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Rezensionen verfasst von
Sir Karl Eduard "Sir Karl Eduard" (Kugelmugel)

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Yello by Yello - The Anthology (Limited Deluxe Edition 3CD+DVD)
Yello by Yello - The Anthology (Limited Deluxe Edition 3CD+DVD)

5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ????, 4. März 2011
Diese Erscheinung gehört eindeutung unter die Top 30 Scheiben "die die Welt nicht braucht" ausser man hat gar nichts von denen und ist geil auf die Videos.

Ich bin da ja noch ein wenig alte Schule und hab in meinem Wohnzimmer zwar eine brauchbare Anlage aber keine Glotze. Die seinerzeit begonnene Unsitte, jede Musik mit einer bemüht originellen visuellen Begleitung zu vermarkten hat meiner Meinung nach mit dazu beigetragen, dass die Mainstream-Qualität ständig im Sinkflug ist.

Musik, die ohne Video oder 25 bunte halbnackte Hupfdohlen im Hintergrund nicht bestehen kann (und das ist die überwiegende Mehrheit) hat in meinen Ohren nichts verloren...

OK, die Videos brauch ich also mal nicht.

Der Rest der Compilation ist lieblos zusammengeschludert und selbst mit dem an sich auch schon schwachen Konzeptalbum "Touch" ist man besser bedient. Wer Yello kennt, braucht eh nur die ersten drei oder vier und unbedingt die "Baby", vielleicht noch "the Race" (wenn's in einem drinnen nicht schon durch den ständigen Missbrauch als Sportsignation Abscheu auslöst), aber das war's dann auch schon, oder?

Der Anspruch, den Yello - für mich jetzt - immer erhoben hat, war VORNE zu sein, Trends zu setzen, Richtungen vorzugeben, sie waren einmal wichtig und stilprägend.

Davon ist seit "Baby" kaum noch was zu spüren und hier ist der Spirit - auch durch teils unsägliche Neuabmischungen - engültig abgekragelt worden.

Die Scheibe erweckt den Eindruck, dass man mal schauen wollte, wieviel man von den Fans noch abgreifen kann, wenn man sich nicht im geringsten anstrengt und - ich vermute fast absichtlich - Liebloses liefert.

Ich wünsche Ihnen, dass diese Rechnung nicht aufgeht und dass Yello es nochmal schaffen, was Neues zu machen, sich wieder an die Spitze zu setzen, das Potential wäre, glaube ich, immer noch vorhanden.

Ein Stern, der sein muß und einer, weil's trotzdem immer noch besser als Vieles ist und sogar noch einer, weil die Videos ja irgendwie trotzdem ganz gut sind - mehr geht aber nicht, sorry!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2011 4:42 PM MEST


Die Frage nach Gott
Die Frage nach Gott
von Norbert Hoerster
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gebrauchsanweisung, 1. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Frage nach Gott (Taschenbuch)
Im Grunde ist dies hier eine Denkanleitung für alle gläubigen Menschen. Dort, wo diese ihr Hirn abdrehen und hoffen, dass es da draußen irgendwas gibt, das uns liebt oder dass wir trotz unseres irgendwann vermodernden Körpers irgendwo und irgendwie weiterleben, beginnt der Autor nachzufragen.

Wie präzise ist eine Gottesvorstellung, wie präzise kann eine solche überhaupt sein?

Systematisch werden zudem alle gängigen "Gottesbeweise" der Geschichte präsentiert, klug durchleuchtet und gnadenlos hinterfragt.
Klar kennt man das alles schon, wenn man sich mit dem Dilemma der Theos und Atheos dann und wann beschäftigt und ein wenig nachgedacht hat. Aber das hier ist gut gegliedert und logisch argumentiert, dabei emotionslos und sachlich.

Vor allem Katholiken bzw. Protestanten empfehle ich die Lektüre dieses Buches und ein wertfreies Nachdenken über die hier vorgebrachten Argumente.
Nicht einmal von ihren Eltern oder Institutionen dieser Firmen schon als Kinder gehirngewaschene und indoktrinierte Menschen können wohl an den Argumenten des Autors wirklich vorbei.

