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Rezensionen verfasst von
Gorres "gorres" (Bonn)

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pixel
Pixels [dt./OV]
Pixels [dt./OV]
DVD

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Fans von 80er-Videogames: Visuell toll, Story enttäuschend., 3. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pixels [dt./OV] (Amazon Video)
Zugegeben, ich falle in die Zielgruppe dieses Films: Meine Jugend fiel in die 80er, und ich habe die Arcade-Spiele in den Hallen und vor den Kinos noch miterlebt. Da fallen mir Anachronismen auf: Madonna und Samantha Fox waren Megastars, aber 1982 kannte sie noch kein Mensch. Ähnlich ist es mit Spielen wie Tetris, die ich Ende der 80er längst auf emulierten PCs spielte.

Pac Man, Donkey Kong, Centipede und Galaga kommen allerdings tatsächlich direkt aus den Spielautomaten von 1982, nur wenige Monate, bevor die Hallen Konkurrenz durch Heimcomputer wie den C-64 oder Atari-Konsolen bekamen. Die Idee liegt auf der Hand: Videospiele sind heute interaktive Filme geworden, warum also nicht mal Vintage-Games in liebenswerter 8-bit-Pixelgrafik in den Film holen? Die Prämisse (Aliens verstehen eine Grußbotschaft als Herausforderung) liegt irgendwo zwischen Last Action Hero, Roger Rabbit und Jumanji, das geht in Ordnung.

Was für ein visueller Spaß, wenn Pac Man Autos fressend durch die Straßenschluchten New Yorks eilt, eine Weltrauminvasion die Raumschiff-Karikaturen von Galaga benutzt oder riesige leuchtende Centipedes im Hyde Park landen! Am allerbesten gelungen ist die Umsetzung des Endkampfes, als die Protagonisten sich die zusammenbrechenden Metallgerüste von Donkey Kong hochkämpfen müssen, immer auf der Hut vor den Ölfässern, die der riesige 8-bit-Affe auf sie herabschleudert. Überhaupt gibt sich der Film viel Mühe, die digitalen Lieblinge aus der Vintage-Zeit so darzustellen, dass sie gleichzeitig vertraut und imposant wirken.

Leider sind Handlung und Dramaturgie sowie Charakter des Films eher schwach. So fühlt man sich trotz optischer Überwältigung am Ende etwas leer, denn der Film trägt weder Spannung noch irgendeine Message, nichts, woran man sich aufbauen kann. Der Film erinnert an Jurassic Park: Inhaltlich trivial, aber wow, man hat echte Dinosaurier gesehen. Dass auch absurde Prämissen zu nachdankenswerten Filmen anregen können, beweisen dagegen Terminator (1+2) und Zurück in die Zukunft.

Man würde Hollywood wünschen, ähnlich viel Aufwand in das Storytelling zu stecken, wie in die Tricktechnik.

Fazit: 5 Punkte für die Optik, 1 Punkt für die Handlung - ergibt insgesamt leider nur 3 Punkte für eine partiell vertane Chance.


Terminator: Genisys [dt./OV]
Terminator: Genisys [dt./OV]
DVD
Preis: EUR 11,99

68 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Fan-Service (Achtung Spoiler), 29. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Terminator: Genisys [dt./OV] (Amazon Video)
Die gute Nachricht: Dieser Film ist durchaus unterhaltend. Es scheint so, als hätten sich die Macher an die alten Fans erinnert, und servieren ihnen ein schmackhaft aufgewärmtes Menü aus bekannten und geliebten Zutaten.

Die schlechte Nachricht ist natürlich: Die Geschichte um den Maschinenmenschen aus der Zukunft ist längst zu Ende erzählt. Die Verhinderung des Atomkriegs im zweiten Teil war das Happy End. Was danach kam, war nur noch ein Spiel mit dem Kult auf Kosten der Story. Natürlich können Zeitreisen immer neue Handlungen um dieselben Figuren generieren, aber damit wird jeder Strang beliebig, denn egal was die Akteure tun, im nächsten Reboot wird es bedeutungslos sein. Das nimmt den Filmen ab Teil 3 ihre Relevanz, und 'Genisys" ist keine Ausnahme.

