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Rezensionen verfasst von
Gromek

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Line 6 Pocket POD Gitarrenprozessor
Line 6 Pocket POD Gitarrenprozessor
Wird angeboten von Musik Produktiv GmbH
Preis: EUR 95,00

3.0 von 5 Sternen Durchwachsen..., 31. Juli 2016
Ich habe den Pocket Pod inzwischen seit mehreren Jahren und stelle fest, dass ich ihn nicht so häufig und gern benutze, wie ich es vor dem Kauf gehofft hatte.

Die Idee war, das Ding insbesondere abends, wenn laute Geräusche im Haus nicht so angebracht sind, mit dem Kopfhörer noch etwas zum Üben benutzen zu können. In dieser Idee steckt schon die Schwierigkeit: nämlich der Sound des Dings über den Kopfhörerausgang. Der ist nämlich meiner Ansicht nach sehr bescheiden. Es klingt – mit verschiedenen Kopfhörern ausprobiert! – fade, drucklos und irgendwie steril, mehr ein dröger, seelenloser HiFi-Sound als ein lebendiger, warmer Gitarren-Amp-Sound, so dass das Spiel einfach keinen richtigen Spaß macht.

Das gilt m.E. im Grunde für alle Sounds – egal, ob clean oder verzerrt. Ich hatte zuvor einmal über ein M-Audio-Interface und Kopfhörer gespielt und fand die dort gehörten Sounds eigentlich recht natürlich, so dass man das Gefühl haben konnte, ähnlich wie beim "normalen" Spielen (d.h. über ein mehr oder weniger lauten Amp mit akzeptablem Grundklang) mit der Gitarre dynamisch "interagieren" zu können. Dieser Eindruck fehlt mir beim Pocket Pod über Kopfhörer leider völlig.

Man kann sich natürlich mit einem der verzerrten Sounds so zudröhnen, so dass man das dann bald nicht mehr wirklich merkt, aber kann ja nicht der Sinn der Sache sein...

Wesentlich besser ist allerdings der Klangeindruck, wenn man über den "AMP"-Ausgang in einen kleinen Verstärker geht und dann mit ggf. geringer Lautstärke spielt, so dass ich nur vermuten kann, dass die Simulation einer wie auch immer gearteten Raumakustik am Kopfhörerausgang einfach nicht zufriedenstellen gelöst ist. Zum relativ leisen (oder auch lauteren) Üben mit einer Menge vorgehaltener Sounds über einen kleinen Übungsamp ist das Ding also wieder nicht schlecht. Man könnte also ggf. tatsächlich das Pedalboard doch im Übungsraum lassen und sich daheim mit dem Pocket Pod begnügen. Ob es mit einer HiFi-Anlage ähnlich gut klappt, habe ich nicht probiert – möglicherweise ist das aber wegen des im Vergleich zum Gitarren-Amp anderen, umfangreicheren und neutraleren Frequenzgangs auch nicht ganz das Wahre.

Ansonsten ist die Bedienung mit den mehrfach belegten Tasten und Potis schon etwas "fisselig". Wenn man nicht dauernd etwas neu regelt, aber erträglich. Etwas "unbehaglich" und sich wirklich "billig" anfühlend ist allerdings der Vierwege-"Naviagtionstaster" für die verschiedenen Sounds bzw. Soundbänke. Daran wie an einem billigen China-Spielzeug herumzufummeln zu müssen macht einfach keinen Spaß! Trotz relativ spärlicher Nutzung hatte ich außerdem bereits ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Taster, als er auf einmal nicht mehr auf Links-Rechts-Klicks reagierte und man daher nicht mehr in die eigentliche Presets-Einstellung kam (wodurch der Pocket Pod de facto komplett unbrauchbar wurde).

