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Rezensionen verfasst von
Flotscherich

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Sorceress
Sorceress
Preis: EUR 11,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsene Leistung, 25. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Sorceress (MP3-Download)
Ich bin der Meinung, dass Opeth mit Heritage zum richtigen Zeitpunkt einen Stilwechsel vorgenommen haben. In jeder Phase ihres Schaffens haben sie Ihre Musik wohl nahezu optimiert. Einen zweiten Aufguss oder auch nur eine Melange vergangener Höhepunkte braucht es nicht. Und toppen kann man das Ganze wohl eher auch nicht. Heritage und Pale Comunion haben mir deshalb richtig gut gefallen und stehen meiner Meinung auch älteren Alben qualitaiv in nichts nach.

Das hat sich jetzt leider mit Sorceress geändert. Viele Lieder auf dem Album wirken auf mich erschreckend uninspiriert. Mit Ausnahme von Sorceress und The Wilde Flowers kann mich kein Lied mehr so richtig überzeugen. Zwar gibt es noch mit Chrysalis und Strange Brew zwei akzeptable Lieder, aber auch diese haben einfach Mängel im Songwriting. Gähnend langweilig und vor allem vollkommen ideenlos kommen dagegen die restlichen Stücke daher. Sorceress II, Will O Wisp, A Fleeting Glance und The Seventh Sojourn fehlt jeglicher Spannungsbogen. Hierzu passt dann auch die Entstehungsgeschichte zu dem Album. Noch nie musste Opeth in so kurzer Zeit ein neues Album liefern und produzieren.

Zum Glück sind Opeth noch immer eine Band mit ganz herausragenden Musikern. Das hört man auch auf Sorceress jederzeit. Zudem ist der Titeltrack ein weiteres Lied für die Ewigkeit und es gibt, wie oben ausgeführt, auch noch weitere passable Lieder auf dem Album. Ich bewerte es deshalb mit 3 Sternen. In Zukunft sollte sich Opeth wieder für ein neues Album mehr Zeit nehmen und mich in der Zwischenzeit weiterhin mit ihren grandiosen Konzerten erfreuen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2016 7:48 PM CET


Rapid Foray
Rapid Foray
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut !, 14. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Rapid Foray (MP3-Download)
Rapid Foray ist gegenüber den beiden ersten Veröffntlichungen nach dem Wiedereinstieg eine weitere Steigerung. Das ist endlich mal wieder ein Album, bei dem man wirklich das Gefühl hat, dass Rolf Kasparek sich voll reingehängt und richtig Mühe gegeben hat. Nahezu jeder Song hat etwas Besonderes und viele Details sind sehr schön herausgearbeitet worden. Besonders auf die Gitarrenarbeit wurde viel Wert gelegt. Auch das Songwriting überzeugt endlich wieder durchweg. Einen Filler kann ich nicht erkennen. Besonders angetan hat es mir "Hellectrified", das einerseits wunderbar alte Trademarks aufgreift und andererseits überraschend progressiv ist (was jetzt nicht nur an dem verzerrten Mittelteil liegt).

Trotz des vielen Lobs reicht es nicht für 5 Punkte. Wie auch schon in anderen Rezensionen kritisiert, weist die Produktion weiterhin Mängel auf. Das ist jetzt nicht so gravierend, wie man aufgrund der einen oder anderen Kritik meinen mag; sie fallen aber sofort auf, wenn man den Sound mit dem aktueller Outputs der Szene vergleicht. Da fehlt ein bisschen Transparenz, es klingt weniger organisch und die Drums sind leider weiterhin stumpf und ein wenig lustlos.


Resilient (Ltd.Ed.)
Resilient (Ltd.Ed.)
Preis: EUR 16,74

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja !!!, 5. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilient (Ltd.Ed.) (Audio CD)
Sicherlich ist Resilient besser als Shadowmaker, aber eben auch kein nennenswerter Fortschritt. Wo früher gerade heraus Heavy Metal gespielt wurde, dominieren weiterhin rockige Töne, die wenig mit der brachialen Gewalt und den genialen Harmonien von früher gemeinsam haben. Running Wild konnte früher hervorragend ein Lebensgefühl transportieren, das von Freiheit, Unabhängigkeit und einer erhabenen Ernsthaftigkeit geprägt war. Davon hört man auch auf dem neuen Album leider herzlich wenig. Die Refrains dümpeln oberflächlich dahin, ohne dass die Chöre auch annähernd die Kraft und das Volumen der Vergangenheit haben. Auch die Leads können einfach keine Gänsehaut erzeugen. Rolfs Gesang ist sicherlich okay. Er entfernt sich aber immer mehr von dem aggressiven Shouting von einst. Und die Qualität der Produktion ist weiterhin bestenfalls Mittelmaß.

