lösen und nun rein die Musik zu beurteilen, und mich würde auch interessieren, wie jemandem, der das Musical eben nicht gesehen hat, die Lieder gefallen. Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass – wo schon eine Live-Aufnahme vorliegt – man nicht einfach das komplette Stück inklusive aller Dialoge verwendet hat, bei anderen Musicals liegen ja ebenfalls Komplettaufnahmen vor („Les Misérables“, „Elisabeth“, „Rebecca“, „Chess in Concert“, „Rudolf – Affäre Mayerling“ …). Aber will nicht meckern, freu mich ja schon sehr über die Songs.

Aber first things first: Funktioniert N2N auf Deutsch? Ja! Ich hatte tatsächlich Bedenken, wie die Lieder auf Deutsch rüberkommen würden, zumal die Texte ja durchaus sehr tief greifen und einmal abgesehen davon auch mehr gesungen als gesprochen wird, gerade im 2. Akt reiht sich ein Lied fast nahtlos ans nächste. Titus Hoffmann hat saubere Arbeit geleistet. Die deutschen Texte sind weder plump noch abgedroschen, wenngleich hier und da mal holprig und verbesserungswürdig (soweit ich weiß, wurde die Linzer Produktion noch mal sprachlich aufgemotzt). Das fällt beim bloßen Hören natürlich etwas mehr auf als beim Anschauen. Nichtsdestotrotz Respekt. Was ich durchaus schade finde: Es ist zwar super, dass das Skript teilweise lokalisiert wurde (Deutsche Bahn, Abitur, Dr. Fines Wiener Slang), allerdings nicht konsequent, und es passt auch wiederum nicht zu dem amerikanischen Setting. Ich hätte es noch mutiger gefunden, die Geschichte komplett nach Deutschland zu verlegen und auch die Namen der Figuren einzudeutschen.

Bühnenbild und Choreographie tun bei einer Rezi der Musik natürlich nichts zur Sache, waren aber auch super, möchte ich nur mal hervorheben. Aber das Ganze steht und fällt mit den Darstellern, und die waren einfach erste Sahne. Pia Douwes als Diana Goodman steht Alice Ripley in nichts nach. Man nimmt ihr jedes Lied ab und der Ausdruck, den sie an den Tag legt, lässt jede von ihr gespielte Elisabeth erbleichen. Sogar Lieder, die nicht zu meinen Favoriten gehörten, hat sie für mich zu neuem Leben erweckt. Ähnlich geht es mir bei Thomas Borchert, dessen Stimme mich an sich gar nicht so besonders anspricht, aber er bietet als Dianas Ehemann Dan ein würdiges Pendant zu seiner psychisch-kranken Frau, ein hilfloser Langeweiler, der ein gutes Herz hat, aber der Realität nicht richtig ins Auge schauen kann. Sabrina Weckerlin habe ich schon in diversen Produktionen gesehen, unter anderem als Elphaba in „Wicked“, wo sie mir nicht so gefallen hatte, weil ich ihre Stimme einfach zu dünn fand. Als Natalie fand ich sie hervorragend, sowohl Gesang als auch Schauspiel. Dominik Hees und Ramin Dustdar kannte ich vorher nicht, bin aber ebenso begeistert von ihren Interpretationen. Dirk Johnson als Gabe, der ja eigentlich die Schlüsselfigur des Stücks ist, fällt für mich am schwächsten aus. Kann auch gut sein, dass ich zu geschädigt von Aaron Tveit bin, der in der Originalfassung einfach phänomenal ist … Und klar, man sollte nicht ständig vergleichen und jedem Darsteller eine Chance geben, aber auch wenn ich Johnston bei der Aufführung solide fand, dachte ich nun beim Durchhören der Lieder nur: langweilig. Aaron Tveit gelingt es meiner Meinung nach, jedem einzelnen Lied unglaubliche Tiefe zu verleihen, bei Dirk Johnston klingt irgendwie alles gleich und relativ ausdruckslos, gerade „Ich lebe“ ist öde. Immerhin sitzen die Töne.

Nichtsdestotrotz bin ich überglücklich, die Lieder meines Lieblingsmusicals nun auch auf Deutsch rauf- und runterhören zu können, und auch wenn ich nach wie vor nicht glaube, dass N2N lange an einem einzigen Standort überleben würde, hoffe ich, dass es vermehrt zu Wiederaufführungen und etwaigen Touren kommt.

