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Rezensionen verfasst von
nrschmid (Wien, Österreich)

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Für tot erklärt: Meine Rückkehr vom Mount Everest
Für tot erklärt: Meine Rückkehr vom Mount Everest
von Beck Weathers
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2.0 von 5 Sternen Zum Egoisten erklärt, 3. März 2016
Ich habe das Buch nach dem Film Everest gekauft, weil ich mehr wissen wollte über diesen Mann, der kurz vor dem Gipfel aufgeben musste und sich dann nach einer unglaublichen Odyssee mehr tot als lebendig in ein Zwischenlager schleppen konnte. Von dieser Odyssee ist im Buch aber leider nur wenig zu lesen. Dafür erfährt man alles über diesen Beck Weathers, über seine Depressionen, über seinen Egoismus, seine Eheprobleme, über seine anderen Bergabenteuer usw. Man erfährt also mehr über Dinge, die einen gar nicht interessieren, wenn man ein Buch mit dem Titel "Für tot erklärt" gekauft hat.

Am unterhaltsamsten ist noch die kurze Beschreibung der Dörfer auf dem Weg zum Basislager am Everest: "abscheuliche, mittelalterliche Höllenlöcher" oder "Schweinesuhlen" nennt Weathers diese Ansiedlungen, in denen Hygiene ein Fremdwort ist.

Aber sonst? Dieser Beck Weathers erscheint als Unsympathler, der nur sich selbst wichtig ist und mit seinen Depressionen alles rechtfertigt. Heute hat ja schon fast jeder wegen jedem Dreck "Depressionen" oder "Burnout" oder ist "traumatisiert". Jeder Charaktermangel wird mit irgendeiner "Krankheit" gerechtfertigt. Hier ist es u.a. der Egoismus, der angeblich zum Bergsteiger gehört wie das Eis auf den Berg. Weathers geht seinen Weg, ohne an die Familie zu denken. Die Katastrophe von 1996 hat aber schließlich ein Umdenken in Weathers bewirkt - und davon handelt das Buch. Wer die Therapie- und Heilungsgeschichte der Familie Weathers lesen möchte, ist hier richtig. Alle anderen sind mit In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest oder Der Gipfel: Tragödie am Mount Everest besser bedient.


Drei Kugeln für Hawk: Ein Auftrag für Spenser, Band 32
Drei Kugeln für Hawk: Ein Auftrag für Spenser, Band 32
von Robert B. Parker
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen "Kann ich nicht ab", 3. März 2016
Normalerweise ist Robert Parker ein fast anbetungswürdiger Autor. Das betrifft vor allem die Spenser-Reihe und seine Jesse-Stone-Romane (zuletzt erschienen: Verfolgt in Paradise: Ein Fall für Jesse Stone). Umso mehr tut es mir leid, dass nach Miese Geschäfte (Ein Auftrag für Spenser) schon wieder einer der deutlich schwächeren Spenser-Romane erschienen ist.

Dabei sind die Voraussetzungen gut, zumindest aus inhaltlicher Hinsicht: Hawk ist bei einem Bodyguard-Einsatz gegen ukrainische Kriminelle schwer verletzt worden und sucht nach Rache, sobald er halbwegs wieder auf den Beinen ist. Wenn aber Hawk verletzt ist, ist Spenser auf sich alleine gestellt und kann keine Hilfe von Hawk erwarten. Im Gegenteil: Hawk ersucht Spenser um Hilfe. Das war zuletzt das Problem bei Miese Geschäfte: keine der Figuren ist auch nur irgendwie unter Druck oder in Bedrängnis geraten.

Die Ausgangslage wäre diesmal also besser. Aber Parker macht dort weiter, wo er aufgehört hat und erspart jeder Figur gröbere Probleme. Damit bleibt das ständige belanglose Gerede und Gewitzel zwischen den Figuren, wie in einem Theaterstück. Spannung kommt so keine auf und jede Geschichte der Panzerknacker-Bande ist mehr "hard-boiled" als dieser Roman. Von "Krimi'" will ich gar nicht schreiben.

