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Rezensionen verfasst von
Revilo Sier

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Casablanca
Casablanca
DVD ~ Humphrey Bogart
Preis: EUR 6,79

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Überraschungserfolg aus Hollywood im Jahre 1941, 9. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Casablanca (DVD)
1941 kam es zu einem Statement von Hollywood über die Situation der Welt in dieser Zeit. Man erfand diesen Film, den man aus Marketinggründen dann auch 'Casablanca' nannte, weil vorher ein Film mit dem Namen 'Algiers' recht erfolgreich wurde. Und in dieser DVD wird dieser Film auch mit einem interessantem Bonus präsentiert, auch wenn man das 'Lauren-Bacall-Special' als wenig objektiv sehen sollte. Weil alles, was mit diesem Film in Zusammenhang stand, immer zur besten Zeit passierte, wurde dieser Film ein überragender Erfolg auf der ganzen Linie. Man hatte Stars engagiert und auch andere Schauspieler wurden interessant ausgewählt. Da der Film, seinerzeit auch aktuell, im zweiten Weltkrieg in Casablanca spielt, das im diesem Film auch durch das mit dem nationalsozialistischen Deutschland sympathisierende Vichy-Regime verwaltet wurde, schien es auch gut anzukommen, dass diese viele Nebenrollen mit Schauspielern besetzt wurden, die in ihrem echten Leben in der Nazizeit gezwungen waren in die USA auszuwandern. Für die Hauptrollen wurden Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart gewonnen, die in dieser Zeit schon bekannt waren. Als die drittwichtigste Rolle wurde der Exilösterreicher Paul Henreid verpflichtet. Diese Drei bilden nun die bekannte Grundstory des Filmes, welches mit einem von Liebeseinflüssen, Abenteuer mit interessanten Sprüchen getränktem Melodram daherkommt und auch mit einem ernsten Hintergrund versehen ist. Die absolute Hauptrolle hat Humphrey Bogart, der den amerikanischen Überlebenskünstler Rick Blaine spielt, der aus dem besetzten Paris flüchten musste, und das ohne seine, dort kennengelernte, Geliebte Ilsa Lund (Ingrid Bergmann), die trotz Absprache mit ihm nicht mitgekommen ist. So landet er in Casablanca und betreibt dort den Nachtclub 'Rick's Café Américain', wo sich fast das ganze (im Film auf jeden Fall das Ganze) gesellschaftliche Leben in Casablanca abspielt. Hier lebt er seinen in Liebeskummer erstarkten Zynismus intensiv aus, und kümmert sich offiziell nicht und die politischen Strukturen in dieser Zeit und auch die Probleme in Casablanca, interessieren ihn höchstens wirtschaftlich. Casablanca ist in dieser Zeit eine von Flüchtlingen gefüllte Stadt, weil hier noch eventuell die Möglichkeit existiert, von Europa nach Amerika zu kommen. Aus diesem Grund taucht dort auch Ilsa Lund (Ingrid Bergmann) mit ihrem einflussreichen tschechischen Widerstandskämpfer und Ehemann Victor László (Paul Henreid) auf und es stellt sich im Laufe des Filmes heraus, dass nur Rick Blaine (Humphrey Bogart) ihnen helfen kann. Und wie Rick (Humphrey Bogart) dann mit allem fertig wird, bis er diese Hilfe auch am Ende gibt, weil er ja trotz seiner Liebeskränkung ein guter Mensch ist, zeigt uns dieser Film.
Für manche Leute war er überirdisch gut, was die Referenzen ja auch so zeigen. Es ist ein sehr politischer Film. Ich glaube nicht, dass er in einer anderen, vor allem, späteren Zeit so funktioniert hätte. Er hat seine Stärken in den zum Teil bissigen Kommentaren, wo vor allem, auch schauspielerisch, der Polizeichef Captain Renault (Claude Rains) sich hervortut. Auch Rick Blaine (Humphrey Bogart), am Anfang in seinem Vollzynismus, sticht da etwas hervor. Aber ansonsten sehe ich fast alle Situationen eher im Durchschnitt. Der bekannte Spruch von Rick Blaine (Humphrey Bogart) wie 'Ich seh dir in die Augen, Kleines' lässt bei mir fast die Haare zu Berge stehen. Auf jeden Fall war der Film wohl eine positive Sache für fast jeden. Bei mir kam aber keine übermäßige Bewunderung für diesen Film auf. Die Paris-Szenen, die uns in der Rückblende die Liebe zwischen Ilsa Lund (Ingrid Bergmann) und Rick Blaine (Humphrey Bogart) zeigen, lassen bei mir keine Romantikgefühle zu. Auffällig sitzen sie in einem Auto und lassen die Leinwand an sich vorbeirauschen. Das war zu auffällig 'primitiv" gemacht. Sogar für diese Zeit. So hatte wohl diese Liebe für mich wohl nicht den selben Wert wie für Rick Blaine (Humphrey Bogart). Vielleicht deshalb fiel mir dann nur ein, dass ich schönere Filme von den beiden Hauptdarstellern Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart kenne. Ich gönne 'Casablanca' aber seine Auszeichnungen. Doch egal wie oft ich ihn noch sehen werde, ich hätte keine davon verteilt, obwohl ich bei jedem anschauen immer mehr aus diesem Film verstehe, vor allem aus der politischen Struktur dieser Zeit. Und deshalb wird es auch für mich mehr verständlich, warum dieser Film drei Oscars und auch andere Auszeichnungen bekommen hat.
Es ist aber sicherlich kein großes filmisches Kunstwerk, sieht man einmal von der Improvisation ab, die Regisseur Michael Curtiz oft anwenden musste, da das Budget offensichtlich wohl auch nicht so üppig war.
Eine Empfehlung ist der Film dennoch auf jeden Fall. Da er vielleicht auf Hollywoodart die Zeit um 1941, auch die der USA, an den jeweiligen Rollen in diesem Film beschreibt und weil er von vielen, heutigen Erstzuschauern auch als großer Film angesehen wird. Von mir bekommt er hier drei dicke Sterne.

Meine Schulnote: 3


Tatort: Taxi nach Leipzig
Tatort: Taxi nach Leipzig
DVD ~ Walter Richter
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 11,49

4.0 von 5 Sternen Die 1. Folge der Tatort-Reihe insgesamt, 5. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Tatort: Taxi nach Leipzig (DVD)
1970 wurde für das ARD-Fernsehen die Tatortreihe erfunden. Als erster Ermittler wurde die Heldenfigur der Kriminalromane von Friedhelm Werremeier, Paul Trimmel verwendet. Und dieser Charakter wurde von dem Schauspieler Walter Richter gespielt und auch nachhaltig sehr geprägt von diesem. Mit dieser DVD kann man nun diese erste 1. Folge der Tatortreihe sehen, die es bis heute auf über 950 Folgen gebracht hat. Auch inhaltlich ist diese Folge schon leicht etwas Besonderes. Und das ohne die Nostalgiewertung. Paul Trimmel, der zu den bis jetzt über 950 Tatortfolgen mit einschließlich dieser, 11 Folgen dazu beigetragen hat, ermittelt normalerweise in Hamburg.
Bei dieser 1. Folge mit dem Titel "Taxi nach Leipzig' ist es etwas anders als normal. Alles was Paul Trimmel (Walter Richter) hier ermittelt ist inoffiziell. Vorteil ist, wir erleben als Zuschauer mehr von dem eigentlichen Charakter des Paul Trimmel - und Vorteil oder Nachteil -, wir erleben in dieser ersten Folge schon die Ausnahme von der "Regel", mit denen viele Tatortfolgen gezeichnet waren.(z.B. Mord, rätseln und am Schluss die Auflösung).

