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olschewski-bi

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Entenblues: Kriminalroman (Erwin Düsedieker, Band 2)
Entenblues: Kriminalroman (Erwin Düsedieker, Band 2)
von Thomas Krüger
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen ERWIN DER DORF(TROTTEL)POLIZIST IST WIEDER DA - UND DAS NOCH BESSER, ALS IM 1. TEIL, 17. Januar 2016
Mit ENTENBLUES schreibt Thomas Krüger die amüsante Geschichte um das ostwestfälische Fantasie-Bramschebeck und seiner Einwohner, allen voran Erwin, dem Sohn des verstorbenen Dorfpolizisten und seiner Laufente Lothar, fort.

DIE STORY:

Erwins Fürsorge für Lothar kennt keine Grenzen und keine Rücksicht auf seine eigenen Bedürfnisse. Als sich Erwin aufdrängt, dass sich Lothar einsam fühlt, handelt Erwin umgehend und sorgt dafür, dass sein Laufentenerpel eine Begleiterin namens Lisbeth bekommt, worauf sofort tiefe Liebe zwischen den beiden entflammt. Nach der aufregenden Enttarnung alter Nazis, die im Untergrund versucht haben, wieder an die Macht zu kommen (Erwin, Mord & Ente: Kriminalroman - (Erwin Düsedieker, Band 1)) hat Erwin beschlossen wegen der Verstrickung seines verstorbenen Vaters in die Ereignisse, künftig die Polizeimütze seines Vaters – eigentlich Erwins Markenzeichen – nicht mehr zu tragen. Dieser Umstand und die aufgebauschte Berichterstattung in den örtlichen Medien, haben den Argwohn der Einwohner Bramschebecks gegenüber Erwin geweckt, weshalb - nachdem bekannt wird, dass ein Teil der Beute der Untergrundnazis nicht aufgefunden werden konnte - der leise Verdacht auf Erwin fällt. Wenig später entdecken Erwin und sein Kumpel Arno einen toten Mann in Erwins Gartenteich und Arno verdächtigt Erwin sofort des Mordes. Auch die Polizei scheint Erwin als Mordverdächtigen auserkoren zu haben. Dann findet Erwin im Keller seines Hauses eine Plastiktüte mit Geldbündeln. Sollte die Polizei dies bei einer Hausdurchsuchung bei ihm finden, wäre es wahrscheinlich schlecht um Erwin bestellt. All diese Umstände führen dazu, dass Erwin sich gezwungen sieht, nun doch wieder die Polizeimütze aufzusetzen und zu „ermitteln“. Und dann überschlagen sich die Ereignisse: auf Erwins Grundstück gibt es einen weiteren Toten, Erwin wird plötzlich von einem Unbekannten erpresst und Lothar und Lisbeth werden dem Bramschebecker Veterinär zugeführt und sollen eingeschläfert werden. Jetzt muss Erwin alles geben, um seine geliebten gefiederten Zweibeiner noch zu retten…

FAZIT:

Thomas Krüger ist im Anschluss an Erwin, Mord & Ente: Kriminalroman - (Erwin Düsedieker, Band 1) wieder ein großartiger Wurf gelungen. Die Fabulier -und Formulierkunst des Autors sorgt für höchst amüsante und spannungsvolle Lektüre, die einfach nur Spaß macht.

Dies beginnt schon mit den Rahmenbedingungen. Der Autor, selbst ostwestfälischen Ursprungs, siedelt seine Geschichten zwar in einer Fantasieumgebung an, bei der aber sofort klar wird, dass das ländliche Ostwestfalen gemeint ist. Bereits die Namensgebung der Protagonisten und der Ortschaften drängen (absichtlich) entsprechende Assoziationen beim Leser auf und ziehen häufig auch ein Schmunzeln nach sich. Ein Highlight ist dann die von Thomas Krüger hervorragend phonetisch umgesetzte typisch Ländlich-Ostwestfälische Mundart in den Dialogen. Diese wirken teilweise loriotesk und werden von dem Autor wunderbar als Stilmittel zur feineren Charakterisierung der einzelnen Protagonisten eingesetzt.