Erschwerend kommt die Übersetzung von Emanuel Bergmann dazu. Wahrscheinlich will er das "Milieu beschreiben", wenn den Satz "He doesn't like Podolak any better than anyone else does" so übersetzt: "Er kann Podolak nicht ab" (Seite 109). Im süddeutschen Raum gibt es dieses "Abkönnen" nicht und hier will man auch keine Ruhrpott-Romane lesen, sondern normale Übersetzungen. Apropos Übersetzung: vielleicht lässt sich mit der Emanuel-Bergmann-Sprache erklären, wieso die Originalausgabe Cold Service 352 Seiten lang ist, während die deutsche Ausgabe nur 224 Seiten hat? Nicht auszudenken, wenn man hier gekürzt hat. Der Gedanke könnte einem aber kommen, weil man sich fragt, wo die Spannung geblieben ist.


16 Jahre auf der Flucht: Amerikas meistgesuchter Gangster Whitey Bulger und wie er gefasst wurde
16 Jahre auf der Flucht: Amerikas meistgesuchter Gangster Whitey Bulger und wie er gefasst wurde
von Kevin Cullen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bessere Buch über Whitey Bulger, 2. März 2016
Weil ich gerne "true crime"-Geschichten (wie z.B. auch Ice Man: Bekenntnisse eines Mafia-Killers) lese, habe ich mir nach dem Film Black Mass mit Johnny Depp dieses Buch besorgt. Ich habe erwartet, dass ich mehr erfahre über die Verbrechen von Whitey Bulger und seiner Gang über zusätzliche Geschichten über die Hintergründe. Und ich bin nicht entäuscht worden, das Buch hält, was es verspricht!

Der Polizeireporter Kevin Cullen war einer der ersten, der sich über die Karriere von Whitey Bulger gewundert hat. Ihm ist es komisch vorgekommen, dass jemand wie Bulger zwar in Alcatraz gesessen ist, aber später nicht einmal mehr wegen eines Strafzettels aufgefallen ist. Bulgers weiße Weste kam ihm zu weiß vor. Durch seine Nachforschungen ist die unglaubliche Zusammenarbeit zwischen dem FBI und Bulger nach und nach aufgeflogen. Unterstützt wurde er von anderen Reportern des Boston Globe. Einer davon, Dick Lehr, hat ein weiteres Buch über Bulger geschrieben: Black Mass.

Erstaunlich ist der Unterschied zwischen den beiden Büchern: hier ist ein gewisser Kevin Weeks die rechte Hand von Whitey Bulger, bei Black Mass ist es ein Stevie "The Rifleman" Flemmi. Es kann einfach keine zwei Wahrheiten geben. Erst recht nicht in einem solchen Punkt, der ziemlich eindeutig sein dürfte. Schließlich gibt es Gerichtsurteile. Nicht nur deswegen glaube ich dem vorliegenden Buch eher.

Wie so ziemlich jedes Buch aus dem Riva-Verlag ist auch dieses äußerst sorgfältig gemacht: solide gebunden, mit einem guten Lektorat, einer gelungenen Übersetzung und mit interessanten Fotos. Besonders interessant habe ich den letzten Teil gefunden, in dem die Jahre auf der Flucht beschrieben werden: von Bulgers Aufenthalt in Louisiana bis zu den letzten Jahren in Freiheit in Kalifornien. Wie Bulger sich verhalten hat, welche Sicherheitsmaßen er getroffen hat, wie er zu anderen Identitäten gekommen ist usw. - das ist unterhaltsam zu lesen. Ein Satz aus diesem Buch ist mir in Erinnerung geblieben: dieser Whitey Bulger, der in Alcatraz gesessen ist, war an einem Tag seines Prozesses gemeinsam im Gerichtsgebäude mit Dzhokhar Tsarnaev, dem (angeblichen) Boston-Bomber. "Die zwei schlimmsten Mistkerle der jüngsten Bostoner Geschichte sind gleichzeitig im Gerichtsgebäude. Whitey und dieser kleine Terrorist."

Wenn jemand ein Buch über James "Whitey" Bulger lesen möchte und die Wahl hat zwischen diesem und Black Mass: ich rate zu diesem Buch.


Black Mass: Der verhängnisvolle Pakt zwischen dem FBI und Whitey Bulger, einem der gefährlichsten Gangster der US-Geschichte
Black Mass: Der verhängnisvolle Pakt zwischen dem FBI und Whitey Bulger, einem der gefährlichsten Gangster der US-Geschichte
von Dick Lehr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das schlechtere Buch über Whitey Bulger, 2. März 2016
Ich lese gerne diese "true crime"-Geschichten (wie z.B. auch Ice Man: Bekenntnisse eines Mafia-Killers). Darum habe ich mir nach dem gleichnamigen Film mit Johnny Depp dieses Buch besorgt. Durch den gleichen Titel bei Buch und Film habe ich erwartet, dass ich mehr erfahren würde über die Verbrechen von Whitey Bulger und seiner Gang. Zusätzliche Geschichten über die Hintergründe.

