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Rezensionen verfasst von
S. Chevalier (Baden-Württemberg)

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Die Furcht vor der Freiheit
Die Furcht vor der Freiheit
von Erich Fromm
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

4.0 von 5 Sternen Freiheit als Illusion, 9. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Furcht vor der Freiheit (Taschenbuch)
Um nicht zu wiederholen, was zahlreiche Rezensenten bereits geschrieben haben, möchte ich nur mein Fazit hier wiedergeben.
Ein ganz großes Plus dieses Buchs: Fromm stellt die Welt vom Kopf wieder auf die Füße, er kehrt zu unseren allzu menschlichen Wurzeln zurück; wie gut, dass es solche Bücher gibt - damit wir uns nicht ganz vergessen!

Fromm schreibt (als Psychologe und eben nicht als Philosoph) allgemeinverständlich mit einfachen Worten, damit wird er auch von allen verstanden.

Fromm unterliegt Mitte der Vierziger Jahre jedoch der Illusion einer sozialistischen Demokratie einschl. Planwirtschaft. Nicht mehr eingeflossen in dieses Buch ist die unzureichende Umsetzung: In dem Maße, wie die Planwirtschaft im Sozialismus aber die Eigeninitiative des Individuums einschränkte und der Staat die planwirtschaftliche und ideologische Kontrolle ausweitete, ist diese Wirtschaft gescheitert und damit die sozialistische Gesellschaft, die ihr materielles Fundament verlor.

Das Modell der bestmöglichen Entfaltung jedes Individuums innerhalb einer Gesellschaft in Freiheit muss zwangsläufig scheitern, wenn keine im gemeinschaftlichen Interesse liegenden Regularien getroffen werden, da es immer zu Interessenkonlfikten führen würde. Die Entfaltung aller Menschen in Freiheit scheitert schon an der Überbevölkerung auf der Erde und den begrenzten Ressourcen. Davon liest man bei Fromm nichts.
Somit würde es einer weltweit von allen Staaten und Menschen anerkannten Philosophie bedürfen, die eine Beschränkung auf das minimal Lebensnotwendige eines jeden Menschen beinhaltet und die im Sinne einer Weltdoktrin in die Verfassung bzw. das Grundgesetz aller Länder aufgenommen werden müsste. Eine solche Einigkeit auf der Welt zu erreichen halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit.
Dieser Ansatz hätte zudem zur Folge, dass ein Großteil der Wirtschaft massiv zusammenbrechen würde, mit der Folge von Arbeitslosigkeit und Armut, bevor Wirtschaft und Landwirtschaft sich diesbezüglich neu ausrichten könnten. Zudem lebt Schöpferreichtum und Kreativität von der Vielfalt und nicht von der Beschränkung, d.h. es würde zwangsläufig beim Vorhandensein von maximaler individueller Freiheit, wie Fromm sie anstrebt, wieder zu „Blüten“ der Entfaltung kommen.

Was passiert stattdessen? Die heutige europäisch-amerikanische Politik lockt Millionen Menschen aus ihren angestammten Ländern nach Europa, nicht weil sie sich um deren individuelle Freiheit und Entwicklung sorgen würde, sondern weil sie mit diesem genialen Schachzug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: das Chaos in den zurückgelassenen Ländern macht diese leichter einnehmbar; die Großkonzerne im Westen machen Milliardengewinne damit, dass sie diesen Menschen in Europa Geld in die Hand geben, das der Wirtschaft wieder zufließt (vermehrter Konsum), zudem stehen vermehrt billige Arbeitskräfte zur Verfügung, und zwar direkt in Europa – man muss Betriebe nicht mehr ins Ausland auslagern! Die Zeche bezahlen die Europäer, die den vorhandenen Wohlstand geschaffen haben (Null-Zins-Politik, dadurch schleichende Enteignung und eine stetig steigende Steuer- und Sozialabgabenlast). Ist das wirklich dazu gewonnene Freiheit, und wenn ja, für wen?

Die heutige Freiheit, sich zu kleiden wie man will, sich beliebig sexuell auszurichten und früherziehen zu lassen, alle Werte hinterfragen zu dürfen, alles relativieren und ins Gegenteil verkehren zu dürfen, virtuelle Personen ungestraft diffamieren, beleidigen und an den Pranger stellen zu dürfen – ob das der Fortschritt im Sinne Erich Fromms ist und wo wir angesichts seiner Ideen heute angekommen sind, das mag jeder für sich selbst beurteilen.

Fromms Erörterung der faschistischen Nazi-Ideologie dürfte bekannt sein, sie wird wohl heute am meisten zitiert. Obwohl die lautesten Kritiker dieser Ideologie und Fromm-Zitierer offenbar das Aufkeimen neuer faschistischer Ideologien, die vielleicht nicht braun, sondern andersfarbig ist, in unserer Gesellschaft völlig zu übersehen scheinen. Fromm hätte sich dazu vermutlich auch heute geäußert.

