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Rezensionen verfasst von
Nocturno

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Schauriges Ostbayern: Unheimliche Ereignisse und geheimnisvolle Geschichten
Schauriges Ostbayern: Unheimliche Ereignisse und geheimnisvolle Geschichten
von Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Ostbayern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erfrischende unheimliche Geschichten nicht nur für bayerische Bewohner!, 1. Juni 2017
Ich lese für mein Leben gerne Bücher, die mit schaurigen oder mystischen Themen rund um meine Heimat zu tun haben. Musste man früher ewig nach Büchern mit solchen oder ähnlichen Themen suchen, so gibt es heute eine nicht zu verachtende Zahl an Werken. Das vorliegende Exemplar sticht aus der Masse heraus.
Bei den Geschichten in "schauriges Ostbayern" handelt es sich nicht bzw. überwiegend nicht um uralte Sagen die einfach mal so niedergeschrieben wurden. Es sind Geschichten die zum Teil in der Tradition der alten Schauergeschichten geschrieben wurden, allerdings in modernem Stil. Dabei war es für mich äußerst erfrischend, selbsterfundene Geschichten der Autoren/innen zu lesen und mich dabei geistig an Orte zu begeben, die ich aus dem realen Leben kenne. Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte "der Auftrag" von Marita A. Panzer, die in ihrem Beitrag die Stadt Regensburg für mich äußerst unheimlich erscheinen ließ.
Bei Manchem der Texte wächst in einem gar der Wunsch, die genannten Orte oder Städte zu besuchen, nur um den leichten Schauer, den man beim Lesen hatte, real zu erleben.
Und nicht zuletzt trägt das sehr gute Coverbild zum positiven Gesamteindruck des Buches bei. Wirklich wunderbar.
Einen Stern muss ich allerdings abziehen, denn irgendwie hat mir insgesamt dann noch der letzte, allerletzte Kick gefehlt. Auch bewegen sich die Geschichten leider nicht alle auf gleich hohem Niveau. Letzter Kritikpunkt könnte allerdings von dem Argument, dass Geschmäcker nun mal verschieden sind, relativiert werden.
Alles in Allem gibt es für dieses feine Buch von meiner Seite her eine klare Kaufempfehlung.


Räuber Heigl
Räuber Heigl
von Manfred Böckl
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Spannende Geschichte um den Räuber vom Kaitersberg, 21. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Räuber Heigl (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte um den Räuber Heigl kennt in der Gegend um Bad Kötzting und Viechtach beinahe jedes Kind. Der Räuber, der sich auf dem sagenumwobenen Kaitersberg in einer Höhle zurück zieht, ist mittlerweile zu einem Volkshelden und einer bekannten Sagengestalt geworden.
Manfred Böckl, meiner Meinung nach einer der besten Autoren, die es für den Bayerischen Wald gibt, versteht es meisterlich, eine spannende Geschichte daraus zu stricken, wobei er sich größtenteils an den Fakten, die den Michael Heigl betreffen, hält. Und doch gibt es so manche Ausbrüche, bei denen man erkennt, dass Herr Böckl sich wohl schon auch des Öfteren auf die Pfade des berühmten Räubers begeben hat und selbst gerne durch die Wälder streift.
Als ich das Buch las, stieg in mir mehr als einmal der Wunsch auf, mich in die Wildnis um den Kaitersberg zu begeben. So wunderbar weiß Böckl, das Leben von Michael Heigl zu erzählen. Aber es ist nicht alles nur romantisch.
Böckl weiß sehr gut, die damaligen sozialen Missstände, die in Bayern und insbesondere dem Bayerischen Wald vorherrschten, aufzuzeigen. Die Nöte der Bayerwaldbewohner, die neben den Naturgewalten, die in dieser Gegend oft noch heute vorherrschen, sich auch noch gegen die Staatsgewalt erwehren müssen; die Ungerechtigkeit, die eigentlich den Startschuss für das Räuberleben des Michael Heigls darstellt; die Angst vor der Obrigkeit, die die Landbewohner oftmals drangsalieren und piesaken; und noch einige andere Dinge.
Der Räuber Heigl zählt für mich persönlich neben dem Mühlhiasl zu den beliebtesten Sagengestalten des Bayerischen Waldes. Manfred Böckl hat seine Geschichte so bildhaft erzählt, dass dieses Buch zu meinen engsten Favoriten zählt. Wunderbar.


