Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimitedFamily BundesligaLive longss17
Profil für Simon Schneller > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Simon Schneller
Top-Rezensenten Rang: 7.216.953
Hilfreiche Bewertungen: 44

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Simon Schneller

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Room on Fire
Room on Fire
Preis: EUR 6,79

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This is it, 25. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Room on Fire (Audio CD)
Eigentlich sagt es schon alles, dass der verehrte Stefan Glietsch in der Strokes - Titelstory des Spex - Magazins in einer Tour davon erzählt, wie gut er sich mit den fünf Jungs, namentlich Julian Casablanca, verstehen würde - Die Strokes sind mehr als ihre Musik, die Strokes sind unsere besten Freunde!
Daher haben wir wohl alle kräftig mitgefiebert und Daumen gedrückt, damit das Mammutprojekt Nachfolgealbum um Gottes und unser aller Willen und Seelenheil nicht schief gehen würde.
Wir können aufatmen, wir können wieder ruhig schlafen. Es ist diesen Wahnsinnskerlen doch tatsächlich geglückt, auf unsere vertrockneten Kehlen bwz. Seelen einen 30 - minütigen Schluck reinen Bourbon Whiskey zu gießen und damit Gottvater Rock 'n Roll abermals aus seinem mit übelstem Schunder zugeschütteten Grab herauszulocken. Das hier rockt bis Boxen und Zimmer in Flammen aufgehen.
Julian, Albert, Nick, Nikolai und Fab durchleben den von abertausen-The-n beschworenen aber ganz, ganz selten empfangenen Spirit in jedem gottverdammten Lick - over - Lick, jedem leidenschaftlich gesetzen On - / Offbeat, jedem gehaucht, gestönt, geschrienem W-o-r-t, jedem Mal Luftholen.
Und überlassen dabei nichts der Göttin Fortuna. Gute Musik fällt eben nicht vom Himmel, sie ist vor allem eines - knochenharte Arbeit. Jeder ist seines Glückes Schmied und die Strokes fischen jedes Fitzelchen Potential und Gelegenheit aus dem Hudson River. Vergesst den Hype!


Die Gute Seite
Die Gute Seite
Preis: EUR 7,37

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Unterschied zwischen Strand- und Standfußball, 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Gute Seite (Audio CD)
"Das nächste Spiel ist immer das schwerste" mahnte der selig Sepp Herberger einst inständig seine Spieler. Die fußballverrückten "Sportfreunde Stiller" können solche Weisheiten wohl im Schlaf aufsagen. Es war klar, nach dem Kantersieg des verkappten Best-of-Albums "So wie einst Real Madrid" würde es schwer für die sympathischen Ultra-Münchner werden. Echte Sportsmänner sehen eine solche Situation wohl eher als Ansporn denn als Belastung - also raus auf den Platz und alles geben bis zum Umfallen.
Sportlicher Ehrgeiz allein, ist in der Musik jedoch nicht ausreichend, um ein absolutes Spitzenalbum hinzulegen, besonders wenn es den Akteuren diesmal trotz heißem Bemühen an Einfällen mangelt und sie mit den immer selben Tricks und Finten durchschaubar werden. Das reicht nicht für den Uefa - Cup und schon gar nicht für die Champions - League, das ist leider Gottes nur Mittelmaß.
Mit "Wie lange sollen wir noch warten" rocken sie verhalten los, dummerweise ist der durchaus gelungene Track aber schon auf dem Soundtrack von "Lammbock" vorab veröffentlicht. Der Treffer zählt nicht. "Komm schon" gefällt mit seinen lautmalerischen Spielereien, im Refrain geht der Drive verloren, die Puste aus. "Ein Kompliment" hingegen ist genau so wie es sich eingefleischte Sportfreunde und -freundinnen wünschen und knüpft als ausgemachtes Liebeslied nahtlos an das grandiose "Fast wie von allein" an.
Freunde, schlagt mich tot, aber mal Hand aufs Herz und das Herz von der Zunge: Mit Anfang Dreißig wäre doch texttechnisch mehr - nein nicht Niveau, nicht Ernsthaftigkeit, aber Altersangemessenes zu erwarten. Aus dem Teenie-Alter ist man längst raus. Spaßfaktor hin oder her. Egal.
"Sportbeat" ist eine Fortsetzung der Elektroexperimente, was aber schon damals bei "Feldhockey" misslang. Dann der Titelsong "Die gute Seite": Ist ja irgendwie nett, wie sich die drei Gutmenschen gegen den bösen Rest der Welt aufregen: „Du und ich und sonst noch 'n paar Leute, wir sind auf der guten Seite!", wenn man hier nicht sooo offensichtlich schwarzweißmalern würde. "International" und "Independent" sind nicht wirklich ernst gemeint - das trieft ja nur vor Klischees und ist einfach ein paar Nummern viel zu p.c. geraten.
"7 Tage, 7 Nächte" hingegen versöhnt: Here they are again, die herrlich frech - frivolen Wortspielereien wie in den "Wunderbaren Jahren" : "Des einen Freud des anderen Leid, sie wusste über Freud bescheid" Warum nicht mehr davon? "Tage wie dieser", Single Nummero 3, wäre wohl der beste Song auf der Platte, wenn ihn nicht ein vollkommen überladene Synthie-/ Streicherkulisse schlichtweg zubetonieren würde. "Fortschritt" ist wiederum ziemlicher Schmarren, die Beschäftigung mit brisanten Themen gerät wiederum naiv - nichtssagend. 10:1 bietet die ein oder andere Witzigkeit, aber warum 10 zu 1, weil es Track 10 ist?
Beim Outfader heben sie dann endgültig ab: "Hurra wir fliegen" - hoffentlich landen die drei, die diesmal ein Fragezeichen hinterlassen, wieder. Wäre ja jammerschade. sis


