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Beiträge von Amy
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Rezensionen verfasst von
Amy

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Sieben Minuten nach Mitternacht
Sieben Minuten nach Mitternacht
DVD ~ Lewis MacDougall
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Ganz, ganz großes Kino und, 23. Oktober 2017
Rezension bezieht sich auf: Sieben Minuten nach Mitternacht (DVD)
tief beeindruckend, wie es dem Regisseur Juan Antonio Bayona gelungen ist, dem Roman von Patrick Ness auf der Leinwand Leben einzuhauchen.
Das Monster scheint direkt dem Buch entstiegen zu sein. Im Buch hat Jim Kay (der inzwischen auch die Harry-Potter-Bücher illustriert) mit seinen Illustrationen dafür gesorgt, dass mir nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Anschauen der Bilder so mancher Schauer über den Rücken lief.

Hervorragende Schauspielleistung, vor allem von Lewis MacDougall, der sich mit seiner Interpretation des Conor in Mimik und Gestik direkt in die Herzen der Zuschauer spielt.

Der Film ist FSK 12 und das scheint mir auch die unterste Altersgrenze zu sein. Für jüngere Zuschauer würde ich ihn nicht empfehlen.
Mit schwierigen Themen wie etwa Mobbing, Verlustangst, rasende Wut, Verzweiflung und Trauer ganz sicher keine leichte Kost, aber jenseits des Mainstreams ein ergreifender Film, den man so schnell nicht wieder vergisst.

Unbedingt anschauen!

Und zum Buch kommt man hier: Sieben Minuten nach Mitternacht: Roman


Unearthly: Dunkle Flammen (Die Unearthly-Trilogie, Band 1)
Unearthly: Dunkle Flammen (Die Unearthly-Trilogie, Band 1)
von Cynthia Hand
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 112 Seiten, 30. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...und es interessiert mich nicht die Bohne, wie diese Story endet.

Ich bin selbst schuld. Niemand sonst. Wieso kaufe ich auch einen Roman, der schon im ersten Satz mit "Die Erde steht still, wenn Engel lieben" beworben wird? Auch das Cover hätte mich vorwarnen können. Aber nein – ich wollte mal wieder nicht auf meine innere Göttin, ähm...Stimme hören.

Die Autorin unterrichtet Kreatives Schreiben? Sonderlich kreativ finde ich die schon inflationäre Verwendung des Wörtchens "schön" allerdings nicht. Hier ist alles und fast Jeder wunderschön und hochbegabt. *gähn*

Die Protagonistin Clara, als Viertelengel natürlich ausnehmend hübsch, fällt beim Anblick ihres wunderschönen Christian‘ innerhalb zweier Seiten gleich zwei Mal in Ohnmacht. Mir war ebenfalls schon ganz schummerig und nur die hektische Suche nach dem Riechsalz hat mich davor bewahrt. Stop! War das nicht ein anderes Jahrhundert? Tatsächlich. Ist erst knapp 200 Jahre her, dass mit dem beliebten Riechsalz reihenweise umfallende Damen wieder zum Leben erweckt wurden.

Das Bedürfnis, mir beim Lesen andauernd die Hände waschen zu müssen, damit die Seiten keine Schmalzflecken bekommen, konnte ich nur mühsam unterdrücken.
Einen echten Brüller habe ich dann auf Seite 60 gefunden.

Zitat:
"Ich rücke langsam in der Schlange vorwärts, hole mein Essen und folge Wendy zu ihrem Tisch, wo eine Gruppe identisch aussehender Mädchen erwartungsvoll zu mir aufsieht. Wendy rattert ihre Namen runter: Lindsey, Emma und Audrey. Sie wirken sympathisch. Zu den schönen Menschen gehören sie allerdings definitiv nicht; sie tragen T-Shirts und Jeans, haben Zöpfe oder Pferdeschwänze und kaum Make-up im Gesicht."

