Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Mehr dazu Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17
Profil für Essbee > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Essbee
Top-Rezensenten Rang: 3.490
Hilfreiche Bewertungen: 1723

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Essbee

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
The Legend of Zelda: Breath of the Wild [Nintendo Switch]
The Legend of Zelda: Breath of the Wild [Nintendo Switch]
Preis: EUR 47,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne, 26. März 2017
Möchte im Prinzip nur 5 Sterne da lassen. Es wurden alle Vorzüge (z.B. der Erkundungscharakter, das Konzept der Schreine uvm.) von diversen Rezensenten vor mir beschrieben. Ebenfalls wurden die kleineren Mäkel (Waffensystem oder Grafik) kritisch beleuchtet.


Tom Clancy's: Ghost Recon Wildlands - [PlayStation 4]
Tom Clancy's: Ghost Recon Wildlands - [PlayStation 4]
Wird angeboten von IT-STATION
Preis: EUR 49,99

77 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei entsprechenden Erwartungen ein Volltreffer!, 8. März 2017
Wie der Rezensionstitel es erahnen lässt, hängt die Zufriedenheit mit dem Produkt m.E. davon ab, was man als Spieler erwartet. Ich kenne genug Menschen, die die Arnie Filme aus den 80ern oder aber Spencer/Hill Streifen furchtbar platt und als stark repetitiv empfinden. Ich liebe diese Filme, weil ich genau weiß, was ich mag und mich entsprechend darauf einstelle. Ähnlich verhält es sich bei diesem Spiel. Nachdem ich FarCry4 vor zwei Jahren durchgesuchtet habe, war ich schon länger nach einem Spiel auf der Suche, das diesem Titel in den Grundzügen Paroli bietet, sprich: Openworld-World mit deutlichem "Naturüberschuss", viele Aufgaben, die der Spieler auf der Karte abgrasen kann/muss, gute und abwechslungsreiche Wummen und auch eine schöne Grafik. Entgegen anderer Meinungen hat mir auch Mafia 3 mit seinem sukzessiven Aussschalten der Unterbosse bzgl. Gampelay tatsächlich Spaß bereitet. Dies und einiges mehr, finde ich in diesem Spiel. Ich erwarte keine tiefgründige Story wie in The Last of Us o.ä.

In diesem Game sollst du als DEA (=Drug Enforcement Agent) mit 3 Kollegen das bolivianische Drogenkartell platt machen. Von A bis Z. Mehr nicht. Und wisst ihr was? Das reicht mir, mehr möchte ich bei derlei Spielen überhaupt nicht. Hier meine Bewertung:

+ gutes Charakterdesign zu Beginn. Es gibt ausreichend Individualisierungsmöglichkeiten (Aussehen, Kleidung, Rucksäcke, und einiges mehr). Du kannst auch als Frau spielen, wenn du möchtest ;-) Alles, bis auf das Aussehen, ist auch nach dem Erstellen des Charakters individualisierbar

+ das Spiel hat eine knackig schöne Grafik, mit Pop-Ups muss man in dieser gigantischen Spielwelt einfach leben. Mit GTA5 das schönste Open-World Spiel auf der PS4, das ich kenne.

+ die Karte ist verdammt groß und abwechslungsreich: (verschneite) Gebirgszüge, Dschungel, Salzwüsten, Dörfer, Industrieanlagen, Kirchen uvm. Einzig eine Großstadt fehlt mir.

+ dynamisches Wetter, das sich auch auf das Fahrverhalten auswirkt. Sprich: Regen = Schlamm = rutschige Pisten

+ viele Fahrzeuge: Motorräder, Panzer, Jeeps, Sportwagen, Helikopter, Flugzeuge

+ mehr als 50 (!) Waffen mit realistischen Verhalten und glaubwürdigen Sound (in einem Shooter allerdings auch absolute Pflicht)

+ gutes Equipment: Drohnen, Fernglas, Nachtsichtmodus, Wärmebildkamera, Schalldämpfer

+ "Immer etwas zu tuen Feeling". Das Spiel motiviert ungemein die Karte abzuarbeiten, weil man ständig kleinere Belohnungen erhält (Waffenteile, Kleidung, Fähigkeitspunkte, Rohstoffe)

+ guter Fähigkeitsbaum, der genügend Feinschliff ermöglicht, gleichzeitig aber nicht so überlastet wie in einem RPG ist

o die Fahrzeugsteuerung ist suboptimal, aber keineswegs ein kompletter Reinfall. Für mich fühlt es sich immer so an als hätte man eine Kuh vorne auf die Motorhaube gebunden. Da ist verhältnismäßig zu viel Gewicht auf dem vorderen Teil des Fahrzeugs

+ mir gefällt es SEHR GUT, das man 3rd Person spielt (man will die ganze Kleidung und die Accessoires schließlich auch sehen, die man
freischaltet) und erst beim Zielen in der 1st Personen Modus automatisch wechselt

- ich Frage mich aber, warum man dies nicht einfach so einstellen kann ,wie man möchte: In GTA funktioniert das doch auch. Die Fahrzeuge kann man auch nicht 1st Person steuern, was gerade bei den Helikoptern ungünstig ist, da man die eigenen Waffen am Heli nicht so gut sehen und folglich schwerer Zielen kann

o/+ mir persönlich reicht das Missionsdesign. Andere Spieler könnten es nach ca. 10 Stunden als zu eintönig empfinden. Mir reichen aber die Einnahme von Gebäuden, das Zerstören von Anlagen, das Stehlen von Fahrzeugen, das "Befragen" von Personen, das Überfallen von Konvois und ein paar kleine Missionen mehr.

+ je nach dem ergibt sich daraus ein langer Spielspaß von ca. 50 bis 60 Stunden

o die KI ist deutlich besser als erwartet. Die Befehle an meine Kollegen gehen allerdings nicht über recht langweilig "Greif an" "geh dort hin" hinaus. Es gibt 5 verschiedene Befehle. Wenigstens deutlich mehr sprachliche Varianz hätten die Entwickler einbauen können. Die Befehle haben die Kumpanen allerdings dann zuverlässig ausgeführt. Sie stehen auch nicht im Weg herum.

+ mir reicht die Gegner KI. Ich bin Gelegenheitsspieler und empfinde die KI als nicht zu schwach und größtenteils als glaubwürdig. Nur die Drohne scheint für Gegner KOMPLETT unsichtbar zu sehen, was schwach ist. In Watch Dogs 2 (auch von Unisoft) ist das viel besser gelöst wurden.

o mäßiges Deckungssystem

In der Summe überwiegen bei mir die "+" und ich bereue den Kauf nach ca. 18 Stunden Spielzeit nicht. Ich vergebe 4,5 Sterne und rate zu einem Kauf, falls dir Spiele wie FarCry oder Just Cause auch schon gut gefallen.


Nintendo Switch Konsole Grau
Nintendo Switch Konsole Grau
Preis: EUR 329,00

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Konsole für zwei Welten?, 3. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Nintendo Switch Konsole Grau (Spiel)
Ist dies Nintendos Rettung vor dem Fall in die Bedeutungslosigkeit, nachdem der Vorgänger die Wii U sich „nur“ 13,5 Millionen Mal verkauft hat? In Konsolenkreisen habe ich diese Frage tatsächlich in den letzten Wochen immer wieder aufgeschnappt. Selbst wenn die Verkäufe dieser neuen SWITCH Konsole auf diesem Verkaufslevel blieben und dies sich in den nächsten Generationen weiter fortsetzen würde, dann wäre die 1889 gegründete Firma Nintendo erst in mehr als drei Jahrzehnten insolvent. Den 150. Geburtstag wird man wohl noch feiern können in Japan. Soweit wird es aber gar nicht kommen, was an der neuen SWITCH Hybridkonsole liegt, die Stand jetzt eine neue, innovative Konsole darstellt, die zumindest einen Blick und eine sorgfältige Kaufüberlegung verdient. Hoffentlich hilft die folgende Rezension dabei:

- Verpackung und Lieferumfang –

Die SWITCH ist auf gut Deutsch sicher und gut verpackt, sodass man die Konsole auch problemlos z.B. im Falle eines Umzuges wiederverstauen kann. Ich verstehe nicht, dass in einigen vorab Unboxingvideos mehrfach moniert wurde, man hätte nicht das gleiche „erhabene Gefühl“ wie beim Auspacken eines Appleprodukts. Erstens, interessiert mich das nicht. Zweitens (siehe erstens).

