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Rezensionen verfasst von
Colin

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Left for Dead
Left for Dead
Preis: EUR 17,60

4.0 von 5 Sternen Starkes Comeback, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Left for Dead (Audio CD)
Wenn sich alte Helden reformieren und anschicken eine neue Scheibe auf den Markt zu bringen, ist meistens erstmal Skepsis angesagt. Zu oft ging so eine Reunion nach hinten los (wie zum Beispiel bei METAL CHURCH). Dass es auch anders geht haben unter anderem die Kollegen von EXODUS eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mit „Left For Dead“ meldet sich nun eine weitere Bay-Area-Legende zurück: LÄÄZ ROCKIT. Bis auf den neuen Drummer Sky Harris ist die komplette alte Mannschaft an Bord und es fühlt sich so an, als ob sie nie weg waren. LÄÄZ ROCKIT machen mit der neuen Scheibe genau da weiter, wo sie mit „Annihilation Principle“ und „Nothing’s Sacred“ aufgehört haben, sprich: Es gibt typischen Bay-Area Thrash-Metal in traditioneller Form auf die Ohren.

Die Jungs aus Berkley in Kalifornien verzichten auf Intros und legen ohne große Umschweife mit „Brain Wash“ direkt ein Brett vor dem Herrn aufs Parkett. Schnörkellosen Bay-Area-Thrash mit dem typischen Riffing der Band bekommen wir hier zu hören. Die Breaks sitzen genau, ebenso wie die Rhythmuswechsel und das Aggressionspotential. Die Produktion knallt auch schön und man ist direkt geneigt das Haupthaar in Wallung zu bringen. Das Gros der Stücke ist dem Opener ähnlich gelagert und bietet feinen Thrash-Metal. Meistens schnell nach vorne gespielt, manchmal auch einfach langsam und heavy vorgetragen und immer mit intelligenten Breaks versehen. Aber es ist schon seit jeher so, dass LÄÄZ ROCKIT auch ruhigere Stücke in ihrem Repertoire haben. So auch auf „Left For Dead“ und hier gibt es gleich zwei davon. „Ghost In The Mirror“ hätte auch seinen Platz auf „Annihilation Principle“ gefunden und ist ein starker Song. „Desolate Oasis“ hingegen kann gar nicht überzeugen und ist in meinen Augen der schwächste Song der Scheibe (zumal die Jungs sich keinen Gefallen damit getan haben das „Kashmir“-Riff dreist zu klauen). Trotz des Uptempo-Mittelteils ist der Track einfach nur langweilig. Auch „Liar“ kann mit seinem modernen Anstrich nicht vollends überzeugen, da das Songwriting hier auch zu unspektakulär ist.

Auch, wenn hier ein, zwei Punkte zu bemängeln sind, ist „Left For Dead“ ein ziemlich starkes Comeback-Album geworden. LÄÄZ ROCKIT beweisen, dass sie nichts verlernt haben und noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Volle Punktzahl kann man hier natürlich nicht geben, aber Thrasher und solche, die es werden wollen, sollten sich die Scheibe trotzdem zulegen. Oder zumindest reinhören. Schaden wird’s definitiv nicht.


My Dearest I Cannot Speak
My Dearest I Cannot Speak

3.0 von 5 Sternen Mauer Emocore, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: My Dearest I Cannot Speak (Audio CD)
Ich liebe Promo-Flyer. Manchmal informativ und gehaltvoll, gehören sie aber doch meistens in die Kategorie “amüsant“. Aber klar, die Agenturen wollen das zu bewerbende Produkt natürlich auch gut verkaufen. Die vorliegende Debütscheibe “My Dearest I Cannot Speak“ von der Band A CHINESE RESTAURANT soll jedenfalls so klingen, als rase man mit 120 Sachen ungebremst in einen Baum. Ok, ich bin fast beeindruckt.