So unterschiedlich die verschiedenen Menschen geboren und veranlagt sind, so unterschiedlich wird ihr individueller Freiheitsgrad bleiben. Die Freiheit ALLER Menschen, sich zu entfalten, spontan zu leben und zu agieren, betrachte ich als eine Illusion. Es gab und wird keine menschliche Gesellschaft geben, die das möglich macht.


Erfülltes Leben: Aber was bleibt nach dem Tod
Erfülltes Leben: Aber was bleibt nach dem Tod
von Hermann Wohlgeschaft
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Utilitarismus?, 3. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch zeugt von der großen Hoffnung der Menschen, dass der Tod nicht das absolute Ende bedeutet. Eine Hoffnung, die Menschen seit ihrer bewussten Menschwerdung in sich tragen und die auch besonders in der heutigen Zeit (warum, werde ich später begründen) aktuell ist. Mir fällt dazu der Song von Kurt Weill „Youkali“ ein, die Trauminsel, auf der Frieden, Liebe und Glück herrschen, die sich aber letztlich als Utopie herausstellt – es gibt diese Insel nicht!
Wir Menschen haben die einmalige Chance, das Diesseits zu dieser Insel zu machen – unser Leben auf Erden – wir hätten es in der Hand! Leider ist nichts dem Menschen mehr feind als der Mensch (vgl. Sartre „Die Hölle sind immer die anderen“).

In diesem Buch geht es aber NICHT um ein erfülltes Leben im Hier und Jetzt, sondern um das ewige Leben im Jenseits. Der Titel des Buches wirkt daher etwas irritierend. Es ist ein weiteres Buch zur unbeantwortbaren Frage nach Gott oder einem höheren Sinn des Lebens, und zwar aus der einseitigen christlich-abendländischen und zudem einer sehr persönlichen Sicht. Deshalb ist es im Großen und Ganzen für mich diskussionswürdig. Meine Gedanken beim Lesen des Buches möchte ich deshalb hier wiedergeben:

Ich empfinde zwischen den Zeilen eine gewisse Hilflosigkeit, einerseits den Glauben und besonders das christliche Bild vom liebenden Gott weiterhin, trotz allem Leids auf dieser Welt, trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse, die einige in der Bibel behauptete Dinge widerlegen, aufrechtzuerhalten, und zweitens den puren Utilitarismus: den Menschen geht es glaubend einfach besser, was aber kein Gottesbeweis ist, sondern ein Beweis der Käuflichkeit des Seelenheils (Glaube an Gott und liebe ihn, dann darfst du ewig leben!) Sicherlich geht es gläubigen Menschen damit tatsächlich oft besser, wenn sie diese Hoffnung im Herzen haben (Wohlgschaft zeigt das an vielen, eindrucksvollen Beispielen), damit lässt sich manches Leid und besonders der Tod besser ertragen, aber das ist nichts anderes als die Wirkung einer (Auto-)Suggestion!

Dienen nach diesem Weltbild die Tiere und Pflanzen den Menschen einfach nur als Kulisse und als Nahrung? Oder dürfen Tierseelen auch am ewigen Leben teilhaben? Oder etwa nicht, da sie Gott keine Liebe entgegenbringen - entgegenbringen können?

Wenn man einmal ganz ehrlich ist: Wem ist Gott denn tatsächlich schon begegnet, und wo? Oder ist er leider (einfach Pech für den Menschen) nur ausgerechnet unseren menschlichen Sinnen nicht zugänglich? Warum dieses Versteckspiel, wenn es ihn gibt? Das Argument, Gott zeige sich in vielem, z. B. durch andere Menschen, überzeugt mich nicht, denn ich gestehe den Menschen durchaus zu, Liebe geben zu können, die von ihnen selbst kommt, ganz aus sich heraus, ohne 'Fernlenkung'. Und diese Liebe ist etwas, was wir in uns angelegt haben, was uns um unsere Nachkommen sorgen lässt, ein natürlicher Impuls.

Einmal umgekehrt gefragt: Wie sähe die Welt vermutlich aus, wenn es Gott NICHT gäbe? Wenn tatsächlich alles durch ein mehr oder weniger zufälliges Zusammentreffen von Energie/ Materie entstanden wäre? Ohne eine Absicht dahinter? Ich wage zu behaupten, die Welt sähe dann genauso aus, wie sie ist! Die Natur treibt ihr Spiel, das Leben hat sich entwickelt und existiert heraus aus dem Selbsterhaltungstrieb, den die Evolution so angelegt hat. Vielleicht wären die Menschen ein wenig verantwortungsbewusster, was das diesseitige Leben angeht, weil die Aussicht auf ein ewiges Leben bzw. die Ausflucht ins Jenseits fehlt. Es gäbe keine Religionskonflikte und Kriege mehr, terroristische Taten müsste der Mensch ganz allein verantworten. Selbstmordattentäter würden rar, sie wüssten, dass das auch ihr eigenes Ende bedeutet. Der Mensch würde in der Gesellschaft moralische Regeln aufstellen, um in dieser verantwortungsbewusst und gerecht mit seinen Mitmenschen leben zu können.

