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Beiträge von Uwe Gablenz
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Rezensionen verfasst von
Uwe Gablenz "gablenzuwe" (Sulzfeld)
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Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation
Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation
von Fabian Scheidler
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blattschuss ins Herz des Kapitalismus, 19. Februar 2016
Scheidler referiert brilliant, äußerst sachkundig, sehr quellenpenibel, in unmissverständlicher Sprache und - dies ist sehr hilfreich - mit geradezu treibend, spannender Dramaturgie. Der Kapitalismus wird präzise als das dargestellt, was er historisch betrachtet vordergründig, aus Sicht der (weltweit betrachtet) kleinen Oasen des Wohlstands (etwa 28 von knapp 200 Staaten, etwa 800 Millionen von 7 Milliarden Menschen) hingegen lediglich verborgen ist: Ein hoch-destruktives, massiv Armut und Ungleichheit produzierendes, unsere natürliche Lebensgrundlagen zunehmend und in Teilen bereits unwiderruflich zerstört habendes, erschreckend unintelligentes System, welches überdies unter dem sich permanent selbst verstärkenden Unheil leidet, dass es un- und asoziale Akteure ganz besonders belohnt. Wer auf ein Rezept hofft, wie man dieses desaströse Konstrukt idealiter ersetzen kann, wird am Ende des bereits als Klassiker einzustufenden Werkes nicht überreich beschert. Hierzu bedarf es weitergehender Literatur. Hinsichtlich der geboteten Analyse des Entstehens, des Erwachsenwerdens und des Wirkens des Kapitalismus hingegen wird wohl seit K. M. kein fähigeres Werk zu finden sein. Wer über den häufig zitierten Teller hinaus zu schauen wagt, der / die muss einfach zugreifen ... !


Rage Against the Machine
Rage Against the Machine
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolte pur !, 6. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rage Against the Machine (Audio CD)
Diese Scheibe ist pure Revolution! Es ist unsagbar schade, dass diese (politische) Stimme nicht mehr in Permanenz zur Verfügung steht. Es ist unsagbar schade, dass es nicht andere gibt, die mittels ähnlicher, unablässig unterhaltsamer crossover-Variante und mit ähnlich geistreichem wie punktgenauem Duktus die Krake unseres zerstörerischen Wirtschaftssystem weghauen - zumindest verbal und Ideen gebend. Ja, es ist unsagbar schade, dass all das Schreien, all die Wut, all die gesungene Intelligenz, eingerahmt in druckvolle, klasse gespielte Akkorde und Sprechgesänge verpufft sind. Aber es macht eine riesen Freude, sich wieder einzulassen auf die pure Revolte. Ich habe selten eine Scheibe gehört, die derart Kraft vermittelt und dies noch geistreich umtextet.


Hypnotic Eye
Hypnotic Eye
Preis: EUR 13,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Petty seit Great White Open, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Hypnotic Eye (Audio CD)
Hypnotic Eye ist ein wunderschönes Werk. Im Rahmen der vergangenen Live-Tour drängte sich mir das Gefühl auf, Tom Petty hätte sein Feuer (zumindest in großen Teilen) verloren. Diese Scheibe beweisst mit Nachdruck das Gegenteil. Diverse Stilrichtungen wechseln sich in bunter Reihenfolge ab, die Band ist nach meinem Gusto unglaublich treffsicher und agil, Petty's Stimme nasal-präzise und die Aufnahmequalität - vielleicht der bedeutendste Eindruck - ist schlicht brilliant. Ich gebe eine klare Kaufempfehlung - jedenfalls für Fans des Floridianers...


Georg Schramm - Meister Yodas Ende
Georg Schramm - Meister Yodas Ende
DVD ~ Georg Schramm
Preis: EUR 20,99

33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rhetorisch analytischer Superlativ, 6. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Georg Schramm - Meister Yodas Ende (DVD)
Ich hatte die Ehre, den Großmeister des verbalen Volltreffers live in Aachen, im Audimax der TH, erleben zu dürfen. Mit etwa 1.200 Freunden im Geiste und eben dem Programm, das die DVD belebt. Und ich kann Ihnen sagen: Es war phänomenal!

