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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Danzig
Danzig
Wird angeboten von Music-Mixer
Preis: EUR 19,23

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht von dieser Welt..., 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig (Audio CD)
1988 erschien erstmals Danzigs selbstbetiteltes Debüt-Album. Federführend war Glenn Danzig, der bereits in Bands wie Misfits und Samhain seine Spuren hinterlassen hatte. Danzig war und blieb sein persönliches Projekt. Alle weiter beteiligten Bandmitglieder waren nur Musiker. Danzig stellte dies durch Aussagen in der Metal-Presse immer wieder deutlich unter Beweis: *ich schreibe die Songs und meine Musiker müssen spielen*.

Trotz aller Dominanz konnte er um 1987 eine Besetzung präsentieren die allgemein als sogenanntes klassisches Line-Up gilt. Dem kann man, muß man aber nicht zustimmen. John Christ (guitar), Eerie Von (bass), Chuck Biscuits (drums) begleiteten Glenn Danzig aber bis 1994 und symbolistierten nach außen hin eine gewisse Geschlossenheit innerhalb der Truppe.

Musikalisch strickten Danzig einen recht eigenwilligen düsteren Heavy-Stil. Eine Art Crossover-Gebräu aus Metal, Alternative, Punk und Blues, bei dem Danzig sein mächtiges Gesangsorgan perfekt in Szene setzen konnte. Eine Stimme die an eine Mischung aus Elvis Presley, Roy Orbison und Barry White erinnerte und die harten, kompakten Songs eine ganze Ecke düsterer erscheinen ließ.

Anspieltipps kann man sich an dieser Stelle getrost sparen. Man kann die Qualität der zehn Hammersongs höchstens so beschreiben, wie Hauptsongwriter Danzig es selbst bereits in den Songtiteln getan hat. Irgendwie ist diese Dämonie nämlich nicht von dieser Welt und auch nach über 25 Jahren noch deftigstes Futter, dem man sehr leicht verfallen kann. Das was Danzig hier abgeliefert hatte, war weit mehr als nur eine Duftmarke im Bereich der harten Mucke, sondern ein Glanzstück aus roher Energie, das nur noch von der formidablen Nachfolgescheibe Lucifuge übertroffen wurde.

FAZIT: heftig, deftig und roh...


Danzig 2
Danzig 2
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Was für ein Brett...!, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig 2 (Audio CD)
Im Sommer 1990 erschien erstmals Danzigs Opus Magnum *Danzig II - Lucifuge*. Das Album wurde von Rick Rubin produziert und in der Besetzung Glenn Danzig (vocals, songwriting), John Christ (guitar), Eerie Von (bass) und Chuck Biscuits (drums) akustisch für die Nachwelt festgehalten.

Das musikalische Glanzstück *Danzig* mit dem die Band 1988 debütierte kann man als Vergleich zwar gerne heranziehen, genauso wie den direkten Nachfolger *How The Gods Kill* von 1992, vor allem schon weil Glenn Danzig mit diesen Alben seine kreativste und stärkste musikalische Phase hatte, aber dennoch ist *Lucifuge* auf seine Art einzigartig, unvergleichbar und vor allem genial.

*Evil Elvis*, wie ihn die Presse seinerzeit oft bezeichnete, liefert auf *Lucifuge* nämlich das eindrucksvollste Werk seiner Karriere ab. Ein drückendes Brett aus hartem, rohem Metal, bei dem gelegentlich der Blues und der alternative Rock durchblitzen durften. Herausragende Nummern wie *Long Way Back From Hell*, *Devils Plaything* und das wie eine diabolische Karrikatur wirkende *777* (für alle denen 666 nicht diabolisch genug ist ^^) bedienten bereits die komplette Palette des düsteren Metals. Dazu kamen Hämmer der Marke *Pain In The World*, *Killer Wolf*, *Girl* und *Her Black Wings*.

Besonders überragend finde ich *Blood & Tears*, eine atmosphärische Ballade mit spärlicher Instrumentierung, die Danzigs stimmliche Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Und den brachialen Heavy-Hammer *Snake Of Christ*, den ich als das absolut stärkste Stücke der Scheibe betrachte. Das Mr. Danzig in seinen Bestreben so diabolisch wie möglich zu wirken *live* immer am Rande des Lächerlichen wirkte soll hier nur eine kleine Randnotiz sein, die keinen Einfluß auf die Wertung des Albums hat. Mit *Lucifuge* ist ihm als Künstler die stärkste Scheibe seiner Karriere gelungen.

