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Beiträge von Markus Schmidl
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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Running Wild
Running Wild
Preis: EUR 15,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel zu zahm..., 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Running Wild (Audio CD)
*Running Wild* war das fünfte Studioalbum der Rockerinnen von Girlschool. Es erschien erstmals im Februar 1985 und wurde in der Besetzung Jackie Bodimead (vocals), Kim McAuliffe (guitars, backing vocals), Cris Bonacci (guitars), Gil Weston Jones (bass) und Denise Dufort (drums) eingespielt.

Das Besetzungskarussel hatte sich weitergedreht. Kelly Johnson war nicht mehr Teil des Bandgefüges und wurde durch gleich zwei neue Schuldmädchen ersetzt. Die Band verfügte mit Jackie Bodimead nun sogar über eine vollwertige Sängerin. An der musikalischen Ausrichtung war ebenfalls ein bischen gedreht worden. War der Vorgänger *Play Dirty* eindeutig im Glam Rock mit britischer Prägung verwurzelt, versuchte die Band sich nun im amerikanischen Glam-Metal.

Die Songs sind nicht wirklich schwach, aber durch die kommerzielle Produktion gibt es kaum Ecken und Kanten oder Reibungsflächen. Der Wiedererkennungswert tendiert gen Null. Das gute Album-Artwork spart zwar nicht an Provokation, aber songtechnisch geben die Mädels sich handzahm und angepaßt. Der Zeitgeist Mitte der 1980er und die Hoffnung auf einen großen kommerziellen Durchbruch in den USA schien die eigene Courage etwas gehemmt zu haben. Während auf den ersten drei Alben noch ganz ordentlich gesägt wurde, säußelte man sich nun durch Nümmerchen wie *Let Me Go* oder *I Want You Back*. Richtige Highlights oder Hammersongs sind nicht zu verzeichnen.

Ich persönlich halte Running Wild für Girlschools schwächste Scheibe, auch nach einem zeitlichen Abstand von über 25 Jahren (LP gekauft 1989). Zwar gönne ich jeder Band und jedem Musiker eine Weiterentwicklung, aber sollten dadurch die eigenen Wurzeln nicht bis zur Unkenntlichkeit verwässert werden. Der rockige Nachfolger *Nightmare At Maple Cross* sprach dann schon wieder eine wesentlich handfestere Hardrocksprache und sollte meiner Meinung nach ebenfalls ganz dringend wiederveröffentlicht werden.

FAZIT: für Girlschool-Verhältnisse etwas schwachbrüstig...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2014 7:53 PM CET


Vintar
Vintar
Preis: EUR 14,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Voll auf die Zwölf…, 11. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Vintar (Audio CD)
*Vintar* ist das insgesamt siebente Album von Obscurity. Es wurde eingespielt in der bewährten Besetzung Dornaz, Agalaz, Arganar, Ziu und Cortez und setzt, um es mal pathetisch auszudrücken, den Siegeszug der Nordmänner aus dem Bergischen Land fort, auch wenn der Begriff Siegeszug etwas zu hochgegriffen scheint.

Ich verfolge das Schaffen der Band seit ihrem 2007er Album *Schlachten und Legenden*, daß ich eher zufällig beim Drogeriemarkt Müller entdeckte und das sofort zündete. Harte Death-, Pagan- und Black-Metal-Klänge, ruppige bis epische Songs und heroische Texte, die größtenteils in deutscher Sprache verfasst wurden und die alten Germanen, alten Römer, historische Schlachten oder den Lokalpatriotismus thematisierten, waren und sind Obscurity’s Rezept und bisher konnte mich jedes ihrer Alben voll überzeugen.

Das Album *Vintar* zündete ebenfalls von der ersten Sekunde an und hält fantastische Songs bereit. Allen voran die Kracher *Nagelfar*, *Vintar*, *Alter Feind* und das äußerst signifikante *Dominion* stechen sofort heraus, was allerdings kein Werteurteil darstellt. Das komplette Album ist eine harte Symphonie. Die fünf Musiker präsentieren ein hohes Niveau, das auf der kompletten CD gehalten werden kann. Die Songs sind fett produziert und verdammt druckvoll.

