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Rezensionen verfasst von
mdragosi (Wien)

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Ready for Action
Ready for Action
Preis: EUR 13,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihr erstes Studioalbum, 13. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ready for Action (Audio CD)
Das zweite Album von No Bros war ihr erstes Studioalbum. Eine ungewöhnliche Konstellation, die darauf beruhte, dass ihre erste Platte live eingespielt wurde (Heavy Metal Party). Der Studioerstling wurde in vielversprechendem Umfeld eingespielt, dort wo bereits die Scorpions die Basis für ihren Erfolg gelegt hatten (mit Dieter Dirks als Produzenten). Das musikalische Programm ging nach dem Erstling, welcher eindeutig der NWOBHM zuzuordnen ist, nun ein bisschen mehr in Richtung Deep Purple oder Rainbow.
Das Songmaterial ist durchgängig gut und war teilweise bereits im damaligen Liveprogramm erprobt (z.B. Intoxication oder We Are Stronger). Es enthält alle Songs, mit denen es No Bros gelang, in Österreich erfolgreiche Konzerte zu spielen und einige Zeit als Vorgruppe bekannter Bands durch Europa zu touren. Leider war der Sound der Platte auf Vinyl etwas dünn, was möglicherweise mitentscheidend dazu beitrug, den dauerhaften Sprung auf die internationale Bühne nicht zu schaffen. An den Songs lag es sicher nicht, sie hören sich immer noch gut an, haben Kraft, gehen so richtig ins Ohr und auf CD klingen sie auch wesentlich besser, keinesfalls schlechter als z. B. damalige LP's von Saxon. Aber für eine Band aus Tirol wäre es wichtig gewesen, einen richtigen Knaller zu produzieren, um international auf sich aufmerksam zu machen. Die Songs dafür wären vorhanden gewesen, wer die Konzerte damals gesehen hat, weiß wovon ich spreche.
Die Neuauflage enthält auch neu aufgenommene Songs, die qualitativ nach dem ersten Reinhören nicht vollständig an das damalige Material anschließen können. Die Reunion der Band in Originalbesetzung ist übrigens noch immer ausständig, mal sehen, ob diesbezüglich noch mal etwas geschieht. Warum nicht?


Heavy Metal Party
Heavy Metal Party
Preis: EUR 13,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich auf CD!, 13. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heavy Metal Party (Audio CD)
Anfang der achtziger Jahre. Die New Wave Of British Heavy Metal erneuert den Hardrock und fügt zu schweren Gitarrenriffs die Energie des Punks hinzu. Iron Maiden, Judas Priest, Saxon und Motörhead sind die Flaggschiffe dieser Bewegung. Die ehemaligen Musiker von Deep Purple sind gleich auf drei Gruppen verteilt, auf Whitesnake, Rainbow und die Ian Gillan Band, bevor die legendäre Mark II-Besetzung noch einmal zusammen findet. Auch in Mitteleuropa gab es Bands, welche versuchten, in die musikalischen Fußstapfen ihrer Vorbilder zu treten.
Von Deutschland aus setzten die Scorpions zum Sprung nach Amerika an, aus der Schweiz versuchten Krokus mit ihnen gleichzuziehen. Und in Österreich gab es No Bros, eine Tiroler Band, welche zwischen 1981 und 1983 heimische Fans mit einer mitreißenden Bühnenshow begeisterte und in diesem Zeitraum als ernsthafte Kandidaten für eine internationale Karriere galten.
Heavy Metal Party war das erste Album, live aufgenommen und nun erstmals auf CD erhältlich. Es dokumentiert die Spielfreude der homogen aufspielenden Band, ihre raue Energie, mit der sie zuerst kleine Clubs eroberten, um bald danach als Vorgruppe von Krokus, Motörhead, Alvin Lee oder Deep Purple aufzutreten. Es ist ein vielversprechendes Debüt mit erstklassigem Songmaterial, ohne Schwächen, welches die Energie der damaligen Konzerte gut dokumentiert. Ein Album, das noch immer frisch und unverbraucht klingt, ein Klassiker des mitteleuropäischen Hardrocks, welches im übrigen Europa wohl zu wenig bekannt sein dürfte.
Als Bonus enthält es drei zusätzliche Aufnahmen in guter Bootleg Qualität, was mich besonders freut, da ich beim Konzert im Metropol, von dem es zwei Songs zu hören gibt, dabei war.
An diesen und ähnliche Auftritte von No Bros erinnere ich mich gerne. Es waren tolle Shows, bei der die Fans mit No Bros-No Bros-No Bros-Chören und Acapella-Gesang (This is the Heavy Metal Party, this is a Heavy Metal Show) eine professionell aufspielende Hardrockband feierten, welche das Potential gehabt hätte, die damals engen Grenzen ihres Heimatlandes musikalisch überwinden zu können.