Rolf ist weiterhin einfach nicht mit Herz und Seele bei der Sache. Nach den Misserfolgen mit Toxic Taste und Giant X dient die schwache Wiederbelebung von RW ausschließlich monetären Zielen. Letzteres wird auch durch die schwache und vor allem billige Produktion sowie der Ansage, dass es keine richtige Tour mehr geben wird, deutlich. Man kann das Teil sich als alter RW-Fan sicherlich anhören, solange man sich damit abgefunden hat, dass RW seit Mitte der Neunziger mausetot ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 7, 2013 11:20 AM MEST


Shadowmaker Ltd.
Shadowmaker Ltd.
Preis: EUR 9,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Streckenweise ordentliches Album, das nicht ganz meine Erwartungen erfüllt, 25. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Als ich das Comeback von RW in den letzten Monaten verfolgt habe, ist mir immer wieder aufgefallen, wieviel Potenzial in der Marke RW steckt, weil es leider nicht ansatzweise ausgeschöpft wurde. RK hätte sich einfach an ein paar Weggefährten vergangener Zeiten wenden können, wie bspw. Maijk Moti, Preacher, Jens Becker oder Jörg Michael und dann mit einer ordentlichen Marketingaktion, wie bspw. ein paar Konzerten, die Wiedergeburt der Band verkünden können, um dann ein neues Album aufzunehmen, das der Tradition der Band alle Ehre macht. Losgelöst von der Bewertung des neuen Albums mochte bei mir deshalb einfach keine richtige Aufbruchstimmung aufkommen.

Als ich Shadowmaker die ersten Male hörte, war ich doch ein Stück weit positiv überrascht. Wohl gerade deshalb, weil ich aufgrund der die Art und Weise des Comebacks keine allzu hohen Erwartungen hatte. Es gibt immer wieder Momente auf dem Album, die mir richtig gut gefallen und die auch, wenn nicht typisch RW zumindest typisch RK sind. Besonders gut gefallen mir Piece Of The Action, Black Shadow, Shadowmaker und Into The Black. Nun müsste ich ich in Anbetracht der letzten Veröffentlichungen von RW eigentlich anfangen zu jubeln, zumal ein Totalausfall auf dem Album auch nicht zu finden ist und die Produktion auch in Ordnung geht. Ich habe aber die Neuveröffentlichunng zum Anlass genommen, meine alten RW-Platten herauszukramen und noch einmal auf den Plattenteller zu legen. Begonnen habe ich mit Blazon Stone, danach habe ich komplett Death Or Glory, Pile Of Skulls und Black Hand Inn gehört, um dann noch einmal Shadwomaker aufzulegen. Dadurch habe ich folgende Erknenntnis erlangt. Shadowmaker bleibt zwar ein ordentliches Album, es kann aber in jeder Hinsicht, sei es nun das Songwriting oder die Produktion, nicht mit den oben zitierten Sterntunden der Band mithalten. Und das meine ich jetzt wohlgemerkt nicht so, weil das neue Album von der Tendenz rockiger und ein wenig langsamer ist, sondern weil ihm einfach ein stückweit die Qualität fehlt.

