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Rezensionen verfasst von
Sabine Feickert "malen-befreit.de"

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Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen: Mit einem Vorwort von Ingrid Riedel
Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen: Mit einem Vorwort von Ingrid Riedel
von Renate Gier
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss für alle, die mit Kindern kreativ arbeiten, 5. August 2015
Dieses Buch von Renate Gier ist in meinen Augen ein absolutes Muss für alle, die mit Kindern kreativ arbeiten möchten. Neben, bzw noch vor Werken von Bettina Egger, Helen Bachmann und Rudolf Seitz sollte es ganz oben auf der Liste der Pflichtlektüre stehen. Gerade wer nicht gar so tief in die Materie einsteigen möchte, sondern eine eher erste, grobe Orientierung sucht, ist hier bestens bedient.

„Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen“ – genau das ist Anliegen und Inhalt dieses Buches. Renate Gier nimmt den Leser mit in den Fahrstuhl der seelischen Entwicklungsstufen, um Verständnis für das zu wecken, was Kinder in ihren Bildern zum Ausdruck bringen. Beim Lesen überkommt mich immer wieder das Gefühl „JA!! Genauso ist es!!“ und beschert mir darüber hinaus so manches Aha-Erlebnis.

Ihre Erklärungen sind einfühlsam und liebevoll; sie zeugen von wirklich intensiver Beschäftigung mit malenden Kindern. Besonders ihre stark differenzierenden Ausführungen zu Farben und deren möglichen Bedeutungen empfinde ich als ausgesprochen anschaulich. Sie zeigt auf, wie vielfältig unsere Assoziationen zu einzelnen Farben sein können, woher diese rühren und wie vielschichtig die Farbgebung in Bildern sein kann. Durch Unterscheidung der Farbzuordnungen zu Natur, Zivilisation und innerem Erleben wird deutlich, wie viele Faktoren die Farbwahl beeinflussen und wie unterschiedlich das sein kann, was Kinder mit einzelnen Farben verbinden.

Doch auch ihre Erklärungen zur Formensprache, Bildaufbau und der Persönlichkeitsentwicklung, die sich darin widerspiegelt, gefallen mir ausgesprochen gut. Sie sind lebensnah und undogmatisch. Beispielbilder und Illustrationen veranschaulichen ihre Erläuterungen.

Renate Gier ergänzt ihre Erkenntnisse durch Übungen für Erwachsene und Anregungen, um Kinder der unterschiedlichen Altersstufen zu fördern. Als besonders liebevoll und wertschätzend empfinde ich ihre Ausführungen zur Schulreife und das Kapitel mit den häufig gestellten Fragen.

Durch das ganze Buch zieht sich eine empathische Grundhaltung sowie das aufrichtige Interesse am Wirken der Kinder. So wird viel Fachwissen auf angenehme Art vermittelt.

Aufgeschlossene Leser können eine gute Grundlage für kreative Beschäftigung mit Kindern daraus ziehen. Nicht nur ErzieherInnen, sondern auch Eltern und ganz besonders Künstler, die mit Kindern arbeiten wollen, sollten dieses Buch unbedingt lesen, es lohnt sich!


Kamfu mir helfen?
Kamfu mir helfen?
von Barbara Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Ich hab mich schlapp gelacht, 23. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Kamfu mir helfen? (Gebundene Ausgabe)
Der unglückliche Elefant mit dem krummen Rüssel macht sich auf die Suche nach kompetenter Hilfe unter anderen Rüsselträgern. Doch weder der Ameisenbär, der Kühlen empfiehlt, noch das Schwein, das einen kräftigen Rülpser vorschlägt und vormacht, schaffen es, den Elefanten zu kurieren. Erst einer Fliege gelingt es, wenn auch nicht ganz so wie vorgesehen, das Malheur aus der Welt zu schaffen – zumindest für den Elefanten.

Hilfe suchen und dabei auch nach Fehlschlägen durchhalten – Hilfe annehmen, das sind die Themen, die hier ganz erfrischend aufbereitet präsentiert werden. Und nicht nur für kleine Kinder, sondern eigentlich noch sehr viel mehr für die Großen, die alles allein auf die Reihe kriegen, zeigt das Büchlein, wie sehr sich Durchhalten beim Hilfesuchen lohnt.


Was hast du denn da gemalt?
Was hast du denn da gemalt?
von Rudolf Seitz
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte jeder, der mit Kindern kreativ arbeitet, gelesen haben, 25. Januar 2015
“Was hast du denn da gemalt?” zeigt grundsätzliche Aspekte im Zeichnen und Malen mit Kindern auf. Warum es so wichtig ist und wie Kinder dabei gefördert werden können, ja, welche Bedeutung Zeichnen und Malen überhaupt für die kindliche Entwicklung hat und warum sie das so tun, wie sie es tun, sind die Themen der ersten beiden Kapitel.