Lieferumfang:
> Die Konsole, ein 6,2 Zoll (Display) Tablet. Mit angeschlossen Joy-Con-Kontrollern (je 3,18 cm lang) beträgt die Länge der Konsole etwas mehr als 23 cm.
> eine Dockingstation aus nicht so elegantem Plastik, in welche das Tablet bei Benutzung der Konsole am TV gestellt wird. Maße: 104mm/173mm/54mm (H/L/B), Gewicht: 327 Gramm
> die sogenannten Joy-Con-Controller (rechts und links)
>Joy-Con- Griff, an dem die Joy-Cons blitzschnell montiert werden und der Griff somit zu einem größeren Controller umfunktioniert wird.
>Joy-Con Strap, dies sind Schlaufen, die wiederrum an die Joy-Cons montiert werden können, damit man diese bei Nutzung nicht in den Fernseher oder aber jetzt neu in den Gartenteich pfeffert, wenn man außerhalb des eigenen Wohnzimmers spielt.
> Netzteil und HDMI-Kabel
> KEIN Spiel im Lieferumfang (1-2 Switch als Partyspiel hätte sich hier im Bundle eigentlich angeboten)
- vieles ist nicht im Lieferumfang enthalten, das zu einem „Rundumsorglospaket“ m.E. dazu gehört. Für den Preis von 330 Euro wäre diese Erwartung allerdings vermessen.

Nützlich wären eventuell: ein zusätzlicher, mobiler Akku, ein herkömmlicher Controller, eine Tasche für den sicheren Transport der Konsole, eine Schutzfolie für das Display, eine Micro SD Karte. All jenes gibt es, muss vom Kunden allerdings selbst zusammengestellt werden. Schade, ich hätte dieses Paket gegen Aufpreis gerne genommen. So bleibt die Frage: Nervt dieses nicht vorhandene Zubehör den Kunden oder aber ist die Konsole so toll, dass der Kunde gerne in Zubehör investiert? Bei letzterem könnte Nintendo ordentlich den Geldspeicher füllen, denn der Controller kostet z.B. satte 70 Euro.

- Aufbau und Installation –

+ Aufbau: wie bei allen Konsolen heutzutage schnell und unkompliziert. Schön, dass man die Kabel (z.B. Netzteil) durch die aufklappbare aus Plastik gefertigte Dockingstation führen kann, um sie nichtsichtbar zu verstecken
+ Installation: nichts bemerkenswertes, geht sehr schnell von der Hand und ist kinderleicht

- Technik-
Ich feier das Konzept einer Hybrid-Konsole immer noch ab. Das ist auf dem Markt einzigartig und wirklich innovativ! Nintendo lässt sich wirklich immer, etwas kreatives Neues einfallen, dass die Konsolengemeinde in dieser Form nicht kannte. Einmalig.

+ Konsole läuft am TV in 1080p bei 60 FpS und 720p auf dem Tablet im sogenannten „Handheld-Mode“ (Jaja, diese verdammten Anglizismen, finde auch, sie sind Bullshit). Das Bild ist auf dem 6,2 Zoll Bildschirm gestochen scharf und knackig klar. Die Pixeldichte beträgt dabei 237 ppi, was einen hohen Wert darstellt. Das Display der Konsole arbeitet mit der sogenannten IPS Technik (nein, das ist nicht der Arbeitgeber von Doug Heffernan unserem King of Queens). Kurz: Auch einer Betrachtung des Displays von der Seite ist die Qualität okay.

- - Das Display ist nicht entspiegelt. Das wird bei Sonnenschein und Zocken im Park kein sonderlich hohes Spielvergnügen und ist für mich vollkommen unverständlich.

+ Das Tablet wirkt in seiner Verarbeitung erstaunlich hochwertig, nicht wie ein i-Pad, aber auf jeden Fall deutlich ansprechender und mit mir mehr Style versehen als das klobige Wii-U Pad.

++ der Wechsel zwischen TV-Modus und Handheld-Mode ist ein Traum. Ich hatte Sorge, dass dies nur mit längeren Verzögerungen möglich sei. Weit gefehlt. Sobald ich die Konsole aus der Dockingstation ziehe, wird das Bild am TV schwarz und das Tablet zeigt das pausierte Spiel an. Vice versa klappt dies genauso geschmeidig.

+ die Konsole ist im Vergleich zu meiner PS4 angenehm leise. Bei einem Test einer Gamingzeitschrift (= nicht selbst durchgeführter Test) erreichte die Konsole lediglich 38,5 dB(A). Die PS4 Werte von 42. Diese Werte erscheinen mir in der Anwendung realistisch.
+ WLAN ist richtig schnell

O die Konsole ist auch im Tisch-Modus nutzbar, indem der auf der Rückseite befindliche Aufsteller ausgeklappt wird und der Spieler die Konsole vor sich stellen kann. Das könnte vor allem auf Reisen z.B. im Flugzeug ganz nett sein. Allerdings wirkt der Aufsteller auf mich nicht wirklich stabil. Ich könnte mir vorstellen, dass er bei einigen und etwas unvorsichtigen Menschen (soll bei Kindern ja mal vorkommen) abbricht.
O Die SWITCH wiegt 398 Gramm (mit Joy-Cons), ohne 297 Gramm. Im Vergleich dazu: Die PS Vita nur 217 Gramm.

O Akkulaufzeit: beträgt bei Grafik- und Prozesserfressern wie dem neuen Zelda-Spiel beträgt sie ca. 3 Stunden, bei kleineren Indie-Spielen laut Hersteller 4-7 Stunden (dies habe ich nicht getestet). Der Akku weist einen Wert von 4.310 mAh auf, was ungefähr das Doppelte eines i-Phone Akkus darstellt. Die 3 Stunden funktionieren aber auch nur, wenn mit der niedrigsten Bildschirmhelligkeit gespielt wird.

O die Grafikleistung bleibt abzuwarten. Zwar befindet sich ein Grafikchip der namhaften Marke Nvidia in der Konsole, dieser soll aber eher auf mobiles Spielen als auf 3D- Performance ausgerichtet sein. Das neue Zelda stellt definitiv keinen neuen Grafikkönig dar, sondern ist vor allem aufgrund des Art-Designs ein wunderschönes Spiel. Technisch gesehen allerdings nicht.

- der interne Speicher ist mit 32 GB viel zu klein. Effektiv ausgeliefert wird die Konsole mit ca. 25 GB, der Rest geht schon für das Betriebssystem flöten. Diesen Speicher benötigt man vor allem, wenn man Spiele aus dem Nintendo Shop lädt. Möchte ich Zelda nicht physisch im Geschäft kaufen, sondern lediglich die Online-Variante, dann fallen weitere 13,4 GB weg. Zwei große Spiele kann ich also gleichzeitig auf der Konsole installieren. Das ist schwach. Selbstverständlich ist der Speicher mittels Micro SD Karte beliebig erweiterbar, ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Kaufst du die Spiele allerdings und steckst das Speichermodul aktiv in die Konsole, tangiert dich dieses Problem nicht.

