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Rezensionen verfasst von
Mr. "Rullep" (Seelscheid)

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Zooropa
Zooropa
Preis: EUR 7,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das "Schwesteralbum" von Achtung Baby, 29. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Zooropa (Audio CD)
VORWORT:

Wenn ich diese Rezension schreibe, gibt es die Band U2 seit 33 Jahren - in dieser Zeit ist eine Menge passiert. Waren die Anfänge noch vom Punk beeinflusst, so reiste die Band über die Jahre weiter und sog neben New Wave-Tupfern, jede Menge Blues, R&B und Soul in ihren Sound auf. Am interessantesten fand ich jedoch ihren wohl radikalsten Bruch mit dem elektronischen Rockalbum "Achtung Baby". Es ist bis heute eines meiner absoluten Lieblingsalben und neben der grandiosen Musik die sich auf diesem Werk befindet, war auch die Optik der Band eine neue. Damals pendeltete Bono noch gekonnt zwischen Rockbiz und Ironie, erschuf neben dem, in leder gekleideten Rockstar mit Fliegensonnenbrille, auch die Kunstfigur Macphisto. Immer wenn ich die Konzerte oder Musikvideos dieser Zeit sehe, so denke ich an eine wirklich tolle Band, die sich damals in ihrem Zenit befand...

ZOOROPA:

Dieses Album entstand während der ZOO-TV-Tour und sollte ursprünglich nur als EP erscheinen. Da sich allerdings sehr viele Lieder ansammelten, beschloss man letztlich doch ein ganzes Album draus zu machen - Gute Idee!

Der Sound macht dort weiter, wo "Achtung Baby" beendet war und dennoch gehören die beiden Alben irgendwie zusammen. Als ich "Zooropa" die ersten Male hörte, war ich ein wenig ernüchtert, da ich noch so begeistert vom Vorgänger war und selbst heute vertrete ich die Meinung, das es keine leichte Kost ist. Der klassische Fremdkörper auf der Platte ist für mich das schräge, "Daddy's Gonna Pay for Your Crashed Car". Dieser Song liegt in der Mitte des Albums und wenn einem hier die Puste ausgehen sollte, verpasst man leider noch einen wunderbaren Endspurt mit berauschenden Stücken wie "The First Time" und dem, von Johnny Cash gesungenen "The Wanderer". Insgesamt würde ich sagen, das "Zooropa" nicht unbedingt ein durch und durch geschlossenes Album wie "The Joshua Tree" oder eben "Achtung Baby" darstellt. Andererseits ist es für mich ein sehr "reifes" Werk und auch, wenn es erst nach mehrmaligem Hören wächst, so ist es doch um einiges stimmiger, als der direkte Nachfolger "Pop", auf dem sich die Band zuviel traute.

Highlights sind neben dem Opener "Zooropa", das monoton wirkende "Numb", die Popnummer "Lemon", sowie "Stay" und die bereits angesprochenen Stücke.

F A Z I T:

Für mich, die "fast" perfekte Symbiose aus Rock und Elektronik. Allerdings kein Werk aus einem Guss wie z.B. "Achtung Baby". Dennoch, wenn ich sagen müsste, wann ich U2 am besten fand, so würde ich ohne lange nachzudenken sagen - zwischen 91 und 93 - DANKE!


Bruce Lee - Die Todeskralle schlägt wieder zu - Uncut [Blu-ray]
Bruce Lee - Die Todeskralle schlägt wieder zu - Uncut [Blu-ray]
DVD ~ Bruce Lee
Preis: EUR 7,97

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Film steht wie kein anderer für Bruce Lee!, 2. Oktober 2011
VORWORT:

Er hat nur vier (!) Filme vollendet, der fünfte - "The Game of Death", wurde leider nie fertig gestellt. Wie gut dieser wohl geworden wäre, sieht man während des gut 30-Minütigen Pagodenkampfes, der Hauptbestandteil der Doku "Der Weg eines Kämpfers" ist. Ich persönlich habe mir die verstümmelte Fassung mit einem Lee-Double nie angeschaut, da reichten mir bereits die peinlichen Ausschnitte. Würde ich danach gefragt, welchen "echten" Bruce Lee-Film ich für seinen besten halte, so schwanke ich zwischen "Fist of Fury" und "Way of the Dragon" - dem hier beschriebenen Werk. Es ist der einzige Film, bei dem der "kleine Drache" selbst Regie geführt hat und das merkt man auch...

FILM:

Die Geschichte eines Mannes, der in eine fremde Kultur kommt und mit anderen Sitten und Gebräuchen konfrontiert wird. Letztlich soll er der Nichte eines Bekannten aus Hongkong helfen, die in Rom ein China-Restaurant führt und von einer kriminellen Bande bedroht wird. Anfangs sehen wir einen eher unscheinbaren Mann, der freundlich und lächelnd durch die italienische Hauptstadt läuft. "Wie wollen Sie mir denn helfen?", fragt die junge Chinesen, kurz nach seiner Ankunft. Ab diesem Zeitpunkt dauert es noch eine ganze Weile, bis Tang Long sich beweisen wird...

Dieser Film unterscheidet sich doch im besonderen von den anderen Lee-Filmen, da die Hauptperson dem Kämpfen eher negativ eingestellt ist, und nur im absoluten Notfall Hand anlegt.

