Hier klicken Sale Salew Salem Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic longss17
Profil für Frühlingslied > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Frühlingslied
Top-Rezensenten Rang: 2.169
Hilfreiche Bewertungen: 3252

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Frühlingslied (Im Kastanienbaum)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Yehoshua ben Josef - Die Chronisten - Zeugen der Zeit
Yehoshua ben Josef - Die Chronisten - Zeugen der Zeit
Preis: EUR 3,99

2.0 von 5 Sternen Scott Jenkins - Die Chronisten, 6. Juni 2017
Mich sprach das Buch an, weil sich Andreas Eschenbach mit "Das Jesus-Video" ja vor Jahren schon einmal auf ähnliche Weise dem Thema genähert hatte: Mit einer Kamera aus der Zukunft filmt jemand das Handeln von Jesus. Und da ich sowieso gern Zeitreise-Romane lese, passte das ganz gut.
Ich muss leider sagen, dass mich das Buch nicht annähernd so gefesselt hat wie das obige. Die extrem ausgewalzte Einführung in die technischen, physikalischen, sonstwas Hintergründe war leider sehr langatmig, so dass ich von den rund 180 Seiten, die dieser Abschnitt umfasst, nur 120 oder so gelesen und den Rest übersprungen habe. (Diese Infos benötigt man später auch nicht mehr.) Es tut mir leid für die ganze Arbeit, die der Autor sich höchstwahrscheinlich gemacht hat bzgl. der Zeitreisetheorien. Es war einfach eine Aneinanderreihung ausufernder Erklärungen, die letztlich nur noch mehr Verwirrung gestiftet haben bei mir.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen Alexandra und Scott fand ich - gelinde gesagt - lächerlich. Überhaupt das ganze Zwischenmenschliche der 4 Mitwirkenden am dem Projekt wirkte wie eine Mischung aus drittklassigen Komparsen und Slapstick. Woher die angeblich enge Freundschaft der Vier kommt, die sich laut Text im Laufe der Vorbereitungen entwickelt, erschließt sich mir nicht. Meiner Ansicht nach hätte man das Ganze auf 20 Seiten einkürzen können.
Wirklich spannend fand ich das 2. Kapitel, in dem es um die Zeit in der Vergangenheit geht. Dafür gibt es die 2 Sterne. Obwohl die Geschichte hier genau so emotionslos rüberkommt wie schon im 1. Kapitel, war es doch interessant, weil ich bisher noch kein Zeitreise-Buch gelesen habe, in dem die Reisenden sich tarnen können und damit wirklich nur beobachtend neben den Ereignissen stehen. Oder doch, einmal, aber diese Idee gefiel mir recht gut.
Was ich dann wiederum weniger ansprechend fand, war die "Zauberei", die Jesus vollführt sowie die Erklärung, wer er ist und woher er kam. Ich würde bei so einer Geschichte den Wundern, die er angeblich vollbracht hat, stinknormale, alltägliche Begebenheiten zugrundelegen, die dann später zu Wundern hochstilisiert wurden. Z. B. bei der Hochzeit von Kana, wo er Wasser in Wein verwandelt haben soll: Statt mehr Wein herzuzaubern, hätte er einfach irgendwo noch ein paar Krüge besorgen können. Wenn jemand etwas sehr Schwieriges schafft, sagt man doch manchmal, dass er wohl gezaubert haben müsse. Auf so was basieren Mythen.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich vom 3. Teil nur noch 10 Seiten oder so gelesen habe. Es stellte sich direkt die gleiche Langeweile wieder ein wie schon beim 1. Teil. Ich habe dann nur noch sporadisch durchgeschaut, auch prompt die Infos gefunden, die ich suchte, und das Buch dann weggelegt. Somit kann ich hier nichts weiter sagen.
Generell fielen mir gewisse Ungereimtheiten auf, wie eine Aufteilung der Reisenden, die dann plötzlich doch zusammen auf einem Felsen hockten, plötzliche Szenenwechsel, die nicht klar erkennbar waren, sondern von einem Satz zum Nächsten quasi, ohne Hinweis darauf. Direkt bei der Rückkehr der Reisenden taucht plötzlich das "Auto" (Shuttle) auf - ganz von selbst, ohne Fahrer etc.