- Controller –
+ die Joy-Cons (Plural) sind wie erwähnt, einfach und unkompliziert von der Konsole zu entfernen. Das Beste: es sind zwei, sprich ich kann ganz spontan mit einer weiteren Person spielen. Prima. Die beiden Joy Cons sind mit einem Analogstick, vier runden Buttons sowie Trigger- und Schulter-Tasten ausgestattet.
Für Dauerzocker sind die kleinen Controller allerdings nicht gemacht. Zu verkrampft spielt man bereits nach wenigen Minuten. Mich würde es wundern, wenn erwachsene Menschen mit normalgroßen Händen damit stundenlang spielen können. Einer spontanen Runde Mario-Kart 1 vs 1 steht aber nichts im Wege. Der Druckpunkt der Buttons ist gut. Wahnsinn, dass in diesen kleinen Controller auch eine Vibrationsfunktion verbaut ist, die erstaunlich gut funktioniert. Die Joy-Cons können, wie erwähnt, blitzschnell an den Joy-Con Griff montiert werden und ich erhalte einen größeren Controller, der einem „herkömmlichen“ Controller im Stile PS4, X-BOX, uvm. ähnelt. Dieser liegt dann besser, aber nicht perfekt in der Hand. Zumindest nicht in meinen Händen.
Der Akkuverbrauch ist extrem gering, sodass er sicherlich mehr als 20 Stunden hält. Den Akkustand kann ich mir über das Menü im TV-Modus anzeigen lassen. Meiner ist immer noch bei 81%, obwohl die Controller stundenlang im Einsatz waren.
- wer ein Dauerspieler ist und mal gerne den halben Tag vor dem Fernseher verbringt, dem wird die Kombination aus Joy-Cons + Griff nicht ausreichen und man muss zwingend mit dem Pro-Controller nachrüsten. Dieser liegt dann traumhaft in der Hand und steht den Pendants der Konkurrenz in nichts nach.
Insgesamt betrachtet ist das System aus 2 Joy-Cons, einem Griff und der schnellen Umfunktionierung jedoch wirklich klasse.

- Nutzung der Konsole –
+ mit der Konsole kann man ähnlich wie bei der Konkurrenz auf Apps wie Yotube, Netflix o.ä. zugreifen. Dies wurde nicht getestet. Allerdings ist die Konsole somit nicht nur als Spielekonsole nutzbar, sondern kann als Tablet genutzt werden, da es mit WLAN und 3,5 mm Klinkenport Kopfhöreranschluss ausgestattet ist.

+ Die Spieleauswahl zum Launch finde ich geradeso ausreichend. Sony oder Microsoft boten zum gleichen Zeitpunkt auch nicht mehr an. Ich habe mir Zelda besorgt, dass so ein bombastisch umfassend Spiel ist, dass man damit erst mal Wochen beschäftigt ist, wenn man neben dem Zocken auch noch berufstätig ist ;-) Außerdem sind bereits u.a. erschienen:
Bomberman R, 1-2 Switch (ein Spiel, das ein wenig die Möglichkeiten der Joy-Cons veranschaulichen soll), Just Dance und einige mehr.
Im Oktober erscheint Mario Kart 8 Deluxe, dieses Jahr noch das neue Mario-Spiel. Große Hersteller, wie beispielweise EA-Sports (FIFA, Madden) und 2K (NBA 2 K) haben bereits Titel für die Konsole angekündigt, was die neue SWITCH dann auch deutlich von der Wii U unterscheidet, die m.E. zu wenig Spieleauswahl abseits des Nintendo-Universums bot.

+ vielseitig einsetzbar: Das Konzept ermöglicht es, immer und überall hochwertige Spiele in hochwertiger Auflösung zu spielen. Egal, ob im Flugzeug, auf dem Klo, im Park oder sonst wo. Genial ist natürlich, dass ich beispielsweise meinen Spielfortschritt unterwegs im Zug erweitere und dann abends am TV EXAKT diesen Spielstand weiterspielen kann. Ich muss dafür lediglich die Konsole in die Dockingstation stecken (in der die Konsole im Übrigen sicher steht) und weiter geht’s. Die Frage ist, ob man das möchte. Es gibt genug Smartphone-Zombies, die durch ihre Umwelt stolpern und mitunter sich und ihre Mitmenschen ernsthaft gefährden. Kinder würde ich über diese Problematik im Vorfeld sorgfältig aufklären, weil die SWITCH Menschen dazu verleiten wird, die Welt um sich herum zu vergessen und gebannt nur auf das Display zu starren.

Mein ehrliches Fazit:
Um die Frage aus dem Rezensionstitel zu beantworten: Nein, eine Konsole für eine Welt. Die Konsole benötigst du nur, wenn du damit auch unterwegs hochwertig spielen möchtest. Für den stationären Gebrauch reicht die Wii U und natürlich die Konsolen der Konkurrenz. Die SWITCH ist im stationären Modus nicht wirklich Next-Gen, was auch daran liegt, dass du dir einen vernünftigen Controller erst kaufen musst. Der Wechsel zwischen stationärer und mobiler Nutzung gelingt problemlos und das Spielen mittels Joy-Cons auf dem Tablet ist großartig. Die Spiele werden weit über den üblichen Smartphone-Tablet-Schrott liegen, mit dem wir uns derzeit noch herumschlagen. Und das ist genau der Kaufgrund für die SWITCH. Es ist das neue Konzept, aber nicht die Power der Konsole an sich, das den Kaufreiz ausmachen sollte.
Zudem könnten Konsolen im Stile des Nintendo 3DS könnten zukünftig wirklich überflüssig werden. Vielleicht schneidet sich Nintendo hiermit aber auch ins eigene Fleisch.
Für den perfekten Outdoor-Betrieb sollte man allerdings eine Micro-SD Karte und eine Tasche zum Transport kaufen. Besitzt du KEINE der aktuellen Konsolen,dann lohnt sich der Kauf auf jeden Fall.

Bei Fragen/Rückmeldungen können Sie mich gerne über die Kommentarfunktion kontaktieren.


Resident Evil 7 Biohazard - [PlayStation 4]
Resident Evil 7 Biohazard - [PlayStation 4]
Wird angeboten von HD Gameshop
Preis: EUR 39,80

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Groovy, 18. Februar 2017
Es wurde bereits einiges zu dem Spiel geschrieben. Meine Anmerkungen sind daher kurz und knackig. Natürlich wollte ich auch 5 verdiente Sterne hier lassen. Meine +/o/- System ist vor allem auch mit Blick auf die Serie, dessen langjähriger Spieler ich bin, zu verstehen.

+ Ego Perspektive ist klasse, noch mehr Identifikation. Das man darauf nicht früher gekommen ist, ist wirklich bemerkenswert.
+ dieses typische Resident Evil Flair: Dokumente/Zeitungen lesen, Heilkräuter sammeln, Videokassetten, Schlüssel suchen, kleine (eigentlich total bescheuerte) Rätsel lösen, die der Protagonist selbstironisch kommentiert
+ Survival Horror at its best: Munitionsknappheit, Dunkelheit, Trägheit des Charakters, die ständige Angst vor Jump-Scares. Teilweise stand ich in den Speicherräumen herum und habe überlegt, ob ich die Tür zum Flur öffnen soll oder doch besser noch nicht
+ gruseliges Setting
+ viele Gore Momente, die so in Resident Evil noch nicht zu sehen waren
+ eine interessante Story, die motiviert weiterzuspielen
+ widerliche Antagonisten (Familie Baker), die so pervers sind, dass man den Glauben an die Menschheit verliert
+ hübsche Grafik

o die Geschichte ist mit insgesamt 10 Stunden relativ kurz, die Wiederspielbarkeit ist bedingt interessant, wenn man alle Rätsel kennt und weiß wann und wo gleich Mr. Baker um die Ecke kommt. Allerdings wird ein neuer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet, der es wirklich in sich hat.

- leider sind die Gegenstände nicht zerstörbar. Ein Schuss auf einen Gegenstand ändert nichts an dessen Zustand.
- uninteressante, abwechslungsarme nichtmenschliche Gegner

Fazit: Wer auf Suvrival Horror und wer auf die Resident Evil Spiele 1-3 steht, muss dieses Spiel einfach selbst in die Konsole legen.