Räuber Heigl. Der Höhlenmensch vom Kaitersberg
Räuber Heigl. Der Höhlenmensch vom Kaitersberg
von Manfred Böckl
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

5.0 von 5 Sternen Eine spannende Geschichte aus dem Bayerwald, 21. April 2017
Die Geschichte um den Räuber Heigl kennt in der Gegend um Bad Kötzting und Viechtach beinahe jedes Kind. Der Räuber, der sich auf dem sagenumwobenen Kaitersberg in einer Höhle zurück zieht, ist mittlerweile zu einem Volkshelden und einer bekannten Sagengestalt geworden.
Manfred Böckl, meiner Meinung nach einer der besten Autoren, die es für den Bayerischen Wald gibt, versteht es meisterlich, eine spannende Geschichte daraus zu stricken, wobei er sich größtenteils an den Fakten, die den Michael Heigl betreffen, hält. Und doch gibt es so manche Ausbrüche, bei denen man erkennt, dass Herr Böckl sich wohl schon auch des Öfteren auf die Pfade des berühmten Räubers begeben hat und selbst gerne durch die Wälder streift.
Als ich das Buch las, stieg in mir mehr als einmal der Wunsch auf, mich in die Wildnis um den Kaitersberg zu begeben. So wunderbar weiß Böckl, das Leben von Michael Heigl zu erzählen. Aber es ist nicht alles nur romantisch.
Böckl weiß sehr gut, die damaligen sozialen Missstände, die in Bayern und insbesondere dem Bayerischen Wald vorherrschten, aufzuzeigen. Die Nöte der Bayerwaldbewohner, die neben den Naturgewalten, die in dieser Gegend oft noch heute vorherrschen, sich auch noch gegen die Staatsgewalt erwehren müssen; die Ungerechtigkeit, die eigentlich den Startschuss für das Räuberleben des Michael Heigls darstellt; die Angst vor der Obrigkeit, die die Landbewohner oftmals drangsalieren und piesaken; und noch einige andere Dinge.
Der Räuber Heigl zählt für mich persönlich neben dem Mühlhiasl zu den beliebtesten Sagengestalten des Bayerischen Waldes. Manfred Böckl hat seine Geschichte so bildhaft erzählt, dass dieses Buch zu meinen engsten Favoriten zählt. Wunderbar.


Besessen
Besessen
Preis: EUR 0,00

4.0 von 5 Sternen Geschichte mit noch viel mehr Potential, 15. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Besessen (Kindle Edition)
Eine gelungene Geschichte, die allerdings noch viel mehr Potential in sich trägt. Manchmal wirkt das Ganze etwas hektisch geschrieben und der Schluss ist leider etwas schwach geraten. Dennoch sind vier Sterne gerechtfertigt, da die Autorin es schafft, den Leser bei der Stange und die Neugier aufrecht zu erhalten.
Ich persönlich hab zwar insgeheim gehofft dass es noch in einen Thriller ausartet... Aber das ist natürlich Geschmackssache.


Der Herr der Ringe: illustriert
Der Herr der Ringe: illustriert
von J.R.R. Tolkien
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 88,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Des Meisters Werk so, wie er es wohl hätte haben wollen, 3. Januar 2017
Was soll man zum Inhalt sagen... "Der Herr der Ringe" dürfte jedem, der den Namen irgendwo im Internet eingibt, bekannt sein. Literarisch ein absolutes Meisterwerk.