Alle Institutionen der monotheistischen Religionen sind unverdient viel zu mächtig, haben schon genug Schaden angerichtet und beeinflussen das Leben Ihrer Fans mit Hirngespinsten, für die es nicht nur nicht den geringsten Beweis gibt, sondern die vielmehr so unwahrscheinlich sind, dass der Abstand zur Null nicht mehr nennenswert ist.

Für Gläubige, die ihre Ansichten hinterfragen wollen. Zumindest ein wenig nachdenklich wird wohl jeder nicht völlig Abgekapselte nach der Lektüre dieses Buches sein, versprochen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2011 7:59 PM CET


Vertraulich
Vertraulich

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (k)eine matte Sache..., 28. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Vertraulich (MP3-Download)
Durch Zufall kam ich auf diese CD, ein Bekannter bekam sie von einem Bekannten und der wieder schenkte sie mir, weil er dachte, das könnte mir gefallen...

Ganz unrecht hatte er damit nicht, von Frauen gesungene und komponierte Musik mag ich grundsätzlich, wenn sie über Drogeriemarktbeschallungsniveau hinausgeht, was hier diskussionslos locker der Fall ist. Es geht um popige Balladen, die ein ganz klein wenig nach Jazz duften.

Die Künstlerin hat zweifellos Potential, aber noch wirkt alles unausgegoren.
Da gibt es einen deutschsprachigen Song und acht, die auf Englisch daherkommen, der Titel des Albums ist aber wieder germanisch. Warum diese Zaghaftigkeit? Der einzig deutsche Text hier ist doch auch gleich der Beste!
Das Cover ist ungefähr so aufregend und spannend wie das einer Häkelbroschüre oder einer Damenstrumpfverpackung.

Sei's drum, das ist ja was zum Hören und das kommt ganz gut. Ein Instrument reicht zur Begleitung (bei zwei Songs eine Gitarre, sonst ein Klavier), das ist schon mal was, heut singen ganze Wagenladungen irgendwelcher Mädels irgendwelches Zeug und wenn man die Musikbegleitung ausdünnt, bleibt nichts übrig, was die Bezeichnung Gesang verdienen würde.

Da ist die Isabel schon ein anderes Kaliber und für ein Debutalbum ist das richtig nett geworden, auch die Produktion - im besonderen der Klang - verdient Lob.

Mehr als drei Sterne gehen sich trotzdem nicht aus, zu belanglos sind die Melodien und die englischen Texte, zu wenig Wiedererkennungswert hat die Stimme.
Der einzige deutsche Song "Gedankenvögel" reißt mir da noch am ehesten was 'raus.

Die vom Vorrezensenten angesprochene erweiterte Livebesetzung könnte auch Spass machen - Sollte sich Frau Willenberg mal nach Kugelmugel verirren, schau ich mir das an - versprochen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2011 12:19 PM CET


Das Wunder des Theismus: Argumente für und gegen die Existenz Gottes (Reclams Universal-Bibliothek)
Das Wunder des Theismus: Argumente für und gegen die Existenz Gottes (Reclams Universal-Bibliothek)
von John L. Mackie
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen angenehm..., 27. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Autor ist äußerst intelligent, in seiner Denkweise weitgehend frei von rudimentären Kindheitsindoktrinierungen, sowie wissenschaftlich umfassend gebildet - kurzum: jemand der nicht an wirkungslose Gespenster oder zaubernde Aufersteher glaubt.

Aber der Titel ist hier schon das Agressivste an dieser Argumentationssammlung.
Völlig ruhig und unaufgeregt argumentiert Mackie hier die Für's und Wider's der theistischen und der atheistischen Denkweisen und einige dieser Ansichten sind wirklich neu und interessant. Anhänger beider Fraktionen werden also allesamt neue Argumente für ihr Weltbild entdecken.

Ein kleines Buch um kleines Geld mit unspektakulärem, aber absolut lesenswertem Inhalt.


Voodoo
Voodoo

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geisterbeschwörung, 24. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Voodoo (Audio CD)
Mit Superlativen halte ich mich gerne zurück, wer ist schon der beste Gitarrero, wer der beste Trommler oder gar der beste Komponist?
Klar, kann es gar nicht geben, ist letztlich alles Geschmacksache...