Der “Entwicklung der Bildsprache” widmet er ein weiteres, ausführliches Kapitel. Lebendig und anschaulich erklärt er darin u.a. wie unterschiedlich doch allein schon das Kritzeln sein kann, wie sich daraus und darin Formen entwickeln und was es mit den Namen, die Kinder ihren Kritzeleien geben, auf sich hat. Kopffüßler, Menschenbilder, Vögel mit vier Beinen und merkwürdige Maschinen sind hier weitere Themen.

Die “Stilmittel der Kinderzeichnung” sind beispielsweise die Linien am oberen und unteren Bildrand, das Drehen der Blätter und was es mit geklappten Häusern und ‘Röntgenbildern’ auf sich hat. Anschaulich und auf sehr respekt- wie liebevolle Art erläutert Seitz, wie Kinder ihr Wissen in ihren Bildern verarbeiten, wie raffiniert sie tricksen, um alle wichtigen Informationen unterzubringen.

Ein eigenes Kapitel widmet er dem Thema “Materialien und Gestaltungsmittel” und stellt hier die Grundausstattung sowie erweiterte Möglichkeiten vor. “Von Lob, Kritik und Randgebieten” sowie “Fragen aus dem Alltag” handeln die beiden nächsten Abschnitte. Auch hier zieht sich der respektvolle Umgang mit den Arbeiten der Kinder durch. Gerade für den Umgang mit solchen alltäglichen wie heiklen Themen wie Fehler korrigieren, vorzeichnen, Selbstzweifel oder die Aussage “Ich kann nicht zeichnen!” zeigt Seitz feinfühlig Wege auf. Er streift das “Deuten, Sammeln”, “Begabung und Jugendkunstschulen” sowie weitere “Anregungen und Hilfen”.


Der Anti-Streber
Der Anti-Streber
von Steffen Flügler
  Broschiert
Preis: EUR 7,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Bock auf Schule?, 10. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Anti-Streber (Broschiert)
In seinem zweiten Buch "Der Anti-Streber" beschreibt Steffen Flügler drei Tage im Leben eines Schulversagers.

Als 14jähriger verbringt er seine Zeit statt im Klassensaal auf der Straße, in schlechter Gesellschaft mit Alkohol und Schlägereien. Er klaut und lügt.

Dass dahinter sehr viel mehr steckt als nur "kein Bock auf Schule" wird beim Lesen schnell klar. Einmal in Gang gesetzt, ist die Spirale aus Schule schwänzen, schlechte Noten, Ängste und Ausweichverhalten nicht mehr zu bremsen.

Die Frage "was hätte helfen können?" zieht sich durch das ganze Buch. Dass es keine einfachen Rezepte gibt, zeigt sich immer wieder. Und doch hilft dieses Buch, das Geflecht an Ursachen zu erkennen.

Genau wie die "Treppe in die Dunkelheit" ist "Der Anti-Streber" fesselnd und packend geschrieben. Beim ersten Lesen versinkt man in der Geschichte. Ein zweites Lesen lohnt sich, zumindest für denjenigen, der die Hintergründe, die zu solchem Verhalten führen, verstehen will.


Swissvoice Aeris 214T Quattro DECT Schnurlostelefon mit Anrufbeantworter und drei zusätzlichen Mobilteilen inkl. Ladeschale, schwarz
Swissvoice Aeris 214T Quattro DECT Schnurlostelefon mit Anrufbeantworter und drei zusätzlichen Mobilteilen inkl. Ladeschale, schwarz

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ordentliche Verarbeitung und gutes Preis-Leistungsverhältnis, 9. März 2011
Ein Telefon mit mindestens 3, besser noch 4 Mobilteilen und Anrufbeantworter, das war meine Anforderung. Das Swiss Voice verlockte mit einem ausgesprochen günstigen Preis.
Geliefert wurde, wie gewohnt sehr zügig, ein sehr solides und gut verarbeitetes Produkt mit folgenden Vorteilen:
Die Mobilteile liegen gut in der Hand, die Akkudeckel lassen sich sauber und ohne abbrechende Fingernägel öffnen. Die Bedienung ist einfach und weitgehend intuitiv möglich, die Sprachqualität gut bis sehr gut.
Das Display ist gut lesbar.