Wer jetzt denkt “A CHINESE RESTAURANT? Komischer Name für ’ne 120 Km/h schnelle Grind-Core Band“, liegt falsch. Die Jungs aus der Nähe von Bremen spielen eine Mixtur aus Hard-Core, Punk und Emo-Core (und hier gibt der höchst subjektive Rezensent mal fette null Punkte). Schon bei den ersten zwei Takten des Openers wird klar, dass die Stilbeschreibung an dieser Stelle stimmt. Gesanglich eine Mischung aus Melodie und Screams wie sie momentan angesagt ist und die man schon oft gehört hat. Entsprechend ist die musikalische Untermalung ausgefallen. Hier schnelle, aggressive von den Drums vorangetriebene Parts wechseln sich mit ruhigeren Passagen ab. Da die Bubblegum-Melodien, die natürlich im Ohr bleiben. Die Gitarren braten schön aus den Boxen und die Rhythmusgruppe spielt schön tight zusammen. Auch die szenetypischen Rhythmuswechsel sind in dem Song natürlich vorhanden. Nicht schlecht gemacht. Erinnert ein wenig an BLINK 182 und Konsorten.

Die restlichen sieben Songs pendeln sich auch unter den beschriebenen Kriterien ein (wobei “Bandage For My Bleeding“ hier noch der Beste ist). Ebenfalls nicht schlecht gemacht. Und genau hier ist die Krux des Ganzen. Die Songs sind alle gutklassig und wurden auch ansprechend produziert. Keiner der acht Tracks ragt aber aus der Masse hervor. Die Nummern sind irgendwie alle nett anzuhören, tun auf der anderen Seite aber auch keinem wirklich weh (das wirklich grottenschlechte Instrumental “My Dearest, I Cannot Speak“ mal ausgeklammert). Netter neo-Punk mit Hard- und Emo-Core Einflüssen eben. Potential hat die Combo zweifelsohne, allerdings ist die Musik momentan noch zu gesichtslos und austauschbar. Nett, mehr aber (momentan) auch nicht.


Devolution (Ltd.ed.)
Devolution (Ltd.ed.)
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 6,59

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als die vorherigen Scheiben, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Devolution (Ltd.ed.) (Audio CD)
Es ist doch schön mit an zu hören, wenn sich alte Lieblinge nach einem Tief wieder fangen und mit einem starken Album zurückkommen. Nach dem eher mauen ”Metal Discharge“ ließ “Inventor Of Evil“ schon wieder Hoffnungen aufkeimen und nun ist es endlich wieder so weit. DESTRUCTION haben mit ”D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ den offiziellen ”The Antichrist“-Nachfolger abgeliefert!

Oder so ähnlich. Jedenfalls ist die neue Scheibe seit der Wiedervereinigung die stärkste nach “The Antichrist“. DESTRUCTION haben alles richtig gemacht. Sie gehen phasenweise zurück zu ihren Wurzeln, nehmen das Tempo hier und da aus den Songs und verlieren sich so nicht in sperrigen Prügeleien. Gleichzeitig haben sie viel Aufmerksamkeit auf die Melodien verwandt und trotzdem das progressivste Album seit ”Release From Agony“ herausgebracht.

Geht nicht? Doch. Songs wie “Last Desperate Scream“ oder “Vicious Circle – Seven Deadly Sins“ stinken nur so nach Old-School, bleiben im Ohr hängen, werden aber trotzdem nicht langweilig. Das liegt zum einen an dem nach wie vor absolut eigenständig tönenden Gitarrenspiel von Mike und zum anderen daran, dass DESTRUCTION zwar nicht 34 Riffs pro Song produzieren, aber dennoch Wert auf Abwechslung legen, welche sich durch die ständig variierenden Rhythmus- und Tempowechsel auszeichnet. “Urge (The Greed Of Gain)“ ist zum Beispiel so ein Song, der alle Trademarks enthält, die die Band schon seit 25 Jahren auszeichnet. Sehr aggressiv, mal schnell, mal gezügelter und im Refrain mit einem, für DESTRUCTION-Verhältnisse eher untypischen, melodischen Riff unterlegt. Hier und da findet man auch einige klassische Heavy-Metal-Elemente in den Stücken, die den Sound um eine Nuance erweitern, aber zu keiner Sekunde zu Lasten der Aggression und der Brutalität der Scheibe gehen. Wenn man sich zudem noch leisten kann einen der besten Songs der Scheibe (“No One Shall Survive“) ans Ende zu stellen, dürfte eigentlich klar sein, dass es sich bei „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ um einen Volltreffer handelt.

Auch bei der Produktion haben DESTRUCTION alles richtig gemacht und fahren auf “D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ einen extrem fetten, brutalen Sound. Fans greifen die Scheibe eh ab und alle Thrasher sollten dies ebenfalls tun, denn die neue DESTRUCTION bietet die metallische Vollbedienung, nach der es dem Thrasher verlangt.