Am Kapitel Theodizee sieht man recht gut, in welche Schwierigkeiten man kommt, geht man ehrlich mit dem Thema um. W. versucht das. Entweder muss man sich vom Bild eines liebenden Gottes (das ja zudem nur das Christentum in dieser Art und Weise hat) oder eines allmächtigen Gottes verabschieden. Andere Kulturen haben diesbezüglich sowieso eine völlig andere Sicht, das Thema Theodizee stellt sich ihnen gar nicht, sie glauben an etwas anderes, haben andere Götter Hätten diese nach christlicher Sicht dann kein Anrecht auf ein ewiges Leben?

W. präsentiert also mit diesem Buch ein sehr in sich geschlossenes (und ausschließendes) Christentum, die geglaubte Wahrheit ist sehr eng und begrenzt, andere Glaubensrichtungen werden als Aberglauben bezeichnet. Kein Wunder, verliert die christliche Kirche immer mehr Mitglieder, zumal in einem Europa, das zunehmend von anderen Religionen durchsetzt wird (wozu die christliche Kirche paradoxerweise noch applaudiert!) Zumal sich die Glaubenstheorie der christlichen Kirche innerhalb der Jahrhunderte auch enorm gewandelt hat. (Haben Gott und das Jenseits diese Wandlung mitvollzogen?)
Es gibt andererseits einige Menschen (z. B. mich), die auch den Glauben an einen personifizierten Gott oder ein ewiges Jenseits als Aberglauben ansehen! Einen schlüssigen Beleg für die Richtigkeit eines jeweiligen Glaubens gibt es bislang eben nicht.

Über eben so starre, recht konkrete Vorstellung Wohlgschafts über das Weiterleben im Jenseits musste ich dann wirklich lächeln. Woher weiß W. das eigentlich so genau? Einigt man sich im theologischen Kontext einfach auf eine Ansicht? Ich frage mich, wenn alle Menschen im Jenseits aufgehoben sind und vollendet werden, warum dann überhaupt erst das irdische Jammertal? Hat (der personale) Gott seinen Spaß daran? Wieso lässt er uns erst auf der Erde mühsam in unseren Körpern strampeln und leidvoll sterben, bevor wir ewig leben dürfen? Wenn Seelen unabhängig vom Körper leben können, wäre das ja gar nicht erforderlich! (Meine Meinung ist: Ein Weiterleben der Seele gibt es ebenso wenig, wie die Seele vor der Geburt schon da war, sonst müsste man dann auch an Reinkarnation glauben!)

Reinkarnation lehnt W. aber mit der Begründung ab: „ICH WILL eben NICHT ins raum-zeitliche Leben zurückkehren, sondern nach dem Tod für immer bei Gott sein und bei den Menschen, die ich liebe.“ (Gestaltet menschlicher WILLE das Paradies???)

Dass viele Dichter, die W. zitiert, die Hoffnung auf ein ewiges Leben ausgedrückt haben, ist noch nicht einmal ein Indiz für die Existenz dieses Jenseits. Es ist eine uralte SEHNSUCHT des Menschen, und diese liegt in seinem Bewusstsein begründet. Die zahlreichen Beispiele, die das Buch dazu enthält, belegen das. Und je wichtiger sich der Mensch selbst empfindet, je mehr er von Selbstverwirklichung träumt, je mehr er Erfolg im Diesseits anstrebt (inkl. Materiellem und Geld), je mehr der Tod vom Leben abgekoppelt und ausgeklammert wird, desto weniger wird er loslassen können, was sein Ende angeht. (Dieses aber würdevoll zu akzeptieren, das nenne ich menschliche Größe.) Deshalb gibt es heute auch unzählige Strömungen von Glauben an ein Jenseits, die sich inzwischen in keine typische Religion mehr einordnen lassen. (Den engen Religionstheorien wird widersprochen, das Jenseits möchte man aber HABEN!)

Den Tod muss man deshalb nicht, wie Reich-Ranicki, als „größte Katastrophe“ empfinden (Kapitel 8), wenn man sich vergegenwärtigt, dass ja das Individuum vor seiner Geburt auch nicht existent (also tot) war!

Zum Thema Begegnung mit Verstorbenen: Das Tote im Traum „erscheinen“ (Wohlgschaft), ist m. E. nur eine andere Formulierung dafür, dass man einfach von ihnen träumt, denn sie sind ja nicht vergessen!