FAZIT: brachial, düster und gnadenlos diabolisch...


Danzig III-How the Gods Kill
Danzig III-How the Gods Kill
Wird angeboten von VECOSELL
Preis: EUR 11,98

4.0 von 5 Sternen Starkes drittes Danzig-Album..., 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig III-How the Gods Kill (Audio CD)
1992 erschien das dritte Album von Danzig unter dem epischen Titel *How The Gods Kill*. Es wurde in der bewährten Besetzung Glenn Danzig, John Christ, Eerie Von und Chuck Biscuits eingespielt. Das Konzept der beiden Hammer-Alben *Danzig* und *Lucifuge* wurde in unverminderter Heftigkeit fortgeführt.

Ich habe mir die Scheibe in der Erstverkaufswoche geholt und war sofort begeistert von dieser düsteren Mischung aus Metal, Blues und Punk, und diesen harten Zusammenspiel von knallenden Gitarren, krachenden Drums und dem dunklen, mächtigen Organ von Glenn Danzig. Die Scheibe hatte zwar nicht die selben durchschlagenden Wirkung wie *Lucifuge *, aber ich würde sie in meinem persönlichem Ranking jederzeit mit dem Debüt gleichsetzen.

Auch wenn auf der Scheibe sich bereits ein leichter Wiederholungseffekt einzustellen schien. Es waren nämlich nicht alle Songs in letzter Konsequenz treffsicher. Der Versuch mit *Sistinas* eine weitere starke Ballade zu platzieren scheiterte, der Song wirkt lediglich wie ein unausgereifter Album-Füller. Dann fällt auf das eine ganze Reihe von Riffs merkwürdig vertraut klingen, vertraut in dem Sinne das man sie von den beiden Vorgängeralben mit herüber gerettet hatte. Allgemein wird solche Arbeitsweise immer gerne als eigener Stil interpretiert wird, aber bei den Bluessequenzen greift man *ohren*scheinlich eher auf die Standards zurück, als selbst etwas neues beizusteuern.

Den Gesamteindruck der CD schmälert das nicht. Danzig bringen ein weiteres fulminantes Album auf den Markt das perfekt mit *Godless* eröffnet wird und harte Knaller der Sorte *Bodies*, *Left Hand Black*, *Heart Of The Devil* und *Dirty Black Summer* bereit hält. Gerade das Video zu *Dirty Black Summer* dürfte der Band erfolgstechnisch sehr hilfreich gewesen sein, es wurde seinerzeit mehrfach täglich auf MTV gesendet. Der Opus Magnum des Albums bleibt aber das epische Titelstück. Ein spannender Sechsminüter mit sanften Intro und knallendem Höhepunkt. Atmosphärischer und packender kann man Metal nicht gestalten, das läßt dann auch schon mal über kleinere Unzulänglichkeiten hinwegblicken.

FAZIT: trotz kleinerer Kritikpunkte ein starkes drittes Danzig-Album...


Danzig 4
Danzig 4
Wird angeboten von Media-Seller
Preis: EUR 14,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannungsarm..., 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig 4 (Audio CD)
Das Album *Danzig 4* brachte rückwirkend betrachtet zwei wichtige Änderungen. Es war für lange Zeit das letzte Album das von Rick Rubin produziert wurde und es war das letzte Album auf dem die *klassische* Besetzung Glenn Danzig, John Christ, Eerie Von und Chuck Biscuits zusammen agierte.

Die vorangegangene EP *Thrall - DemonSweatLive* hatte die Band in erfolgstechnischer Weise einen Schritt nach vorne gebracht. Ein Umstand der der enthaltenen Live-Version von *Mother* geschuldet war, dessen Videoclip wochenlang auf MTV gesendet wurde. Die Studio-Songs der EP wirkten zwar eher unfertig, steigerten allerdings die Spannung bis zum Erscheinen von *Danzig 4*.