Der agile Festpreis: Leitfaden für wirklich erfolgreiche IT-Projekt-Verträge
Der agile Festpreis: Leitfaden für wirklich erfolgreiche IT-Projekt-Verträge
von Boris Gloger
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Kooperation als Ziel, 17. September 2013
Interessante Ansätze, um die scheinbaren Gegensätze von agilem Vorgehen und üblichem Festpreis miteinander zu vereinbaren. Das vorgestellte Modell ist durchaus komplex, aber von Anfang an auf Kooperation ausgerichtet. Varianten, die das Risiko zwischen Kunde und Lieferant teilen, sind ja an sich nichts neues, zum Beispiel sind sie bei PMI sogar Teil des Lernstoffs zur Zertifizierungsprüfung.
Hier werden ähnliche Ideen mit agiler Thematik kombiniert. Nach einem kurzen SCRUM- Überblick wird das angedachte Verfahren vorgestellt, das unter anderem auf einem maximalen Festpreis, Teilung des Risikos zwischen den Vertragsparteien und einem sog. Exchange for Free basiert, der ermöglicht, Änderungen im Projekt gegen bestehenden Scope zu tauschen (was man in der Praxis auch in herkömmlichen Projekten bis zu einem gewissen Grad macht oder versucht). Die Sichtweise eines internen Dienstleisters, der zwar nicht eine Ausschreibung gewinnen muss, aber von seinem Auftraggeber ebenso auf seine erste Kosten- und Terminschätzung festgenagelt wird, ist in den geschilderten Szenarien leider nicht berücksichtigt.
Der Inhalt wurde praxisbezogen aufbereitet und die vorgestellten Überlegungen sind auch für alle jene von Interesse, die nur gelegentlich oder am Rand mit Ausschreibungen, Angebotslegung und Vertragsverhandlung zu tun haben.
Störend sind allerdings die einseitigen Argumentationen, welche in allen Vergleichen von Festpreis oder Time & Material mit dem Agilen Festpreis nur einen einzigen Sieger kennen. Deshalb ein Stern Abzug. Fairerweise verweist das Buch zum Schluss zumindest darauf, dass die Variante Time & Material an sich die beste Variante zur Vertragsgestaltung wäre, wenn beide Parteien ehrlich und fair agieren.
Das Buch richtet sich sicher an einen spezifischen Kundenkreis, für den es aber lesenwert ist, da die Ideen absolut eine Überlegung (und auch mehr als eine) wert sind.


Kanban in der IT: Eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung schaffen
Kanban in der IT: Eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung schaffen
von Siegfried Kaltenecker
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gut verständlicher Leitfaden, 22. August 2013
Das Buch hat mich positiv überrascht und meine Erwartungen übertroffen. Im ersten Drittel beschreibt es die Elemente von Kanban, Regeln und Prinzipien, die dabei zur Anwendung kommen. Im zweiten Teil schlägt es einen großen Bogen zu Change Management im Allgemeinen und bereitet damit den Boden für den Schlußteil auf, der Stück für Stück die Vorbereitungen und Schritte zur Einführung von Kanban darstellt. Es rundet die im ersten Drittel vorgestellte Theorie durch zahlreiche Praxisbeispiele ab.

Sehr löblich sind die Kapitelzusammenfassungen, die in Checklisten-tauglicher Qualität diverse Workshops, Interviews oder Moderationen als Arbeitsgrundlage begleiten können.

94 Prozent der Leistung in einem Unternehmen hängen von den Bedingungen des Systems ab und nur sechs Prozent von den Mitarbeitern. Das Buch ist ein Leitfaden, mit dem man jedenfalls den großen Teil des Eisbergs, ausgehend von der jeweiligen Situation, produktiv und kontinuierlich bearbeiten kann.