Es gibt quasi die volle Breitseite an Stahlgewitter, Metal-Leidenschaft und Kriegerehre. Hinzu gesellen sich intelligente Lyrics, die sich frühgeschichtlich mit dem Bergischen Land auseinander setzen und kleine, feine, fiktive Geschichtchen erzählen. Songs wie etwa *Nebenwelt* und *Alte Zeichen* haben auf jeden Fall das Zeug zu Szene-Hymnen und der *Alte Feind*, wird zurecht, wieder deutlich beim Namen genannt- er wird wohl auch der neue Feind bleiben. Als Nackenbrecher möchte ich noch die Hammer-Songs *Schicksal der Götter*, *Sieg oder Niedergang*, *Legiones Montium* erwähnen, die perfekt darauf ausgelegt sind, die Mottenkugeln aus der Matte zu schütteln und deutlich zeigen das Melodie und Power kein Widerspruch sein müssen...


Rock Or Bust
Rock Or Bust
Preis: EUR 7,29

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittsalbum..., 5. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Rock Or Bust (Audio CD)
Allein durch die Tatsache das es ein neues Album von *uns* AC/DC gibt werden mit Sicherheit genügend Bewerter verführt sein, die sofortige Höchstnote zu vergeben. Gründe gäbe es, allein das bedauerliche, krankheitsbedingte Ausscheiden von Band-Gründer Malcolm Young wäre schon Grund genug für eine 5-Stern-Verteilung. Wenn man aber diesen Umstand ausblendet (soweit es eben geht) und die momentanen gerichtlichen Schwierigkeiten von Querkopf Phil Rudd komplett vorurteilsfrei zur Seite schiebt, gibt’s es nur die Musik und genau um diese sollte es hier in diesen Bewertungen auch gehen.

Elf Tracks auf 35 Minuten erscheinen mir persönlich zunächst mal ordentlich dünn. Der Vorgänger *Black Ice* brachte es immerhin auf 15 Tracks und stattliche 55 Minuten, wenn auch 90 Prozent der Songs musikalischer Dünnpfiff waren. Einen Vergleich mit einem noch früheren Album wird es von mir hier nicht geben. Ich halte es für sinnlos, die Genialität der Frühwerke mit AC/DC anno 2014 zu vergleichen.

Nach dem ersten Takt folgen 35 wechselhafte Minuten mit starken Momenten und vergleichsweise zäher Langeweile. Es gibt mit *Rock Or Bust* einen typischen AC-DC-Opener, mit *Play Ball* einen starken Stadion-Rocker und mit *Sweet Candy* eine witzige Allerweltsnummer auf der Habenseite. Nummern in Form von *Hard Times*, *Rock The Blues Away* und *Baptism By Fire* sind guter Durchschnitt, wogegen *Miss Adventure*, *Dogs Of War* und *Got Some Rock & Roll Thunder* wie eingeschlafene Füße klingen. Für indiskutabel halte ich die dröge Endnummer *Emission Control*, die das Album nur abwürgt, anstatt es stark ausklingen zu lassen.

Eine starke Blues-Variation sucht man auf *Rock Or Bust* vergeblich. Dafür klauen AC/DC ziemlich unverfroren bei Led Zeppelin. Beim Song *Rock The House* wartete ich förmlich darauf das der Text mit *Hey Hey Mama...* beginnt. Man vergleiche hierzu einfach mal mit Black Dog von Led Zeppelin. Unterm Strich bleibt ein durchschnittliches Werk übrig, das von üblichen Schlagzeug-Bumm-Batsch und dem immer gleichen Gitarren-Gezupfe lebt, und auf dem die dutzendfach bewährten Riffs und Soli mit angezogener Handbremse nochmals neu aufgewärmt werden.

Einzig Brian Johnson kann mich dieses Mal völlig uneingeschränkt überzeugen. Seine vocals wirken nicht angestrengt gequetscht, sondern er macht wirklich den Eindruck als würde er relativ entspannt im Studio die belanglosen Textchen singen, die man ihm vor die Nase hält. Da er seit langer Zeit nur noch Sänger ist, dürfte es ihm wohl auch komplett egal sein mit welchem Quark er seine Milliönchen verdient.