Hier geht es um einen toten Jungen, der an einer Transitstrecke nach Berlin, in der Nähe von Leipzig auf einer Raststätte gefunden wird. Zuerst gehen die Ostbehörden von einem unbekannten westdeutschen Jungen aus und benachrichtigen das Kommissariat von Paul Trimmel (Walter Richter) für Hilfe. Dieser ist nicht sonderlich an diesem Fall interessiert. Erst als die offizielle Rücknahme der Anfrage von der Ostpolizei kommt, nachdem der Junge dort identifiziert wurde, wird Trimmel neugierig und nimmt sich diesem Fall an, der jetzt aber nicht mehr offiziell ist. Der Vater des jetzt identifizierten, toten Ostjungen ist der vermögende Chemiker Erich Landsberger (Paul Albert Krumm) aus Hamburg. Nach kurzer Recherche findet Paul Trimmel (Walter Richter) heraus, dass Erich Landsberger (Paul Albert Krumm) verwitwet ist. Seine Frau starb an Leukämie. Ihr gemeinsamer Sohn hat dieselbe Krankheit und er hat mit einer Geliebten Eva Billsing (Renate Schroeter) aus der DDR auch einen Sohn, der jetzt, an Leukämie verstorben, auf der Raststätte bei Leipzig gefunden wurde. Zusätzlich ist er vor einigen Tagen nach Frankfurt gezogen. Mit solch einer Ausgangslage ist nun Paul Trimmel (Walter Richter) nicht mehr zu bremsen. Er will die Wahrheit wissen und riskiert dafür eine ganze Menge. Auch eine illegale Reise zur dieser Geliebten Eva Billsing (Renate Schroeter), die Mutter des offiziell toten Jungen mit dem Taxi nach Leipzig.

Dieser Film hat bei mir ein anderes Bild auf den innerdeutschen Reiseverkehr auf den Transitstrecken durch die DDR zugelassen. Man hat doch auch einen menschlichen Aspekt sehen können. Ich hoffe, das war nicht nur in diesem Film so. Auch die Gewissensseite von Paul Trimmel (Walter Richter), wie er mit der erzwungenen Lösung in diesem Fall weiter umgeht, und dabei sogar uns Zuschauer nichts sagt, sondern am Schluss nur ein Bild dem Erich Landsberger (Paul Albert Krumm) an der Grenze zu Westdeutschland zeigt, mit dem jeder weiß, er wie wir Zuschauer, wie Paul Trimmel (Walter Richter) weiter vorgeht.
Die Musik fand ich diesem Film gerade, wenn die Transitstrecke befahren wurde, besonders gut. Irgendwie auch ein akustischer Beitrag, der mich an die um die 1970er Jahre-US Krimis positiv erinnert.

Auf jeden Fall ist dieser Film eine Empfehlung und für mich sogar ein Sammelobjekt. Doch mehr wie 20,- Euro würde ich nicht ausgeben.

Meine Schulnote: 3+


Der Greifer
Der Greifer
DVD ~ Jean-Paul Belmondo
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 19,97

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Greifer versus die Bestie, 2. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Greifer (DVD)
Jean-Paul Belmondo, ein für mich wirklich großer Schauspieler im Actionfilm und in der Komödie, hat in seinen Filmen, wo er mitspielte, immer seine persönliche Note mithineingebracht. Auch hat er ab Mitte der 1970er Jahre einige seiner Filme mitproduziert. Gerade diese Filme nannten wir in unserer Jugend Belmondo oder Bebel-Filme. Für mich hat Jean-Paul Belmondo als Schauspieler die Eigenschaft, dass ich seine gespielten Filme, egal ob gut oder schlecht, fast ausnahmslos gerne sehe. Diese DVD, ein Belmondo-Klassiker mit dem Titel 'Der Greifer', gehört als einer der schlechteren Filme auch dazu. Nach fast 30 Jahren hatte ich diese DVD hier erworben, weil unter anderem 'Der Greifer' unter meiner Top 10 Liste der Belmondo-Filmen war. Nachdem ich ihn mir wieder angesehen habe, ist er dort auf jeden Fall herausgeflogen. Ich fragte mich nur, warum fand ich ihn früher eigentlich ganz gut. Vielleicht, weil er eine kleine Ausnahme war. Frauen (bis auf ein paar Stewardessen für einige Sekunden) kommen in diesem Film nicht vor. Sprüche ja, aber kaum Witz, was Jean-Paul Belmondo ja oft in seinen Rollen wertvoll macht. Der Action-Teil ist nicht zu weit hergeholt, wie man schon in anderen Filmen gesehen hat, obwohl ich seine Action noch oft amüsant fand. Aber hier spielt ein besonderer Bösewicht mit. Bruno Cremer spielt ihn. Er wird die Bestie genannt. In der DVD-Beschreibung nennt man ihn den Falken, aber das ist wohl hoffentlich ein Fehler. Denn im Film habe ich nur von der Bestie gehört. Wegen Bruno Cremer wird dieser Film seinerzeit und auch noch heute als besonders brutal im physischen Bereich eingestuft. Er spielt diese 'Bestie' so intensiv gut, dass ich in allen Filmen, wo er mitgespielt hat, immer mal kurz an 'Die Bestie' dachte und somit dann wohl auch an diesen Film. Damals zu dieser Zeit und noch die 1980er Jahre hätte ich mir Bruno Cremer gut als James Bond-Gegenspieler vorstellen können.
Der Film selbst läuft leider etwas unbearbeitet ab. Bei so viel Einsatz, um diesen Film zu gestalten, bleiben mir leider nur 2 Sterne übrig. Sehr dicke wegen der Sympathie zu dem Film, aber er ist leider sehr schlecht gemacht. Ich denke, er ist fast ein Trash-Film, ohne es zu wollen.
Es geht um die Geschichte des Greifers (Jean-Paul Belmondo). Er ist ein Einzelkämpfer, der immer wieder von einer Organisation der Regierung verpflichtet wird, Fälle aufzuklären, die mit legalen Mitteln nicht aufklärbar sind. So wird uns Zuschauer dieser Greifer am Anfang vorgestellt, wie er eine Drogengang auffliegen lässt, das Geld und die Drogen schnappt, aber die Hintermänner bleiben verschont. Danach übernimmt er einen Fall, wo er einen hohen Polizeichef als korrupt überführt, zusammen mit den Kriminellen, die ihn bestochen haben. Gleichzeitig wird uns in einer Nebenhandlung 'Die Bestie' (Bruno Cremer) vorgestellt. Dieser überfällt Banken und legt alle Zeugen danach sofort um, damit er niemals erkannt wird. Vorher sucht er sich immer einen Komplizen. Das Profil ist immer ein junger Mann, der am Anfang einer kriminellen Karriere steht. Diesen überredet er mit Geschenken zu einem Raub, behandelt sie aber danach wie die üblichen Zeugen. Bei Costa Valdes (Patrick Fierry) klappt aber seine Methode nicht und dieser landet von der Polizei aufgegriffen im Gefängnis. Dort ist er aber zur Polizei sehr schweigsam und man schickt den Greifer (Jean-Paul Belmondo) in den Knast um mit Hilfe und Informationen von Costa Valdes (Patrick Fierry) die Bestie zu schnappen. Und das ausnahmsweise nach der Methode des Greifers. Was auch immer das heißen soll, wurde im Film dann vergessen. Oder ich habe es beim Zuschauen nicht mitbekommen.
Bis zum Knast ist der Film noch qualitätsmäßig ertragbar. Aber im Knast ist es dann vorbei. Der Greifer und auch Costa Valdes haben immer einen Anzug an. Vielleicht ist es ja noch wirklich Gefängniskleidung. Der Obermacker im Knast läuft als einziges immer mit einem bunten Hawaiihemd rum. Vielleicht sollte dieser Film etwas comicartig dargestellt werden. Die Ausbruchszene und der Aufstand im Knast hat sich abgespielt gespielt wie von einem Kindergarten gemacht. Dann sind unsere beiden Helden im Krankenlager des Gefängnisses. Aber mit einem angezogenen Anzug und Schuhen im Krankenbett. Die anderen Kranken sind dementsprechend normal angezogen. Dann kommt es beim Ausbruch zu einem folgenschweren Autounfall mit den Gangstern, bei denen einer sein Leben verliert. Das Verhalten der übrigen Gangster nach dem Unfall ist fast unbeschreiblich. Übrigens sind diese Gangster aus dem Drogenmilieu von dem Greifer seinem ersten Fall. Ein Gespräch, auf der weiteren Flucht unserer beiden Helden, zwischen zwei Lastwagenfahrern, die Costa Valdes wieder geschnappt haben, sind in dem Lastwagen dann fast nicht aushaltbar. Und so geht es weiter bis zu dem unausweichlichen Duell Greifer versus Bestie, welches wohl jedem Sympathisant von Belmondo-Filmen für immer im Gedächtnis bleiben wird.
Ich empfehle immer Filme, die etwas Besonderes haben. Hier war es nicht Jean-Paul Belmondo, von dem es genug bessere Filme zu sehen gibt. Auch solche, die er produziert hat. Hier war es 'Die Bestie', die von Bruno Cremer gekonnt in Szene gesetzt wurde und allein schon eine Empfehlung wert ist.
Aber im Moment muss man wohl noch warten. Denn hier wird diese DVD mit einem hohen Preis angeboten. Damals hatte ich schon 20 Euro dafür ausgegeben. Man sieht, dass ich eine Begeisterung für dieses Werk hatte. Die Erinnerung an die Bestie mit Bruno Cremer und natürlich auch an Belmondo ließen mich diesen Preis bezahlen. Doch nach dem letzten Ansehen brauche ich diesen Film in meiner Sammlung eigentlich nun nicht mehr.