Aber dann hat sich das Buch dahingeschleppt mit minutiösen Schilderungen, wann welcher FBI-Agent was gesagt hat. Natürlich dreht sich alles um Whitey Bulger, mehr aber noch um die diversen Vergehen beim FBI, das ausgerechnet Bulger als Informant beschäftigt hat. Spannung kommt bei diesen Beschreibungen nicht auf. Man weiß schließlich, wie die Geschichte ausgeht und dass es auf keiner Seite einen Gewinner gegeben hat. Das Buch liest sich so trocken wie eine Anklageschrift gegen das FBI, wobei sich die Vorwürfe wiederholen.

Erstaunlich ist, dass die beiden Autoren Stevie "The Rifleman" Flemmi als seinen ständigen Begleiter sehen. Es gibt nämlich ein anderes Buch (16 Jahre auf der Flucht) über Bulger, in dem Kevin Weeks der ständige Begleiter von Bulger gewesen sein soll. Flemmi kommt dort kaum vor. Welchem Buch soll man nun trauen? Nicht dass das jetzt wirklich wichtig wäre, ob Weeks oder Flemmi die rechte Hand von Bulger waren. Aber wenn man schon ein Buch über eine Figur wie Bulger liest, wäre es doch interessant, die "wirkliche" Geschichte zu erfahren.

Wir sind ja seit einigen Jahren gewisse Unstimmigkeiten in den "Lügenmedien" gewohnt, was die Wirklichkeit betrifft und die geschilderte "Wirklichkeit". Aber die beiden Autoren schreiben nicht für irgendeine Zeitung, sondern für den Boston Globe. Und interessanterweise haben auch die Autoren des anderen Buches (16 Jahre auf der Flucht) für den Boston Globe geschrieben. Gibt es also 2 Wahrheiten innerhalb 1 Zeitung? Nicht doch!

Es ist seltsam genug, dass 4 Autoren der selben Zeitung zwei Bücher über ein und denselben Menschen schreiben. Noch seltsamer ist es, wenn dabei unterschiedliche Geschichten herauskommen. Die ersten Journalisten, die den Fall Bulger untersucht und hinterfragt haben, waren jedenfalls Kevin Cullen und Shelley Murphy - und ihr Buch (16 Jahre auf der Flucht) ist entschieden das bessere.


Der Killer kehrt zurück: Ein Fall für Jesse Stone
Der Killer kehrt zurück: Ein Fall für Jesse Stone
von Robert B. Parker
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Ein Fremder in Paradise, 20. November 2015
Noch 2 Jesse Stone-Romane, die 2016 auch auf Deutsch erscheinen werden, dann ist Schluss. Wobei es Gerüchte gibt, dass ein Ace Atkins diese Serie fortsetzen soll ...

Man beginnt zu lesen und fühlt sich wohl. Schon auf der ersten Seite gewinnt einen Parker für sich: mit knappen Dialogen, dem üblichen sympathischen Personal und interessanten Konfrontationen. vor allem aber: Stones größter Feind (neben dem Alkohol) erscheint: Wilson Cromartie (aus Terror auf Stiles Island) taucht wieder auf und bleibt das ganze Buch über da.

Dazwischen konnte es sich Parker offensichtlich nicht verkneifen, den Gutmenschen hervorzukehren: mitten in einer Wohngegend errichtet man eine Schule für lateinamerikanische Einwandererkinder aus der Nachbarstadt. Natürlich sind diese Kinder die reinsten Lämmchen und die Proteste dagegen böser als böse. Weil wir es mit Schwarz-Weiß-Malerei zu tun haben, gibt es "zum Ausgleich" die anderen Latinos in der Nachbarstadt, die mit Drogen handeln und sich gegenseitig killen.