Ich habe den Satz gleich drei Mal gelesen! Bei einer so treffenden Beschreibung definitiv nicht schöner Menschen bleibt mir glatt die Spucke weg! Eindeutig eine Bildungslücke meinerseits.
Ich trage gerne Jeans und T-Shirts; sogar für einen Pferdeschwanz fühle ich mich noch nicht zu alt und in den Genuss von Make-up kommt mein Teint eher selten. Na gut – ich finde mich damit ab – zu den schönen Menschen gehöre ich jetzt definitiv nicht mehr. Schade! Ob mich eine Beauty-Beratung oder vielleicht gar eine Schönheits-OP doch noch in den Kreis der schönen Menschen katapultieren könnte? Nö, ich bin aus dem Alter raus, wo man sich für andere und deren Schönheitsideale aufbrezelt oder unters Messer legt. Wer mich nicht so mag, wie ich bin, der hat eben Pech.

Liegt Schönheit nicht im Auge des Betrachters? Den Fokus auf reine Äußerlichkeiten eines Menschen zu legen, halte ich in einem (Jugend?) Roman für keine gelungene Botschaft.

Einen Brüller hab ich noch:
Welche Sprache sprechen die Engel? Ist doch klar:
"ENGELLISCH! So unheimlich und wunderschön, wie die Klänge eines Lieds." (Zitat)

Ehrlich – ich hab schon jede Menge Tränen beim Lesen vergossen, hier allerdings nicht vor Rührung...
Kann mich mal einer aufklären, ob das im Original auch so kreativ ist?
Von Spannungsaufbau oder dem Vorantreiben der Handlung scheint die Autorin noch nicht viel gehört zu haben.

Soll ich sagen, dass es mir leid tut, das Buch nach 112 Seiten abgebrochen zu haben? Nein, es tut mir nicht leid. Ich habe keine Lust, mich durch (erwartete) weitere 300 Seiten Gesülze zu quälen. Es ist eindeutig das falsche Buch für mich gewesen.
Vielleicht liege ich ganz falsch mit meiner Meinung und der Rest macht all das wieder wett, was der Anfang versemmelt hat? Möglich, aber schwer vorstellbar...

Mein Fazit bis Seite 112:
Oberflächlich, anspruchslos, langweilig. Den zweiten Stern gibt es dafür, dass der Roman jedes Engel-Klischee aus meiner Kindheit erfüllt.


Godspeed - Die Suche
Godspeed - Die Suche
von Beth Revis
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kaum noch nachvollziehbar, 27. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Godspeed - Die Suche (Gebundene Ausgabe)
...so empfand ich Teil zwei der Godspeed-Trilogie.

Schon beim ersten Band Godspeed - Die Reise beginnt störten mich so einige Logiklücken. Trotzdem habe ich ihn gerne gelesen, vor allem, weil Amy und Junior mir doch einigermaßen sympathisch waren. Ich wollte wissen, wie es weiter geht, ob es der Autorin gelingt, mich von ihrem Konzept zu überzeugen und ob offene Fragen geklärt werden. Auf die Gefahr hin, mich mal wieder zwischen sämtliche Stühle zu setzen: es ist ihr aus meiner Sicht nicht gelungen.

Amy entwickelt sich zur eigensinnigen und ichbezogenen Zicke. Solche Charaktere verleiden mir jedes Buch.
Sie stellt bei ihrer Schnitzeljagd durchs Schiff Sherlock Holmes regelrecht in den Schatten und scheint über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen. Himmel - hat mich die Sucherei nach Orions Hinweisen genervt! Kaum hat sie einen gefunden, schon hat sie auch die Lösung parat. Och nö – so macht das keinen Spaß!

Entweder habe ich nicht konzentriert genug gelesen oder ich bin zu doof, den Sinn hinter dieser Schnitzeljagd zu verstehen. Da befinde ich mich dann in guter Gesellschaft mit dem Rest der immerhin ca. 2760 Personen zählenden Besatzung. Und sind sie nicht doof oder depressiv, dann sind sie wenigstens bösartig.

Ohne die Schnitzeljagd hätte das Buch aber nur wenig Handlung gehabt.

Kommen wir zu Junior: er will mit seinen sechzehn Jahren Anführer/Ältester sein (was er zu Beginn und zwischendurch öfter in Zweifel zieht), hat aber im ganzen Buch keine Ahnung von irgendwas, nicht einen Hauch von Menschenkenntnis und absolut keinen Plan. Er handelt, ohne an die daraus folgenden Konsequenzen nur einen Gedanken zu verschwenden.

Ich habe mich dann auch ziemlich flott auf die Seite der Rebellen geschlagen. Einen Junior als Befehlshaber eines Raumschiffs in Nöten? Den gönnt man nicht mal seinem ärgsten Feind!