Der Auftakt – ein heftiger „Laufentenflirt“ im Prolog – ist bereits köstlich bildgebend formuliert und bereitet Vorfreude auf das dann folgende. Thomas Krüger hat ein großes Talent, Dinge amüsant und mit humorvollen Assoziationen zu beschreiben, wobei es ihm hervorragend gelingt, die ostwestfälische Mentalität und Mundart mit einer durchweg spannenden Geschichte zu verknüpfen. Nebenthema des sehr kurzweiligen Romanes ist auch die Liebe. Sie begegnet dem Leser sowohl zwischen Menschen als auch unter Tieren. Und mit Erwins Entdeckung zum Schluss, dass Lisbeth ein Ei ausbrütet, schlägt der Autor quasi schon die 1. Seite für den nächsten Krimi um den ostwestfälischen „Anti-Helden“ und dessen Federvieh auf… Zurückbleibt ein Leser voller Vorfreude auf eine Fortsetzung dieser amüsanten Geschichte um den liebenswerten "Dorftrottel“.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Lektüre nicht nur für Krimifans jenseits der sowohl eingefahrenen klassischen als auch der zurzeit im Trend liegenden regionalen Krimi-Pfade.
Also viel Spaß beimm Nachlesen!


Zappas letzter Hit (Krimi bei Pendragon)
Zappas letzter Hit (Krimi bei Pendragon)
von Frank Göhre
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen IN DER UNTERWELT VON ST. PAULI, 29. Mai 2014
1990: Karl „Zappa“ Weber erschießt im Knast zuerst seine Frau und dann sich selbst. Mit den Ermittlungen, die Zappa als St. Pauli-Killer überführt haben, waren u.a. die Kriminalbeamten Broszinski, Gottschalk und Fedder befaßt. 2001: Julia, Zappas Tochter, kommt über die damaligen Geschehnisse nicht hinweg. Sie glaubt, ihr Vater sei Opfer eines Verrats geworden und will ihn rächen. Auch für Broszinski, Gottschalk und Fedder gibt es noch „Aufklärungsbedarf“. Während Fedder noch bei der Kripo ist, haben die beiden anderen den Dienst quittiert; Broszinski ist Maler geworden und Gottschalk „Patron“ des In-Restaurants „Paulsen“. Jeder hat seine eigenen Beweggründe, dieEin spannender im Hamburger Milieu angesiedelter Krimi in hohem Tempo geschildert.

DIE STORY:
Dinge von damals nicht auf sich beruhen zu lassen und als Julia für ihren „Rachefeldzug“ bei Gottschalk als Köchin anheuert und im weiteren Verlauf Zappas Tagebuch gefunden wird, überstürzen sich die Ereignisse und die drei „Freunde“ sind urplötzlich wieder mittendrin in Ermittlungen in der Kiez-Unterwelt...

FAZIT:

Eine sehr spannend und temporeich erzählte Geschichte von Frank Göhre. Der Schreibstil des Buches ist ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Man merkt dem Autor bei fortschreitender Geschichte zunehmend an, dass er (auch) Drehbuchautor (z.B. Tatort, Großstadtrevier, Abwärts und St. Pauli Nacht) ist. Je weiter die Geschichte voran kommt, desto schneller ist auch der Szenenwechsel, der teilweise völlig übergangslos erfolgt. So gibt es Kapitel, in denen die Szene von einem Protagonisten zum nächsten fast von Satz zu Satz wechselt. Dies ist ungewohnt, gibt der Story allerdings ordentliches Tempo und stellt den Leser auch nicht vor große Verständnisschwierigkeiten. Vielmehr „spult“ die Geschichte wirklich als „Kopfkino“ ab; man hat den schnellen Szenenwechsel – ähnlich wie ein harter und schneller Schnitt mit z.B. „Gegenschüssen“ beim Film – schnell erfaßt. Daneben erinnert der nüchterne Schreibstil mit distanzierten Milieuschilderungen auch an die amerikanischen „Hardboiled-Romane“. Insgesamt ein lesenswerter Krimi.

Viel Spaß beim Nachlesen.


Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry: Roman (Hochkaräter)
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry: Roman (Hochkaräter)
von Rachel Joyce
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AMÜSANTE SELBSTFINDUNGSREISE, 25. Mai 2014
Eine wunderbare warme und ins Herz gehende Geschichte mit viel Philosphie und Selbsterkenntnis.