Als Fazit kann ich festhalten, dass ich den Kauf von Shadowmaker keineswegs bereue. Das Album macht durchaus Spass und hat einige richtig gute Titel. Wenn man das Album nun aber mit anderen Werken von RW vergleicht, kann ich es zwangsweise gar nicht besser als mit 3 Sternen bewerten, da alles andere nicht den alten Scheiben gerecht werden würde. Wenn Black Hand Inn und Death Or Glory nach meiner Einschätzung 5 Sterne verdienen sowie Pile Of Skulls und Blazon Stone 4 Sterne, dann kann Sahdowmaker nicht mehr als mit guten 3 Sternen bewertet werden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2012 11:19 AM MEST


Dark Souls - Limited Edition
Dark Souls - Limited Edition

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome To Hell!, 1. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Souls - Limited Edition (Videospiel)
Ich würde mich eher als Gelegenheitszocker beschreiben. Es kommt zwar jedes Jahr ein bis zwei Mal vor, dass mich ein Spiel begeistert und ich mal ein wenig länger vor der Kiste hänge. Das hielt sich bisher aber alles sehr im Rahmen. Geändert hat sich das jetzt mit dem Kauf von Dark Souls. Dieses verflixte Spiel hat mich voll in seinen Bann gezogen. Jetzt ist es so oft so, dass ich abends eigentlich nur kurz eine Waffe upgraden oder einen bestimmten Gegenstand erwerben möchte (wofür ich eigentlich maximal eine Stunde vorgesehen habe) und es im Handumdrehen Mitternacht ist und ich immer noch vor dem Spiel sitze.

Ich bin immer wieder vollkommen aus dem Häuschen, was das Design und die Architektur des Spiels anbelangt. Wunderbar ist immer wieder, wie verschiedene Ebenen den Spiels absolut stimmig verwoben sind. Gut finde ich auch, dass man zwar schon Freiheiten bei der Erkundung von neuen Gebieten hat, dass der Weg einem aber doch mehr oder weniger vorgegeben wird. In Open-World-Spielen verliere ich irgendwann den Faden. Ebenfalls positiv finde ich die Story. Stundenlanges Blabla wird einem erspart. Dafür gibt es genug Andeutungen, die der eigenen Fantasie aber noch genügend Raum lassen.

Faszinierend ist auch immer wieder der Adrenalinschub, wenn man zum ersten Mal einem Boss gegenüber steht. Teilweise bekommt man es da wirklich mit der Angst zu tun. Die Bosse sind ebenfalls genial designed und wunderbar abwechslungsreich.

Als Fazit kann ich trotz des hohen Schwierigkeitsgrads das Spiel jedem empfehlen. Wirklich lange einlassen muss man sich nicht, damit es einen infiziert. Spätestens, nachdem man den Taurus Demon (2. Boss) niedergerungen hat, gibt es kein Zurück mehr.


Königsklingen: Roman
Königsklingen: Roman
von Joe Abercrombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neben guten Ansätzen existieren auch viele Mängel, 14. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Wie in vielen anderen Rezensionen hervorgehoben, sind eine der Stärken des Zyklus (First Law I-III) die Charaktere. Diese sind im Vergleich zu anderen Werken des Genres erfrischend anderes und im Gegensatz zu diesen legt der Autor auf deren Beschreibung einer seiner Schwerpunkte. Gefallen hat mir auch, dass der Autor durchaus den Versuch unternimmt, seine Figuren vielschichtig zu beschreiben, wodurch die Reihe an Komplexität gewinnt. Verstärkt wird dies durch einen ständigen Perspektivwechsel, der einem immer wieder einen neuen Blickwickel eröffnet und so zu einer gelungenen Reflexion der Charaktere führt.

Durchschnittlich sind die Handlung und deren Plots. So oder so ähnlich hat man das alles schon irgendwo anders gelesen oder gesehen. Bei meiner Bewertung fällt das aber nicht negativ ins Gewicht. Aufgrund der Fülle an Ideen, die bereits auf Papier gebracht wurden, ist es kaum möglich, etwas wiklich neues zu schreiben. Vielmehr geht es darum Ideen so zu verbinden und zu verpacken, dass dadurch das Bild einer orginären Geschichte entsteht. Letzteres gelingt Abercrombie gut. Die Story hat mich gut unterhalten.

Was tatsächlich zur Abwertung des Zyklus führt, ist die mangelhafte Ausdrucksweise des Autors. Stellenweise hatte ich den Eindruck gewonnen, dass nahezu alle Chraktere fast andauernd entweder an ihrem Zahnfleisch oder an ihren Zähnen lutschen. Bis zum Ende ist mir auch nicht ganz klar, was eigentlich Abercrombie damit ausdrücken möchte. Gefühle und Stimmungen der Figuren werden regelmäßig mit denselben Stilmitteln beschrieben, die leider doch eher mittelmäßig sind. Positiv ist dagegen die derbe und direkte Ausdrucksweise, die recht gut zur Handlung passt und der Welt von Abercrombie ein Stückweit eine eigene Seele gibt.