Auch bemerkenswert: „Gott WILL, dass ALLE Menschen gerettet werden.“ (Zweites Vatikanisches Konzil). „Sollte Gott, so müssen wir fragen, dann nicht in der Lage sein, diesen Willen auch durchzusetzen?“ (Wohlgschaft).
Ein allmächtiger Gott wäre sicherlich in der Lage dazu! Und zu noch viel mehr (siehe Thema Theodizee, warum erst der Zustand, aus dem der Mensch gerettet werden muss?).

Ein Zitat, das ich im Buch fand, das Wohlgschaft bejaht, halte ich für beispielhaft, was die Anmaßung des Menschen bzw. seine absolute Selbstüberschätzung anbelangt: „Wenn Gott keine individuelle Unsterblichkeit schenkt, ist es gleichgültig, ob es ihn gibt oder nicht, es ist sogar besser, dass er dann nicht existiert.“ (Gottfried Bachl).
Aber auch das haben wir Menschen eben nicht in der Hand! Falls es einen Gott gibt, wird er über soviel menschliche Arroganz nur lachen!

Grundsätzlich stelle ich deshalb auch die Vorstellung eines liebenden Gottes (den man sich menschen- bzw. vaterähnlich vorstellt) in Frage. Wieso vergleicht der Mensch Gott mit sich selbst? Ist das nicht schon wieder anmaßend? Wieso sollte Gott lieben wie ein Mensch? Am ehesten wäre für mich noch eine Kraft vorstellbar, die eben nicht personifiziert ist, sondern einen All-Geist, die Ur-Energie darstellt (pantheistisch). Damit umfasst diese Energie alles, was ist, und ist doch zu nichts „verpflichtet“. Es ginge aber auch nichts und niemand verloren (lt. Einstein); der tote Mensch wird umgewandelt in „Staub“. Was bleibt, sind seine weitergegebenen Gene.

Dass das irdische Leben ‚sinnlos’ sei ohne das Weiterleben nach dem Tode (so wie Wohlgschaft am Beispiel Simone de Beauvoirs zeigt), das halte ich für zu jenseitsbezogen. Akzeptiert man, dass alles einen Anfang und Ende hat – jedes Musikstück, jeder schöne Film, jeder Urlaub, jede noch so schöne Kindheit, jede Jugend – und kann man sich zu der Einstellung durchringen „Nicht klagen, dass es vorüber, sondern sich freuen, dass es gewesen!“, so kann man in vielen Bereich des Lebens einen Sinn finden! Menschen habe mit ihren Werken und Taten die Welt verändert – will man das alles als „sinnlos“ bezeichnen?

Fazit:
Das Buch ist ehrlich und flüssig geschrieben, durchaus auch sympathisch; die wesentlichen Fakten, die Dichter und Denker, Theologen, die Kirche, Atheisten oder Agnostiker sowie Berichte über Nahtoderfahrungen aufgeworfen haben, sind eingearbeitet, eine neue Erkenntnis ergibt sich daraus aber nicht. Was wirklich interessant war für mich beim Lesen dieses Buches, ist das Ringen mit diesem Thema, um sich die schöne heile Welt mit Gott und dem Jenseits irgendwie aufrechterhalten zu können. Das, was in keiner Wissenschaft möglich ist und selbst in der Philosophie Grenzen hat, das Deuten von Bibelstellen, Erfahrungen und Fakten, das in nahezu jede Richtung möglich ist und betrieben wird, zeigt, dass es verschlungener Wege bedarf, und sehr viel Fantasie und Willen, um an einen (liebenden) Gott zu glauben.


Lob der Untreue: Eine Unverschämtheit
Lob der Untreue: Eine Unverschämtheit
von Franz Josef Wetz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Unverschämt gut ;-), 2. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viel mehr möchte ich eigentlich nicht hinzufügen. Wetz bringt einige Tatsachen auf den Tisch. Wer sie lesen will, mag das tun, wer nicht, kann es lassen! M. E. steckt einige (eigene) Lebenserfahrung dahinter, und ich kann die Aussage des Buches zu ca. 75% durchaus bejahen.


Tascam DR-05 V2
Tascam DR-05 V2
Preis: EUR 94,00

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz okay, 2. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tascam DR-05 V2 (Elektronik)
Ein ganz gutes Aufnahmegerät für den Hausgebrauch. Für die Preislage okay.
Was mich allerdings gleich störte: das Menü kann nur zwischen englisch und japanisch ausgewählt werden! Wieso verkauft man das so auf dem deutschen Markt? Das gibt für mich mind. 1 Punkt Abzug.
Ansonsten scheint es solide gemacht zu sein, da ich das Gerät noch nicht so sehr lange in Gebrauch habe, kann ich über Details oder die Lebensdauer/ Störanfälligkeit auch nichts aussagen.


