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Rezensionen verfasst von
Lilienthal

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Requiem (Pie Jesu)/Digipack
Requiem (Pie Jesu)/Digipack
Wird angeboten von Medien-Vertrieb Neunkirchen
Preis: EUR 14,99

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chor, Orchester und Esprit, 9. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Requiem (Pie Jesu)/Digipack (Audio CD)
Das Requiem von Gabriel Fauré zeichnet sich dadurch aus, dass es leicht, tröstlich und einfach wunderschön und erhebend klingt. Keine schwerblütige Traurigkeit oder Drohungen mit einem jüngsten Gericht, sondern leuchtende Aussichten auf das "Paradisum" bietet diese Orchestermusik mit Chor unter dem so souveränen wie leichtfüígen Dirigat bon Paavo Järvi. Im "Pie Jesu", einer eindringlichen Bitte um Frieden für die Seelen der Menschen, erstrahlt die anmutige und wahrhaft bezaubernde Stimme von Philippe jaroussky und vermittelt einen Eindruck solch zeitlos schwebender Schönheit, dass man sich beinahe schon in der Ewigkeit wähnt. In dieser Weise ist diese geistliche Musik Faurés im besten Sinne spirituelle Musik, und aufgrund der fabelhaften Besetzung mit den genannten Järvi und Jaroussky sowie Chor und Orchestre de Paris auch voll Esprit. Die weiteren Stücke auf der Aufnahme sowie die warme Baritonstimme von Matthias Goerne runden das Album wunderbar ab. Eine gänzlich gelungene Einspielung: das Wagnis, erstmals einen Countertenote die Sopranstimme singen zu lassen, hat sich gelohnt.


Caldara in Vienna - Forgotten Castrato Arias (Deluxe Edition)
Caldara in Vienna - Forgotten Castrato Arias (Deluxe Edition)
Preis: EUR 14,75

42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Caldara als Opernkomponist wiederentdeckt, 12. November 2010
Antonio Caldara, der von ca. 1670 bis 1736 lebte, gehörte in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts zu den angesehensten Komponisten Europas. Caldara (Betonung übrigens auf der ersten Silbe!), der ein Händel vergleichbares kontrapunktisches Genie mit dem melodischen Gefühl seiner italienischen Heimat vereinte, hatte zunächst in Italien (Mantua, Rom) großen Erfolg und war ab 1716 am glanzvollen Wiener Hof angestellt. Dort vertonte er unter anderem als erster die Opernlibretti von Apostolo Zeno und Pietro Metastasio für so exzellente Sänger wie Farinelli und Felice Salimbeni.
Philippe Jaroussky hat nun aus diesen späten Opern Caldaras, die großenteils noch keine moderne Aufführung erlebt haben (!!), in aufwendiger musikologischer Arbeit geeignete Arien aufgespürt, ausgewählt und für die vorliegende CD eingespielt.
Arien wie '"Misero pargoletto'", '"Tutti nemici e rei'", "'Mentre dormi"' aus "'Demofoonte"', '"L'Olimpiade"', "'Adriano in Siria"', "'Temistocle'" und '"La Clemenza di Tito"' sind natürlich von anderen Komponisten wie Hasse, Vivaldi, Mozart bekannt, klingen jedoch bei Caldara ausgesprochen kraftvoll und originell. Caldara überzeugt sowohl mit Bravourarien wie dem so schwungvollen wie aberwitzig schwierigen '"Lo seguitai felice'" als auch tragischen Arien wie dem zutiefst bewegenden '"Misero pargoletto"' als technisch brillianter und höchst einfallsreicher Komponist (der übrigens unter anderem 80 Opern hinterließ!). Caldaras oft außerordentlich originelle melodische Linien haben zugleich einen unverkennbaren Ton tiefer Empfindung und oft einen schwebenden, geradezu überirdischen Charakter, den Jaroussky selbstverständlich kongenial umsetzt. Bei der Begleitung zeigt sich Caldara als höchst einfallsreicher Schöpfer dichter Streichersätze, der durch immer neue Instrumentierungen vielfältige klangliche Abwechslung schafft (seine Pizzicati!), und zudem sämtliche Mittel des frühgalanten Stils überzeugend einzusetzen weiß:' Unverkennbar einer der großen Meister seiner Zeit.
Philippe Jaroussky singt wie gewohnt mit stupender Technik und spürbarem Vergnügen an der so makellosen wie mühelosen Ausführung extrem anspruchsvoller Passagi, Koloraturen und kontrollierter Triller. Seine Stimme klingt klar, hell und rund, zugleich kraftvoll und auch in der Höhe maskulin ... Jaroussky scheint immer noch immer besser zu werden. Dass Philippe Jarousskys Gesang die verschiedensten Emotionen überzeugend und mitreissend, teilweise erschütternd, zum Klingen bringt, versteht sich bei ihm von selbst.
Das technisch hervorragende 'Concerto Köln' spielt, geleitet von der wie stets inspirierten Emmanuelle Haim (und dem Konzertmeister Markus Hoffmann), mit Temperament und stets aus der inneren Dynamik der Musik heraus in dieser Aufnahme so lebhaft, schwungvoll und zugleich tief empfunden, dass es eine reine Freude ist.
Die Tonqualität dieser CD ist hervorragend und klanglich ausgewogen, die Ausstattung mit dem musikologisch handfesten Aufsatz und einem beigefügten Büchlein sehr erfreulich. So ist diese CD pures Vergnügen. Uneingeschränkte Empfehlung dieser musikwissenschaftlich geradezu sensationellen und musikalisch herausragenden Einspielung!