N2N geht an die Substanz und wühlt auf, allerdings habe ich es auch noch nie bei einem Musical erlebt, dass nach dem Schlusston das gesamte Publikum einheitlich aus den Sitzen aufgesprungen ist, weil die Begeisterung so groß war. Und das zu recht!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2014 7:54 AM MEST


Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs]
Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs]
DVD ~ Shailene Woodley
Preis: EUR 7,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Umsetzung einer mittelprächtigen Story, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs] (DVD)
Eigentlich ist es unfair, im Vergleich zu "Divergent – Die Bestimmung" automatisch "Die Tribute von Panem" heranzuziehen, bloß weil es zwei Dystopia-Jugendbuchreihen mit weiblichem Protagonisten sind. Nichtsdestotrotz muss ich als Leser beider Trilogien sagen, dass "Divergent" für mich von Anfang an im Schatten von "Panem" gestanden hat. Und das vor allem aus einem Grund: Während totalitäre Unterdrückung und Gladiatorenkämpfe Teil der Menschheitsgeschichte sind, halte ich das von Veronica Roth geschaffene Fraktionssystem einfach nur für total unglaubwürdig. Ich glaube weder, dass sich eine Gesellschaft ein so in sich unschlüssiges System ausdenken noch durchsetzen könnte, und damit bricht die ganze Welt von "Divergent" für mich von vornherein in sich zusammen, so spannend die Geschichte dann an sich auch sein mag. Da wäre als Sci-Fi-Buch oder als Märchen natürlich nicht so das Problem, aber dadurch, dass die Bücher so rüberkommen, als wollen sie ernst genommen werden, ist das für mich der größte Störfaktor, dem auch der Film nicht entkommen kann. Was schade ist, denn wenn man ihn als Buchadaption betrachtet, halte ich ihn eigentlich für sehr gelungen, vielleicht sogar ein wenig besser als die Vorlage.

Die Welt, die Roth in dem Roman beschreibt, fand ich visuell sehr toll umgesetzt, und ich kann mir auch vorstellen, dass jemand, der die Bücher nicht kennt, dem Film sehr gut und problemlos folgen kann – der erste "Panem"-Film war da möglicherweise doch ein wenig zu rasant und abgehackt an manchen Stellen. Die Besetzung von "Divergent" gefällt mir, wobei ich leider sagen muss, dass ich mit der Hauptdarstellerin nichts anfangen konnte und ich sie von Anfang bis Ende blass und nichtssagend fand. Da es mir aber schon beim Lesen mit der ganzen Figur Tris so ging, kann ich nicht einmal benennen, ob ich die Darstellerin schlecht fand oder sie die meiner Meinung nach eher unsympathische Hauptfigur wirklich hervorragend verkörpert hat. Alle anderen haben wir jedoch sehr gut gefallen, vor allem Kate Winslet als Jeanine Matthews fand ich super.

Der Film ist relativ lang (fast zweieinhalb Stunden), recht kurzweilig, aber einfach nicht so superpackend von der Story wie andere dieser Art. Er hält sich dicht an der Buchvorlage und meiner Meinung nach wurden auch die richtigen Handlungsstränge rausgekürzt, um den Hauptfiguren bessere Entfaltung zu bieten, aber wo eben die Grundstory schon etwas schwächelt, ist mehr halt nicht möglich.

Zum Einmalanschauen sicher geeignet, vielleicht aber lieber im Kino, solange er noch läuft. 3 großzügige Sterne.

[An alle obligatorischen "Bluray-ist-doch-noch-gar-nicht-raus-Trolls": Beschwert euch bei Amazon, nicht bei mir, und ihr könnt mich mal. Für mich bleibt der Film das Hauptfeature einer Disc.]


Veronica Mars [Blu-ray]
Veronica Mars [Blu-ray]
DVD ~ Kristen Bell
Preis: EUR 7,90

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfektes Ende!, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Veronica Mars [Blu-ray] (Blu-ray)
Endlich! Endlich! ENDLICH!!!

Okay, eigentlich ist meine Reaktion übertrieben, denn ich habe das Serienjuwel "Veronica Mars" erst vor wenigen Monaten entdeckt, auf DVD verschlungen und war völlig aus dem Häuschen, als ich erfuhr, dass eine Filmfortsetzung über Kickstarter finanziert und gerade gedreht wurde. Nicht auszumalen, was Fans seit Serienende durchmachen mussten – denn das Ende der 3. Staffel war gelinde gesagt unbefriedigend, und das nach einer Staffel, die ohnehin in Teilen schwächelte (im Gegensatz zu den ersten beiden meiner Meinung nach herausragenden).