(ACHTUNG SPOILER!) Selbst nach dem berühmten Endkampf im Kolosseum betet er nachdenklich um den, von ihm getöteten Colt (Chuck Norris). Die teilweise kindisch, wirkenden Chinesen, denen er nach einiger Zeit Kung Fu beibringt, scheinen, zumindest anfangs nur an kämpfen zu denken, und ihre mangelnden Fähigkeiten ständig unter Beweis stellen zu müssen. Schließlich scheinen sie jedoch durch Tang Long auf den rechten Weg gebracht zu werden und lernen, das es eigentlich weniger um das Kämpfen gehen sollte...

BLU-RAY:

Für eine, wohl eher mit niedrigem Budget gedrehte Hongkong-Produktion aus dem Jahr 1972, sieht der Film teilweise sehr gut aus. Die extremen Unschärfen am Flughafen liegen, wie bereits einige Vorredner schrieben, einem eher schlechten Master zu Grunde. Aus diesem Grund kann man eben auch von einer Blu-Ray keine Wunder erwarten. Äußerst positiv hervorzuheben ist die fantastische Neusynchro des ZDF. Man mag zwar darüber streiten können, welcher Sprecher der geeignetere für Lee war, doch allein die stimmige Scriptübersetzung ist, genauso wie bei "Fist of Fury" um einiges besser. Ansonsten gilt für den Ton jedoch das gleiche, wie für das Bild - bei einem so alten Film...

F A Z I T:

Klar, auch "Way of the Dragon" ist ein Film, der von Kämpfen handelt und auch einige humoristische Einlagen hat. Dennoch merkt man dem Film an, das es Lee darum ging, seine Botschaft zu transportieren. In keinem anderen seiner Werke, sieht man ihn so ausgeglichen und oftmals fröhlich. Er spielt einen Mann, der bis zum Schluss darauf aufmerksam macht, das ein Kampf nur zur Selbstverteidigung dienen sollte. Dieser Film handelt nicht wirklich vom Hauptthema der anderen Lee-Filme - Rache. Ob "The Big Boss", "Fist of Fury" oder auch "Enter the Dragon" - grundsätzlich ist der von Lee dargestellte Chrarakter früher oder später von der Wut überwältigt und läßt dies seine Gegner spüren.
Manche halten "Enter the Dragon" ja für seinen besten Film, doch ich bin da ganz anderer Meinung. Zum einen hat "Der Mann mit der Todeskralle" (der deutsche Titel) wohl einen besonderen Bonus, da er der erste Martial Arts-Film einer Hollywoodproduktion war. Zum anderen fiel es mir schon immer negativ auf, das Bruce Lee in diesem Film immer sehr mürrisch und ernst aussieht. Die Kämpfe mögen größtenteils sehenswert sein, doch alles in diesem Film war mir einfach zu düster und umgeben von einem kalten Beigeschmack, nicht nur wegen Lees plötzlichem Tod im Juli 1973.

Die Faszination, die Bruce Lee auf mich ausübt, beruht viel eher auf diesem Vorgängerfilm. Auch wenn sämtliche Bruce Lee-Filme nicht gerade in der schauspielerischen Oberklasse anzusiedeln sind, und auch manche Szenen eher unfreiwillig komisch wirken, so sticht dieser hier doch erheblich aus dem Schatten der übrigen Werke. Was ihn für mich einen Tick besser macht als z.B. "Fist of Fury", ist die, bis zum Schluss eher negative Einstellung zum Kämpfen, während Lee in "Fist of Fury" oftmals wie ein Rachedürstiger Todesritter wirkt. Selbst der Weise wirkende Lee in "Enter the Dragon" ist doch letztlich vom Gedanken getrieben, den Tod seiner, in den Selbstmord getriebenen Schwester zu rächen und nebenbei einem Drogenhändler das Handwerk zu legen.

Anmerken möchte ich noch, das mir die deutschen Filmtitel Lees' Filme, schon immer ein Dorn im Auge waren. Wesentlich passender finde ich hier die internationalen Titel. So schließe ich meine Rezension mit dem Verweis auf "The Big Boss", "Fist of Fury", "WAY OF THE DRAGON" und "Enter the Dragon" - den einzigen vier Filmen, die Bruce Lee reichten, um die Kluft zwischen Ost und West zu überbrücken. Er ist auch heute, 38 Jahre nach seinem viel zu frühen Tod, ein Teil der Popkultur und beeinflusste viele Menschen - egal ob Kampfsportler, Regisseure oder gar Musiker - DANKE
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 26, 2013 4:36 PM MEST


Bloodsport - Eine wahre Geschichte
Bloodsport - Eine wahre Geschichte
DVD ~ Jean-Claude Damme
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Van Damme mit einigem Trash!, 1. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bloodsport - Eine wahre Geschichte (DVD)
VORWORT:

Naja, bei Van Damme ist das so eine Sache. Vielleicht mag ich ja ein wenig engstirnig sein, da ich seit kleinauf eher ein Bewunderer von Bruce Lee bin, doch selbst die "Muscles from Brussels" können einige gute Filme vorweisen. Der Belgier hat ja so manche Filme gemacht, leider auch viel Mist. "Bloodsport" gehört neben "Universal Soldier", "Timecop", "Hard Target" und "Sudden Death" (mit abstrichen "Double Impact"), jedoch zu meinen persönlichen TOP 5 seiner Filme.