Aber bei dieser Scheibe spreche ich es gelassen aus: Das ist eine der besten Kammer-Jazz-Platten aller Zeiten und dies aus gleich mehreren Gründen:

1) Wir hören John Zorn am Altosax - ein Erlebnis!
2) Wir hören Wayne Horvitz am Piano, in einer seiner Glanzparaden, besser kann man nicht spielen!
3) Wir hören Ray Drummond am Bass, der hier absolut Großartiges abliefert.
4) Wir hören Bobby Previte an den Drums und er spielt beinahe bisher Unerhörtes!
5) Man nahm sich hier die stärksten Kompositionen des viel zu früh verstorbenen Sonny Clark zur Brust - für dieses Quartett eine perfekte Wahl.
6) Das ganze ist klanglich kaum zu toppen, die Scheibe ist auch noch so gut aufgenommen, dass die Anlage hinter der Musik unsichtbar wird.

Leider kaum noch zu kriegen ist die Originalpressung auf Vinyl (ich nehme gerne Angebote entgegen!), die mitunter erhältliche italienische Ausgabe ist ihr Geld aber auch wert und die CD ist vergleichsweise nachgeschmissen.

Die vier Ausnahmekönner musizieren hier entspannt und konzentriert, locker und stringent, ernst und humorvoll und das alles gleichzeitig. Natürlich kann es Herr Zorn nicht lassen, auch mal ordentlich mit dem Sax loszurotzen, aber hier tut er es ohne jeden Manierismus, mit fühlbarer Spielfreude, im Rahmen des Gefälligen.
Bass und Drums legen einen fantastischen Teppich unter Saxophon und Klavier, das perlt und fließt, diese Einspielung erfolgte in einer Sternstunde aller Protagonisten, das wird jedem Jazzfreund schon vom ersten Ton weg klar...

Jedenfalls ist diese Scheibe locker mehr wert als ein Laufmeter an durchschnittlichem ECM-Gedudel, ungelogen und ganz ehrlich!
Wer's nicht glaubt, wage einen Versuch!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2011 4:42 PM CET


National Ransom
National Ransom
Preis: EUR 7,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album wie eine Zeitmaschine..., 29. November 2010
Rezension bezieht sich auf: National Ransom (Audio CD)
Seit die von vielen als schön empfundene Diana Krall die Frau an der Seite des von vielen als schiach empfundenen Herrn Costello ist, wird ihre Musik immer schönjazziger, um nicht zu sagen aufzug- und/oder drogeriegroßmarkttauglich (was aber ungelogen nach wie vor perfekt produziert wird).

Herr Costello hingegen scheint seine kreative Ader wieder bloßgelegt zu haben und auf diesem Album zeigt er, daß ihm zu jedem Song tatsächlich auch Substantielles eingefallen ist - immerhin gab es Zeiten, da glaubte man bei dem nicht mehr an so eine Entwicklung.

Das sind jedenfalls Rock/Pop-Songs, die den späten 70ern alle Ehre gemacht hätten und in den verelendeten 80ern hätte dieses Album ein Meilenstein werden können, wenn auch nur in Ermangelung ernsthafter Konkurrenz.

Wie auch immer, das klingt - und das ist hier als Kompliment gemeint - ein wenig altmodsich und altbacken, kaum jemand - außer vielleicht der altersweise Iggy oder der geschleckte Ferry - würde heutzutage so ein nettes Album 'rausbringen.

Das einzige was nicht in diese alten Zeiten passt, ist der Sound, der ist nämlich besser als damals.

Sehr nett!
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2010 9:16 AM CET


Ohne di
Ohne di
Preis: EUR 16,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neues Genre: Gstettenrock!, 26. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Ohne di (Audio CD)
Dies ist ein Album, dem man sich von mehreren Seiten nähern kann oder sollte.

Oberflächlich gehört, finden sich nette Melodien und nette Texte, ein schlagzeugloses Ensemble zwischen Country, Indie und Gstettenrock, bei dem Walther Soyka an der Knöpferlharmonika ausser bei der Titelnummer auffällig unauffällig agiert, Hannes Wirth aussergewöhnliche Fill-ins auf seiner Telecaster einwirft, Ernst Molden hochinteressante Gitarrenarbeit leistet und mitunter Willi Resetarits zu hören ist...

Damit könnte man das Album abtun, was allerdings ein arger Fehler wäre, eine eingehende Beschäftigung mit dieser Scheibe bringt zusätzlich Ungewöhnliches zutage. Bemerkenswert auch, wie sich hier alle Töne aneinander reiben und dabei eine angenehmen Wärme erzeugen.