DIE STORY:

HAROLD FRY genießt sein wohlverdientes Rentnerdasein gemeinsam mit seiner Frau Maureen in dem ruhigen südenglischen Kingsbridge, als er eines Morgens Post bekommt. Einen Brief. Der Brief stammt von QUEENIE HENNESSY. Sie ist an Krebs erkrankt und wartet in einem Hospitz in Nordengland an der schottischen Grenze auf ihren nahen Tod. Mit dem Brief möchte sie sich von Harold verabschieden. Beide hatten in derselben Brauerei gearbeitet. Harold hat seit Jahren nichts mehr von Queenie gehört. Er weiß nicht so recht, was er mit dem Brief anfangen soll, wie er darauf reagieren soll. Er beschließt, ihr mit ein paar Zeilen in einem Brief zu antworten, zumal er sich in ihrer Schuld fühlt und glaubt, dass das wohl das Wenigste sei, was er machen könnte. Nachdem Harold den Brief geschrieben hat, vrabschiedet ber sich von Mauree und macht sich auf den Weg zum Briefkasten. Dieser scheint ihn etwas zu nahe, weshalb er an ihm vorbeiläuft, um den Brief direkt auf dem Postamt abzugeben. Aber auch hieran läuft er dann nach ein paar Zweifeln vorbei, bis er sich letztlich dazu entscheidet, Queenie diesen Brief persönlich zu überbringen und Harold macht sich zu Fuß auf die Reise...

FAZIT:

Eine wunderbar einfühlsame und menschliche Geschichte, wobei es RACHEL JOYCE gelingt, mit den einzelnen Episoden, die Harold auf seinen Etappen seiner Reise erlebt, viele unterschiedliche, sowohl existenzielle als auch warmherzige und zwischenmenschliche Dinge so nahegehend zu erzählen, dass nicht nur Harold eine Reise ins Ich erlebt, sondern auch der Leser zwangsläufig dazu gebracht wird, einige eigene Dinge zu reflektieren. Wer dieses Buch gelesen hat, wird es so schnell nicht wieder vergessen.

Viel Spaß beim Nachlesen.


Knastpralinen: Kriminalroman
Knastpralinen: Kriminalroman
von Simone Buchholz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen KLASSE TYPEN, TOLLE ATMOSPHÄRE U. SZENE ST. PAULI, 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Knastpralinen: Kriminalroman (Taschenbuch)
KNASTPRALINEN ist ein lockerer und frecher St. Pauli-Krimi, der die Kiez-Atmosphäre nicht nur gut einfängt, sondern sich auch als Liebeserklärung an dieses urtümliche und weit über die Grenzen Hamburgs hinausgehend berühmte Stadtteil versteht.

DIE STORY:

Staatsanwältin Chas Riley, in Hanau aufgewachsene gebürtige Amerikanerin und Wahlhamburgerin, bekommt es mit einer „geschmacklosen“ Mordserie zu tun: Müllsäcke mit zerstückelten männlichen Leichnamen werden in der Billwerder Bucht bei Ausbaggerarbeiten aufgefunden. Ermittlungsansätze gibt es nicht. Fest steht nur, dass es sich um männliche Opfer handelt, die nicht sehr beliebt waren, aber auch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren. Eine Verbindung zwischen den Opfern besteht offensichtlich auch nicht. Irritierend ist auch, dass Chas dieser Fall gar nicht so in ihren Bann zieht und sie fast gleichgültig läßt. Das scheint gleich mehrere Gründe zu haben. Einerseits ist ihr freundschaftlicher Kollege Faller nicht mehr bei der Truppe, weil er in den Vorruhestand mußte und andererseits wird Chas' Gleichgewicht im privaten Bereich über Gebühr strapaziert. Da ist zum einen ihre klärungsbedürftige Beziehung zu Klatsche und dann das Trauma ihrer besten Freundin, Clara, die brutal vergewaltigt wurde. In dieser schwierigen „privaten“ Phase muß Chas sich zunehmend zusammenreißen, um ihren beruflichen Anforderungen gerecht zu werden und irgendwie schwant ihr, dass sie vielleicht auch deshalb nicht so „engagiert“ ist, weil sie das Gefühl nicht los wird, dass die Kerle ihr Schicksal irgendwie verdient haben...