FILM:

Die Story ist den meisten wohl bekannt. Fraglich ist, ob dieser Film tatsächlich auf der wahren Geschichte eines gewissen Frank Dux basiert. Wie dem auch sei - die Kämpfe sind, ungekürzt vorausgesetzt, recht sehenswert, und zuweilen recht blutig. Wirklich überzeugen konnten mich aber meist nur die Fights mit Van Damme selbst. Allen voran der finale Kampf gegen den brutalen Chong Li. Gespielt wird dieser von Bolo Yeung, den man bereits aus "Der Mann mit der Todeskralle" und "Double Impact" kennt. Ich persönlich finde diesen Mann äußerst unsympathisch aber schließlich wird er so seinen bösen Rollen gerecht. Witzig fand ich die teilweise trashigen Szenen mit Dux' Freund Jackson. Ob vor der Spielekonsole oder in Begleitung des Betreuers - da gibt es meistens was zu schmunzeln ("Bist du Jackson? - du siehst aus wie Jackson").

F A Z I T:

Schauspielerisch war Van Damme, ähnlich Steven Seagal, zwar noch nie ein Mime vor dem Herrn, doch in späteren Filmen wirkte er doch um einiges "überzeugender", als wie hier in "Bloodsport". Im Grunde genommen geht es in diesem Film ja auch nicht um authentische Schauspielkunst sondern um Kampfsportszenen. Unter diesem Umstand gehört "Bloodsport" wohl zu den vorzeigbarsten Filmen dieses Genres und erzählt nebenbei noch eine kleine Lovestory und den Ursprung der Turnierteilnahme. Im übrigen ist der wirklich gute Schauspieler Forest Whitaker in einer Nebenrolle zu sehen und auch die Musik untermalt den Film mit den passenden Klängen.
Die DVD bietet ein solides Bild und einen, jederzeit klaren Ton. Wunder darf man bei einer eher billigen Produktion aus den 80ern natürlich nicht erwarten, doch es gibt wesentlich schlechtere DVD-Transfers. Alles in allem ein unterhaltsamer Van Damme-Film, wobei ich seine späteren Filme klar bevorzuge.


Loriot - Die vollständige Fernseh-Edition - Alle Sketche und Cartoons aus 40 Jahren [6 DVDs]
Loriot - Die vollständige Fernseh-Edition - Alle Sketche und Cartoons aus 40 Jahren [6 DVDs]
DVD ~ Loriot

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtiler Humor - erfrischend unaufdringlich!, 30. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
VORWORT:

Es hat mich schon etwas traurig gemacht, als ich hörte, das Vicco von Bülow gestorben ist. Seit meiner Kindheit gab es drei Humoristen/Komiker, die mich begleitet haben. Während Otto Waalkes und Didi Hallervorden allerdings eher den Klamauk bedient haben, so war es bei Loriot immer ein ganz besonders feiner Humor, der mich zum lachen brachte. Was mich an den "Comedians" der heutigen Zeit stört, sind die aufdringlichen Pointen, die geradezu danach schreien wann man zu lachen hat. Auch wenn Geschmack relativ ist, so sind mir die Mario Barths, Cindys aus Marzahn und wie sie alle heißen, seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Für mich ist es eher 08/15-Humor aus der Klischeekiste, und auch wenn Loriot in seinen Sendungen ebenfalls ein Augenmerk auf das Zusammenleben zwischen Mann und Frau gelegt hat, so war es jedoch eine ganz andere Herangehensweise...

DVD-BOX:

Diese Fernseh-Edition besticht vor allem durch die liebevolle Aufmachung. Sowohl das edle Artwork der Box, sowie die schönen Menüs stechen sofort ins Auge. Interessiert war ich im besonderen an der Cartoon-Reihe, die mich mehr als überzeugt hat. Schon Ende der 60er hatte Loriot ein Gespür für seinen ganz speziellen Humor, der niemals platt oder aufdringlich war. Ein besonderer Leckerbissen sind natürlich die 6 Loriot-Folgen von Radio Bremen. Im Gegensatz zu den späteren TV-Ausstrahlungen, die oftmals um einige Minuten gekürzt wurden, ist hier alles unberührt geblieben. Auf diese Weise werden viele, miteinander verwobene Geschichten noch aufschlussreicher. Jeder hat wohl seine persönlichen Favoriten der vielen Geschichten - ob die "Herren im Bad", der "Kosakenzipfel" oder die Familie Hoppenstaedt. Ein toller Bonus sind, neben vielen interessanten Interviews, die kompletten Sketche wie eben der, von den "Herren im Bad" - der während der Loriot-Folge nicht am Stück ist.

(BILD UND TON)

Was das Bild betrifft, so sollte man bedenken das man es hier mit Material zu tun hat, das teilweise 40 Jahre auf dem Buckel hat. So bleibt es nicht aus, das einige Sketche, wie etwa das Helmut Schmidt-Interview ein wenig flackern und das Bild stellenweise etwas "unruhig" wirkt.

Der Ton ist jederzeit verständlich und niemand erwartet hier wohl ernsthaft einen Pseudo-5.1 Klang.

F A Z I T:

Eine wunderschöne Box, bei der Vicco von Bülow selbst mitgeholfen hat (Produktion). Lediglich seine beiden Kinofilme, "Ödipussi" und "Pappa ante Portas" fehlen hier, doch das kann ich verschmerzen. Auch wenn ich damit vielleicht manchen Fans vor den Kopf stoße, aber ich finde die Filme, trotz einiger Lacher ein wenig anstrengend. Dort geht es ca. 90 Minuten um eine Person bzw. Familie und nicht, um kurz erzählte Geschichten wie in den Sketchen. Dennoch hatten auch die Filme teilweise ihren Reiz und die könnte ich mir ja zur Not auch noch zulegen. Alles in allem ist auf dieser Box alles drauf, was man von Loriot braucht und an seinem Humor liebt. Für mich eine schöne Erinnerung an einen wirklich, witzigen Menschen.