Die Titelnummer "Ohne Di" ist ein origineller Gassenhauer mit einer Killermelodie und einem einprägsamen Akkordeonriff.

Die zweite Nummer "Da Wind" streichelt vielleicht beim ersten Hören das Nervenkostüm des Hörers nur, dann aber schwingt es nach, verdichtet sich, geht nicht mehr aus dem Kopf.

Gleiches gilt für "De Beag", ein seltsamer Song mit einem unruhigen Rhythmus.

"Heanoisa Oma" ist auch sehr nett.

"Schbed en Summa" ein großartiger, wunderbarer, berührender Song, Walther Soyka spielt zum Wegschmelzen schöne Harmonien.

"Sog wos d wuest" schafft das Kunststück, nach diesem ersten Höhepunkt nicht abzustinken, sondern sogar noch ein klein wenig draufzusetzen.

"Hanslteich" ein holpriger, einerseits an Tom Waits erinnernder Song, andererseits noch dem Wienerlied am nächsten, mit rabenschwarzem Text.

"Bahnhof" ein Blueser mit Ohrwurmgarantie, ein Song, den man nach dem ersten Mal hören immer schon gekannt hat, den es immer schon gegeben hat, Ernst Molden hat ihn nur aufgeschrieben! Willi Resetarits spielt hier zudem eine grenzgeile Mundharmonika.

"Stagl ma d Schui" - ein beschwingter Song - ebenfalls mit einer Melodie, die es immer schon gab und die man nur aufschreiben mußte. Bei diesem Song wird das Gesangskonzept zwischen Willi Resetarits und Ernst Molden besonders deutlich. Wie selbstverständlich umschmeicheln sich die beiden Stimmen, ein Lied, das einem wirklich den Tag retten kann!

"Woed aus Rauchfäng" ein Song mit Ecken und Kanten, der vielleicht ruppigste Song auf diesem Album, mit sarkastisch schwarzem Text und wiederum einem Killerrefrain.

"Is a dod da Mau" ein Song der eigentlich nur aus einem saustarken, bluesigen Riff und einem tiefschwarzen Mantra mit ein wenig Auflockerungstext dazwischen besteht.
Ein Song, den ich am Anfang gar nicht mochte, in der Zwischenzeit aber großartig finde. Nicht umsonst gibt's den bei Molden-Konzerten oft als letzte Zugabe.

"De Blia" ein würdiger, poetischer, wunderschöner Abschluß dieses großartigen Albums, das Lied erzeugt schöne Bilder im Kopf, der Text verstellt ein wenig den Blick auf die sanft dahingleitende Melodie, großartig!

Für alle, die amerikanische und österreichische Singer/Songwriter schätzen, ein Muss, sie werden in beiden Richtungen bedient!

An dieser Stelle heißen Dank an alle, die mich dazu gebracht haben, mich mit Ernst Molden zu beschäftigen!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2010 5:50 PM CET


The Promise
The Promise
Preis: EUR 8,97

5 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sorry, aber...., 18. November 2010
Rezension bezieht sich auf: The Promise (Audio CD)
Ich muss zugeben, ich bin weder ein großer Fan von BS noch kenn ich sehr viel, ich besitze die LP "Darkness on the Edge of Town", die mich nur mässig beeindruckt hat und drei oder vier weitere Alben, die sich so irgendwie irgendwann angesammelt haben.

Am besten hat er mir immer gefallen, wenn ihn der Ostbahn Kurti oder zur Not auch Manfred Mann gecovert haben...

So dachte ich es wird Zeit, sich mit dem Mann mal mehr zu beschäftigen und was eignet sich mehr als ein weises Alterswerk samt Rückblick auf unter den Tisch gefallene Goodies. Diese Rezi ist also ausdrücklich nicht für BS-Fans gedacht, sondern für Leute, die sich nur mal so für dieses Album interessieren und somit keine rosa Brille aufhaben.

Nun, die erste CD bietet eine interessante Ergänzung zur obgenannten LP und bei einigen Songs kann ich mir nicht erklären, warum andere vorgezogen wurden.

