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Rezensionen verfasst von
Johann Weber

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Vorstadtweiber - Staffel 1 [3 DVDs]
Vorstadtweiber - Staffel 1 [3 DVDs]
DVD ~ Gerti Drassl
Preis: EUR 19,49

1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dumm wie "Denver", 27. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Vorstadtweiber - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
Diese Serie ist in erster Linie ein provinzieller und peinlicher Abklatsch der stets zum Vergleich mit ihr herangezogenen Kultserie "Desperate Housewives". Die ganze Dramaturgie ist einzig und allein darauf ausgerichtet, Wirkung beim Zuschauer dadurch zu erzielen, dass er permanent mit leicht verdaulichen Klischeefiguren bombardiert und Salven von schockierenden, immer noch ungeheuerlicheren Ereignissen befeuert wird. Das Ganze eine einzige Aneinandereihung von Aufregern, so platt wie banal wie platt... Im ersten Moment zündet das sicherlich noch, bleibt der billig erheischte Effekt nicht aus, nutzt sich aber ebenso rapide ab und lässt das Ganze schnell als dämliche Klamotte bar jeglicher Glaubwürdigkeit verpuffen. Denn schließlich: was soll nach der derart überdrehten Zuspitzung sämtlicher übersteigerter Ereignisse noch kommen??? Spätestens in Staffel 2 wird den Machern die an allen Enden überspitzt in die Ecke getriebene Handlung vor die Füße fallen. Nämlich dann, wenn sie alle diese ach so spektakulären in die Auswegs- und Endgültigkeit gestrickten Handlungsstränge auflösen, sprich ihre Figuren für neue Handlung aus den logischen Konsequenzen der alten herauseisen müssen. Einen überführten und verurteilten Kapitalverbrecher aus dem Knast zu holen geht aber logisch nur mit Geduld (Ablauf der Haftzeit) oder aber ungeduldig wie unlogisch nur mit faulen dramaturgischen Wendungen wie sie schon weit gewichtigeren Serien- Kalibern das Überleben erschwerten und schließlich unmöglich machten.

Der einzige Lichtblick an der ganzen Produktion sind tatsächlich Teile des Ensembles, allen voran Gerti Drassl und Nina Proll. Ach, ja und Jürgen Maurer ist der eindeutige Beweis, dass auch adipöse Kerle sexy sein können, was Bernhard Schir für ältere Kerle ebenso unter Beweis stellt, während die Schönlinge Xaver Hutter und Lucas Gregorowicz erbärmlich abstinken und furchtbar blass bleiben. Hingegen einer bleibt sich treu: Philipp Hochmair- Schmierenkomödiant gibt den schmierigen Politiker Joachim Schnitzler... Im Fazit das alles eine nette Begleiterscheinung für die Berieselung an unterkühlten Sommerabenden und allemal besser als die obligatorischen, allgegenwärtigen Wiederholungen im Sommerloch. An schene Schmäh, hoams uns do oafitischt!


Downton Abbey - Staffel fünf [4 DVDs]
Downton Abbey - Staffel fünf [4 DVDs]
DVD ~ Hugh Bonneville
Preis: EUR 24,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Last Supper, 27. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey - Staffel fünf [4 DVDs] (DVD)
Auch in Staffel 5 schien zunächst an alles gedacht worden zu sein: authentische Schauplätze, bis ins Kleinste detailreich und historisch korrekt ausstaffiertes Interieur, die bewährt herrliche Kostümparade, die lieb gewonnenen Charaktere verkörpert durch (sehr) gute Darsteller... Nur eines hatte man tatsächlich vergessen: die Handlung!!!

Man kann es drehen wenden wie man will, was ebenso für's Schönreden gilt: es passiert einfach nichts! Man könnte glatt wahllos an irgendeiner Stelle in die Handlung einer der DVDs hineinzappen und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl frisierte, tadellos gekleidete Menschen (Herr- wie auch Dienerschaft) in aufwändigen Kulissen herumstehen oder -sitzen sehen, die entweder bei der Einnahme einer der täglichen Mahlzeiten, beim Teetrinken oder sich Umkleiden (lassen) ziemlich geschwollen daherreden ohne dabei etwas rasend Interessantes zu sagen zu haben. Bei allem betriebenen Aufwand seitens der Produktion ist sogar das noch schön anzusehen- spannend ist es hingegen nicht im Geringsten, weshalb sich echte Freude nicht wirklich enstellen will. Die angeblich so goldenen 20er entpuppen sich mit ihrem scheinbaren Mangel an historischen Groß- und anderen Ereignissen, als Downton Abbey- Killer. Und es wird noch 12 bzw. 15 Jahre und noch länger dauern bis etwa der Skandal um die Abdankung King Edward VIII oder der Ausbruch sowie das Ende des 2. Weltkrieges endlich ordentlich historische Rahmenhandlung abgeben würden. Aber was blühte uns dann? Lady Mary, die den Prince of Wales abblitzen lässt woraufhin sich dieser endgültig Wallis Simpson zuwendet? Thomas Branson, der 1933 die Machtergreifung Hitlers beklatscht? Zarah Leander, die 1942 auf ihrer Flucht aus Nazi- Deutschland in die schwedische Heimat einen Umweg über England nehmen und ein paar Nächte in Downton nächtigen muss? Oder doch - die dann (vermutet) längst 100jährige - Violet, die 1944 beim Fünfuhrtee mit Nazigrößen Joseph Göbbels rhetorisch ins Abseits katapultiert? Wohl nicht! Und mal abgesehen von diesen spin offs: Könnte der 2. Weltkrieg wirklich Verwerfungen zur Handlung beisteuern, die nicht schon zu Zeiten des 1. Weltkrieges exemplarisch behandelt wurden?