Meine Schulnote: 4-
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2017 2:40 PM MEST


Prometheus - Dunkle Zeichen
Prometheus - Dunkle Zeichen
DVD ~ Noomi Rapace
Preis: EUR 6,97

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Entstehung der Aliens, 30. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Ridley Scott, ein begnadeter Regisseur, widmete sich 33 Jahre (Schnapszahl) nach seinem großen Erfolgsfilm 'Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt' wieder diesem Thema und machte den Science-Fiction-Film 'Prometheus - Dunkle Zeichen', der hier in dieser DVD vorgestellt wird. Am Anfang der Planung war dieses Projekt als Prequel zu seinem 1979 erschienenen Film 'Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt' gedacht. Wenn man diesen Film bis zum bitteren Ende anschaut, wird er auch zu diesem Prequel, wenn es auch nur die letzten zehn Sekunden sind. Im Endeffekt ist dieses Werk alles in allem ein eher schwacher Film, trotz technischer und bildgewaltiger Elemente, von denen der Film eine ganze Menge hat. Die Geschichte wird ohne Tiefe mit einem schnellen Tempo nur so dahingeschmissen und spätestens als eine Schwangerschaft dort Erwähnung findet, kann man die von mir gefühlte Unzufriedenheit, die mich bis dahin beim Zuschauen ganz leicht mit begleitet hat, dann auch offensichtlich erkennen und ab da dann sehen, dass hier gerade im Erzählbereich nicht jeder der Filmemacher in Hochform war. Vor allem, weil dies ein Film von Ridley Scott ist, von dem man schon wirklich große Kunstwerke gesehen hat, war ich zeitweise gegen Ende beim Filmansehen sogar ganz leicht geschockt. Die Frage ist, warum hat er dies alles so gemacht. Gut, Commercial wurde dieser Film ein großer Erfolg. Aber einem Film nach der Meinung einer gewünschten Zielgruppe zu machen, was man hier definitiv herausfühlen konnte, lässt natürlich eine Botschaft an den Zuschauer so richtig nicht mehr zu. Und von dieser Situation ist dieser Film trotz des interessanten Themas extrem befallen. Es gibt viele Fragen und bis zum Ende keine Antworten. Auch das Zeigen in den letzten Sekunden des Filmes, wie so ein Alien geschaffen wurde, war so ganz ehrlich gesehen, wohl auch keine Antwort. Das Thema oder die Geschichte dieses Filmes wirkt eigentlich gar nicht so schlecht. Ebenfalls empfand ich keine Langeweile oder Langatmigkeit beim Zuschauen. Aber als Preis dafür, diesen Film ohne Tiefgang der einzelnen Rollen zu sehen, mit vielleicht einer oder zwei Ausnahmen, wo Charlize Theron die Tochter Meredith Vickers, von dem Tycoon Peter Weyland (Guy Pearce) spielt, und Michael Fassbender einen Androiden, finde ich, sollte man solch eine schöne Geschichte nicht so opfern. Denn was einen wirklich guten Film zu diesem Thema mit ausmacht, ist eine gut dargestellte Geschichte, wo die Rollen auch etwas mit Tiefgang versehen sind.

Zum Thema: Das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) finden im Jahre 2089 in einer nordschottischen Höhle Zeichen von außerirdischem Leben und durch Vergleiche mit früheren Funden, können sie einen Planeten irgendwo in einem Sonnensystem ausmachen, wo sie vermuten, dass dieses Leben sich dort befinden könnte. So im Jahre 2091 fahren sie dann als Besatzungsmitglieder mit dem Raumschiff 'Prometheus', dass von dem Tycoon Peter Weyland finanziert wurde, dorthin und kommen nach zwei Jahren dort an. Nachdem der Android David (Michael Fassbender) die 17 menschenstarke Raumschiffbesatzung, die in der ganzen Zeit in einen Tiefschlaf versetzt wurde, aufgeweckt hat, geht es mit der Erkundung dieses Planeten los. Und zwar direkt und sofort, wie alles in diesem Film. Sie erleben Überraschungen, die Crew wird dezimiert und es geht auch rätselhaft zu. Aber das schnelle 'Direkt' ist hier meiner Meinung nach viel zu schnell und dadurch sind alle Erkenntnisse auch ohne Analysen, also für uns Zuschauer ohne Antworten. Ich sah den Film nur so mit und fand ihn noch ganz gut ertragbar bis halt zur Schwangerschaft von Elizabeth Shaw (Noomi Rapace). Ab da schaute ich zwar unbeeindruckt weiter, aber mit innerlichem Kopfschütteln. Bei fast allen Szenen ab diesem Zeitpunkt, und das sind die letzten 40 Minuten des Filmes, musste ich während des Filmzuschauens an den Fähigkeiten der Filmemacher zweifeln.
Doch schlussendlich ist in diesem Film für das Ende ein Ziel vorgeschrieben. Und zwar die Entstehung eines Alien und auch die Fortsetzung dieser Geschichte mit dem eigentlichen Ziel der Archäologin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace). Beide Ziele sollten am Ende wohl keine direkte Verbindung haben. Und mit diesem Ende ist den Filmemachern das auch gelungen. Nach den letzten und nur den letzten Sekunden, passt 'Prometheus - Dunkle Zeichen' wie ein Universalschlüssel in den alten Film 'Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt' als Prequel und er lässt einen zweiten Film dieser Art zu. Denn die Crew kann ja wegen dem Film 'Alien' nie wieder auf die Erde zurückkehren und muss weitere Abenteuer erleben. So wie der Einspielerfolg dieses Filmes 'Prometheus - Dunkle Zeichen' dann auch war, wird es bestimmt zu diesem gewünschten zweiten Teil kommen. Ich werde den auch sehen, nur mit dem Wissen, dass Ridley Scott, zumindest in diesem Science-Fiction-Bereich, seine beste Zeit wohl schon gehabt hat.