FAZIT: kein großer Wurf, aber immerhin mal wieder eine neue AC/DC-Platte...
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2015 10:44 AM CET


Srontgorrth
Srontgorrth

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit der Schatten..., 3. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Srontgorrth (Audio CD)
Im Juni 1999 erschien das zweite Album der Black-Metal-Truppe Nagelfar. Es trug den unaussprechlichen Titel *Srontgorrth* und wartete mit dem sperrigen Untertitel *Die Macht erfaßte das Meine wie die Angst das Blut der Anderen* auf. Eingespielt wurde die CD von Jander (vocals), Zorn (guitar, bass) und Alexander von Meilenwald (drums), produzierte wurde erneut von ehemaligen Holy Moses Andy Claasen, der teilweise auch das Bassspiel übernahm.

Das Debüt-Album würde ich uneingeschränkt als Meisterwerk betrachten. Und unter dem Deckmantel einer gepflegten Krachorgie schafften Nagelfar es erneut einen epischen, schwarzen Bastard (man verzeihe mir die Wortwahl!) zu erschaffen. Unterteilt in fünf Kapitel und eingebettet in eine mystische Atmosphäre fackeln Nagelfar ein effektvolles, fast progressives Metal-Feuerwerk ab. Heute würde man die Scheibe vermutlich dem Melodic Black Metal zuordnen, was sicherlich seine Berechtigung hätte, wenn das Wörtchen Melodic auch nur ansatzweise eine greifbare Beifügung wäre.

Die Produktion ist sehr klar gehalten, es gibt viel Bass und noch mehr harte Gitarren zu erlauschen, aber dennoch driftet das Album nie in eine überproduzierte Sterilität ab. Vermutlich benötigt das Songmaterial aber gerade diese Art der Produktionen, damit speziell die Texte und Janders cleane Vocalparts zum Tragen kommen. Und das die Bezeichnung episch und innovativ nicht unbedingt ein Widerspruch sein müssen (warum denn auch?) beweist *Srontgorrth* zu gleichen Teilen. Die Stücke haben Überlänge und erzählen eine zusammenhängende Geschichte. Die Musik selbst ist eine Symbiose aus Blastparts, ruhigen Zwischentönen und ruppigen Höhepunkten. Gleichzeitig werden gekonnt elektronische Spielereien eingewebt, die den Songs mehr epische Breite verleihen.

Unterm Strich liefern Nagelfar ein eigenwilliges Album, daß weitab vom irgendwelchem Kitsch angesiedelt ist, aber das Genre innovativ bereichert. Ich persönlich würde es zu den kleinen, feinen Black-Metal-Meisterwerken zählen, ob das gerechtfertigt ist, kann ich nicht sagen, meine Meinung ist nur rein subjektiv zu betrachten…


Hünengrab im Herbst
Hünengrab im Herbst
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwanengesang..., 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hünengrab im Herbst (Audio CD)
Nagelfars mittlerweile legendäres Debüt *Hühnengrab im Herbst* erschien erstmals im Dezember 1997 beim Szenelabel Kettenhund Records und wurde eingespielt von Jander (vocals), Zorn (guitar), Alexander von Meilenwald (drums) und Weidmann Sveinn Hackelnberg (bass). Als Produzent zeichnete der ehemalige Holy Moses Andy Claasen verantwortlich.

Soweit zumindest zur rein sachlich Betrachtung des Albums, von der gleich nach dem ersten Hördurchlauf nichts übrig blieb. Das Album entpuppte sich als majestätischer, schwarzer Bastard. Und da die Superlativen im Musikbereich so ziemlich keine Grenzen kennen, würde ich sogar so weit gehen die Scheibe als episches Meisterwerk zu titulieren.

Das was Schlagzeugmeister Meilenwald und seine Spießgesellen vom Stapel gelassen haben, hat auch nach fast 17 Jahren nichts von seiner Faszination und atmosphärischen Tiefe eingebüßt. Die Songs sind jeder für sich genommen eine schwarze Sturmflut – eine extreme Symbiose aus Melancholie, Wut, Hass und Atmosphäre. Getragen von einem komplexen Songwriting läuft die Band zu absoluter Höchstform auf. Nichts erscheint nur simpel heruntergebolzt, sondern wirkt düster und wohl strukturiert. Die vier Musiker leisten unglaublich spannende Arbeit.