Und *Danzig 4* machte optisch schon gleich einiges her und ließ die Scheibe aus der Masse herausragen. Schwarze, edle Digipaks waren anno 1994 nur eine Randerscheinung. Dann folgte die erste Verwirrung. Das Cover sprach von 12 Songs, das Display meines CD-Players dagegen von 66 Nummern. Aha, also wieder mal eine CD mit Endlos-Pause und Hidden-Track. Das Danzig ausgerechnet dieses Idee aufgriff war seltsam und damals schon arg ausgeluscht. Die zweite Verwirrung war die Musik als solche. Ich kann mich erinnern das ich den ersten Hördurchgang mehrfach unterbrach um *Danzig II* oder *Danzig III* zu hören, weil keiner der neuen Songs zünden wollte.

Und ich muss zu meiner Schande gestehen, das sich daran bis heute nichts geändert hat. Das Album ist handwerklich perfekt und produktionstechnisch überragend, aber die Songs zünden immer noch nicht. Schlimmer noch, ich empfinde die Songs lediglich als eine Aneinanderreihung von unausgereiften Fragmenten. Es fehlen spannende Momente und interessante Melodien, und es fehlt dem Album eine klare Linie. Dinge also, die die Vorgängeralben so stark machten. Dafür gibt es nur launige Spielereien, die nahezu ohne Highlights auskommen. Die Lyrics sind gewohnt stark, machen aber leider nur einen Teil des Albums aus.

FAZIT: optisch zwar edel aufgemacht, aber ohne nennenswerten Höhepunkt...


Thrall-Demonsweatlive
Thrall-Demonsweatlive
Preis: EUR 8,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine EP halt..., 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Thrall-Demonsweatlive (Audio CD)
1993 erschien erstmals *Thrall - DemonSweatLive* von Danzig. Und es war nur eine EP. Ich muß dazu sagen: es war leider nur eine EP, die gleichzeitig auch nicht unbedingt viel hergab. Sie beinhaltete zwar insgesamt 7 Songs, was seinerzeit schon sehr außergewöhnlich war, aber das Hörvergnügen hielt sich dennoch in bescheidene Grenzen.

Der Teil der EP der sich *Thrall* nennt bietet drei neue Studio-Songs. Von diesen Songs sind allerdings nur *Its Coming Down* und *The Violet Fire* erwähnenswert, auch wenn sie nicht herausragend waren. Das Cover-Stück *Trouble* verkommt zu gediegener Langeweile. Der Teil der *DemonSweatLive* betitelt wurde, war aus anderem Holz geschnitzt, enthielt aber ebenfalls einen potentiellen Langweiler. Es gibt mit Danzigs Übernummern *Snake of Christ*, *Am I Demon* und *Mother* drei Hammersongs in Hammer-Live-Sound, die völlig sinnlos von der Ballade *Sinistas* auseinander gerissen werden.

Damals wie heute stellt(e) sich mir die Frage, warum Danzig nicht gleich eine komplette Live-CD auf den Markt brachte und die drei Studiotracks auf das forthcomming Album *Danzig 4* gepackt hat? Nach der spitzenmäßigen 1992er *How The Gods Kill* hätte er sich ein Live-Denkmal setzen können.

FAZIT: eine EP halt... und die gibt nicht unbedingt viel her...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 28, 2016 9:20 PM MEST


Look Out For The Night/Live
Look Out For The Night/Live

4.0 von 5 Sternen AXTION für Action..., 24. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Look Out For The Night/Live (Audio CD)
Axtion gehören zu den vielen Bands Mitte der 1980er Jahre die zwar zu Plattenehren kamen, aber nie einen größeren populären Erfolg erzielten. Die Band bestand in ihrer Blütezeit aus Musikern G.T. Mitchell (drums), Darren Lazzari (guitar), Michael Weldon (guitar/bass), Michael Brett (bass) und Randy Amos (vocals).

Dem Namen der Truppe folgend wird jede Menge Action geboten, auch wenn das musikalische Rad nicht neu erfunden wurde. Die Songs haben Biss und Power. Man könnte den Stil am ehesten aus einer Mischung von AC/DC mit Judas Priest beschreiben, die mit einer gehörigen Portion Glam-Metal versehen wurde. Das wirkt zwar nicht unbedingt sehr eigenständig, ist im Endresultat aber äußerst kurzweilig.