Zum Glück belästigt einen Parker nicht zu lange mit seinen Ansichten. Er ist einer der wenigen Giganten in dieser Branche, die wissen, wie man scheibt. Es ist ein durchgehendes Vergnügen, seinen Figuren zu folgen, zu schauen, wie sie sich verhalten und ihre Probleme - und Fälle - lösen. Lob auch für den Übersetzer Bernd Gockel und sein Gespür. - Übrigens: Schnee- und Eisfreunden sei gesagt: Das Bild auf dem Cover mit der Schneeszene kommt im ganzen Buch nicht vor.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2016 9:51 PM CET


American Sniper: Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle
American Sniper: Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle
von Chris Kyle
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aus dem Leben eines Rednecks, 19. November 2015
Wer den gleichnamigen Film von Clint Eastwood kennt, kann sich das Buch sparen: Man erfährt nicht viel mehr über den Scharfschützen Chris Kyle, Tiefgründiges schon gar nicht. Dabei wäre es interessant, wieso er so treffsicher schießt, wie man es in voller Ausrüstung in dieser Affenhitze aushält oder warum er lieber im Irak unterwegs ist, als bei seiner Familie.

Stattdessen erfährt man Dinge, die man fast befürchtet hat. Dieser Chris Kyle war ein texanischer "Redneck" wie aus dem Lehrbuch: nicht wirklich gebildet, ständig in Schlägereien verwickelt, jede Kleinigkeit bringt ihn auf die Palme. Das Leben eines Unterschichtlers eben.

Interessant fand ich seine Schilderung, wie es im Irak aussieht (Seite 118): "Sadr City z.B., halb so groß wie Manhattan, ist bettelarm, sogar für irakische Verhältnisse. Für uns Amerikaner sehen viele Gegenden wie Slums aus - selbst diejenigen, die von der Mittelschicht (!) bewohnt werden. In den meisten Gegenden gibt es zwei- oder dreistöckige Gebäude - oder besser: schlecht zusammengezimmerte Bruchbuden. In vielen Straßen lag überall Müll herum." 2 Millionen Menschen wohnen dort auf 21 Quadratkilometern! Das ist, als würde man alle Wiener im Bezirk Döbling zusammenquetschen.

In einer solchen Gegend hat Chris Kyle Jagd gemacht auf Aufständische und Rebellen, die ihren Slum nicht verlassen haben - trotz Aufforderung - und von denen jeder die Amerikaner töten wollte. Über Recht oder Unrecht des US-Einsatzes im Irak kann man streiten. Den hat aber auch nicht Chris Kyle heraufbeschworen. Als kleines Rädchen hat er sich nur verteidigt und vor allem vielen anderen Soldaten das Leben gerettet. So rechtfertigt sich zumindest Kyle.

3 Sterne, weil die (kurze) Lebensgeschichte von Chris Kyle keine weiteren Einblicke bietet. Auch sprachlich ist das Buch keine Sensation. Dafür liest es sich recht schnell - und es gibt sogar einige Fotos!


Warum macht die Nudel dumm?: Leichter, klüger, besser drauf: No Carbs und das Geheimnis wacher Intelligenz
Warum macht die Nudel dumm?: Leichter, klüger, besser drauf: No Carbs und das Geheimnis wacher Intelligenz
von Ulrich Strunz
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dr. Aspartam, 26. Juni 2015
Mir gefällt, wie Strunz unermüdlich für Kohlenhydratfreies Essen kämpft. Ich kenne so ziemlich jedes seiner Bücher und die Wiederholungen tun ihre Wirkung: mein Heißhunger auf Kohlenhydrate ist zurückgegangen.

Aber sonst? Vieles ist innerhalb von diesem Buch widersprüchlich, erst recht im Vergleich zu seinen kürzlich erschienenen Büchern: zuletzt (Nov. 2014, Geheimnis Eiweiß, war Obst noch Pflicht auf dem Speisezettel, jetzt muss man schon mit Fructose-Tabellen vergleichen, ob nicht die Kiwi zu groß ist und man zu viel Fruchtzucker isst. Im nächsten Buch, No-Carb-Smoothies, ist Obst tw. wieder ok.

Unlustig wird es, wenn Strunz diesmal ausdrücklich Aspartam als Süßstoff verteidigt - und behauptet, die Firma Monsanto würde Aspartam aus zwei natürlichen Aminosäuren herstellen. Da freut man sich wahrscheinlich bei Monsanto über Strunz als Mitkämpfer. Jeder kann aber weiterhin selbst im Internet nachlesen, was Aspartam eigentlich anrichten soll: vom Golfkriegs-Syndrom über Alzheimer, Parkinson, bis zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Überwindung der Blut-Hirn-Schranke usw. Im Bericht eines US-Ärztekollegiums heißt es: "Aspartam macht, dass man sich nach Kohlehydraten sehnt und deshalb dick wird." Genau dieses Aspartam verteidigt Strunz und mischt es seinem Eiweißpulver bei!