FAZIT:

Eine schöne „Liebeserklärung“ an das vielschichtige und in jeder Hinsicht „aufregende“ St. Pauli. Man merkt der Autorin ihre Liebe für das Stadtviertel und der dort lebenden Menschen in jedem Kapitel des Buches an. Die authentischen Schilderungen der Atmosphäre und der Szene – Abseits des Tourismus - „auf“ St. Pauli versetzen den Leser direkt an Ort und Stelle. SIMONE BUCHHOLZ schildert ein sympathisches – stellenweise – romantisches St. Pauli ohne in eine verzerrende „Verklärung“ abzudriften. Die Autorin schafft es dabei eine sehr dichte und einnehmende Atmosphäre aufzubauen. Getragen wird dies auch von den sehr schillernden und interessanten einzelnen Charaktere. Zwar gerät die eigentliche Krimihandlung dabei hin und wieder etwas ins Hintertreffen und die „Aufklärung“ des Verbrechens ist dann doch eher „Kommissar Zufall“ und „Inspiration“ geschuldet, als akribischer Polizeiarbeit. Der Spannung und insbesondere dem Zauber, den man bei dieser tollen Location zwangsläufig erliegt, tut dies aber keinerlei Abbruch. Ganz im Gegenteil: auf die „Routinepolizeiarbeit“, die man aus zig Krimis kennt, verzichtet man hier gern, angesichts der anderweitigen „Entschädigung“ durch die interessanten Protagonisten, die unkomplizierten und schnörkellosen Dialoge sowie der angenehmen Erkenntnis am Ende, dass auch mal „Gnade vor Recht“ gelten kann. Das erinnert dann schon stark an den späten John Rebus von Ian Rankin. Also eine tolle Leseempfehlung, vor allem für alle die, diese Stadt ebenso lieben, wie Simone Buchholz. Und für mich steht fest: die anderen Chas Riley-Romane sind jetzt Pflicht!

Viel Spaß dabei!


Der Architekt: Psychothriller
Der Architekt: Psychothriller
von Jonas Winner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SEHR ORIGINELLER UND SPANNENDER THRILLER, 26. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Architekt: Psychothriller (Taschenbuch)
DER ARCHITEKT war für mich eine echte (positive) Überraschung! Es ist ein außergewöhnlicher und überraschender Thriller, der Neugierig macht, auf mehr von diesem Autor!

DIE STORY:

Am Anfang bekommt jemand, der in erster Person geschildert, wird völlig ungebeten ein Manuskript eines Romanes aufgenötigt mit der sehr intensiven Aufforderung es innerhalb eines Tages zu lesen. Das ist die sehr kurz gehaltene Rahmenhandlung. Der Rest der Geschichte ist dann der Inhalt des Manuskripts:
BEN LINDENBERGER ist ein eher durchschnittlicher Drehbuchautor. Er sucht die Inspiration für etwas neues; einen Bestseller. Dafür kommt ein spektakulärer Mordprozeß gerade recht. BEN verfolgt den Prozeß. Ein medienwirksamer Fall: ein prominenter Architekt soll seine Frau und seine beiden Töchter brutal ermordet haben. Ein Indizienprozeß, Zeugen und insbesondere einen alternativen möglichen Täter gibt es nicht. Nur der Architekt hat dummerweise kein Alibi und er paßt in das Strickmuster, dass der Täter bei derartigen Familientragödien häufig ein Familienangehöriger ist. Die besondere Dramatik, dass ausgerechnet derjenige, der eigentlich am meisten unter der Tat zu leiden hat, auch noch der Tat angeklagt wird, reizt BEN ganz besonders. Er nimmt Kontakt zu dem Angeklagten, der in U-Haft sitzt, auf und es gelingt ihm, den Architekten zu überreden, seinem Projekt, ein Buch über den Architekten, die Tat und den Prozeß zu schreiben, zuzustimmen. Der Architekt willigt ein und BEN taucht zunehmend in dessen „Welt“ sowohl familiär als auch beruflich ein. Und allmählich bekommt BEN Zweifel daran, dass der Architekt tatsächlich der Täter ist. Aber irgendwie wird er das Gefühl nicht los, dass er in irgendeiner Form manipuliert wird...