Ich will nicht sagen, dass ich das Lesen bereue, aber empfehlen kann ich das Buch leider niemandem.


Kriminalboogie
Kriminalboogie
Preis: EUR 0,99

1.0 von 5 Sternen Kriminal-Boogie - Ines Eichelbaum, 18. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Kriminalboogie (Kindle Edition)
Meinetwegen steinigt mich, aber ich habe diese Lektüre nach 50 Seiten abgebrochen und kann nicht anders, als anderen potentiellen Lesern abzuraten. Ich glaube, mich hat noch nie der Schreibstil eines Autors so auf die Palme gebracht wie hier. Diese permanente Übertreibung hing mir innerhalb kürzester Zeit zum Hals raus. Telefone klingeln nicht, sie scheppern. Permanent wird gerannt statt gegangen, als wären sämtliche Protagonisten auf der Flucht. Beim Anblick eines Bildes will Pia sich gleich mal erhängen. Als Erbe benannt zu werden ist aus mir vollkommen unerfindlichen soooo verstörend, dass man sich direkt betrinken muss etc. Nicht zu vergessen, dass wirklich jeder einen total verkorksten Nachnamen hat. Jede einzelne Figur kann nichts außer sich unaufhörlich wütend oder herablassend über andere, die Umgebung oder die Umstände äußern. Alles ist scheiße, oll, doof, hässlich, deprimierend usw. Menschen sind Schlampen, blöde Kühe oder hatten ihre Blütezeit im 30jährigen Krieg.
Niveau- und geschmackloser geht es nicht. Wahrscheinlich soll das witzig oder kess sein, aber ich finde es einfach grauenhaft. Gott sei Dank habe ich das Buch kostenlos bekommen. Da tut mir nicht mal die Entsorgung leid. Und dabei hatte ich mich so auf einen humorvollen Krimi in meiner Heimatstadt gefreut.


Kinder egozentrischer Eltern: Eine Kindheit mit narzisstischen Eltern bewältigen. Zu einem neuen Selbstverständnis finden
Kinder egozentrischer Eltern: Eine Kindheit mit narzisstischen Eltern bewältigen. Zu einem neuen Selbstverständnis finden
von Nina W. Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 25,00

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nina Brown - Kinder egozentrischer Eltern, 8. November 2016
Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren schon mal gelesen und vor kurzem noch einmal, weil das Thema gerade wieder "aufgeploppt" ist bei mir. Ich konnte mich nur daran erinnern, dass ich es damals irgendwie nicht so gut gefunden habe, woraufhin es in den Bücherschrank gewandert ist und nicht mehr hervor geholt wurde. Nun weiß ich auch wieder, warum das so war.
Zunächst fängt es sehr, sehr hilfreich an: Es wird erklärt, wie Egozentriker/Narzissten ticken und welche daraus folgenden Verhaltensweisen deren Kinder zeigen. Bei beiden Beschreibungen hätte ich am liebsten bei jeder Zeile "Ja!" gerufen. Ich fühlte mich verstanden, verstand mich selbst auch besser - und kam zu der Erkenntnis, wenn alles, was meine narzisstische Mutter mir jemals über mich selbst vermittelt hat, einfach auf ihrer völlig verkorksten Sichtweise basiert, dann ist es schlicht und ergreifend falsch und ich bin kein egoistischer, dummer, unfähiger, talentfreier, unliebenswerter, rücksichtsloser ... Mensch. Das war ein wahnsinnig toller Moment.