Gott sei Dank sind die Serienfiguren zu sehr down to earth angelegt als dass man ihnen Handlungsstränge á la 80th Soap Opera aufbinden könnte- jedenfalls nicht ohne auch noch jegliche Glaubwürdigkeit zu verlieren. Das Beste wäre Julian Fellows würde ein Einsehen haben, allen Beteiligten eine komplette 6. Staffel ersparen und Downton Abbey mit einem letzten der traditionreichen Specials in Schönheit enden und sterben lassen- denn Adel verpflichtet!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2015 11:15 PM MEST


Riskante Begierde
Riskante Begierde
von Jeffery Self
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bekanntes Risiko..., 28. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Riskante Begierde (Taschenbuch)
Lässt der Originaltitel "50 Shades of Gay" schon ahnen um welch dreisten Abklatsch es sich bei diesem Romänchen handelt, so wird diese Erwartung 1:1, völlig plump, erfüllt! Dass hier auf ca.170 Seiten zusammengeraffte wurde, wofür eine fabulierende Hausfrau gleich mehrere Bände brauchte, lässt das Ganze wie die Nacherzählung eines Zehntklässlers wirken und macht auch das große Vorbild nicht weniger schundig. Einzig positiver Aspekt in diesem völlig überflüssigen Büchlein, ist der echt gut skizzierte Hauptcharakter, der eine ganze Menge bissiger Kommentare zu zeitgenössischen Filmgrößen und deren Schaffen raushaut. Das ist echt witzig da (bitter)böse und was die Ironie angeht genau auf den Punkt. Alle anderen Figuren bleiben platt ohne Tiefe und der Dominus wird als eindimensionale W....vorlage geschildert, so vollgestopft mit allen Klischees, die, angefangen bei den entferntesten, das Attribut "porno" versinnbildlichen und Reaktionen wie "Nimm mich!... jetzt!!... sofort!!!" und "Hör' nie wieder auf!!!" heraufbeschwören könnten. Ein banales Abziehbildchen, das jeder Leser auf das jeweilige Hollywoodidol seiner ureigenen feuchten Träume projezieren kann und das (ausschließlich) auf diesem Wege an spektakulärer (Profil)Schärfe gewinnt. Umso enttäuschender, dass der hin und wieder praktizierte Sex über einen ans Bett gefesselten Sub nicht hinaus kommt und daher in der Sache mit BDSM absolut nichts zu tun hat. Sexszenen liegen dem Autor grundsätzlich überhaupt nicht. Die kann er nur in holprig- kurze Sequenzen kaum nachfühl /- erlebbarer Schilderungen von einer lähmenden Hektik, bei denen das Kopfkino geschlossen und damit die Leinwand so dunkel bleibt wie Norwegen im Winter.

Im Fazit wundert mich nur, dass E. L. James, Verfasserin des Originals, den Autor Jeffery Self nicht wegen Abkupferei verklagt hat. Der Hubschrauberflug zum Dinner, das neue Auto, das (zwar vorhandene und detailiert beschriebene aber hier nie benutzte) zunächst Verstörung hervorrufende Spielzimmer und, und, und... Der einzig unterscheidbare Aspekt in "Riskante Begierde" ist tatsächlich der, dass die Handlung in ein schwules Umfeld bugsiert wurde. Ach ja, etwas wahrhaft Riskantes hat das Werk aber auch an sich: man könnte des sommers beim Lesen am Strand, auf dem Rasen, der Terasse, der Liegwiese des Freibades usw. derart herzhaft ins Gähnen geraten, dass man eine fiese Wespe verschluckt- autsch!!!