UML 2 glasklar: Praxiswissen für die UML-Modellierung
UML 2 glasklar: Praxiswissen für die UML-Modellierung
von Chris Rupp
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,90

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gesamtüberblick, 12. August 2013
Das Buch gibt einen Komplettüberblick zur UML-Notation und der damit verbundenen Regeln. Wer es als Nachschlagewerk nutzen oder als erfahrener Anwender die Möglichkeiten der einzelnen Diagramme ausreizen möchte, wird damit höchst zufrieden sein. Sein Versprechen, sich auch an UML-Neulinge zu wenden , hält es nur bedingt ein, da es didaktisch ungeschickt aufgebaut ist.

Kapitel 4 und 5 gehörten nicht zu Beginn, sondern mehr ans Ende des Buches, wenn man die verschiedenen Diagrammvarianten bereits besser kennengelernt hat. Besonders stören die zahlreichen Notationsbeispiele, die oft erst in nachfolgenden Kapiteln bzw. Unterkapiteln erklärt werden, was nicht zur Verständlichkeit beiträgt. Aufbauende Beispiele wären oftmals besser gewesen. Sprachlich tendiert das Buch zum typischen informationstheoretischen Expertenjargon, mit dem selbst simpelste Sachverhalte kompliziert dargestellt werden. Dafür ist die "Übersicht der wichtigsten Notationselemente zum Heraustrennen" so stark verkürzt, dass Wichtiges fehlt (zB. Unterscheidung zwischen Komposition und Aggregation oder die Definition der verschiedenen Informationsflüsse im Sequenzdiagramm. Sein Untertitel, "Praxiswissen für die UML-Modellierung", ist aus meiner Sicht nicht ganz angebracht, da es sich mehr auf die theoretisch möglichen Varianten der UML-Modellierung als auf den praxisgerechten Einsatz konzentriert.

Trotz der vielen Kritikpunkte drei Sterne, da es eine vollständige Übersicht der Regeln und Möglichkeiten von UML darstellt. Der Wert des Buches liegt darin, auch zur Klärung von diffizilen UML-Fragestellungen beitragen zu können.


BPMN 2.0 - Business Process Model and Notation: Einführung in den Standard für die Geschäftsprozessmodellierung
BPMN 2.0 - Business Process Model and Notation: Einführung in den Standard für die Geschäftsprozessmodellierung
von Thomas Allweyer
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Kompakt und gut verständlich, 5. August 2013
Die grafische Darstellung von Geschäftsprozessen mittels BPMN 2.0 wird kompakt und und gut verständlich erklärt. Die Beispiele bauen aufeinander auf und erklären die Notationselemente und mögliche Varianten ihrer Anwendung auf gerade mal 156 Seiten, wofür andere Fachbücher mindestens doppelt so lange brauchen. Wer Erfahrungen in der Programmierung oder anderen Darstellungsformen der Analyse hat, dem wird es leicht fallen, die durchaus eleganten Lösungen von BPMN anhand der instruktiven Erläuterungen rasch zu verstehen. Das Buch konzentriert sich auf die Syntax und beschreibt ihre Regeln. Trotz der durchaus komplexen Materie kann man sich mit Hilfe der Beschreibungen und Beispiele die wesentlichen Formen in kurzer Zeit einprägen. Es ist kein Buch, das Grundlagenwissen über Prozessmanagement im Allgemeinen vermittelt, sein Zweck ist ein anderer: die Notation von BPMN kennenzulernen bzw. zu verstehen. Und das macht es gut. Der einzige Verbesserungsvorschlag: ein Anhang mit der Zusammenfassung aller grafischen Elemente würde das Buch zusätzlich abrunden.


Aufwandsschätzungen in der Software- und Systementwicklung kompakt (IT kompakt)
Aufwandsschätzungen in der Software- und Systementwicklung kompakt (IT kompakt)
von Oliver Hummel
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Miracle Worker, 5. Juli 2013
Kennen Sie das Scotty-Prinzip, benannt nach Montgomery Scott, dem Chef-Ingenieur von Star Trek?
Auf die Frage von Captain Kirk, ob er Schätzungen für Reparaturzeiten generell vervierfache, antwortete er:
„Natürlich, sonst würde ich meinen Ruf als Miracle Worker verlieren!“

Nicht jeder von uns kann auf Raumschiff Enterprise arbeiten und wer sich daher einen Überblick über besser geeignete Schätzmethoden und –verfahren aneignen möchte, findet im Buch „Aufwandsschätzungen in der Software- und Systementwicklung kompakt“ die Beschreibungen verschiedener Techniken, mit deren Hilfe heutzutage wesentlich fundiertere Aussagen getroffen werden können.