Die vorliegende Compilation fasst die Debüt-LP *Look Out For The Night* von 1985 und die EP *Live* von 1986 zusammen und bieten somit auf einer CD den gesamten Backkatalog einer gutklassigen, völlig untergegangenen Heavy-Truppe. Das die Band powervolle Songs schreiben konnte läßt sich an den Krachern *Speed The Action*, *Look Out For The Night* und *Shoot The Stars* sehr gut nachhören. Songs die gleichzeitig noch in starken Live-Versionen vorhanden sind.

Bei einem Preis von um die 10,00 Euro macht man bei dieser Zusammenstellung rein musikalisch nichts falsch. Und es ist immer noch billiger als auf Börsen nach den Original-LP zu kramen, die deutlich teurer sein dürften. Das einzig merkwürdige an diesem CD-Package ist eigentlich nur die Tatsache, das weder die CD, das Booklet noch der Pappschuber mit irgendwelchen Artikelnummern versehen wurden. Der sonst übliche EAN-Code fehlt ebenfalls, was eigentlich so nur bei ROIO's der Fall ist.

FAZIT: im Prinzip so etwas wie *vergessene Metal-Juwelen*...


Dazed and Delight
Dazed and Delight
Wird angeboten von Founders Factory JPN4DE
Preis: EUR 30,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Merkwürdig schlagzeuglastig..., 19. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Dazed and Delight (Audio CD)
Es gab in den letzten beiden Monaten kein Album auf das ich sehnlicher gewartet habe, als auf die vierte Studio-Scheibe *Dazed And Delight* der fünf Metal-Ladys von Aldious aus Osaka, Japan. Das Album erschien am 18.06.14 und wurde in der Besetzung Sawa (bass), Aruto (drums), Toki, Yoshi (beide guitar) und Re:NO (vocals) eingespielt. Dieses Line-Up hatte sich Ende 2012 formiert, nachdem Original-Sängerin Rami aus gesundheitlichen Gründen ihren Ausstieg erklärt hatte.

Zugegebenermaßen bin ich mit der Personalie Re:NO auf dem Vorgänger-Album *District Zero* (2013) nicht unbedingt glücklich geworden. Aldious waren (mit Rami und deren Hammerröhre) als 1A-Power-Metal-Band gestartet und hatten den Sound dann auf das lieblichere Stimmchen einer ehemaligen Pop-Sängerin (Re:NO) umgestellt. Das hieß im Endresultat, daß der Sound plötzlich kommerzieller und gothiclastiger daherkam.

Nun liegt das vierte Album vor und es gab erneut eine leichte klangliche Veränderung. Die Songs wandeln wieder auf den ursprünglichen Pfaden des Power-Metal und sind wieder deutlich härter ausgelegt. Davon konnte man sich bereits auf den vorab erschienen Singles *I Don't Like Me/Dominator* und *Other World* überzeugen. Trotzdem überwiegt nach dem (jetzt) dritten Hördurchlauf die Enttäuschung. Die Produktionen ist viel zu drumlastig ausgefallen. Das sorgt zwar dafür das die Songs wortwörtlich ganz ordentlich knallen, aber es nimmt gleichzeitig den beiden Gitarren die Power. Es bleibt lediglich der Spielwitz von Toki und Yoshi. Ein Spielwitz den ich auf der anderen Seite beim Bass von Sawa vermisse, hier klingt alles übersichtlich eindimensional.

Songtechnische Highlights gibt's es zwar genügend, dafür nenne ich stellvertretend die Songs *Dominator* (Song 10), *Butterfly Effect* (Song 1), *Puffy Eyes* (Song 5), *Imagination* (Song 3), *Other World* (Song 12)* und die Megaballade *I Don't Like Me* (Song 8). Auf der Sollseite stehen dafür leider Nümmerchen wie *The Breeze At Dawn* (Song 9), das nicht nur an dieser Stelle der Songreihenfolge völlig deplatziert wirkt und gleichzeitig außer einer guter Atmosphäre nichts (!!!) zu bieten hat, oder die Nullnummer *Anemone* (Song 6). Außerdem fällt auf, das es keinen roten Faden gibt, der sich durch das Album zieht und die Produktion keine einheitlich Linie fand, was sicherlich daran liegt, daß einige der Titel bereits Mitte 2013 fertiggestellt und irgendwie auf die Scheibe gepfercht wurden.

