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Rezensionen verfasst von
sofie

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Gefährliche Empfehlungen: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers fünfter Fall (Die Xavier-Kieffer-Krimis)
Gefährliche Empfehlungen: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers fünfter Fall (Die Xavier-Kieffer-Krimis)
von Tom Hillenbrand
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kieffer ist zurück, 22. Februar 2017
In seinem neuesten Fall „Gefährliche Empfehlungen“ kehrt Xavier Kieffer praktisch zu seinen Wurzeln zurück. Diesmal steht wieder der Restaurantführer Gabin im Mittelpunkt. Bei einem großen Jubiläumsabend wird die seltene Ausgabe von 1939 gestohlen. Kurz darauf stirbt der Bibliothekar, der sie besorgt hat. Und Kieffer ist mitten drin...
Die Mischung aus historischen Rückblicken und den aktuellen Ermittlungen hat mir gut gefallen. Dass diesmal kein Lebensmittelskandal im Mittelpunkt steht, war eine schöne Abwechslung. Xavier ist ganz der Alte geblieben, ein bisschen Entwicklung würde der Figur aber auch gut tun. Schön fand ich, dass die Kulinarik wieder etwas mehr im Vordergrund steht. Außerdem macht das Buch wieder Lust auf einen Urlaub in Luxemburg! Die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen und auch die historischen Einblicke machen diesen Krimi zu etwas Besonderem.
Insgesamt ein nettes Lesevergnügen mit einigen kleinen Schwächen. Besonders das Ende war mir dann doch etwas zu sehr konstruiert und unglaubwürdig. 4 von 5 Sternen.


Märzgefallene: Gereon Raths fünfter Fall (Die Gereon-Rath-Romane)
Märzgefallene: Gereon Raths fünfter Fall (Die Gereon-Rath-Romane)
von Volker Kutscher
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Wieder gelungen!, 4. Februar 2017
„Märzgefallene“ von Volker Kutscher ist bereits der fünfte Band in der Reihe um den Berliner Ermittler Gereon Rath. Mir geht es oft so, dass ich solche Krimireihen nach 4 oder 5 Bänden abbreche, weil sich die Figuren nicht weiterentwickeln, die Fälle sich ähneln oder die Geschichten immer haarsträubender werden. Hier ist das zum Glück nicht der Fall.
Schon allein durch den historischen Rahmen gibt es immer wieder interessante neue Entwicklungen. Mittlerweile sind wir im Jahr 1933 angekommen und der Wahlsieg der Nationalsozialisten spielt in der Handlung eine große Rolle. Ich fand es gut, dass sich der Autor nicht scheut, auch sympathische Personen aus dem Umfeld von Rath zu Mitläufern und Jubelnden zu machen. Alles andere wäre auch sehr unrealistisch.
Gut gefallen hat mir auch, dass Charlotte Ritter diesmal einen sehr großen Anteil am Buch bekommt und nicht nur Gereons Partnerin bleibt. Sie ermittelt eigenständig und ist über einen Teil des Buchs fast die Hauptfigur.
Der eigentlich Fall ist auch sehr spannend und mit seinen Verbindungen in den Ersten Weltkrieg auch historisch sehr interessant. Ich freu mich auf den nächsten Teil!


Büchermorde - Mordsbücher
Büchermorde - Mordsbücher
von Thomas Kniesche
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

4.0 von 5 Sternen Nettes Buch zum Verschenken, 2. Oktober 2016
In sieben Kapiteln befasst sich Thomas Kniesche in „Büchermorde – Mordsbücher“ mit allen Fragen rund um das Thema – wie der Titel schon sagt – Bücher und Morde. Es geht um bibliophile Ermittler, mordende Bibliothekare, das Buch als Waffe und die Bibliothek als Tatort. Dabei werden häufige Motive in Krimis – wie eben zum Beispiel die Leiche in der Bibliothek – vorgestellt und historisch eingeordnet.
Das kleine Büchlein (144 Seiten mit Anhang und vielen kleinen Abbildungen) ist schnell gelesen und man erfährt dabei doch einiges. Vor allem aber lernt man viele Bücher bzw. Krimis kennen, die sich um andere Bücher drehen. Mir waren es manchmal ein bisschen zu viele Nacherzählungen von Handlungen, ich hätte mir etwas mehr Analyse gewünscht. Am besten gefiel mir daher auch das Kapitel „Postmoderne Bücherkrimis: Wenn Fiktion und Realität verschmelzen“.
Der Stil ist sachlich, aber trotzdem unterhaltsam und im Anhang findet man alle bibliografischen Angaben zu den vorgestellten Büchern.
Insgesamt ist „Büchermorde – Mordsbücher“ ein schönes Geschenk für Buch- und Krimiliebhaber. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.