Ich war kurz davor, das Ding vollends abzuschreiben, habe dann aber doch das Gehäuse geöffnet, was nach Entfernen von 4 Schrauben und den 4 Potiknöpfen überraschend gut ging. Es kamen einem dann auch noch nicht einmal lauter lose Teile entgegen, die man nachher wieder mühsam einsortieren müsste... Jedenfalls hatte sich wohl so ein kleiner Plastikring mit 4 "Mininoppen" gelöst, über den der Fingerdruck von oben auf die eigentlichen 4 separaten Minitaster auf der Platine weiter gegeben wird, so dass dass die Noppen diese womöglich nicht mehr richtig erwischten. Nach dem Fixieren des Plastikrings in der richtigen Position mit etwas Sekundenkleber funktionierte es tatsächlich wieder!

Schließlich und endlich ist der Pocket Pod sehr leicht: stellt man ihn etwa so hin (etwa, wenn man ihn mit Kopfhörer benutzen will), so dass das eingesteckte Gitarrenkabel über eine Tischkante o.ä. nach unten zieht, zieht es den PP mit oder kippt ihn zumindest nach hinten. Das ist nicht schön. Er hat auch keine Gummifüße o.ä., die ein Rutschen auf glatten Oberflächen verhindern – wenn man ihn nicht nur auf den Boden stellen will, lohnt es sich auf jeden Fall, etwas in der Art (z.B. selbstklebende kleine Schranktürenpuffer) unter die glücklicherweise planen Füßchen zu kleben.

Zum Batterieverbrauch kann ich nichts sagen, da ich ihn nur mit einem 9V-Netzteil betrieben habe. Gleichermaßen kann ich nichts Wesentliches zur Nutzung der PC-/Mac-Software sagen, weil ich es damit nie ernsthaft probiert habe.

Fazit also: Leider unbefriedigend bei Kopfhörernutzung, aber einigermaßen OK bei Anschluss an einen (Übungs-)Amp.


Existenz: Roman
Existenz: Roman
von David Brin
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1.0 von 5 Sternen Leider Enttäuschend, 14. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Existenz: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber nach 600 Seiten dann doch das Handtuch geworfen, weil ich zur Überzeugung gekommen bin, dass schlicht nichts mehr zu erwarten gewesen wäre, das den inzwischen über (zu) viele Stunden mit dem Buch gewonnenen Eindruck noch hätte zum Guten wenden können...

Dieser Eindruck ist: David Brin hat sich hier eindeutig verhoben. Es gelingt ihm einfach nicht, seine teils nicht unbedingt uninteressanten Spekulationen und seinen Fundus an naturwissenschaftkichem Wissen vor dem Hintergrund seiner Kenntnis der SF-Historie auf den literarischen Punkt zu bringen. "Existenz" ist leider mehr langatmiges Breittreten einiger Ideen in zu einem gewissen Teil geradezu trivial-"pulpiger" Stilistik als irgend etwas, das ernsthaften literarischen Ansprüchen genügt. Schablonenhafte Figuren werden durch fragwürdige Parallelplots getrieben, deren Notwendigkeit im Rahmen des Ganzen nicht ersichtlich ist, in denen sie keinerlei glaubwürdige Entwicklung erfahren und last but not least den Leser nie wirklich als Persönlichkeit berühren. Ein bisschen so, als würde man von uninspirierten Puppenspielern geführten Marionetten zuzusehen. Für meine Begriffe ist dies einfach ein schlecht geschriebenes Buch, das die durchaus ja auch Bereich der SF gegebenen Möglichkeiten und Maßstäbe von Literatur nicht ereicht.

Wenn man weiß, wie meisterhaft etwa seinerzeit John Brunner mit fast schon kaleidoskopartigen erzählerischen Parallelstrukturen zu arbeiten wusste ("Stand on Zanzibar", "Der Schockwellenreiter" u.a.), wie fesselnd "harte", naturwissenschaftlich orientierte SF, etwa wie die von Hal Clement sein kann und wie emotional berührend vom Autor wirklich "zum Leben erweckte" Charaktere, ob nun menschlich oder "außerirdisch", sein können (etwa bei Iain M. Banks, Ursula K. LeGuin oder aktuell bei Ann Leckie), ist diese Buch eine herbe Enttäuschung.