Die Romanze zwischen Amy und Junior ist ein weiterer Kritikpunkt. Für mich könnten die beiden auch Bruder und Schwester sein. Da fehlt jede Menge echtes Gefühl – es "kribbelt“ einfach nicht! Das gelingt so manch anderem Jugendbuchautor sehr viel besser.

Mit Logik hat Die Suche - genau wie der Vorgänger - nicht viel am Hut. Ich will aber nicht spoilern und komme deshalb zu meinem

Fazit:
Positiv zu bewerten sind für mich leider nur das Cover und der Einband.
Die Story hat es nicht geschafft, mich auf die versprochene spektakuläre Suche mitzunehmen. Die Autorin scheint mir genauso planlos zu sein, wie ich ihren Charakter Junior empfunden habe. Widersprüchliche und unausgegorene Handlung, Logiklücken und Charaktere, mit denen ich nichts mehr anfangen kann, haben mir den Lesegenuss nun derart vermiest, dass Godspeed - Die Ankunft wohl ohne mich stattfinden wird.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2014 11:38 AM CET


Das Schneemädchen
Das Schneemädchen
von Eowyn Ivey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alltagserlebnisse im rauen Alaska vor fast hundert Jahren, 19. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Schneemädchen (Gebundene Ausgabe)
...und das Schneemädchen schneit auch ab und zu mal rein.

So ließe sich, in sehr knappen Worten, der Inhalt dieser Märchennacherzählung größtenteils zusammenfassen.

Die Bewertungen, die der Roman bisher erhalten hat, sprechen ja für sich und ich möchte keinen vom Lesen abhalten. Mir erscheint er allerdings überbewertet.

In der ersten Hälfte schwingt etwas Geheimnisvolles und Mystisches zwischen den Zeilen mit. Der ansprechende Schreibstil trägt ebenfalls dazu bei, dass ich schnell vorankomme und es kaum erwarten kann, dem Geheimnis des Schneemädchens auf die Spur zu kommen. Diese Erwartung ist es dann auch, die mich das Buch überhaupt beenden lässt, denn was mir auf den restlichen Seiten mit Beschreibungen von Landschaft, Schneegestöber, Arbeitsalltag und Nachbarschaftspflege geboten wird, empfinde ich oft nur als reinen Füllstoff.

Auch zu den Hauptdarstellern Mabel und Jack finde ich keinen richtigen Zugang. Vielleicht, weil sie weder sich selbst noch den jeweils anderen besonders lieben? Sie sind verheiratet – Punkt. Die Fähigkeit miteinander zu kommunizieren (falls sie diese Fähigkeit je hatten), scheint ihnen abhanden gekommen zu sein. Da spielt sicher auch die Totgeburt ihres Kindes eine Rolle. Sie leben nicht miteinander, sondern nebeneinander her und so interessant liest sich dann auch die Geschichte von der öfter depressiven Mabel und dem wortkargen Jack.
Ehrlich – Lesevergnügen ist für mich was anderes.

Für das Schneemädchen selbst empfand ich zu Beginn echte Zuneigung und Mitgefühl. Ein kleines Kind im Grundschulalter, das völlig auf sich allein gestellt in der Wildnis Alaskas überlebt, nötigt mir Respekt ab. Dass das Ganze in der harten Realität natürlich nicht funktionieren würde, habe ich als Fan fantastischer Geschichten selbstverständlich ignoriert. Meine große Hoffnung auf eine schöne, runde, märchenhafte Erzählung schmilzt aber, ab ungefähr der Hälfte, mit jedem weiteren Kapitel zu einem immer armseliger werdenden Häufchen. Schreibt da plötzlich jemand anderes an dem Roman weiter? Wieso wird mir das Schneemädchen so egal? Liegt es an der Art, wie sie Hermelin, Vielfraß oder Schwan um die Ecke bringt? Oder ist es doch die Tatsache, dass ich nicht weiß, wohin mit ihr? Was ist sie für ein Wesen?

Am Ende ertrinkt das, was zu Beginn noch mysteriös und geheimnisumwittert war, in zuckersüßem Kitsch.

Ist es ein Märchen? Ist es real?
Eigentlich ist es völlig egal.
Für mich die Moral von der Geschicht:
zu lang, banal – ein Leichtgewicht!