Oliver Hummel, Juniorprofessor für Software Engineering an der Universität Mannheim, ist es gelungen, auf knapp 120 Seiten eine kompakte Darstellung der in der Praxis üblichen Modelle vorzunehmen. Er beschreibt Geschichte, Hintergründe, Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden,aber auch ihre Grenzen und stellt ebenso weitere Variationen vor, die versuchen auf spezifische Umstände noch bessere Antworten zu liefern. Dabei geht er in die Tiefe, erklärt Annahmen und mathematische Hintergründe, sodass das Buch trotz seines schmalen Umfangs mehr Inhalt bietet als mancher scheinbar gewichtige 400-Seiten-Wälzer.

Neben einfachen Schätztechniken wie Analogieverfahren, Drei-Punkt-Schätzung oder Planning Poker mit Fibonacci-Reihen,
erklärt er einige mathematische Gesetzmäßigkeiten, wie zum Beispiel negative Skalierungen bei zu großen Teams oder zu vielen parallelen Tätigkeiten. Oder wann unweigerlich die Todeszone von Projekten beginnt („Nichts ist unmöglich“). Ebenso widmet er sich den sogenannten algorithmischen oder parametrischen Verfahren, den verschiedenen Function-Point-Methoden und darauf aufbauenden und weiterführenden Modellen wie COCOMO ode r SLIM.

Das Buch ist nicht für den gemütlichen Kaminfeuerabend gedacht, es beinhaltet viel Theorie, insbesondere einiges an Mathematik,erfordert beim Lesen also ein gehöriges Maß an Konzentration. Besonders falls das eigene mathematische Grundlagenwissen schon etwas verschüttet oder nicht so sehr ausgeprägt ist. Aber keine Angst, das Buch bleibt verständlich, auch wenn es aufgrund der behandelten Materie streckenweise kein Turnpager ist.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, für 12,95 Euro erhält man ein schmales Bändchen, das in der Laptop-Tasche sicher Platz findet und inhaltlich einen breiten und detaillierten Überblick zu anerkannten Schätzverfahren gibt.
Die vorgestellte Faustformel „Entwicklungszeit = 3 * Aufwand hoch 1/3“ werde ich sicher demnächst in der Praxis überprüfen.
Auf der Homepage von Oliver Hummel findet man übrigens Links zu Manuals und Tools.


Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen
Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen
von Tom DeMarco
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Projektmanagement für erwachsene PJ-Leiter und Organisationen, 5. Juli 2013
Tom DeMarco, der Erfinder der Strukturierten Systemanalyse, hat bereits einige bewährte Klassiker verfasst, die man jedem an
Projektmanagement und Softwareentwicklung Interessierten mit gutem Gewissen empfehlen kann, zum Beispiel Wien wartet auf Dich!, Spielräume oder Der Termin.

Bärentango, das vorliegende Werk, so viel sei gleich zu Beginn verraten, spielt in dieser Liga ganz vorne mit.
Projektmanagement für Erwachsene, so benennt er die Disziplin des vorausschauenden Risikomanagements, welche rechtzeitig darauf schaut, was zu tun ist, wenn etwas passiert.

Risiken sind zukünftige Ereignisse, die eintreten können und damit auf Kosten, Ergebnis oder Verlauf eines Projekts Auswirkungen hätten. Wohlgemerkt positive oder negative, obgleich üblicherweise meist nur die Schädlichen betrachtet werden. Natürlich kann auch ein Projekt, das durch ein bestimmtes Ereignis früher fertig wird, für eine Organisation ein Risiko sein – könnte sie damit entsprechend umgehen und das Produkt ihren Kunden rasch zur Verfügung stellen?

Zugegeben, dieses Ergebnis ist im Projektgeschäft eher selten, gerade deswegen ist es ein gutes Beispiel für die notwendige
Herangehensweise, durch Brainstorming im Team wesentliche Risiken zu erfassen, ihre Ursachen, ihre Auswirkungen,
Eintrittswahrscheinlichkeit, Eintrittsindikatoren, sie in Zeit und Geld zu bewerten, den erstellten Risikoplan mit möglichen Maßnahmen und vorausschauenden Aktivitäten zu hinterlegen, die Teil des Gesamt-Projektplans werden, von dem Profis wissen,
dass er nicht nur aus einem Balkenplan besteht, um ein komplexes Vorhaben gesamthaft steuern zu können.