Das ist mein Weg (inkl. Bonustrack / exklusiv bei Amazon.de)
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 50 Jahre und kein bißchen weise..., 30. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... zumindest aber ungeheuer orientierungslos. Zugegeben Nicole hat es nicht leicht. Ihre besten Zeiten hatte sie als im musikalischen Umfeld Deutschlands, dem Markt eben, "Schlager" kaum eine Chance hatte, als englischsprachiger Pop in verschiedenen Strömungen, Technobeats und von all dem unangefochten darüber schwebende Superstars vom Kaliber Madonna, Tina Turner, Cher, Rolling Stones uva. die Millionseller waren. Dadurch blieb ihr, obwohl musikalisch gut aufgestellt und immer irgendwie präsent, die ganz große Karriere mit ausverkauften Torneen durch die großen Hallen und Absatzzahlen ihrer Tonträger in 100.000 er Einheiten oder oberen Chartplatzierungen versagt- einfach weil ein reiner Schlagerstar das damals nicht erreichen konnte, zumindest nicht kontinuierlich. Und heute, wo "Schlager" längst allgemein salonfähig ist? Da ziehen Andrea Berg und Helene Fischer ein ums andere Mal im Affenzahn an ihr vorrüber und Nicole bleibt weitgehend unbeachtet, kann nicht im Geringsten an den Rekordzahlen anderer tippen. Seit ihrem Weggang von Ralph Siegel & Co bekommt sie für jedes neue Album verbal die Hucke voll und gewinnt jedes Mal auf's Neue die Erkenntnis, dass entgegen dem eigentlichen Trend ihre Verkaufszahlen immer weiter absacken. Zum 50. Geburtstag der Interpretin bringt man in der Regel ein Best Off mit ein paar neuinterpretierten Erfolgen nebst 3 bis 5 neuen Liedern heraus und zumindest das verkauft sich dann - dem Anlass geschuldet - recht gut. Da Nicole diese Masche aber schon zu diversen vorausgegangenen Anlässen und zur Überbrückung etlicher Umsatzflauten agbenudelt hat, tritt sie zum 50. Geburtstag mit einer kompletten Neuproduktion an- und die hat's in sich! Da seit Jahren zündende Ideen für Themen und Texte fehlen, da die Arrangements gähnend langweilig wie billig, billig, billig sind und zudem Nicoles Stimme nicht mehr mitmacht, ist guter Rat auch dieses Mal teuer gewesen... oder auch nicht! Denn siehe da, wenn man mal schaut was die anderen so machen, öffnet sich die Büchse der Schlagermuse Pandora und die Ideen sprudeln nur so heraus. Nichts woraus sich nicht noch etwas zaubern ließe... Schlagerfix- gelingt immer und klebt nicht (auch nicht im Ohr)! Da Andrea Berg, ungestraft und leider erfolgreich, Männer als Feindbild Nr. 1 in vor allem ihren früheren Texten installierte, geht Nicole innerhalb der rund 47 Minuten im Titelsong ihrer eigenen Wege, führt "Rosenkrieg", fegt den "Schnee von gestern" aus ihrem Liebesleben, fühlt sich "Schuldig", muss sich samt Ex eingestehen "Wir haben versagt" und schickt zu guter Letzt als kleine Aufmunterung der Hoffnung späten Tod hinterher. Außerdem hauchknödelte La Berg doch schon vor 20 Jahren ziemlich schief vom Kilimandscharo und wenn die damit 50.000 und noch viel mehr Platten verscherbeln konnte, kann es ja nicht schaden wenn man statt einzelner Sehenswürdigkeiten, gleich den gesamten Kontinent "Afrika" verhaftet... Und wenn Helene Fischer einen Matrathon für ein Stückchen Schokolade rennt (und anschließend noch einen dranhängt, um dieses wieder abzutrainieren), so kommen pfundweise "Allererste Sahne" und andere Köstlichkeiten zum Ranklotzen gerade eben richtig um die Ecke, oder? Zudem haben die Knallchargen aus dem Fischerteam den nichtssagenden Tanzschlager hoffähig gemacht, zu dessen Melodien die Hörer abhotten und schunkeln ohne sich vom lyrischen Beiwerk belastet (oder belästigt) fühlen zu müssen- schon schlug die Geburtsstunde von "Hello, Mrs. Sippi"... Und auch die Antwort auf die Frage, was man von diesem Album halten könnte, bleibt Nicole nicht schuldig "Frag' mich nicht" (immerhin ansatzweise tanzbar!) Irgendwo zwischen alledem kommt noch ein bißchen Nicole zum Vorschein, einmal ganz kurz, ganz "Unspektakulär" aber richtig stark! Dieses Lied beweist, dass die überanstrengte Stimme in ihrer ureigenen Stimmlage gebraucht noch immer Stimmungen und Emotionen transportieren kann wie keine zweite im Deutschen Schlager! Für die großen Hymnen und Uptemponummern aber reicht es einfach nicht mehr. Eindrucksvoller Beweis dafür auch die aktuellen Interpretationen einiger ihrer alten Songs im Rahmen eines Hitmedleys bei Silbereisen- diese Lieder hat man Wort für Wort und Ton für Ton im Ohr und der Unterschied im Stimmvermögen, dem Volumen ist exhorbitant!

Grundsätzlich stellt sich die Frage, was Nicole denn (noch) will. Sie hat in unzähligen guten und jetzt doch einigen schwachen Alben alles erzählt was man sich nur denken kann. Die seichte Masche des Kommerziellen schließt sie für sich (und damit auch den eventuellen ganzen großen Erfolg) aus. Möchte Sie einfach so weitermachen, um eines Tages für sich eine bestimmte Anzahl von Jahren im Business verbuchen zu können? Musikalisch ist schon lange keine Orientierung mehr erkennbar. Es wird immer beliebiger, durchwebt vom zaghaften, zauderlichen Versuchen neue Wege einzuschlagen, zwischendrin in Splittern die gute (im Sinne von Güte) alte Nicole. Ihr Weg ist der auf Messers Schneide: die Chance ein großes neues Publikum zu erobern ist ebenso gering, wie die, die letzten unumstößlich treuen Fans mit komischen Neuerungen zu vergrätzen groß ist- ein Teufelskreis!