Ein plötzlicher Todesfall
Ein plötzlicher Todesfall
von J.K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ciao, ciao Hogwarts – Bonjour Tristesse!, 8. Oktober 2012
Barry Fairbrother hat auf den ersten drei Seiten bereits alles gegeben und kann nichts dafür, dass meine Erwartungen an den neuen Bestseller nur selten erfüllt wurden. Erwartungen, die viel zu hoch angesiedelt waren. Hätte ich es vermuten können oder sogar wissen müssen?
Was ich nach den ersten Kapiteln ganz sicher weiß – der Kauf des Romans direkt am Erscheinungstag war ein Fehler.

Es gab vor der Veröffentlichung nur eine knappe und eher irreführende Inhaltsbeschreibung. Nirgendwo war eine Leseprobe zu finden und kein Mensch wusste, worum es wirklich geht. Hörte sich irgendwie nach Krimi oder Thriller an. Bekannt war mir nur, dass es nichts mit fantastischer Literatur zu tun hat und es ein Roman für Erwachsene ist.
Das Tamtam rund um die Veröffentlichung trägt zwar zur Verkaufsförderung (wie auch bei den Potter-Bänden) bei, aber leserfreundlich ist das alles nicht und so darf man sich nicht wundern, wenn die Kritiken entsprechend ausfallen.

Wirft man die Themen dieser Story in einen Kessel – wie z. B. Alkohol und Drogen, Prostitution und Vergewaltigung, Mobbing, Diskriminierung, häusliche Gewalt, Korruption und dazwischen immer wieder mal ein bisschen Sex zum Abgewöhnen – würzt das Ganze noch mit einer Portion scharfer Gossensprache und rührt dreimal kräftig um – dann kommt eventuell so etwas dabei heraus.

Ich bemühe mich beim Lesen nicht dauernd daran zu denken, dass Joanne K. Rowling das geschrieben hat. Es gelingt mir nur selten. Ich habe keine Zauberwelt-Fortsetzung erwartet, aber vielleicht habe ich die HP-Bände zu oft gelesen. Sieben Bände, die mich begeistert haben, lassen sich nicht so einfach ausblenden. Ganz besonders dann nicht, wenn es hier nichts Magisches mehr zu entdecken gibt - und damit sind keine Zauberstäbe, Schokofrösche oder niedliche Hauselfen gemeint.

Ein paar Leseeindrücke:
Das Buch beginnt auf Seite 9 und bei Seite 11 bin ich sicher, einen Krimi oder Thriller gekauft zu haben. Barry Fairbrother, Journalist der örtlichen Lokalzeitung und Mitglied im Pagforder Gemeinderat, stirbt spektakulär und ich frage mich gespannt, wer da wohl auf ihn geschossen hat. Schneller als mir lieb ist (genau gesagt auf Seite 13) wird allerdings klar – es gibt keinen Mörder. Barry stirbt eines natürlichen Todes und dann beginnt mein langer Marsch durch diesen dickflüssigen Problem-Wälzer.

Nach 20 Seiten lege ich die erste Pause ein. 75 Seiten und ich bereue den Kauf. Nach 163 Seiten und dem Donnerstags-Kapitel erscheint vor meinen entzauberten Augen ein imaginäres Laufband:
…ABBRECHEN… ABBRECHEN… ABBRECHEN…
Nein, ich kann doch keinen Rowling abbrechen! Das Buch hat schon viele gute Bewertungen. Da muss doch noch was kommen.

Dann liegt endlich Seite 203 und damit TEIL EINS hinter mir und meine Motivation flüchtet schleunigst dahin, wohin ich das Buch schon einige Zeit wünsche – mit Schmackes aus dem offenen Fenster raus.
Ich verordne dem Todesfall und mir zwei Tage Pause...

Es geht weiter – aber ich kann mich jetzt schon nicht mehr erinnern, wer denn überhaupt diese Catherine Weedon ist. Muss ich die kennen? Kam die schon mal vor? Ich gehe jede Wette ein: in spätestens vier Wochen erinnere ich mich, trotz seines kurzen Gastspiels, höchstens noch an Barry Fairbrother. Oder doch nur noch an Barry? Harry?