Unterleuten: Roman
Unterleuten: Roman
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar geschrieben und authentisch, 26. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Unterleuten: Roman (Kindle Edition)
"Eine summende Ansammlung in gedeckten Farben, hier und da bunt betupft von den Kleidern der Zugezogenen, für die der Sommer keine Jahreszeit, sondern eine Modeerscheinung darstellte." (S. 104)
Wer wissen möchte, wie es sich in der Provinz in Brandenburg lebt, der sollte „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić und „Unterleuten“ von Juli Zeh lesen. Beide sind hervorragende Beobachter und beide haben das Beobachtete in ganz wunderbare Romane umgesetzt.
In dem fiktiven Dorf Unterleuten sind sie alle vertreten: die Alteingesessenen, die mit der Geschichte und Zukunft ihrer Heimat hadern. Die jungen Leute, die mit dem Erwachsenwerden fluchtartig das Dorf Richtung Westen verlassen. Die zugezogenen Berliner, die die Landidylle suchen und versuchen sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. Der reiche Westler, der Land aufkauft. Und noch einige mehr. Und in diese Gemengelage kommt jetzt noch der Plan, eine Windkraftanlage zu bauen, was die schon länger schwelenden Konflikte ans Licht bringt.
Besonders gut gefallen hat mir, wie echt die einzelnen Figuren wirken. Man kann sich wunderbar vorstellen, dass es irgendwo in Brandenburg genau so einen Gombrowski, Fließ oder Kron gibt. Und dadurch, dass jedes Kapitel aus einer anderen Sicht geschrieben ist, kann man alle Beweggründe nachvollziehen. Auch wenn diese völlig entgegengesetzt zu einander stehen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich Entscheidungsprozesse entwickeln, wie sich Menschen missverstehen und völlig falsche Schlüsse ziehen. Juli Zeh fängt die Eigendynamik einer Gruppe sehr gut ein.
Ich kann also „Unterleuten“ nur jedem empfehlen. Spannend, wunderbar geschrieben und mit einem Einblick in das echte Landleben. 5 von 5 Sternen.


Der Jonas-Komplex: Roman
Der Jonas-Komplex: Roman
Preis: EUR 21,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch Glavinic, 24. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Jonas-Komplex: Roman (Kindle Edition)
„Ich sollte einen Bogen um Frauen machen. Ich sollte einen großen Bogen um mich selbst machen. Ich sollte einen großen Bogen um das ganze Leben machen.
Na ja, Letzteres mache ich gelegentlich ohnehin.“ (S. 304)
Unter dem Jonas-Komplex versteht man in der Psychologie die Angst vor der eigenen Größe, das sich selbst klein machen und das Anzweifeln der eigenen Fähigkeiten. Ob alle drei Hauptfiguren in „Der Jonas-Komplex“ von Thomas Glavinic daran leiden, kann ich nicht sagen, aber eine Tendenz zum Selbstzerstörerischen haben sie wohl alle drei. Und alle drei haben sie am ersten Tag des Jahres Geburtstag: der Wiener Schriftsteller, der zwischen übermäßigem Drogenkonsum, Arbeit und seinem Kind lebt; Jonas, der mit seiner Freundin Marie eine Reise zum Südpol plant und ein dreizehnjähriger Junge, der möglicherweise ein Schachgroßmeister wird.
Gleich von der ersten Seite an, wollte ich mir Sätze aus dem Roman herausschreiben, weil sie entweder so witzig oder so klug oder beides waren. Es ist der typische Stil von Glavinic, der sicher nicht jedermanns Sache ist. Die drei Geschichten verschmelzen irgendwie miteinander und die Seiten fliegen nur so dahin. Und alle drei sind irgendwie abstrus, trotzdem kann man sich vorstellen, dass das genauso irgendwo auf der Welt passiert.
Neben den drei sowieso schon faszinierenden Hauptfiguren gibt es auch noch jede Menge Nebenfiguren: zum Beispiel Tanaka, der Anwalt von Jonas, der ihn in seinem Auftrag auf der Welt „versteckt“. Oder Werner, der Anwalt des Schriftstellers, der sowohl die Hells Angels als auch einen IS-Aussteiger vertritt.
Alles in allem ein Roman, der zum Nachdenken anregt, einen zum Lachen bringt und gleichzeitig auch noch so eine Art Chronik des Jahres 2015 bietet. Was will man mehr. Mir hat es gefallen!