Doch dann kam ich zu den sog. Ratschlägen der Autorin und hatte das Gefühl, hier wäre versehentlich ein anderer Ratgeber hinten "rangetackert" worden. Man muss sich nun mal vorstellen, dass die Autorin allen Ernstes Personen, die dazu erzogen wurden, sich vollkommen selbst zu verleugnen, sich zu hassen und sich dem Narzissten völlig zu unterwerfen, empfiehlt, doch mal weniger egoistisch und dafür selbstloser zu sein, um geheilt zu werden. Anhand meiner Notizen vom ersten Lesedurchgang konnte ich nachvollziehen, dass sie mich damals tatsächlich fast überzeugt hat mit ihren Ausführungen, wodurch ich mich nur noch schlechter fühlte. Jetzt, beim zweiten Lesedurchgang, habe ich das Buch nach 2/3 abgebrochen und nicht mehr ins Regal gestellt, sondern in den Mülleimer befördert.
Das, was mit so einem großen Aha-Effekt begann, entpuppte sich als großer Reinfall, für den ich fast nur eine Erklärung habe: Die Autorin hat selbst narzisstische Züge und keinerlei Vorstellung davon, wie elend sich jemand fühlen kann, der so lange kleingemacht wurde. Daher kann ich nur sagen: als Betroffener Hände weg von diesem Buch oder maximal die ersten paar Seiten lesen. Alles andere geht nur nach hinten los.
Ganz zu schweigen davon ist das Buch leider auch recht eintönig, die Übungen sprachen mich wenig bis gar nicht an. Daher ist der eine Stern hier auf ganzer Linie verdient.


Lost in History: RÜCKKEHR
Lost in History: RÜCKKEHR
von Axel Westerwelle
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lost in history - Teil 3, 22. Juni 2016
Bei Band 2 schrieb ich, er scheint die Kerngeschichte zu enthalten. Nachdem ich nun Band 3 nach 150 öden Seiten und dummen Dialogen zwischen der Hauptfigur Christoph und der geretteten Diana aufgegeben habe, muss ich das noch mal bekräftigen. Es zieht mich nicht mal die Frage danach, wie Christoph und seine ebenfalls versehentlich in die Vergangenheit versetzte Frau (Name vergessen), es zurück in die Gegenwart schaffen. Auf diesen 150 Seiten latschen wir durch den spanischen Wald und suchen nach dem Schiff, zu dem Christoph gehört. Dabei verkuckt er sich in die Gräfin Diana und erzählt ihr, dass er aus der Zukunft kommt. Sie reden so gekünstelt und distanziert darüber, dass ich schon fast das Gefühl hatte, eine schriftlich wiedergegebene, vorgeschriebene, grottig umgesetzte Szene aus solchen Sendungen wie "Verklag mich doch!" oder "Berlin Tag und Nacht" zu lesen.
Also mein Tipp lautet nun, nur Band 2 zu lesen. Er enthält sowieso eine Zusammenfassung dessen, was in Band 1 geschah und Band 3 ist meines Erachtens überflüssig.
Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen schief grinsen musste über die Tatsache, dass in allen 3 Bänden hinten großspurig noch ein vierter und fünfter Band für die Jahre 2012 und 2013 (oder so) angekündigt wurden, die es bis heute (2016) nicht gibt. Man sollte den Morgen nicht vor dem Abend loben.


Lost in History: VERGANGENHEIT
Lost in History: VERGANGENHEIT
von Axel Westerwelle
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Lost in history - Teil 2, 22. Juni 2016
So, nun schlägt sich der Zeitreisende Christoph also im Jahre 1808 als Hilfsarbeiter auf einem britischen Kriegsschiff durch, worauf er sich in Band 1 ja über 300 teils ermüdende Seiten lang vorbereitet hatte. Es fällt mir bei diesem Buch leichter, drei Sterne zu geben, da Christoph mehr Profil erhalten hat, was ihn zugänglicher und sichtbarer gemacht hat. Ich wurde jedoch - noch mehr als beim ersten Band - das Gefühl nicht los, dass der Autor hier quasi sich selbst verewigt und das ganze ein bisschen seinem Traumbild von sich selbst angepasst hat. Dadurch wurde es stellenweise doch wieder ein bisschen albern. (Z. B. wie er sich vom unbeholfenen Frischling des Schiffs während der Rettung der Geiseln quasi zu Rambo aufschwingt.) Wirklich unsympathisch fand ich, dass er schon nach wenigen Tagen seine angeblich ach so geliebte Frau offenbar vergessen hat und ein kleines Stelldichein mit einer jungen Frau hat.