Fazit: es überrascht mich selbst aber dass es Stimmen gibt, die da verlautbaren es handele sich bei "Das ist mein Weg" um das beste Nicole Album seit langem, kann ich irgendwo sogar nachvollziehen. Zumindest dann, wenn angeführt wird, dass das Album insgesamt abwechslungsreicher, vielfältiger in den Themen ist und auch die Arrangements und Stimme weit weniger unerträglich beißender Einheitsbrei sind als zuvor. Leider weiß ich trotzdem nicht, ob ich das gut finden soll... was im wesentlichen mit den Inhalten zu tun hat und damit dass hier lange nicht alles Gold ist, was beim ersten oder dritten Hören (noch) glänzt. Soweit so klar. Durchwachsen mit ein paar eigenen aber zu wenigen Glanzpunkten, kein Reißer... letztlich aber stelle ich mir doch die Frage, was ich von Nicole erwarten würde, damit sie einen Reißer landet? Ich weiß es nicht aber es ist auch nicht meine Sache das herauszufinden, das bleibt allein die Angelegenheit der Interpretin. Ich wünsche ihr ein gutes Händchen dabei. Und last but not least: Happy Birthday!!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 2, 2014 12:49 PM CET


Andrea Berg - Atlantis: Live [2 DVDs]
Andrea Berg - Atlantis: Live [2 DVDs]
DVD ~ Andrea Berg
Preis: EUR 16,99

21 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Am modrigen Grund..., 31. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Andrea Berg - Atlantis: Live [2 DVDs] (DVD)
eines umgekippten Gartenbiotops lässt sich mehr Lebendiges und Geschmackvolles nachweisen als in dieser unsäglichen Alibi Show, die überhaupt nur veranstaltet wurde, weil im Vorfeld genug "Verblendete" ein Ticket gebucht hatten. Mein lieber Scholli, wie Andrea Berg da - je nach Quelle - 11.000, 15.000, 17.000 oder 25.000 Fan(ati)s(che) soooooooo schöööööööön (ungestraft) veräppeln durfte...! Und dafür richtig was aufgeboten hat: irgendeine Managementagentur nutzte die Gunst der Stunde ihr Sammelbassin für ausrangierte, drittklassige Stimmungskanonen auszukippen und so noch einmal Gage für DJ Ötzi & Co zu generieren (was inzwischen ein selten gewordenes Vergnügen ist). Ausgeschüttet wurde dieses Füllhorn der Unzulänglichkeiten hinein in eine verkitschte Styrodor- Atlantis- Unterwasser- Wunderwelt made in 1978, die man einem abgetakelten Kirmesbetrieb billig abluchsen konnte (und nur mittels Schweizer Sachverstand ein bisschen aufzurüschen brauchte), Frau Berg grimassierte grobmotorisch in selbstenworfenen Fummeln (... aber die Kelly Family hat man seinerzeit für genau solche Teile in Sippenhaft genommen und öffentlich verbal als "Singende Altkleidersammlung" gesteinigt! Und dabei konnte die, im Gegensatz zu Frau Berg, sogar singen- und zwar allesamt!). Die letzte Überlebende in einer abgelaufenen Dose Schildkrötensuppe aus dem beweglichen Inventar des Hotel Sonnenhof wurde medienwirksam ins Scheinwerferlicht gezerrt, um da mit Krododilstränen zu rühren, wo weder Bühnenbild, noch Sound, weder Songmaterial und schon gar kein Gesang, Emotionen zu erzeugen vermochten ("artgerecht" ist wohl anders). Garniert wurde dieser Reigen der optimierten Peinlichkeiten mit ein paar Tänzern, die sich nebenbei als Bühnenrowdies verdingen mussten, indem Sie die nass gewordene Bühne trockenzuflitschten hatten- also wenigstens von kostensparender Personaleinsatzplanung versteht Frau Berg was- aber wen wundert's, geht es dabei doch um (ihr) Geld! Ansonsten hatten die Tanzpuppen eher wenig zu bieten- tja, Jungs, der heute allgegenwärtige Body Standard, auch gern mal "Waschbrett" genannt, sieht eben anders aus... (der Rest ist Schweigen, denn zumindest der tätowierte Blonde war trotzdem extrem lecker, lecker, lecker...rrr!). Absolut der Zeit weit voraus hingegen die eingesetzte Technik: die ganze Branche fragt sich neiderfüllt wie Dieter Bohlen es schafft, die von einer talentierten Studiosängerin eingespielten Masters der Gesangseinlagen, die weit fernab Andrea Bergs Gesangsvermögen liegen ("What a feeling" u.a.), so einzufärben, dass sie am Ende zweifelsohne nach Bergs Stimme klingen- Didi, bitte, W I E geht das??? Ansonsten alles wie gewohnt, gehabt und schon mal dagewesen... durch die günstigen Bierpreise auf dem Gelände angeheizt, grölt das Publikum die Refrains und rettet seiner verehrten Gesangspraktikantin so den A...., da dieses Mal A. B.s Stimme schon in den Strophen auffällig arg abschmierte. Aber leider: auf eine unerklärliche Art und Weise fällt es auch hier wieder schwer Andrea Berg das alles so richtig übel zu nehmen...! Soweit der traurige Tatsachenbericht.