Nicht ganz so toll ist die Wiedergabe des Anrufbeantworters - ist schon eine (oder mehrere) alte Nachrichten drauf, so werden diese beim Abhören der neuen Nachrichten mit abgespielt, ohne dass erkennbar ist, dass es sich um alte Nachrichten handelt. Auch auf dem Display blinkt dann die neue Nachrichtenanzahl - es ist ratsam alte Nachrichten diszipliniert nach dem Abhören zu löschen.

Auch die Klingeltöne begeistern mich nicht wirklich, zwar stehen fünf Stück zur Auswahl, doch sie ähneln sich sehr und sind ziemlich einfallslos.

Was ich ein wenig vermisse (da hätte ich die Beschreibung noch genauer lesen sollen) Lauthören und Makeln ist nicht möglich. Beides wird auch nicht versprochen, allerdings hatte ich das eigentlich als Standard in der heutigen Zeit vorausgesetzt.

Nichts desto trotz - telefonieren ist mit dem Swiss Voice gut möglich und für den Preis erfüllt es seinen Zweck mehr als ganz. Wäre der Anrufbeantworter besser zu handhaben, hätte es die fünf Sterne verdient.


Das erotische Talent meines Vaters: Roman
Das erotische Talent meines Vaters: Roman
von Björn Kern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Sohn macht sich Gedanken über seinen alternden Vater, 28. April 2010
Ein Sohn macht sich Gedanken über seinen alternden Vater

So in etwa könnte man das Thema dieses Buches beschreiben.

Wobei - so wirklich alt ist der Vater Jakob des Ich-Erzählers in Björn Kerns Buch "Das erotische Talent meines Vaters" mit Ende sechzig eigentlich noch gar nicht.

Doch in den Augen seines Filius verhält er sich ausgesprochen merkwürdig, rätselhaft und sonderbar. Nach der Trennung von seiner künstlerisch ambitionierten Frau Iris vor zwei Jahren lebt der Vater allein in der Designervilla am Bodensee, hält dort das von ihr verhängte Putzverbot strikt ein und zelebriert seine neue Freiheit.

Besucht, oder auch bedrängt wird er dabei von zwei Frauen - Alma, die Geld dafür erhält, dass sie nichts tut und die aufdringliche alte Freundin der Familie Karen. Jakob fühlt sich von der Damenwelt verfolgt und versucht - erfolglos - diese auszusperren. Immer wieder gesellt sich auch der Dottore Saporito, genannt Dotto, dazu und bekocht die Anwesenden mit "kleinen Schweinereien" und anderen kulinarischen Genüssen.

Die abendlichen Kochorgien mit reichlich Öl verführen den eher biederen und bürgerlichen Sohn zur nächtlichen Missachtung des Putzverbotes und zu allerlei Überlegungen über das Leben seines unkonventionellen Vaters.

Amüsant und augenzwinkernd schildert Kern, wie sich das Verhältnis von Fürsorge und Verantwortung umkehrt und der Sohn sich um seinen unkonventionellen Vater sorgt. Er zielt auf die 68er Generation, die sich auch im beginnenden Alter nicht so verhält, wie "es sich gehört" und ganz andere Wertvorstellungen hat als ihre bürgerlichen Kinder.

Das Buch regt zum Nachdenken an - über die eigenen Wertvorstellungen, über den Rollentausch zwischen Kindern und Eltern und darüber, wie sehr uns die Herkunftsfamilie doch ein Leben lang beschäftigt und prägt.


Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte
Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte
von Steffen Flügler
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alkohol mit zwölf - und was kommt dann?, 27. April 2010
Ein Zwölfjähriger fängt an Alkohol zu trinken und schafft erst 17 Jahre später den Ausstieg aus seiner langen Suchtgeschichte. Mir, selbst Mutter eines zwölfjährigen Sohnes, rutscht das Herz in die Hose, als ich die Kurzbeschreibung dieses Buches sehe.

Wie kommt es soweit?

Diese Frage bewog mich dazu, das Buch von Steffen Flügler zu lesen. Er erzählt darin seine Lebens- und Suchtgeschichte.

Von den Anfängen, als er sich Mut antrinkt, um dem hübschen Mädchen näher zu kommen. Dem Bier gesellt sich schnell Hochprozentiges hinzu, die ersten Joints und die erste Anzeige wegen Ladendiebstahl. Immer wieder gibt es auch kurze Phasen, in denen die Hoffnung aufkeimt, dass er doch noch die Kurve kriegt, doch jedes Mal geht es anschließend noch ein Stück tiefer.