INXS - I'm only looking: The Best of DVD
INXS - I'm only looking: The Best of DVD
DVD ~ INXS

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visueller Output einer großartigen Band., 5. Juli 2011
VORWORT:

INXS gehören wohl zu den wenigen australischen Bands, die International Karriere machen konnten und erst durch den viel zu frühen Tod ihres charismatischen Leadsängers Michael Hutchence wurde es lange Zeit still um die Australier...

DVD:

Hervorzuheben ist bei den Jungs, das sie ihren "Funkrocksound" visuell sehr vielseitig unterlegten. Den ersten Clips ist das schmale Budget zwar noch deutlich anzusehen aber es dauert nicht lange, bis Songs wie "What You Need", "Need You Tonight" oder auch "Never Tear Us Apart" die verschiedenen Formen der Clipkultur wiederspiegeln. Zum einen Popartstyle, dann wieder ein wenig Filmisch oder beides zusammen. Definitiv gehört der Videooutput der Band aus Down Under zu den sehenswerteren dieser Kunstform. Neben den bereits aufgezählten Songs gefallen mir vorallem, "Suicide Blonde", "Bitter Tears", "The Gift" und auch der letzte offizielle Clip mit "Hutch" - "Elegantly Wasted", aus dem Jahr 1997.
Ein Rezensent schrieb das die Bandkommentare vor jedem Video nicht geskipt werden können.
Naja, sie können durchaus geskipt werden, nur ist das relativ nervig. Ich persönlich hätte so eine Art Seamless Branching gut gefunden mit dem man im Hauptmenü hätte auswählen können, ob die Videos mit oder ohne diesen Videokommentar abgespielt werden sollen. Im übrigen fällt bei diesen Kommentaren der Band auf, das Bild und Ton teilweise asynchron sind und schon allein aufgrund dessen auch eine seperate Audiospur ausgereicht hätte - ohne visuelle Unterstützung. Doch keine Angst - das Asynchrone betrifft wirklich nur die Kommentare!

BILD
Den ersten Clips sieht man ihr Alter natürlich an doch wer erwartet hier auch ernsthaft das gezaubert werden kann? Im Großen und Ganzen ist die Qualität der 80er Songs durchaus passabel, auch wenn die Videos der 90er natürlich die Nase etwas vorne haben!

TON
Wow! Der Ton überzeugt auf ganzer Linie. Neben der 5.1 Spur läßt selbst der Stereomix die Wände wackeln und klingt sehr dynamisch und frisch. Hier wurde ganze Arbeit geleistet und es macht Spaß sich die Clips in diesem hervorragenden Soundgewand anzuschauen! Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, das die letzten Clips deutlich lauter sind, als die vorherigen - aber was soll's...

BONUSMATERIAL:

Auch auf der zweiten Scheibe wurde nicht gegeizt - viele Promoclips zu Alben wie "X", "WTWYA" etc. und als besonderes Schmankerl - ausgewählte Liveclips! Abgerundet wird das ganze noch mit einer kleinen Doku über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur vieler der Videos.

F A Z I T:

Dieses Set lohnt sich! Wer INXS mag, kommt an dieser Clipsammlung nicht vorbei, denn man wird mit fantastischem Sound und überwiegend sehenswerten Videos bestens unterhalten. Wie einer der Rezensenten schrieb: "Es fehlt leider Michael Hutchence". Dem kann ich mich nur anschließen...


Remixes 2: 81-11 (3 CD-Box)
Remixes 2: 81-11 (3 CD-Box)

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keineswegs ein Pflchtkauf!, 15. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Remixes 2: 81-11 (3 CD-Box) (Audio CD)
REMIXES 2: 81-11 (Deluxe)

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, diese Deluxe-Box durchzuhören und die meisten, der 37 Songs haben einfach nichts mehr mit dem gemein, weswegen Depeche Mode einst als die Sperrspitzen der innovativen Remixkultur galten. Klar, einige Ausnahmen, wie etwa der "Question Of Time"-Remix (EBM-Style) sind positive Ausreißer. Selbst der Alan Wilder Remix von "In Chains" gehört noch zu den besseren Songs, obwohl ich mir davon mehr erhofft hatte. Erwähnenswert sind natürlich noch die Songs, welche bereits auf den damaligen Singles vertreten waren und keine Unbekannten sind.

Der überwiegende Teil dieser Collection besteht jedoch größtenteils aus Clubtauglichen Stampfern die einfach zu monoton daherkommen, als das sich ein eigener Charme entwickeln kann. Als Beispiel verweise ich auf die diversen "Personal Jesus" Versionen. Beim ersten hören gehen sie zwar gut ins Ohr, doch wenn man bedenkt, wie ausgefallen und interessant die Remixe auf den damaligen Singles klangen, so enttäuschter ist man von den Klängen auf diesem Sampler.

FAZIT:

Ehrlich gesagt bin ich froh, das ich diese 3er CD-Box nicht gekauft habe, da es allmählich immer klarer wird, das DM-Releases keineswegs mehr ein "Must Have" darstellen. Schon ihr erster Remix-Sampler aus dem Jahr 2004, war insgesamt zu vernachlässigen.

Bei der Neuauflage können auch Alan Wilder und Vince Clarke als Ex-Depeche Mode Mitglieder keine Kastanien aus dem Feuer holen. Es überwiegt die Enttäuschung über halbgare bis grottenschlechte Versionen der meisten Songs auf dieser Edition. Früher hatte ich immer den Eindruck, das es bei DM um Qualität ging - heute scheinen sie ihre Songs verramschen zu lassen, um ihre Konten noch mehr zu füllen. Nach SOTU, ihrem letzten, ebenfalls schwachen Studioalbum, scheint auch die Qualität ihres Geschmacks getrübt zu sein. Wer für die Veröffentlichung dieser Remixbox grünes Licht gibt, sollte sich zumindest mal die Ohren waschen - egal ob Band oder Plattenfirma!