Eine Empfehlung ist dieser Film auf jeden Fall. In Bezug auf den Film 'Alien' werde ich ihn auch nicht vergessen. Aber ein richtiger Klassiker wird man hier bestimmt nicht sehen. Vielleicht eine leichte, einfach erzählte 'Vorspeise' auf einen noch zu produzierenden 2. Film, oder man beschäftigt sich wieder mit der Alien-Geschichte, die durch Ridley Scott im Jahre 1979 ihren Anfang fand.

Meine Schulnote: 4


Meister des Todes
Meister des Todes
DVD ~ Hanno Koffler
Preis: EUR 5,97

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Waffen nach Mexico, 28. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Meister des Todes (DVD)
Diese DVD beinhaltet einen, von dem Regisseur Daniel Harrich recherchierten und für die ARD gemachten Fernsehen-Thriller aus dem Waffenmilieu mit dem Titel 'Meister des Todes'. Aus einer wahren Geschichte hat Regisseur Daniel Harrich schon einen Dokumentarfilm gemacht, den er sogar erweitert hat, weil diese Geschichte in Wahrheit noch nicht beendet ist. Zusätzlich machte er dann noch diesen unterhaltsamen Spielfilm, indem er diese Thematik aufgreift und eine fiktive Geschichte dazu erzählt. Vielleicht um aufzuklären oder auch die Story vereinfacht in Umlauf zu bringen. Für diesen Film hat eine auch hochkarätige, deutsche Schauspielerriege bekommen, die diesem Film schon auffallend gut tun. Nebenbei sind auch die Kameraeinstellungen und Aufnahmen in diesem Film beeindruckend. So ist dieser Film, bei dem es eigentlich nur um die erzählte Geschichte geht und nicht so richtig um die Personen direkt, trotzdem ganz gut dargestellt.
Der Film fängt mit einem Feuerwerk an. In einem Haus, wo eine Familie drin wohnt, wird trotz ihrer Anwesenheit hineingeschossen. Wahrscheinlich als Warnung und die Sache läuft auch ohne Verletzte ab. Der Familienvater Peter Zierler (Hanno Koffler) rennt nach dem Schreck zum Anwesen von Alex Stengele (Heiner Lautenbach) und dort haben die Beiden Streit miteinander. Dann geht der Film einige Monate zurück und wir erfahren allmählich wie die eigentliche Geschichte anfängt.
Es geht hier um eine Firma in einem württembergischen Städtchen, dem Waffenhersteller HSW. Diese Firma hat ein besonderes Sturmgewehr und könnte in Mexico ein gutes Geschäft damit machen. Otto Lechner (Udo Wachtveitl), ein Deutscher, der in Mexico lebt und dort sehr viele Beziehungen hat, konnte der Firma die Kontakte herstellen. Heinz Zöblin (Axel Milberg), der neue Chef von der Firma HSW, schickt den Vertriebschef und Prokurist Alex Stengele (Heiner Lauterbach) und den Waffenbauer und Tester Peter Zierler (Hanno Koffler) nach Mexico, um dort dem Militär und der Polizei das Gewehr schmackhaft zu machen. Erfolgreich kehren sie zurück und haben den Auftrag mitgebracht. Aber gesetzlich hat die Firma Probleme, ihre Waffen dort zu verkaufen, weil bei den größten Teilen von Mexico keine Waffen exportiert werden dürfen. Die Menschenrechte sind dort nicht so, wie es unser Gesetz vorgibt. Mit Hilfe der Politik findet aber die Firma doch einen Weg, um die Waffen dort zu verkaufen, wo sie nun auch bestellt wurden. Wieder fahren Alex Stengele (Heiner Lauterbach) und Peter Zierler (Hanno Koffler) nach Mexico, um die erste Waffenlieferung dort abzuladen und weiter mit der Werbekampagne dort fortzufahren. Doch bei der Waffenablieferung kommt es zu einem Vorfall, wo Peter Zierler (Hanno Koffler) Zeuge wird, wie Demonstranten mit 'seinem' Gewehr erschossen werden. Dies lässt ihn in ein Loch fallen, und am Ende des Jahres, nach einer Weihnachtsfeier, gibt er seinen Job auf. Weil er aber viel weiß über das Unternehmen und doch eigentlich zur 'Familie' gehört, wird er halt gemobbt. Und zwar von dem ganzen Ort, wo die Fabrik beherbergt ist. Dies endet mit dem Anfang, wo ins Haus geschossen wird. Danach wird Peter Zierler (Hanno Koffler) wieder aktiv und packt mit seinem Wissen an den für die Firma schmerzhaftesten Stellen aus. Danach wird diese Firma so richtig durchgeschüttelt und wir können dann sehen, wer so etwas beschädigt oder sogar unbeschadet übersteht oder nicht.
Die Motive und auch die Folgen aller Handlungen sind sehr genau und nachvollziehbar ausgearbeitet und auch wirklich gut dargestellt. Und selbst die Nebenrollen, wie Alina Levshin, Veronica Ferres, Herbert Knaup, August Zirner und Michael Brandner helfen dabei sehr gut mit. Man spürt, dass alle mit dem Herzen dabei waren. Die Schwäche des Filmes sind auf jeden Fall die nur 90 Filmminuten. Deshalb passiert alles sehr schnell und das schadet auch ein wenig der Hauptrolle Peter Zierler (Hanno Koffler). Ich sah als Zuschauer wohl gewollt alles mit seinen Augen. Die eigentlich faszinierenden Bilder Mexicos und auch schon am Anfang den vorsichtig kritischen Blick für das Ganze. Dann aber geht alles in seinem Beisein zu schnell. Er hat keine Zeit sich auf die Gegebenheiten einzustellen, obwohl er es noch halbwegs schafft. Ab dem Zeitpunkt der Demonstration in Mexico, wo die Polizei sofort nach dem Auspacken und anschließender Einführung durch Peter Zierler (Hanno Koffler) sofort nach draußen läuft, um die Waffen auch dann bei dieser Demonstration zu benutzen, wird der Film trotz aller Glaubwürdigkeit etwas unglaubwürdig. Die Mobbingattacken haben bei mir dann auch dasselbe Gefühl entwickelt. Glücklich war ich, dass Peter Zierler (Hanno Koffler), der ja für uns Zuschauer die wichtigste Rolle hatte, nicht sofort hingeschmissen hat, sondern in der Zeit bis Weihnachten noch Mut gesammelt hat, um dann festzustellen, dass es für ihn nicht mehr so weitergehen kann.
Als Empfehlung kann ich nur sagen, es ist ein besserer Fernsehfilm, und dieser wurde mit viel Hingabe der Schauspieler vorgetragen. Für mich ist es kein Sammelobjekt, aber ich bin froh, dass ich ihn gesehen habe. Ein kleines bisschen regt er auch zum Nachdenken an.