Rhetorisch ist er ja längst einer der Großmeister des deutschen Kabaretts, ach was, des öffentlich gesprochenen Wortes schlechthin. Seine analytische Prägnanz hingegen, die Art, wie er unsere mit beängstigender Dynamik dekadenter werdende und an der Impertinenz des Geldadels leidende Gesellschaft seziert, die beschert ihm zweifelsfrei den alleinigen Superlativ. Freilich können solche Einschätzungen nur subjektiv getroffen werden, das ist das Prinzip einer Rezension. Sollten Sie Ihnen jedoch einen Hauch zu emotional wirken, dann hat das durchaus Methode. Ich möchte nämlich, dass Sie und ganz viele andere den Film anschauen, unbedingt der Botschaft lauschen. Schramm ist - vermutlich noch viel deutlicher, wenn man ihn in wenigen Metern Abstand vor sich "toben" sieht und spürt - anders als die andern. Ganz anders. Er beginnt als Komödiant, bohrt sich hochdynamisch in diese Rolle hinein, und dann geschieht etwas Phänomenales: Er übersteigt die Rolle, nein, er sprengt die Grenze der Kommödie und mutiert urplötzlich zum hochpolitischen Brandstifter. Wohlbemerkt zum Stifter eines segensreichen Feuers. Eines Brandherdes, der nicht Böses befeuert, sondern Gutes entzünden will. Er zitiert, um seine Intention zu untermauern, sogar einen Papst: Gregor den Großen - was ihm nicht leicht fällt. "Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht!", soll dieser von sich gegeben haben. Zitiert, hinausgebrüllt - und jetzt ist die verbale Dampflok gar nicht mehr aufzuhalten. Er schmettert quer durch sämtliche Bereiche der alltäglichen Lügengeflechte, die man uns in systemerhaltender Absicht aufzwängt. Er zeigt schamlos die Absurdität des Redens und Handelns so vieler Polit- und Establishment-Protagonisten auf. Er gibt sie schreiend und köstlich genießend der Lächerlichkeit preis. Und er präsentiert sein gesamtes Portfolio völlig sorglos, ohne die geringste Angst, einer Strafanzeige ausgesetzt zu werden. Der Mann wirkt authentisch bis auf die Knochen.

Ich glaube, das ist es, was mich dazu bewegt, die DVD zu kaufen, obwohl ich das Programm live erlebt habe: Der Mann reiht die Übel der Zeit aneinander, präzise, ungeschönt und umfassend. Er schreit den destruktiven Mächten unserer Zeit all das in die Fresse, was man selbst oft und gerne tun möchte, es jedoch mangels Gelegenheit und Podium permanent unterlassen muss. Er ist Psychologe, und er tut etwas, was geradezu therapeutischen Wert besitzt: Er ist uns Ventil. Er löst unsere hin und wieder auftretenden und dabei ein lästiges Gefühl hinterlassenden emotionalen Blockaden dadurch, das er - anstelle unserer selbst - eine Handlung vollzieht. Das hat - oder kann zumindest - befreiende Wirkung (haben).

Und noch etwas Wundersames geschieht, besser, geschieht gerade nicht: Das auf solche Analysen häufig auftauchende Übel einer lähmenden Agonie, einer resignativen Depression und/oder eines fürchterlichen Fatalismus bleibt völlig aus. Mehr noch, die Lücke wird energetisch geschlossen. Die negative Energie wird umgewandelt, generiert Kampflust, Freude darüber, dass es offenbar noch ganz viele gibt, die genauso denken wie man selbst. Und es wird Vorfreude geweckt. Vorfreude darauf, dass BALD etwas geschehen muss und wird. Das ist Schramms vielleicht größter Verdienst. Er macht Mut, gibt Hoffnung und zeigt, dass der bei sich selbst (vielleicht) geortete Zorn auf die Kaputtmacher nicht pathologischer Natur ist, sondern vielmehr kreative, positive Veränderungsenergie. Mehr von Schramm, bitte...