Ein Schwachpunkt liegt des Weiteren in der Entwicklung der Charaktere. Insoweit wirkt sich der ansich positive Ansatz der Fokussierung auf die Chraktere besonders negativ aus, da dadurch deutlich wird, dass im Ergebnis die Charaktere auf der Stelle treten. Besonders die Passagen zum Innenleben von Glokta konnte ich spätestens im dritten Band nicht mehr lesen, weil ich ständig das Gefühl hatte, das alles so oder so ähnlich schon einmal gelesen zu haben. Ähnlich verhält es sich inbesondere auch bei Logan, dessen Mutationen zum "Gleichmacher" einfach nahezu identisch beschrieben werden. Hier hätte der Autor weitere Facetten peu à peu aufzeigen können, wodurch die Entwicklung des Chrakters einfach an Spannung gewonnen hätte.

Im Ergebnis hat Abercrombie mit seinem eigenen, wenn auch nicht immer guten Stil eine besondere Welt geschaffen, dessen Handlung und Charaktere mich unterhalten haben. Dennoch gibt es aufgrund der oben beschriebenen Mängel vor allem gegen Ende der Reihe doch einige Längen, die das Lesevergnügen trüben. Fans des Genres empfehle ich die Reihe. Alle anderen sollten erst einemal probelesen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2013 12:48 PM MEST


The Final Jolly Roger (Deluxe Edition)
The Final Jolly Roger (Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Angekündigtes Comeback ist ein schlechter Witz!, 28. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Grundsätzlich hätte ich gar nichts gegen eine Reunion von RW gehabt, wenn es tatsächlich eine gewesen wäre. Ich habe gerade das Interview in der RH gelesen, aus dem ziemlich deutlich hervorgeht, dass Mastermind RK genau da weiter machen will, wo er aufgehört hat, nämlich mit einem völlig egozentrischen und einseitigen Soloprojekt. Das neue Album wird sich ausschließlich im Mid- und Lowtempobereich bewegen. Das hat dann unter dem Strich wahrscheinlich wenig mit den Glanzzeiten von RW (bis einschließlich Masquerade) zu tun.

Und dabei könnte man aus der Marke RW doch so viel machen. Das Piratenimage ist (auch wenn es so langsam ein wenig angestaubt ist) weiterhin gefragt und RW ist nachwievor diesbezüglich das Original. Also hätte man einfach sich an ein paar Weggefährten vergangener Zeiten wenden können, wie bspw. Maijk Moti, Preacher, Jens Becker oder Jörg Michael und dann mit einer ordentlichen Marketingaktion, wie bspw. ein paar Konzerte, die Wiedergeburt der Band verkünden können. Aktuell heißt es aber, dass keine Liveaktivitäten geplant seien und dass auch keine Tour im klassischen Sinne stattfinden werde.

So bleibt einfach ein fader Beigeschmack und er entsteht nicht wirklich der Eindruck als hätte RK tatsächlich noch einmal Lust sich mit vollem Einsatz und vor allem mit der erforderlichen Leidenschaft dem Projekt zu widmen. Wahrscheinlich geht es somit einfach darum mit ein paar Plattenverkäufen ein wenig Geld zu machen. Einfach nur traurig! Meine ursprünglich positive Rezension zu dem Mitschnitt des "Abschiedskonzerts" habe ich deshalb durch diese Bewertung ersetzt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2012 6:03 PM CET


Das Flüstern der Nacht: Roman (Demon Zyklus, Band 2)
Das Flüstern der Nacht: Roman (Demon Zyklus, Band 2)
von Peter V. Brett
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr unterhaltsam und spannend, aber mit erheblichen Schwächen!, 16. Juni 2011
Ich habe gleich beide Bände der Trilogie in meinem letzten Urlaub gelesen. Nachdem ich mit dem ersten Band fertig war, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Dank ibook konnte ich mir den 2. Band auf mein Iphone heruntergeladen. Dass ich die Einschränkungen, welche die Lektüre auf dem Iphone mit sich bringen, in Kauf genommen habe, zeigt, dass mich die Geschichte voll in ihren Bann gezogen hat. Sie ist stellenweise sehr spannend erzählt und die richtige Unterhaltung für einen Urlaub.