Einzelne Songs hier heraus zu heben ist kaum möglich, auch wenn ich persönlich den Song *Schwanengesang*, gerne auch zweimal hintereinander laufen lasse. Die CD kann aber eigentlich nur als Gesamtkunstwerk betrachtet werden, daran ändern persönliche Hörgewohnheiten nichts! Einzig Vokalist Jander möchte ich an dieser Stelle gesondert erwähnen. Er krätzt, er growlt, er kreischt und er spukt Gift und Galle, das ist einfach phänomenal!

Kurz und bündig: ein geniales, schwarzes Meisterwerk…


Sign Of The Hunter
Sign Of The Hunter
Wird angeboten von renditeplus
Preis: EUR 18,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Zeichen des Jägers..., 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Sign Of The Hunter (Audio CD)
Die Band Hunter gehört zu den Myriarden an Metal-Truppen, die erfolgstechnisch nie einen Fuß auf die Erde bekamen. Von der Promo im Stich gelassen und der Presse geschmäht, gab es in der 1980er Jahren wenig Möglichkeiten sich zu positionieren. Es sei denn man supportete einen größeren Act, der sich seine Vorgruppen allerdings aus eben diesen Myriarden an Metal-Truppen aussuchen konnte.

Hunter brachten es zu Lebzeiten auf die beiden Studio-Alben Sign Of The Hunter (1985) und Keep The Change (1987), aber ich kann mich bewusst nicht zurückentsinnen, irgendwann einmal etwas ausführliches in den Metal-Postillen über die Jungs aus Mannheim gelesen zu haben. Das Album *Sign Of The Hunter* selbst habe ich mir, aufgrund des düster gehaltenen Original-Artworks irgendwann Ende der 1980er Jahre zugelegt. Das Artwork assoziierte ich zur damaligen Zeit mit Thrash-Metal oder dem, was man in den 1980ern als Black-Metal bezeichnete. Von Thrash- oder Black-Metal war zwar nach dem ersten Höreindruck nichts über geblieben, aber gelangweilt hatte ich mich definitiv nicht.

Die fünf Mannheimer (Bertram Wegmann (vocals ), Stefan Brandtner (guitars ), Peter Hartung (guitars), Nico Boutris (bass), Bernd Herrmann (drums)) rockten megamäßig ab. Sie spielten frischen, treibenden Heavy-Metal, der gelegentlich im Hardrock wilderte, und brachten ein kurzweiliges Debüt-Album heraus, das sich nicht in irgendwelchen Nebensächlichkeiten verzettelte. Die Produktion war angenehm rough und es wurde nicht versucht die Ecken und Kanten der Songs weg zu polieren. Wenn Accept oder Priest durchklangen, dann war das halt so, Musiker sind schließlich auch irgendwie nur Fans.

Auf die Ohren gibt es zehn starke Songs (rein subjektiv betrachtet natürlich). Highlights wie *Sign Of The Hunter*, *Stage Attack* oder *Black Hole* kristallisieren sich sehr schnell heraus. Bei *Crusaders Of Hell* und *Magnum 45* würde ich sogar von Hammersongs sprechen und die Tracks *The Wheels Turn On* und *Lonely Hell* überstrahlen nochmals alle Songs. Wobei ich sogar so weit gehen würde *Lonely Hell* als das signifanteste Riff der kompletten Scheibe zu bezeichnen, was bei der Fülle an erstklassigen Nummern aber fast schon wieder völlig egal ist. Die Scheibe ist einfach nur Klasse.

Die originale Vinyl-Platte hat bei mir einen Sonderstatus. Ich hörte sie selten, aber mit Genuss. Irgendwann habe ich mir die Scheibe als MP3 konvertiert, was dafür sorgte das ich den Hunter öfter anhören konnte ohne mir Sorgen um die Vinyl-Scheibe machen zu müssen. Aber das Beste scheint mir zu sein, daß man das Album überraschenderweise auch auf CD kaufen kann, wobei die angefügten Demo-Songs, die Cult-Metal-Classics aus den Archiven gezerrt hat, nur für wirkliche Sammler von Interesse sein dürften. Schade nur, daß das originale Platten-Cover nicht überlebt hat und gegen ein Neues getauscht wurde...