Leider habe ich beim Lesen zu sehr darauf gehofft, dass sich vielleicht doch noch etwas tun würde, was meiner kontinuierlich wachsenden Unzufriedenheit mit " Existenz" etwas entgegen setzen würde. Irgend ein genialer erzählerischer Kniff, der das Vorangegangene und immer mehr Überwindung (zum Weiterlesen) Kostende in einem neuen, lohnenden Licht erscheinen lassen könnte... Nur passiert dies eben nicht und so muss ich mir nun nach etwa zwei Dritteln bis drei Vierteln des Buches eingestehen, dass ich die Zeit lieber hätte anders nutzen sollen... Schade!


Macally G-S350SU3B2, FW800/USB3/eSATA Gehäuse f. 3,5' SATA HDD
Macally G-S350SU3B2, FW800/USB3/eSATA Gehäuse f. 3,5' SATA HDD

5.0 von 5 Sternen Nicht ganz billig, aber..., 2. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Macally-Gehäuse ist (zuzüglich der notwendigen Festplatte) tatsächlich nicht ganz billig, wenn man einmal die Preise von „fertigen“ externen Festplatten dagegen hält, aber es ist gegenwärtig eines der wenigen, die noch mit Firewire-Controller/-Anschluss zu haben sind und man diese Anschlussart (z.B. wegen der Möglichkeit einer Reihenschaltung mit anderen FW-Platten) nicht missen möchte.

Andererseits ist man natürlich flexibel, da außerdem noch USB und eSATA mit an Bord sind und man später bei Bedarf die eigentliche Festplatte, welche man zunächst eingebaut hat, archivieren und leicht gegen eine neue/größere austauschen kann. Der Einbau der Platte geht schnell und sollte auch Laien keine Probleme bereiten. Alles Notwendige (auch alle Kabel) ist dabei – man braucht nur den passenden Kreuzschlitz-Schraubendreher.

Alles funktioniert soweit einwandfrei (bei mir mit einer 2TB Toshiba Platte am Mac) – normaler Gebrauch als externe Platte, Time Machine Backups auf eine Partition, Ruhezustand und Aufwecken aus demselben sind so wie sie sein sollten. Es fehlt die Möglichkeit, die Platte über den Rechner selbst "slavemäßig" richtig ein- und ausschalten zu lassen (wie das z.B. meine alten LaCie Quadra-Platten mit einer Mittelstellung des Ein-/Aus-Schalters zuließen), da der Schalter nur ein normaler Ein/Aus-Schalter ist, der somit immer manuell betätig werden will. Ist aber kein wirkliches Problem, da man die externe Platte vielleicht gar nicht unbedingt IMMER mit dem Rechner einschalten möchte.

Wenngleich das Alu-Material des Gehäuses dünner scheint als das von den bekannten LaCie-Quadras, die ich bisher hatte und außerdem auch nicht die dort ins Gehäuse eingearbeiteten Kühlrippen hat, scheint die Wärmeabfuhr – es ist ja kein Lüfter vorhanden – bestens zu funktionieren. Das Gehäuse fühlt sich im Gebrauch keineswegs heiß, sondern bestenfalls etwas warm an. Das mag sich je nach eingebauter Festplatte aber unter Umständen anders darstellen. Bei meiner eingebauten Toshiba 2TB mit 5400 U/min ist das, ebenso die Geräuschentwicklung bzw. Übertragung auf das Gehäuse, jedenfalls kein Problem.

Das Netzgerät bleibt bei ausgeschalteter Platte übrigens völlig kalt, so dass hier vermutlich kaum Verschleiß und Stromverbrauch im Standby entsteht.


Surplus Airborne Herren Cargo Hose, beige, L
Surplus Airborne Herren Cargo Hose, beige, L
Wird angeboten von urbandreamz
Preis: EUR 39,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angenehme Hose – Größenbestimmung etwas schwierig, 18. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte glücklicherweise schon vor längerem einmal die gleiche Hose aus anderer Bezugsquelle und konnte daher die mir von daher bekannte Größe wählen, so dass die Hose dann auch wie erwartet passte. Ohne diesen Vergleich ist es auch mit der Maßtabelle nicht ganz einfach, auf Anhieb die richtige Größe zu wählen.
Ich habe sonst wegen meiner Körpergröße meist XL, diese Hose passt jedoch in L richtig (vorausgesetzt die Hosenbeine laufen nicht in der Länge noch ein – kürzer als bei der neuen, noch ungewaschenen Hose dürfen sie für mich nämlich nicht sein). Bei Größe XL wäre sie mit einiger Sicherheit am Bund und ingesamt zu weit gesesen.