Mein Fazit:
Es gibt durchaus Stellen im Roman, die mir gut gefallen haben. Bestätigen kann ich auch, dass JKR, bis auf ein paar (unfreiwillig?) komische Sätze, nichts von ihrem Erzähltalent verloren hat. Dafür dann auch der zweite Stern.

"Manche Leute werden es hassen", hat die Autorin gesagt. Nein, ich hasse Bücher nicht. Ich finde sie entweder gut oder schlecht. Die Guten bleiben mir im Gedächtnis, die Schlechten manchmal auch. Das hier fällt in die Kategorie "Gelesen, vergessen, Schwamm drüber".

J. K. Rowling hatte bestimmt sehr gute Gründe "Ein plötzlicher Todesfall" so zu schreiben, wie sie es geschrieben hat. Ob es gefällt, kann jeder Leser nur für sich beantworten und meine Bewertung fällt so aus:
Sozialkritische Langeweile über hunderte Seiten. Auch der dramatische Schluss kann mich nicht mehr überzeugen.
Größtenteils unsympathische, wie am Reißbrett entworfene Charaktere, die eher an Karikaturen erinnern.
Dramen noch und nöcher, die für mindestens zwei weitere Bücher gereicht hätten.
Das Ganze garniert mit manchmal doch sehr vulgärer Sprache.

Es mag den Zeitgeist treffen und auch authentisch sein, wenn sich Leute in dieser derben Sprache anschreien oder fluchen. Ich mag es weder im realen Leben, noch in Büchern und besonders erwachsen finde ich es auch nicht.

Trotzdem bewundere ich JKR kein bisschen weniger, als vor diesem Buch – für ihr soziales Engagement und viele zauberhafte Lesestunden im Hogwarts-Universum. Sie hat sich selbst und Millionen Leser aller Altersklassen durch 4320 Seiten gezaubert. Wie viele Menschen sie überhaupt erst dazu gebracht hat, ein Buch in die Hand zu nehmen, lässt sich nicht mal schätzen. Wer sich durch sieben Bände gelesen hat, wird immer wieder zu Büchern greifen. Das ist ihr großer Verdienst, dafür gebührt ihr jeglicher Respekt, dafür verzeihe ich ihr dieses Buch und warte gespannt auf ein Neues. Es darf sehr gerne wieder ein Jugendroman sein.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2012 12:25 PM CET


Jenseits des Protokolls
Jenseits des Protokolls
von Bettina Wulff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

602 von 633 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man vielleicht darüber lachen, 14. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Gebundene Ausgabe)
Nachdem gerade ein paar Millimeter Gras über die "Affäre Wulff“ gewachsen war (die ja noch immer nicht abgeschlossen ist), eröffnet nun Frau Wulff mit ohrenbetäubendem Kanonendonner ein neues Schlachtfeld und präsentiert werbewirksam, mit Klagen gegen den Suchmaschinenriesen Google und Günther Jauch, ihr autobiographisches Buch. Cleverer Werbefeldzug – möchte man meinen. Ich befürchte allerdings, dass der Schuss nach hinten losgeht. Insofern tut mir Frau Wulff sogar ein kleines bisschen leid, denn womit sicher weder Verlag noch Autorin und Ghostwriterin gerechnet haben, ist der gequälte Aufschrei der einstigen Untertanen, die doch jetzt bitteschön bei den 100.000 Exemplaren zum Schnäppchenpreis kräftig zugreifen sollen.
Mich wundert ja immer wieder, wie weit sich unsere Polit-Prominenz schon vom eigenen Volk abgesetzt hat. Sollte Frau Wulff tatsächlich die Anti-Wulff-Stimmung im Lande entgangen sein? Hat sie tatsächlich erwartet, dass man ihr dieses triviale "Werk“ buchstäblich aus den Händen reißt?