Regie Sathanas (A Tribute To Cernunnos)
Regie Sathanas (A Tribute To Cernunnos)

4.0 von 5 Sternen A Tribute To Cernunnos, 20. November 2014
Die EP *Regie Sathanas* erschien erstmal 1998. Sie ist so ein Art Requiem an den Original-Schlagzeuger Cernunnos, der kurz vor den Aufnahmen zum zweiten Enthroned-Album *Towards The Skullthrone Of Satan* Selbstmord begangen hatte. Die EP wurde eingespielt in der Besetzung Lord Sabathan (bass, vocals), Nornagest (guitars, vocals), Nebiros (guitar) und Namroth Blackthorn (drums).

Mit vier Songs, zwei Instrumentals und einem Cover-Song bringt es die EP auf eine Laufzeit von 28 Minuten. Trotz des traurigen Anlasses wildert sich die Band querbeet durch diverse Genres. Die Songs sind eine Mischung aus Thrash-, Death- und Black-Metal, und bleiben dennoch zu 100% Enthroned (für ungeübte Ohren ist das sowieso alles der gleiche Lärm).

Eröffnet wird mit einem atmosphärischen Instrumentalstück bevor sich die Riffs pfeilschnell in *By Dark Glorious Thoughts* entladen. *Walpurgis Night* im Anschluß ist so ziemlich der interessanteste Song der EP. Er beginnt mit Soundeffekten, langsamer Melodie, bis zur Explosion eines Stahlgewitters mit voller Geschwindigkeit. Die Erkenntnis das *Satan Never Sleeps* ist zwar nicht wirklich neu, der einfach gestrickte, langsame Death-Metal-Song dieses Titels dafür aber ausgesprochen spannend.

Der Song *Conquerer* ist im Original von Sodom bereits ein Killer. Enthroned können ihn genauso stark adaptieren und zeigen gleichzeitig das Sodom nicht zu Unrecht zu den Wegbereiter des Black-Metal zählen. *Deny The Holy Book Of Lies* dagegen befand sich bereits auf dem Debüt-Album. Die EP endet mit einem 15 Sekunden dauernden und der Einfachheit betitelten Outro.

Unterm Strich ist das eine typische Enthroned-Scheibe. Bei genauer Betrachtung bleiben allerdings nur vier echte, zusätzliche Enthroned-Songs übrig, was mich daran hindern die Höchstnote zu verteilen. Der Grundgedanke, nämlich an den Bandmitbegründer Cernunnos zu erinnern, wurde aber voll und ganz erfüllt...


The Bronze Years (Remastered 4cd Box)
The Bronze Years (Remastered 4cd Box)
Preis: EUR 29,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Girlschool's Jahre bei Bronze..., 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man stelle sich mal folgende Situation vor: es gäbe eine Girlgroup, die, sagen wir mal 1977 gegründet wurde, einen Stapel insgesamt gelungener Alben abgeliefert hat, in den Anfangsjahren höchst erfolgreich war und selbst heute noch Konzerte gibt? Das klingt irgendwie schöner als es wahr sein könnten, oder?

Und dann stelle man sich weiter vor, eigentlich ein unmöglicher Umstand, daß diese Girlgroup nicht von einem Produzenten zusammen gecastet wurde um Pop-Trallala aufzunehmen, sondern sich bereits während der Schulzeit gegründet hatte um Hardrock zu spielen. Gibt's nicht? Doch, gibt's! Und wenn man diesen Gedankengang weiter verfolgt landet man fast automatisch bei den Mädels von Girlschool, einer Band die eine deftige Duftmarke im Genre der harten Musik gesetzt hatte. Gerade ihre ersten beiden Alben zeigten deutlich das Girls im Rockbereich mehr können als nur halbnackt auf Plattencovers zu posieren.

Die Alben *Demolation* (1980) und *Hit And Run* (1981) sind heute noch die härtesten Scheiben, die die vier Girlschool's jemals abgeliefert hatten. Songs wie z.B. *Not For Sale*, *Midnight Ride*, *Emergency*, *Victim* oder *The Hunter* haben ziemlichen Dampf und sind rotzig heruntergespielt. An Spielwitz und Handwerkskunst konnte man sich locker mit den damaligen Szenegrößen messen. Was schließlich zu einer spannenden Zusammenarbeit mit den Jungs von Motörhead führte und die kuriose EP *St. Valyntine's Day Massacre* hervor brachte.