Hypnose erleben. Veränderte Bewusstseinszustände therapeutisch nutzen (Leben Lernen 168)
Hypnose erleben. Veränderte Bewusstseinszustände therapeutisch nutzen (Leben Lernen 168)
von Milton H Erickson
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Nicht gut und nicht schlecht, 2. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ziemlich einseitig, lange nicht so gut wie andere Bücher von Erickson/ Rossi. Dieses beschränkt sich nahezu auf die Erreichung der Handlevitation, es geht eigentlich gar nicht so sehr um die Veränderung/ Heilung von psychischen/ seelischen Problemen von Patienten, sondern vordergründig um die "Symptome" der Hypnose selbst.
Kein schlechtes Buch (wenn man die anderen von Erickson nicht kennt), aber sicher nicht das best von bzw. über diesen Therapeuten.


Themidor
Themidor
von Claude G d' Aucourt
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Schwach, 2. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Themidor (Gebundene Ausgabe)
Gefällt mir nicht besonders, wir leben wohl in einer inzwischen ganz anderen Zeit, auf mich wirken diese Geschichten tatsächlich überholt, primitiv, dümmlich, ich kann es gar nicht beschreiben...
Man muss wohl einen Faible für diese Zeit haben, um sich an derlei Geschichten zu ergötzen.


Zwischen Urangst und Urvertrauen: Aller Anfang ist Übergang. Musik, Symbol & Spiritualität in therap. Arbeit. Erweiterte Neuauflage
Zwischen Urangst und Urvertrauen: Aller Anfang ist Übergang. Musik, Symbol & Spiritualität in therap. Arbeit. Erweiterte Neuauflage
von Monika Renz
  Broschiert
Preis: EUR 26,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ambivalenz, 30. Mai 2016
So ambivalent, wie die Inhalte dieses Buchs sind, die Themen zur Ich-Werdung und der Ablösung von einem behaupteten 'Großen Ganzen', so ambivalent ist dieses Buch für mich. Es ist mein zweites sog. 'spirituelles Buch', das erste, was ist las, war ganz schlimmer Unfug. Auf dieses konnte ich mich jedoch einlassen.
Einerseits ist es in den meisten Kapiteln recht spannend, dann aber wieder schwer verständlich (für Laien wie mich, die sich weder mit Esoterik/ Spiritualität noch dieser ihr verwandten Geistes- bzw. Bewusstseinshaltung beschäftigt haben, obwohl das ja voll im Trend zu liegen scheint..). Ich brauchte daher ein paar Anläufe, um überhaupt etwas davon zu verstehen, wovon M. Renz schreibt. Sie scheint eine andere Welt zu beschreiben oder in einer anderen zu leben? Irgendwann hatte ich den Grundtenor des Buches begriffen, die Aussage ist eigentlich in jedem Kapitel die gleiche ' es geht um die Ablösung und Ich-Findung eines Menschen aus einer Gesamtheit, die oft leidvoll empfunden wird, weil mit Entbehrung verbunden.
Nach dieser Theorie müssten dann eigentlich alle Menschen mehr oder weniger am verloren Gegangenen leiden, unglücklich, traumatisiert sein. Dem ist aber zum Glück nicht so, sonst wäre wahrscheinlich die Selbstmordrate erheblich größer (um wieder 'heim'zukommen!!!).
Dazu benutzt Renz Wortkreationen, die m. E. einer Erklärung bedürfen (z. B. das 'Numinose', 'Verschattung' u.ä.), ein Sachwortverzeichnis ist aber leider nicht angehängt. Damit wird bleibt vieles leider unverständlich.
Das von ihr bezeichnete 'Große Ganze' (bzw. die 'Große Mutter' oder Urmutter), was immer wieder auftaucht in dem Buch als ein Zustand vor der Ich-Werdung und hauptsächlich vor der Geburt angesiedelt ist, ist vermutlich eine Imagination, aber nicht real existent.
Es kann daher auch nicht als Verlust empfunden werden. Eher würde ich vor der Geburt von einem Werden sprechen, ein Werden aus kleinsten Bausteinen, bis sich ein Mensch geformt hat, der ' das hat die Natur klug eingerichtet ' eben erst nach der Geburt bewusst empfinden lernt. Erst die Eindrücke, die der Säugling in der Welt empfängt, über seine sämtlichen Sinne, und das schrittweise Lernen des jungen Gehirns machen es möglich, diese Erfahrungen irgendwann einzuordnen, zu sortieren, und am Ende auch sich selbst zu finden und zu begreifen. Wir machen einfach eine Entwicklung durch vom Einzeller, Polyp, Wurm hin zum komplexen Menschen, wiederholen damit die Evolution im Kleinen. Man könnte nun dem Polypen unterstellen, er empfinde das Große Ganze (da er ja kein Bewusstsein hat) ' vielleicht ist das so, für mich ist es jedoch etwas abwegig. Es spricht einfach überhaupt nichts dafür!
Der empfundene Mangel, der im Buch als Verlust bezeichnet wird, ist meiner Meinung nach einfach die GRUND-SEHNSUCHT des Menschen nach Liebe, Geborgenheit und Sinn im Leben, die über die Lebenserhaltungstriebe nicht oder nur schwach bewusster Tiere hinausgeht und eben erst mit und durch die Bewusstwerdung entsteht. Die Suche nach einer Ursache dieser Sehnsucht scheint mir die gleiche zu sein, wie nach unserer Existenz vor der Geburt oder dem Tod zu suchen ' wir werden sie nie finden!