Dieses erste positive Fazit soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch erhebliche Schwächen bestehen. Diese möchte ich kurz erläutern.

1. Die Charaktere sind, obwohl sie natürlich auch interessante Facetten haben, zu stereotyp gezeichnet. Sowohl die Entwicklung von Arlen als auch Leesha ist einfach zu platt und deshalb vorhersehbar. (Achtung Spoiler:) Da ist auf der einen Seite der Junge, der als Kindheitstrauma den Tod seiner Mutter verarbeiten muss und sich in diesem Zuge von seinem Vater emanzipiert. Auf der anderen Seite das Mädchen, dass ihrem Leben trotz sozialer Zwänge einen Sinn geben möchte, der über die Gründung einer Familie und das Gebären von Kindern hinausgeht. Das haben wir alles in verschiedenen Variationen in unterschiedlichen Geschichten schon gehabt. Auch bei Jardir verhält es sich nicht anders, dessen Charakter überwiegend aus Klischees aus Geschichten aus 1000 und 1. Nacht zu bestehen scheint.

Darüber hinaus habe ich bei der Charakterzeichnung auch immer wieder eine gewisse Tiefe vermisst. Bspw. hätte mich interessiert, was in Rojer vorgeht, wenn er sein Instrument spielt. Inwieweit ist bspw. sein Spiel Ausdruck seines Traumas. Auch bei Arlens Entwicklung zum "Tätowierten Mann" hätte man viel mehr in die Tiefe gehen können. Schließlich entledigt er sich bei diesem Prozess vieler seiner menschlichen Züge. In der Regel verliert sich Brett in Andeutungen, was handwerklich einfach schwach ist und eine gewisse Hilflosigkeit des Autors offenbart.

2. Die Idee, dass die Welt von Dämonen heimgesucht wird, finde ich originell und hat mich gefesselt. Leider stellte sich dann im 2. Band eine gewisse Ernüchterung bei mir ein. Zum einen finden zahlreiche Kämpfe statt, die mit der Zeit belanglos und austauschbar werden. Immer wieder habe ich mich ertappt, dass ich die jeweiligen Stellen im Buch nur noch überfliege. Zum anderen habe ich mir einfach mehr von der Dämonisierung der Welt versprochen. Dass Dämonen von Dämonenprinzen befehligt werden und dass tatsächlich eine Armee von Dämonen der Menschheit gegenüber steht, welche diese als Feind betrachtet, ist mir viel zu simpel. Ich hätte mir gewünscht, dass die Dämonen womöglich Ausdruck der menschlichen Ängste und Fehler sind, die in diesen verkörpert wurden. Auch wenn der Ursprung der Dämonen noch nicht feststeht, deutet vieles darauf hin, dass Bretts Ansatz mich nicht befriedigen wird.

Im Ergebnis kann ich die Bücher trotzdem jedem empfehlen. Insbesondere dann, wenn man wie ich im Urlaub ruhig auch mal ein "leichteres" Buch liest, kann man bedenkenlos zugreifen. Im Vergleich zu anderen Werken der Größen des Genres wie Tolkien, Rothfuss oder auch Williams muss Bretts Trilogie aber deutlich Abstriche bei der Bewertung hinnehmen.


The Final Frontier
The Final Frontier
Preis: EUR 12,49

4.0 von 5 Sternen Absolute Überflieger gepaart mit einigen Füllern, 23. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Es hat lange gedauert, bis sich mir das Teil so richtig erschlossen hat. Daran lag einerseits der im Vergleich zum Vorgänger recht rohe Sound und andererseits die wieder mal beachtliche Spiellänge von über 77 Minuten. Im Vergleich zum Vorgänger fehlt mir bei TFF ein wenig die Homogenität. Dafür sind einige Tracks das Brillianteste, das Maiden seit langem herausgebracht haben.

1. The Final Frontier
Sowohl das Intro als auch der Titel "The Final Frontier" an sich sind für sich betrachtet absolute klasse. Besonders "The Final Frontier" gefällt mir sehr gut. Ein geiles Riff gepaart mit Bruces mächtigem Gesang. Leider passen beide Titel nicht unbdingt zusammen, weshalb es wirklich wünschenswert gewesen wäre, wenn man die Titel als solche auch auf der CD aufeteilt hätte.