Am Ende habe ich immer das Publikum selbst für sein Unglück verantwortlich gemacht. Gedacht es sei zu "naiv", bildungsfern und zu wenig aufgeweckt, um zu bemerken, was da mit ihm angstellt wird. Nachdem man das Publikum in zahlreichen Blenden nun eingehend begutachten konnte, muss ich meine Meinung revidieren. Es sind in Wirklichkeit Menschen, die häufig so wirken, als ob das Leben ihnen nur wenig Freuden bescheren würde und die sich hier an der Rampe von Frau Bergs Atlantiswelt tatsächlich nichts weiter als das Erleben ein paar froher Stunden erhoffen. Es ist ein ehrliches Publikum mit ganz normalen Ansprüchen an eine Künstlerin- lasst uns hoffen, dass es niemals zu spüren kriegen möge für welchen hahnebüchenen Blödsinn es als Publikum herhalten musste. Und das ist mein bitterster Ernst!
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2015 11:42 AM MEST


Fack ju Göhte
Fack ju Göhte
DVD ~ Elyas M'Barek
Preis: EUR 5,00

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmeißߴ die Uschi aus dem Fenster!, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Fack ju Göhte (DVD)
Im Grunde ist dieser Streifen nichts weiter als eine dieser märchenhaften, flotten Weltverbessererkomödien im Muster amerikanischer Vorbilder wie Sister Act 2 usw. Der einzige Vorwurf, den man diesem Film machen kann ist dann auch, dass er zum xten Male einem so bekannten Muster nachgestrickt ist. Dass dabei Klischees en masse bemüht und durchgenudelt werden, dass die Sprache unserer Jungend nicht nach jedermanns Geschmack ist und dass derbe Streiche an der Lehrerschaft gezeigt werden gehört da zwangsläufig dazu- wie sonst hätte man diesen Stoff erneut mit z e i t g e m ä ß e m Colorit umsetzen sollen? Und auch die völlig unrealistische Handlung ist Teil des hole package- was aber kaum ins Gewicht fallen dürfte, wenn man bedenkt wie oft das altbewährte Muster schon Anklang beim Kino- / TVpublikum gefunden hat, letztlich also immer wieder funktioniert...

Dieser Film ist einfach köstlich!!! Nicht ob der gerade aufgezeigten "Schwächen", nein, es sind die Akteure, die ihn so wunderbar erfrischend, leicht, zum unausweichlichen Finale zunehmend (an)rührend machen. Ich kann mich nicht erinnern Katja Riemann in einer ihrer Komödienrollen je so auf den Punkt gesehen zu haben- brilliant! Und selbst die schlechteste Schauspielerin Deutschlands, Uschi Glas, die Unverwechselbare da Immergleiche, glänzt hier wie selten. Natürlich nicht allein durch ihr eindimensionales Spiel, sondern durch die Tatsache, dass sie sich in ihrer Rolle quasi selbst auf den Arm nimmt und zum Absurdum motiert. Die Sauberfrau für chemisch gereinigte Ernsthaftigkeit in deutschen TV Schmonzetten aus dem Fenster fallen zu sehen- hey, da ergeben sich doch ungeahnte Möglichkeiten... ;-) Elyas M'Barek ist in dieser Rolle einfach eine Wucht! Selbstverständlich hilft ihm sein blendendes Aussehen, einschließlich appetitlicher Physis, schon sehr dabei, dass man seiner Rolle die Wandlung vom abgestumpften Prollganoven zum edlen Charakter mit Herz, Hirn und Anstand abnimmt, aber ohne eine tolle darstellerische Leistung würde der Charakter Müller nicht derart zünden- TOP! Die Sache rundherum rund machen die Jungdarsteller (also Darsteller der Jungendlichen...), die ihre Klischeerollen herrlich ausfüllen ohne dabei zu überdrehen- super! Am wenigsten überrascht / beeindruckt tatsächlich Karoline Herfurth, da man von ihr in einem Film dieser Konstellation genau erwartet was sie abliefert hat. Eine Tatsache, die ihre darstellerische Leistung aber nicht relativieren soll.