Uwe E. Gablenz
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2013 6:23 PM CET


Neue Werte für die Wirtschaft: Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus
Neue Werte für die Wirtschaft: Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus
von Christian Felber
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unideologisch und treffsicher, 29. Dezember 2011
Felber argumentiert genial. Völlig unideologisch, fundiert, brilliant recherchiert und zudem absolut treffsicher. Er beschreibt ohne jegliche Rücksicht und Hemmungen und mittels zahlreicher Jetztzeitbeispiele, was in diversen, einschlägigen Kreisen unserer (Wirtschafts-)Gesellschaft (noch) überhaupt nicht gerne gehört und gesehen wird: Das Schlachtfeld, das der real existierende Kapitalismus hinterlassen hat und in dessen vermeintlicher Endphase zunehmend noch hinterlassen wird - weltweit, in allen Bereichen aller Gesellschaften und (dies vor allem) in unser aller Natur. Felber zeigt auch die Schwächen des temporär und regional verschwundenen Kommunismus stalinistischer Prägung. Und er macht deutlich, dass die beiden Ismen die Ränder eines Kontinuums ausbilden, in dessen den Menschen und die Natur achtender Mitte die mögliche Lösung liegen kann. Die schier unermessliche Mühe, die erforderlich sein wird, diesen Schritt zu tun, diese Realität inmitten fest verkrusteter kapitalistischer und kommuniustischer Nutznießer in Form von Oligopolen und Zentralparteien zu generieren, wird nicht verschwiegen. Dennoch schafft der Autor es, (mir) Mut zu machen. Ich wollte meine Rezension unbedingt mit einem Zitat aus "Neue Werte..." beenden. Nun stand ich vor der Qual der immensen Wahl idealer Auszüge. Ich habe mich für eines entschieden, dass doppelt wirken soll. Zum einen entlarvt es unser aktuelles Wirtschaftssystem als das, was es ist. Zu andern wird es ausgesprochen von einem, dem dieses System keinesfalls fremd ist oder, der es gar ablehnen würde. Es ist der vergeblich nach Alternativen ausgeschaut habende John Meynard Keynes: "Der Kapitalismus ist kein Erfolg. Er ist weder intelligent noch schön, er ist weder gerecht noch tugendhaft - und außerdem funktioniert er nicht (...) Wenn wir allerdings darüber nachdenken, was wir an seine Stelle setzen, sind wir völlig ratlos". Vielleicht ist jetzt die Zeit reif für Veränderung, vielleicht werden die zur kritischen Masse anwachsen, die erkennen, dass wir alle nur noch ein ganz klein wenig Zeit haben. Das wir es jedoch "schaffen" können, das Ruder herum zu reißen, wenn wir denn nur wollen ...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2015 3:42 PM MEST


Du bist, was du isst
Du bist, was du isst
DVD ~ Dan Rogers
Wird angeboten von Filmnoir
Preis: EUR 11,45

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum ist dieser Film nicht Pflicht-"Lektüre" in allen Schulen...?, 10. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du isst (DVD)
Der Film bringt ganz außergewöhnliche Zusammenhänge ans Licht. Er zeigt - ohne mit erhobenem Zeigefinger arbeiten zu müssen und zudem mit reichlich gelassenem Humor gespickt - dass sich unsere Nahrungsmittel- und Pharmaherstellung nicht nur längst in den raffgierigen Händen einiger weniger Hyper-Konzerne befindet, dass wir zunehmend von deren Machenschaften unterminiert und manipuliert werden, sondern, dass wir alle, ohne sonderlich Umstände machen zu müssen, diese Gierhälse austricksen können: mit ganz einfachen Mitteln. Es wird u.a. auch dem reichhaltigen und erstaunliche Heilerfolge liefernden Thema Vitamine eine interessante Sequenz gewidmet. Durchzogen ist der ohne weiteres als Lehrfilm taugliche Dokumentarstreifen von Kommentaren, Einschätzungen und Ansichten diverser Hochkaräter aus der Nahrungsmittel- und Pharmawissenschaft. Ich meine: Diesen Film müsste jede(r) sehen, er sollte Pflichtmedium an Schulen sein. Ob die Lobby, deren Machenschaften hier entspannt und treffsicher seziert werden, dies wohl zuließe...?