Es ist wohl völlig klar, dass man mit diesem Titel auch noch in weiteren 100 Jahren Geld verdienen will. Wer weiß, wie viele Exemplare in der Zukunft noch auf den Markt geschmissen werden.
Zum diesjährigen anstehenden 125. Geburtstag von Tolkien wurde nun eine weitere Edition herausgegeben. Und die dürfte eigentlich ganz im Sinne des großen Meisters selbst sein.
Ich bekam die Sonderedition des Klett-Cotta-Verlags zu Weihnachten geschenkt und freute mich wie ein kleines Kind. Ich kann drehen und wenden wie ich will: Ich finde keinen Kritikpunkt an dieser Ausgabe.
Was diese Edition so besonders macht sind die Illustrationen, die von Alan Lee stammen, der auch an den Filmen mitgewirkt hatte. Jedes Bild fängt den Zauber und die Magie des Moments ein. Sie sind außerdem, soweit ich das bis jetzt gesehen habe, stets passend in die Handlung eingefügt worden. Sie tragen verstärkt dazu bei, dass man sich wirklich mit auf die Reise durch Mittelerde begibt. Einfach Wunderbar.
Der nächste Punkt ist die Übersetzung. Die Version von Carroux ist und bleibt das A und O im deutschsprachigen Raum. Ich habe auch die Übersetzung von Krege gelesen und bin einfach der Meinung, einem Herrn der Ringe kann man keinen modernen Touch verpassen. Das wäre ungefähr so, als würde man Hobbits Turnschuhe anziehen wollen. Das geht einfach nicht.
Die Aufmachung dieser Ausgabe ist ebenfalls wunderbar. Es ist gebunden und in einem Schutzumschlag. Das Cover des Umschlags zeigt die Szene, in der Frodo, Sam und Gollum am Morannon kauern, während unter ihnen ein Trupp Orks vorbei zieht. Der Einband selbst ist auf der Rückseite mit goldenen Lettern bedruckt.
Ganze 1293 Seiten beinhaltet dieses Buch und bringt dabei stolze 2 KG auf die Waage, von daher ist das Buch nicht gerade als Reiselektüre zu empfehlen. Die Illustrationsseiten sind etwas dicker als der Rest, so dass man sie schön von den Textseiten unterscheiden kann. Außerdem gibt es noch zwei hübsche, verschiedenfarbige Lesebändchen (silber und schwarz).
Und zu guter Letzt kommt natürlich auch noch der Preis, denn in meinen Augen kann man hier für 68 Euro wirklich nicht meckern. Es gibt bei Weitem Ausgaben, die um einiges kostspieliger sind.

Fazit: Dies ist die wohl derzeit schönste deutschsprachige Ausgabe. Und zu Ehren von Tolkiens Geburtstag wurde das Buch so, wie er es ursprünglich geplant hatte, auf den Markt gebracht. Denn Tolkien wollte nie, dass der Herr der Ringe aufgeteilt wird. Er ließ sich damals nur widerstrebend darauf ein, dass er in drei Teile aufgeteilt wurde, da er sonst Gefahr lief, dass sein Werk überhaupt nicht veröffentlicht wird. Diese Tatsache in Verbindung mit all den anderen bisher genannten Punkten ist es, warum ich ganz klar hier 5 Sterne gebe: Diese Ausgabe hätte sicherlich Tolkiens Zustimmung gefunden. Mit den Illustrationen und der einzig guten deutschen Übersetzung kann man hier überhaupt nichts falsch machen. Und für mich persönlich war es das schönste Weihnachtsgeschenk seit einer langen, langen Zeit.


Von Trollen und Menschen
Von Trollen und Menschen
von Selma Lagerlöf
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Titel und Inhalt stimmen nicht überein!, 26. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Von Trollen und Menschen (Gebundene Ausgabe)
Eine Warnung gleich vorweg: dieses Buch hat NICHTS mit Trollen zu tun!
Die schöne Aufmachung kann leider nicht darüber hinweg täuschen, dass der Titel des Buches wenig mit dem Inhalt zu tun hat. Ich habe mir das Buch gekauft in der Hoffnung, etwas von den berühmten skandinavischen Trollen zu lesen. Doch ich wurde enttäuscht. Im ganzen Buch kommt kein Troll vor. Die Geschichten sind zwar liebevoll, aber eben leider keine Trollgeschichten. Die zwei-Sterne-Wertung hat es nur wegen der netten Aufmachung gerade so erhalten.