Dem Autor gelingt es hervorragend, Notwendigkeit und Vorgehen anhand praktischer Beispiele greifbar zu machen, mit anschaulichen Skizzen, wie von Hand gezeichnet, wodurch hohe Authentizität erzeugt wird. Das Buch ist daher nicht nur für ProjektmanagerInnen und andere Prangerkandidaten geeignet, es sollte vor allem für Stakeholder und Auftraggeber
zur Pflichtlektüre werden, insbesondere, da es einige hochinteressante und anwendbare Konzepte vorstellt.

Ganz zu schweigen von den beiläufig eingestreuten Hinweisen, mit denen man manche Projekte fast schon
im Vorbeigehen retten könnte, wenn die eine oder andere Idee umgesetzt würde. Zum Beispiel von Anfang an im Projekt mit einer leicht personellen Überkapazität zu arbeiten, um das Risiko der Personalfluktuation, eines der klassischen Risiken, das typischerweise oft zum Scheitern beiträgt, rechtzeitig abzufedern. Oder Datenflüsse, die in das System hinein und hinaus gehen, auf Datenelementebene festzulegen (Boundary Elements Closure) und zwar innerhalb der ersten 15% der Projektdauer, um das Risiko des Spezifikationskollaps auszuschalten.

Er kritisiert Organisationen, die sich in Illusionen flüchten, erkennbar an lächerlich präzisen Abschätzungen, die sich später als ungenau herausstellen. Oder solche, die unattraktive Voraussetzungen sanktionieren, nicht aber unattraktive Ergebnisse („Er konnte den Termin nicht halten, aber er hat es immerhin versucht“). Die Indy-500-Analogie hielt ich für besonders gelungen, zu viel möchte ich hier nicht verraten, es soll ja noch Anreiz geben, das Buch selbst zu lesen.

Tom DeMarco befürwortet, Aussagen mit der Quantifizierung von Unsicherheiten vorzunehmen, mit Risikodiagrammen zu arbeiten,
ausgehend vom sogenannten Nano-Prozent-Datum, dem Zeitpunkt der frühesten Projektfertigstellung, der im Bestfall (null Prozent Wahrscheinlichkeit) möglich ist.

Davon ausgehend solle man beispielsweise mit Simulationen (das Werkzeug Riskology kann dafür von der Webseite [...] kostenlos heruntergeladen und verwendet werden) Stichprobenergebnisse ermitteln, mit deren Hilfe entsprechende Aussagen über die zeitliche Wahrscheinlichkeit der Projektergebnisse getroffen und veranschaulicht werden können. Der Clou dabei ist, dass standardisierte Risiken bzw. unternehmensspezifische Anpassungen in diesen Modellen gleich mitberücksichtigt werden.

Ich nehme an, dass es für viele durchaus schwierig ist, ein frühestmögliches Projektfertigstellungdatum, das vor allem so gut wie unrealistisch ist, zu ermitteln, da viele im Hinterkopf ihre Erfahrung miteinfließen lassen, die sie davor bewahrt, einen zu frühen Termin, auf den sie festgenagelt werden könnten, zu nennen. Aber da nur mit dem einen oder anderen Querdenken eine Verbesserung bisher praktizierter Projektmanagementmethoden möglich ist, sollte man solche Konzepte, die prinzipiell schlüssig sind, auf sich wirken lassen, sich mit ihnen beschäftigen und vor allem ausprobieren.

Natürlich ist für Risikomanagement ein gewisser Reifegrad in der anzuwendenden Organisation notwendig, sonst wird man nicht nur zum Rufer in der Wüste, sondern zum Narren am Projektschiff, was wohl die meisten instinktiv zu vermeiden suchen. Aber auch in einem weniger geeigneten Umfeld lassen sich die Methoden anwenden. Zumindest weiß man damit für sich selbst, welche Erfolgswahrscheinlichkeiten ein bestimmter Termin hat. Man kann ja immer noch die eine oder andere Erkenntnis homöopathisch in seine Foliensätze einfließen lassen.

Wenn hier das Buch zu Ende wäre, hätte es seinen Zweck bereits mehr als erfüllt. Wer jemals Schwierigkeiten dabei hatte, den Fertigstellungsgrad eines Arbeitspakets mittels Earned Value Analyse zu bestimmen, sollte sich die Ratschläge zur inkrementellen Versionsplanung zu Herzen nehmen, womit das Buch auch noch einen Brückenschlag zwischen klassischen und agilen Projektmanagementmethoden vornimmt.