Die Weiterbildungslüge: Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken
Die Weiterbildungslüge: Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken
von Richard Gris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gott bewahre uns vor solchen Lehre(r)n..., 2. Oktober 2010
Vorweg sei empfohlen, das Buch zu lesen. Bis Seite 70 etwa. Und vielleicht noch die beiden letzten Seiten. Es liest sich bis dahin flott, ist durchaus unterhaltsam, manchmal lustig und phasenweise sogar recht informativ. Dann jedoch dreht der Geier seine Kreise. Immer und immer wieder die selben Runden. Nur die "Landschaften" darunter verändern sich. Was zu Beginn geradezu flutscht, wird zunehmend träge - übrigens erschreckend sorglos und zudem der Geschichte gar nicht hilfreich unterminiert von einer Flut zeitgeistkonformer, bald peinlich aneinandergereihter Anglizismen des Bürojargons der Neuzeit. Es entsteht somit ein Mix aus Eindrücken der sich mir aufdrängt und der die 2 Sternchen bedingt:

1) Dr. "Wer-auch-immer-ich-sein-mag" scheint bisweilen irritiert von der Tatsache, dass eine beständig steigende Anzahl von Menschen des Berufsalltags nicht (mehr) bedingungslos und lernversessen folgsam den desaströsen Kampf des mittlerweile völlig aus den Fugen geratenen Kapitalismus annehmen und ihre Munitionstaschen gefügig im Seminarraum nachrüsten.

2) Seine regelmäßigen, immer wieder den Lesefluss hemmenden und überwiegend despektierlichen Bemerkungen zu den Themen -Betriebsrat- und -Kündigungsschutz- lassen zudem vermuten, dass da einer längst selbst zum Werkzeug einer Ideologie wurde, deren schier unendlich diversifizierte Folgeschäden er im Schulungsraum wieder richten soll und wohl auch will. Damit die Leute fit werden für den harten Kampf, in Folge dessen diese dann wieder im Schulungsraum erscheinen müssen, um ... - und so weiter und so weiter. Verrückt, diese Endlosschleife, wenn man darüber nachdenkt! Diese Annahme könnte übrigens ansatzweise auch die seitens des Autors gewählte Geheimniskrämerei erklären. Geldverdienen schlägt Authentizität, Integrität, Offenheit und Menschlichkeit!

3) Die Gesamtheit der Berufstätigen bis hin zur Unternehmensspitze im Allgemeinen, sowie die MitarbeiterInnen der Personalentwicklungsabteilungen im Speziellen werden in einer Weise beschrieben, als hätten wir es ausschließlich mit Profilneurotikern, Sozialromantikern, Faulenzern, Bildungsgegnern und sonstigen Fehlbildungen zu tun. Dr. X kreiert ein katastrophales Bild der Human-Komponente der Arbeitswelt in diesem Land. Es ist streckenweise kaum zu glauben.

4) Beim Lesen, so etwa ab Seite 70, musste ich bisweilen genervt durchatmen. Die Frische der ersten Seiten war endgültig verbraucht. Jetzt wirkte die zuvor eher unkonventionell anmutende Sprache zunehmend aufgesetzt. Ein Gag jagt den andern, eine Pointe die nächste, ein flotter Spruch überbietet den vorherigen... Es macht(e) (mich) müde. Sollten die Seminare des Geheimagenten und seiner häufig zitierten KollegInnen auch nur in groben Zügen dieser geradezu manisch schattierten Super-Cool-Ich-bin-der-Lockerste-im-Raum-Methode folgen, dann wüsste ich noch einen weiteren Punkt, warum Weiterbildung nur unzureichend funktioniert. Dem Thema "Qualität der Trainer" wird übrigens kein Kapitel gewidmet. Auch kein Unterkapitel. Nicht einmal eine Sequenz. Verwunderlich! Oder verdächtig? - Zu Beginn wird zwar kurz über die vermeintlichen Motive der Trainerheerscharen referiert sowie deren "Wie-bekomm-ich-was-ab-vom-großen-Topf"-Täuschungsrepertoire beschrieben, aber nix weiter.