Kollektives Fremdschämen ist angesagt, denn die Leseprobe (nur die kann und will ich bewerten) offenbart solche Sätze wie:

"Ich habe bei Männern kein festes Beuteschema.“

"Ich bin nicht die Frau, die Öffentlichkeit sucht.“

"Ich möchte, dass die Menschen mich so sehen, wie ich bin: als eine ziemlich normale Frau und Mutter, die ihr Leben
so leben möchte, wie sie es will, und nicht, wie andere es von ihr erwarten. Und die sich verantwortungsvoll für andere, vor allem eben auch für die eigenen Kinder, und für Themen einsetzt, die ihr wichtig sind. So einfach ist das eigentlich …“

Nein – so einfach ist das ganz und gar nicht. Als Ehefrau eines, wenn auch inzwischen Ex, Bundespräsidenten oder auch Ex-Ministerpräsidenten, ist man keine ziemlich normale Frau mehr und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr sein. Es gibt sehr, sehr viele Menschen, die sich verantwortungsvoll, sogar unentgeltlich, für andere einsetzen. Für die eigenen Kinder tut es wohl – davon gehe ich ganz stark aus - auch die überwiegende Mehrheit.

Leider sind die Leidtragenden hier die Kinder. Apropos Kinder...
Gleich beim allerersten Satz möchte man schon in hilfloser Verzweiflung in sein Taschentuch schluchzen. Ich zitiere: "Mama, habt ihr gelogen?“ und sofort befindet man sich in mitleidheischendem Gejammer.

Mein Fazit:
1.) Ich empfehle die 18-seitige Leseprobe – danach weiß man, wohin der Hase hoppelt.
2.) Der triviale Beginn macht keinen Appetit auf weitere 200 Seiten, wirklich nicht.
3.) Ein Buch, das der Gattin eines Ex-Bundespräsidenten nicht würdig ist und das den Kauf nicht lohnt.
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2014 10:04 PM MEST


Wir beide, irgendwann
Wir beide, irgendwann
von Jay Asher
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Seichte Teenie-Geschichte und trotz ein paar lustiger Szenen leider nur Mittelmaß, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Wir beide, irgendwann (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn ich mein bisheriges Jahreshighlight Das Schicksal ist ein mieser Verräter nicht unmittelbar vorher gelesen hätte, bekäme dieses Buch nicht mehr als 3 knappe Sterne.
Es ist zwar flüssig geschrieben, aber die Teenie-Alltagserlebnisse und Dialoge waren manchmal doch sehr ermüdend.

Emma startet 1996 mit Hilfe einer 100 Freistunden-AOL-CD ihren ersten Ausflug ins Internet. Damit habe ich ebenfalls meine ersten Erfahrungen im WWW gesammelt und ich war sehr gespannt, was sie dort alles entdecken würde. Nachdem sie sich eingeloggt hat, erscheint die Facebook-Seite (die es ja damals noch gar nicht gab). Sie landet auf ihrer eigenen Seite und sieht sich und ihre Zukunft – in 15 Jahren. Das löst selbstverständlich Verwirrung aus und der hinzu gerufene Josh, Nachbarsjunge und Freund aus Kindertagen, eilt zu Hilfe.

Leider entdecken Emma und Josh bei weiteren Facebook-Besuchen nicht nur Details aus ihrer eventuellen Zukunft, sondern auch genau das, was es heute noch – und nicht nur auf Facebook – zu finden gibt:
Viel Bla Bla um nichts.

Großartig fand ich die Idee, aber was die Autoren daraus gemacht haben, war am Ende doch enttäuschend.

Empfehlen würde ich das Buch vielleicht jugendlichen Lesern, die gerne herausfinden möchten, wie es sich 1996 lebte, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte.

Mein Fazit:
Ein Teenie-Alltagsgeschichten-Roman, der mir, trotz des guten Anfangs und ein paar Lachern durch den liebenswerten Josh, nicht im Gedächtnis bleiben wird. Hier haben mir sowohl Spannung, als auch Emotionen gefehlt. Ganz im Gegensatz zu dem Debütroman des Autors Tote Mädchen lügen nicht.


Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du hast mir mit deinen gezählten Tagen eine Ewigkeit geschenkt, 31. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein erster Roman von John Green.
Mein zweiter Roman, in dem das Thema Krebs eine Rolle spielt.
Eigentlich mache ich, als Realitätsflüchtling, um solche Romane einen großen Bogen. Realität hab ich zu Hause genug und Literatur, die eventuelle Depressionen auslösen kann, gehört nur selten zu meinem bevorzugten Lesefutter. Manchmal macht mich aber die Inhaltsbeschreibung so neugierig, dass ich doch einen Versuch wage. So ging es mir schon bei Die Bücherdiebin oder auch Sieben Minuten nach Mitternacht.