Fazit: Ein großer Spaß, der sich selbst nicht zu Ernst nimmt und nie völlig unter Niveau abgleitet. Eine Komödie, die weder knöchelseicht noch abgrundtief peinlich ist. Ein Film mit nur einem Anspruch: unbekümmert unterhalten zu wollen. Und diesen Anspruch erfüllt er voll und ganz. Komödie lebt von der Überzeichnung der Realitäten... Wer hier den Untergang des Abendlandes anmahnt, da Sittenverfall und Schlimmeres verherrlicht würden, der hat nunmal leider gar nichts verstanden. Denn nicht in auch nur einem Moment wird man hier im Unklaren darüber gelassen, dass es sich um eine witzig überzeichnete Handlung und sonst nichts handelt. Und einen Film, der alles in allem wunderbar funktioniert in die geistlose Schmuddelecke stecken zu wollen ist einfach hirnverbrannt. Wer hat denn Jahrzehnte lang abgrundtief grottenschlechte Pauker-, Tanten- und sonstige Klamotten zu Publikumsrennern gemacht??? Und sich bei absolut hirnlosem, dumpfen Bud Spencer & Terence Hill Draufgehaue- Humor albern auf die Schenkel geklopft??? Also, Ihr lieben säuerlichen Moralwächter: setzen, 6!

Boah, ey, geht echt krass ab!


Ich lasse mir das Singen nicht verbieten
Ich lasse mir das Singen nicht verbieten
Preis: EUR 12,32

6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "E R B A R M U N G- das hat mir gerad' noch gefehlt!"*, 26. April 2014
Diese CD ist als Produkt der Beweis dafür, dass das Schielen nach einer schnell verdient geglaubten Million, den Verstand, die Ohren und das Gespür für das Machbare auch bei Berufserfahrenen komplett auszuschalten vermag. Switch, weg, einfach so...! Diese CD ist schlicht und einfach unerklärlich- wie konnten sich gestandene Musikmacher (Produzenten, Arrangeure... nicht zu vergessen die Originalinterpreten ihre Werke!) für so etwas hergeben? Vielleicht noch weil der Status der mittelmäßig lustigen aber stets hochgejubelten Durchlaucht des Deutschen Entertainments, Hape Kerkeling, den Lakaien der Branche ein gewisses Maß an Ergebenheit / Ehrfurcht abringt bzw. einflößt...?!

Anderseits ist diese CD der Beweis für die maßlose Selbstüberschätzung und arrogante Anmaßung eines Hern Kerkeling, der entweder glaubte ein begnadeter Schlagersänger zu sein oder sich noch verachtenswerter tatsächlich traute diesen Berufsstand durch sein merkwürdiges Verständnis von Satire oder "lustig" bewusst der Lächerlichkeit preiszugeben- im Ergebnis ist weder das das Eine noch das Andere gerechtfertigt, angemessen oder erstrebenswert (besonders für die echten Schlagersänger).

In der Relation markieren die epochal schlechten Alben von Andrea Berg da nur noch den Vor- vor- vorhof zur Hölle, Hape ABER heizt uns so richtig ein und zwar mächtig! Vor dem geistigen Auge ziehen Bilder vorbei, in denen "Die Amigos" sich direkt im Zentrum des Fegefeuers grottig- schlechter Darbietungen als Hilfs(ver)Heizer kultigen Deutschen Populärliedgutes betätigen... Allmächtiger! Dass es mit Herrn Kerkelings Talenten nicht allzuweit her sein kann, beweist ja die Tatsache, dass es auf allen Gebieten auf denen er sich versuchte immer nur zu einem einzigen echten Erfolg reichte... Egal welche Berufsbezeichnung er gerade wohlfeil aber immer unrechtmäßig an sich riss, er hatte einen legendären Auftritt als Parodist ("Beatrix"), eine (lediglich 7tlge) gute Show ("Total Normal"), einen Charterfolg ("Das ganze Leben ist ein Quiz"), einen Kinohit ("Kein Pardon"), einen Bestseller ("Ich bin dann mal weg"), ein abstoßendes alter ego ("Horst Schlämmer"), ein Erfolgsmusical (die Resteverwertung von "Kein Pardon")- und hat jetzt einen richtig fetten Flop am Hals. Natürlich sprangen ihm diverse seiner "Gabis" (des gewöhnlichen Schwulen beste Freundin(nen)) zur Seite, um diese tolle CD zu hypen, um ja nur nicht zu verpassen ein Teil(chen) dieses sicher geglaubten Mega- Erfolgs zu sein- Mary Roos, Kim Fischer, Michelle Hunziker, Isabell Varell- ach, nee, die Varell hat es sich ja verkniffen, schön dass ihre musikalichen Instinkte nach wie vor zu funktionieren scheinen- unseren aufrichtigen Dank dafür!

Fazit: Null Stimme, null Takt, null Tempo, null Feeling- nix und wieder nix! Kerkeling kommt einem vor wie ein getriebenes Zirkusraubtier, das von seinen Dompteuren (Produzententeam) in der Manege (Tonstudio) zum ihm Möglichen (Singen halt) getrieben werden sollte aber stets punktgenau meterweit neben dem Podest (ansprechend gesungenem Ton) landete - und die Angst vorm brennenden Reifen (hohen Tönen) hört man sogar aus seinem eintönigen, facettenlosen und flachen Gebrumme noch heraus- es mag Manchen überraschen: nein, das Zittern in den durch Kerkelings Kehle artikulierten Geräuschen ist N I C H T das Timbre! Schließlich entschlossen sich die Profis den hoffungslosen Ungesang in seiner ganzen Unzulänglichkeit mit einem waberndem Sound aus wummernd dahinhallender Zuckerwatte gnädig zuzudecken- allein auch das half nichts! Denn das Abgelieferte ist mieseste Hinterhof- Karoke, die fassungslos einfallslos, fachlich unterirdisch und im Gesamteindruck erschreckend lächerlich und hochnotpeinlich ist...!!! OH, weia! Autsch! Das geht gar nicht! Das ist das Oberallerletzte!