FAZIT:

Ein absolut überzeugender Krimi/Thriller. Spannend, jede Menge Wendungen und äußerst originell. Auch die Sprache und Formulierungen von JONAS WINNER haben mir sehr gut gefallen; sie heben sich deutlich wohltuend von der Krimialltagskost ab! Ein Autor, der bei mir weit oben auf der Merkliste gelandet ist.

Viel Spaß beim Nachlesen!


Der Poliziotto tappt im Dunkeln (Der Poliziotto ermittelt, Band 2)
Der Poliziotto tappt im Dunkeln (Der Poliziotto ermittelt, Band 2)
von Uli T. Swidler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen GANZ UNTERHALTSAM, 20. April 2014
DER POLIZIOTTO TAPPT IM DUNKELN ist der zweite Band von ULI T. SWIDLER um den italienischen Dorfpolizisten Roberto Rossi.

DIE STORY:

FRANCO VARESE, seines Zeichens Klangkünstler und Komponist zweifelhaften Erfolges, wird eines Nachts in den engen Gassen von Urbino Augenzeuge eines Mordes. Und er ist sich sicher, dass er als Mörder den sagenumwobenen Golem erkannt hat. Weil der eigentlich zuständige Commissario Pretoro Galdroni urplötzlich „arbeitsunfähig“ geworden ist, weil er seine im Skirurlaub abtrünninge Gattin in Hintertux „zurückerobern“ muß, bleibt die Aufklärung des Mordfalles an dem Poliziotto Roberto Rossi hängen. Und dabei steigt der Druck stetig. Inzwischen macht eine kleine Gruppe Dorfbewohner gegen die von „Golems“ ausgehende Gefahr mobil und der Druck der Öffentlichkeit wird immer größer. In dieser Situation sieht sich Roberto Rossi, der kleine „Verkehrspolizist“, einer nahezu hoffnungslosen Situation ausgesetzt...

FAZIT:

Ein sehr unterhaltsamer und humorvoller Krimi, der allerdings von seiner eigentlichen Krimihandlung her eher banal ist. Seine Stärke hat die Geschichte in ihrem italienischen Charme, den einzelnen Charakteren der Bewohner Urbinos und in der durchweg sympathischen Hauptfigur des vermeintlichen „Looser-Underdogs“, dem es dennoch gelingt, einen Mordfall aufzuklären, ohne hierfür (scheinbar) besonders prädestiniert zu sein. Eine amüsante und kurzweilige Lektüre, vorzugsweise für Urlaubsaufenthalte in der Toskana oder Marken.


Brennende Kälte: Denglers vierter Fall (KiWi)
Brennende Kälte: Denglers vierter Fall (KiWi)
von Wolfgang Schorlau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen PACKENDE UND ORIGINELLE GESCHICHTE, 12. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im 4. Dengler-Krimi befaßt WOLFGANG SCHORLAU sich mit künftiger Waffentechnologie und den psychischen Folgen von Soldaten, die aus dem Afghanistan-Einsatz zurückkehren.

DIE STORY:

GEORG DENGLER, ehemaliger Zielfahnder des BKA, lebt jetzt als Privatdetetktiv in Stuttgart. Er wird von Sarah Singer beauftragt, ihren verschwundenen Mann, Florian, zu suchen. Dabei warnt sie ihn gleichzeitig davor, dass ihr Mann gefährlich sei. Er sei Soldat und sei in einer geheimen Sondertruppe in Afghanistan gewesen. Nach seiner Rückkehr habe sie ihn nicht wieder erkannt, so sehr habe er sich verändert. Während seiner psychischen Behandlung flieht Florian Singer aus dem Bundeswehrkrankenhaus. Seitdem ist er spurlos verschwunden. DENGLER macht sich an die Arbeit. Während seiner Recherchen kommt es zu merkwürdigen Brandstiftungen mit einigen Toten, die zunächst allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Verschwundenen zu stehen scheinen...