Andere Süßstoffe, die wesentlich harmloser sind, ignoriert Strunz: Honig wird nicht erwähnt, auch nicht Xylit oder Kokosblütenzucker, die alle drei den Insulinspiegel nicht oder kaum belasten.

Was Aspartam betrifft, ignoriert Strunz anscheinend Tatsachen. Damit stehen aber alle seine Tipps auf eher wackeligen Beinen. Denn wer einmal so offensichtlich irrt, ... Wer will selber an seinem Körper experimentieren, ob Strunz Recht hat, oder ob alles mit dem nächsten Buch schon wieder hinfällig ist? Der Verlag und Strunz selbst lehnen jede Haftung ab ...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2015 4:48 PM MEST


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Preis: EUR 116,94

35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Mixer, 26. Juni 2015
Man muss ehrlich sein: der Nutribullet ist ein Mixer und sonst nichts. Ich habe mich selber von der TV-Werbung einkochen lassen und das Ding gekauft. Es verkauft sich halt gut, wenn man hört, irgendwelche Zellstrukturen von Obst und Gemüse würden aufgebrochen und das Innerste nach außen gedreht usw. Und man würde wegen der Kreuzklingen, die alle diese Wunder vollbringen, mehr Nährstoffe aufnehmen.

Der Nutribullet mixt - und das trinkt man. Fertig. Was in der Werbung natürlich nicht gezeigt wird, ist, dass man die ganzen Sachen erst waschen und schneiden muss, bevor man sie in den Mixer gibt. Je nach persönlichem Tempo geht das einigermaßen schnell: so groß ist der Mixbehälter nämlich nicht. Ein bisschen Obst, ein bisschen Gemüse, ein bisschen Wasser und voll ist der Kunststoffbehälter. Man muss immer Wasser einfüllen, sonst mixt der Nutribullet die Zutaten nicht richtig. In diesem Punkt ist er einem normalen Mixer schon unterlegen.

Das Gerät ist - zugegeben - gut durchdacht: man kann direkt aus dem Mixbehälter trinken und hat nur 2 Teile zu reinigen: den Mixbehälter und den Teil mit den Wundermessern. Das ist bei einem Mixer auch so.

Es gibt gleich gute und zugleich billigere Mixer von Russell Hobbs über Mr. Magic, den günstigeren Vorgänger des Nutribullet, bis zum Zauberstab. Wenn einem aber das Geld egal ist, hat man mit dem Nutribullet ein Gerät, das einen vielleicht motiviert, mehr Obst und Gemüse bzw. Nüsse zu essen/ trinken. Ich bereue den Kauf eher und würde zu einem normalen Mixer raten, mit einem Behälter aus Glas. 5 Sterne für die Vermarktung, aber nur 2 Sterne nach der Ernüchterung, wenn man den Nutribullet 3x verwendet hat.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2015 8:50 AM CET


Alien Interview
Alien Interview
von Lawrence R. Spencer
  Taschenbuch
Preis: EUR 21,31

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interview mit E.T., 26. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alien Interview (Taschenbuch)
Kein vernünftiger Mensch wird diese Geschichte glauben, schreibt die Krankenschwester Matilda O'Donnell McElroy in einem abschließenden Brief. Mit diesem Brief schließt sich der Kreis zur Einleitung von Lawrence Spencer. Das ganze Buch ist so unglaublich, dass man nach Gründen sucht, wieso man es glauben sollte, was man hier liest.

Besonders schwer macht es einem der Herausgeber Lawrence Spencer: es hat (angeblich) alle Dokumente verbrannt, die er von Matilda bekommen hat. Damit wollte er Anfragen verhindern und wahrscheinlich Besucher abhalten und sich selbst absichern. Aber wieso hat er keine einzige Seite von diesen Dokumenten fotografiert und im Buch abgedruckt? Kein Foto der handschriftlichen Notizen, kein Foto der "streng geheimen" Unterlagen aus Roswell. Nicht einmal die Abdrucke auf dem Cover sind Fotos der Originale. Nichts wäre einfacher gewesen, als zumindest vorne ein echtes Foto zu zeigen. Auch wenn man da eine Menge tricksen und fälschen kann, eine Spur Glaubwürdigkeit hätte es gebracht.