Meine Schulnote: 3+


The Awakening - Geister der Vergangenheit
The Awakening - Geister der Vergangenheit
DVD ~ Rebecca Hall
Preis: EUR 7,49

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Film, der seine selbst gesteckten Erwartungen wohl nicht erfüllt, 23. September 2015
Diese DVD beinhaltet einen britischen Horrorfilm, der eher wie ein Grusel-Thriller wirkt, mit dem Titel 'The Awakening', zu Deutsch 'Das Erwachen'. Viele sehen ihn in einer Reihe mit den vergleichbaren, großen Filmen wie 'The Others' oder auch 'The Sixth Sense', die als Vorzeigefilme dieses Genres gelten. Auch ich musste mich schon nach einem Viertel des Filmes danach richten. Und leider hat er im Vergleich zu den anderen versagt. Nur wenn man sich an den Titel des Filmes 'Das Erwachen' hält, kann man den Film noch durchgehen lassen mit einer 'Nicht schlecht'-Wertung. Aber das ist meiner Meinung nicht so einfach.
Mystik soll großer Bestandteil des Filmes sein, und der Zuschauer soll mit überraschenden Wendungen und Handlungen, die man nicht erwartet, konfrontiert und sogar auch erschreckt werden. Dadurch wird auch Spannung aufgebaut und der Film soll dann als großartig in der Erinnerung des Zuschauers bleiben. Aber ob diese Zutaten alleine langen wird hier im Endeffekt meiner Meinung nach in Zweifel gestellt. Gut, Spannung ist da und ich habe den Film ohne auf die Uhr zu schauen bis zum Ende geschaut. Lange war ich dabei auf 4 Sterne-Kurs, doch das Ende hat alles zerstört.
Um was geht es hier?
Der Film spielt 1921 in England. Nach dem Krieg und einer spanischen Fieberwelle sind die Engländer in einer depressiven Phase und einige haben den Hang danach mit ihren Toten in Sitzungen Verbindung aufzunehmen. Hier fängt der Film in einer solchen spannend dargestellten Sitzung mit einer kleinen kurzen fünfminütigen Geschichte an. Denn Florence Cathcart (Rebecca Hall), eine Schriftstellerin und Geisterjägerin, enttarnt eine solche Sitzung mit übernatürlichen Phänomenen als Tricks und Betrügereien.
Eigentlich wird die richtige Geschichte, die darauf folgt genauso abgewickelt, bis auf das Ende. Und durch die Rolle der Florence Cathcart (Rebecca Hall), die absolut nicht an Mystik glaubt, fällt es irgendwie auch dem Film schwer, welche zu entwickeln. So kommt auch die eigentliche Geschichte, in der ein kleiner Junge als Geist auf einem Schulinternat herumlaufen soll, und dabei ein Schüler an einem Asthmaanfall stirbt, zu einem Ende, der halt irdisch logisch ist. Und das hat die hinzugerufene Florence Cathcart (Rebecca Hall) herausgefunden. Aber es sind jetzt erst 45 Minuten vorbei und nun muss das Geheimnis, des im Schulhaus herumlaufenden Jungen als Geist, doch noch herausgefunden werden. Und hier rätselt man als Zuschauer kräftig mit. Aber ehrlich, man hat keine Chance, es herauszufinden. Das haben solche Filme ja auch so an sich. Nur hier kommt es zu keiner AHA-Wirkung. Die Lösung war eigentlich kein richtiger Bestandteil der bisher erzählten Geschichte. Sie wirkte wie gerade erfunden. Man ist nicht, wie bei den beiden oben genannten Filmen, vielleicht in die falsche Richtung abgeschweift, sondern hier wurde man extra in die falsche Richtung geführt. Und mit dem Schluss wurde dann sowas wie ätsch gesagt und im Endeffekt wurde dann sogar noch nachgetreten, weil ja noch etwas in Hinblick auf Florence Cathcart (Rebecca Hall) passiert, dass sie umbringt oder auch nicht.
So hat man hier ein Beispiel gesehen, das gewisse Elemente, - Schreckstrukturen - lange auf dem Bild bleiben - Überraschungen, die keiner erwartet einzubauen - die ja auch gut und wichtig sind für einen solchen Film, allein nicht ausreichen, um einen großen Film zu machen. Gut, das Ende konnte man schon glauben und es bekommt vielleicht durch den Titel 'Das Erwachen' vielleicht auch einen Sinn. Aber ehrlich, mir war die Lust vergangen, diesen Film nochmal anzuschauen, um Szenen, die ich vielleicht nicht beachtet hatte, besser einzuordnen. Die Szenen, die ich behielt, waren für die Geschichte nicht von Bedeutung. Ob für die Realität dieses Filmes nachzuprüfen, sich die Rolle Tom (Isaac Hempstead-Wright) und Robert Mallory (Dominic West) im Film unterhaltend getroffen haben, ist mir im Endeffekt jetzt auch egal. Ich glaube sogar im Interesse des Filmes, dass es nicht so war. Dennoch war die Erleuchtung bei den zwei anderen Filmen sofort, und die im Kopf gespeicherte Szenen konnten auch sofort zugeordnet werden. Natürlich kann man sagen, dieser Film hier ist einmal etwas anderes. Aber richtig toll ist er meiner Meinung nach nicht. So bleibt dann auch die Abschlussszene bei mir hängen, weil der Regisseur Nick Murphy uns Zuschauer im Zweifel lassen will, ob Florence Cathcart (Rebecca Hall) nach ihrer Vergiftung überlebt oder nicht. Hier zeigt er dann eine Rettungsaktion in allen Facetten und schneidet aber das Erbrechen von Florence weg. Vielleicht hatte das auch nicht stattgefunden. In der Nachbetrachtung waren solche Szenen oft vorhanden. Sowie auch bei dem Wassersturz. Und in der Nachbetrachtung waren diese Szenen wenigstens nicht mehr unwissentlich störend, sondern jetzt wissentlich störend.
Am besten wäre es, man ist bei dem Film von demselben Syndrom betroffen, wie unsere Hauptdarstellerin Florence Cathcart und 'Das Erwachen' kommt nicht zustande.
Dennoch ist er technisch gut gemacht und man nimmt ihm die Zeit, in der er spielt ab, auch ab.
Aber er wird für mich ein Negativbeispiel bleiben, in der Art von dem Genre, wo sich auch die Filme 'The Others' und 'The Sixth Sense' aufhalten.
Meine Empfehlung: Man kann ihn schon mal ansehen. Mich hat er leicht verärgert. Aber nicht nur deshalb werde ich diesen Film wohl nicht mehr anschauen. Es sei denn, um irgendwann das Verhältnis zwischen der Rolle Tom und Robert Mallory nachzuprüfen.
Definitiv kein Sammelobjekt für mich.