FAZIT:

Wieder ein spannender Thriller von WOLFGANG SCHORLAU über ein heikles Thema. Der Autor zählt für mich zu den besten und politischsten zeitgenössischen deutschen Krimiautoren. Nicht nur die Themen sind jedesmal außergewöhnlich und häufig auch sehr brisant, auch das „Personal“, angefangen bei dem Hauptprotagonisten, dem ehemaligen BKA-Mann Georg Dengler, ist gut gelungen. Wobei ich mir in diesem Fall eine etwas stärkere Einbeziehung der „Nebenfiguren“ gewünscht hätte. Dennoch wieder ein unvergleichbarer, eigenständiger Krimi/Thriller, der die Serie konsequent fortsetzt.

Viel Spaß beim Nachlesen.


Ein Mann, ein Mord: Kayankayas dritter Fall (detebe)
Ein Mann, ein Mord: Kayankayas dritter Fall (detebe)
von Jakob Arjouni
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen LESEVERGNÜGEN PUR, 12. April 2014
EIN MANN, EIN MORD ist der 3. von 5 Krimis um den türkischstämmigen Frankfurter Detektiv KEMAL KAYANKAYA und von den ersten dreien der Beste.

DIE STORY:

KAYANKAYA gerade beschäftigungsloser Privatdetektiv, der sich zumal einer unverschämten Mieterhöhung seines Vermieters ausgesetzt sieht, bekommt aus heiterem Himmel den Auftrag, eine verschwundene junge Frau zu suchen. Es handelt sich um eine Thailänderin. Sie war zunächst in einem Bordell im Frankfurter Bahnhofsviertel tätig, bis Weidenbusch, KAYANKAYAs Auftraggeber, sie bei ihrem Zuhälter ausgelöst und bei sich aufgenommen hat. Jetzt war ihre Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen. Allerdings sollte sie für einen Preis von DM 3.000,00 eine gefälschte Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Nachdem Weidenbusch den Betrag gezahlt hatte, sollte sie mit den „Fälschern“ mitfahren, um die Genehmigung mit ihrem Foto etc. herzustellen, dabei ist sie offensichtlich entführt worden. KAYANKAYA beginnt zu ermitteln. Dabei führen ihn seine Nachforschungen sowohl zur Ausländerbehörde, als auch in die Tiefen des ihm gut bekannten Rotlichtmilieus, wobei er einigen Bossen gehörig auf die Füße getreten sein muß, denn urplötzlich sieht er sich massiven Drohungen ausgesetzt...

FAZIT:

Extraklasse. Ein deutscher „hardboiled“ Roman par excellence. ARJOUNIs Sprache und Beobachtungsgabe bzw. Milieuschilderungen stehen den großen amerikanischen Vorbildern (Hammett und Chandler) kaum in irgendetwas nach. Und gerade in diesem Kayankaya-Roman scheint der Autor sich – insbesondere auch im Bereich Humor - selbst zu übertreffen. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern stellenweise sehr amüsant und mit Dialogen gespickt, bei denen man nicht umhin kommt, zu lachen. Wirklich einer der besten Krimis aus deutscher Feder! Das Buch ist völlig zu Recht 1992 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet worden. Es gehört in jeden Bücherschrank eines Krimifans.

Viel Spaß bei dieser „Pflichtlektüre“!


Das Skript: Psychothriller
Das Skript: Psychothriller
von Arno Strobel
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SEHR VIEL SPANNENDER, ALS DER UMSCHLAGTEXT ERWARTEN LäßT, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Skript: Psychothriller (Taschenbuch)
DAS SKRIPT ist entgegen der Erwartungshaltung, die man nach Lektüre der üblichen Kurzstatements auf der Umschlagrückseite hat, doch sehr spannend und überraschend.