Dabei gibt sich der Film alle Mühe, die Fans bei Laune zu halten. Wir sehen den bösen Terminator aus Teil 1 und den freundlichen aus Teil 2. Wir sehen Arnie in jung und in alt. Wir sehen den T-1000 aus flüssigem Metall. Aber nicht nur die Zuschauer, auch die Protagonisten wissen heute mehr, und so empfängt eine wissende Sarah Connor den erstaunten Zeitreisenden Reese mit einem Lastwagencrash und der Trademark: 'Komm mit mir wenn Du leben willst!'.

John Connor wechselt die Seiten und wird zur Strafe nicht gezeugt. Eine Liebesgeschichte zwischen Reese und der neuen Sarah ist aber auch kaum noch vorstellbar. Emilia Clarke als Sarah ist eine emanzipierte Frau des 21. Jahrhunderts, mit einer etwas pummeligen Sexyness, ohne Dauerwelle und Schulterpolster und 'bad ass' von Anfang an, etwas, worin Linda Hamilton noch Pionierarbeit leisten musste. In Genisys hat Sarah so gar nichts von den Achtzigern, obwohl sie zwischendurch Punkmusik vom Kassettenrecorder hört. Ihre Vorbestimmung als Geliebte von Reese und Gebärerin des Menschheitsretters klingt heute dermaßen nach arrangierter Heirat, dass sich Clarke schlichtweg weigert. Tatsächlich kommt es im ganzen Film nicht zu der Liebesszene, die John Connor erst entstehen ließ.

Mehr an die Achtziger erinnert die etwas altmodische Angst vor dem alles vernichtenden Atomkrieg durch Interkontinentalraketen. Heute fürchtet man sich eher vor Klimawandel, Seuchen und Terrorismus. Als aber Sarah von 1984 ins 21. Jahrhundert reist, äußert sie Skepsis gegen die allgegenwärtige Vernetzung, die schließlich zum tödlichen Monster Skynet führt. 'Die Leute haben heute alle so ein Handy, sie können gar nicht mehr ohne.' Hier bekommt der Film für Sekunden eine beklemmende Aktualität.

Fazit:
Als Action-Unterhaltung ist dieser Streifen sicherlich sein Geld wert.
Die Geschichte jedoch ist bereits erzählt, und jeder neue Reboot lässt nur noch die Charaktere tanzen. Wer das akzeptiert, der wird auch noch in vielen Jahren Spaß an der Franchise haben, solange Arnold Schwarzenegger noch mitmachen kann: Alt, aber nicht veraltet.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2016 12:59 PM MEST


Jeff Wayne's Musical Version of The War of the Worlds - The New Generation [Vinyl LP]
Jeff Wayne's Musical Version of The War of the Worlds - The New Generation [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum nur, warum?, 11. Juni 2015
"Jeff Wayne's Musical Version of the War Of The Worlds" von 1976 ist eines der wichtigsten Pop/Rock-Alben der 70er und eines meiner absoluten Lieblingsalben. Ein zeitlos perfektes Stück Musik. Trotzdem ist die Idee einer Neu-Aufnahme im modernen Stil nicht per se schlecht. Aber dann muss man es schon richtig machen. Heute sind R'n'B, House, Techno und Hiphop angesagt. Ein Neu-Arrangement der alten Melodien in diesen Stilen wäre sehr interessant. Was heißt wäre - die in den 90ern erschienenen ULLAdubULLA-Remixe, beweisen, dass Jeff Wayne's Musik in elektronischen Stilrichtungen ganz hervorragend klingen kann.

Hätte Jeff Wayne doch nur die besten jungen Produzenten, DJs und Rapper zusammengerufen und sie machen lassen! Leider hat er sich entschieden, die Neuauflage seines Albums selbst zu übernehmen. Und liefert den Beweis ab, dass er nicht mit der Zeit gegangen ist und sich in heutigen Stilen nicht wirklich wohlfühlt. Statt die Beats zu erneuern, hätte er alles neu aufnehmen lassen müssen, und nicht einfach junge Stimmen in alte Konzepte pressen. "NewGen" überzeugt nicht. Es ist vielmehr ein Beweis, dass alternde Künstler nicht versuchen sollten, an ihren Frühwerken herumzudoktorn und die Möglichkeiten neuer Technik auszuprobieren - neue Technik ohne neue Kreativität bringt gar nichts (George Lucas mit Star Wars geht es ähnlich).