Schneerosen Märchen: Special Edition (Spendenaktion Märchen gegen Krebs)
Schneerosen Märchen: Special Edition (Spendenaktion Märchen gegen Krebs)
Preis: EUR 1,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenhaft gut!, 11. Dezember 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gleich vorweg: Ein wunderbares Märchen!
Damit wäre eigentlich alles gesagt. Und doch steckt in dieser Erzählung so viel, so dass man nicht darum herum kommt, sie genauer zu beleuchten.
Die Geschichte beginnt mit einem sehr gefühlvollen und melancholischen Rückblick aus Sicht der Autorin, was mir persönlich sehr gut gefiel. Und sie endet ebenso, so dass sich ein Kreis bildet, damit die Geschichte dort endet, wo sie für den Leser begann. Was dazwischen liegt ist wahrhaft eine wunderbare, märchenhafte, fantasie- und liebevolle Erzählung.
"Schneerosen Märchen" ist eine Erzählung mit so viel Liebe und Hingabe geschrieben, wie man sie nur selten zu lesen bekommt. Ohne viel vom Inhalt verraten zu wollen kann ich nur sagen, dass ich mehr als einmal schluckte und eine Gänsehaut bekam, da die Autorin es schaffte, mir die Gefühlswelt der Protagonisten, insbesondere der Hauptfigur, sehr intensiv mitzuteilen. Ich konnte mich sehr gut in die Gefühle der Heldin hineinversetzen.
Die Geschichte beinhaltet alles, was ein Märchen braucht: Eine Hauptfigur, leuchtend und rein; märchenhafte Wesen; Magie; aber auch bedrohliche Schurken; zauberhafte Abenteuer; viel Fantasie und ganz, ganz ganz viel Liebe. Es gibt kaum irgendwas zu meckern, ich kann suchen wo ich will. Auch kann man nicht viel schreiben, ohne zu viel zu verraten: Ich kann jedem nur nahe legen, dieses Buch selbst zu lesen. Nur ein kleiner Hinweis: An einer Stelle musste ich doch schmunzeln, denn sie erinnerte mich auf sehr lustige Weise an ein bestimmtes Buch aus der Feder des großen John Ronald Reuel Tolkien.
Der Begriff "Märchen" trifft es vielleicht nicht völlig auf den Punkt. Denn die Geschichte ist doch ziemlich lang. Laut Inhaltsangabe sind es 108 Seiten, doch das stimmt nicht ganz. Denn diese Version (Special Edition) hat es in sich: wer sich diese Edition aufs Gerät holt, bekommt noch ein Bonus-Märchen mitgeliefert, das der Hauptgeschichte kaum nach steht.
Und dann ist da noch das Nachwort der Autorin. Und dort steht eigentlich die wichtigste Information des gesamten Buches: Sie spendet nämlich ihre gesamten Einnahmen, die beim Kauf dieser Version zusammen kommen, für einen guten Zweck. Alle Einnahmen, die innerhalb eines Jahres zusammen kommen, gehen nächstes Jahr an die Bettina-Bräu Stiftung, die zugunsten krebskranker Kinder gegründet wurde. Da ich diese Stiftung selbst kenne weiß ich, dass das Geld dort WIRKLICH dort ankommt, wo es benötigt wird. Eine wirklich tolle Sache.
Was gibt es Besseres als ein Buch downzuloaden für einen wirklich geringen Preis, in einer wirklich guten Geschichte zu versinken und dabei auch noch was Gutes getan zu haben? Eben - NICHTS!
Ich kann nur jedem raten: Kaufen, lesen und versinken für einen guten Zweck! Ihr werdet es nicht bereuen!


Rauhnächte im Bayerischen Wald: Mythen, Orakel, Sagen und Brauchtum
Rauhnächte im Bayerischen Wald: Mythen, Orakel, Sagen und Brauchtum
von Josef Probst
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Preis-Leistungsverhältnis nicht in Ordnung, 12. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Grundsätzlich begrüße ich es sehr, wenn ich auf Bücher über Sagen und Brauchtum aus unserer Region (Bayerischer Wald) stoße. Es ist schön zu sehen, wenn unsere Tradition festgehalten wird, damit die Dinge, die man früher nur mündlich überliefert bekommen hat, nicht in Vergessenheit geraten.
Bei diesem Buch jedoch bin ich sehr stark im Zwiespalt. Grundsätzlich kann ich eines sagen: Für den Preis hätte ich mir etwas mehr "Bayerwald-Rauhnächte" gewünscht.
Es hat einige gute Ansätze, so fand ich es spannend, dass teilweise stark auf die bösen Sagengestalten wie etwa der bluadige Dammerl oder die bluadige Luzier eingegangen wird. Auch die sachliche Schilderung, wie der alte Glaube vom Christentum teilweise verunstaltet wurde hat mir sehr gefallen.
Doch dann wird das ganze in den Sagen wieder umgedreht; Alte Götter, die in dieser Gegend noch vor dem christlichen Brauchtum verbreitet waren, werden verteufelt, man liest dass die Götterburg der germanischen Götter namens Walhalla im bayerischen Wald gelegen war und von Jesus verbannt wurde. Es liest sich wie der Vortrag eines Geistlichen, eines Missionars wie vor mehreren hundert Jahren und stellt mir die Haare zu Berge.
Dann gibt es viel zu viele Wiederholungen. Auf die Sagengestalten wird extra eingegangen, dann gibt es allerdings auch nochmal die bestimmten Daten, an denen diese Gespenster umgehen sollen, und dort wird wieder alles erwähnt.
Dann die Fotos: So schön und ästhetisch sie auch sein mögen, sind sie meist nur Platzhalter und wirken, als wollte man damit einfach nur eine Seite füllen und stehen kaum im direkten Bezug zum vorangegangenen Text. Die Rechtschreibung, die einem teilweise Tränen in die Augen treibt, trägt ihr übriges zu diesem Buch bei.
Grundsätzlich ist nicht alles an diesem Buch falsch. Es hat einige gute Ansätze; das war es dann aber auch schon. Der Preis ist eben für die genannten Punkte viel zu hoch. Durch die große Schrift und eben die erwähnten Bilder wirkt das Ganze künstlich in die Länge gestreckt, so dass es auf den ersten Blick größer wirkt als es in Wahrheit ist.
Wäre das Buch im Eigenverlag, dann könnte man noch über Einiges hinwegsehen, aber von einem professionellen Verlag erwarte ich mir doch etwas mehr Arbeit. Rechtschreibung und Abstimmung von Bildern und Texten wäre diesbezüglich ein Muss.
Es ist völlig in Ordnung wenn ein Autor Geld mit seinen Büchern verdienen will. Aber dann sollte man das Ganze nochmal überarbeiten, vielleicht korrigieren und sich überlegen, ob man den Kunden für den genannten Preis wirklich genügend bietet.