Der Stoff ist relativ leicht und auch im Sommer entsprechend angenehm zu tragen – Kehrseite ist, dass es bei häufigem Tragen (und möglicherweise vorwiegend sitzender Tätigkeit) früher oder später an ebendieser dünne Stellen geben wird, die dann letztendlich reißen. Das war beim Vorgänger der Fall und auch bei der davor (andere Farbe und auch recht lange her; dort allerdings vorn oberhalb des Knies).

Wenn man Preis und Leistung aber einmal über die Nutzungszeit rechnet (und man kann es ja auch meist noch einmal wenigstens reparieren), ist es für mich trotzdem in Ordnung und ich würde die Hose wohl auch noch ein weiteres Mal kaufen.


Time for Change: Wie ich meiner Tochter die Wirtschaft erkläre
Time for Change: Wie ich meiner Tochter die Wirtschaft erkläre
von Yanis Varoufakis
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch über Werte und (deren) Preise, 15. Oktober 2015
Varoufakis bringt seine Darstellung der ökonomischen Zusammenhänge gut lesbar und schlüssig auf den Punkt. Dabei stellt er insbesondere den "Lebenswert" eines Gute dessen Tauschwert gegenüber und stellt die entscheidende Frage nach den Prioritäten unter aufgeklärt humanistischer Perspektive. Kein Wunder, dass ein solcher, stets die individuelle Menschenwürde und generelle menschliche Lebensqualität in den Mittelpunkt stellender Ansatz bei den Brüsseler Technokraten auf Unverständnis treffen musste. Dabei würde man sich wünschen, dass genau diese Kernaspekte Grundlage einer letztlich menschenwürdigen Politik sein sollten und nicht die heute leider kaum noch hinterfragte Verabsolutierung abstrakter, kalter Tauschwerte.

Ein wichtiges und richtiges Buch, dem man - gerade weil es bei aller Komplexität wirtschaftlicher Sachverhalte sehr verständlich geschrieben ist - weitere Verbreitung wünschen möchte.

Zur Vertiefung kann man sich dann beispielsweise immer noch David Graebers "Schulden - die ersten 5000 Jahre" und andere, mehr ins fachwissenschaftliche Detail gehende Werke vornehmen. Zunächst jedoch Hut ab gegenüber Herrn Varoufakis für diese gelungene und stets Farbe bekennende Einführung in die so überaus wichtige Thematik!


Big Love
Big Love
Preis: EUR 5,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ach Mick..., 15. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Big Love (Audio CD)
Bekanntermaßen soll man ja Bücher nicht nach dem Cover beurteilen – bei diesem Album liegt man allerdings leider nicht daneben, wenn man sich vom äußeren Eindruck leiten läßt. Genauso oberflächlich und ohne erkennbaren Qualitätsanspruch wie dieses Cover daher kommt, ist tatsächlich auch die enthaltene Musik.

Bedauerlicherweise haben alle Rezensenten, die hier zwei oder einen Stern (was beinahe noch zu viel ist) vergeben haben, recht. Ich muss daher inhaltlich auch keine weiteren Details mehr hinzu fügen: es ist bereits alles gesagt. Schade, dass Mick Hucknall der Versuchung nicht widerstehen konnte und auf diese Weise mit Belanglosigkeiten seine speziell mit den frühen Alben erworbenenen Verdienste als Sänger und Bandleader beschädigen musste. Eigentlich sollte er es besser wissen...