5) Die permanente Zuschreibung massivster Unzulänglichkeiten in Richtung der Protagonisten des gesamten Bildungszirkus (mit Ausnahme der soeben erwähnten Trainer, versteht sich) könnte vorzüglich als Trainigssfeld für den psychologisch Übenden auf dem relativ gesicherten Feld der Projektion dienen ...

6) Der Autor hat aus meiner Sicht das alles überragende Element einer produktiven, gelingenden Schulungsszene schlicht verpasst - oder wegen 2) erst gar nicht gewollt...?! Es geht um die WURZEL der "Übel"! Dies ignorierend eilt er im Schweiße seines ach so effektvollen Schreibsstils hinter den deutlich in die Tage gekommenen und längst durchschauten Mechanismen der Symptom-Doktorei hinterher. Jedes (Lebens- und Sozial-) Detail scheint schulungswürdig. An jeder Ecke kann, darf und muss interveniert werden. Man ahnt bereits, mittels welcher Schulungskräfte und -aktivitäten die Telefonleitungen dieser Tage zugesülzt werden von Selbstbewusstsein und Hilfsbereitschaft suggerierenden, auswendig gelernten und bundesweit unisono gebetsmühlenhaft vorgetragenen "Ich-bin-...-Was-kann-ich-für-Sie-tun"-Gesprächseröffnungshülsen. Lediglich die Gefolgschaft wird den Trainern versagt - und da reagiert der eine oder andere beleidigt. - Es wird zu keine Zeitpunkt auch nur die Vermutung erhoben, wir seien längst in der 20-er Zone des Pareto-Prinzips angelangt, in der wir uns gegenseitig und detaillversessen - um vermeintlich gerüstet zu sein - bis zum Erbrechen belehren und dabei versäumen, an den grundlegenden, konstruktiven Eigenschaften des "Menschseins" zu arbeiten. Vielfach wird dann lediglich humorvoll und bisweilen durchaus trefflich (nie jedoch kritisch) aufgelistet, welch bodenloser Wahn- und Schwachsinn in vielen Büros und Türmen deutscher Firmen um sich greift und dynamisch weiter gedeiht. Das einzige, was Dr. X jedoch verwundert, ist, dass die Leute einfach keinen Schulungseifer und -erfolg vermelden wollen. Trotz größter Anstrengung.

So, genug geschimpft. Übrigens, ich gehe im Berufsleben selbst einer Tätigkeit nach, die der Autor als "Trainer" oder "Coach" bezeichnen würde. Und ich bin Sozialpsychologe. Die 2 Sterne gibt es für den anfänglich wirklich erfrischend wirkenden Schreibstil und für die umfassende Anzahl tatsächlicher Mängel aus und in der realen PE- und HR-Welt - und weil er ein Kollege ist ... ;o))
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 4, 2013 8:41 PM MEST


Haus und Wohnung richtig versichern: Ratgeber für Bauherren und Eigentümer
Haus und Wohnung richtig versichern: Ratgeber für Bauherren und Eigentümer
von Detlef Pohl
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Von Profis für Jede(n), 28. November 2009
Die Leute von der Verbraucherzentrale haben sich hier wirklich sehr viel Mühe gemacht. Das Hilfswerk bietet für wirklich jede(n) einen logischen, fachkundigen und in sinnreiche Kapitel untergliederten Leitfaden. Alle Fragen, die aus meiner Sicht alltagsrelevant sind für Haus- oder Wohnungseigentümer, werden hier hinreichend behandelt und mit praktischen und zudem ehrlichen Tipps versehen. Ich selbst bin mehr als 25 Jahre im Assekuranz-Außendienst tätig und bediene mich regelmäßig an dieser Lektüre. Fazit: Klare 5 Sterne !