Mit den Kapiteln, wo Renz dann sehr ins Mystische abgleitet, wo von Hexen und Verwünschtem die Rede ist, konnte ich nichts mehr anfangen, außer mich zu fragen, ob man das ernst nehmen soll oder nicht? Wahrscheinlich handelt es sich um Metaphern.
Renz beschreibt weiterhin die den Kindern eigene Welt der Märchen als Hinweis dafür, dass Kinder noch lange im Großen Ganzen befangen seien und sich davon nur schrittweise, oft mit Leid verbunden, ablösen. Diese Welt der Märchen, in die sich Kinder oft und gern zurückziehen, sind m. E. aber mitnichten ein Übrigbleibsel eines Großen Ganzen, sondern eine Fantasiewelt, die der Erwachsene dem Kind erst vermittelt hat! Drachen, Hexen, der böse Wolf ' das alles kennt das Kind ursprünglich ja gar nicht! Somit trägt der Erwachsene aktiv zur Fantasie/ Fantasterei des Kindes bei ' und massiv auch zu dessen Ängsten! Märchen wurden seit jeher geschrieben, um dem Kind moralisches Handeln und den Unterschied zwischen Gut und Böse zu vermitteln, oft mit sehr krassen Mitteln. Diese sind natürlich wirkungsvoll (in jeglicher Beziehung) auf eine zarte Kinderseele!

Die Angst vor Dunkelheit ist m. E. nichts anderes als der Eindruck, nicht mehr alle Sinne nutzen zu können, die das Kind doch gerade erst gelernt hat, zu schätzen und mit denen es sich in der Welt zurechtfindet. Also quasi blind zu sein (es schaut vermeintlich ins Nichts), und das versteht ein Kind nicht! Diese Angst kann bis ins Erwachsenenalter im Unterbewusstsein gespeichert bleiben. Die Angst vor Dunkelheit (bzw. 'das Dunkle') als etwas Mystisches bzw. ein Abgeschnittensein von einer anderen, ursprünglichen Daseinsform zu bezeichnen, ist für mich weit hergeholt. Daran kann man glauben ' oder auch nicht.

Das Leben ist nun einmal durch Aktivität gekennzeichnet, jedes Tier muss aktiv sein, sich schützen, ernähren, um sich am Leben zu erhalten. Eine Sehnsucht nach dem vermeintlichen Großen Ganzen wäre dagegen lebensfeindlich und sinnlos, sie würde das Ende herbeisehnen, den Tod, das Nichts.

Auch wundere ich mich sehr über die beschriebenen Träume ' sind das Tagträume oder 'echte' Nachtträume? Ich habe nie von solchen Träumen mit Drachen usw. gehört, selbst auch nie so etwas geträumt. Diese starke Bezogenheit auf mystische Fabelwesen kommt womöglich erst auf, NACHDEM man sich in spirituellen Kreisen mit derartigen Themen beschäftigt hat? Mir geht auch der Ansatz, den Teufel wie Gott gleich zuzulassen oder gar zu lieben entschieden zu weit. Ebenso Renz' Umgang mit Tabus, die aufgebrochen werden müssten. In der Konsequenz hieße das, Gut und Böse nicht mehr unterscheiden zu wollen, alles wäre möglich, alles tolerabel, wir würden als Gesellschaft ins Chaos gestürzt! Denn das Brechen von Tabus hat eben nicht nur Liebe zur Folge.

Was mich sehr angesprochen hat, waren die Kapitel, in denen es um die Antriebsfeder Lebenslust oder die Bewältigung von Urangst geht und um Bewältigungsmuster an sich, diese Dinge hat Renz klar erkannt, sie sind vielen aber nicht bewusst! M. Renz schreibt: 'Jeder Mensch findet sich in eigenen Verarbeitungsweisen von Urängsten wieder.'
Ich habe dadurch auch viel über mich selbst gelernt, z. B. über Fragen wie 'Wie reagiere ich in einer Situation von Auswegslosigkeit? Werde ich aggressiv oder depressiv? Gehe ich auf das Problem ein, packe den Stier bei den Hörnern? Oder bin ich blockiert oder geistesabwesend? Nehme ich kindliche Verhaltensmuster an, um so verstärkten Schutz beim Partner zu erhalten? Werde ich in der Not kreativ, halte ich mich dann stärker an Richtlinien oder Paragraphen oder gehe ich in die Rebellion? Suche ich Gemeinschaft, Hilfe, Nähe oder aber Einsamkeit, Ruhe und Distanz? Besteht die Tendenz, Realitäten zu verwischen oder zu dramatisieren? Kommt der Trotz, kommen Tränen oder hört 'es' auf zu reagieren, kommt einfach nichts?' Das hilft, eigene Handlungsweisen einzuordnen, zu verstehen, Muster zu erkennen bzw. einen roten Faden, der sich meist durchs ganze Leben zieht ' und mit etwas Glück findet man auch den Anfang bzw. Auslöser dafür.