Meine Schulnote: 3-
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2015 6:53 PM CET


Bamberger Reiter - Ein Frankenkrimi
Bamberger Reiter - Ein Frankenkrimi
DVD ~ Thomas Schmauser
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Heimatkrimis im Bayrischen Rundfunk - Der 6. Film, 21. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Bamberger Reiter - Ein Frankenkrimi (DVD)
Diese DVD beinhaltet den sechsten Film der Heimatkrimi-Serie im Bayrischen Rundfunk mit dem Titel 'Bamberger Reiter ' Ein Frankenkrimi'. Der Ort ist, wie der Titel schon sagt, in und um Bamberg in Oberfranken. Der Ermittler ist Hauptkommissar Peter Haller (Thomas Schmauser) mit seiner Kollegin Kommissarin Birgit Sacher (Teresa Weißbach), die hier zum zweiten Mal, nachdem der erste Film in und um Würzburg spielt, zusammen in einem Fall ermitteln.
Die Charaktereigenschaften dieser beiden Ermittler sorgen dafür, dass dieser Film auf einem hohen Niveau startet. Auch hat der Bamberger Reiter, eine Steinfigur mit einigen Rätseln, einen kurzen Auftritt, der sich auch mit der Ermittlungsgeschichte in diesem Fall vergleichen lässt. Irgendwie wirkt dieser Film heimisch, was ja auch bei einem Heimatkrimi verlangt wird.

Zum Inhalt: Hauptkommissar Peter Haller (Thomas Schmauser) ist, trotz aller Liebe zu der Stadt Würzburg, nach Bamberg, die Stadt in der er aufgewachsen ist, zurückgekehrt. Als Erbe seines Elternhauses, das ihm seine Mutter, eine extreme Feministin, nach ihrem Tode vererbt hat, versucht er dort sesshaft zu werden. Ebenfalls auch freiwillig nach Bamberg versetzt wurde die unkompliziert, übereifrige Kommissarin Birgit Sacher (Teresa Weißbach), die es wohl schätzen gelernt hat, nach dem ersten Film, mit Peter Haller (Thomas Schmauser) zusammenzuarbeiten. Als Dritter im Bunde ist noch der einheimische Ermittler Sven Schäuffele (Sven Waasner) mit von der Partie. Sofort werden diese Drei zu einem Tatort gerufen, wo eine junge Frau nach einem Reitunfall tödlich verunglückt ist. Sofort erkennt Hauptkommissar Peter Haller (Thomas Schmauser), dass hier nachgeholfen wurde und so machen sich die Ermittler auf die Suche nach dem Täter, den Peter Haller (Thomas Schmauser) in dem Umfeld einer Western-Pferderanch vermutet.

Dies läuft mit interessanten Unterhaltungen und Geschehnissen ab. Nicht übertrieben, aber wirkungsvoll und auch treffend sind die Dialoge und Handlungen. Hier überzeugen alle Schauspieler. Vor allem der Ermittler Peter Haller (Thomas Schmauser) ist ein großes Plus für diesen Film. Romantisch ist er. Man spürt auch an seinem Wesen seine Kindheit, wo er allein von seiner extremen Mutter aufgezogen wurde. So wie Peter Haller (Thomas Schmauser) auftritt, kann ich mir seine Mutter so richtig vorstellen. Da braucht man keine Rückblenden. Und die verstorbene Mutter hilft ihm sogar bei der richtigen Einsicht in die Lösung des Falles, weil er abends oft ihren Nachlass durchstöbert und aussortiert. Auch verliebt er sich in die Zeugin Eva (Katharina Schüttler), die dann auch zur Tatverdächtigen wird. Seine Assistentin Birgit Sacher (Teresa Weißbach), die eigentlich einen anderen Arbeitsstil pflegt, passt sich dem Peter Haller (Thomas Schmauser) irgendwie an und wirkt manchmal dadurch auch in ihrer Arbeit gehemmt. Aber diese Art von ihr wirkt sogar positiv auf den Filmablauf mit Ausnahme des eigentlichen Schlusses. Hier zieht es sich ein ganz klein wenig. Die Strukturen im zwischenmenschlichen Bereich werden von allen Akteuren, die noch jetzt dabei sind, sehr groß beachtet. Da tritt alles gefühlt ein bisschen auf der Stelle und Kommissarin Birgit Sacher (Teresa Weißbach) findet sogar noch Zeit zum Grillen, bis der Täter aufgibt, unerkannt zu bleiben. Man hat am Schluss dann viele vorherige Tatverdächtige noch in Unterhaltungen gehört, die den wahren Ablauf dieser Tötungstat auch schon vorher ahnten. Uns Zuschauer ging es wohl genauso. Aber meiner Meinung nach war es ein Mord und der wirkte ganz am Ende wie ein Unfall. Aber das ist ja sehr wahrscheinlich auch realistisch und bestimmt nicht mehr das Problem der Ermittler.

Ein guter Film mit einem nicht ganz befriedigenden Ende. Dieses Ende hat mich nicht ganz erreicht. Als noch die Reitszene mit Waffe von dem 'Ranchbesitzer' Stefan Breu (Tobias Oertel) gegen Ende des Filmes auftauchte, fühlte ich diesen Film dann auch nicht ganz perfekt.

Abschließend kann ich nur sagen, wer mal einen Bayrischen Heimatkrimi sehen will, sollte diese Folge auf jeden Fall auch ansehen. Ich mache das jetzt mit seinem 1. Fall 'Freiwild ' Ein Würzburg-Krimi', den ich noch nicht gesehen habe und hoffe, dass diese Kommissare noch einen dritten Film drehen werden. Ich könnte mir diese Ermittler im Tatort vorstellen.

Meine Schulnote: 3+


Battleship
Battleship
DVD ~ Taylor Kitsch
Preis: EUR 7,37

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Verfilmung eines Brettspiels 'Schiffe versenken' des Spielherstellers Hasbro, 18. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Battleship (DVD)
Wie kann man aus einem Brettspiel einen Film machen? Kann dabei irgendetwas Interessantes herauskommen? Mit dieser DVD bekommen wir den Film 'Battleship' präsentiert, wo man eine Antwort herausfinden kann. Aber wieviel Sterne ist dieser Film wert? Ehrlich gesagt ist da die Antwort gar nicht so einfach.
Auf jeden Fall ist es ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht um Außerirdische, die einen Weg auf die Erde gefunden haben, dort aber im Pazifischen Ozean in der Nähe von Hawaii landen und mit einigen Kriegsschiffen verschiedener Länder zusammentreffen, die dort ein internationales Manöver abhalten. Da geht dann der 'Battle' los. Natürlich wird schlussendlich die Schlacht von den Menschen gewonnen. Eigentlich eine abgedroschene Geschichte, die hier in zwei Stunden erzählt wird, wo man sich auf großes Kopfschütteln während des Zuschauens einstellt. Und es stimmt zum Teil nach dem Ansehen auch. Nur fand ich den Film überraschend auch ganz amüsant. Woran kann das gelegen haben?
Die Geschichte ist ganz einfach gehalten. Sie ist wie für kleine Kinder erzählt aufgebaut. Normal ist das für mich schon ein großer Schwachpunkt. Da überrascht sogar die FSK 16 Einstufung ein bisschen. Aber hier stört mich das weniger. Es gibt hier überhaupt keinen Tiefgang während des ganzen Filmes. Vielleicht ist es sogar positiv, nicht aus dieser 'Regel' auszubrechen. Die Grundstory wird einem modernen Märchen angeglichen, von der die Hauptperson Alex Hopper (Taylor Kitsch) befallen ist. Er lernt eine Frau kennen, dann lieben und will sie dann heiraten. So wird im Film, noch bevor die Geschichte eigentlich losgeht, seine Einführung vorgestellt. Er ist ein Loser, der trotz großer Energie überall scheitert. Mit seinem Bruder Stone Hopper (Alexander Skarsgård) sitzt er in einer Bar und feiert in depressiver Art seinen Geburtstag. Als dann die charmante Samantha Shane (Brooklyn Decker) in diese Bar kommt, weil sie hungrig ist und etwas essen will, und dies in so später Stunde in dieser Bar nicht mehr möglich ist, sieht er eine Chance auf einen Date mit dieser Frau. Und wie er dann ihr innerhalb von fünf Minuten einen 'Chicken Burrito' besorgt, beschreibt in diesen Szenen von seinem Charakter und der Rolle in diesem Film alles perfekt. Hier hat der Film für mich schon zwei Sterne sicher. Es war eigentlich schon der Höhepunkt, weil ich dann auch alle Handlungen von Alex Hopper (Taylor Kitsch) in weiteren Verlauf des Filmes dieser Struktur der Einführung von ihm unterordnen konnte. Und scheinbar klappte das auch. Denn alles was an Unlogik auftauchte, konnte ich in diesem Streifen problemlos verarbeiten. Ja, manchmal sogar mit Schmunzeln genießen.
Zurück zur Geschichte: Trotz des Erfolges bei Samantha Shane (Brooklyn Decker), hinterlässt Alex Hopper (Taylor Kitsch) doch bei allen anderen eher Schäden nach dieser 'Chicken Burrito-Aktion' und wird deshalb von seinem Bruder Stone Hopper (Alexander Skarsgård), der Kapitän eines Navy-Schiffes ist, dazu verdonnert, auch auf der Navy anzuheuern. Und so landet er dann nach zwei Jahren an dem Platz, wo die Außerirdischen sind. Samantha Shane (Brooklyn Decker) ist seine Verlobte und sein Oberchef Navy-Kommandeur Admiral Shane (Liam Neeson) ist ihr Vater, der aber nicht so viel von ihm hält. Aber da es ein Märchen ist, wird für die zwei Verliebten am Schluss alles gut.