Feuergott und Sternenlicht: Märchen*Sage*Kurzgeschichte (inkl. Bonus-Märchen "Der Barde mit den Flammenhänden")
Feuergott und Sternenlicht: Märchen*Sage*Kurzgeschichte (inkl. Bonus-Märchen "Der Barde mit den Flammenhänden")
Preis: EUR 0,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebevolles Märchen, 21. August 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hier liegt uns ein kleines, aber feines Märchen vor, das in sehr liebevollem Stil geschrieben wurde. Die Autorin erzählt ein Märchen in altmodischer Manier. Und doch wirkt die Geschichte frisch und spritzig, im Gegensatz zu den mittlerweile doch eher angestaubten typischen Märchen der Gebrüder Grimm oder Hans Christian Andersen. Dieser Text wirkt eher zeitgemäß als die alten Märchen.
Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt viele Themen, die der Autorin am Herzen liegen: Zum einen ist natürlich das zentrale Thema die Liebe. Doch es wird auch das Thema Verallgemeinerung angeschnitten; was blinder Hass und Wut anrichten können, sowie auch die blinde Zerstörungswut des Menschen. Und zu guter Letzt stellt man auch noch fest, dass selbst Götter noch manchmal etwas dazu lernen ;)
Natürlich wurde bei den genannten großen Vorbildern (Grimm, Andersen usw.) abgeschaut. Doch das schmälert das Lesevergnügen in keinster Weise. Ich für meinen Teil würde diese Geschichte bedenkenlos meinen Kindern vorlesen. Es ist ein liebevolles Märchen und die Autorin hat ihr Bestes gegeben, um dies auch den Lesern mitzuteilen. Wunderbar.


Godzilla
Godzilla
DVD ~ Aaron Taylor-Johnson
Preis: EUR 5,00

16 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gigantisch, 3. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Godzilla (DVD)
An Godzilla scheiden sich die Geister; die Einen stampfen den Film in Grund und Boden und würden die Wertung wohl am liebsten bis in die Minus 10-Sterne-Kathegorie erweitern. Die Anderen loben ihn in den Himmel und sehen darin die Offenbarung eines modernen Monsterfilms mit Interpretationsansätzen in jeder Szene. Ich ging ohne Vorurteile an diesen Film heran und muss nun sagen: ich zähle mich dann doch eher zur zweiten Kathegorie.