Die teils eindringlichen Schilderungen bzgl. der Zustände auf dem Kriegsschiff - und vor allem das sogenannte pressen von eingefangenen Männern, die dann darauf Dienst leisten müssen - hatten was Überzeugendes. Leider erhält der Leser auch wieder unglaublich viele Fakten, die letztlich keinen Mehrwert für die Geschichte haben. Quasi der gesamte Schiffsaufbau bis zum letzten Nagel wird ausladend ausgebreitet. Dazu ein beschreibendes Organigramm, welche Menschen auf dem Schiff sind, was sie tun und welche Hierarchie-Ebene sie haben. Zu viel Information. Da ist absolut nichts hängen geblieben bei mir.
Da im Gegensatz zum ersten Band nun endlich auch mal wirklich was passiert, war das Buch spannender und überzeugender, da es sich allein um das Überleben in der Vergangenheit dreht. Der Autor hätte vielleicht besser daran getan, Band 1 auf das Wesentlichste zu beschränken und es hier in dieses Buch mit einzufügen, denn dies scheint mir die Kerngeschichte zu sein.


Lost in History: GEGENWART
Lost in History: GEGENWART
von Axel Westerwelle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 6,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lost in history - Teil 1, 22. Juni 2016
Diese Buchreihe hatte ich schon lange auf meiner Lese-Liste und nun habe ich sie mir zu Gemüte geführt (zumindest Band 1 und 2; den Dritten habe ich aufgegeben). Ich hatte den Eindruck, der Autor wollte sich diesem Thema in Zeiten des "Bücher über Zeitreisen"-Booms auf ganz wissenschaftliche Weise nähern, was er ja seine Figuren in der einen Szene auch so erklären lässt. Dadurch finde ich das Buch ehrlich gesagt ziemlich zerrissen, sowieso wie die ganze Reihe. Es gibt durchaus einige interessante Passagen, vor allem natürlich als er endlich dem ES begegnet und die Zeitreise antritt. Aber im Grunde weiß ich nicht so richtig, wohin er mit dem Buch wollte. Science Fiction? Wissenschaftsroman? Seichte Unterhaltungsliteratur? Es ist alles davon und auch wieder nichts.
Die Hauptfigur Christoph ist nicht unsympathisch, aber schwer zu greifen (im zweiten Band bekommt er mehr Tiefe und Vielseitigkeit). Alle anderen Figuren bleiben extrem blass und schemenhaft. Einziges Erkennungsmerkmal bei Frauen sind ihre Haarfarbe und ihre durchweg großen Brüste. Dafür werden Markenprodukte und bekannte Firmennamen großzügig und nervtötend oft genannt. (Haben die dafür bezahlt, dort aufgeführt zu werden?)
Über die Idee, dass nur Außerirdische die Möglichkeit haben, Zeitreisen möglich zu machen, kann man streiten. Ich fand es interessant, aber dass Christoph nichts anderes einfällt, als dem ES zu vermitteln, dass Menschen nicht in der Zeit reisen können, kam mir trotz der monatelangen Recherche irgendwie befremdlich vor. Kein Erforschen, was ES ist, ob es sich vielleicht doch sichtbar machen könnte, woher ES überhaupt kommt. Nein, er bombardiert ES direkt mit binären Zahlencodes und die werden - oh wunder - trotz einfachster Kritzeleien im Sand sofort verstanden. Na ja ...
Die wissenschaftlichen Fakten in dem Buch waren gut gemeint, aber irgendwie zu viel. Ich habe sie in der Regel nur überflogen oder sogar übersprungen. Hatte auch keine Verständnislücken zur Folge.