Alles ist relativ und anything goes: Eine Reise durch das unglaublich seltsame und ziemlich wahnsinnige 20. Jahrhundert
Alles ist relativ und anything goes: Eine Reise durch das unglaublich seltsame und ziemlich wahnsinnige 20. Jahrhundert
von John Higgs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und kurzweilig, 15. April 2016
„Zugegeben, Ulysses wird nicht oft mit Grand Theft Auto verglichen, aber ich glaube, wer mit beidem vertraut ist, dürfte mit dem Vergleich einverstanden sein.“ S. 58
„Alles ist relativ und anything goes“ hält auf jeden Fall, was der Untertitel verspricht, nämlich ein unterhaltsame Reise durch das 20. Jahrhundert. Der Autor erklärt im Vorwort, dass er versuchen will, dass 21. Jahrhundert besser zu verstehen, indem er sich das vorangegangene Jahrhundert genauer ansieht. Und ich finde, das ist ihm ziemlich gut gelungen.
Die einzelnen Kapitel sind immer einem bestimmten Thema gewidmet, trotzdem zieht sich durch das ganze Buch ein roter Faden und immer wieder werden Fakten aus den vorherigen Kapiteln herangezogen und fügen sich so zu einem großen Ganzen. Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam, es gibt viele witzige und skurrile Anekdoten. Trotzdem wird durchaus auch Wissen vermittelt. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch nicht so anglozentrisch ist, obwohl John Higgs Brite ist. Das stört mich zum Beispiel immer ein bisschen bei den Büchern von Bill Bryson, mit denen sich dieses Buch ganz gut vergleichen lässt.
Positiv hervorzuheben ist auch die Gestaltung des Buches: hochwertiges Papier und jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Foto.
Insgesamt also ein runde Sache. 5 von 5 Sternen.


Diese Fremdheit in mir: Roman
Diese Fremdheit in mir: Roman
von Orhan Pamuk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Istanbul-Roman, 11. April 2016
Orhan Pamuk erzählt in dem Roman „Diese Fremdheit in mir“ die Lebensgeschichte des Bozaverkäufers Mevlut. Wie viele junge Männer oder vielmehr noch Jugendliche folgt Mevlut seinem Vater vom Dorf nach Istanbul. Sie bauen sich illegal ein kleines Haus und verkaufen gemeinsam in den Straßen Joghurt und Boza, ein traditionelles Getränk. Auch der Bruder seines Vaters und dessen Söhne leben in Istanbul. Auf einer Hochzeit verliebt sich Mevlut und beginnt dem Mädchen Briefe zu schreiben...
„Diese Fremdheit in mir“ ist aber nicht nur die Geschichte Mevluts, sondern eigentlich die Geschichte zweier Familien. Vor allem aber ist es auch eine Geschichte Istanbuls. Die Handlung des Romans reicht über 50 Jahre und in dieser Zeit wächst und wächst die Stadt immer weiter. Immer mehr Menschen aus allen Landesteilen der Türkei kommen in die große Stadt, um ihr Schicksal zu suchen. Sie alle wollen es zu etwas bringen, es entstehen Konflikte, die Korruption blüht und Familienbande halten zusammen oder auch nicht. Und der Bozaverkäufer Mevlut ist stiller, manchmal auch teilhabender Beobachter des Ganzen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Besonders die Art des Erzählens fand ich toll. Manchmal hat es fast etwas von einem Märchen und immer wieder gesellen sich zum Erzähler die Figuren der Handlung und erzählen ihre Sicht der Dinge. So als würden sie alle zusammensitzen und nun dem Leser diese Geschichte näher bringen. Ich habe außerdem einiges über die türkische Zeitgeschichte erfahren, was ich sehr interessant fand. Mevlut sitzt oft zwischen allen Stühlen und Fronten und so bekommt man einen sehr großen Überblick über die verschiedenen Bewegungen.
Sicher nicht mein letzter Roman des Autors und 5 von 5 Punkten!


Die Ernte des Bösen: Roman (Die Cormoran-Strike-Reihe, Band 3)
Die Ernte des Bösen: Roman (Die Cormoran-Strike-Reihe, Band 3)
von Robert Galbraith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt nicht an den ersten Teil ran, 23. März 2016
Im dritten Fall von Cormoran Strike und Robin Ellacott wird es persönlich. Robin bekommt ein abgeschnittenes Frauenbein zugeschickt und Strike ist sich sicher, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls in seiner Vergangenheit liegt. Und wieder einmal müssen die beiden auch gegen die Polizei arbeiten.
Ich kannte aus der Reihe bisher nur den ersten Teil, der mir sehr gut gefallen hat. Im Vergleich dazu flacht dieser dritte Teil leider meiner Meinung nach etwas ab. Am Anfang fand ich besonders den etwas detaillierteren Blick in Strikes Vergangenheit sehr interessant. Er war auch schon im ersten Buch der spannendste Charakter und hier erhält man einen noch besseren Einblick. Auch über Robin erfährt man noch so einiges.
Ich finde aber man hätte für die Geschichte keine 600 Seiten benötigt. Zwischendrin gibt es doch einige Längen, in denen es im Fall nicht so richtig voran geht und nicht sehr viel passiert. Ich habe prinzipiell nichts gegen langsame Krimis, aber das hier hätte man doch straffen können. Außerdem nehmen mir die privaten Probleme, besonders von Robin mit ihrem Verlobten Mathew, viel zu viel Raum ein. Und dann wird der Konflikt zum Schluss noch nicht mal richtig aufgelöst.
Den ersten Roman hatte ich noch im englischen Original gelesen, diesen nun in der Übersetzung. Diese schien mir an manchen Stellen doch etwas holprig und man liest leider an einigen Stellen noch das Englische durch.
Insgesamt also eine durchaus nette Geschichte und für Fans von Strike und Robin sicher sehr interessant. Als einzelnes Buch konnte es mich allerdings nicht vom Hocker reißen, daher 3 von 5 Sternen.