Tocotronic
Tocotronic
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 24,91

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Zentralperspektive zur Dreidimesionalität, 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Tocotronic (Audio CD)
Wenn eine Band den eigenen Sound zur Formvollendung bringt, trägt das dazugehörige Album als Ausdruck dessen meist den Bandnamen.
Im Falle von Tocotronics neuem, selbstbetiteltem Album verwundert das, ist es doch eine Abkehr vom ursprünglichen Selbstverständnis der Band. Die eingängig - eindringlichen Texte, der demonstrative Dilettantismus, sowie die jugendliche Verweigerung der Anfangstage sind endgültig passé. Auf "Tocotronic" beginnt für von Lowtzow, Müller und Zank eine neue Zeitrechnung.
Die Intuition ist einem gewissen Kalkül gewichen, alles ist durchkomponierter, durchdachter, das dutzendfach durchexerzierte Dreiakkordschema weicht einer vielschichtigeren, abwechslungsreichen Songstruktur. Die Drei setzen ihre nun einmal bescheidenen Mittel viel bewusster ein, beherrschen ihre Instrumente, hören besser aufeinander, stellen Details heraus, erarbeiten Melodien und verschmelzen so zu einem gefügigen Ganzen. Bei diesen Arrangements spielt natürlich auch die Studiotechnik, der Einsatz von Effekten und Samples (Gitarrensolo zu "This Boy") eine nicht unerhebliche Rolle. Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk) ist bei den meisten (auch besten) Songs im Booklet ausdrücklich als "viertes" Bandmitglied aufgeführt.
Bei vielen Fans werden die beinahe poppigen Töne wohl wenig Anklang finden, hat man die "Tocos" doch besonders für ihre "punkige" Unprofessionalität geliebt. Bei aller Prinzipientreue ist aber auch einzusehen, dass nach fünf Alben Auf - der - Stelle - Treten und dem sparsamen Tapetenwechsel von "K.O.O.K." die Zeit für eine Veränderung überreif war. Das alte Image war zum lästigen Klischee erstarrt, der Hass, die Rebellion ausgiebig ausgelebt und mit Anfang 30 nicht länger glaubwürdig vertretbar.
Oftmals geht eine solche Neuorientierung ziemlich in die Hose, hier wirkt sie wahre Wunder. Den Alltag lassen sie weit, weit hinter sich ("Der sogenannte Realismus fällt nicht weiter ins Gewicht"), stattdessen erschaffen sie sich substitutiv eine metaphysische, mystische Märchenwelt, ein "Zwischenreich", noch unentdeckt und daher unendliche Quelle der Inspiration: Verborgene Orte, "foucaultsche" Räume, geheime Türen und Wege ...
Es ist wie ein Traum. Stimmungen werden vorsichtig eingefangen und genüsslich zelebriert, doch der Blick hinter die Dinge enttarnt auch das bedrohliche Antlitz des Bösen. Dirk von Lowtzow gelingt es auf neuem Terrain spielerisch die düstere Bildsprache eines Baudelaire mit schweren, existenzialistischen Gedankengängen zusammzuführen. Dabei ist er weder naiv - verklärend, noch kompliziert - vergeistigt: Das ist wundervolle Lyrik, voller Geist und voller Magie, elektrifizierend und beschwörend: "In diesen Räumen liegt sich's bequemer, als irgendwo anders zuvor." Dorthin und nie wieder zurück. sis


Neon Golden (Standard Version)
Neon Golden (Standard Version)