Die Dialoge wirkten häufig hölzern, weil sie nähere Infos liefern sollen, aber so spricht kein Mensch. Um sich das näher vorstellen zu können (ich glaube aber nicht, dass das so darin vorkam): "Was tut denn dein fast zwei Meter großer Ehemann?" - "Es läuft halt wie üblich in unserer dreizehnjährigen Ehe." - "Liebling, kann ich mal dein Acer-Notebook benutzen?" Etc.
Auch das Drama darum, wie schrecklich es doch ist, dass Christoph sich mit der Möglichkeit von Zeitreisen beschäftigt, fand ich irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Besser als ein Mann, der so besessen von Fußball ist, dass er jedes Wochenende zu einem anderen Auswärtsspiel seiner Mannschaft fährt.
Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen. Es gab schon einige nette Passagen, die ich gern gelesen habe und die mich dann dazu animierten, weiter zu machen. Also entscheide ich mal für den Angeklagten.


Das Märchen vom Einhorn
Das Märchen vom Einhorn
von Otfried Preußler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Märchen vom Einhorn, 17. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Märchen vom Einhorn (Gebundene Ausgabe)
Meine Tochter liebt Einhörner und da dachte ich, dieses wunderschöne Buch wäre genau das Richtige. Zum Anschauen ja. Die Bilder sind einfach toll. Aber die Geschichte an sich hat quasi nichts mit dem Einhorn zu tun. Das taucht erst auf der vorletzten Seite auf. Es ist eigentlich eine - extrem knapp gehaltene - Geschichte über drei Brüder. Der letzte Bruder scheint dann sein Leben beim Einhorn zu verbringen, aber warum und was da genau geschieht, wird überhaupt nicht erwähnt. Nur, dass er als alter Mann zurück nach Hause kommt.
Also ich war auf ganzer Linie enttäuscht von der Geschichte und habe es deshalb zurück geschickt, statt es meiner Tochter zum Geburtstag zu schenken. Ich weiß, sie wäre auch enttäuscht gewesen. Der Titel ist einfach irreführend.


Der dreizehnte Beatle
Der dreizehnte Beatle
von Gerhrad Henschel
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gerhard Henschel - Der dreizehnte Beatle, 7. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Der dreizehnte Beatle (Taschenbuch)
Der Inhalt des gerade mal 205 Seiten langen Buches ist schnell wiedergegeben: Im Jahr 2005 zieht "Billy Shears" einer Fee einen Holzsplitter aus dem Finger und hat zum Dank drei Wünsche frei. Einer davon ist ein unveröffentlichter Titel der Beatles, einer ein nie versiegendes Portemonnaie und einer, nach 1966 zu reisen, um verhindern zu können, dass John Lennon und Yoko Ono sich begegnen. Leider gerät John bei seiner Anfahrt zur Indica Gallery in einen Unfall und fällt für Monate ins Koma. Der Grund dafür war ein riesen Polizeiaufgebot, das Billy durch eine falsche Bombendrohung ausgelöst hatte. Die Beatles lösen sich durch die Zwangspause auf und Billy fühlt sich wie das letzte Stück Elend dieser Welt. So macht er es sich zur Aufgabe, durch die Welt und vor allem durch London zu hechten, um alle möglichen Menschen vor den entscheidenden Fehlern ihres Lebens zu bewahren, vor allem vor ihrem eigenen Tod. Leider glaubt ihm niemand. Zu allem Überfluss sind ihm ein ebenfalls durch die Zeit gereister Rolling-Stones-Anhänger sowie ein zweiter Typ, der die Unabhängigkeit Irlands von Großbritannien durchsetzen will, auf den Fersen.
Die ersten 10 Seiten fand ich irgendwie noch ganz witzig und amüsant. Ich war gespannt auf die weitere Entwicklung, auf die Begegnung Billys mit seinen Idolen und was er mit seinen Warnungen erreichen würde. Doch als er direkt nach seiner Ankunft schon anfängt, das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen und zwei Mädels, die seine Töchter sein könnten, abschleppt und aushält, war ich stark ernüchtert. Letztlich habe ich mich nur durch das Buch gekämpft, weil es so dünn ist und ich wissen wollte, ob er es schafft, diesen Fehler rückgängig zu machen.