(ACHTUNG: In den folgenden Abschnitten kann es vereinzelt zu Spoilern kommen!)
Zunächst einmal sollte angemerkt werden, dass dieser Film nicht frei von Fehlern und Schwächen ist. In dieser Hinsicht gebe ich jedem Recht, der die schwachen Charaktere kritisiert. Anfangs wird versucht, dem Film eine zwischenmenschliche Hintergrundstory aufzuzwingen, was jedoch spätestens beim ersten Auftreten eines Monsters kläglich endet und bis zum Ende des Films nicht mehr funktioniert. Es gibt diverse Ansätze, wie etwa, als Ford Brody den kleinen japanischen Jungen, der von seinen Eltern getrennt wird, unter seine Aufsicht nimmt. Im ersten Moment glaubt man, hier vielleicht den Beginn einer dramatischen Nebengeschichte zu erkennen, doch wird man nach dem Zusammenstoß mit dem M.U.T.O. hier einfach etwas enttäuscht zurückgelassen, als der Knirps ganz unspektakulär wieder auf seine Eltern trifft.
Ähnlich verhält es sich, als Ford Brody am Telefon seiner Frau versichert, bei Sonnenaufgang im Krankenhaus zu sein. Auch hier wieder die Möglichkeit, eine Hintergrundstory zu erschaffen, bei der der Hauptcharakter sich durch nahezu unmenschliche Kraftanstrengung bemüht, sein Versprechen einzuhalten. Doch wieder Fehlanzeige.
Ebenso verpufft der Vater-Sohn-Konflikt, der anfangs deutlich gezeigt wird, kläglich, als Joe Brody schließlich stirbt.

Dies sind eigentlich Schwächen, die einen Film bei mir höchstens noch zu einer 2-Sterne-Wertung Anlass geben. Doch warum eine 5-Sterne-Wertung? Ganz einfach:

Der Name des titelgebenden Monsters war seit jeher Garant für die Begriffe gigantisch, monströs, kolossal, apokalyptische Stimmung, Vernichtung und Zerstörung. Und all diese Dinge finden sich in dem Film beispielhaft.
Die apokalyptische Stimmung zieht sich durch den ganzen Film. Angefangen vom Filmintro und der Begleitmusik, welche düster die Bilder von Kernwaffenexplosionen begleiten; bis zum großen Finale, in dem Godzilla seine beiden Kontrahenten mit seiner ganzen Kraft förmlich vernichtet.
Die Zerstörung, die von den Monstern angerichtet wird, hätte man meiner Meinung nach nicht besser in Szene setzen können. Man sieht einstürzendene Atomkraftwerke, nachts Explosionen in der Ferne, Tsunamis, vom Himmel fallende Flugzeuge und und und. Aber nicht nur die Monster richten die Zerstörung an. Auch der Mensch selbst. Doch dazu komme ich später.
Das Erscheinen der Monster ist im Film klug angesetzt, so werden sie immer größer. Zuerst erscheint der männliche M.U.T.O., welcher schon allein Chaos, Zerstörung und Tod bringt. Dann sieht man die Rückenzacken des sogenannten "Alpha-Predators", Godzilla himself, der beinahe zeitgleich mit dem weiblichen M.U.T.O. in voller Erscheinung auftritt. Als er in der Dunkelheit, von Feuersbrünsten erhellt zum ersten Mal in Erscheinung trat, saß ich mit offenem Mund vor meinem Fernseher. Dies hatte zuletzt der gute Smaug im zweiten Hobbit-Teil geschafft. Die brachiale Sounduntermalung, welche die gigantische Größe sowie die entsetzliche Bedrohung der Monster noch unterstreicht, sollte man hierbei nicht unerwähnt lassen. Wenn das markerschütternde Gebrüll von Godzilla ertönt, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
Von den Darstellern sei am meisten Ken Watanabe zu erwähnen. Durch seine Mimik und Gestik verleiht er seiner Figur des Dr. Serizawa einen geradezu prophetischen Charakter. Ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn Serizawa von der Macht der Natur und deren Gleichgewicht spricht. Vielleicht die einzige humanitäre Figur im gesamten Film, die nicht blass wirkt.

Und nun möchte ich noch einige Punkte ansprechen, die ich hier in vielen Rezensionen gelesen habe.