Caldara : Opera Arias
Caldara : Opera Arias
Preis: EUR 6,29

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Caldara als Opernkomponist wiederentdeckt, 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Caldara : Opera Arias (MP3-Download)
Antonio Caldara, der von ca. 1670 bis 1736 lebte, gehörte in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts zu den angesehensten und gefragtesten Komponisten Europas. Caldara (Betonung übrigens auf der ersten Silbe!), der das melodische und kontrapunktische Genie eines Händel mit dem lebhaften Temperament seiner italienischen Heimat vereinte, hatte in Italien (Venedig, Mantua, Rom) mit Kantaten, Opern usw. großen Erfolg und war ab 1716 am Wiener Hof angestellt. Dort vertonte er unter anderem 20 Jahre lang die Opernlibretti von Apostolo Zeno und vor allem dem großen Pietro Metastasio, Texte also, die später von allen großen Komponisten des Spätbarock verwendet wurden und über Jahrzehnte hinweg schlicht 'die Oper (seria)' verkörperten.
So ist es musikwissenschaftlich höchst interessant, dass Philippe Jaroussky aus diesen späten Opern Caldaras, die großenteils noch keine moderne Aufführung erlebt haben (!!), in langwieriger musikologischer Arbeit geeignete Arien aufgespürt, ausgewählt und für die vorliegende CD eingespielt hat.
Die Opern '"Demofoonte"', '"L''Olimpiade'", '"Adriano in Siria'", "'Temistocle"' und "'La Clemenza di Tito"' sind natürlich von anderen Komponisten wie Hasse,' Vivaldi, Jommelli, J. Chr. Bach, Mozart, bekannt. Dennoch klingen die hier eingespielten Arien Caldaras durchgehend frisch, kraftvoll und überzeugend. Caldara überzeugt sowohl mit Bravourarien wie dem so schwungvollen wie aberwitzig schwierigen "'Lo seguitai felice"' als auch tragischen Arien wie dem zutiefst bewegenden '"Se mai senti'" als technisch brillianter und höchst einfallsreicher Komponist (der übrigens unter anderem 80 Opern komponierte!). Einige Arien des exzellent ausgewählten Programms zeigen bereits den lebhaften und mitreissenden frühgalanten Stil, den Caldara in seinen späteren Jahren entwickelte. Caldaras melodische Linien haben bei außergewöhnlicher Originalität stets einen unverkennbaren Ton tiefer Empfindung und oft einen schwebenden, geradezu überirdischen Charakter, der natürlich für Jarousskys Gesang ideal ist. Es ist frappierend, wie Caldaras melodische Begabung sich in beispielsweise den Streicherstimmen immer wieder zu einer schwebenden melodisch-harmonischen Bewegung entwickelt, von der man sich wünscht, sie würde nie enden, und seine Kantilenen oft alle Stile zu schlichter Zeitlosigkeit hin transzendieren.
Das technisch hervorragende "'Concerto Köln"' spielt, geleitet von der wie stets inspirierten Emmanuelle Haim (und dem Konzertmeister Markus Hoffmann), mit Temperament und stets aus der inneren Dynamik der Musik heraus in dieser Aufnahme so lebhaft und zugleich tief empfunden, dass es eine reine Freude ist.
Philippe Jaroussky meistert seine teilweise halsbrecherisch schwierigen Partien wie gewohnt mit stupender Technik und spürbarem Vergnügen an der makellosen, mühelosen Ausführung extrem schwieriger Passagi, Koloraturen und kontrollierter Triller. Seine Stimme klingt durchgehend frisch, klar und hell, aber zugleich kraftvoll und auch in der Höhe maskulin. Interessanterweise hat Jaroussky in diesem Jahr den Klang seines tieferen Registers erheblich weiterentwickelt, das jetzt runder, weicher und klarer klingt und noch vollkommener mit seinem hohen Register harmoniert. Dass Jarousskys Stimme die verschiedensten Emotionen überzeugend und mitreissend, teilweise erschütternd, zum Klingen bringt, versteht sich bei ihm von selbst. Caldaras Arien, die für exzellente Kastraten wie Farinelli und Salimbeni komponiert wurden, geben Jaroussky zudem jede Gelegenheit, seine herausragenden vokalen Fähigkeiten zu präsentieren.
So ist das Anhören dieser CD ein pures Vergnügen.
Die Tonqualität dieser CD ist hervorragend und klanglich ausgewogen, die Ausstattung mit dem musikologisch handfesten Aufsatz sehr erfreulich.