Ich hatte gar keine Bedenken, dass der Film meine Erwartungen erfüllen würde, und genauso ist es auch gekommen. Zum einen war es grandios, fast die komplette Originalcast wiederzusehen, teils in nur kleinen Cameos, aber wen stört das schon. Der Film wirkte da auch überhaupt nicht überladen, noch abgehetzt, sondern hat einzig und allein davon profitiert. Faszinierend vor allem, wie nach all den Jahren die Chemie zwischen Kristen Bell und Jason Dohring und ihren jeweiligen Figuren immer noch elektrisierend ist und keinerlei Abstriche genommen hat. Überhaupt wirkt die große Reunion so, als hätte es nie eine jahrelange Pause gegeben. Piz ist blass wie eh und je (was an der Figur liegt, nicht an Chris Lowell), Dick und Mac gewohnt spaßig, die Beziehung zwischen Veronica und ihrem Vater immer noch herzerwärmend.

Der Mordfall kann sich natürlich nicht mit den Story Arcs der Serie messen, in denen ein komplizierter Fall über viele Episoden aufgebaut wurde, aber gerade angesichts dessen fand ich ihn geschickt geschrieben und gut und spannend gelöst.

Natürlich ist der Film einzig und allein für Serienfans – jemand, der "Veronica Mars" nicht kennt, wird überhaupt nichts damit anfangen können. Aber eben weil der Film von Fans finanziert wurde, bietet er ihnen auch genau das, was sie wollten – ein perfektes Ende einer (fast) perfekten Kultserie!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2014 11:18 PM CET


Die Eiskönigin - Völlig Unverfroren [Blu-ray]
Die Eiskönigin - Völlig Unverfroren [Blu-ray]
DVD ~ Chris Buck
Preis: EUR 10,97

26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschönes Wintermärchen, 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ähnlich wie bei "Rapunzel" und weitere Vorgänger hat "Die Eiskönigin" mit der Vorlage (in diesem Fall "Die Schneekönigin" von Hans-Christian Andersen) im Grunde nichts zu tun. Vielmehr handelt das Märchen von der Beziehung zwischen zwei Schwestern, die im Laufe der Jahre buchstäblich ziemlich frostig geworden ist – es beginnt die Reise durch eine visuell traumhafte Winterlandschaft, wie man sie vorher wohl kaum auf der großen Leinwand betrachten konnte: Jede einzelne Szene ist von der Aufmachung her so phantastisch, dass es sich allein schon deshalb lohnt, sich den Film im Kino in 3D anzuschauen. Mit Stars wie Idina Menzel, Kristen Bell, Jonathan Groff und Josh Gad (die deutsche Synchro kann ich nicht beurteilen) wurden zudem Sprecher gefunden, die den Figuren den letzten Schliff verleihen, was besonders bei den beiden weiblichen Hauptfiguren, Königin Elsa und ihrer Schwester Anna, nicht völlig unnötig ist, da sie zwar perfekt animiert sind, sich aber rein optisch ins bewährte Disney-Schema einreihen, ohne hervorzustechen.

Der vielleicht wahre Grund, dem Film fünf Sterne zu verleihen, ist jedoch Olaf, der Schneemann. Ich weiß nicht, wie es Disney immer wieder gelingt, so herrlich skurrile Sidekicks zu erschaffen, aber mit Olaf haben sie sich selbst übertrumpft – jeder Spruch sitzt, ohne platt zu sein! Gnadenlos genial.

Die Lieder sind gut – glänzen natürlich auch vor allem durch die Interpretation – und haben mir auf Anhieb besser gefallen als bei den letzten Disney-Musicals. Dass Idina Menzel brillieren würde, stand für mich außer Frage, besonders beeindruckt war ich von Kristen Bell, die ebenfalls hervorragend singt. Außerdem trägt die Musik gut zur Story bei und der Film wirkt insgesamt nicht zu musicallastig.