Presence
Presence
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 11,06

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PRESENCE ein Gerüchte-Opfer?, 14. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
PRESENCE wird häufig als schlechteres oder zweit-, bzw. hinterrangiges Werk von LZ beurteilt. Mir erschließt sich in keinster Weise, was das soll. Es scheint, als hätte irgendwer irgendwann damit angefangen, Schlechtes über Nr. 7 zu berichten und plötzlich sind viele schier unisono der selben, eventuell sogar ungeprüften Meinung. Ich empfehle den geneigten Lesern dieser Rezension, PRESENCE (noch) einmal in Ruhe anzuhören. Klar kann ein Urteil nur subjektiv ausfallen, so auch meines, aber schaun Sie: "Achilles" ist wirklich "Erste Sahne", "Nobodys fault" sicher auf Augenhöhe mit Erstgenanntem, "Tea for one" richtig schön fröhlich und einprägsam, "Candy Store Rock" keineswegs ein "dümmlicher Rockn-Roller" lieber Kritiker -globe-alone- (was bitte ist überhaupt dümmlicher Rockn Roll...?) und der Rest - evtl. mit Ausnahme des etwas unauffälligen "Royal Orleans" - aus meiner Sicht Led-Zeppelin-Arbeit in gewohnter einwandfreier Manier. Ob der Plant nun beim Singen wegen eines Unfalls sitzen musste oder nicht, ich jedenfalls habs nicht bemerkt - im Gegenteil: ich bin geneigt, manch anderen Sängern zu wünschen, im Stehen nur halb so dynamisch singen zu können, wir Plant im Sitzen... - Noch einmal zur Rezension von globe-alone: Dort wird bemängelt, dass nur eine Handvoll Songs beweisen, was die Band in besten Tagen ableisten konnte. Ich bin irritiert: Ein Handvoll von 7 ist doch ok. 5 von 7 scheint mir absolut großartig. Ich finde PRESENCE ist gut für 4 Sterne. Warum nur 4? Weil III und IV eben 5-sternig waren, und dafür reichts PRESENCE nun in der Tat nicht ganz.


The Very Best of
The Very Best of
Preis: EUR 5,49

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Janis, Melanie war DIE Stimme..., 3. März 2007
Rezension bezieht sich auf: The Very Best of (Audio CD)
Ich möchte Ihnen, liebe(r) LeserIn, diese "Best of" CD mit Nachdruck empfehlen - insofern Sie Stücke, die mit Leidenschaft und eíner unglaublichen Stimme vorgetragen werden, bevorzugen.

Melanie war Anfang der 70-er Jahre qua Doppel-Single (!) Teil meines damaligen Plattenrepertoires. Sie schaffte den Weg in meinen Plattenschrank dadurch, dass Sie einen Stones-Titel, "Ruby Tuesday", aufnahm. Ich war zwar damals bereits von dem Lied begeistert, habe die Sache "Melanie Safka" allerdings nie weiter verfolgt - bis vor Kurzem in SWR 1 ein Portrait der Sängerin gesendet wurde und ich mich daraufhin entschloss, der alten Geschichte ein faires Ende zu bereiten.

Gott sei Dank! Die Zusammenfassung (i. d. R. kaufe ich solche Werke nicht) ist aus meiner Sicht geradezu genial gelungen. Von der ersten bis zur letzten Aufnahme (die überdies absolut ansprechend klingen) durchweg herausragende Lieder die derart inbrünstig, authentisch und "warm" vorgetragen werden, dass ich mich ernsthaft frage, wie es Janis schaffte, DIE Stimme dieses Segments zu werden. Habens denn alle so getan, wie ich, und von Melanie Safka lediglich den Stones-Titel und ihr "What have they done to my song, ma?" gehört...?

Versuchen Sies einfach auch noch einmal, geben Sie dieser fantastischen Stimme IHRE zweite Chance. Ich wünsche und verspreche Ihnen enorme Hörfreude!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2010 5:19 PM CET


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