5.0 von 5 Sternen Vier Bayern im Indie - Himmel, 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Neon Golden (Standard Version) (Audio CD)
Weilheim ist ein kleines, unscheinbares Städtchen und doch ist es so etwas wie das "deutsche Seattle", Hochburg der Indiependent - Musikszene. Die Festung steht und fällt mit einem Namen: "The Notwist" um die Brüder Micha und Markus Acher, die seit Ende der 80er immer wieder mit neuen, bahnbrechenden Soundexperimenten aufwarten: Nach Punkrock-, Metal-, Minimalismus- und Jazzanleihen fühlt man sich nach der Hinzunahme des hiesigen Laptopkünstlers Martin "Console" Gretschmann als festes viertes Bandmitlgied endgültig in elektronischen Gefilden zuhause. Dieser wirkte zwar schon vereinzelt auf "12" und im Hintergrund auf dem hochgelobten "Shrink" mit, doch erst jetzt gelingt die Eingliederung seiner Knöpfchen -Akrobatik in den Notwistschen Klangkosmos, was ein wahres Meisterwerk zum Ergebnis hat.
„Gut Ding will Weile haben" besagt ein altes Sprichwort. Diesmal nahm man sich 15 lange Monate Zeit, um all die Bausteine, das Handgemachte (diesmal neben Bläsersätzen auch Geigen oder ein Banjo) mit dem künstlich Erzeugten zu einer organischen Einheit zu verschmelzen.
Parallel zu den Aufnahmen wurde ein Dokumentarfilm gedreht, der einen unglaublich interessanten Einblick in die Entstehung eines solchen Albums gibt. Vier Vollblut - Musiker werden da gezeigt, Tag und Nacht am Tüftlen, nimmermüde, nie zufrieden, ins kleinste Detail verliebt, stur nach Perfektion strebend - um sie am Ende tatsächlich zu erreichen.
Bei dem vielen Fachgesimple, den unterschiedlichen Meinungen und unzähligen Versionen würde man in der Endabrechnung eigentlich unzusammenhängendes Stückwerk oder überladenes Barock erwarten, genau das Gegenteil ist der Fall.
Die Mühe hat sich gelohnt, wir bekommen millimetergenaue Meisterarbeit vorgelegt, die erstklassige Popmusik im ureigenen Sinn ist. Klar dürfen, Indie hin oder her, wirkliche "Hits" nicht fehlen, zu "Chemicals" gesellt sich das reggae-eske "Pilot", das schmucklos - schöne "Pick up the Phone" und die ganz wunderbaren "Trashing Days" mit Gänsehautklarinette. Damit nicht genug: "One with the freaks" ist ein nostalgisches Relikt der Anfangsjahre, "This Room" mit Computerstimmenrefrain fast schon Krautrock und "Consequence" eine wundervolle, vor Melancholie überschäumende Ballade.
Nie hat Markus Achers zerbrechlicher, lieber Gesang besser gepasst, nie waren die vielschichtigen Gitarrenchords platzierter, nie war ein straighter Schlagzeugbeat erquickender als in diesem scheinbar ungeordneten Gezirpse.
Nichtsdestotrotz bleibt auch Kritisches anzumerken: Manchmal wird der zelebrierte Phlegmatismus, die komplizierte Gelassenheit anstrengend, unnötige Stücke wie "Solitaire" oder "Neon Golden" zerplätschern, speziell in den Texten, uninspiriert in der Unbedeutsamkeit. Das ist es wohl auch, was Notwist noch fehlt um eine der ganz Großen zu werden. Aber Glanz und Glamour wollten sie eh nie im tiefen Oberbayern.