Puma Puma 48 Mid Winter Unisex-Erwachsene Hohe Sneakers
Puma Puma 48 Mid Winter Unisex-Erwachsene Hohe Sneakers
Preis: EUR 51,00 - EUR 69,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich ein schöner Schuh…, 17. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
…mit guter Optik, anscheinend guter Verarbeitung und kuschelige Fußwärme versprechender Fütterung, ABER leider sehr bzw. zu eng geschnitten! Ich habe schon vorsichtshalber am oberen Ende meines persönlichen Größenbereichs bestellt und hatte dementsprechend auch in der Länge etwas mehr Luft als es eigentlich optimal gewesen wäre. Aber selbst nach reichlichem Lockern der Schnürung war der Schuh dennoch insgesamt immer noch deutlich zu eng für meine - wie ich finde - gar nicht mal übermäßig breiten Füße.

In einer anderen Rezension wurde es bereits ähnlich gesagt und ich frage mich nach dieser Erfahrung ebenfalls, ob "Unisex"-Größen bei Schuhen wirklich sinnvoll sind. Tendenziell haben Männer vermutlich doch breitere Füße – allerdings fragt man sich, ob man bei Puma nicht sinnvollerweise auch annehmen könnte, dass ab einer bestimmten Schuhgröße vorwiegend Männerfüße darin Platz finden wollen – d.h. die Schuhe könnten z.B. ab 45 oder 46 etwas breiter geschnitten sein als dies bei kleineren Größen der Fall ist. Wäre ja mal eine Idee…


Die Überlebende: Ein Fall für Simran Singh - Roman
Die Überlebende: Ein Fall für Simran Singh - Roman
von Kishwar Desai
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Zwiespältiger Eindruck, 10. August 2015
Angesichts der vielen (bzw. bisher nur) Vier- und Fünf-Sterne-Bewertungen, muss ich zunächst sagen, dass ich diese voll und ganz verstehe, wenn man dem Inhalt des Buches die Priorität geben möchte. Vielleicht muss man es sogar angesichts der Ungeheuerlichkeiten die hier beschrieben werden und die - im Gegensatz zu den meisten westlichen Serienkillerthemen, welche anscheinend unausrottbar die Krimiwelt bevölkern - leider nicht ausgedacht, sondern erschreckenderweise sehr real sind. Die anderen Rezensenten haben hierzu einiges ausgeführt und es ist sicher nicht notwendig dies hier zu wiederholen.

Meine Kritik, welche mich letztenendes dann doch nur drei Sterne vergeben lässt, bezieht sich dann auch auf die literarische Qualität des Buches und diese wird meines Erachtens der allein durch den Inhalt vermittelten Wucht und Erschütterung nicht gerecht. Viele Personen spielen zwar ihre Rolle im Geschehen, bleiben aber letztenendes blass und stellen eher Abziehbilder für ihre Funktion in der Story dar, als dass sie wirklich lebendig und als Person überzeugend glaubhaft würden. Gleiches gilt tendenziell auch für die Ausgestaltung der Szenen, die ich oft als summarisch und etas oberflächlich empfunden habe. Es fehlten mir auch hier vielfach die kleinen Beobachtungen, die beschriebene Orte und Situationen dem Leser wirklich lebendig werden lassen. Hier zeigt es sich für mein Empfinden, dass Kishwar Desai nicht das literarische Kaliber anderer indischer Autoren oder Autorinnen wie Arundhati Roy, Vikram Chandra, Rohinton Mistry oder auch Aravind Adiga zu haben scheint. Stilistisch wirkt das Buch auf mich leider an mehr als nur einer Stelle so, als habe die Konzentration auf das WAS, den in jeder Beziehung erschütternden - da ja direkt der Realität entnommen - Inhalt, die literarische Ebene, d.h. also WIE etwas beschrieben wird, in den Hintergrund gedrängt.

Wenn ein Buch durch eine gute, die Inhalte entsprechend wiedergebende Reportage ersetzt werden könnte, ohne dass man andere Bestandteile des Buches dabei wirklich vermissen würde, wie es mir hier der Fall zu sein scheint, gibt das schon zu denken. Vielleicht ist es so, wie es ja oft auch anderswo der Fall ist: wichtig und gut gemeint ist eben nicht dasselbe wie insgesamt gut gemacht.