Ich möchte an dieser Stelle Jeff Wayne wirklich sehr herzlich für seinen War of the Worlds von 1976 danken. Aber wenn er eine Neuauflage machen will, sollte er den Mut haben, sein Werk wirklich in die Hände einer neuen Generation zu geben. Ich bin sicher, das Ergebnis wäre fantastisch.


Lektüreschlüssel zu Otfried Preußler: Krabat (Universal-Bibliothek)
Lektüreschlüssel zu Otfried Preußler: Krabat (Universal-Bibliothek)
von Winfried Freund
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selber denken!, 26. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zusammenfassungen und Interpretationshilfen ersetzen nicht das Selberdenken. Auch die Autoren Winfried und Walburga Freud können irren und zweifelhafte Behauptungen aufstellen. Zum Beispiel war Michal nie Altgesell. Ein unbedeutendes Detail, es zeigt aber, dass hier nicht genau gearbeitet wurde. Weiter wird gesagt, dass Zauber immer zum Schaden anderer angewandt wird, also per se böse ist. Das sehe ich anders. Einige Zauber dienen lediglich dem Selbstschutz, dem erweiterten Bewusstsein oder dem schnelleren Vorankommen. Manche Zauber bewirken sogar direkt Gutes, wie der Schnee, den Juro auf Bitten des Scholtas herbeizaubert. Auch Pumphutt wendet Zauber ausschließlich zum Guten an. Aber selbst wo tatsächlich Schaden gezaubert wird, sind Gut und Böse nicht so eindeutig. Manche Opfer, Lyschko etwa oder der gierige Ochsenblaschke, verdienen wenig Mitleid. Und die gefoppten Soldatenwerber werden von Otfried Preußler genußvoll lächerlich gemacht, womit er seine Einstellung zum Krieg viel deutlicher erklärt als durch den "absoluten Führer", der der Meister angeblich sein soll.

Womit wir beim Problem des Lektüreschlüssels sind: An einigen Stellen sind die Autoren zu verliebt in ihre Theorien. Daher muss alles, was nicht passt, eben passend gemacht werden. Der Meister wird als Hitler-Analogie beschrieben, der "selbsternannte absolute Führer", dessen "Ziel allein die persönliche Machtsteigerung [ist], für die er bedenkenlos das Leben seiner Knappen opfert". Aber hundertprozentig schwarz zeichnet Preußler selbst den Meister nicht. Dieser opfert die Knappen nicht nur für Macht, sondern auch um sein eigenes Leben zu retten. Er herrscht nicht absolut, sondern hat den "Gevatter" über sich, den er fürchtet. Und er zeigt sogar einen Anflug von menschlicher Betroffenheit, als er sich erinnert, wie er seinen Freund Jirko getötet hat. Der Meister kann auch als Mann gesehen werden, der aus Machtgier mit dem Teufel paktierte und dann nicht mehr heraus kam, wie es jedem passieren kann, der Gier und Schwäche verfällt. Krabat erkennt, dass er diesem Weg ebenfalls anheimfallen könnte, wenn er sich nicht bewusst dagegen wehrt. Das ist sein Reifeprozess, der im Lektüreschlüssel gut dargestellt wird.

Insgesamt bietet der Lektüreschlüssel Anregungen, aber meiner Meinung nach keineswegs bis zu Ende durchdachte Interpretationen, denen bedenkenlos gefolgt werden kann. Zu ungenau im Detail arbeiten die Autoren manchmal, zu verliebt sind sie in ihre Theorien und zu pathetisch ist oft ihre Sprache. Dem Leser oder der Leserin sei dringend geraten, sich ein eigenes Bild zu machen und dabei auch zu wagen, Autoren des renommierten Reclam-Verlages zu widersprechen.


Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga
Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga
von Ken Follett
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte spannend erzählt, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Thema dieses 1000-seitigen Buchs sind die Erlebnisse fiktiver Personen aus Großbritannien, Deutschland, Russland und den USA in der realen Geschichte zwischen 1911 und 1923. Anschaulich wird dabei erzählt, wie es zum ersten Weltkrieg und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Umstürzen kam. Die Titanen der Feudalherrschaft müssen Demokrate- und Arbeiterbewegung weichen, weil der Krieg gezeigt hat, dass Adlige mitnichten die besten Führer sind, während die Begabungen der Menschen niederen Standes offen zutage treten. Von der Haushälterin zur Labour-Abgeordneten, vom Arbeiter zum Sowjetkommissar, vom russischen Kleingauner zum Boss eines Syndikats in den USA, vom Bergknappen zum Sergeanten und Retter seiner Truppen, zeigen, wie sich die Menschen entwickeln. Wohltuend, dass Follett darauf verzichtet, einzelne Nationen zu dämonisieren; den Kriegsausbruch sieht er als kollektives Versagen aller Mächte, denen im entscheidenden Moment Egoismus und Gesichtswahrung wichtiger waren als der Frieden - mit fürchterlichen Folgen, die wir bis heute spüren.

Der Schreibstil ist nicht allzu schwer, so dass die 1000 Seiten gut von der Hand gehen, der Einblick in die Geschichte ist lehrreich, vor allem weil das Warum verständlich ist, auf eine Gut-Böse-Einteilung wird verzichtet, Follett teilt die Menschen eher ein in kluge und dumme, Menschen die sich entscheiden, grausam zu sein und Menschen, die andere achten. Dass diese Entscheidung jedem Einzelnen obliegt, ob arm oder reich, gebildet oder nicht, egal zu welcher Nation gehörig - ist vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Buches.


Der Anschlag [Blu-ray]
Der Anschlag [Blu-ray]
DVD ~ Ben Affleck
Preis: EUR 11,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiegel der Politik seiner Zeit, 8. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Anschlag [Blu-ray] (Blu-ray)
Hollywood-Filme spiegeln immer auch den Stand der Politik zum Drehzeitpunkt wider. 2002 war der 11. September gerade erst geschehen, insofern geht es hier um einen - noch viel gewaltigeren - Terroranschlag auf US-Boden. Der Originaltitel "The Sum of all Fears" gibt das besser wieder als die eher lahme deutsche Übersetzung.

Russland war 2002 der neuerdings Verbündete, dem man aber nicht so ganz trauen kann, weil noch einflussreiche Kräfte aus dem Kalten Krieg existieren. Tschetschenien war bereits vom Opfer postsowjetischer Machtphantasien zum Mitverschwörer des islamistischen Terrors geworden - dem neuen Hauptfeind. Dennoch war der Islamismus als Bedrohung wohl noch zu neu, im Film sind Araber daher nur Waffenhändler, der eigentliche Terror stammt von einer neuen europäischen Nazi-Verschwörung - amerikanisches Misstrauen gegen Kontinentaleuropa findet hier seinen Ausdruck. Israel, Bin Laden, alte und neue Nazis, außer sowjetischer Kontrolle geratene Atomwaffen, neue dubiose Atommächte - der Film spielt mit den Ängsten der US-Bürger, die den klaren Fronten und Regeln des Kalten Kriegs nachtrauern. Das schlechte Gewissen, selbst mit dem Feuer zu zündeln, findet auch seinen Ausdruck, denn die Atombombe, die am gefährlichsten wird, ist in den USA hergestellt.

Diesen historischen Kontext des Films - der heute schon wieder ein ganz anderer ist - finde ich das Interessanteste an dem ansonsten solide gemachten und gespielten Hollywood-Actionstreifen. Hochkarätig besetzt - vor allem mit Morgan Freeman, Ben Affleck und James Cromwell - hat der Film Anklänge an "Thirteen Days", legt aber mehr Wert auf Special Effects als auf Detektivarbeit. Am Ende ist die Geschichte doch etwas zu weit hergeholt, um wirkliche Angst hervorzurufen - es ist unwahrscheinlich, dass eine 1973 im Nahen Osten verschwundene Atombombe vom Besitzer nicht mit allen Mitteln gesucht wird, dann aber per Frachtgut einfach so von Israel in die USA verschifft werden kann, ohne dass jemand etwas merkt. Der österreichische Multimillionär, der ein Viertes Reich schaffen will, indem er die USA und Russland aufeinander hetzt, ist eine zu simple US-Perspektive; insgesamt wirkt die Geschichte nicht glaubwürdig. Das macht aber nichts, weil die zugrundeliegenden Ängste bedient werden und ein angenehmes Schauern verursachen, und der Film flott und nicht ohne Humor erzählt wird.