This Present Wasteland
This Present Wasteland
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Comeback der Veteranen, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: This Present Wasteland (Audio CD)
Totgesagte leben manchmal länger, spricht der Volksmund. Im Falle METAL CHURCHs ist diese Phrase aber durchaus angebracht. Nach den legendären Alben mit David Wayne und Mike Howe, löste sich die Band irgendwann Mitte der 90er wegen Erfolglosigkeit auf. Die Bandköpfe Kurdt Vanderhoof uns David Wayne versuchten sich in Solo-Projekten. Kurz vor der Jahrtausendwende beschloss man wieder gemeinsame Sache zu machen. Das Ergebnis hörte auf den Namen „Masterpeace“ und wurde zwar sehnsüchtig erwartet, hielt aber zu keiner Sekunde dem Druck der Öffentlichkeit stand, so dass es abermals zum Split kam. Und für mich persönlich waren METAL CHURCH danach mehr als tot.

Aber manchmal täuscht man sich eben doch. Nachdem ich den Vorgänger „The Weight Of The World“ ignoriert habe, rotiert nun das aktuelle Album „This Present Wasteland“ in meinem CD-Player. Und zwar mächtig. Gleich der Opener „The Company Of Sorrows“ kommt schön aggressiv aus den Boxen, die Produktion erzeugt ordentlich Druck und die Band sprüht vor Spielfreude. Die Riffs von Mastermind Kurdt Vanderhoof sitzen endlich wieder, die Rhythmusgruppe agiert äußerst tight und vor allem Sänger Ronny Munroe (der hier und da an Bruce Dickinson erinnert) macht am Mirko mit seiner variabel eingesetzten Stimme einen tollen Job. Hut ab, das hätte ich der Band nicht mehr zugetraut.

„The Company Of Sorrow“ ist aber bei Weitem nicht der einzige Klassesong auf der Scheibe. METAL CHURCH haben über die gesamte Albumdistanz großen Wert auf Abwechslung gelegt. Es gibt schwerfällige, groovige Songs, wie das, entfernt an BLACK SABBATH erinnernde, immer wieder von cleanen Parts aufgepeppte und sich zum Ende hin steigernde „A War Never Won“ oder typische US-Metal Banger wie „Monster“ und „Meet Your Maker“. Hinzu kommen noch Up-Tempo-Stücke der Marke „Breathe Again“ (die Gitarrenarbeit erinnert hier ein wenig an IRON MAIDEN), die eindrucksvoll unterstreichen, dass METAL CHURCH ohne Druck, völlig befreit aufspielen können und das auch tun. Jeder Song hat seine Berechtigung auf der Scheibe und keiner ist als Ausfall zu werten. Ok, einige brauchen etwas um zu zünden, aber ich sehe das keineswegs als Qualitätsverlust.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass METAL CHURCH zuletzt zu “The Human Factor“-Zeiten so frisch geklungen und ein derart starkes Album eingeholzt haben. Hier gibt es acht Punkte mit sehr starker Tendenz nach oben. Hammerscheibe!


Lynyrd Skynyrd - Live at Rockpalast
Lynyrd Skynyrd - Live at Rockpalast
DVD ~ Lynyrd Skynyrd
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 18,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Konzert - maue Bonusfeatures, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Lynyrd Skynyrd - Live at Rockpalast (DVD)
Es ist zwölf Jahre her, dass ich eines Samstags zur Mitternachtsstunde latent angeheitert vor dem Fernseher saß und kurz vor dem Einschlafen war (das Programm war natürlich damals schon scheiße). Plötzlich wurde ich aber aus dem Land der Träume zurück geholt. Da dröhnten auf einmal laute, harte Gitarren und rauer, aber melodischer Gesang aus den Boxen. Im Rahmen des “Rockpalasts“ übertrug der WDR das Konzert von LYNYRD SKYNYRD auf der Loreley. Man, was für eine charismatische Live-Band die Südstaatler waren/sind, hatte ich bis dahin überhaupt nicht gewusst.