Dieser musikwissenschaftlich geradezu sensationellen' und musikalisch herausragenden Einspielung kann man nur wünschen, dass ihr Erfolg der Qualität proportional sein wird.


Porpora Arias
Porpora Arias
Preis: EUR 24,26

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Porpora wiederentdeckt, 26. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Porpora Arias (Audio CD)
Karina Gauvin verfügt über einen außerordentlich reinen und klaren Sopran und eine Technik, die nur als perfekt bezeichnet werden kann. Koloraturen, bei denen die meisten bekannten Sängerinnen angestrengt klingen würden (wenn sie sie überhaupt hervorbrächten), werden von ihr so makellos und federleicht gesungen, dass das Zuhören eine pure Freude ist. Karina Gauvin singt stets schön, doch zugleich mit so tiefem Ausdruck, dass diese Arien (und Rezitative) einen ausgesprochen tiefen Eindruck ausüben.
Die in dieser CD gebotenen Arien von Porpora sind überwiegende Weltpremieren, hervorragend komponiert und ganz zu Unrecht bislang so vergessen. Man kann hier von einer Wiederentdeckung Porporas sprechen, und es wäre nur zu wünschen, es gäbe mehr solche musikologisch exzellenten Projekte ' ... anstatt die tausendste Einspielung von Arien Händels. Für den Mut, solche Musik einzuspielen, allein, verdiente diese Einspielung meiner Ansicht nach fünf Punkte.
Il Complesso Barocco unter Alan Curtis musiziert höchst kompetent und klangschön, ohne die Sängerin akustisch oder zeitlich zu bedrängen, wie man es von anderen Orchestern manchmal hört. Infolgedessen kann ich mich den abwertenden Urteilen meiner Vorredner in keiner Weise anschließen, und frage mich, worauf genau da eigentlich gehört wurde. Mir erscheint die Aufnahme höchst empfehlenswert, und ich hoffe, bald mehr von Karina Gauvin zu hören.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2013 7:05 PM CET


Mezzo-Soprano-Opera Arias
Mezzo-Soprano-Opera Arias
Preis: EUR 13,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Facettenreicher Mezzosopran, 16. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Mezzo-Soprano-Opera Arias (Audio CD)
Eine der größten Freuden an den Stimmen heutiger Countertenöre ist wohl, wie einzigartig der Klang jeder dieser Stimmen ist. Max Emanuel Cencic präsentiert auf dieser CD mit Arien von Händel eine Stimme mit einem außerordentlich großen Umfang, mit einem charakteristischen weichen, klangvollen Mittelregister, einem dunklen, vollen und kräftigen Ton in der Tiefe und verblüffenderweise zugleich einer sehr hellen, leichten Höhe. Hinzu kommt, dass Cencic seinen Ton außergewöhnlich fein variiert zu gestalten vermag, über ein sagenhaftes "piano" und "pianissimo" verfügt und die schwierigsten Koloraturen in Vollkommenheit beherrscht. Seine Gesangstechnik ist so ausgezeichnet, dass die meisten Mezzosopranistinnen (die es eigentlich wesentlich leichter haben) von ihm für den Barockgesang noch einiges lernen könnten. Sehr erfreulich an dieser CD ist auch die Auswahl vieler kantabler und langsamer Arien, denn in der Gestaltung des Tons und im sensiblen und tiefen Ausdruck kann Cencic seine stimmlichen Fähigkeiten am besten zeigen, während sich im forte doch manchmal eine etwas störende Schärfe in der Stimme bemerkbar macht. Die "Barochisti" unter Fasolis begleiten klug und schwungvoll, ohne Cencics Singstimme jemals zu übertönen.