Hape Kerkeling lässt sich das Singen nicht verbieten? Er täte gut (und klug!) daran sich das hopplahopp(!) nochmal zu überlegen!!!

* Tilly Lauenstein als Frl. Rottenmeier in "Heidi" immer dann, wenn es schlimmer nicht mehr kommen konnte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2014 9:23 AM MEST


Die Bibel [4 DVDs]
Die Bibel [4 DVDs]
DVD ~ Diogo Morgado
Preis: EUR 21,18

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein starkes Stück..., 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Bibel [4 DVDs] (DVD)
... Historen- und Glaubenepos haben die Macher dieser Miniserie inszeniert. Die sicher Milliarden von Menschen auf der Erde seit Kindestagen vertrauten Geschichten aus dem Alten und neuen Testament, die ohne Frage zu den meistverfilmten Stoffen überhaupt zählen, wurden abermals filmisch in Bilder gebannt. Herausgekommen ist ein im Großen und Ganzen solides Werk, das seine Botschaften kraftvoll und eindringlich übermittelt. Setdesigner, Kostümbildner und Visagisten haben alles gegeben, um eine vergangene, weit hinter uns liegende, ob unseres christlichen Hintergrundes aber durchaus vertraut erscheinende, Welt glaubhaft auferstehen zu lassen. Auch die Kameraführung lässt keine Wünsche offen, operierte mit perspektivischen Möglichkeiten und fing das Geschehen in ausdrucksstarken Bildern ein. Dem hinreichend bekannten Plot, rang die Dramaturgie etliche aufwühlende Momente ab, was keineswegs als Selbstverständkeit übergangen werden darf. Soweit so gut...

Als noch besser erweist sich der Jesus- Darsteller Diogo Morgado, der einen "modernen" Jesus verkörpert ohne ihn zu weit vom vermuteten, erwarteten oder unterstellten "Original" abzurücken. Erfrischend lebensnah, fröhlich und zupackend, gibt er er den Gottessohn statt verklärend sanft, ja fast lethargisch wie so oft geschehen, und weiß damit allemal zu überzeugen, was die Passagen der Angst und des unermesslichen Leidens uneingeschränkt einschließt. TOP! Ein Schnippchen schlägt ihm dabei zuweilen jedoch die hin- und wieder doch ins Altmodische abgleitende Inszenierung, die an manchen Stellen einfach nicht ohne aufdringlichen Pathos auskommen will- etwa wenn Jesus bei der Kreuzaufnahme sein Todesinstrument küsst oder man ihn sich episch ausgewaltzt zum Kreuz schleppen lässt bevor er daran geschlagen wird. Ob Diogo Morgado, wie in manchen Medien diskutiert der "schönste Jesus aller Zeiten" ist, liegt im Auge des Betrachters, eine der besten Darstellungen dieser in der Menschheitsgeschichte so wichtigen Person, liefert er allemal ab. Und auch die Tatsache, dass er bisher "nur" als zweitklassiges Model und durchschnittlicher Soapdarsteller, also mittels seiner Schönheit, sein Brot verdient hat, kann ich im Bezug auf seine Besetzung für die Rolle Jesus nicht als anrüchig erkennen.

Anrüchig hingegen ist die Besetzung der reifen Maria mit Roma Downey. Sie mag eine erfahrene, vllt. sogar verdiente Schauspielerin sein (was sich meiner Kenntnis entzieht) und es sei ihr zugestanden sich als Produzentin eine der Rosinenrollen herauszupicken ABER der Muttergottes ein derart offensichtlich operiertes und gebotoxtes Gesicht zu geben ist in meinen Augen einfach würdelos! Mal ganz abgesehen von der ansonsten allgegenwärtigen Athenzität- ca. 50jährige Frauen sahen in damaliger Zeit ganz sicher nicht S O aus...