Renz geht darüber hinaus noch auf viele Details ein wie Autismus, Narzissmus und dgl. Das alles zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen.

M. Renz vermittelt anhand ihrer vielen Fallbeispiele, dass sie ein unheimlich gutes Einfühlungsvermögen, Feingefühl und die Fähigkeit, beinahe instinktiv das Richtige zu tun, besitzt. Was mich allerdings doch noch mehr interessieren würde, ist die langfristige Erfolgsrate einer Therapie mit einem solchen Ansatz, davon erfährt man kaum etwas, nur von kurzfristigen Verbesserungen. Auch fehlt in der Gesamtschau der Blick auf die Bindungen der betroffenen Personen mit sog. Frühstörungen (sind sie z. B. ' als Erwachsene - verheiratet, haben sie eine intakte Familie/ Beziehung?), ich vermute nämlich, dass in gestörten Beziehungen oder bewusster Separierung ein Grund dafür zu finden ist, dass sich Menschen 'gestört' verhalten. Andererseits darf nicht vergessen werden zu erwähnen, dass einige Störungen auch ganz einfach genetische Ursachen haben.

Insgesamt trotz allem 'Aber' ein hochinteressantes Buch und psychologische Ansätze von einmal ganz anderer Art. Ich habe es mit viel Interesse gelesen, auch wenn ich, wie beschrieben, nicht jede Auffassung teile. Aber das Ergebnis zählt, der Erfolg!

Was ich vergessen hatte zu erwähnen, mir aber mehrfach sehr unangenehm auffiel, möchte ich hier (später) noch ergänzen:
Renz schreibt wiederholt von Patientinnen und Therapeutinnen. Behandelt sie nur Frauen und Mädchen? Dem widersprechen allerdings ihre Fallbeispiele mit Jungen.
Oder ist das einer übereifrigen Erfüllung der immer groteskere Ausmaße annehmenden GENDER-Idee zu verdanken?
Als ich das Buch deshalb noch einmal durchblätterte, entdeckte ich – ganz klein als Fußnote – die Erklärung, nämlich die Absicht dahinter, in der Einleitung. Renz bezeichnet die seit Jahrhunderten funktionierende Vereinheitlichung in der Sprache als „Einseitigkeit“.
Gerade in einem solchen Buch, wo es u. a. um „Dialogik“, d.h. das Aussöhnen von Gegensätzen geht, ist die Ausklammerung des Männlichen, was ja wiederum nicht der Gleichberechtigung zw. Mann und Frau dient, sondern das Gegenteil bewirkt, nämlich Separierung und Spaltung statt Einheit, Ausgrenzung statt Integration, und zwar an einer Stelle, wo es nun wirklich nicht erforderlich gewesen wäre, für mich nicht nachzuvollziehen. Damit setzt man sogar noch eins drauf auf die Nicht-Gleichberechtigung, indem der in der Kultur gewachsene, verinnerlichte und richtig verstandene (nämlich stellvertretend für beide Geschlechter) männliche Überbegriff einer Bevölkerungsgruppe (z. B. Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Schüler, Touristen, Wanderer, Sportler etc.) ersetzt wird durch den weiblichen, den aber niemand als Überbegriff versteht (erst recht kein Ausländer, der die deutsche Sprache lernen möchte - solche Grotesken gibt es in keiner anderen Sprache!)
Renz reiht sich damit ein in die von ihr kritisierte westliche Kultur, in der Macht wichtiger als Liebe ist, sie widerspricht damit dem Gedanken der Versöhnung und des Loslassens und bedient damit den Feminismus.