Stabat Mater & Marien-Motetten
Stabat Mater & Marien-Motetten
Preis: EUR 9,79

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beata Vergine ' Marienmotetten, 15. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Stabat Mater & Marien-Motetten (Audio CD)
Diese exzellente Aufnahme mit Marienmotetten aus dem 17. Jahrhundert stammt selbst bereits aus dem Jahr 2006; es handelt sich um eine Wiederveröffentlichung der unter dem Titel "Beata Vergine" erschienenen CD. Erfreulich, dass diese hervorragende Interpretation so auch weiterhin erhältlich sein wird.
Philippe Jarousskys so klangschöne wie ausdrucksstarke, in der Höhe glockenrein schwebende Stimme ist für die Interpretation sakraler Musik selbstverständlich perfekt. In dieser Aufnahme fliegt sie schwerelos durch die kompliziertesten Koloraturen, wandelt sich farbig zu den verschiedensten Ausdrucknuancen und berührt in ihrer menschlichen Wahrhaftigkeit die Seele. Auch Jarousskys Ensemble "Artaserse" musiziert wieder so souverän, stilsicher und lebendig wie gewohnt. Die Programmauswahl ist wie bei Jaroussky stets durchdacht, vielfältig und stilvoll.
Das Album bietet insgesamt im besten Sinne spirituelle Musik, bei der man Zeit und Raum vergessen kann.


Via Crucis-Ltd.Edition
Via Crucis-Ltd.Edition

41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielfalt und Reichtum, 28. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Via Crucis-Ltd.Edition (Audio CD)
musikalischer Richtungen, Einfälle und Erfahrungen bietet das Ensemble "L'Arpeggiata" immer wieder, und so auch in dieser hervorragenden CD. Von "klassischem" früherem Barock bis zu interessanter traditioneller italienischer und korsischer Musik reicht das Spektrum, und was bekommt man alles zu hören! Herausragend sind wie immer der Countertenor Philippe Jaroussky und die junge Sopranistin Nuria Rial, die mit ihren unglaublich rein klingenden Stimmen doch Trauer und Schmerz ebenso wie Freude auszudrücken vermögen. Jaroussky erfreut dieses Mal nicht nur mit schönen Klängen, sondern zeigt in den schmerzlichen Kompositionen einen entfärbten und zugleich tiefempfundenen Ton, der wohl keinen Hörer unbewegt lassen wird. Hervorzuheben ist insbesondere "Queste pungente spine", das in seiner dissonanten Harmonik so kühn (und schwierig zu singen) ist, dass es ohne weiteres für eine Komposition des 21. Jahrhunderts gehalten werden könnte. Schwungvoll und rhythmisch sind die Stücke unter Beteiligung der Sänger von "Barbara Furtuna", und auch der traditionelle "Tenorino Napolitano" Vincenzo Capezzuto mit seiner ungewöhnlichen, eindringlichen Klangfarbe in Tonbereichen des Countertenors bietet ein interessantes Hörvergnügen.
Insgesamt eine sehr empfehlenswerte CD. Unbedingt sollte man die Sonderausgabe mit der zusätzlichen dvd wählen, mit der man zusätzlich einige interessante Aufnahmen erhält ' und ausführliche Informationen zum Konzept der CD.


La Dolce Fiamma (Standard Ed.)
La Dolce Fiamma (Standard Ed.)
Preis: EUR 15,49

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Händel und Mozart, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: La Dolce Fiamma (Standard Ed.) (Audio CD)
... so könnte man den großartigen Opernkomponisten Johann Christian Bach, den "Londoner Bach", zeitlich, aber auch stilistisch charakterisieren. Die von Jaroussky ausgewählten Arien nehmen vieles von Mozart voraus, der von J. Chr. Bach stark beeinflusst wurde, bewegen sich ähnlich leichtfüßig. Zugleich erweisen sie sich in der Melodik oft so mitreißend und bewegend wie bei Händel. Bach zeigt sich außerdem als Meister der Instrumentierung, der die Bläser in höchst kreativer Weise einsetzte.
Für Philippe Jaroussky ist es kein Problem, dieses starke Orchester mit seiner klangvollen, warmen und zugleich bis zur höchsten Höhe glasklaren Countertenorstimme bei Bedarf zu übertönen. Wie gewohnt singt Jaroussky technisch makellos, mit hörbarer Musizierfreude und bewegendem emotionalem Einsatz ' erschütternd unter anderem in "Perché tarda é mai la morte", und erstaunt, indem er seine Kopfstimme (!) auch bis in eindrucksvolle Tiefen führt. Ihm zuzuhören ist wiederum eine reine Freude.
Die Ausstattung der CD ist höchst erfreulich, mit einem Buch mit wiederum fundiertem, interessant geschriebenem Material von Frédéric Delaméa.
Insgesamt eine Einspielung, die Johann Christian Bach, der es wirklich verdient, wesentlich bekannter machen wird!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2011 1:54 PM MEST