Nun liegt das Konzert also in digitaler Form in meinem DVD-Player. Die Freude darüber ist allerdings etwas gedämpft. Zwar ist das komplette Konzert zu sehen und der Sound lässt auch keine Wünsche offen. Auch das Bild ist super und über die Songauswahl der Herren Southern Rocker braucht man eigentlich auch keine Worte zu verlieren. Von “Workin’ For MCA“ über “Sweet Home Alabama“ bis hin zum grandiosen Finale mit “Free Bird“ ist alles auf der DVD enthalten, was sich der Fan zu hören wünscht. Zudem weiß auch das Bühnenbild zu gefallen. Lediglich ein riesiges Südstaatenbanner als Backdrop und eine generell spartanisch eingerichtete Bühne unterstützen die tolle Atmosphäre, die auf der Loreley ja sowieso immer herrscht.

So weit, so gut. Was weniger gefällt, ist die Tatsache, dass sich nur das Konzert auf der Loreley und lediglich drei Bonustracks (“Workin’ For MCA“, “Sweet Home Alabama“ und “Free Bird“) auf der DVD befinden. Die sind 1974 im Hamburg aufgenommen worden (also noch mit der Originalbesetzung) und gehen sound- und videotechnisch ebenfalls in Ordnung. Aber warum gibt es keine Bonusfeatures auf der DVD? Ein Interview mit der Band ist doch (zumindest 1996) sicherlich in irgendeiner Form geführt worden. Auch die sonst üblichen Features (Bildergalerie, etc.) fehlen. Also keinerlei Bonusmaterial in Sicht.

Ob dem Fan das so gefällt, wage ich zu bezweifeln. Okay, man könnte jetzt argumentieren, dass man sich voll auf die Musik der DVD konzentrieren kann. Aber dann hätte es auch ein ordinäres Livealbum getan. Hier wird nicht einmal das Standardprogramm einer Musik DVD geboten. Schade, “Live At Rockpalast“ hätte mehr verdient. Deshalb die wenigen Punkte, musikalisch steht hier eine zehn zu Buche.


Tales From Serpentia
Tales From Serpentia
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Prog-Band aus Deutschland ist zurück, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Tales From Serpentia (Audio CD)
Bedeutende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, heißt es so schön. Im Fall der deutschen Prog Metaller von TOMORROW’S EVE stimmt das vollends. “The Tower“ hieß die im letzten Jahr veröffentlichte EP, die ein Anreiz auf das, nun endlich vorliegende dritte Album "Tales From Serpentia“ sein sollte.

Seit ihrem ersten Album stehen TOMORROW’S EVE für melodischen, gefühlvollen Progressive Metal und das hat sich auch mit dem neusten Output nicht geändert. Musikalisch ist die Band über jeden Zweifel erhaben und braucht sich vor internationalen Größen wie etwa DREAM THEATER keineswegs verstecken. Sie haben lediglich ein paar Facetten in ihrem Sound geändert. So ist die Musik auf “Tales From Serpentia“ im Gegensatz zu den Vorgängern -„The Tower“ ließ das schon anklingen- düsterer geworden. Das passt aber wiederum zu den lyrischen Themen, mit denen TOMORROW’S EVE sich auf der Platte befassen. Die Songs werden zu gleichen Teilen von verzerrten Gitarren, Keyboard/Piano und Martin LeMars charismatischer, dunkler und kraftvoller Stimme getragen. Es treffen fette Gitarrenläufe auf gefühlvolle Pianopassagen oder auch akustische, getragene Gitarren. Die Mischung auf ”Tales From Sepentia“ stimmt einfach (wie auch schon auf dem Vorgänger “Mirror Of Creation II – Genesis 2“) und TOMORROW’S EVE vergessen zu keiner Sekunde, dass sie eine Metal Band sind. Will sagen, es gibt hier jede Menge harte Riffs auf die Lauscher, die in totalem Einklang mit den ruhigeren und progressiven Phasen stehen.

Die Songs sind komplex arrangiert worden und erschließen sich in ihrer Gänze erst nach zwei, drei (oder mehr) Durchläufen (und selbst dann fallen einem noch bis dato unbekannte Nuancen auf). Dabei bleiben Tracks wie das phasenweise hektisch wirkende “The Tower“ oder das ausufernde, beinahe zwanzig Minuten lange “Muse“ aber trotz vieler Tempo- und Rhythmuswechsel immer eingängig und nachvollziehbar. Dazu sind die Stücke noch mit einer latent melancholischen, aber niemals ins Depressive absinkenden Note versehen worden, was den Songs noch mehr an Tiefe verleiht.