NBA 2K17 - [PlayStation 4]
NBA 2K17 - [PlayStation 4]
Wird angeboten von Cmal2_GmbH
Preis: EUR 28,50

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sicher, das beste Sportspiel der aktuellen Konsolengeneration, 18. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: NBA 2K17 - [PlayStation 4] (Videospiel)
Es wurde bereits einiges zu dem Spiel geschrieben. Meine Anmerkungen sind daher kurz und knackig. Natürlich wollte ich auch 5 verdiente Sterne hier lassen. Meine +/- System ist vor allem auch mit Blick auf die Serie, dessen langjähriger Spieler ich bin, zu verstehen.

+ Gameplay, es ist schwerer. Ein einfaches Durchlaufen + Dunk mit PG wie Westbrook kommt jetzt nur noch seltener vor. Insgesamt wirkt das Spiel etwas träger, was positiv ist. Es geht noch mehr Richtung Simulation und weg von Arcade. Ein Dunk wird mehr und mehr zu etwas besonderem, gut so.
+ Grafik: nochmals hübscher als in den Vorjahren
+ Präsentation: Jetzt auch neu mit Fieldkommentator vor dem Spiel, neuen (sinnvollen) Statistiken während des Spiels,Coachgesprächen während des Auszeit
+ Statistiken: Endlich ist die z.B. die Top100 der Scorer aufgeführt. Auf diese Weise kann man z.B. Dirk Nowitzki einen höheren Rang erspielen. Bei allen anderen Rekorden auch jetzt immer mindestens die Top10.
+ wie immer gute Kommentatoren
+ Musik ausgewogen
+ Spieltiefe: Expansionsteams vor der Saison hinzufügbar oder im Sommer auf Antrag mit anschließendem Expansiondraft. Cool
+ das unkomplizierte Erstellen einer neuen Liga im Dynasty Modus. Ein Dynasty Modus nur mit Legendenteams? Kein Problem
+ die Menus sind wirklich übersichtlicher als zuvor

- einige Spieler sind nicht toll animiert. Kevin Durant und weitere sind niemals so mager wie sie im Spiel präsentiert werden
- nerviges System der VC, für diese wird sogar auf den Banden der NBA-Hallen während des Spiels Werbung gemacht. Sehr aufdringlich.

Ich frage mich, was außer von der technischen Seite, in Zukunft noch besser gemacht werden kann? Ein sehr detailverliebtes Spiel, das es Wert ist zu besitzen.


Uncharted 4: A Thief's End [PlayStation 4]
Uncharted 4: A Thief's End [PlayStation 4]
Wird angeboten von karunsode
Preis: EUR 39,69

10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farewell Mr. Drake!, 10. Mai 2016
Die folgende Rezension enthält KEINE storytechnischen Spoiler, versprochen. Wer sich das ganze Gesabbel sparen möchte, möge gerne sofort zum Fazit springen.

Zum Rezensenten:
< Alle Teile der Serie auf der PS3 durchgespielt
< Lieblingstitel der Serie „Uncharted 2“
< „Uncharted 4“ seit gestern in einem Rutsch (Spieldauer 17 Stunden) durchgespielt, was bereits einiges über die Qualität des Spiels aussagen sollte

PROLOG:
Da ist er nun, der letzte Teil der Serie „Uncharted“ aus dem Hause Naughty Dog. Im folgenden könnt ihr lesen, warum ich das Game uneingeschränkt empfehlen kann, aber dennoch glaube, dass es nicht ganz an die Spitze der „Game of the year Listen“ klettern wird. Ich beziehe mich dabei ausschließlich auf den Singleplayermodus und NICHT auf den Multiplayermodus, welchen ich nicht getestet oder angespielt habe, und auch nicht werde.

INHALT:
Ohne zu viel vorwegzunehmen, halte ich mich bewusst sehr kurz an dieser Stelle: Nathan (der Held der Serie) führt inzwischen ein „spießbürgerliches“ Leben (auf den Uncharted Kosmos bezogen), gemütlich in die Couch gefletzt daddelt er samt seiner Perle Elena auf der Playstation. Seine ehemalige Sucht nach Abenteuern scheint er ad acta gelegt zu haben. Doch dann taucht plötzlich eine längst verstorben geglaubte Person wieder auf und weckt die Abenteuerlust Nathans, indem diese Person unserem Haudegen vom Piratenschatz des legendären Henry Avery erzählt. Schlussendlich kann sich auch niemand von uns vorstellen, wie Nathan zum Pantoffelhelden mutiert und so kann Nathan nicht widerstehen, bricht ein letztes Mal zu einem großen Abenteuer auf und will den Piratenschatz heben. Selbstredend ist er nicht der einzige, der es auf den Schatz abgesehen hat. Die Initiativgeschichte ist nicht wahnsinnig kreativ bzw. ein innovativer Leckerbissen, durch das aber ansonsten überaus abwechslungsreiche und mit Überraschungen gespicktes Storydesign im weiteren Verlauf, konnte ich darüber sehr gut hinwegsehen. Einen bombastischen Prolog a la „The last of us“ (gleiches Entwicklerteam) solltet ihr aber nicht erwarten. Im Übrigen habe ich 3 bis 4 Stunden gebraucht (es gibt einige Rückblenden), um mit der neuen Person warm zu werden. Danach habe ich sie aber liebgewonnen und als wertigen Teil des Spiels empfunden.
Eignet sich das Spiel für Neueinsteiger oder muss ich alle vorherigen Teile kennen? Ganz klar, wer vorher die Teile nicht kannte (gibt es so jemanden eigentlich?) und jetzt, auch bedingt durch eine neue Konsole und den Rummel rund um das Game, Lust auf eine neue Spielserie hat, der kann beherzt zugreifen. Im Großen und Ganzen wird man der Geschichte auch ohne Vorwissen problemlos folgen können. Echter und runder fühlt es sich aber selbstverständlich an, wenn man mindestens einen Teil der Serie gespielt hat.