Ein Film, der im Abstand von 12 Jahren viel über seine Zeit erzählt, unterhaltsam ist, ordentlich gespielt, mit gutem Soundtrack von Jerry Goldsmith und in ordentlicher Bildqualität - ich schaue ihn mir immer wieder gerne an, daher 4 Sterne.


Zero Dark Thirty [Blu-ray]
Zero Dark Thirty [Blu-ray]
DVD ~ Jessica Chastain
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Anmutung einer Dokumentation, 19. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zero Dark Thirty [Blu-ray] (Blu-ray)
Nüchtern und sachlich fast wie in einem Dokumentarfilm zeigt Regisseurin Kathryn Bigelow die Jagd auf Bin Laden. Da jeder die Ereignisse kennt - sowohl das Warum als auch den Ausgang - kommt wenig Spannung auf. Das allerdings ist auch nicht die Intention des Films, der vor allem zeigen will, wie die Amerikaner den Al-Kaida-Chef zur Strecke brachten. Dass die nötigen Informationen durch Folter erlangt wurden und dass beim Sturm auf Bin Ladens Haus zügige Abwicklung wichtiger war als Menschenleben, oder gar ein Prozess, wird gezeigt - der Film überlässt die Bewertung aber dem Zuschauer. Seht her, so haben wir es gemacht, scheint der Film zu sagen, das Ergebnis spricht für sich. Und außerdem sind folternde CIA-Leute auch nur ganz normale Menschen.

Dies ist kein Action-Film, sondern ein Stück dramatisierte Zeitgeschichte, über das diskutiert werden darf, auch ob die dargestellten Fakten wirklich korrekt wiedergegeben sind. Sehenswert für den, der sich mit dem Thema befassen will - der Unterhaltungswert ist für Uninteressierte eher gering.


P. Machinery Medley With Relax
P. Machinery Medley With Relax
Preis: EUR 2,58

5.0 von 5 Sternen Song-Duell, 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: P. Machinery Medley With Relax (MP3-Download)
Um 1984 war es eine Zeit Mode, dass Danceprojekte sich zwei Songs zur Brust nahmen und daraus, mehr oder weniger gelungene, Remake-Mixversionen machten. Diese hier ist eine der gelungensten. Die beiden Original-Songs, "P. Machinery" von Propaganda und "Relax" von Frankie Goes To Hollywood, haben ohnehin den gleichen geistigen Vater, nämlich Produzent Trevor Horn. Da lag es nahe, sie zu kombinieren. Das Ergebnis hört sich an wie ein Duell, statt ein Duett. Die leichte, verträumte Melodie und die Frauenstimme von "Machinery" werden immer wieder unterbrochen von den düsteren, stampfenden Klängen aus "Relax" und der dazugehörigen Männerstimme. Natürlich kommen die unbekannten Sänger nicht an die Originale heran, aber das macht nichts. Das Duell der Melodien und Sounds gibt diesem Mix eine ganz neue Dramaturgie. Manche Synthesizer-Klänge scheinen Kanonendonner zweier Schlachtschiffe nachzuahmen, die sich wie die Melodien duellieren. Mit triumphierenden Wiederholungen der Fanfare von "Machinery" endet das Stück. Trotz Abstrichen gegenüber den Originalen ein Erlebnis für Trevor-Horn-Fans und Fans von Dancemusik der 80er Jahre.


I Am Legend - Premium Collection [Blu-ray]
I Am Legend - Premium Collection [Blu-ray]
DVD ~ Will Smith

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen New York Endzeit, 29. August 2013
Der Star dieses Films ist selbstverständlich das verlassene New York, durch das der Protagonist wandert. Wer sich schon einmal gefragt hat, wie unsere Welt aussähe, wenn plötzlich alle Menschen verschwänden, findet hier eine Antwort. Im Falle New Yorks ist diese natürlich besonders krass. Die Stadt, die niemals schläft, bildet menschenleer und friedlich mit Vogelgezwitscher und Wildtieren die atemberaubende Kulisse für ein ansonsten durchschnittliches Endzeitdrama.