Für alle, die sich für Depeche Mode interessieren sei gesagt, das neben den klassischen Alben vorallem die DM-Singlesboxen 1-6 zu empfehlen sind, da dort noch das zu hören ist, was diesem REMIXES 2 abgeht - interessante Remixversionen und größtenteils tolle B-Seiten.


The Beatles - Anthology DVD Box-Set (5 DVDs)
The Beatles - Anthology DVD Box-Set (5 DVDs)
DVD ~ The Beatles
Preis: EUR 33,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wie war das denn, damals?", 16. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
VORWORT:

Als die Anthology 1995 in gekürzter Form im ZDF lief, waren die Beatles noch nicht besonders interessant für mich. Trotzdem schaute ich mir damals einiges an und fand die Machart sehr beeindruckend. Inzwischen spielen die Beatles eine wesentlich wichtigere Rolle für mich und ich besorgte mir diese Box...

ANTHOLOGY:

Von der Geburt der Fab Four, über die Anfänge in Liverpool und dem ersten Line-Up mit Stuart Sutcliffe und Pete Best werden die ersten Jahre ausführlich beleuchtet. Begleitet von Interviews mit Paul, George, Ringo und Audiokommentaren von John. Hervorragend gefallen haben mir auch die liebevoll gestalteten Sequenzen, in denen durch ein Zimmer voller Beatles-Postern und Erinnerungstücken geschwenkt wird. Es folgen ausführliche Infos über den Cavern Club und die Hamburger Zeit, nach der Ringo zum festen Mitglied der Band wurde.

Darüberhinaus gibt es etliche TV-Auftritte während denen bereits zu erahnen ist, welche Hysterie die Jungs auslösten, sobald sie eine Vorstellung gaben. Teilweise kann man wirklich schmunzeln, wenn man die, meist weiblichen Fans, kurz vor einem Nervenzusammenbruch beobachtet. Schade ist es allerdings, das gerade aufgrund dieser Schreiereien die Musik während der Konzerte unterging und bereits im Jahr 1966 die letzte Tour stattfand, da es den Jungs zu bunt wurde. Wenn man bedenkt das die Beatles während ihrem Auftritt im Shea-Stadion von 30 auf 100(!) Watt-Verstärker umgestiegen waren wundert es umso mehr, das überhaupt ein Ton zu hören war.

Das schöne an dieser Doku ist die Tatsache, das Jools Holland, ein bekannter britische Musiker und Showmaster die drei verbliebenen Mitglieder (George lebte ja noch) persönlich befragte und darüberhinaus auch der langjährige Produzent George Martin sowie Tourmanager Neil Aspinall zu Wort kamen. Die Rolle von Manager Brian Epstein wird ebenso gewürdigt und mit einem Nachruf abgeschlossen.
Für mich waren vorallem die DVDs 3 und 4 ein Erlebnis, da hier die Zeit der experimentellen Phase eingeleitet wurde und die Enstehung von Alben wie "Rubber Soul", "Revolver" etc. beleuchtet wird.
Im musikalisch ohnehin aufregenden Jahr 1967 wird ihrem legendären Album "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" besonderes Augenmerk geschenkt und ihre psychedelische Zeit beschrieben.
Dabei wird man Zeuge von den ersten Drogeneskapaden der Jungs und ihrer Indienzeit, die einen großen Einfluss auf das "Weiße Album" hatte. Dann taucht plötzlich Yoko Ono auf und es scheint, als ob dies einer der Gründe für die spätere Trennung war. Doch wenn man intensiv den Anekdoten von John, Paul, George und Ringo lauscht, wird man feststellen das es bei weitem nicht der einzige Grund für den späteren Bruch war. Die "Get Back"-Sessions waren wohl ebenso ein Sargnagel für die Jungs, wie die vielen kleinen Reibereien innerhalb der Band.

Für mich persönlich gab es allerdings auch einen bitteren Wehrmutstropfen. Sehr enttäuscht war ich von der stiefmütterlichen Behandlung von "Abbey Road" - einem Album, das bis heute eine besonders große Faszination auf mich ausübt. Außer einigen Ausschnitten der Songs und einem schönen Promoclip zu "Something" wird die Produktion dieses grandiosen Werkes kaum gewürdigt.

Als letztes bleibt eine fünfte DVD mit einigem Bonusmaterial. Hier erfährt man mehr über die Enstehung dieser umfangreichen Doku und der Aufnahmen zu den beiden neuen Songs "Free as a Bird" und "Real Love". Beiden Songs wurden gut gemachte Videoclips gewidmet die im übrigen sehr sehenswert sind.

BILD + TON:

Hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Die Macher haben sich alle erdenkliche Mühe gegeben und tief in den Archiven gestöbert. Was man zu sehen bekommt sind, in Anbetracht des Alters, sehr gute Filmdokumente der Frühzeit. Inklusive unzähliger TV-Auftritte in diversen Shows (Ed Sullivan) wird einem auf nostalgische Weise der Aufstieg der Liverpooler gezeigt. Unterstützt wird das ganze von überabeiteten Versionen der jeweiligen Alben und Singles, die während Interviews und "Diashows" im Hintergrund laufen. Dabei fällt einem direkt auf wie glasklar und druckvoll die Songs rüberkommen - vorallem die Aufnahmen ab "Rubber Soul". Ein besonderes Highlight war für mich der recht umfangreiche Zusammenschnitt des Konzerts im New Yorker Shea Stadium, das erstmals vor einer riesigen Menschenmenge von 55.000 Zuschauern stattfand.