Immer neue Drogen werden ausprobiert, bis hin zu Heroin, das aber immer nur phasenweise ein Rolle spielt und dann wieder wegen Beschaffungsproblemen in den Hintergrund tritt. Der billigere und einfacher verfügbare Alkohol in Kombination mit Tabletten zieht sich jedoch durch die ganze Zeit hindurch.

Beim Lesen kam ich immer wieder an Stellen, an denen ich mir dachte "noch soviel Buch übrig, kann es denn wirklich noch tiefer gehen?"

Es kann!

Schonungslos offen und krass schildert Steffen Flügler seinen körperlichen Verfall und Szenen, in denen er durch Entzugserscheinungen richtig massiv leidet. In einem kalten Entzug schafft er es schließlich, seinen Körper zu entgiften.

Diese autobiografische Ebene ist brutal und drastisch geschildert und wirkt dadurch deutlich abschreckender als beispielsweise "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

Allerdings erklärt das allein nicht meine Faszination.

Auf einer zweiten Erzählebene greift Flügler immer wieder das Bild der Treppe in die Dunkelheit auf und schafft es hier mit wenigen und einfachen Worten aufzuzeigen, was die Sucht mit dem Süchtigen macht. Er personifiziert die Sucht und gibt ihr Worte, die das Unbegreifliche fassbar machen.

Was sind die Gründe dafür, dass jemand immer wieder zu Alkohol und Drogen greift, was verspricht er sich davon?

Oder genauer - was verspricht ihm die Sucht?

Was fehlt dem Süchtigen?

Dabei wird auch ein weiterer Aspekt deutlich - Sucht ist nicht unbedingt an Substanzen gebunden, sie kann auch auf abstraktere Mittel ausweichen, solange die eigentlichen Ursachen, die die Anfälligkeit ausgelöst haben, nicht beseitigt sind.

Mein Fazit: Dieses Buch möchte ich wirklich jedem ans Herz legen, Eltern, Jugendlichen, Lehrern und auf jeden Fall allen, die in irgendeiner Form mit Kindern zu tun haben.


Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen
Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen
von Roland Kopp-Wichmann
  Broschiert

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kannst Du auch anders?, 12. April 2010
Ratgeberbücher im Bereich Psychologie und Lebensberatung gibt es ja nun wie Sand am Meer. Darunter sind hilfreiche, abgehobene, brauchbare, optimistische und hoch komplizierte.
Zur ersten Kategorie möchte ich das neue Buch "Ich kann auch anders" von Roland Kopp-Wichmann zählen und hier ein wenig genauer vorstellen.

"Ich kann auch anders" widmet sich 10 häufigen Psychofallen im Berufsalltag, wie man diese erkennt und auch den Möglichkeiten, sich daraus zu befreien.

Zu Beginn stellt der Autor seine Leitsätze für dieses Buch vor:
Der Fisch ist der Letzte, der das Wasser entdeckt. (Veränderung ist schwierig)
Die Landkarte ist nicht die Landschaft. (Weil wir die Wirklichkeit nicht direkt erkennen können, machen wir uns Landkarten von ihr.)
Das Symptom ist die Lösung. (Unser Verhalten ist nie dumm oder schlecht, sondern immer die beste Wahl aus unseren Möglichkeiten.)
Ich kann auch anders. (Wer ein Problem ändern will, muss erst herausfinden, wie er es erzeugt)

Sehr anschaulich und verständlich stellt Kopp-Wichmann in den nächsten Abschnitten anhand der Leitsätze seine Landkarte vor: Veränderung ist möglich, aber arbeitsintensiv. Wir verhalten uns so wie wir es tun, weil wir es in unserer Kindheit als wirksames Verhalten erlernt haben und unser Autopilot uns reagieren lässt. Dadurch verhalten wir uns manchmal unangemessen und übertragen unbewusste Konflikte in den Berufsalltag.
"Was hinter Ihren beruflichen Problemen steckt" und "Wie Sie sich daran hindern, Probleme zu lösen" sind die beiden Kapitel, in denen der Leser die ersten anschaulichen Hintergrundinformationen über die Landkarte erhält.

"Wie sie sich aus einer Psychofalle befreien können" legt die Reiseroute dar. Mit den vier Werkzeugen der inneren Achtsamkeit, hilfreicher Sätze, Experimente und dem Logbuch wird ein grundsätzlicher Weg aufgezeigt.
Zur inneren Achtsamkeit gibt es auf dem Persönlichkeitsblog einen ausführlichen Artikel mit Podcast-Anleitung, um diesen Zustand zu erreichen.