Into the Sun
Into the Sun
Preis: EUR 13,97

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber…, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Into the Sun (Audio CD)
…das Album erreicht nicht die Klasse seiner Vorgänger wie "A Day in Nashville" (2014) oder besonders "Bringing It Back Home" von 2013. Es erreicht bei weitem nicht die - bei aller dennoch gebotenen Vielfalt - insgesamt erreichte künstlerische Homogenität des letztgenannte Albums. Ich habe hier eher den Eindruck einer ein bisschen lieblos gesammelten Kollektion von Einzelstücken, die sich nicht wirklich zur einem überzeugenden Gesamtbild fügen wollen. Der Einsatz diverser Gastmusiker und -sängerinnen sind dafür möglicherweise symptomatisch (ohne dass diese dabei etwa schlechte Leistungen abliefern würden - insbesondere die leider nicht sehr umfänglichen, aber dafür umso überzeugenderen GItarrentöne von Sonny Landreth auf "So Long 4 U" belegen dies.).
Und natürlich ist auch Robben Fords eigenes Gitarrenspiel über jeden Zweifel erhaben (hat man ihn überhaupt jemals wirklich schlecht spielen gehört?). Wer nicht zwingend "dreckiges" Bluesspiel braucht oder erwartet, sondern Freude an "geschmackvoll-raffiniert-sparsam-aber-stets-passendem" Gitarrenbeiträgen hat, kommt hier auch nicht wirklich zu kurz. Oder vielleicht doch, weil man als Ausgleich zu der alles in allem eher bescheidenen Stücke-Auswahl gern ein bisschen mehr davon hätte…
Immerhin ist Robben Ford gitarristisch stets er selbst und durch sein Spiel gut identifizierbar. Und zwar ohne dass er es nötig hätte, ständig die gleichen Singaturelicks zu reproduzieren oder das Spiel anderer Größen zu zitieren oder gar zu kopieren. Und das ist mehr als man - auch von durchaus namhaften - Instrumenten-Kollegen behaupten kann.

Ob Robben Ford vielleicht doch nicht JEDES Jahr ein neues Album präsentieren sollte, sondern lieber so lange warten sollte, bis die Auswahl der Stücke für ein solches WIRKLICH stimmt und es eine runde Sache werden kann?


Der 50 / 50-Killer: Thriller
Der 50 / 50-Killer: Thriller
von Steve Mosby
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1.0 von 5 Sternen Mosby zum letzten…, 13. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Der 50 / 50-Killer: Thriller (Taschenbuch)
Nachdem ich mich - letztlich enttäuscht - schon durch Mosbys "Tote Stimmen" und "Spur ins Dunkel" gekämpft habe, wollte ich dem Autor noch EINE Chance geben, mich durch dieses insgesamt von den übrigen Lesern besser bewertetes Buch doch noch zu überzeugen, dass er mehr kann, als eindimensionale Figuren ohne jede persönliche Tiefe durch eine überkonstruierte Handlung zu scheuchen bzw. treiben zu lassen. Leider kann er es nicht…

Die Figuren bleiben flach, haben keine wirkliche Persönlichkeit und ihre Interaktionen beschränken sich auf das, was für ihre Statistenrolle im Rahmen eines irgendwie "obsessiv" vorgebrachten und "hinkonstruierten" Plots unverzichtbar ist. Wieder einmal kann Mosby nicht halten, was er auf den ersten Seiten zu versprechen scheint.

Ich habe persönlich den Eindruck, dass Mosby auf einer persönlichen Ebene (der seiner Figuren) einfach nicht wirklich im eigentlichen Sinne erzählen kann. Er kann offensichtlich Plots ersinnen, die ein gewisses Potenzial haben könnten, hängt sich dann aber selbst in diesen Plots als solchen auf und verliert dabei leider die Erzählebene völlig aus dem Blick, auf der seine Figuren "real" und "ganz" werden könnten. Sie tragen nicht den Plot voran, weil sie - quasi ganzheitlich - "sind" wie sie beschrieben werden, sondern sie sind lediglich Marionetten eines abstrakten Plots, der ihnen nicht mehr Leben zubilligt als gerade eben nötig ist, um ihn zum ausgedachten(!) Ende zu führen.

Schade, aber damit ist dieser Autor für mich zukünftig abgehakt - drei Versuche sollten reichen.


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