Die erste Hälfte des Films ist daher auch die bessere, denn hier wird das Leben des einsamen Protagonisten in der menschenleeren Stadt gezeigt. Als Begleitung hat er nur seinen Hund, gegen die Einsamkeit unterhält er sich mit Schaufensterpuppen, um zu essen geht er auf die Jagd. Die Sonne und nicht das Business bestimmen seinen Tageslauf. Er lebt in der modernsten Stadt der Welt wie ein archaischer Jäger und Sammler.

Aber das ist nicht die ganze Geschichte: Wir erfahren, dass er Mediziner ist und verzweifelt nach einem Gegenmittel für ein Virus forscht, das 90% der Menschheit dahingerafft und aus den Übrigen wilde Mutanten gemacht hat, die bei Nacht aus den Kellern kommen, weil sie Sonnenlicht nicht vertragen. Das Virus ist menschengemacht und war einst dazu gedacht, Krebs zu heilen, dann aber mutiert und außer Kontrolle geraten.

Und hier wird die Geschichte konventionell. Dass der Mensch beim Streben nach Macht sich selbst zerstört; Zombies oder Vampire, die beim Kontakt mit Sonnenlicht sofort verbrennen, eine menschenleere Welt nach einem Zivilisationscrash; unheimliche Höhlen; degenerierte Hunde; Schuld und Sühne; die Muttergottes-Figur, die am Ende das Leben wieder auf die Erde bringt - all das sind Klischees, die man schon oft gesehen hat. In diesem Film sind sie nur sehr sehr gut in Szene gesetzt - deswegen lohnt er sich.

Neben den faszinerenden Bildern vom leeren New York, das sich die Natur beginnt zurückzuholen, lebt der Film vor allem von Will Smiths exzellenter Leistung als an Einsamkeit und Schuld fast zerbrechender Hauptfigur. Ab einem gewissen Punkt wird die friedliche Leere von übermäßiger Ballerei abgelöst, als sich die wenigen Überlebenden gegen eine Horde Mutanten verteidigen müssen. Da wird der Film dann unnötig brutal und laut. Insgesamt aber ein Genuss, vor allen für New-York-Kenner. 4 aus 5.


Ulladubulla II - The Remix Album
Ulladubulla II - The Remix Album
Preis: EUR 13,82

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Fans - gelungener Transfer von 1976 nach 2000, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ulladubulla II - The Remix Album (Audio CD)
"Jeff Wayne's Musical Version of The War of the Worlds" ist für mich eines der wichtigsten Alben der 70er. Das Konzeptalbum erzählt mit den Mitteln von Progrock, Disco und großartigem Artwork H.G. Wells' Geschichte von den Marsmenschen, die auf der Erde landen, dort mit dreibeinigen Kampfmaschinen alles in Brand stecken und am Ende an irdischen Krankheiten sterben.

Das Album von 1976 ist ein perfektes Stück Musik, sowohl von den Melodien als von den Arrangements her. 25 Jahre später aber fragt man sich, wie die Kompositionen wohl im heutigen Sound klingen würden. Die Antwort gibt ULLAdubULLA: Hervorragend! Story und Melodien sind derart gut, dass sie im Gewand der heutigen Zeit - Techno, House, Hiphop, Easy Listening - frisch und lebendig daherkommen. Man bekommt eine völlig andere Sicht auf die bekannten Songs, und manche geniale Begleitlinie wird vom Remixer erst ins richtige Licht gestellt - das Album ist eine Entdeckungsreise! Mein Lieblingstrack ist "Spirit of Man" von Max Mondo, das die Stimme von Julie Covington in eine melancholische Vocoderharmonie überführt, aber auch N-Trances House-Version von "Forever Autumn" zeigt neue Harmonien einer alten Melodie. Max Mondo wiederum wandelt das rockige "Fighting Machine" in eine treibende Technonummer um, und Zubes "Horsell Common" Rap ist genial.

Es gibt auf diesem Album kaum Ausfälle, alle Tracks schaffen es, die genialen Kompositionen von Jeff Wayne in die heutige Zeit zu bringen. Sie schaffen das viel besser als Waynes eigene, kürzlich erschienene New-Generation-Version. Ich wünschte, jemand würde basierend auf den ULLADubULLA Remixen das gesamte Album neu auflegen. Das wäre dann die wahre Transformation eines der besten 70er-Jahre-Albuen in eine kongeniale 90-er Version.

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