Leider folgt 1982 der erste Besetzungswechsel, meines Erachtens sogar der signifikanteste Besetzungswechsel der Bandgeschichte. Nach musikalischen Differenzen verließ Bassistin Enid Williams die Band. Die 1982er Scheibe *Screaming Blue Murder* erlebte in Folge dessen eine musikalische Modifikation. Aus rotzigem wurde gut ausgewogener, um nicht zu sagen ausgefeilter Hardrock. Ein Jahr später folgte mit *Play Dirty* eine deutlich kommerziell ausgelegte Glam-Rock-Platte, die der Band etwas die Identität raubte und allzusehr nach dem Zeitgeist schielte.

Schwach ist dennoch keine der hier enthaltenen Studio-Alben, auch wenn *Demolation* und *Hit And Run* sowas wie das musikalische Gerüst bilden von dem Girlschool heute noch zehren können. Die Box enthält, dem Titel *The Bronze Years* folgend, neben den regulären Album-Tracks, die kompletten Songs der raren 1983er EP *1-2-3-4 Rock'n'Roll*, sowie jede Menge Bonus-Songs, die chronologisch hinzugefügt wurden und ein sehr gutes Gesamtbild von den ersten Schaffensjahren der mittlerweile dienstältesten Girlgroup der Welt bietet. Auch wenn editorisch leichte Abstriche im Vergleich mit den Remastered-Ausgaben in Kauf genommen werden müssen.

Einen Hinweis möchte ich an dieser Stelle unbedingt noch loswerden. Gegründet wurde Girlschool von Kelly Johnson (guitar), Denise Dufort (drums), Enid Williams (bass) und Kim McAuliffe (guitar). McAuliffe und Dufort waren immer Teil des Bandgefüges. Kelly Johnson stieg 1983 aus, war erneut Mitglied von 1993 bis 2000 und erlag 2007 ihrem Krebsleiden. Ur-Bassistin Enid Williams ist seit 2000 wieder Teil der Band. Von der aktuellen Besetzung, verstärkt durch Gitarristin Jackie Chambers, gibt es bei youtube einige gutklassige Live-Clips, die die vier *Girls ab 50* live beim Abrocken zeigen.

FAZIT: die vier wichtigsten Girlschool-Alben mit viel Bonus-Material...


The Witch Of Berkeley-Live
The Witch Of Berkeley-Live
Preis: EUR 17,35

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Hexe von Berkeley..., 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Witch Of Berkeley-Live (Audio CD)
Im Bezug auf das Album *The Witch Of Berkeley* habe ich in den letzten 25 Jahren alle möglichen Titulierungen gehört. Es wurde als Meisterwerk bezeichnet oder gar als Meilenstein tituliert. Beide Bezeichnungen halte ich für ein Stück weit übertrieben, vor allem weil Ende der 1980er Jahre kaum noch jemand die Scheibe oder die Bandmitglieder kannte. Ich persönlich würde die Scheibe eher als vergessenes Juwel bezeichnen.

A II Z's *The Witch Of Berkeley* erschien erstmals im Oktober 1980 und wurde in der Besetzung Dave Owens (vocals), Gary Owens (guitar), Cam Campbell (bass) und Karl Reti (drums) eingespielt. Gegen alle Gewohnheiten handelt es sich bei diesem Debüt-Album um eine Live-Scheibe. Und zwar um das Paradebeispiel eines treibenden Live-Werkes, daß stark schwitzend aufgezeichnet wurde. Die Band gibt alles und hat mit den neun Original-Songs die besten Argumente auf ihrer Seite - Heavy Metal ohne Schnick-Schnack und ohne die Barrieren eines Studios.

Herauspicken muß man keinen der neun Tracks, was bei der durchgehend hohen Qualität der Songs auch kein Wunder darstellt. Dazu gesellen sich präzise handwerkliche Fingerfertigkeiten und ein verdammt gutes Songwriting. Die rohe Energie des Konzertes ist immer noch spärbar und macht Songs wie *Fun After Midnight*, *Glastonbury Massacre*, *Witch Of Berkeley* oder *The Romp* noch immer zu einem handfesten Vergnügen.