GAMEPLAY:
Springen – klettern - ballern und ein klein wenig rätseln. Aus dieser Formel besteht jeder der bisherigen Serientitel und im Wesentlichen ändert sich daran auch nicht viel. Naughty Dog verfährt hier ganz getreu nach dem amerikanischen Motto „If it ain’t broke, don’t fix it“. Fast. Um ein paar interessante Aspekte wurde das Game aber erweitert. Zum einen sind die einzelnen Kapitel nicht mehr so schlauchartig aufgebaut wie zuvor. Der Spieler hat jetzt WESENTLICH mehr Freiraum sich in der wunderschönen Welt zu bewegen, zu entscheiden wie er sich einem Ziel nähert. Allerdings ist dieser Freiraum immer noch begrenzt, die ultimative Freiheit werdet ihr nicht vorfinden (es ist KEIN Open-World Game). Zum Anderen habt ihr in einigen Kapiteln nun die Möglichkeit euch mittels eines Jeeps (oder auch Boot) fortzubewegen, wobei sich das Fahrgefühl über die buckeligen oder schlammigen Pisten absolut realistisch anfühlt. Dabei halten die Personen ein lustiges Schwätzchen und die Fahrt fühlt sich hin und wieder wie ein fröhliches Umhercruisen im Abenteuerurlaub an. Wäre da nicht die eigentlich Mission. Klasse gemacht. Ein Radar oder eine Karte steht euch im Übrigen während der Fahrt nicht zur Verfügung. Das führt jedoch dazu, dass das Abenteuerfeeling abermals ein wenig gepusht wird. Ihr müsst euch euern Weg zum Ziel schon selbst suchen, wobei euch das Spiel subtile Hinweise für die richtige Route mit an die Hand gibt. Hier habt ihr die Möglichkeit, die bekannten Minischätze zu suchen. Die Seilwinde des Jeeps muss man für kleine Umgebungsrätseln (Jeep rausziehen aus Matsch o.ä) verwenden, was neu und spaßig gewesen ist.
Die größere Spielwelt befähigt euch das Game aus einer neuen Spielperspektive wahrzunehmen. Ihr müsst nicht länger auf die Gegnerwellen ballern, um ans Ziel zu kommen. Das empfand ich an einigen Stellen der Vorgänger doch manchmal recht nervig bzw. als zu repetitiv. Das Spiel bietet euch die Möglichkeit an, VIEL mehr die leise Sohle zu wählen und zu schleichen, die Gegner dann lautlos ins Jenseits zu befördern bzw. manchmal auch einfach zu umgehen. Stealth rückt ganz eindeutig in den Vordergrund, ist aber nie ein Muss. Wer weiterhin drauf los feuern möchte, kann gerne so verfahren, muss aber damit rechnen, dass Verstärkung gerufen wird. Das Spiel legt dem Spieler diesbezüglich keine Steine in Weg. Der Stealthmodus ist dabei niemals auf dem Niveau von „Hitman“ oder ähnlichen Spielserien, die hierauf den Fokus setzen, aber auch bei weitem nicht nur ein nettes Beiwerk, das letztlich irgendwie nicht so richtig dazugehört. Im Gegenteil, Nathan kann sich im Gras, Gestrüpp o.ä. verstecken, befindet sich aber keinesfalls im „Invisiblemodus“ und ist fortan unauffindbar. Das trägt auf jeden Fall zum Abenteuerfeeling bei und sollte all die jene animieren, die bisher vor den zu vielen und langen Ballerorgien abgeschreckt wurden sind. In dieser Hinsicht ist den Entwicklern ein echter Quanten- und Qualitätssprung gelungen, der die Serie auf eine neue Ebene hievt.
Um die Mobilität der Spielfigur weiter zu erhöhen, wurde der Greifhaken („Tomb Raider“ lässt grüßen) eingeführt. Setzt man ihn gekonnt ein, sieht es einfach unglaublich lässig aus, wenn Nathan über einen Abgrund schwingt, den Gegner per Fausthieb niederstreckt und die Waffe dabei locker auffängt. Der Nahkampf gewinnt somit zwangsläufig an Bedeutung und wurde um einige neue coole Animationen erweitert bzw. verfeinert.
Die KI verhält sich dabei glaubwürdig, d.h. verweilt ihr zu lange in einem Versteck, dann werdet ihr von allen Seiten umzingelt und Granaten zwingen euch, die Position schnell zu wechseln. Die Überlebensfähigkeit der Gegner ist dabei recht schlüssig, ein Kopfschuss oder 4 bis 5 Körpertreffer reichen, um sie auszuschalten. Je nach Waffe und Panzerung der Gegner versteht sich.
Ihr durchstreift die wunderschönen (sagte ich das nicht bereits?) Landschaften und Gebäude fast ausnahmslos immer mit mehreren Personen. Ähnlich wie bei „The last of us“ sind eure Begleiter aber definitiv keine nervenden Dauerstörenfriede, die nur den Weg versperren oder ständig gerettet werden müssen. Sie wurden fantastisch mittels der guten Dialoge ins Spielgeschehen eingebunden und helfen auch sonst glaubwürdig und nachvollziehbar ein Ziel zu erreichen, indem sie Gegner selbst erledigen oder auch sofort in den Deckungsmodus abtauchen, sobald Nathan das macht. Geht ihr aggressiv und laut vor, dann verhalten sie sich auch so. Insgesamt spürt man deutlich, dass Neil Druckman und Bruce Straley (Drehbuchautoren von „The last of us“) ihre Finger im Spiel hatten. Die Darstellung der Beziehungen unter den Charakteren wird zunehmend ernster, aber dadurch auch reifer und erwachsener, was sich vor allem in den Cutscenes widerspiegelt. Allgemein nehmen die Dialoge spürbar etwas an Tempo aus der Geschichte, was ich persönlich als sehr gelungen empfunden habe. Andere actiongierigere Spieler könnte das aber mitunter ein wenig anöden. Das möchte ich nicht verschweigen.

TECHNIK:
Malerisch, wie ein Gemälde. Alles in 1080p-Auflösung und bezaubernd knackigen HD-Texturen. Das Spiel sieht fantastisch aus und ist für mich der vorläufige Grafikkönig auf der PS4 (mein bisheriger Favorit „The Witcher 3“). Naughty Dog hat einfach den Grafikdreh raus und weiß, wie es visuell funktioniert. Die Kinnlade fällt so doch das ein oder andere Mal auf den Boden und bleibt dann dort auch für einige Sekunden liegen bis man sich wieder gesammelt hat und zum nächsten WOW-Moment angelangt. So bewegt ihr Nathan durch verschneites Hochland, immergrünen Dschungel, Höhlen, Grotten, verschiedene Paläste, Kathedralen oder andere Postkartenmotive wie türkisfarbene Inselwelten. Und damit ist nur ein kleiner Auszug erwähnt. Das Spiel läuft dabei konstant mit 30 fps. So viel sei noch gesagt: Im Prinzip prügelt man euch wie in den James Bond Filmen einmal um den gesamten Globus. Das ist aber spielserienmäßig nichts Neues. Ihr bekommt das, was ihr erwartet. Um euch als Spieler nochmal mit der Nase (mit ordentlich Schmackes, versteht sich) auf dieses visuelle Spiele-Topmodel drauf zu stubsen, bewegt Nathan sich auch häufiger auf erhöhte Punkte, überblickt Schluchten etc. von denen man die grandiose Weitsicht wirklich genießen kann. Einmal tief durchatmen, sich selbst an diesen Ort herbei träumen und weiter geht’s. Wenn ein Fotomodus (japp, den gibt es) jemals sinnvoll war, dann hier in diesem Spiel. So schön sieht es aus. Dennoch mag der ein oder andere von euch noch ein kleinwenig mehr erwarten. Das liegt sicherlich daran, dass „Uncharted 3“ und „Uncharted 2“ damals auf der PS3 grafisch alles dagewesene in Grund und Boden gestampft haben. Mich persönlich beschleicht auch das Gefühl, dass die PS4 leistungstechnisch eventuell noch nicht ganz an ihre Grenzen angekommen ist. Das soll aber bitte keineswegs als Kritik verstanden werden. Vielmehr freue ich mich auf zukünftige Projekte der Entwickler.
Das Spiel geht häufig nahtlos und super flüssig in Cutscenes über, die ebenfalls fantastisch aussehen. Jeder Bartstoppel, jedes Zwinkern mit den Augen usw. sind sichtbar und tragen auf diese Weise dazu bei, dass man als Spieler das Gefühl hat, ein überlanges cineastisches Meisterwerk zu sehen bzw. zu spielen und sich schlussendlich auch viel besser mit den Figuren identifizieren kann. Die Cutscenes sind somit nicht bloß unnötiger Ballast vor traumhafter Urlaubskulisse, sondern betten sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Dieser Umstand ist auch auf die sehr gelungene, glaubwürdige deutsche Synchronisation zurückzuführen (englische Sprachversion kann auch gewählt werden). Die Dialoge sind wie geschliffen und Nathan geht wie gewohnt sehr leicht ein lockerer Spruch über die Lippen. Popcorn-Kino-Deluxe würde ich sagen.
Waffen und Umgebungsgeräusche sind glaubwürdig und richtig platziert. Nathans Bewegungen fühlen sich noch geschmeidiger an. Zudem wurde an ganz viele bemerkenswerte Details gedacht. Selten läuft oder springt Nathan einfach nur vor sich hin. Immer wieder streift er beim vorbeigehen mit der Hand einen Stein oder landet unsanft und kommt ins Straucheln etc. Das sind die Details, die dem Spieler vor Augen führen, dass ganz viel Leidenschaft und Hingabe in dem Spiel stecken. Hierzu eine kleine Anekdote. Ich schlendere mit Nathan über einen orientalischen Markt, Obständlerin laufen auf mich zu und verkaufen mir einen knallroten Apfel. Hm lecker. Ich gehe ein Stück weiter, am Straßenrand sitzt ein Mann mit einem Lemuren auf dem Arm, ich gehe zu ihm, kuscheln kurz mit dem flauschigen Tier und marschiere dann nichtsahnend weiter. Plötzlich springt der Lemure auf meinen Rücken, schmust kurz mit mir und klaut mir den Apfel, den ich zu Beginn gekauft habe. GENIAL.