DIE STORY:

Eines Morgens erhält Nina ein UPS-Päckchen zugestellt. Ihr ist schleierhaft von wem es stammen könnte, denn auf eine Warensendung oder ähnliches wartet sie nicht. Auch der Absender sagt ihr nichts. Als sie das Päckchen öffnet, kommt eine Art Leinwand zutage, auf einen Keilrahmen gespannt. Darauf steht ein knapper Text: „DER LESER, Kriminalroman von Anonymus“. Weil ihr das Material und der Text suspekt vorkommen und ihr Angst einflössen, ruft Nina die Polizei. Diese wird hellhörig, weil sie zur Zeit mit einem mysteriösen Entführungsfall zu tun hat. Die kriminaltechnische Untersuchung ergibt, dass es sich bei dem „Material“ um menschliche Haut handelt. Dann wird eine nackte weibliche Leiche gefunden. Die Befürchtungen der Polizei, dass es sich dabei um die Entführte handelt, bewahrheitet sich nicht: es ist eine weitere Frau und auf ihrer Stirn steht „1-2“ geschrieben. Bald wird klar, dass der Täter sich an eine Buchvorlage hält: „Das Skript“ und dass, wenn der Täter sich streng an die Romanvorlage hält, der Polizei nur noch sehr wenig Zeit bleibt, die sich in der Gewalt des Täters befindende Frau lebend zu retten. Da verschwindet auch Nina...

FAZIT:

Spannend, kurzweilig, mehrere Wendungen und ein etwas überraschendes Ende, das macht einen guten Krimi aus und dies trifft auf DAS SKRIPT von ARNO STROBEL uneingeschränkt zu. Ein handwerklich gut geschriebener Kriminalroman, bei dem mich nur gestört hat, dass die Ermittler – trotzdem sie mehrere Exemplare des Buches, nach dem der Täter vorgeht in Händen halten – nicht in der Lage sind, dieses auch zu lesen und damit kurzfristig dem Grauen ein Ende zu bereiten. Das ist nicht schlüssig und wenig plausibel. Aber das ist auch die einzige Schwäche der Story, die rundherum sehr unterhaltsam und voll empfehlenswert ist.

Also viel Spaß beim Nachlesen!


Alles muss versteckt sein: Thriller
Alles muss versteckt sein: Thriller
von Wiebke Lorenz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen UNGEWÖHNLICHER PSYCHOTHRILLER, 17. März 2014
Das Buch habe ich geschenkt bekommen und ich bin wirklich sehr gut „überrascht“ worden.

DIE STORY:

MARIE sitzt in der „Irrenanstalt“. Sie leidet unter schlimmsten Zwangsgedanken. Immer wenn sie mit anderen Menschen zusammen ist, kommen ihr die größten Mordgelüste; sie stellt sich in allen grausamen Einzelheiten vor, wie sie ihr Gegenüber auf brutalste Weise tötet. Typischerweise richten sich diese Zwangsgedanken auch und gerade gegen diejenigen Menschen, denen sie nahe steht oder die sie sogar liebt. In der Regel setzen die Betroffenen ihr Mordgelüste nicht in die Tat um. Bei MARIE scheint dies aber anders zu sein: sie wurde blutbesudelt bei dem grausam mit einem Messer getöteten Leichnam ihres Geliebten aufgefunden. Im Strafverfahren wurde MARIE für schuldunfähig befunden und deshalb ihre Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Dort wird sie von Dr. Jan Falkenhagen therapiert. Der Arzt bringt MARIE in den einzelnen Sitzungen dazu, dass sie die Geschehnisse vor dem Mord noch einmal ausführlich schildert, in der Hoffnung, der tatsächlichen Tat auf den Grund gehen zu können. Im Laufe der Therapie stellt sich zunehmend der Verdacht ein, dass MARIE den Mord vielleicht doch gar nicht begangen hat...

FAZIT:

Ein sehr spannender Psychothriller mit ein paar überraschenden Wendungen und einer verblüffenden Auflösung von einer Autorin, von der ich bis dato noch nichts „gehört“ hatte. Die Geschichte wird sehr einfühlsam erzählt, ohne an irgendeiner Stelle aufgsetzt oder gar aufdringlich zu werden. Naturgemäß nehmen die Explorationsgespräche zwischen MARIE und dem Therapeuten viel Raum ein. Das ist hier aber nicht negativ und bei dem so konzeptionierten Plot bereits dramaturgisch unabdinglich. Über diese „Schiene“ lernt auch der Leser den Charakter MARIEs und die Hintergründe der Tat Stück für Stück kennen und wird in einem guten Spannungsbogen dann zur überraschenden Auflösung geführt. Alles in allem nicht nur eine gute Erzähllösung, sondern auch durchweg kurzweilig und spannend!

Viel Spaß beim Nachlesen.


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