Zu den Songs gibt es vier absolut sehenswerte Musikvideos, die vier Stahlarbeiterinnen in bodenlangen Kleidern und eine großgewachsene Sängerin mit sündhaft langen blonden Haaren als Metal-Priesterin präsentieren. Aldious haben optisch deutlich aufgerüstet, aber musikalisch stehen rein subjektiv immer noch die ersten beiden Scheiben *Deep Exceed* und *Determination* unerreichbar an erster Stelle. In meiner Bewertung schwanke ich wegen genannter Kritikpunkte zwischen 3 und 4, entscheide mich aber für eine 4, da das positive Songmaterial durchaus überwiegt...


Unrepentant Geraldines
Unrepentant Geraldines
Preis: EUR 14,01

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Precious Things...?, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unrepentant Geraldines (Audio CD)
Da ist es nun also, dass vierzehnte Studioalbum von Tori Amos mit dem Titel *Unrepentant Geraldines*. Es ist ein unaufgeregtes, folkiges Album geworden. Zunächst aber möchte ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen, die sich immer dann ausbreitet, wenn in Musikbewertungen Tori Amos als *Pastorentochter* bezeichnet wird. Nach der langen Zeit, in der sich Tori Amos im Showbusiness bewegt, sollten solche irrelevanten Bezeichnungen keine Verwendung mehr finden. Sie sollte vielmehr an ihrem musikalischen Schaffen gemessen und nicht durch die Berufsbezeichnung ihres Vater deklassiert werden.

Nicht weniger verwundert war ich als ich samstags (24.05.2014) in der Tageszeitung eine kurze, euphorische Kritik über *Unrepentant Geraldines* las, in der doch glatt behauptet wurde das Tori sich mit einem Meisterwerk zurückmelden würde, nachdem sie jahrelang *fast weg gewesen sei*. Eine Aussage die mich gleich doppelt überraschte, denn weder halte ich *Unrepentant Geraldines* für ein Meisterwerk, noch kann ich nachvollziehen das sie *weg gewesen* wäre, wenn man Alben wie *American Doll Posse* und *Abnormally Abstracted To Sin* und *Night Of Hunters* heranzieht.

*Unrepentant Geraldines* bringt es auf 14 Songs und das ist nicht weniger als ich es von einem neuen Tori-Amos-Album erwarte. Es überzeugt optisch mit der Strahlkraft einer positiven Artwork-Gestaltung (das war nicht immer so!). Musikalisch klingt es sehr unaufgeregt (das war auch nicht immer so!). ABER über weite Strecken drängt sich mir die Frage auf, wo bei dieser minimalistischen Instrumentierung denn eigentlich die Musik geblieben ist und wann diese rührselige Atmosphäre endlich ihr Ende nimmt?

Die Album-Highlights werden nämlich komplett von langatmiger Gefühlsduseligkeit erstickt und kommen nicht zur vollen Entfaltung. Die emotionale Tiefe früherer Werke kann ich nicht erkennen, alle Leidenschaften scheinen sich auf den letzten beiden Exkursen in den Klassikbereich verlaufen zu haben. Für Topsongs halte ich *America*, *16 Shades Of Blue*, *Wild Way*, *Selkie*, *Unrepentant Geraldines* und mit Abstrichen *Weatherman*. Der Rest zerfasert mehr oder weniger flockig, aber auch völlig rückstandsfrei in den Gehörgängen. Ein Urteil das vielleicht hart erscheinen mag, aber meinem Höreindruck entspricht.

FAZIT: unaufgeregt, aber leider ein bischen zu leidenschaftslos...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2014 9:45 AM MEST


This Wicked Nest
This Wicked Nest
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eternal Black..., 30. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This Wicked Nest (Audio CD)
Helstar beehren uns mit der insgesamt vierten Studio-CD seit der Reunion 2006. *This Wicked Nest* nennt sich die neue Scheibe und wurde in der Besetzung James Riviera (vocals), Larry Barragan (guitar), Rob Trevino (guitar) und Mikey Lewis (drums) eingespielt. Der langjährige Bassist Jerry Abarca gehört leider nicht mehr zum Bandgefüge.