Die Geschichte um die beiden Schwestern ist grundsätzlich geglückt, allerdings hat mich der Plot insgesamt nicht so umgehauen, wie es anderen Disneyfilmen gelungen ist. Gerade weil es ja eigentlich um die Beziehung von Elsa und Anna geht, fand ich die obligatorische Lovestory, die sich im Laufe des Filmes ergibt, fast ein bisschen fehl am Platze und zu sehr "gewollt". Was an Twists kommt, ist relativ absehbar (anders als beispielsweise bei "Wreck-it Ralph"), und mal abgesehen davon wurde mir die ganze magische Komponente des Films zu wenig erklärt – weshalb wurde Elsa überhaupt mit ihrer Zauberfähigkeit geboren? Warum ist sie die einzige, die eine solche Fähigkeit besitzt – nicht nur in ihrer Familie, sondern scheinbar im ganzen Land? Was hat es mit den Trollen auf sich und wann und wieso haben sie sich Kristoffs angenommen? Außerdem fand ich es ziemlich abgedroschen, dass als Lösung auf alle Probleme mal wieder "a true act of love" herhalten muss … aber das ist eben typisch Disney und wird leicht verziehen und ist mir auch keinen Punktabzug wert, auch wenn mir "Wreck-it Ralph" insgesamt (eben auch wegen der Story) besser gefallen hat.

Nichtsdestotrotz ein tolles Erlebnis und es steht ohne Frage, dass der Film in meiner Sammlung landen wird, aber eben weil Amazon Vorabrezensionen zulässt, würde ich an dieser Stelle allen anraten, "Die Eiskönigin" unbedingt im Kino anzuschauen (wer ohne Kinder geht, am besten in der OV).

Bild und Ton der Bluray sind einwandfrei, Extras sind mir wurscht.

P.S. Danke, liebe Übersetzer, für den total bescheuerten und unlustigen Untertitel "Völlig unverfroren", mindestens genauso dämlich wie "Neu verföhnt" bei "Rapunzel".
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2013 11:20 AM CET


LEGO Marvel Super Heroes - Special Edition (exklusiv bei Amazon.de) - [PlayStation 3]
LEGO Marvel Super Heroes - Special Edition (exklusiv bei Amazon.de) - [PlayStation 3]

5.0 von 5 Sternen Solides LEGO-Abenteuer nach bewährtem Schema, 18. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mittlerweile habe ich fast alle LEGO-Spiele durch und finde sie auch alle klasse gemacht. Klar geht es hier weniger um anspruchsvolles Spielen, die Spielführung ist total linear und auch sehr kindgerecht, aber gerade wenn man ein paar düstere Spiele durch hat, sind die LEGO-Spiele eine tolle Abwechslung, bei der man sich auch einfach mal zurücklehnen kann.

Mit "Marvel Super Heroes" haben die Macher die größte Ansammlung von Superhelden und Superschurken geschaffen und eine eigene Story kreiert, das Spiel folgt also keinen Filmen wie die meisten anderen Spiele der Reihe. Vom Aufbau erinnert es an "Herr der Ringe", es gibt also wieder eine gigantische Open World (New York) mit vielen Nebenmissionen und -möglichkeiten, die für schier endlose Spielstunden sorgen. Die Grafik ist wirklich superb, gut gefällt mir auch die Musik, und wie es bei LEGO eben üblich ist, kommt jeder Superheld mit seinen eigenen Spezialfähigkeiten, die ringsum eingesetzt werden müssen. Man gewöhnt sich natürlich schnell daran und so richtig schwierige Herausforderungen hatte ich noch nicht (okay, bin trotz einiger Stunden auch erst bei 4%), aber das ist in Ordnung - denn darum geht's mir bei LEGO auch nicht.

Wenn ich etwas kritisieren darf (ging mir bei LEGO "Herr der Ringe" schon so): Mir haben die Spiele besser gefallen, als sie nicht synchronisiert, sondern die Figuren wortlos miteinander kommuniziert haben - irgendwie fand ich die Situationskomik erheblich größer als die nun teilweise etwas platten Witze. Aber das ist ein Wermutstropfen, der vermutlich nur mich persönlich etwas stört (auch wenn ich deswegen keinen Stern abziehen würde).

Wer die LEGO-Spiele kennt und liebt, wird um dieses hier wohl keinen Bogen machen, wem die LEGO-Spiele zu anspruchslos sind, wird sich hierfür sicher auch nicht begeistern können - wie gesagt, es gibt unzählig viel zu entdecken, aber es geht weniger um Rätselknacken und anspruchsvolle Kämpfe als um Staunen und Spaß haben.