Mit den Kapiteln 18 bis 21, welche gerade mal 21 Seiten umfassen, setzt Tom Demarco noch mal nach und präsentiert Verfahren wie die Quantifizierung des Nutzwerts, der ebenso hochgradig mit Unsicherheit behaftet ist und daher genauso mit Wahrscheinlichkeiten bewertet werden muss. Der Tipp, durch eine inkrementelle Nutzwert-Kosten-Analyse, durch das Abtauschen von Prioritäten zwischen den Stakeholdern, zu einer validen Versionsplanung zu gelangen, ist genau genommen ein agiles Vorgehen, dadurch unterstützt, dass von Beginn an nicht nur die wesentlichen Anforderungen vorliegen, sondern aufgrund ihres Nutzwerts stimmiger priorisiert werden können. Einige der auf diesen wenigen Seiten präsentierten Hinweise und Vorschläge, konsequent umgesetzt (!), würden bereits genügen, um in manchen Unternehmen Projektinvestitionen vermehrt in die richtige Richtung zu lenken.

Zwanzig Euro als Ausgabe für das Buch sind also mehr als gerechtfertigt. Der einzige Verbesserungsvorschlag, den ich habe: Mir persönlich hätte noch ein Anhang mit mathematischen Erklärungen oder Formeln gefallen, um die Verteilung der Kurven besser zu verstehen. Vor allem auch, um sie in der Praxis gegegebenenfalls erklären und nicht nur mit „höherer Mathematik“ begründen zu müssen (daher der im Buch genannte Erklärungsvorschlag: Simulation!). Aber das ist angesichts des erfahrenen persönlichen Nutzwerts ein Risiko, das ich mit einer noch zu definierenden Maßnahme sicherlich rechtzeitig abzuwenden weiß, es soll ja nicht umsonst gewesen sein, das Buch gelesen zu haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2017 11:37 AM CET


Überleben im Projekt: 10 Projektfallen und wie man sie umgeht
Überleben im Projekt: 10 Projektfallen und wie man sie umgeht
von Klaus Tumuscheit
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Projektmanager brauchen Zivilcourage, 5. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie geht man als ProjektmanagerIn mit typisch wiederkehrenden schwierigen Projektsituationen um? Welche Lösungsansätze gibt es für Projektverantwortliche, die nicht mehr länger in bestimmte Fallen tappen wollen?

Viele Projektmanagement-Bücher beschäftigen sich mit der idealen Theorie, in der ein Team nach geeigneten Kriterien zusammengestellt wird, alle beteiligten Untnehmenseinheiten an einem Strang ziehen und jeweils die für das Projekt und das Unternehmen besten Entscheidungen getroffen werden. In der Praxis stellen sich allerdings oft andere Probleme als üblicherweise beschrieben. Daher gibt es glücklicherweise auch Bücher, die sich als praxisorientierte Ratgeber verstehen, wozu das Werk von Klaus D. Tumuscheit gehört, der seit 1990 als selbständiger Unternehmensberater arbeitet, als erfahrener Experte für Projektmanagement gilt und mehrere erfolgreiche Bücher zu dem Thema verfasst hat.

Er vertritt eine klare Linie. Projektmanager brauchen Zivilcourage, müssen Konflikte unverzüglich angehen und auf den Tisch legen, das Gespräch suchen,Lösungsvorschläge präsentieren und die Beteiligten ins Boot holen. Keine Angst, vieles davon kann man lernen, durch Arbeitstechniken, durch Kurse, durch Anwendung. Projektmanager fallen nicht vom Himmel, aber sie sind in der Lage, reflektiert zu handeln und ihr Lösungsrepertoire zu erweitern.

Das Buch beginnt für meinen Geschmack etwas reißerisch, kommt aber nach wenigen Seiten rasch inhaltlich in Fahrt. Im ersten Teil, vom Kick-off bis zum Projektende, beschreibt er gängige Situationen und Herausforderungen, die bei Projektstart und –übergabe, bei Grob- und Detailplanung sowie der nachfolgenden Realisierung anzutreffen sind.