WARUM in Gottes Namen also nicht das SPIEL DES JAHRES? Hat der Rezensent noch alle Latten am Zaun? Nun ja, das müsst ihr entscheiden. Hier aber in Kürze, was mich von einer 10/10 Wertung abhält:

< das Rätselflair ist für meinen Geschmack zu rudimentär. Wenn denn mal gerätselt werden darf, sind diese oft so banal, dass selbst ein einäugiger und tauber Schimpanse an der Konsole zum Rätselgott mutiert. Im Ernst: Wer es dann immer noch nicht checkt, schaut einmal kurz in Nathans Notizbuch und sollte spätestens dann die Lösung haben. Schade, eindeutig Potential verschenkt.

< ein ausdrucksstarker Antagonist (wie bspw. in „Far Cry 3“) fehlt. Die bösen Buben sind mehr oder weniger Schießfiguren, zu denen man als Spieler auch keine wirkliche Abneigung oder vielleicht sogar Verständnis für ihr Handeln entwickeln kann. Die Gegner sind allgemein auch nicht abwechslungsreich genug. Es sind immer wieder die gleichen Halunken, Mal mit Panzerung, das andere Mal halt ohne. Das nutzt sich etwas ab und fühlt sich am Ende doch recht monoton an.

< der Einstieg ist mir persönlich doch zu zäh. 3 bis 4 Stunden brauch man, um den neuen Charakter kennenzulernen. Das Spiel muss so zwei Geschichten erzählen (die Hintergrund- und die Hauptgeschichte). Bei zuerst genannter ist dies für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Hier hätte man um eine Stunde kürzen können und diese Spielzeit dann an den Rest der Story hängen sollen. Für noch ungeduldigere Spieler als mich ist dies vielleicht ein Grund, das Spiel erst mal zur Seite zu legen.
Dennoch ist und bleibt „Uncharted 4“ ein grandioses Spiel und stellt einen würdigen Abschluss der Serie dar:

FAZIT:
+ bombastische Grafik, sowohl Ingame als auch in den Cutscenes
+ Popcorn-Kinofeeling durch messerscharfe Dialoge und flüssigen, nahtlosen Übergang von Spiel zu Cutscenes
+ entschleunigendes Spielen durch ruhigere Momente
+ mehr Abenteuerfeeling durch Stealthelemente, Greifhaken, größere Erkundungsareale und fahrbare Jeeps
+ sehr abwechslungsreiche Areale
+ umfangreicherer Solomodus von 16-19 Stunden Spielzeit

Farewell Mr. Drake!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2016 1:39 PM MEST


FIFA WM 2014 - Alle Tore [Blu-ray]
FIFA WM 2014 - Alle Tore [Blu-ray]
DVD ~ Manuel Neuer
Preis: EUR 7,79

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tore, Tore...und... Tore!, 4. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FIFA WM 2014 - Alle Tore [Blu-ray] (Blu-ray)
Was bekommt der Fussballfan geboten? Exakt das, was auch auf der Verpackung steht. Tore, Tore, Tore und das sind bei der torreichsten WM aller Zeiten nicht wenige. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Was noch?

- Im Menu kann wahlweise zwischen Tore der "Gruppenphase", der "Finalrunde" und einer Top 15 Auswahl gewählt werden. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, würde ich die Zusammenstellung als durchaus gelungen bezeichnen. Natürlich kann ebenfalls die Option "alles abspielen" angesteuert werden und man kann so alle WM Tore chronolgisch bestaunen.

- vor jedem Spiel wird kurz eine Übersicht gezeigt, die Auskunft darüber gibt, in welcher Gruppe wir uns gerade befinden, welche Spielpaarung folgt und welcher Spieler zu welchem Zeitpunkt getroffen hat. Das ist ungemein wichtig bei der persönlichen Einordnung z.B. über die Bedeutung eines Tores

- großer Pluspunkt sind die Originalkommentatoren der ARD und des ZDF. So entsteht das WM-Feeling aus dem Sommer auf der Couch und die Emotionen lassen sich nochmal toll nachempfinden.

- auch die Tore aus den Elfmeterschießen sind dabei.

- relativ häufig werden nach einem Tor kurz die Freudenreaktionen der jeweiligen Fans gezeigt und man erinnert sich so wunderbar an verrückte Kostüme und farbenfrohe Gesichter etc.

- der Torjubel ist in den meisten Fällen mit dabei.

- am Bild gibt es nichts zu meckern, alles glasklar und scharf. Toll.

- im Gegensatz zur "Highlight DVD" bekommt man auf diese Weise halt auch etwas von den kleineren Nationen mit. Wer sich gerne an die Tore von Australien, Mexiko, Japan erinnert, erhält so wenigstens einen kleinen Einblick.

Was könnte besser sein?

- die Entstehung der Tore könnte ab und an viel besser in Szene gesetzt werden, wenn man einfach etwas früher angefangen hätte.

- auch ein Foulspiel vor einem Elfmeter wäre wünschenswert.

Mir hat die Bluray SEHR GUT gefallen, weil meine Erwartungen nur an dem orientiert haben, was auf der Verpackung steht. An Toren, und die bekomme ich ALLE in exzellenter Ton- und Bildqualität präsentiert.


Modern Family - Season 1 [4 DVDs]
Modern Family - Season 1 [4 DVDs]
DVD ~ Ed O'Neill
Preis: EUR 6,10

38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Stern am Sitcomhimmel..., 15. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Modern Family - Season 1 [4 DVDs] (DVD)
...warum ist das so?

Die ganz große Stärke der Serie liegt in der Vielfältigkeit und dem Abwechslungsreichtum der Charaktere, denn davon gibt es gleich 11! Natürlich lassen sich bei solch einem Fundus auch abwechslungsreiche Stories erzählen. Die Macher der Serie haben sich insgesamt drei eigenständige Familien ausgedacht(für die ich gleich im einzelnen kurz ein paar Worte verlieren werde), die in ihrer Gesamtheit aber eine große Patchwork Familie darstellen (eben "Modern Family"). Durch die Vielzahl von, zum Teil skurillen, Charakteren und vor allem durch deren Interaktion als Familienmitglieder ergeben sich wirklich großartige und vor allem lustige Situationen. Nicht selten wird der Alltag der drei Familien leicht getrennt von dem Leben der anderen in einer Episode thematisiert, um hin und wieder doch das Verschmelzen der Leben aller innerhalb einer Großfamilie vortrefflich aufzuzeigen. Mit meiner Rezension möchte ich Ihnen einen Überblick über die Charaktere verschaffen und vermitteln ,weshalb sich aus den Personenkonstellationen urkomische Dialoge und Situationen ergeben:

Die Familie DELGADO-PRITCHETT

- Jay (dargestellt von Ed O'Neill), das Familienoberhaupt ist Anfang/Mitte 60 und hat vor kurzem die wesentlich jüngere kolumbianische Sexbombe Gloria nach einer gescheiterten Ehe geheiratet. Jay hat all das, was Al Bundy immer haben wollte. Er muss nicht arbeiten, ist sehr wohlhabend und lebt mit einer Traumfrau zusammen. Dennoch schimmert immer wieder der Zynismus und die oftmals derben Sprüche eines Al Bundys bei Jay durch. Letztendlich erweist er sich aber immer als liebenswert und doch fürsorglich. Klasse gespielt, trockene Sprüche, einfach super. Bei dieser Person ergeben sich natürlich auch einige Witze im Bezug auf das Älterwerden.