Kein Titel verfügbar

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mörderisch gut ..., 16. Oktober 2013
... im wahrsten Sinne des Wortes. Nach fast drei Jahren Fitnessstudio und einem Gewichtsverlust von knappen 20 Kilo hat mir eine Freundin "Insanity" ans Herz gelegt – ich habe das Programm inzwischen zweimal absolviert, einmal den Nachfolger "Insanity: The Asylum" und bin momentan bei "T25", Shaun Ts neuestem Workout, das seit Sommer erhältlich ist (hab es direkt beim Hersteller bestellt). Beim Fitnessstudio bin ich schon lange abgemeldet, wenn man auf den Geschmack von "Insanity" gekommen ist, kann kein Gym mehr mithalten.

"Insanity" ist in zwei Phasen gegliedert und ein Ganzkörper-Workout, bei dem man auch ausschließlich mit dem eigenen Körper trainiert. Die Workouts in den ersten vier Wochen sind etwa 40 Minuten lang, in der sogenannten Recovery-Week ebenfalls, in den letzten vier Wochen geht's mit 60 Minuten ans Eingemachte.

Dringend zu beachten:
a) Grundsätzlich würde ich jemandem, der mit Sport nichts am Hut hat, "Insanity" nicht empfehlen – eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein. Allerdings kann (und sollte!) man in jedem Fall sein eigenes Tempo finden. Man bedenke: Die Leute, die da mitmachen, sind alles ausgebildete Fitnessprofis, und KEINER hält das vorgegebene Tempo durch! Selbst Shaun T schummelt, da er ja ständig umherläuft und bei den anderen schaut.
b) "Insanity" ist bei Rücken- und Knieproblemen zu vermeiden. Die Körperpartien werden bis aufs Äußerste beansprucht, und da man auf sich alleine gestellt ist und keiner die Form kontrolliert, so wie es Shaun bei seinen Leuten macht, besteht die Gefahr, dass man die Körperspannung eben doch nicht richtig hält, sich überdehnt etc., und viele Übungen (gerade die Sprünge) sind für die Knie wirklich sehr anstrengend.

Ein großer Pluspunkt für mich ist, dass Shaun sehr sympathisch rüberkommt, das erhöht den Spaßfaktor ungemein. P90X beispielsweise habe ich nur eine Woche ausgehalten, weil mir Tony Horton so dermaßen auf den Senkel gegangen ist. Auch sind die Übungen sehr abwechslungsreich, man trainiert alle Muskelgruppen zur Genüge, wobei so ein Programm natürlich nicht ausreicht, wenn es einem um riesige Oberarme geht – da muss man schon mit Gewichten arbeiten (da wäre "Asylum" geeigneter). Außerdem ist der Vorher-Nachher-Effekt, den der Hersteller anpreist, eher mit Vorsicht zu genießen, denn der reine Sportpart reicht nicht aus, um den gewünschten Waschbrettbauch zu erzielen, da gehört die konsequente Ernährungsumstellung eben auch dazu, und von den Rezepten, die mitgeliefert werden, bin ich größtenteils nicht so super angetan, weil sie mir viel zu zeitaufwändig sind. Da muss jeder selbst seinen Weg finden.

Ein Manko ist auch der Zeitaufwand. Sind 40 Minuten vllt noch machbar, ist eine Stunde Sport am Tag schon arg lang, und wenn dann noch zusätzlich das Bauchmuskel-Video dran kommt, sitzt man schon mal anderthalb Stunden dran, und das ist nicht für jeden realisierbar. Das gefällt mir am neuen T25 sehr, weil es auf 25 Minuten am Tag begrenzt ist, und eine halbe Stunde Sport am Tag sollte für jedermann drin sein (T25 ist übrigens auch für Anfänger sehr geeignet!).

"Insanity" schlaucht und man liegt mehr als einmal schweißtriefend am Boden, aber es zahlt sich aus. Es ist so extrem wie es klingt, aber die Kondition danach ist phänomenal (ich werd nie vergessen, wie ich danach mit einem Kumpel Squash spielen war und locker eine Stunde länger hätte spielen können, weil ich überhaupt nicht ausgepowert war). Dazu gehört eiserne Disziplin, aber den Fun-Faktor darf man nicht außer Acht lassen. Man wird übrigens, wenn man BeachBody ein Vorher-Nachher-Foto einschickt, sogar mit einem T-Shirt belohnt. Das ist jetzt nicht der größte Anreiz, aber nach neun Wochen Wahnsinn hat man es sich trotzdem redlich verdient.