A Rush of Blood to the Head
A Rush of Blood to the Head
Preis: EUR 4,99

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die mit den Wölfen heulen, 30. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: A Rush of Blood to the Head (Audio CD)
Coldplay wäre nicht die erste Band, die nach sensationellem Debutalbum am unerwarteten, kometenhaften Erfolg zugrunde gehen würden. Die Erwartungen waren nach dem Wahnsinnserfolg von "Parachutes" (u. a. Grammy für "Best Alternative Rock Album") besorgniserregend hochgeschraubt. Doch die Briten stellen abermals ihre Klasse unter Beweis und setzen mit "A rush of blood to the head" noch einen drauf.
Wo der Vorgänger noch unbeholfen und unfertig klang (die Single "Don't panic" ist ganze 2,17 min lang), ist der Nachfolger viel souveräner, fertiger und in sich gefestigter. Das Songwriting ließ zuvor schon großes Talent aufblitzen, nun funktioniert es auch mit der Umsetzung: Die Band hat nach ausgedehnter Tournee und ausgiebigen Studio - Sessions ihr Zusammenspiel enorm verbessert.
Bei einer eingespielten Combo klappt dann vieles blind: Die Gitarre zaubert wundervolle Ohrwurmmelodien ("In My Place"), Bass und Schlagzeug bilden endlich eine echte Rythmusgruppe, Klaviertöne werden zum probaten Mittel, und was Coldplay von anderen Artgenossen abhebt, ist Chris Martins schnorrig - süßer Gesang, der zwischen tiefem Bartion - Bass und hoher Kopfstimme gekonnt wechselt.
Gut tun besonders die rockigeren, druckvolleren Nummern wie der Opener "Politik", die grandiose dritte Single "Clocks" oder das gespenstische "A Whisper". Auch die obligaten Balladen wie "The Scientist" oder "Warning Sign" leben von dem neuen Schwung, versprühen eine energievolle Melancholie, wo vorher bedrückender Müßiggang waberte.
Es war definitiv ein Fortschritt das weinerliche, teilweise zur Ungläubigkeit übersteigerte Gewimmer und Gejammer zu kompensieren. Die schwächsten Stellen sind dann auch die, wo Martin in sein - nicht nur für ihn - unerträgliches Selbstmitleid zurückverfällt: Im Schlußteil vom "Scientist", bis dahin eine Supernummer, setzt völlig unnötig, quasi vorprogrammiert jenes wolfsartige Geheule und Gejaule ein, das einen immer an ein quängelndes Kleinkind erinnert. Auch textlich können bei den vielen "Yeahs, Uuhs, Aahs" und den ideenlosen Wortwiederholungen ("In my place, in my place, i was lost, i was lost") berechtigte Zweifel angemeldet werden.
Schwamm drüber! Sensible Softies mögen es eben "aus dem Bauch heraus" und lassen ihren Gefühlen gerne ungeniert freien Lauf. Auf der "Dark Side" des Britpop - Olymp haben sie damit sicherlich ihre (kommerzielle) Daseinsberechtigung, obwohl Titanen wie Travis und ganz besonders Radiohead unerreicht bleiben.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden - Bei dem Talent. SimSch


Unrest
Unrest
Preis: EUR 33,25

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In 10 Songs um die Welt, 28. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Unrest (Audio CD)
Es war schon eine kleine Sensation, als Anfang 2001 zwei junge Norweger, die "Kings of Convenience", mit ruhigen Gitarrensongs und der lautstarken Verkündung "Quiet is the new loud" das "New Acoustic Movement" aus der Taufe hoben. Jetzt tut sich wieder was bei den Nordlichtern, Erlend Oye, (unfreiwilliger ?) zweiter Mann des Duos, unlängst als Gastsänger für Röyksopp in den Schlagzeilen, sorgt mit einem Soloprojekt für Aufsehen: Die neu - entdeckte Liebe zur elektronischen Musik gab den Anstoß, die traute Heimat zu verlassen, um in der Ferne nach den passenden Sounds für neue Songs zu suchen.
Die Herren Schneider TM, Morgan Geist, Prefuse 73 und Co. schraubten ihrem Besucher in meisterhafter Manier ein synthetisch - poppiges Klanggerüst, das dieser dann mit seinem hinreißend - schönen, obgleich nordisch - kühlen Gesang ausschmückt. Die neue Ausdrucksform schafft Raum für Experimente: Erlend singt Französisch und Italienisch, rappt, arbeitet dem Beat entgegen, schmiegt sich wieder an die Melodie, schmilzt dahin.
Letztlich setzt er auf fremdem Terrain auf Altbewährtes: Atmosphärisch - dichte Stücke, an manchen Stellen etwas holprig, aber im Gesamten sehr homogen, von einer angenehmen Ruhe und Gelassenheit durchzogen, die zwar gerne mal melancholisch anmutet, doch nie pathetisch - schwülstig wird und mit einer gehörigen Brise Humor abgeschmeckt ist.
Da verzeiht man auch die arg auf die eigene Person zugeschnittene Aufmachung des Albums (siehe einmal mehr das Cover): Erlend hat sich eine eigene, ganz und gar ihm unterstellte Welt erschaffen ("This new world of mine"), deren Mittelpunkt nun mal er, und nur er selbst ist - Wer auch sonst ?! Das Album wird zum Selbstfindungstrip: Erlend fallen zuhause die norwegischen Gardinen auf den Kopf, Bergen ist nicht der Nabel der Welt, deshalb zieht er los, "rastlos" wie er ist, um sich und die verschiedensten Dinge ausprobieren und den eigenen Weg zu ergründen und zu erforschen.
Und stürzt sich, nicht heiß aber lauwarmhungrig in dieses kleine Nicht-Akustische-Abenteuer. Das kommt ziemlich real rüber und wirkt, wie die übergroße Brille, überhaupt nicht aufgesetzt. Ganz im Gegenteil: Die Extraportion Eigenwille und Extravaganz versprüht eine ungeheuer positive Energie, die ansteckt und anspornt, es ihm gleich zu tun.
Danke dafür. SiS


Seite: 1