Und ich gestehe: auch einem gelegentlichen Hype kann ich mich nicht immer entziehen.
Dieses Buch hat jenseits des großen Teichs schon vor seinem Erscheinen einen riesengroßen Hype ausgelöst. Kommt ja eher selten vor, war aber ein sehr gelungener Schachzug des Autors.

Na gut - vor ein paar Wochen hat ein weiteres Buch einen noch viel größeren Hype ausgelöst. DER Wirbel lässt mich allerdings völlig kalt.

Nun aber zu diesem Buch:
Wie fast immer bin ich auch hier der Meinung, dass jedes Wort zum Inhalt ein Wort zu viel wäre. Lest euch die Inhaltsangabe oder den Klappentext durch und ihr wisst in groben Zügen, um was es geht. Den Rest lasst euch von John Green und der Übersetzerin Sophie Zeitz erzählen, denen es auf so wunderbare Art und Weise gelingt, den Charakteren Leben einzuhauchen. Ich habe nicht nur mit den Figuren mitgefühlt und mitgelitten.
- Ich WAR Hazel (mit dem Sauerstoffwagen im Schlepptau)
"Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.'"
- Ich WAR die starke Mutter oder auch der weinende Vater.
- Ich WAR der tobende Isaac und ich WAR sogar die grausame Monica.
- aber vor allem WAR ich Augustus, der sympathische Junge, der so gerne ein Held sein will.

Ich habe mich andauernd gefragt, was ich selbst mit einer Krebs-Diagnose tun würde. Den Kopf einziehen und nur noch heulen, heulen, heulen? Und wenn alle Tränen vergossen sind? Sammelt man dann neue? Oder versucht man mit der Krankheit zu leben und so etwas wie Normalität in seinen Alltag zu bringen? Fragen, die sich wohl jeder stellt, der dieses Buch liest, denn wir alle kommen irgendwann nicht an diesem Thema vorbei. Entweder weil wir selbst betroffen sind oder weil sich der Krebs Verwandte, Bekannte oder Freunde aussucht.
"Nicht mal der Krebs ist ein richtiger Schurke: der Krebs will auch nur überleben.'"

Es gibt so viele tiefgründige Sätze in diesem Buch, die ich am liebsten auf ein Stück Papier pinseln und die Wände damit tapezieren möchte.
Ein philosophischer, trotz des ernsten Themas humorvoller, aber auch ein sehr schmerzhafter Roman. Letzteres nicht nur für mich, sondern auch für meine Lesebrille, die just auf Seite zweihundertundirgendwas bei dem Versuch, den beiden Gießkannen in meinem Gesicht Einhalt zu gebieten, das Zeitliche gesegnet hat. Na ja - kein großer Verlust - war schon länger mal Zeit für eine neue Lesehilfe.

Mein Fazit mache ich mir diesmal ganz einfach und zitiere einen Satz von Seite 36:
'"Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses eine Buch gelesen haben.'"

Lest es!


Der Joker
Der Joker
von Markus Zusak
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Rezension - nur eine Liebeserklärung, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Joker (Gebundene Ausgabe)
Wer mich und meine Rezensionen kennt weiß, dass ich eigentlich nicht zum Rezensieren tauge. Ich halte mich selten an Richtlinien und mit Inhaltsbeschreibungen stehe ich meistens auf Kriegsfuß. Wollt ihr eine richtige Rezension zu diesem Buch lesen, dann lest bitte eine andere.

Ich beginne meine "Liebeserklärung" mit einer Frage:
Wisst ihr, welche Rezensionssätze mich öfter zum Querlesen bringen?

Diese hier:
Ich "liebe" dieses Buch. Ich "liebe" diesen oder jenen Charakter. Ich "liebe" die von XY erschaffene Welt.
Meistens auch noch von mindestens drei Ausrufezeichen verfolgt.

Solche Sätze sind noch nie meins gewesen und wenn sie in Rezensionen vorkommen, lese ich ganz schnell drüber weg.
Bis jetzt. Denn jetzt ist es passiert!
Ich muss dieses leidige Wort selbst benutzen, denn es gibt kein anderes.
Lest schnell drüber weg, wenn es euch so geht, wie es mir bisher ging oder zeigt mit dem Finger, dem Lesezeichen oder was auch immer auf diese Zeile, schließt die Augen und bewegt euer Zeigegerät ein paar Zeilen abwärts.