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mörderisch gut ..., 16. Oktober 2013
... im wahrsten Sinne des Wortes. Nach fast drei Jahren Fitnessstudio und einem Gewichtsverlust von knappen 20 Kilo hat mir eine Freundin "Insanity" ans Herz gelegt – ich habe das Programm inzwischen zweimal absolviert, einmal den Nachfolger "Insanity: The Asylum" und bin momentan bei "T25", Shaun Ts neuestem Workout, das seit Sommer erhältlich ist (hab es direkt beim Hersteller bestellt). Beim Fitnessstudio bin ich schon lange abgemeldet, wenn man auf den Geschmack von "Insanity" gekommen ist, kann kein Gym mehr mithalten.

"Insanity" ist in zwei Phasen gegliedert und ein Ganzkörper-Workout, bei dem man auch ausschließlich mit dem eigenen Körper trainiert. Die Workouts in den ersten vier Wochen sind etwa 40 Minuten lang, in der sogenannten Recovery-Week ebenfalls, in den letzten vier Wochen geht's mit 60 Minuten ans Eingemachte.

Dringend zu beachten:
a) Grundsätzlich würde ich jemandem, der mit Sport nichts am Hut hat, "Insanity" nicht empfehlen – eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein. Allerdings kann (und sollte!) man in jedem Fall sein eigenes Tempo finden. Man bedenke: Die Leute, die da mitmachen, sind alles ausgebildete Fitnessprofis, und KEINER hält das vorgegebene Tempo durch! Selbst Shaun T schummelt, da er ja ständig umherläuft und bei den anderen schaut.
b) "Insanity" ist bei Rücken- und Knieproblemen zu vermeiden. Die Körperpartien werden bis aufs Äußerste beansprucht, und da man auf sich alleine gestellt ist und keiner die Form kontrolliert, so wie es Shaun bei seinen Leuten macht, besteht die Gefahr, dass man die Körperspannung eben doch nicht richtig hält, sich überdehnt etc., und viele Übungen (gerade die Sprünge) sind für die Knie wirklich sehr anstrengend.

Ein großer Pluspunkt für mich ist, dass Shaun sehr sympathisch rüberkommt, das erhöht den Spaßfaktor ungemein. P90X beispielsweise habe ich nur eine Woche ausgehalten, weil mir Tony Horton so dermaßen auf den Senkel gegangen ist. Auch sind die Übungen sehr abwechslungsreich, man trainiert alle Muskelgruppen zur Genüge, wobei so ein Programm natürlich nicht ausreicht, wenn es einem um riesige Oberarme geht – da muss man schon mit Gewichten arbeiten (da wäre "Asylum" geeigneter). Außerdem ist der Vorher-Nachher-Effekt, den der Hersteller anpreist, eher mit Vorsicht zu genießen, denn der reine Sportpart reicht nicht aus, um den gewünschten Waschbrettbauch zu erzielen, da gehört die konsequente Ernährungsumstellung eben auch dazu, und von den Rezepten, die mitgeliefert werden, bin ich größtenteils nicht so super angetan, weil sie mir viel zu zeitaufwändig sind. Da muss jeder selbst seinen Weg finden.

Ein Manko ist auch der Zeitaufwand. Sind 40 Minuten vllt noch machbar, ist eine Stunde Sport am Tag schon arg lang, und wenn dann noch zusätzlich das Bauchmuskel-Video dran kommt, sitzt man schon mal anderthalb Stunden dran, und das ist nicht für jeden realisierbar. Das gefällt mir am neuen T25 sehr, weil es auf 25 Minuten am Tag begrenzt ist, und eine halbe Stunde Sport am Tag sollte für jedermann drin sein (T25 ist übrigens auch für Anfänger sehr geeignet!).

"Insanity" schlaucht und man liegt mehr als einmal schweißtriefend am Boden, aber es zahlt sich aus. Es ist so extrem wie es klingt, aber die Kondition danach ist phänomenal (ich werd nie vergessen, wie ich danach mit einem Kumpel Squash spielen war und locker eine Stunde länger hätte spielen können, weil ich überhaupt nicht ausgepowert war). Dazu gehört eiserne Disziplin, aber den Fun-Faktor darf man nicht außer Acht lassen. Man wird übrigens, wenn man BeachBody ein Vorher-Nachher-Foto einschickt, sogar mit einem T-Shirt belohnt. Das ist jetzt nicht der größte Anreiz, aber nach neun Wochen Wahnsinn hat man es sich trotzdem redlich verdient.
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