Zunächst mal geht der fette, organische Sound der Scheibe angenehm ins Ohr. Das Songwriting der neun Tracks lag wieder fast vollständig in den bewährten Händen von Barragan und Trevino. Macht aber nichts. James Riviera war auf den letzten beiden Alben auch nur noch sporadisch in den credits vertreten, was vermutlich seinem Engagement in anderen Bands geschuldet sein dürfte.

Befürchtungen das die Band die musikalischen Zügel irgendwann mal wieder lockern würde, hatte ich nie und muß man auch nicht haben. Vielmehr geht hier ein eingespieltes Team zu Werke und tritt mächtig auf's Gaspedal. Das Album wirkt etwas eingängiger als der Vorgänger, erscheint aber wie aus einem Guß und läßt sofort vergessen das Helstars letzte Studio-Scheibe *Glory Of Chaos* bereits aus dem Jahre 2010 stammt.

Die helstartypische Symbiose aus Power- und Thrash-Metal donnert derb und kompromislos von der ersten bis zur letzten Sekunde. Nach dem ersten Durchlauf waren mit *This Wicked Nest*, *Fall Of Dominion* und *Eternal Black* bereits einige Highlights ausgemacht. Der zweite Hördurchlauf fördert die Songs *Souls Cry*, *It Has Risen* und das Instrumental *Isla De Las Munecas* als weitere Perlen zu Tage. Ab dem dritten Durchlauf war ich vollständig begeistert. Helstar hauten ein geniales Riff nach dem anderen raus. Ich fürchte aber, daß die Band trotz dieser hervorragenden Scheibe, genauso wie in den 1980er Jahren, weiterhin ein Geheimtipp bleiben wird

FAZIT: wo Helstar drauf steht ist definitiv Qualität drin...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2014 3:29 PM MEST


Overturn the Doom
Overturn the Doom
Wird angeboten von TOMMY's STORE
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Metal aus Fukuoka..., 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Overturn the Doom (Audio CD)
Bridear ist eine Band die 2011 in Fukuoka, Japan gegründete wurde. Die Gruppe besteht aus den Japanerinnen Kimi (vocals), Haru (bass), Kai (drums), Mitsuru (guitar) und Misa (guitar), eine Bandkostellation die bereits klar erkennen läßt, daß sich die Musikerinnen weitab von traditionellen fernöstlichen Pop-Trallala bewegen. Sie selbst bezeichnen sich als Gal-Metal-Band.

Der Name Bridear könnte durchaus zu einigen Wortspielereien führen. Bride und Ear? In aller Regel hält man nämlich nicht um das Ohr seiner Braut an, sondern um die Hand. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, daß man seiner Bride" durchaus sein *Ear* leihen sollte. Metal und Fußball müssen für Familie und Kinder eben auch mal ganz weit hinten anstehen.

Musikalisch bewegt sich die Band *Bridear* stilsicher im Bereich des klassischen Power-Metal, allerdings mit starker europäischer Prägung. Die Riffs werden ordentlich heftig ausgepackt und es entstehen sehr deftige, ausgefeilte Songs. Die Texte sind irgendwie, irgendwo zwischen Liebe, Träumereien und Fantasy angesiedelt. Einen Bereich den die Kolleginnen der japanischen Metal-Bands Destrose, Marys Blood oder Aldious bereits erfolgreich beackern. Bridear stehen den genannten Kapellen in Punkto Spielwitz, Dynamik und Härte in nichts nach und können mit ihrer Debüt-EP *Overturn The Doom* musikalisch eine gewaltige Duftnote absetzen.

Der einzige Wehrmutstropfen ist der Umstand das nach gut 33 min. bereits wieder Schluß ist mit der Metalglückseeligkeit. Es ist eben nur eine EP und die bietet leider nur ein Intro und sechs vollwertige Songs. Songs, die durchgehend erstklassig sind, aber sofort nach den buchstäblichen Nachschub schreien. Als Hinweis möchte ich nochmals betonen, daß die Band aus Japan stammt und die Texte größtenteils, bis auf einige englische Sprachfetzen, in japanisch zum Besten gegeben werden...


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