Für jede Psychofalle gibt es dann zunächst eine Erläuterung des Themas, die den Umfang und die Ausprägung weiter verdeutlichen und Praxisbeispiele zeigen. Die Fragen zum Thema helfen, zu erkennen, wie sehr dieses Thema Dich überhaupt betrifft. Der Abschnitt "Wie sich diese Psychofalle entwickeln kann" leuchtet aus, welche Hintergründe zu diesem Thema geführt haben. Wer mag kann sich noch tiefer mit den Hintergründen auseinander setzen, dafür ist ein Abschnitt "Wenn sie tiefer gehen wollen" da.
Wenn die Hintergründe erläutert sind, folgen die hilfreichen Sätze für das jeweilige Thema, die in der inneren Achtsamkeit ausgesprochen und auf ihre Wirkung beobachtet werden. So kann der Leser genauer eingrenzen, welcher Aspekt eines Themas bei ihm für Schwierigkeiten sorgt.
Wie diese hilfreichen Sätze denn aussehen?
"Mein Leben gehört mir."
"Ich muss nicht dauernd funktionieren."
"Meine Grenzen machen mich spürbar."
"Es ist völlig in Ordnung, ab und zu Nein zu sagen."
Es sind ein paar willkürlich ausgewählte Beispiele zu unterschiedlichen Themen.
Natürlich musste ich unbedingt ausprobieren, ob das funktionieren kann. Und obwohl ich sicher noch nicht sehr geübt darin bin, in den Zustand der inneren Achtsamkeit zu gelangen, konnte ich doch feststellen, dass einige Sätze eine ganz andere Wirkung erzielen als andere. Während manche Sätze zu einem Thema fast keine Wirkung zeigten, führten bei mir andere zu einem Gefühl der Beklemmung rund um den Solarplexus. Bei anderen wurden meine Füße eiskalt. Und manche ließen mich ganz leicht und entspannt werden.
Ob sich eine solche Wirkung nur mit Hilfe des Buches auch bei Personen erzielen lässt, die noch gar keine Erfahrung mit Prozessen der Persönlichkeitsentwicklung haben, kann ich nicht einschätzen, vielleicht traut sich ja der eine oder die andere Leser/in dran und berichtet dann hier in den Kommentaren davon.
Zur Bewusstmachung von Themen ist das Buch aus meiner Sicht auf jeden Fall hilfreich.

Im nächsten Schritt bietet Kopp-Wichmann zu jedem Thema eine Reihe von Experimenten an, mit denen neues Verhalten ausprobiert und eingeübt werden kann. Sollte Dir demnächst in der Fußgängerzone jemand mit erhobenen Armen entgegen kommen, so muss derjenige nicht unbedingt von einem unsichtbaren Verfolger mit Waffe begleitet werden, sondern kann auch ein experimentierfreudiger "Ich kann auch anders"-Leser sein. Auch der notorisch unpünktliche Kollege, der plötzlich zu jedem Meeting auf die Sekunde pünktlich erscheint, könnte dieses Buch auf seinem Nachttisch liegen haben. Falls ich Dich mit diesen Beispielen jetzt verschreckt haben sollte - keine Angst, der überwiegende Teil der Experimente ist auch durchführbar, ohne offensichtlich befremdliches Verhalten an den Tag zu legen. Das wären dann beispielsweise "Hören Sie einen Tag auf zu jammern", "Riskieren Sie pro Tag einen Konflikt" oder auch "Tun Sie mehr Dinge, die Sie gerne tun".
Wer Geschmack daran gefunden hat, erhält in den Abschnitten "Was Sie noch tun können" eine ganze Reihe weiterer Anregungen zu seinem Thema.

Welche Themen das überhaupt sind?
Auf dem Blog zum Buch ist, unter anderem, eine kurze Auflistung und Erläuterung der 10 häufigsten Psychofallen, die in diesem Buch behandelt werden.

Im Abschlusskapitel wird nochmal aufgezeigt, wie die Möglichkeiten, die "Ich kann auch anders" aufzeigt, in die Praxis umgesetzt werden können. Dazu empfiehlt es sich, das bereits in den Werkzeugen erwähnte Logbuch, ein leeres Notizbuch, anzuschaffen und begleitend zu verwenden. Denn wirklich wertvoll ist Kopp-Wichmanns Buch nur dann, wenn es als Arbeitsbuch begriffen und verwendet wird und tatsächlich zu eigener Aktivität führt.

Lesen allein genügt nicht.

"Ich kann auch anders" liefert die Landkarte und die Reiseroute - auf den spannenden Weg zu Deiner Persönlichkeit und mehr Zufriedenheit und Erfolg im Beruf musst Du Dich selbst machen!


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