Aber mein latenter Eindruck, den ich von Springsteen immer hatte, ist durch dieses Album völlig bestätigt worden. Das sind extrem simple Songs, zum Teil auf Schlagerniveau, die nur deswegen anders empfunden werden, weil sie mit Rockbesetzung vorgetragen werden.

Die Hingabe, mit der Bruce seine Texte vorträgt, kippt mitunter sehr schnell ins Lächerliche, wenn etwa ein Text wie "The little Things may Baby does" so vorgetragen wird, als ginge es um etwas wirklich Wichtiges.

Überhaupt legt das Album gegen Ende immer mehr an übertriebenem Pathos zu, die Melodien werden immer absehbarer und mitunter verkrampft es mich bei einer Harmoniefolge, weil die noch billiger ausfällt als erwartet.

Sorry, wirklich gute Songs und zumindest unpeinliche Texte muss man woanders suchen.

Ich bereue den Kauf trotzdem nicht. Einen Stern gibts für das schöne Cover, einen für die gute Produktion und einen für den - wenn auch wohl unfreiwilligen - Unterhaltungswert der inbrünstig vorgetragenen, dabei aber platten bis g'scherten Texte.
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2010 1:48 PM CET


Death Of A Ladies' Man
Death Of A Ladies' Man
Preis: EUR 7,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine weitere bisher ungerächte Untat von Phil Spector!, 25. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Death Of A Ladies' Man (Audio CD)
Vorweg: das ist eine Leonard Cohen-Scheibe und ich lehne mich soweit aus dem Fenster zu behaupten, dass selbst das allerschlechteste Oeuvre dieses melancholischen Kandadiers immer noch bewegender ist, als die meiste hochgequotete Musik, die so im Umlauf ist.

Dieses Werk hier muss man nun genau dazu zählen. Warum LC hier den unsäglichen Phil Spector (der nun eh - wenn auch wegen eines anderen Verbrechens - im Hefen sitzt) hinzugezogen hat, ist mir ebensowenig bekannt wie erklärlich.

So wurde auch dieses Werk mit vernuschelt abgemischten Orchestersounds regelrecht verkleistert, überall dort, wo ich mir gefühlvolle Kargheit wünsche, wabern schmalzige Streicherwolken und verdecken die Sicht auf den eigentlichen Song.

Dabei ist das Songwriting hier um nichts schlechter als das auf seinen anderen Alben und die Frage, warum es keiner dieser Songs zur nationalen Berühmtheit geschafft hat ist nur mit dieser Untat zu erklären. Angeblich war Cohen selbst vom Ergebnis alles andere als angetan, wundern täte mich das nicht.

Ich würde mir wünschen, dass dieses Album (ähnlich wie es EMI mit "Let it be" getan hat) von den Spector-sounds befreit und neu gemastert auf den Markt kommt, dann bekäme es locker vier, vermutlich sogar fünf Sterne von mir.

Um den geforderten Obulus ist allerdings rein gar nichts verhackt, siehe erster Absatz!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2016 10:24 PM CET


Tilt
Tilt
Preis: EUR 13,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen verstörend..., 25. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Tilt (Audio CD)
Das elegante Cover gibt schon einen Hinweis, wohin die Reise führt, in die Dunkelheit nämlich, dorthin, wo nichts so ist, wie es scheint.

Radikaler als kaum ein Musiker sonst hat sich Scott Walker von dem verabschiedet, was ihn einst reich und berühmt gemacht hat. Wer kennt nicht "the Sun ain't gonna shine anymore" von den Walker Brothers?

Nur der Titel wirkt hier fort. Diese Songs sind in der Dunkelheit gewachsen, sind Geschöpfe der Nacht, bewegen sich unheimlich unter der Oberfläche und ausserhalb des Lichtes.

Das ist nichts zum Nebenbeihören, hier schnallt man sich am besten auf dem Hörplatz fest und tritt die Reise ins Schattenreich des Scott Walker an, so wie man unbekanntes Land oder gefährliches Terrain betritt.

Wenn der letzte Ton verklingt, hat man das Gefühl einen alptraumhaften Tripp hinter sich gebracht zu haben, der sich trotzdem gelohnt hat und man wird die Reise wiederholen wollen.

Ein Platte die nicht einzuordnen ist, die sich einer Bewertung beinahe entzieht, unter fünf Sternen geht hier aber gar nichts!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 27, 2010 5:12 PM MEST


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