Er vertraut weniger auf Werkzeuge und Tools, ihm ist beispielsweise wichtiger, dass Arbeitspakete sauber beschrieben und deren Inhalt von den Beteiligten verstanden wird, als das Augenmerk zu sehr auf Netzwerkpläne zu legen, die nur von wenigen gelesen und verstanden werden.

Projektmanager sollen keine Romane erzählen, sie sollen sich bei jeder Aufgabenstellung, bei jedem Bericht, bei jedem Vorschlag, auf die vier wichtigen Stellschrauben eines Projekts konzentrieren:

Die Vier Stellschrauben:

Ziele
Termine
Kosten
Personalkapazitäten

Die Auswirkungen darauf zu berücksichtigen und verständlich zu berichten, so Klaus D. Tumuscheit, sei eine der wesentlichten Aufgaben eines Projektmanagers, was er anhand zahlreicher Beispiele demonstriert.

Im zweiten Teil des Buches stellt er typische Projektsituationen vor, für die er Survival-Strategien parat hält.

Die ewigen Projektfallen:

Die Optimismusfalle
Die Entscheidungs-Arthrose
Der Tyrannosaurus-Effekt
Die Sozialkompetenzfalle
Die Parkplatzfalle
Die Fachexpertenfalle
Die Quertreiberfalle
Die Werkzeugfalle
Sinnlose Sitzungen
Die Ressourcenfalle

Bereits aufgrund der Titel wird sich wahrscheinlich bei jedem in dem Metier Tätigen die eine oder andere Erinnerung an eine spezifische Erfahrung einstellen, ein Zeichen, dass die Situationen gut gewählt sind, wenngleich zehn Beispiele, selbst wenn sie wichtig und typisch sind, natürlich nur einen Teilumfang der im Projektmanagement vorkommenden Szenarien abbilden können.

Für jede dieser Fallen gibt der Autor praxisorientierte Beschreibungen, worauf man jeweils als Projektmanager achten soll und wie man versuchen kann, lösungsorientiert mit solchen Gegebenheiten umzugehen. Die vorgeschlagenen Vorgehenssweisen sind meiner Meinung nach tauglich und werden in vielen Fällen mehr Erfolg haben als typische Reaktionsmuster, in die man nur zu leicht hinein fallen kann, wenn man nicht darauf achtet.

Alle der gezeigten Probleme werden sich durch die vorgestellten Methoden nicht immer so idealtypisch auflösen lassen, wie es uns der Autor glauben machen will, trotzdem sind die Ansätze verständlich und mit wenig Aufwand umzusetzen. Sie versprechen durchaus eine gute Ausicht auf Erfolg.

Im dritten und letzten Teil des Buches behandelt er noch das Thema Multi-Projektmanagement für Topmanager und die daraus resultierende Transparenz, die nicht in jedem Unternehmen von allen Verantwortlichen in gleichem Ausmaß gewünscht wird, ein möglicher Hindernisfaktor bei der Etablierung von neuen Methoden und besseren Projektergebnissen.

An wen wendet sich das Buch? Vor allem an Projektmanager, die bereits Erfahrungen im Geschäft gesammelt haben, egal ob viel oder wenig, wobei ich glaube,dass jene mit wenig bis mittlerer Erfahrung am meisten davon profitieren können. Für Anfänger ist es absolut tauglich, sofern es nicht ihr erstes Projektmanagement-Buch ist. Sie sollten unbedingt zuerst Ausbildungsschritte setzen, die ihnen einen strukturierten Überblick über das Handwerk geben. Das Buch ist leicht zu lesen, flüssig geschrieben, die Lösungen werden manchmal fast schon zu vereinfachend als hundertprozentig erfolgversprechend beschrieben, was in Wirklichkeit natürlich nicht immer so sein wird.

Auch sehr erfahrene Projektleiter werden von dem Buch profitieren, sie können sich beispielsweise jene Situationen herauspicken, die sie schon erlebt haben und für die sie bisher noch kein ideales Rezept gefunden haben.


Critical Chain: Beschleunigen Sie Ihr Projektmanagement
Critical Chain: Beschleunigen Sie Ihr Projektmanagement
von Holger Lörz
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und mit innnovativen Lösungsansätzen, 5. Juli 2013
Projektlaufzeiten um 30 bis 40% senken? Projekt-Engpässe beseitigen und trotzdem das Budget einhalten?