Neringa: oder Die andere Art der Heimkehr
Neringa: oder Die andere Art der Heimkehr
von Stefan Moster
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit, 5. März 2016
"Sollte sich mein Enkelkind auf die Spuren meiner Arbeit begeben, würde es nirgendwo etwas finden, weil die digitale Entwicklung darüber hinweggegangen sein würde. Das Pflaster, das mein Großvater vor der Christuskirche gelegt hatte, würde dasselbe Enkelkind hingegen noch betrachten können.“ (S. 56)
„Neringa oder die andere Art der Heimkehr“ von Stefan Moster ist ein Roman über eine Reise in die Vergangenheit. Ausgelöst durch einen Film im Kino begibt sich der Ich-Erzähler in seine eigenen Vergangenheit und in die seines Großvaters. Gleichzeitig bringt ihn eine junge Frau dazu, auch die Gegenwart wieder stärker wahrzunehmen.
Besonders sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen, da sitzt jedes Wort und keines ist zu viel. Auch die Komposition ist toll, der Wechsel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und (vielleicht) konstruierter Vergangenheit lässt die Charaktere in verschiedenen Blickwinkeln erscheinen. Und auch die Beschreibungen der Orte haben mich sehr beeindruckt und direkt etwas Fernweh ausgelöst.
Das Buch kreist um Themen wie Identität, Heimat, Herkunft. Was bedeutet Identität in einer Welt, in der wir ständig an anderen Orten und in anderen Ländern leben? Welchen Wert hat Heimat noch? Und vor allem wie beeinflusst uns unsere eigenen Vergangenheit, aber eben auch die unserer Vorfahren?
Wenn ich etwas an „Neringa“ bemängeln müsste, dann wäre es nur die Liebesgeschichte, die auf mich irgendwie nicht ganz glaubwürdig wirkte. Insgesamt habe ich das Buch aber regelrecht verschlungen und werde sicher bald noch mehr von Stefan Moster lesen. 5 von 5 Sternen.


Im Himmel gibt es Coca-Cola
Im Himmel gibt es Coca-Cola
von Christina Nichol
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

5.0 von 5 Sternen Interessant und witzig, 21. Februar 2016
"Aber wie ist es möglich, eingehend über die Lösung der Probleme unseres Landes nachzudenken, wenn wir stattdessen immer nur über Elektrizität nachdenken?" (S. 106)
Georgien, im Jahr vor der sogenannten „Rosenrevolution“. Der Held und Ich-Erzähler der Geschichte ist Slims Achmed Makaschwili, ein Anwalt im Meeresministerium von Batumi am Schwarzen Meer. Slims versucht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, macht sich viele Gedanken über sein Heimatland und träumt gleichzeitig von einer Auswanderung nach Amerika. Aber hauptsächlich wartet er darauf, dass der Strom wiederkommt. Der Originaltitel (und wie ich finde auch passendere Titel) heißt dementsprechend auch „Waiting for the electricity“.
Die Autorin, Christina Nichol, ist Amerikanerin und kennt den Georgien und den Kaukasus von Arbeiten für NGOs. Im Normalfall bin ich immer etwas skeptisch, wenn ein „westlicher“ Autor über Osteuropa schreibt, denn oft wirkt das dann etwas herablassend. Doch das ist in diesem Roman überhaupt nicht der Fall, ganz im Gegenteil zeichnet die Autorin ein sehr liebevolles Bild eines Landes zwischen Ost und West. Und dabei kritisiert sie durchaus die georgische Gesellschaft, gleichzeitig zeigt sie aber auch die Probleme ihres eigenen Landes.
Der Roman hat sehr viel Witz, macht gleichzeitig aber auch sehr neugierig auf Georgien und seine Geschichte. Ich habe zumindest während des Lesens immer mal wieder etwas nachgeschlagen. Die Geschichte an sich entwickelt sich eher langsam und es gibt durchaus auch einige Längen. Mich persönlich hat das allerdings weniger gestört, ich mag es, wenn sich ein Buch Zeit für seine Figuren und ihre Entwicklung lässt. Von mir gibt es eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.


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