La Dolce Fiamma (Deluxe ed.)
La Dolce Fiamma (Deluxe ed.)
Preis: EUR 14,99

32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Händel und Mozart, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: La Dolce Fiamma (Deluxe ed.) (Audio CD)
'... so könnte man den großartigen Opernkomponisten Johann Christian Bach, den "Londoner Bach", zeitlich, aber auch stilistisch charakterisieren. Die von Jaroussky ausgewählten Arien nehmen vieles von Mozart voraus, der von J. Chr. Bach stark beeinflusst wurde, bewegen sich ähnlich leichtfüßig. Zugleich erweisen sie sich in der Melodik oft so mitreißend und bewegend wie bei Händel. Bach zeigt sich außerdem als Meister der Instrumentierung, der die Bläser in höchst kreativer Weise einsetzte.
Für Philippe Jaroussky ist es kein Problem, dieses starke Orchester mit seiner klangvollen, warmen und bis zur höchsten Höhe glasklaren Countertenorstimme bei Bedarf zu übertönen. Wie gewohnt singt Jaroussky technisch makellos, mit hörbarer Musizierfreude und bewegendem emotionalem Einsatz ' erschütternd unter anderem in "Perché tarda é mai la morte", und erstaunt, indem er seine Kopfstimme (!) auch bis in eindrucksvolle Tiefen führt. Ihm zuzuhören ist wiederum eine reine Freude.
Die Ausstattung der CD ist höchst erfreulich, mit einem Buch mit wiederum fundiertem, interessant geschriebenem Material von Frédéric Delaméa.
Insgesamt eine Einspielung, die Johann Christian Bach, der es wirklich verdient, wesentlich bekannter machen wird!


Carestini - The Story of a Castrato
Carestini - The Story of a Castrato
Preis: EUR 13,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief empfundener Koloraturgesang, 21. Juni 2009
Von dem Countertenor Philippe Jaroussky ist man wunderbaren Gesang gewohnt, aber mit dieser Aufnahme hat er sich selbst übertroffen - Eine solche Gesangsleistung hat vermutlich noch kein Mann vor ihm vollbracht.
Jaroussky singt wie stets technisch makellos, was bei den halsbrecherischen Koloraturen viel gesagt ist, und zugleich ganz aus dem Herzen, mit wunderbarem Ausdruck und zutiefst bewegend. Jarousskys Stimmton ist wie stets im Sopranregister glockenrein, im Altregister klangvoll, warm und weich. Das wirklich Bemerkenswerte an dieser Aufnahme sind jedoch einige stimmliche Ausflüge in die Tenorlage, die von Carestinis berühmter Contralto-Technik erzwungen werden ' Jaroussky lässt hier eine kraftvolle und konzentrierte, sehr maskuline Bruststimme erklingen, die dennoch in bemerkenswerter Weise mit seiner Kopfstimme harmoniert. Es erscheint unmöglich, dass ein männlicher Sänger sämtliche Register vom Contralto bis zum hohen Sopran beherrscht, und zwar mit Koloraturen, aber Jaroussky gelingt dieses eigentlich Unmögliche in wahrhaft atemberaubender Weise.
Dass einige der Koloraturpassagen unglaublich komplex sind und Jaroussky sie mit vollendeter Technik, Leichtigkeit und Musikalität sowie mit scheinbar unendlichem Atem singt, braucht kaum betont zu werden. Anmerken könnte ich hingegen, dass ich vor einigen Wochen das Vergnügen hatte, in einem Konzert zu hören, dass Jaroussky all dies auch auf der Bühne in einer so überzeugenden und berührenden Weise vermag, dass das Publikum am Ende mancher Arie über lange Sekunden hinweg wie hypnotisiert war, bevor es zu applaudieren fähig war.
Die Arien, die für den hochmusikalischen Kastraten Carestini komponiert wurden, sind hervorragend ausgewählt und werden vom 'Concert d'''Astrée' unter Emmanuelle Haim exzellent und höchst lebendig musiziert.
Wer auch immer Gesang, Oper oder Barockmusik mag, wird diese außergewöhnliche Aufnahme sicherlich sehr zu schätzen wissen.


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