Ob man die Interviews glaubt oder nicht, muss jeder für sich beantworten - sie sind auf jeden Fall interessant zu lesen. Aber auch dabei fragt man sich nach dem Wahrheitsgehalt und ob man als "Außerirdischer" wirklich so wenig Wichtiges zu sagen hat. Noch dazu, wo die Schilderungen von "Airl" nach einiger Zeit auf der Stelle treten und sich inhaltlich wiederholen.

Rund um das "Alien-Interview" ist eine ganze Industrie entstanden: im Internet kann man auf Deutsch und Englisch Texte dazu lesen, Blogs verfolgen, DVDs und Kappen (!) kaufen.

Eine Katastrophe ist die Übersetzung von Antonia Gohel, die keine Übersetzerin ist, wie sie gleich zu Beginn schreibt. Das merkt man auch ohne diesen Hinweis sofort: Fr. Gohel scheint mit der deutschen Sprache zumindest auf Kriegsfuß zu stehen. Beistriche/ Kommas sind ihr unklar, teilweise fehlen Worte an wichtigen Stellen. Dafür hält sie sich an die Regel aller Teilalphabetisierten: das Zeitwort steht bei ihr soweit vom Hauptwort entfernt, wie möglich. Eine solche "Übersetzung" ist eine Zumutung.


The Hunter: Roman
The Hunter: Roman
von Richard Stark
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parkers letzte Chance, 4. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: The Hunter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es ist wohl die letzte Chance für Parker - und für uns, die wir ALLE Parker-Romane ungekürzt lesen wollen. Wenn der Funke wieder nicht überspringen sollte und das Buch kein Geschäft für den Verlag ist, dann war's das wohl mit weiteren Parker-Romanen. Schon vor Jahren hat der Verlag begonnen, die neuesten Parker-Romane herauszugeben. Damals hat man sich über die Reihenfolge gewundert, in der die Bücher erschienen sind: von hinten nach vorne, beginnend mit dem neuesten. Der aktuellste Parker war immer ein bisschen älter als der zuletzt erschienene. Bei diesem Buch wird der Grund für diese Strategie klar: "The Hunter" ist der erste von 24 Romanen, den Donald Westlake unter dem Pseudonym Richard Stark ab 1962 geschrieben hat. Damals war Westlake/ Stark noch ein "Anfänger" und dieses Buch eines seiner ersten. Wortkarg und eindeutig "hardboiled" hat Stark sein Buch angelegt. Damit wollte der Verlag die Leser wohl nicht überfordern. Später sind die Bücher etwas umfangreicher geworden und Parker hat auch eine sanftere Seite bekommen.

Richard Stark schreibt so sparsam wie möglich, vieles wird nur angedeutet - und trotzdem entsteht beim Lesen ein reichhaltigeres Bild als in anderen Büchern. Man fühlt sich tatsächlich an die Filme von Quentin Tarantino erinnert, wenn manche Figuren geradezu absurde Gespräche führen, was die Länge der Gespräche betrifft oder den Inhalt. Stark ist einer der Größten in der Kriminalliteratur: Drei (!) "Edgar-Awards" und ein "Grand-Master" zeigen, mit wem man es zu tun hat. So viele Preise hat sonst keiner bekommen. Er ist ein Gigant, bei dem bereits in der Anfangsphase jeder Satz sitzt, wie man an diesem Buch sieht. Auch die Übersetzung von Nikolaus Stingl ist hervorragend gelungen und zum ersten Mal seit 1968 gibt es das ohnehin eher dünne Buch in voller Länge, ohne Zensur und Weglassungen.

1967 ist dieses Buch erstmals verfilmt worden: als Point Blank mit Lee Marvin, der statt Hunter allerdings den Rollennamen Walker trägt. Ein Klassiker, der in keiner DVD-Sammlung fehlen sollte. 1999 gab es ein Remake mit Mel Gibson als Porter (statt Parker): Payback. In Buchform erspart man sich mit dieser Neuausgabe die Kosten für die alte Version (Payback. Das Buch zum Film), für die antiquarisch verrückte Preise verlangt wurden.

Also: endlich ein richtiger Krimi, "hardboiled", ohne Kompromisse, mit dem Thema Rache und Selbstjustiz, ein Buch für Leute "mit Eiern". Fünf Sterne (statt vier), damit der 2008 verstorbene Westlake/ Stark zu seinem Recht kommt und die weinerlichen Rezensionen weiter unten ausgeglichen werden.


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