- Gloria, wie erwähnt Jays Frau, eine rassige, impulsive, sexy Latina und fürsorgliche Mutter von Manny. Hieraus ergeben sich viele Witze über die Bräuche oder die Korruption in Südamerika. Im übrigen im deutschen perfekt synchronisiert. Das "R" wird so schön gerrrrrrrrrrrrollt.

- Manny, 10 jähriger, übergewichtiger Sohn von Gloria und Stiefsohn von Jay. Verhält sich häufig sehr, sehr reif und wie ein Erwachsener (trinkt literweise Kaffee, spielt Schach etc). Kann sich gewählt ausdrücken, was unglaublich komische Situationen erzeugt. All das macht ihn aber zum Außenseiter bei anderen Kindern und vor allem bei Mädchen.

Die Familie PRITCHETT-TUCKER

- Mitchell, ist Jays homosexueller Sohn. Er ist als Anwalt tätig, ein Snob, aber doch liebenswürdig und an vielen Stellen erfüllt er die Stereotype eines Schwulen (verweichlicht, ängstlich usw.). Die Mimik und Gestik passen perfekt zu ihm. Unterschwellig wird oft darauf angespielt, dass Jay (er ist eben ein Macho) mit der sexuellen Tendenz seines Sohnes ein Problem hat oder zumindest hatte.

- Cameron, Mitchells homosexueller Ehemann. Er ist übergewichtig (daraus ergeben sich einige witzige Anspielungen) und er erfüllt die Rolle einer "Hausfrau", wenn man das so sagen kann. Er ist sehr musikalisch (gibt einige lustige Stellen in der Staffel, die dies zu Nutze machen) und auch an Sport interessiert. Dennoch erfüllt er, wie sein Partner, sehr häufig die Klischees eines Homosexuellen.

- Lily, das vietnamesische Adoptivkind (Baby) der beiden. Hieraus ergeben sich unheimlich viele Probleme, die das, in der heutigen Gesellschaft leider immer noch als ungewöhnliche zu bezeichnende Paar, zu bewältigen hat. Beide Väter sind ÜBERfürsorglich und sehr unsicher im Bezug auf die Erziehung ihrer Tochter.

Die Familie DUNPHY

- Claire, die Tochter von Jay und Schwester von Mitchell, ist das perfektionistische Muttertier, welches ihrer verlorenen Berufskarriere hinterhertrauert. Für ihre Kinder will sie aber stets das Beste.

- Phil, Claires Mann, der häufig ganz eigenwillige und zu seiner Frau konträre Erziehungsmethoden bevorzugt. Er versucht hipp und jung zu sein, um bei seinen Kindern beliebt zu sein, was sich auch in der Tatsache widerspiegelt, dass er ein Technikfreak ist. Mit seinem Schwiegervater, sie wissen schon, Jay ;-), ist er aber auch seit 15 Jahren nicht richtig warm geworden. Er scheint zudem ab und an aus dem monotonen Familienleben heraustreten zu wollen und interessiert sich unterschwellig für schöne Frauen (Stichwort "Gloria") oder andere Hobbies. Darüberhinaus ist er gelegentlich ein Tollpatsch, sowohl physisch als auch emotional. Ein sehr liebenswerter Charakter.

- Haley, ist die pubertierende, hübsche Tochter, was die bekannten Probleme mit sich bringt. Sie interessiert sich mehr für Jungs, Parties und Mädchenmagazine als für die Schule. Das führt auf Dauer natürlich stets zu Konflikten mit ihren Eltern und ihren Geschwistern.

- Luke, etwa 10 jähriger Sohn und das totale Kontrastbild, und jetzt Achtung, zu seinem gleichaltrigen, überreifen Onkel (!) Manny. Das birgt natürlich Konfliktpotential. Luke scheint leicht dümmlich zu sein und/oder unter ADHS zu leiden. Er ist wild, laut und total unreif, was ja EIGENTLICH nicht so schlimm für ein Kind seines Alters ist.

- Alex, etwa 10-12 Jahre alt und Mrs. Schlaubischlumpf der Familie. Gerissen, intelligent, was sie zu einem Außenseiter bei ihren Geschwistern und Schulkameraden macht. Ihr Humor ergibt sich häufig aus dem Sarkasmus.

Sie können sich die weiteren Verwandheitsgrade nun weiter selbst zusammendichten (Wer ist Neffe von wem usw) ;-) Ich denke aber, dass deutlich wird wie unterschiedlich die Personen sind und welch aberwitzigen Dialoge sich daraus innerhalb der Großfamilie ergeben können.

Als wären 11 Protagonisten nicht genug, treten auch noch ab und an der Vater von Phil oder der Freund von Haily auf. Das große Chaos entsteht natürlich immer dann, wenn die Großfamilie sich zu Familienfesten o.ä. trifft :-)

Wie andere schon angemerkt haben, und deswegen gehe ich nur kurz drauf ein, ist die Serie ein bisschen wie Stromberg aufgebaut, d.h. dass die Erwachsenen ab und an interviewt werden und dem Zuschauer dann ihre Gedanken oder persönlichen Überzeugungen zu einer Thematik mitteilen. Meistens trifft aber in der Szene danach genau das Gegenteil zu dem was die Personen vorher gesagt haben ein. Eigentlich wie bei Stromberg. Sehr lustig.

Zudem finde ich es sehr schön, dass im Gegensatz zu anderen Sitcoms, sehr alltägliche Probleme und Geschichten erzählt werden. Das stärkt die Identifikation.

Ich kann ihnen wirklich nur raten (ich habe es auch gemacht) ruhig mal mutig zu sein und der Serie einfach mal eine Chance zu geben. Für mich ist es eine herrliche Erfrischung, und seien wir mal ehrlich: Wer hat langsam nicht genug von "Two and a half men" oder "How I met your mother"? Ich habe den (sehr günstigen Kauf) nicht bereut und mir eine weitere Staffel eben bestellt ;-)


How I Met Your Mother - Season 8 [3 DVDs]
How I Met Your Mother - Season 8 [3 DVDs]
DVD ~ Alyson Hannigan
Preis: EUR 11,24

35 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überzogen und zum Teil lieblos erzählt, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

pünktlich vor Weihnachten erscheint also die 8. Staffel der 5 Freunde aus Manhattan. Leider kann die Staffel längst nicht mehr das Niveau früherer Staffel halten, was an folgenden Gründen liegt:

- Die Geschichte wird vollkommen unnötig in die Länge gezogen. Einen schönen durchgängigen Handlungsstrang (bis auf: WER in Herrgottsnamen ist denn nun endlich die Mutter?)sucht man vergebens. Stattdessen werden viele Folgen etwas lieblos aneinander gereiht. Zudem werden mal wieder alte Charaktere (z.B. der Captain) aus der Mottenkiste ausgegraben, nur um überhaupt irgendetwas erzählen zu können. Wieso muss Ted eigentlich schon wieder eine kurzfristige Beziehung führen? Mich persönlich hat das sehr genervt, zumal man von Anfang an weiß, dass dies nicht "die Mutter" sein kann. Diese typische HIMYM Feeling und Mitraten a la "Ist sie das, oder vielleicht doch nicht?" geht dadurch vollends verloren. Schade.