TOMORROW’S EVE haben einen der Anwärter auf den Titel “Best Progressive Metal Album 2008“ abgeliefert. Prog-Metal-Fans sollten zugreifen, da auch die Storyline eine Menge hergibt. Alle anderen: Reinhören! Hier gibt es ein wunderbares Stück Musik zu entdecken. Neun wohlverdiente Punkte.


Hels Vite
Hels Vite
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sie machen einfach kein schlechtes Album, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Hels Vite (Audio CD)
THYRFING haben mit ihrem dritten Album “Urkraft“ eines der wichtigsten Alben des Pagan Metal abgeliefert (so hat man mir berichtet). Das ist mittlerweile acht Jahre her. Jetzt liegt mit “Hels Vite“ das aktuelle Album auf meinem Schreibtisch und man kann einige Veränderungen im Sound der Schweden feststellen.

Die vormals fröhlichen (Folk-) Melodien –ich beziehe mich hier auf Songs wie “The Slumber Of Yesteryears“ von eben jenem “Urkraft“- sind einer düsteren, beinahe schon bedrohlichen Atmosphäre gewichen. Schwerfällig, böse und Kälte ausstrahlend kommen die Songs meist aus den Boxen. Blastbeats und dergleichen finden sich nur selten, eigentlich gar nicht in den Tracks wieder. Stattdessen bestimmen stampfende Rhythmen wie in “Griftefrid“ oder dem fiesen “Becoming The Eye“ das Bild der Scheibe. Immer wieder fallen einem BATHORY und alte CELTIC FROST ein, wenn man die Songs der Scheibe hört. Das liegt im Fall BATHORY auch an der Art und Weise, wie die Chöre arrangiert wurden. Nachzuhören unter anderem bei dem Titeltrack “Hels Vite“. Dezent aber immer präsent werden sie in die Songs eingeflochten. Ebenso wie die Keyboards, die zwar großen Anteil an den Songs haben und teilweise schön episch daher kommen, aber nie zu Lasten des Aggressionspotentials gehen.

Ganz klarer Vorteil der Scheibe ist die unheilvolle Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht und im letzten Song “Tre Vintrar – Tva Solar“ ihren misanthropischen Höhepunkt findet. Auch der Einstieg von Ex-NAGLFAR Shouter Jens Rydén hat sich bezahlt gemacht, kann der gute Mann mit seinem Organ den Songs doch immer die passende Stimmung geben. Auch die Produktion weiß zu gefallen, ist der Stimmung der Songs angepasst und entsprechend ausgefallen.

“Hels Vite“ ist eine abwechslungsreiche, grimmige, kalte Scheibe geworden, die man eventuell öfter hören muss. Dann aber kommen alle Elemente richtig zum Tragen und das Album entfaltet seine ganze Bösartigkeit.


Lifeline
Lifeline
Wird angeboten von music_wasmyfirstlove
Preis: EUR 16,90

4.0 von 5 Sternen Wunderbarer Prog-Rock, 9. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Lifeline (Audio CD)
Dass NEAL MORSE mit seiner ehemaligen Band SPOCK'S BEARD einige sensationelle Prog Rock Alben überhaupt gemacht hat, kann man sicherlich nicht bezweifeln. Auch nach der Trennung ist der Brite kreativ noch längst nicht ausgebrannt. So liegt mit “Lifeline“ nun das neue Album des Multi-Instrumentalisten vor. Und was soll man sagen? Herr Morse macht es einem (wie gewohnt) nicht ganz einfach.