Billy Shears ist vielleicht ein harmloser Typ, der es nur gut gemeint hat mit den Beatles und ihren Fans, doch das wird leider überschattet von einem so exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum und völlig sinnloser Geldverballerei, dass ich ihn hiermit zum Roman-Unsympathen des Jahres küre. Er ist quasi permanent betrunken oder zugedröhnt oder beides gleichzeitig. Vielleicht denke ich da etwas zu schwarz-weiß, aber jemand, der Gutes im Sinn hat, sollte nicht so ein versiffter Loser sein.
So tingelt er dann von Star zu Star zu (zumindest mir teils) unbekannten Leuten, betet ihnen vor, wann Drogenrazzien, Überdosen oder sonst was anstehen und richtet damit eigentlich nichts aus. Er will Janis Jopling, Jimi Hendrix, Robin Gibb und weiß ich wen noch vor übermäßigem Gebrauch diverser legaler und illegaler Drogen warnen und verkommt dabei quasi selbst zum Junkie. Ich weiß nicht, ob das eine spezielle Art von Ironie sein soll. Ich fand es einfach nur enttäuschend.
Mit seinen Wahrsagereien macht er sich bei den Stars einfach nur unbeliebt. Zwischendurch gibt's von seinen Feinden einige Abreibungen.
Ich weiß nicht, ob absolut alles, was der Autor hier an Namen, Daten, Infos, vermeintlichen Treffen und Aussprüchen wiedergibt, korrekt und authentisch war, aber ich weiß, dass es einfach zu viel war. Noch dazu ist ein Großteil des Textes auf Englisch verfasst, was mich schlicht genervt hat. Vielleicht konnte man so besser rüberbringen, dass Billy vor allem Zitate aus Beatles- (und einigen anderen) Liedern zur Kommunikation nutzt, aber letztlich ist auch das nur ein Punkt, der dazu beitrug, sich überfordert zu fühlen.
Vielleicht soll das Buch durch seine Geschwindigkeit und seine Fülle einfach das vermeintliche Lebensgefühl der sechziger Jahre transportieren. Ich halte es für stark überzogen und anstrengend. Wenigstens ist Johns Tod am Ende vereitelt worden. Dafür gibt es den zweiten Stern.


Die Rabenfrau
Die Rabenfrau
von Regine Leisner
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Regine Leisner - Die Rabenfrau, 6. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Rabenfrau (Taschenbuch)
Der letzte Band von Jean M. Auel aus der Ayla-Reihe hat mich gleichzeitig unzufrieden und doch mit Lust auf mehr Steinzeit zurück gelassen. Sorgfältig habe ich hier bei Amazon gestöbert und mich schließlich für dieses Buch entschieden. Und ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich zugegebenermaßen - und für mich selbst unverständlich - immer eher mit wenig Lust das Buch wieder aufschlug, war ich doch immer wieder gleich im Bann der Geschichte. Wir begleiten Ravan von dem Moment an, wo sie zur Vogelfrau der Eschenleute geweiht wird. Sie ist so etwas wie die spirituelle Führerin dieser Sippe. In diesem Umfeld haben die Frauen das Sagen. Sie leben an einem festen Ort und bestimmen über die Geschicke der Gruppe, während Männer nach Belieben kommen und gehen.
Doch lange soll es nicht mehr so bleiben. In dem Schamenen Godain, der Ravan bereits seit Jahren im Traum erscheint, lebt der Geweihmann, der Udonn, der großen Göttin, die Macht abnehmen will. Auf dem Höhepunkt ihrer Auseinandersetzung, die sich auch immer wieder durch Ravan und Godain zeigt, ist das Leben selbst in Gefahr: Feuer komm über die Welt, die Luft ist erfüllt von Asche, an der man fast erstickt, Regen verwandelt sich in ätzenden Schlamm. Unter Ravans und Godains Führung flüchtet ein Teil der Sippe so weit wie möglich nach Osten, doch auch hier holt die Feuersbrunst sie ein und sie entkommen nur knapp der völligen Auslöschung ihrer Gemeinschaft.