FAZIT:

Ich habe mir die komplette Box (ca. 11 Stunden) innerhalb von 2 Tagen angeschaut und war begeistert. Da ich jedoch gerade ihre musikalische Blütezeit ab 1966 liebe, war es umso interessanter zu sehen, wie die Pilzköpfe in braven Anzügen zu der Band wurden, wie man sie ab "Revolver" wahrnahm. Ich persönlich hätte auf einige, sich wiederholende Songs und TV-Auftritten ihrer Frühzeit verzichten können und dafür lieber mehr Infos über "Abbey Road" bekommen, doch nicht jeder Mensch interessiert sich nunmal so wie ich, für Albumproduktionen.
Fairerweise muß man es dem Produktionsteam zugestehen, irgendwo die Schere anzusetzen und gewisse Dinge mehr bzw. weniger zu beleuchten. Insgesamt betrachtet wird jede Zeit ausführlich beleuchtet und detailliert kommentiert. Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese interessante Zeitreise zu besorgen. Alles was man über die erste große Rockband wissen muß, wird hier ausführlich besprochen. Die Machart ist für eine Doku unglaublich spannend und liebevoll umgesetzt worden. Perfekt !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2011 10:54 AM CET


Abbey Road (Remastered)
Abbey Road (Remastered)
Preis: EUR 7,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So soll Musik klingen - "Abbey Road" mit Frischzellenkur, 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Abbey Road (Remastered) (Audio CD)
VORWORT:

Seit der Kindheit ist einem der Name Beatles oder "Pilzköpfe" zwar ein Begriff gewesen, doch früher verband ich mit diesen Namen vor allem ihre Frühphase zwischen 1962 und 1965. Irgendwann hörte ich dann jedoch "Sgt. Pepper's", das "Weiße Album" und natürlich ABBEY ROAD. "Das ist die gleiche Band, die mal Sachen wie "Help!" (ihr früher "Mersey-Beat" hat mir eben noch nie so besonders gefallen) gemacht hat?" Allmählich dämmerte mir, weswegen diese Band aus Liverpool als so wichtig und einflussreich gilt. Es gibt nur wenige Bands neben den Fab Four, die soviel Einfluss auf die Pop und Rockmusik haben. Zu erwähnen wären da allerdings noch Pink Floyd und Kraftwerk. Wie dem auch sei - im Jahr 2009 wurde der gesamte Backkatalog der Beatles abgestaubt und klangtechnisch veredelt. Leider treibt mir der Begriff "Remastering" nicht immer ein Grinsen ins Gesicht. Es gibt viele Alben, die dadurch verschlimmbessert wurden und lediglich durch extreme Lautstärke, negativ auffallen...

ABBEY ROAD:

...nicht so beim letzten Werk von John, Paul, George und Ringo. Das was aus den Boxen kommt ist eine Offenbarung. OK - viele behaupten zwar, das die klanglich verbesserten Stereoalben nicht viel besser klängen, als der 87er Release. Dazu sollte man allerdings zwei Dinge bedenken: zum einen handelt es sich bei Alben wie Abbey Road um Aufnahmen, die gut 40 Jahre auf dem Buckel haben und zweitens sollte man Remastering nicht mit Remixed verwechseln. Das was ich nicht möchte, sind neu hinzugefügte Sounds und Instrumente, die nichts mit dem Original zu tun haben. Fakt ist, das diese Scheibe sehr "frisch" klingt und knackig daherkommt. Ein Album wie U2s "The Joshua Tree" hat erst gut 20 Jahre hinter sich und dennoch klingt dessen Remastering-Neuauflage wie ein grandioses Stück Musik unter einer Wolldecke. Dort wurde leider verschlimmbessert und ein unausgegorener Soundbrei aufbereitet, der weder dynamisch noch frisch klingt.

Abbey Road punktet dagegen mit sauberem Klang - McCartneys Bassspiel klingt z.B. knackiger und direkter als früher. Die gesamten Instrumente wirken sauberer und bereiten einen wunderbaren Hörspass. Als Kind der 80er weiß ich zwar noch was ein Plattenspieler ist, doch aufgewachsen bin ich dann doch eher mit Kassetten und CDs. Umso erstaunlicher ist es jedoch gerade deshalb, das einige Rezensenten, die sämtliche Alben der Beatles auf Vinyl bevorzugen, sogar vor dieser Remastered-Version den Hut ziehen. CD-Klang wird ja oft als Steril und Kalt bezeichnet wenn man Vergleiche zwischen den analogen und digitalen Klangmedien anstellt. Abbey Road und der Rest dieser Beatles-Box bieten allerdings eine Mischung aus beidem': praktisch handliche Größe einer Compact Disc mit dem, teilweise wirklich warm klingenden Analogsound(!). Auch wenn es sich hier nicht um Vinyl handelt, so kann man dennoch behaupten mit dieser "Remastering"-Neuauflage den wohl besten Kompromiss aus gutem Klang und kratzfreiem Hörgenuss zu erhalten.