Ich bin sicher, dass solche Formulierungen bereits in 10 Jahren schon nicht mehr verstanden werden, weil eine totale Fehlentwicklung, die sich nicht durchsetzen wird. Und ich bin sicher: die Mehrheit der Menschen in unserem Land (oder etwa Menschinnen?) sieht diesbezüglich auch überhaupt keinen Änderungsbedarf. Immerhin haben dann die Verlage wieder etwas zu tun – diese Bücher wieder von solchen Dingen zu befreien, damit sie lesbar bleiben…


Robens Campinghocker, Geographic Red, One Size, 490001
Robens Campinghocker, Geographic Red, One Size, 490001
Wird angeboten von BB Sport
Preis: EUR 19,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Totaler Reinfall!, 18. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Robens Klapphocker Geographic (Ausrüstung)
Das ist ein Hocker für Kinder! Er ist so niedrig, dass eine normal gebaute, europäische Person darin nicht sitzen kann - oder nie wieder hoch kommt aus dem Teil. Da kann man eigentlich auch gleich eine Decke oder ein Sitzkissen nehmen.
Für welche Zwecke ein solcher Hocker gemacht ist - das erschließt sich mir nicht.
Ein absoluter Fehlkauf für mich.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2016 9:31 PM MEST


Der Weg des Künstlers
Der Weg des Künstlers
von Julia Cameron
  Broschiert

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch für verhinderte oder Möchtegern-Künstler, 5. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Weg des Künstlers (Broschiert)
Eine Anleitung zum Künstlersein. So etwas habe ich noch nie gelesen und habe ordentlich gelacht dabei.
Ich vermute jedoch, dass man aber auch mit dieser Anleitung nicht vom Otto-Normalverbraucher zum Künstler wird. Entweder es steckt in einem – dann IST man Künstler – oder nicht, dann nützt auch dieses Buch wenig.
Übrigens steckt es voller Klischees über Künstler (als ob man dann, und nur dann Künstler ist, wenn man ungewöhnlich gekleidet und frisiert ist und unangepasste Lebensweisen praktiziert!). Also strotzt das Buch von Oberflächlichkeiten und sagt beinahe nichts aus über die Tiefe und den Sinn, den die Kunst haben und geben kann. Ich kann nur sagen – SO wird das nichts. Das Buch mag bewirken, dass sich eine Hausfrau Freiräume für ihren Strickkurs nimmt; die Empfehlung, weniger zu arbeiten zugunsten der Kunst ist für einen Menschen, der von dieser Arbeit seine Familie ernähren muss, eine schlechte. Auch die Empfehlung, sich von Freunden zu trennen, die einen von der Kunstausübung abhalten oder abraten, halte ich für sehr vermessen. Wer Freundschaften rein utilitaristisch sieht, ist für mich einfach nur kaltherzig.
Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: Wer kreativ ist, muss dieses Buch nicht lesen. Wer es nicht ist, dem nützt das Buch auch wenig. Wer Künstler ist, lebt diese Kunst und lebt oft ein gar nicht mal so spektakuläres Leben, wie es die Autorin vermutet. Künstler sind oft bescheiden und sehr „normal“. Und dem, der die Kunst nicht in sich hat, wird mit dem Buch nicht geholfen werden.
Also meiner Meinung nach eine ziemlich überflüssige Anleitung zum Künstlerdasein, allenfalls eine allgemeine Lebensanleitung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2016 7:57 PM MEST


Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität
Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität
von Julia Cameron
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch für verhinderte oder Möchtegern-Künstler, 5. Mai 2016
Eine Anleitung zum Künstlersein. So etwas habe ich noch nie gelesen und habe ordentlich gelacht dabei.
Ich vermute jedoch, dass man aber auch mit dieser Anleitung nicht vom Otto-Normalverbraucher zum Künstler wird. Entweder es steckt in einem – dann IST man Künstler – oder nicht, dann nützt auch dieses Buch wenig.
Übrigens steckt es voller Klischees über Künstler (als ob man dann, und nur dann Künstler ist, wenn man ungewöhnlich gekleidet und frisiert ist und unangepasste Lebensweisen praktiziert!). Also strotzt das Buch von Oberflächlichkeiten und sagt beinahe nichts aus über die Tiefe und den Sinn, den die Kunst haben und geben kann. Ich kann nur sagen – SO wird das nichts. Das Buch mag bewirken, dass sich eine Hausfrau Freiräume für ihren Strickkurs nimmt; die Empfehlung, weniger zu arbeiten zugunsten der Kunst ist für einen Menschen, der von dieser Arbeit seine Familie ernähren muss, eine schlechte. Auch die Empfehlung, sich von Freunden zu trennen, die einen von der Kunstausübung abhalten oder abraten, halte ich für sehr vermessen. Wer Freundschaften rein utilitaristisch sieht, ist für mich einfach nur kaltherzig.
Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: Wer kreativ ist, muss dieses Buch nicht lesen. Wer es nicht ist, dem nützt das Buch auch wenig. Wer Künstler ist, lebt diese Kunst und lebt oft ein gar nicht mal so spektakuläres Leben, wie es die Autorin vermutet. Künstler sind oft bescheiden und sehr „normal“. Und dem, der die Kunst nicht in sich hat, wird mit dem Buch nicht geholfen werden.
Also meiner Meinung nach eine ziemlich überflüssige Anleitung zum Künstlersein, vielleicht aber ist der eine oder anderen Punkt in dem Buch schlichtweg eine gar nicht so schlechte Lebensanleitung.


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