Solche Überschriften könnten einen dazu verleiten, sie für trashige Werbeversprechen zu halten. Es wäre ausgesprochen schade, deswegen das Buch von Uwe Techt und Holger Lörz nicht zur Hand zu nehmen, denn so entginge einem die Möglichkeit, sich mit den Möglichkeiten der Theory of Constraints, auch Engpasstheorie oder Durchsatz-Management bezeichnet, zu beschäftigen.

Ursprünglich von Eliyahu M. Goldratt entwickelt (Das Ziel, Die kritische Kette), beginnen auch im deutschsprachigen Raum diese Lösungsansätze, welche vor allem für Multiprojektmanagement geeignet sind, immer mehr an praktischer Bedeutung zu gewinnen.

Die Autoren, beide Fachleute auf ihrem Gebiet, haben vor einigen Jahren dieses Buch vorgelegt, welches in sehr verständlicher und gut lesbarer Form die Grundsätze der Theorie und des Vorgehens anhand eines fiktiven Fallbeispiels vorstellt.

Die Firma Toggotronic, ein erfundenes Unternehmen mit nur zu gut bekannten Schwierigkeiten (Projekte dauern länger als geplant, steigende Kosten, Projektziele werden trotzdem nicht erreicht, zusätzliche Regeln und Vorgaben, mehr Kontrolle, mehr Unzufriedenheit, keiner der Mitarbeiter glaubt an die Projektpläne, Frust, Misserfolge, usw. – schon mal erlebt?), bekommt einen neuen Geschäftsführer, der in seiner früheren Firma mit CCPM (Critical Chain Projektmanagement) gute Erfahrungen gesammelt hat und nun beginnt, das Unternehmen dahingehend umzustellen.

Mit klaren Zielen:
„In sieben Monaten werden wir unsere Entwicklungsprojekte insgesamt um 35 Prozent beschleunigen,
bei nahezu hundertprozentiger Zuverlässigkeit und einer Umsatzrendite von zehn Prozent.“

Davon ausgehend wird die Ist-Situation beleuchtet und Schritt für Schritt das neue Vorgehen analysiert und begründet,
was in einigen Punkten einen Paradigmenwechsel bedeutet.

Zum Beispiel hinsichtlich

- der Ziele für Mitarbeiter und Abteilungen (Beseitigung lokaler Messkriterien bzw. Effizienzen)
- bisheriger Umwandlung von Schätzungen – also von Annahmen - in Vereinbarungen und daraus resultierenden Folgen
(Parkinsons Law und Studentensyndrom)
- Voll-Auslastung und schädlichem Multitasking
- neuer Auswahlkriterien für Projekte und ihre Planung
- neuer Prinzipien wie Orientierung am Engpass und Durchsatz, am Staffelläufer-Prinzip (Pull-Prinzip),
unter Berücksichtigung von Puffern (Drum-Buffer-Rope, Puffer für Zulieferer, Puffer am Ende des Projekts)

Was besonders gefällt, ist die stufenweise, praxisorientierte und auch optisch sehr anschauliche Darstellung durch Wenn-Dann-Beziehungen,Gegenwartsbäume und Dilemma-Wolken, welche es ermöglichen, einen ganzheitlichen Blick auf die angesprochenen Problematiken und neuen Vorgehensweisen zu erhalten.

In weiterer Folge zeigen die Autoren, wie die Methoden auch bei der Planung einzelner Projekte angewendet werden können und scheuen sich nicht, abschließend noch den großen Bogen zu schlagen, von Critical Supply Chain bis zu dem durch den Paradigmenwechsel ausgelösten Change-Prozess, welcher die nachdrückliche Unterstützung durch das obere Management benötigt.

Alles in allem ein höchst spannendes Buch mit innovativen Lösungsansätzen. Wer mit der Theory of Constraints schon vertraut ist, findet hier eine übersichtlich strukturierte und allgemein verständliche Darstellung der wesentlichen Prinzipien für die Anwendung im Projektmanagement.

Wovon Einsteiger in die Materie natürlich ebenso profitieren, denn das Buch verlangt keine Vorkenntnisse. Idealerweise richtet es sich an Personen, die bereits Praxiserfahrungen mit komplexen Projektlandschaften gemacht haben und sich mit Critical Chain Projektmanagement (CCPM) beschäftigen möchten, um ihre Projekte erfolgreicher steuern und durchführen zu können. Diese 230 Seiten sind möglicherweise ein Schlüssel dazu.


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