Erst als Ravan und Godain erkennen, dass nur die gemeinsame Anleitung der Menschen und ihrer Geschicke helfen wird, kehrt endlich wieder Frieden ein. Doch die Welt und die Gesellschaftsform haben sich verändert ...
Das Buch ist in einem ruhigen, gleichmäßigen Ton geschrieben und führt nicht zu einem speziellen Höhepunkt. Stattdessen erfahren wir etwas vom Wandel eines unsteten Gefüges, in der die Menschen nichts weiter als eine Faser in Udonns Flechtwerk sind. Leider hat das Buch einen recht bedrückenden Tonfall - auch in den guten Phasen der Eschenleute. Wahrscheinlich bin ich deshalb immer so ungern wieder rangegangen. Trotzdem fand ich es sehr mitreißend und sehr bildhaft geschrieben. Keine Seite war langweilig, keine Szene überflüssig. Lediglich mit den spirituellen Eingebungen und Visionen, die Ravan und Godain regelmäßig haben, musste ich mich erst anfreunden. Ich stehe nicht so auf Fantasy-Elemente in historischen Romanen. Aber letztlich muss ich zugeben, die Geschichte war dadurch stimmig.
Auch, dass die Geschichte im letzten Drittel ziemlich bruchstückhaft zusammengesetzt war und man viele große Zeitsprünge macht, fand ich schade. Ich hätte gern mehr gelesen, vielleicht sogar ein Kind von Ravan und Godain als Symbol für die neue Ordnung der Gemeinschaft gern gesehen.
Ich war am Ende auch extrem traurig und mir sitzt noch immer ein Kloß im Hals, wenn ich daran denke.
Ich komme nicht umhin, einen Vergleich zur Ayla-Reihe zu ziehen. Auch in "Die Rabenfrau" geht es um das Überleben, um das Sammeln und Jagen von Nahrung und das Anfertigen von Gebrauchsgegenständen. Doch Regine Leisner schafft es, das alles in eine wirklich spannende Rahmenhandlung zu betten statt den Leser über 1000 Seiten ins Koma zu langweilen, wie Jean Auel es getan hat. Andererseits merkt man, dass Auel wesentlich mehr Details zur europäischen Pflanzenwelt kennt und somit mehr Essbares benennen kann. Frau Leisner sitzt leider dem allgemeinen Irrtum (mangels näherer Kenntnis vermutlich) auf, dass der Steinzeitmensch quasi fast nur von Fleisch und ein paar Beeren, Nüssen und Pilzen gelebt hat. Das fand ich schade, ist aber nicht so dramatisch.
Die Geschichte hat allerdings auch eine kleine Moral am Ende. Es geht darum, dass die Menschen im Laufe der Zeit vergessen haben, dass sie zum Geflecht der Natur gehören und statt in Udonn zu leben auf den Geweihmann hören. Doch wenn sie merken, dass es so nicht funktioniert, werden sie sich wieder Udonn - und damit Ravan - zuwenden. Und dann wird Ravan wieder zu uns sprechen und uns führen. Ein schöner Gedanke, finde ich.
Gott sei Dank nehmen Höhlen nur einen Bruchteil der Geschichte in Anspruch. Und auch das Lied zur Anrufung Udonns braucht nur wenig Platz. (Ein Insider für Auel-Leser. ;-) )
Insgesamt ein wirklich tolles Buch. Doch bevor ich mir die Fortsetzung aus der Bibliothek hole, brauche ich erst mal was Fröhliches. :-D


Vom Winde verweht: Roman
Vom Winde verweht: Roman
von Margaret Mitchell
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Margaret Mitchell - Vom Winde verweht, 24. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Vergesst den Film! Lest das Buch!