Die einzelnen Songs auf dieser Platte zu beschreiben hieße, "Eulen nach Athen tragen". Wohl die meisten Musikliebhaber kennen solch unsterbliche Songs wie "Come Together", "Something" oder "Here comes the Sun". Doch auch alle anderen Titel bestechen durch Kreativität ("I Want You") und man mag kaum glauben, das dieses Werk in harmonischer Eintracht der Bandmitglieder entstanden ist, nachdem die katastrophalen "Get-Back"-Sessions erst einmal auf Eis gelegt wurden um posthum als "Let it Be" die offiziell letzte Beatles-Scheibe darzustellen. In Wahrheit ist es jedoch das Album mit dem berühmten Zebrastreifen auf dem Cover, und dieses erstrahlt auch für mich immer noch so grandios und harmonisch wie wohl für die Leute im Jahr 1969.

FAZIT:

Die Beatles waren groß, die Beatles sind groß und sie werden es wohl immer bleiben. Trotz des beachtlichen Alters ihrer Werke haben die Produzenten dieser Remastered-Box einen überzeugenden Stempel verpasst, egal ob man sich nun eher für den "Mersey-Beat" der ersten Jahre oder die experimentelle Spätphase der Fab Four interessiert. Ich persönlich bevorzuge die Aufnahmen ab "Rubber Soul". Von dort an erschufen die Liverpooler eine klangliche Revolution, die bis heute nachhallt und, vor allem im Bereich der Studioproduktion haben sie (neben den Beach Boys) die Türen aufgestoßen. Allein der Facettenreichtum auf Alben wie "Sgt. Pepper's" oder dem "Weißen Album" war bis dahin nicht dagewesen. Respekt vor den Beatles und, im Bezug auf diese Stereo-Remasters-Box - Respekt vor dieser Aufbereitung ! ! !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2013 6:25 PM MEST


INCEPTION FSK:12
INCEPTION FSK:12
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 5,92

10 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältiger Film, 9. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: INCEPTION FSK:12 (DVD)
ZUM FILM:

Bisher habe ich schon etliche Rezensionen durchgelesen und gemerkt, wie sehr dieser Film polarisiert. Auffällig war für mich die negative, teilweise beleidigende Haltung gegenüber Leuten, die die Story nicht verstanden hatten.
Ich würde mal behaupten, das es durchaus Filme gibt, die mit der Zeit wachsen, während sie beim ersten ansehen eher enttäuschen. So geht es mir im übrigen auch mit Musikalben. Manche können immer wieder im Player rotieren und ich finde sie nach wie vor unzumutbar, oder aber ich höre mit der Zeit Nuancen heraus, die mir einen neuen Blickwinkel auf das Gesamtwerk geben.
Was INCEPTION angeht so hätte ich mich wahrscheinlich sehr darüber geärgert, wenn ich mein Geld für eine Kinokarte verschwendet hätte. Gewiss, nicht jeder Film der in Lichtspielhäusern läuft ist leicht verdaulicher "Popcornstandard", Marke Hollywood. Allerdings erwarte ich von einem Filmemacher schon, das man seinem Werk in soweit folgen kann, das man nicht ratlos versucht, zwanghaft nach dem Sinn des Ganzen zu suchen.

Nachrichtensprecher lesen ja bekanntlich vom Teleprompter ab, der ihnen die aktuellen Ereignisse an Tagespolitik über einen Lauftext abspult. So kam ich mir bei INCEPTION vor, nur das der Text bereits nach kurzer so viele Informationen abspulte, das ich nicht mehr alles aufnehmen konnte und nur noch einige Wörter hängenblieben.
Erst ab dem Zeitpunkt, als das Team mit Fisher im Flugzeug saß und der eigentliche Traum losging, konnte ich mich halbwegs zurecht finden. Bis zu diesem Zeitpunkt saß ich jedoch mehr oder weniger ratlos vor der Glotze und wurde über eine gute Stunde lang, durch wirre Ortswechsel und einer Fülle an Informationen regelrecht erschlagen. Nachdem ich tapfer bis zum Ende durchgehalten hatte, wußte ich nicht so recht, was ich von dem Film halten sollte. Es könnte durchaus sein, das INCEPTION mir nach dem fünften anschauen als Gesamtwerk gefallen würde. Andererseits sollte ein Verweis auf "Matrix" gestattet sein, in dem auf verständliche Art und Weise, eine ebenfalls recht umfangreiche Story erklärt wird - allerdings ohne zu verwirren.

Ich bin keinewegs nur an "leichter Filmkost" interessiert, doch verständlich sollte ein Drehbuch dann doch sein. Was die Spezialeffekte angeht, so war ich dann doch relativ enttäuscht. Von einem neuen Effektzeitalter seit "Matrix" war die Rede. Zugegeben, die Cafe-Szene mit der explodierenden Umgebung und das zusammenklappen der Stadt waren sehr beeindruckend. Der Rest, vorallem die Zeitlupenszenen im Hotel etc. kommen jedoch bei weitem nicht an die revolutionäre "Bullet-Time"-Technik heran.

DVD:

Ich fasse mich kurz - auch ohne High Definition bietet der Film eine sehr gute Bild und Tonqualität die den Kauf rechtfertigt. Vorallem der Sound hinterläßt einen bombastischen Eindruck!