Auf den Weg bis dahin kommen noch der Japan Kapitän Nagata (Tadanobu Asano) vor, der am Anfang des Filmes nicht mit Alex Hopper (Taylor Kitsch) auskommen kann. Aber im Laufe der Geschichte, wo es immer gefährlicher wird, finden sie doch zusammen und am Ende des Filmes ist sogar eine Freundschaft entstanden.

Es taucht auch ein in ein Museum umgewandeltes Schlachtschiff 'USS Missouri' auf, das mit Veteranen gegen Ende des Filmes auch noch zum Einsatz kommt.

Wie es in einem Soldatenleben auch vorkommen kann, wird uns hier, wahrscheinlich deshalb, auch ein invalider Soldat, nicht vorenthalten. Lieutenant Colonel Mick Canales (Gregory D. Gadson) trägt auch, ohne seine Beine, noch seinen Teil für die Rettung der Welt bei.

Und die Musik von AC/DC und anderen erfolgreichen Gruppen bringen einen in die von dem Regisseur Peter Berg wohl erwartete Stimmung, die wohl nötig ist, um den Film eher zu genießen als zu kritisieren.

Jede Logik wird hier aus diesem Film verbannt. Meiner Meinung nach ist das sogar gekonnt gemacht. Alles was hier uns Zuschauer in Bildern gezeigt wird, ist ganz gut dargestellt. Für mich hat hier kein Schauspieler versagt, aber auch nicht geglänzt. Vielleicht ein ganz klein wenig Taylor Kitsch (Ich muss schon wieder an den Anfang des Films denken). Ein Werbefilm für die Navy ist dieser Film bestimmt auch ein wenig.
Da er aber keine Satire ist, auch inhaltlich keine Ansprüche stellt, eher sogar teilweise wie eine Hommage auf das amerikanische Militär wirkt, kann dieser Film höchstens den Anspruch auf einen Durchschnittsfilm erwarten.

Empfehlenswert ist dieser Film schon. Meine Idealvorstellung von einem gutgemachten banalen Nur-Action-Film ist mit diesem Film voll erfüllt worden. Er wird aber nicht in meine Sammlung aufgenommen. Sollte ich aber irgendwo auftauchen, wo dieser Film gerade läuft, so kann ich mir vorstellen, dass ich sitzenbleibe und mir den Film bis zum Ende anschaue.

Und derjenige, der diesen Film bis zur letzten Sekunde ausgekostet hat, könnte eine Botschaft für einen zweiten Film empfangen haben, die unsere Helden nach Schottland führen könnte. Mal abwarten, ob etwas daraus wird.

Meine Schulnote: 3-


Tatort - Kressin und der Laster nach Lüttich (1971)
Tatort - Kressin und der Laster nach Lüttich (1971)
DVD ~ Sieghardt Rupp

3.0 von 5 Sternen 2. Folge der Tatort-Reihe mit dem Zollfahnder Kressin, 17. September 2015
In dieser DVD wird die 2. Folge von insgesamt 7 Folgen des Tatort-Zollfahnder Kressin (Sieghardt Rupp) vorgestellt. Seine Zentrale ist in Köln. Aber er arbeitet oft in verschiedenen Städten. Bei dieser Folge ist es im Grenzland zu Belgien in der Nähe von Köln und dort steht ihm als Gastauftritt der Tatortkommissar Lutz (Werner Schumacher) zur Seite, der allerdings eine Folge vorher in Mannheim stationiert war.
Diese DVD mit dem Titel "Kressin und der Laster nach Lüttich" ist eine Folge, die sogar in der Tatortreihe (über 900 Filme) als die Fünfte vorgestellt wurde. Und diese Folge wurde im gleichen Jahr gedreht wie die erste Folge mit dem Zollfahnder Kressin.
Zolloberinspektor Kressin (Sieghardt Rupp) ist ein lockerer Typ, der irgendwie stets in smarter James-Bond-Manier auftritt, begleitet mit coolen Sprüchen und von hübschen Mädchen. Auch gibt es in den Kressin-Folgen einen Bösewicht, wie bei James Bond der Blofeld. Hier aber heißt dieser Gauner Sievers (Ivan Desny), und zeigt sich in sechs von sieben Folgen dieser Reihe. Er kann also immer wieder entkommen.
So startet dieser Film am Bahnhof von Köln, wo Kressin den Edelgauner Sievers beim Einsteigen in einen Zug beobachtet. Wieder einmal kann er ihm keine illegale Handlungen nachweisen und so verlässt er den Bahnhof und lernt dabei noch seine Gespielin Elisabeth (Katrin Schaake) für diese zweite Folge kennen.
Doch sehr bald wird er von seinem Vorgesetzten zu einem Unfallort bestellt. Dort liegt der verdeckte Ermittler Vondracek (Manfred Seipold), von einem Lastwagen überfahren, auf der Fahrbahn. Schnell entdeckt man, dass dies kein normaler Unfall war, denn die Fundstelle ist nicht die Unfallstelle. Da Kressin sofort weiß, womit Vondracek (Manfred Seipold) als verdeckter Ermittler beauftragt war, findet er noch vor der Grenze den Lastwagen, mit dem Vondracek (Manfred Seipold) überfahren wurde. Nach der Verhaftung der Fahrer, setzt sich Kressin hinter das Steuer und fährt diesen LKW nach Lüttich, wo die Fuhre laut Papiere eigentlich hin soll. Dabei versucht er die Schmuggler zu enttarnen, sowie auch, mit Hilfe von Kommissar Lutz (Werner Schumacher), die Mörder von dem verdeckten Ermittler Vondracek (Manfred Seipold) zu überführen. Bis auf seinen Spezi und Edelgauner Sievers (Ivan Desny) gelingt ihm das schließlich auch.
Der Film hat eigentlich einen starken Anfang und läuft auch ziemlich spannend ab. Am Schluss aber stürzt er fast ab. Eine eigentlich gute Geschichte wird am Schluss hektisch und auch unwirklich. Dieser Film hätte seine 90 Minuten unbedingt gebraucht, aber es kommen nur knapp 80 Minuten zusammen.
Auch eine Lastwagen-Verfolgungsszene läuft so ab, wie sie gedreht wurde. Das heißt, alles ist etwas langsam. Hier hätte ein bisschen mehr Mühe der Techniker auch nichts geschadet. Bei den Nahaufnahmen vermittelt Sieghardt Rupp in der Rolle des Kressin's bei dieser Verfolgungsszene als Lastwagenfahrer auf jeden Fall eine große, stressige Ernsthaftigkeit, bei der die Außenaufnahmen nicht wirklich mithalten können.
Zum Schluss läuft alles im Film so ab, als wollte man ganz schnell mit dem Film fertig werden. Als negativer inhaltlicher Höhepunkt steht sogar die Gespielin Elisabeth (Katrin Schaake) mit dem roten 1965er Triumph TR4A parat, um auf Kressin (Sieghardt Rupp) zu warten, der in dem Schmugglerhof gefangen gehalten wird, welches von einem Polizeikommando gestürmt wird. So kann Kressin (Sieghardt Rupp) wenigstens standesgemäß mit einem besonderen Wagen noch zum Bahnhof nach Köln rasen, wo er den Gauner Sievers (Ivan Desny) wieder nicht erwischen kann. Aber warum seine Gespielin dort auf ihn wartet? Am besten, man denkt darüber nicht nach.
So ist dieser Film summa summarum schlussendlich für mich ein Hauch schwächer als der erste Film von Kressin.
Eine Empfehlung ist dieser Tatort auf jeden Fall. Allein schon wegen der Nostalgie und eine andere Art von einem Tatort-Ermittler. Doch mehr wie 15,- Euro würde ich nicht ausgeben. Dann warte ich lieber auf das TV.