- Godzilla sei im Film zu wenig zu sehen und der Film habe daher den Titel "Godzilla" nicht verdient.
Hier muss ich meinem Vorrezensenten Saint Sam Recht geben: Godzilla ist von Anfang bis Ende präsent. Welch beklemmendes Gefühl beschleicht einen, wenn man das Intro sieht, die Bilder der Atomexplosionen, über die man im Laufe des Films erfährt, dass sie eigentlich keine Tests waren, sondern Versuche, Godzilla zu vernichten. Godzilla taucht nur in wenigen Szenen in ganzer Größe auf, doch was man sonst zu sehen bekommt, lässt dem Zuschauer den Atem stocken. Anfangs ist er nur eine große Welle; dann sieht man seine Rückenplatten durch das Meer schwimmen. Als nächstes sieht man nur einen gigantischen Schatten, von Leuchtraketen erhellt, der noch vom Wasser tropft, eine Schwanzspitze, die um die Häuser streift... All dies erhöht den Effekt um den gigantischen Eindruck, der Godzilla nachgesagt wird, enorm. Besonders genial emfpand ich die Szene, kurz bevor er zum ersten Mal in voller Größe gezeigt wird: Als die Flugzeuge in Flammen aufgehen und die Menschen im Flughafengebäude sich ängstlich zusammen rotten aus Furcht vor dem M.U.T.O., als plötzlich die kolossartigen Beine des Hauptprotagonisten vor den Fenstern vorbeistampfen. Diese Szene alleine soll die gigantische Größe Godzillas zeigen, was in meinen Augen absolut gelungen ist.
Meist sieht man ihn nachts, was eigentlich nur natürlich ist, denn die meisten Raubtiere gehen nunmal nachts auf die Jagd. Und auch Godzilla ist nichts anderes: Ein Raubtier, das auf der Jagd ist. Besonders die Nachtszenen, die hier oft bemängelt werden, geben ihm in meinen Augen einen ganz besonderen Reiz, wirkt das Ganze dadurch doch noch intensiver, noch unheimlicher, noch bedrohlicher.

- Godzilla sei nur eine Propaganda des US-Militärs
Dies ist, wenn man sich den Film mal genau zu Gemüte führt, ganz sicher NICHT der Fall. Ganz im Gegenteil wird hier die sonst so hoch gelobte Militärmacht geradezu ins Lächerliche gezogen, ist sie doch nicht auch nur für eine einzige Sekunde wirklich Herr der Lage. Am deutlichsten wird dies, als Godzilla an Land geht und von Leuchtraketen angestrahlt wird. Die Absurdität, dass die Soldaten mit Handfeuerwaffen auf ihn schießen, ist keine Schwäche des Drehbuchs, sondern Sinnbild für die menschliche Eitelkeit und die naive Annahme, mit Waffengewalt könne man jedes Problem lösen. Ebenso schießen die Kriegsschiffe in Panik wild um sich und gefährden die Flüchtlinge auf einer Brücke mehr, als es Godzilla selbst überhaupt tut. Besser hätte man die Sinnlosigkeit von menschlicher Waffengewalt nicht ausdrücken können.

- Der Film sei nicht realistisch
Mancher bemängelt den Punkt, dass der M.U.T.O. doch eigentlich gar nicht zu einem EMP (Elektromagnetischer Impuls) fähig sein dürfte und meint, dies sei keineswegs realistisch. Ähm... ernsthaft? Man kritisiert bei einem Monsterfilm (!) wirklich den Realitätsgehalt? Ebenso könnte man den Realtitätsgehalt von Biene Maja anzweifeln, weil es ja sprechende Grashüpfer eigentlich überhaupt nicht gibt oder die Schlümpfe, da die Sache von bewohnbaren Pilzen doch etwas sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Zu guter Letzt dieser (doch recht langen) Renzension bleibt mir nur zu sagen: Godzilla ist ein gigantischer Blockbuster und hat mich sehr gefesselt. Anders als bei Emmerichs Zilla, in dem soviel abstruser Humor eingebaut ist, so dass der Film ins Lächerliche abdriftet, ist hier der nötige Ernst und der Respekt vor dem Original nicht von der Hand zu weisen. Die Schwächen in der Story und bei den Figuren kommen kaum zum Tragen, denn Godzilla ist nunmal keine Charakterstudie, sondern schlicht und einfach ein Monsterfilm.
Allen Kritikern, die oben genannten Punkte immer wieder dreschen, möchte ich nahelegen: Seht euch den Film nochmal an. Seht, was dahinter steckt, versteht die Symbolik. Godzilla ist aufgrund von Fukushima und den jüngsten Militäreinsätzen erschreckend aktuell. Nein, es wird wohl kein mehrere hundert Meter hohes Monster aus der Tiefsee steigen. Aber die Natur zeigt ihr Gesicht. Immer wieder. Und selbst mit Panzern, Kampfjets und Atombomben ist der Mensch gegen diese Kraft machtlos.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 5, 2014 6:09 PM CET


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