FAZIT:

Positiv hervorheben möchte ich die Filmmusik von Hans Zimmer, der zwischen Klassikmotiven und seiner berühmten "Wall of Synthie" eine hervorragende Balance geschaffen hat. Schauspielerisch hat mich eigentlich niemand besonders beeindruckt. DiCaprio werde ich wohl immer für einen Milchbubi halten, egal ob in "Titanic", "Departed" oder eben "Inception". Seine Stärke sind eher ernste Rollen wie in "This Boys Life" oder aber "Gilbert Grape".
Bei mehrmaligem ansehen wird die Handlung des Films mit Sicherheit etwas plausibler und bringt mehr Licht ins Dunkel. Ich würde allerdings behaupten, das selbst die Menschen, die diesen Film als Meilenstein betrachten, Probleme hatten, als sie INCEPTION erstmals gesehen haben.
Meine drei Sterne sind zwar nur Durchschnitt aber Ernst gemeint und besser als garnichts. Erhöhen würde sich die Anzahl meiner Sterne ohnehin nicht, da mir INCEPTION dafür einfach zu kompliziert war da er Zeit braucht, um als Ganzes anzukommen. Schlecht ist er durchaus nicht, aber etwas plausibler hätte es auch für das erste Betrachten sein dürfen! Der Sinn und Zeck von Rezensionen sollte es meiner Meiunng nach NICHT sein, sich Musik oder Filme solange schön zu hören/schauen, bis man ohne große Probleme 5 Sterne vergibt. Aus diesem Grund verstehe ich eben auch die eher negativen Kritiken, wobei auch diese diplomatisch ausfallen sollten!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 14, 2010 9:27 AM CET


Flamingo (Ltd.Deluxe Edt.)
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Wird angeboten von right now!
Preis: EUR 18,02

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaftes Erstlingswerk!, 17. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Flamingo (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
VORWORT:

Ich hatte immer meine Probleme mit den Killers. Die Musik gefiel mir ansich schon immer gut, doch mit Brandon Flowers' Stimme kam ich bisher nie wirklich zurecht. Nun besitze ich jedoch seit kurzem die Deluxe-Edition seines Debutalbums und bin begeistert. Von romantisch über schräg und wild ist auf FLAMINGO alles vertreten, was ich von einem guten Popalbum erwarte. Es ist bedauerlich, das solch gute Musik die rühmliche Ausnahme in den Charts der Gegenwart bleibt.

FLAMINGO:

"Welcome To Fabulous Las Vegas"
bildet einen himmlischen Einstand und beweist, das Flowers, entgegen meiner früheren Meinung, keine schlechte, sondern eine sehr ausdrucksstarke Stimme hat.

"Only The Young"
ist ein verträumtes Stück Traurigkeit und bleibt nachhaltig in den Gehörgängen.

"Hard Enough"
knüpft nahtlos an die ersten beiden Songs an, was Qualität und Ohrwurmfaktor angeht.

"Jilted Lovers & Broken Hearts"
ist ein flottes Stück mit fröhlicher Stimmung, allerlei Gitarren und fantastischem Rhytmus.

"Playing With Fire"
kommt traurig daher. Im Refrain dann mit schräger Gitarre und Flowers, mit ungewöhnlich hoher Stimme.

"Was It Something I Said?"
strahlt jede Menge Spaß aus und spätestens hier merkt man, das es eine gute Idee von Flowers' war, Solopfade zu beschreiten - Klasse!

"Magdalena"
- was soll man da noch groß schreiben? Ich kann mich inzwischen nur wiederholen, denn auch hier bringt es Flowers fertig, einen grandiosen Pop zu kreieren, der so erfrischend daherkommt, das man bereits jetzt sicher sein kann, das der Rest des Albums garnicht mehr schwächeln kann.

"Crossfire"
machte mich vor einigen Monaten auf das anstehende Album aufmerksam, als ich das wunderbare Video sah, indem Charlize Theron den in Not geratenen Flowers vor allerlei Ninjas rettet. Ich verbinde diesen Song mit einer persönlichen Erfahrung und bekomme immer wieder eine Gänsehaut, sobald die ersten Töne aus den Boxen kommen.

"On The Floor"
hebt sich wohl am meisten von den übrigen Songs ab, da es hier doch sehr düster und melancholisch zugeht. Das soll allerdings keine Kritik sein - ganz im Gegenteil. Dieser Song ist ein gutes Beispiel für die Abwechslung der Platte und besticht mit schwermütigem Chor im Hintergrund und nachdenklichem Text.

"Swallow It"
schließt das Album in der regulären Ausgabe und kommt als softe Midtempo-Ballade daher. Schon allein für diese zehn Songs kann man nur den Hut ziehen - Bravo ! ! !

(DELUXE-EDITION)

"The Clock Was Tickin"
der erste Bonustrack erinnert an den Wilden Westen, da hier eine Pedal-Steel-Gitarre zum Einsatz kommt und Flowers mit gefühlvoller Stimme begeistert.

"Jacksonville"
ist fernöstlich angehaucht und mit fetter Bassline unterlegt. Ein "blubbernder" Song mit interessantem Sound.

"I Came Here To Get Over You"
wieder einmal abwechslungreicher Pop mit grandiosen Einfällen.

"Right Behind You"
Schade - der letzte (verträumte) Song eines überdurchschnittlichen Albums voller sprudelnder Einfälle und fesselndem Sänger.

FAZIT:

Es ist mir unverständlich, warum die vier wunderbaren Tracks dieser Deluxe-Ausgabe nicht schon auf dem normalen Album vertreten sind, da sie den anderen Songs in nichts nachstehen. Ich kann nur sagen, das mir etwas fehlen würde, wenn das reguläre Album nach "Swallow It" beendet wäre. Es kommt nicht alle Tage vor, das mir ein Album auf Anhieb so gut gefällt wie Flamingo. Keinerlei Ausfälle und darüberhinaus eine stimmige Einheit aus fröhlichen und eher traurigen Songs. Ich freue mich schon auf die nächste Soloarbeit von Brandon Flowers.


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