Bereits der Opener und Titeltrack kommt knapp unter 15 Minuten ins Ziel. Das fordert den Hörer natürlich ungemein, ist aber auf der anderen Seite exakt das, was man von NEAL MORSE und seinen beiden Sidekicks (Mike Portnoy – Drums, Randy George - Bass) auch erwartet. Der Gesang ist klar, die Melodien sind „zuckersüß“ und bleiben sofort im Ohr. Das gilt für alle Stücke des Albums. Welchen man auch immer heraus nimmt, es sind irgendwie alles potentielle Radiohits. Das funktioniert auch, obwohl die Musik von Neal Morse alles andere als zu der Kategorie “Easy Listening“ zu zählen ist. Die Stücke sind komplex arrangiert und mit verschiedenen Takt- und Rhythmuswechseln versehen. Die hier und da eingestreuten Saxophon-Soli bereichern den Sound auf "Lifeline" genauso, wie es die dezent eingesetzten BEATLES- und QUEEN-Zitate. Dass NEAL MORSE keinen musikalischen Konventionen folgt, zeigt das 30 Minuten lange Epos “So Many Roads“, welches von Jazz über Pop bis hin zu Rock alles in einen Topf wirft und ein höchst interessantes Potpourri zu bieten hat. Hier kann sich mache Band noch echt was abgucken, wenn es darum geht komplexe Songs zu komponieren, die dabei aber noch ein hohes Maß an Wiedererkennungswert besitzen. Hier vereint Herr Morse alle positiven Aspekte, die er auch schon in die Musik von SPOCK’S BEARD und TRANSATLANTIC eingebracht hat. Musikalisch gibt es natürlich keine Minuspunkte für “Lifeline“, dafür sind die Kompositionen zu stark und die beteiligten Musiker zu gut an ihren Instrumenten.

Was mir so ein wenig fehlt, sind die Gitarren die knackige Riffs zu den superben Melodien von Herrn Morse beisteuern. Da harte Gitarren hier fast gänzlich fehlen, wirkt “Lifeline“ sehr poppig (einzige richtige Ausnahme ist “Leviathan“). Metaller werden hier wohl ihre Probleme damit haben. Alle, die mit entspannter progressiver Rockmusik und tollen Melodien was anfangen können, sollten “Lifeline“ anchecken. Enttäuscht werdet ihr sicherlich nicht sein von NEAL MORSE' neuem Album. Eine schöne Prog-Scheibe.


Immortal
Immortal
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Power Metal, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Immortal (Audio CD)
Die Schweden CRYONIC TEMPLE hatte ich bislang überhaupt nicht auf dem Schirm. Bis ich das Labelinfo las, vermutete ich, es mit einem Debütalbum zu tun zu haben, aber nichts da. “Immortal“, so der Name des mittlerweile vierten Albums der Band, legt die Meßlatte für zukünftige Veröffentlichungen sehr hoch.

Und nicht nur das. CRYONIC TEMPLE machen auf “Immortal“ definitiv keine Gefangenen. Hier passt einfach alles. Die Produktion ist schön transparent, aber trotzdem druckvoll. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente natürlich auch. Die Rhythmusgruppe baut ordentlich Druck auf, damit sich die Riffs der Herren Collin und Ahonen angemessen in den Gehörgängen breit machen können. Die Songs selbst haben exakt die richtige Länge und verzichten komplett auf unnötige Intros/Outros oder Instrumentalparts. Die einzelnen Passagen der Songs werden durch die Stimme von Neusänger Magnus Thurin wunderbar vereint und thronen in diesen Ohrwurmrefrains, die dem Hörer wohlige Schauer über den Rücken jagen. Glaubt ihr nicht? Dann hört euch Stücke wie “Standing Tall“, “Freedom Calling“ oder und “Train Of Destruction“ an und ihr werdet eines Besseren belehrt.

Musikalisch wird dieses Meisterwerk als Melodic-Metal eingestuft. Das funktioniert meiner Meinung nach aber nur bedingt. Sicherlich ist Melodic-Metal (alleine schon durch die Gesangsharmonien) das Grundgerüst der Musik von CRYONIC TEMPLE. Die Schweden vereinen aber noch viel mehr in ihrem Sound. Es finden sich nicht nur Versatzstücke des US-Metal in den Songs wieder, sondern ab und an auch Licks die dezent eher an RUNNING WILD erinnern. Auch die eingestreuten Thrash-Riffs machen den Sound des Quintetts zusätzlich interessant und um eine Nuance härter. Die Vielfalt, die die Jungs (ohne jedwede progressiven Ansprüche zu stellen) auf “Immortal“ bieten ist schon sehr beeindruckend und auch ruhigere Stücke wie “As I Sleep“ oder das Album abschließende, latent melancholische “Departure“ passen da optimal ins Bild. Hinzu kommen noch Kleinigkeiten, wie kurz eingespielte Melodiefragmente, die vielleicht für zwei Takte im Lied auftauchen, aber dennoch den Hörer mit der Zunge schnalzen lassen. Grandios gemacht.