Ich "liebe"
diesen Autor
und die Übersetzerin
für ihre Worte
für ihre Sätze
für die Bücherdiebin
und den Joker
Amen und Punkt.

Schon haben wir das leidige Wörtchen hinter uns gelassen und können uns den wichtigen Sachen widmen:
Kleinen Moment noch - lasst mich überlegen - was war gleich nochmal wichtig?
Ich weiß, man soll nicht fluchen. Schon gar nicht in Anwesenheit Minderjähriger. Aber HIMMELHERRGOTTNOCHMAL, wo sind die verdammten Notizen?

Ich hatte soooo viele schöne, lustige, melancholische, nachdenklich machende Passagen aufgeschrieben. Weg - alles verschwunden!

Ach, wisst ihr was? Lest es einfach selbst...

Viel Spaß dabei!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2013 10:26 PM MEST


Die Bestimmung (Die Bestimmung-Reihe)
Die Bestimmung (Die Bestimmung-Reihe)
von Veronica Roth
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was hab ich mich geärgert,, 26. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
auf den grandiosen Hype hereingefallen zu sein.

Ich kann gar nicht alles nennen (auch um nicht zu spoilern), was mir hier nicht gefallen hat – gibt es überhaupt etwas, das mir gefiel?
Die Idee mit den fünf Fraktionen fand ich interessant. Habe auch öfter gelesen, dass das Buch mit den Tributen von Panem verglichen wurde und mancher Leser war auch der Meinung, es sei sogar noch besser. Damit war klar, dass ich daran nicht vorbeikomme.

Um es gleich zu sagen:
Diese beiden Jugendromane trennen Welten – sowohl was den Schreibstil, als auch die Handlung betrifft. Panem hatte, trotz aller Brutalität, eine Botschaft, die mir gefiel. Die Bestimmung hat auch eine Botschaft: Hau drauf, wenn du dazugehören willst.

Die Welt der Altruan, Candor, Ken, Amite und Ferox blieb mir völlig fremd. Wieso ist diese zukünftige Welt so, wie sie ist? Zumindest als Autor sollte man eine Vorstellung von seiner erschaffenen Welt haben - ich hatte nicht den Eindruck, dass Veronica Roth diese Vorstellung hat. Ich hatte kein Bild vor Augen, weil die ganze Umgebung nur vage und schwammig blieb.

Mir muss auch nicht jeder Romancharakter sympathisch werden, aber zumindest einer sollte den Weg bis dahin schaffen. Hier sind mir sämtliche Protagonisten nicht nur unsympathisch, sondern völlig egal. Aber so was von!

Ich finde es nicht cool, auf fahrende Züge aufzuspringen – natürlich wird auch von fahrenden Zügen runtergesprungen.
In schwachsinnigen Mutproben sein Leben zu riskieren ist auch nicht mein Ding.
Prügelszenen unter (befreundeten) Jugendlichen treffen ebenfalls nicht unbedingt meinen Lesegeschmack.
Und einen jugendlichen Selbstmörder als Helden zu feiern? Nun ja – da erübrigt sich jeglicher Kommentar!

Natürlich darf auch ein bisschen Liebelei nicht fehlen. Ganz ehrlich – diese Szenen waren dermaßen kindlich, dass ich sie nur quergelesen habe.

Dem Roman fehlt es dabei keinesfalls an Action. Ständig ist irgendwas los. Mein Problem war nur: Ich konnte die Handlung von A bis Z nicht nachvollziehen. Logisch erklären ließ sich für mich nichts.

Ganz besonders bemerkenswert fand ich dann noch die Danksagung der Autorin am Ende:
„Vielen Dank, Gott, für deinen Sohn und für den reichen Segen, den du mir gewährt hast.“
Zu dem reichen Segen habe ich jetzt auch beigetragen – frage mich aber, was der Sohn zu diesem Werk gesagt hätte. Hatte der sich nicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf seine Fahnen geschrieben? Und wie war das nochmal mit dem Hinhalten der Wange…?

Mein Fazit:
Beim Versuch auf den Panem-Zug aufzuspringen, leider das Trittbrett verfehlt und grandios an dem vorbei, was ich als gelungenen Jugendroman bezeichnen würde.


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