Fazit: Eine wirklich gelungene Adaption des Buches der Bücher, die sicher zu Recht Einzug in die heimische Themen
DVD Sammlung hält. Merklich haben sich der Look und Inhalt solcher Filmwerke in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Waren Bibelfilme bis in die 1970er Jahre hinein oft sklavisch werkgetreu und kamen damit dramaturgisch wenig überraschend daher, so hat sich darin spätestens mit Zeffirellis "Jesus von Nazazret" etwas geändert. Zeffirelli ging mutiger ans Werk und traute sich ein großes Stück weit Jesus, Maria Magdalena und andere Figuren vom Sockel der Verklärung hinunter ins Menschliche zu holen, indem er sie Dinge tun und sagen ließ, die nicht explizit in den Evangelien überliefert sind. Eine weitere Station in dieser Entwicklung war Scorseses "Letzte Versuchung Christi", die zum ersten Mal Jesus komplett Mensch sein ließ, zudem die Qualen der gesamten Passion realistisch darstellte und seinen Jesus diese Tortur völlig ohne überhöhendes Pathos, eben menschlich, durchleiden ließ. Der letzte Meilenstein war dann Gibsons "Passion Christi" (ein Film der in vielerlei Hinsicht bitter zu kritisieren ist), an dessen Ästhethik sich seither aber gerne angelehnt wird. Einerseits gewinnen "übliche" Jesus Verfilmungen dadurch an Realismus (das Ausmaß an Gewalt und Leid, das "antike" Interieur), andererseits werden Dinge zitiert und weitergetragen, die Gibsons ideologischem Ansatz oder falschem Wissen entspringen (Jesus trägt ein Kreuz statt allein den Querbalken, Nägel durch die Hände...).

Alles in allem ist mit "Die Bibel" eine sehenswerte und anschauliche Umsetzung erreicht worden, die neben ein paar Zitaten aus Vorgängern und einer schlimmen Entgleisung im Cast, das richtige Maß gefunden hat monumental zu unterhalten indem ein altes Thema spannend, emotionsgeladen und mitreißend aufbereitet wurde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2014 5:15 PM MEST


Kamionka
Kamionka
Preis: EUR 9,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tschingderassabum... bumbum!, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kamionka (MP3-Download)
Auch wenn La Fortenbacher allzu merklich den Müllers, Schönebergers & Co. auf's Maul geschaut hat, um sich per Lippenlesen ein paar nette Abregungen zu holen (nein, Ihr im Kanon aufjaulenden Besserwisser- Kommentar- Abgeber, sie hat N I C H T S geklaut!), so ist dieses Album der absolute Wahnwitz des allerbesten Gutelaunepops!!! Wer hier ernsthaft bemängelt Ohrwürmer zu vermissen hat aus allen erdenklichen Gründen mal so gar keine Ahnung und ist im schlimmsten Falle taub (was die Fehleinschätzung entschuldigen würde...!) Was fehlt sind Balladen, aber diesen hat man hier im Hinblick auf das Gesamtkonzept mit voller Berechtigung kein Podium bereitet. Dass die 5- Oktaven- Stimme nicht zum Einsatz kommt stimmt streng genommen nicht, aber der vollen Range wird sich tatsächlich kaum einmal bedient- weil es hier einfach nicht nötig ist. Das ist eben kein Album um mit Stimmumfang und Volumen zu wuchern...

Fazit: ein Album wie aus einem Guss, dem die große Kunst gelingt sein ungewöhnliches Konzept bis zum Ende auf hohem Level durchzuziehen. Wahrscheinlich ist das Ganze aufgrund der hintergründigen Texte und eher nicht alltäglichen Arrangements weniger massentauglich als das kastanienbraun gefärbte Piepsstimmchen in seinen geleihgabten Lederklamotten aus dem Tina Turner Gedächtnisfond, aber deshalb ja noch lange nicht schlecht- im Gegenteil! Die Fortenbacher kess, kokett, rotzfresch, keck, ausgelassen, doppeldeutig und damit eine umwerfende Klasse für sich- C H A P E A U !


feeling a moment
feeling a moment
Wird angeboten von MediaFloh
Preis: EUR 4,97

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3.0 von 5 Sternen Mini Rock(er), 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: feeling a moment (Audio CD)
Na, na, na, Frau Lukaseder was ist ihnen denn da in die Managementkartei gepurzelt? Ja, ja, einen Moment nicht aufgepasst, einen Augenblick zu kurz hingehört und schon nickt man aus sehr alter DSDS- Gewohnheit Mittelmaß ab...

Ebenso orginell wie der Küntlername "Phil Cornell" (ein Trottel, wer sich da nicht an "Phil Collins" erinnert fühlt- und sollte es gar der Geburtsname des jungen Mannes sein, täte ein originellerer Künstlername erst recht Not...), ist diese Einheitsbreimusik mit Rockeraditüde. Ein Trottel, wer sich dabei nicht an Adam Lambert erinnert fühlt... allerdings hat dieser einen eigenen Stil, jenseits jener mittelmäßigen Gleichmacherei was in der Hoffnung geschieht, dass sich in der Schnittmenge ein möglichst großes Käuferarsenal vereinen lässt.

Die Brauchbaren: Blood Money, Take me, Hate U, Come Closer, Suitcase- der Rest ist Ausschuß, einfach nix!

Fazit: Das Produkt Phil Cornell ist ein Cross Over Mix aus Andreas- Gabalier- Optik, Adam- Lambert- Glamrock- Sound und 08/15- Casting- Gesang, was passé ja nix Schlechtes sein muss. Im konkreten Fall aber fehlt an zu vielen Ecken zuviel, um richtig zu zünden, vor allem daran so unverwechselbar zu sein, dass es richtig funzt


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