“Immortal“ ist ein in sich perfektes Metalalbum geworden. Egal, welchen Song man heraus nimmt, es kommen bei CRYONIC TEMPLE immer Volltreffer heraus, die dem Metaller das Herz schneller schlagen und ihn die Fäuste in die Luft recken lässt. Hier passt alles zusammen: Die Produktion, die Musiker, die Melodien, die Riffs und natürlich auch die Songs. Warum dann nur neun Punkte? Ein Punkt Luft nach oben für den Nachfolger von “Immortal“, der es schwer haben wird. Ein weiterer Bewerber um den Thron des Melodic-/ Power-Metal ist auf der Bildfläche erschienen. Und er hat gute Aussichten. Ein wahrer Hammer vor dem Herrn.


The Unseen
The Unseen
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Starkes Prog-Metal Album, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: The Unseen (Audio CD)
Manche Bands machen sich unnötig selbst das Leben schwer. Die Australier EYEFEAR gehören definitiv dazu. Nur ein Jahr ist es her, dass sie uns mit “A World Full Of Grey“ eines der besten Progressive-Power-Metal Alben des Jahres kredenzten. Knapp zwölf Monate später stehen die Jungs um Ex-PEGAZUS Sänger Danny Cecati nun mit dem Nachfolger “The Unseen“ wieder auf der Matte und was soll man sagen? Sie haben nichts verlernt.

Im Gegenteil. “The Unseen“ markiert von der ersten knappen Minute (dem Intro “Hypnosis“) an, eine Weiterentwicklung in Sachen Songwriting und Sound zum starken Vorgänger. Die Songs kommen dank des Mixes von Tommy Hansen (u.a. STORMWARRIOR, HAMMERFALL, HELLOWEEN, PRETTY MAIDS) um einiges druckvoller aus den Boxen als das noch auf dem Vorgänger der Fall war. In dieser Hinsicht haben die Jungs auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht.

Gleiches gilt für die Songs selbst. EYEFEAR haben in ihren Kompositionen noch einen Zahn zugelegt. Die Stücke wirken in sich geschlossener und ausgereifter. Auf “The Unseen“ haben die Jungs sich noch mal intensiver mit allen Facetten ihres Sounds auseinandergesetzt und die Stärken der Band zu gleichen Teilen noch weiter herausgestellt. Gemeint sind die drei Eckpfeiler Melodie, Progressivität und Härte.

EYEFEAR haben sich bei den Melodien noch mehr darauf konzentriert, diese eingängig zu gestalten. Wo man auf “A World Full Of Grey“ noch mehrmals hinhören musste bis sich die Melodien im Ohr festsetzten, schaffen es die Songs von “The Unseen“ sofort sich im Gehör zu verewigen. Was nicht heißt, dass die Melodien der Songs weniger anspruchsvoll sind. Man hört einfach heraus, dass sich EYEFEAR auch mit diesem Element eingehend auseinander gesetzt haben. Bestes Beispiel hierfür ist die Piano-Ballade “Waisting Away“, die alles andere als kitschig klingt und von Danny Cecati mit soviel Gefühl intoniert wird, dass dem Hörer wohlige Schauer über den Rücken laufen.

Die Balance zwischen Progressivität und Härte ist verglichen mit “A World Full Of Grey“ noch ein wenig ausgeglichener. Es finden sich in jedem Song die typischen Instrumentalparts des Progressive-Metal, die allerdings songdienlich eingesetzt werden und nie zu ausufernd werden. So kann man zwar die musikalischen Fähigkeiten der Australier bewundern, wird aber niemals von endlosen Frickelparts gelangweilt. Natürlich war das auch bei dem Vorgänger der Fall, aber hier haben EYEFEAR die Arrangements noch mal verfeinert.

Der Härtegrad hingegen hat sich erhöht, was Stücken wie “Bridge“, “Confessions“ oder dem Titeltrack (ein brachialer Metal-Song) hörbar gut tut. Die Riffs kommen schön knackig aus den Boxen und man kann zu dem Material auf “The Unseen“ schon mal öfter als vier Takte lang die Matte kreisen lassen. Ich bin mir sicher, dass die neuen Stücke live sehr gut ankommen werden.

EYEFEAR haben mich also erneut überrascht und ein sehr starkes Album auf den Markt gebracht, welches sich keineswegs hinter Szenegrößen wie SYMPHONY X zu verstecken braucht. Definitiv ein Kandidat für die Jahres-Polls und ein weiterer deutlicher Schritt nach vorne für EYEFEAR.


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