2. El Dorado
ist sicherlich besser, als ich zunächst dachte. Als ich mir den Titel damals vorab heruntergeladen habe, konnte ich erst einmal gar nichts mit ihm anfangen. Dennoch würde ich den Titel weiterhin eher als überflüssig eintufen, da er einfach nicht richtig zündet.

3. Mother Of Mercy
habe ich wohl die meiste Zeit eingeräumt. Aber auch dieser Titel fällt schlussendlich durch. So genial der Aufbau und auch Bruces Gesang zu Beginn ist, so nervig und unpassend ist dann der Refrain. Schade!

4. Comming Home
Der Titel ist sicherlich okay, auch wenn er mich jetzt nicht völlig umhaut. Dennoch eine schöne Ballade, die vor allem von Bruces Gesang lebt.

5. The Alchemist
Guter eingänginger Titel, dem aber das Besondere und der Höhepunkt fehlt. Er ist aber trotzdem absolut hörenswert und gehört auf dieses Album

6.Isle Of Avolon
Nach The Final Frontier das nächste Highlight des Albums. Ich kann mir den Titel sehr gut live vorstellen. Besonders beim Refrain werden die Massen explodieren.

7. Starblind
Für mich der "Übersong" auf diesem Album. Ein Stück für die Ewigkeit. Geniales Riff, wunderbarer Spannungsbogen, und ein völlig abgefahrenes Solo. Der Titel gehört zum Besten, was Maiden bisher geschaffen haben. Für mich auf einem Level mit Hallowed Be Thy Name, Revelations, Heaven can wait, Infinate Dreams, Fear Of The Dark und Brave New World.

8. Talisman
Ein weiterer guter Titel, der aber zu lang ist. Der Vers zieht sich und der Refrain setzt sich dann vom Übrigen nicht genug ab.

9. The Man Who Would Be King
überzeugt mich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch. Auch wenn nach ca. 4 Minuten ein etwas heftiger Bruch vollzogen wird, ein weiterer guter Titel, der vor allem instrumental überrgagend ist.

10. When The Wild Wind Blows
ist zum Abschluss noch einmal ein absolutes Highlight. Trotz der beachtliche Länge ist der Titel recht kurzweilig. Tolle Soli und Bruces fantastischer Gesang.


Die Königsmörder-Chronik / Der Name des Windes: 1. Tag / Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Die Königsmörder-Chronik / Der Name des Windes: 1. Tag / Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
von Patrick Rothfuss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch hätte nach meinem Lesevergnügen 5 Sterne verdient !, 4. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist lange her, dass mich ein Fantasy-Roman so sehr gefesselt hat. Rothfuss hat mit Kvothe einen wunderbaren Charkter gezeichnet. Der Wunsch diesen immer weiter zu ergründen, hält einen schon beim Lesen bei der Stange. Als Rahmen hat Rothfuss eine Welt entwickelt, die auf viele bekannte Klischees aus dem Genre verzichtet. Obwohl nicht hinter jedem Baum ein Ork oder eine Elfe lauert, schafft es Rothfuss dennoch, eine Welt voller mystischer und unheimlicher Geschöpfe und Ereignisse zu zeichnen. Sprachlich ist das Buch auch sehr gelungen. Hin und wieder ist es zwar doch sehr pathetisch geschrieben; es wirkt aber zu keinem Zeitpunkt billig oder flach.

Der einzige negative Punkt sind stellenweise die Dialoge. Über diesen Kritikpunkt wollte ich eigentlich erst hinwegsehen, weil das Positive eindeutig überwiegt. Gegen Ende des Buchs gibt es längere Dialoge zwischen Kvothe und Denna, die qualitativ leider deutlich abfallen. Die Passage in den Wädern um Terborn hätte Rothfuss deutlich straffer gestalten können. Zu bemängeln ist auch, dass nahezu jeder Einwand mit "Apropos" beginnt. Da die Beziehung zwischen den beiden mich aber voll in ihren Bann gezogen hat, neigte ich dazu, hierüber hinweg zu sehen.

Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und kann dieses Buch jedem empfehlen.


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