Die Edition von Krescendo-Records packt dazu zehn weitere Songs auf eine Doppel-CD. Enthalten sind fünf Stücke die 1981 auf Singles veröffentlicht wurden. Besonders *Treason* halte ich für ein weiteres Highlight, sowie *Valhalla Force* und *Ringside Seat*, die zwar nicht ganz die Power der Live-Songs aufweisen, aber dafür mit gutem Spielwitz punkten. Ein Erfolg wollte sich scheinbar aber nicht einstellen und so kann der kurze Mitschnitt *BBC Live in Concert* auf CD 2, mit neuer Rhymus-Sektion, durchaus als letztes Lebenszeichen der Band gewertet werden.

Hier werden nochmals die Stücke *The Witch Of Berkeley*, *Walk In Distance* und *Danger U.X.B.* zum besten gegeben, genauso wie die beiden neuen Stücke *S.O.S.* und *Rest In Peace*, die erahnen lassen, was von A II Z noch hätte kommen können. Gary Owens Ausstieg 1982 besiegelte das Ende der Truppe, die zwar versuchte mit dem neuem Namen Aurora weiterzumachen, aber sich nach einer Single unwiederbringlich auflöste, als Polydor den Plattenvertrag kündigte. Die Musiker verschwanden schließlich fast alle im luftleeren Raum. Einzig Kurzzeitschlagzeuger Simon Wright konnte sich einen Namen machen. Er war zur Stelle als z.B. AC/DC oder Dio den Platz hinter der Schießbude neu besetzen mußten...


Trail Of Fire-Live In North America
Trail Of Fire-Live In North America
Preis: EUR 7,49

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clubatmosphäre..., 14. November 2014
Eigentlich wäre die Überschrift *Satan und die erste Tour* treffender gewesen. Nichts anders als die erste Tournee der Originalen Satansbraten dokumentiert die CD *Trail Of Fire - Live In North America*. Auf das Line-Up muß vermutlich nicht näher eingegangen werden. Es handelt sich natürlich um Brian Ross (vocals), Steve Ramsey (guitar), Russ Tippins (guitar), Greame English (bass) und Sean Taylor (drums), die 1983 den Metal-Klassiker *Court In The Act* und 2013 den ebenbürtigen zweiten Longplayer *Life Sentence* für die Nachwelt auf Tonträger verewigt hatten.

Wie der Aufkleber auf der Verpackung bereits hinreichend erklärt wurden sechs Konzerte mitgeschnitten. Aus diesen sechs Konzerten wurde 15 Songs extrahiert und auf CD gebannt. Wie meine Überschrift verrät herrscht durchgehend Clubatmosphäre, was soviel bedeuten soll das die Anzahl der Konzertbesucher überschaubar gewesen sein dürfte. Das geht zumindest aus der Geräuschkulisse hervor. Dem musikalischen Vortrag hat diese in keinster Weise geschadet. Vor allem Brian Ross (Blitzkrieg) dürfte ein zahlenmäßig kleines Publikum gewohnt sein und Ramsey und English haben mit Skyclab bekanntlich auch nicht immer nur auf großen Festivals gespielt.

Sei's drum. Die fünf Briten rocken auf jeden Fall was das Zeugs hält und liefern eine sauber produzierte, erstklassige Live-Scheibe ab. Das Schlagzeug poltert, die Zwillingsgitarren bieten perfekte Power und Befürchtungen, daß die Songs der beiden Studio-Alben nicht harmonieren könnten kann man getrost beiseite wischen. Es wirkt alles wie aus einem Guß. Die Klassiker vom Kaliber *Trail By Fire*, *Blades Of Steel*, *Break Free* oder *Alone In The Dock* stechen genauso wie die neuen Highlights *Siege Memtality*, *Testimony* und *Incantations*.

Mit *Oppression* gibt es sogar einen alten Demo-Song im Live-Set, der es nicht auf eine der beiden regulären Studioalben geschafft hat. Gleichzeitig liegt mit dem Album *Trail Of Fire* für mich der Beweis vor, das das sägende, klassische Gitarrenspiel aus den Niederungen der N.W.O.B.H.M. immer noch sticht und komplett begeistern kann – ob das jüngere Metal-Publikum sich dafür allerdings erwärmen kann, steht auf einem anderen Blatt.

FAZIT: britisches Stahlgewitter in bester Tradition...


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