Meine Schulnote: 3-


Die Teuflischen
Die Teuflischen
DVD ~ Paul Meurisse
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Henri-Georges Clouzot's Meisterwerk mit seiner Ehefrau Véra Clouzot, 16. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Teuflischen (DVD)
- Seien Sie nicht teuflisch
- Verderben Sie Ihren Freunden nicht das Vergnügen an diesem Film
- Und erzählen Sie Ihnen nicht, was Sie gesehen haben
- Ihre Freunde werden es Ihnen danken

Dies ist der Abspann von dem beklemmenden Thriller 'Die Teuflischen' aus dem Jahre 1955 von dem Regisseur Henri-Georges Clouzot, der in dieser DVD enthalten ist.
Das stellt die Frage, ob dieser Film nur bei seinem ersten Ansehen diese besondere Spannung und auch Beklemmung erreicht. Um das zu beantworten, werde ich mir diesen Film irgendwann wieder anschauen. Denn vergessen werde ich ihn sicher nicht mehr. Auf jeden Fall besitzt dieser Film viel Gemächlichkeit und Detailfreudigkeit. Eigenschaften, die zur extremen Spannung dieses Filmes voll und überraschend beitragen. Ein Beispiel ist der Weg eines Sarges von einer unbekannten Leiche, die von seinem Aufbewahrungsplatz zu der Besichtigungsstelle gebracht wird. Selbst ich als Zuschauer konnte es nicht erwarten, endlich zu erfahren, ob es sich um die gesuchte Leiche des Filmes handelt und fühlte so auch eine delirierende Beklemmung. Und gerade das macht den Film so interessant.
Die Story des Filmes ist geprägt von drei Personen: Christina Delassalle (Véra Clouzot), Besitzerin einer Privatschule in einem Vorort von Paris und Ehefrau von Michel Delassalle (Paul Meurisse), der Rektor dieser Schule ist, aber eigentlich von dem Geld seiner Frau abhängig ist. Trotz dieser Voraussetzungen setzt er Ihr sehr zu, wie auch seinem ganzen Umfeld. Da die Ehefrau Christina Delassalle (Véra Clouzot) sehr zart besaitet ist, und zudem ein ernstzunehmendes Herzleiden hat, lässt sie sich alles von ihm gefallen. Dazu gehören auch seine Seitensprünge. Einer davon ist die angestellte Lehrerin Nicole Horner (Simone Signoret). Nachdem er diese fallen lässt, freundet Nicole Horner (Simone Signoret) sich mit Christina Delassalle (Véra Clouzot) an und macht ihr einen Mordplan an dem Ehemann schmackhaft. Irgendwann, als Christina Delassalle (Véra Clouzot) wieder einmal brutal von ihrem Ehemann gequält wird, stimmt sie diesem Mordplan auch zu. So wird der genial vorbereitete Plan in die Tat umgesetzt und als Resultat liegt Michel Delassalle (Paul Meurisse), von Nicole Horner (Simone Signoret) im Beisein der Christina Delassalle (Véra Clouzot) ertränkt, in der Badewanne einer Wohnung von Nicole. Damit es wie ein Unfall aussieht, schleppen sie den Leblosen auf das Schulgelände und versenken ihn im nicht benutzten, voll mit dreckigem Wasser gefüllten, Swimmingpool. Nun startet das Martyrium für die beiden, vor allem für die zartbesaitete Christina Delassalle (Véra Clouzot). Niemand entdeckt die Leiche. Tagelang passiert nichts. Außer das der Rektor Michel Delassalle (Paul Meurisse) vermisst wird, gibt es nichts Ungewöhnliches. Und dieser Zustand wird an der Schule so erklärt, dass sein Verschwinden mit Frauen und Suff zu erklären sei. Irgendwann findet dann Christina Delassalle (Véra Clouzot) einen unverdächtigen Grund, den Swimmingpool leer zu machen. Als dies geschehen ist, ist der Swimmingpool wirklich leer und ohne Leiche..........

Zuerst dachte ich dann, o.k. es wird sich wohl aufklären. Man ist voll mit den beiden Frauen dabei, und vor allem mit Christina Delassalle (Véra Clouzot), die nicht so abgebrüht ist, wie die Lehrerin Nicole Horner (Simone Signoret). Ihre Suche nach der Leiche nimmt einen voll mit und ich dachte für die Lösung auch an Mystik. Kurz vor dem Ende war mir schließlich die Auflösung klar, die allerdings wirklich kurz und bündig daher kommt. Für mich ein kleiner Schwachpunkt des Filmes. Nicht das was, sondern das wie. Ein pensionierter Kommissar Fichet (Charles Vanel) wird auch in diesem zweiten Teil des Filmes eingeführt. Irgendwie tat er mir sehr gut für meine Harmonie zu dem Film. Aber auch seine Einführung ist nicht so gelungen. Bei den Szenen, die uns Zuschauer angeboten wurden, war es aber noch die beste Möglichkeit. Am Schluss des Filmes kommt er, obwohl er alles intuitiv weiß, dennoch zu spät. Der Regisseur Henri-Georges Clouzot wollte es aber wohl für seinen Film unbedingt so, vor allem für seine Schlusspointe.
Auf jeden Fall ist der Film meiner Meinung nach eine Empfehlung wert und eigentlich sogar ein Sammelobjekt. Vor allem in der Filmbox von den drei Filmen des Ehepaars Vera und Henri-Georges Clouzot mit 'Lohn der Angst', 'Spione am Werk' und diesem hier. Übrigens waren diese drei Filme auch die einzigen Filme von Véra Clouzot, die im wahren Leben fünf Jahre später wirklich an einem Herzleiden im Alter von 46 Jahren verstarb.

Meine Schulnote: 3+


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