Ich habe den Film einige Male gesehen, fand ihn nett gemacht, aber recht schwülstig. Dann entdeckte ich das Buch für 5 Euro im Buchladen und dachte, ich könnte nichts falsch machen. Tatsächlich ist es wohl eins der großartigsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Wer den Film kennt, sollte sich nicht abschrecken lassen. Das Buch hat absolut gar nichts mit dieser Schmonzette und der etwas nervigen Liebesgeschichte zwischen Rhett Butler und Scarlett O'Hara gemein. Stattdessen ist es ein toller historischer Roman über den Sezessionskrieg, über das Wesen der Südstaatler, fast schon eine Charakterstudie zu all den Figuren, die darin auftreten. Die Autorin schreibt sehr ausführlich, erläutert viel, webt umfassende Zusammenhänge mit all diesen Details und langweilt trotzdem nie. Man ist mittendrin im Geschehen, wandelt förmlich über Tara oder durch Atlanta, sitzt bei Scarlett auf dem Kutschbock, den sie frivoler Weise selbst lenkt, und hat förmlich ununterbrochen Kopfkino vor seinem inneren Auge. Das ist wirklich klasse!
Ich hatte oft das Gefühl, dass Scarlett als Hauptfigur eigentlich gar nicht sooo entscheidend ist, sondern dass mit ihr der Geschichte einfach nur ein Gesicht gegeben werden sollte, anhand dessen die Autorin diese Zeit aufleben lassen und so bildhaft wie möglich darstellen wollte. Dadurch war es für mich nebensächlich, dass Scarlett im Grunde ein egoistisches Biest und eine verzogene Göre ist. Außerdem: Trotz allem, was sie aus scheinbar eigennützigen Gründen tut, sorgt sie stets für die Menschen, die zu ihrer Familie und ihrem Bekanntenkreis gehören. Daher kann man sie letztlich gar nicht wirklich hassen. (Das ist leider auch etwas, was im Film nicht gut und deutlich rübergebracht wurde. Aber das umfassende psychologische Profil, das im Laufe des Buches erörtert wird, kann man eben schlecht auf die Leinwand bannen.) So wird Scarlett doch irgendwie zu einer Sympathieträgerin - wider Willen, könnte man fast sagen.
Es treten unzählige Figuren auf, doch sie sind immer mit hohem Wiedererkennungswert gezeichnet, so dass ich eigentlich nie den Überblick verloren habe.
Insgesamt ist die Geschichte sehr dicht und gehaltvoll, hat keine Längen, keinen unnötigen Füllstoff (das will schon was heißen, bei diesen vielen Details und so vielen Seiten), hält einen eigentlich dauernd in Atem.
Das einzige, was mir an dem Buch sauer aufgestoßen ist, war die abfällige Darstellungsweise der schwarzen Sklaven. Sie sind allesamt kleine, zurückgebliebene Dummerchen, die es ohne die angeblich so liebevolle Fürsorge der weißen Herrschaften wohl nicht mal bis zur nächsten Straßenecke schaffen würden. Da sprach wohl noch sehr die gekränkte Südstaatlerin aus Margaret Mitchell, die selbst diese Zeit zwar nicht erlebt hat, aber so kurz danach geboren wurde, dass sie wahrscheinlich sehr stark von der verblendeten Nostalgie der älteren Verwandten geprägt war. Merkwürdigerweise verwechselt sie hier Bildungsmangel mit niedrigem IQ. (Noch niedriger als der von Forrest Gump.) Das wirkt recht befremdlich, wo sie doch sonst jede einzelne Person und ihre Wesensmerkmale so deutlich nachvollziehbar schildern kann.
Das Buch zeigt, dass große Literatur nicht schwer verständlich oder zum Einschlafen langweilig sein muss. Ich habe schon jetzt Lust, das Buch wieder aus dem Regel zu ziehen und erneut zu lesen und kann nur wiederholen: Nehmt euch lieber das Buch als den Film vor. Er kann der Geschichte, wie sie hier ausgebreitet wird, leider einfach nicht das Wasser reichen und ist allenfalls seichte Unterhaltung.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20