- Neben diesem unglaubwürdigen, aufgesetzt wirkenden Handlungsstrang, fehlt auch den einzelnen Episoden selbst sehr häufig die Glaubwürdigkeit. Es wird viel zu extrem erzählt. Das war in früheren Staffeln besser als man das Extreme punktuell und mit Bedacht eingesetzt hat. Ich meine beispielsweise die Szenen als Barney das erste Mal Auto fuhr o.ä. Zwar sehr abgedreht, aber lustig, weil nur selten und dann aber konsequent verwendet. In der vorliegenden Staffel sind ganze Folgen so extrem gestaltet, wodurch schlussendlich auch der "rote Faden" verloren geht. Das ganze hat mich sehr stark an die neueren Folgen von den Simpsons erinnert. Abgedreht, auf Teufel komm raus versucht lustig zu sein, aber den alten Charme total vermissen lassen. So wird auch Marshall recht häufig, ähnlich wie Homer bei den Simpsons, zu einem unfreiwillig komischen Clown degradiert. Das führt dazu, dass man die einzelnen Folgen zwar stellenweise lustig findet, die gezeigten Geschichten aber keinesfalls dem Charakter einer Person nachhaltig zuschreibt oder sich selbst mit den Personen identifiziert. Man weiß jedes mal "okay, das war was einmaliges, diese Information brauche ich als Zuschauer nie wieder". Dies unterstreicht, dass die Geschichte im Prinzip komplett auserzählt ist.

- Der Charakter Barney wird sehr ausgeschlachtet. Die Macher haben natürlich längt gemerkt, dass er der heimliche Star der Serie ist, aber mir persönlich wurde es viel zu viel mit irgendwelchen "Bro XY Gegenständen". Auch hier macht es die Dosis. Frühere Folgen wie der "Bro Code" waren genial, stützen sich vollends auf diese Idee und es wurde im Verlauf immer wieder darauf angespielt. Jetzt wirkt es zwanghaft und konstruiert. Einfach zu viel des Guten.

- es ist mir persönlich viel zu beziehungslastig. Zu Beginn der Staffel sind alle Personen irgendwie in einer Beziehung. Danach brechen innerhalb weniger Folgen, und unter Angabe von recht fadenscheinigen und lieblosen Gründen alle Beziehungen sehr, sehr schnell wieder auseinander.

- Die obligatorische Anspielung, dass Ted noch auf Robin steht und sie ihm gegenüber wohl doch ein paar Gefühle haben könnte. Was soll das eigentlich?

Natürlich ist nicht alles schlecht...

+ es gibt immer noch ein paar wenige "Brüllerfolgen", die wirklich für viele Lacher sorgen
+ die Erzählweise finde ich weiterhin sehr gelungen (Flashbacks, verwobene Handlungsstränge usw.)
+ wieder bessere Musik im Menu als bei Staffel 7
+ man erfährt während dieser Staffel (natürlich verrate ich nicht wann und wie) wer die Mutter ist.

Der letzte Punkt, und das Verbuchen unter "+" zeigt aber auch, dass man sich insgeheim einfach wünscht, dass die Serie bald vorbei ist. Ich bin gespannt, ob man die 9. Staffel wieder etwas stringenter und damit auch würdevoll zum Abschluss bringen kann.

Eigentlich kann ich nur den Leuten vom Kauf abraten, die schon bei Staffel 5 oder 6 die Lust an der Serie verloren haben. Hardcore Fans werden sich die Staffel so oder so kaufen, aber in meinen Augen vermutlich nicht mehr ganz so gut bedient werden wie zuvor.

MfG


The Big Bang Theory - Die komplette sechste Staffel [3 DVDs]
The Big Bang Theory - Die komplette sechste Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Johnny Galecki
Preis: EUR 8,99

67 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bazinga, 27. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo zusammen,

pünktlich vor Weihnachten erscheint für die Fans neues Futter der vier Physiker aus dem kalifornischen Pasadena. Ich habe die aktuelle Staffel (24 Folgen) innerhalb von drei Tagen fast an einem Rutsch durchgesehen. Daran erkennt man, dass die Serie immer noch vieles richtig macht.

Den Charakteren wurden wieder glaubhafte Dialoge und herrlich-verrückte Situationen auf den Leib geschneidert. Wenn wir schon bei "schneidern" sind: es werden dieses Mal auch wieder einige, lustige Kostüme (z.B. auf einer Halloween Party im Comicbuchladen) aus dem Bereich Film, Comic und Sci-Fi-Serien von den Personen getragen. Die Rolle von Sheldon bietet weiterhin einige skurrile Situationen und sorgt für reichlich Lacher. In einer Folge versucht Sheldon mit allen Mitteln einen Universitätsparkplatz von Howard wiederzuergattern, obwohl er ja selbst kein Auto hat. Ein Highlight der Staffel, wie ich finde. Auch das Verhältnis der Folgen, in der einer der vier Physiker im Mittelpunkt steht, ist nach meinem Empfinden recht ausgewogen. Wenn jemand also einen Favoriten hat, wird er ihn mehr als einmal, im Zentrum der Folge bewundern dürfen. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Howard mehr Zeit bekommt als nämlich anfangs über mehrere Folgen seine Zeit im Weltraum und später die Annäherungsversuche zu seinem Schwiegervater thematisiert werden.

Leider (und daher muss ich auch einen Stern abziehen) setzt sich der Trend der letzten Staffeln fort und der übergeordnete Spannungsbogen bezieht sich fast ausschließlich auf irgendwelche Beziehungsproblemchen. Ich habe nichts gegen die weiblichen Darsteller, aber an manchen Stellen fühlt sich die Serie an, wie ein GZSZ für Physiker. Howard soll wohl endgültig (oder doch nicht?) zu Hause ausziehen, was zu ständigen Diskussionen mit Bernadette führt. Zwischen Penny und Leonard geht es wiedermal recht viel hin und her. Mal liebt sie ihn, mal nicht. Auch die "Beziehung" zwischen Sheldon und Amy ist nicht mehr ganz so skurril und überraschend als noch in den Staffeln davor. Es gibt zwar nach wie vor wirklich witzige Dialoge und Momente, aber das ganz Innovative, was dazu führte, dass ich noch nie innerhalb einer Serie eine so lustige "Liebesbeziehung" zwischen zwei Personen gesehen habe und vor Lachen vom Sofa fiel, fehlt nach und nach. Es wiederholt sich auch. Mit Rajs homosexuellen Tendenzen wird von den Machern der Serie verstärkt gespielt, da der Person Stuart (der Comicladenbesitzer) mehr Zeit und Raum gegeben wird als seine Freundschaft zu Raj verstärkt thematisiert wird. Allgemein ist Stuart regelmäßigerer Bestandteil der Gruppe und könnte fast schon als das 5 oder besser gesagt 4,5 Mitglied der Gruppe bezeichnet werden. Jedesmal ist er nämlich (zum Glück) nicht dabei. Wozu führt das?

Folgen in denen die vier Physiker nur etwas für sich unternehmen und dabei serientypisch sehr gelungene Anspielungen auf Filme, Serien, Comics und Technik gemacht werden, gibt es im Prinzip nicht mehr. Dies waren m.E. mit die besten Folgen der Serie. Irgendeine der Frauen ist immer erbost, eifersüchtig oder fühlt sich hintergangen und zieht dann die anderen beiden mit ins Boot und verhindert so das Zusammenkommen der puren Männerrunde. Vielleicht ist das unser Schicksal ;-)

Das Menu finde ich wie immer recht bescheiden gestaltet. Zudem frage ich mich, warum immer noch keine Titel der einzelnen Episoden oder kleine Bildausschnitte einer Folge sichtbar sind und man sich so nur an der Episodenziffer orientieren muss. Zudem, vielleicht ist das aber nur mein Problem, startet die Serie bei mir immer noch regelmäßig in tschechischer Sprache!?

Hätten die Staffeln davor die Bewertungslatte nicht so hochgelegt, würde ich auch hier 5 Sterne vergeben. Da ich die Serie aber in ihrer Gesamtheit und unter Berücksichtigung von Entwicklungen betrachte, kann ich aus den beschriebenen Gründen dieses Mal nur 4 Sterne vergeben.

MfG
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2013 10:26 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4