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Beiträge von Markus Schmidl
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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Der Leichenbrunnen
Der Leichenbrunnen
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Hier hast du einen Karatetritt... und noch einen..., 27. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Leichenbrunnen (Audio CD)
Das Tonstudio-Braun-Hörspiel *Der Leichenbrunnen* wurde erstmals 1982 auf Kassette veröffentlicht und war eines von insgesamt 14 Hörspielen in denen der Bühnenschauspieler Hans-Jürgen Krützfeld die Rolle des Geisterjägers übernahm. Bei der vertonten Geschichte handelt es sich dieses Mal um ein lupenreines John-Sinclair-Solo-Abenteuer.

Die Handlung beginnt in den dunklen Jahrhunderten des tiefsten Mittelalters, wird in Überblendungen erzählt und als Gegner steht diese mal ein axtschwindender Dämonenbruder mit dem sinnigen Namen Baxman zu Buche, der blutige Rache nehmen möchte. Autor Jason Dark schrieb eine wendungsreiche Geschichte mit viel Action und gelungenen Zeitsprüngen zwischen Mittelalter und Neuzeit, die der Handlung einen ungewöhnliche Tiefe geben. Der Roman selbst erschien erstmal 1980 und wurde von Tonstudio Braun sehr zeitnah umgesetzt.

Das Hörspiel könnte man mit wenigen Worten beschreiben: es handelt sich um eine richtig gute Vertonung mit guten Effekten und einer spannend, schlüssigen Handlung. Die Stimmen von Baxmanns Horror-Skeletten klingt überrzeugend gruselig, die Liebesgeschichte zwischen der *Schwarzen Cora* und dem Anwalt Lionel gegen Ende der Story wirkt dagegen arg aufgesetzt. Sie erfüllte wohl nur den Zweck die Handlung etwas zu strecken.

Die Action paßt, auch wenn die vielen kleinen Scharmützen von den handelnden Personen in typisch braunscher Art kommentiert werden. Es ist arg trashig, wenn Sätze wie: "Hier hast du einen Karatetritt" -"Hahaha, daneben" in blutigen Zweikämpfen comichaft zum Besten gegeben werden, aber als Hörer der braunschen Vertonungskunst ist man an so etwas gewöhnt. Als Sprecher bietet Tonstudio Braun u.a. Wolfgang Grönebaum, Helmut Winkelmann, Zygmunt Apostol und Charlotte Acklin.

FAZIT: zählt für mich immer noch zu den John-Sinclair-Hörspiel-Highlights der klassischen Serie...


Das Buch der grausamen Träume
Das Buch der grausamen Träume
Preis: EUR 7,12

5.0 von 5 Sternen Sekundo, el Mundo... immer Zähnchen zeigen..., 24. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der grausamen Träume (Audio CD)
Allein schon wegen der absolut *bescheuerten* Suko-Sprüche während der ersten Prügelszene hätte dieses Hörspiel schon die volle Punktzahl verdient - das ist einfach nur erstklassiger Humor. Aber der Reihe nach: Das Tonstudio-Braun-Hörspiel *Das Buch der grausamen Träume* wurde erstmals 1982 auf Kassette veröffentlicht und war eines von insgesamt 14 Hörspielen in denen der Bühnenschauspieler Hans-Jürgen Krützfeld die Rolle des Geisterjägers übernahm. Ihm zur Seite stand Peter Niemeyer als Suko.

Erneut handelt es sich bei der vertonten Geschichte um einen Schlüsselroman. John und Suko werden von mysteriösen *Gelichtern* auf die Spur des legendären *Buches der grausamen Träume* gebracht, indem ein komplettes Kapitel über ihren Erzfeind *Der Schwarze Tod* zu finden ist, nebst dem Hinweis, wie eben dieser pestilente Dämonbruder zu bezwingen sei.

Autor Jason Dark bietet eine spannende wendungsreiche Geschichte mit Lug und Trug, Action, Hexen und spinnerten Dorfbewohnern, die zeitlich zwar Ende der 1970er Jahre spielt aber konsequent klassisch erzählt wird. Erinnerung an die eine oder andere Filmproduktion der Hammer-Studios werden bestimmt nicht nur bei mir wach. Vor allem wenn die Handlung in einem englischen Dorf spielt, dessen Einwohner scheinbar noch nichts davon mitbekommen haben das das Mittelalter längst vorbei ist.

Tonstudio Braun holt dramaturgisch das Maximum aus dem Heftroman heraus und bietet eine starke Spannungskurve. Es sprechen wie immer die üblichen Verdächtigen (u.a. Anfried Krämer, Helmut Winkelmann, Erwin Scherschel), aber der Cast ist perfekt ausgewählt. Die Geräuschkulisse überzeugt dieses Mal von der kompletten Machart und die orgellastigen Zwischenmusiken steigern das klassische Grusel-Feeling zusätzlich. Hans-Jürgen Krützfeld als John Sinclair hätte durchaus ein paar Folgen mehr sprechen dürfen, vor allem wenn die Dramaturgie so paßt, wie in dieser Geschichte.

FAZIT: Für mich eines der John-Sinclair-Hörspiel-Highlights...


Tonstudio Braun, Folge 46: Die Nacht des Schwarzen Drachen
Tonstudio Braun, Folge 46: Die Nacht des Schwarzen Drachen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Nacht des schwarzen Drachen..., 21. Oktober 2016
Die Tonstudio Braun-Produktionen *Die Nacht des Schwarzen Drachen" aus der ersten John Sinclair Serie erschien erstmals 1983 als MC. Es war eines von insgesamt 26 Hörspielen in denen der bekannte Bühnen- und Fernsehschauspieler Peter Bongartz die Rolle des Geisterjägers sprach. Vertont wurde eine Geschichte, die als Einzelroman in der beliebten Reihe *Gespenster-Krimi* erschien, lange bevor Jason Dark die Ehre zu Teil wurde seine eigene Roman-Serie zu schaffen.

Zunächst muß zwar festgestellt werden das der zugrunde liegende Roman zweifelsfrei eine Schlüsselgeschichte darstellt. Nachdem Bill Conolly bereits lange als zweiter Kämpfer in den Heftromanen integriert war und Jane Collins als Lebensgefährtin eingeführt wurde, lernen sich hier John und Suko kennen um fortan gegen das Böse zu Felde zu ziehen. Für die Serie ist und bleibt dieses Romanheft praktisch unverzichtbar.

Die Story des Hörspieles/Romanes entpuppt sich dennoch als ziemlich zwiespältige Angelegenheit. Der Kampf mit dem titelgebenden schwarzen Drachen und dessen Jünger ist ziemlich lau, spart kein Klischee aus und dümpelt ziemlich trivial vor sich hin. Richtig ärgerlich wird es bei der Szene, die ein vorgeschobener Höhepunkt sein sollte und in einer Londoner Polizeistation spielt.

Hier wurde bereits von Autor Jason Dark geschlampt das die Augen tropfen. Es werden polizeiliche Rangbezeichnungen wie Lieutenant und Captain verwendet, die es so in England überhaupt nicht gibt, sondern nur in den USA. Zeitliche Abläufe passen nicht zusammen und Tonstudio Braun adaptiert alle Fehler der Vorlage im Hörspiel-Script. Die Sprecher sind dabei gewohnt gutklassig und die Zwischenmusik gewohnt orgellastig. Ein Spannungsaufbau gelingt nicht, dafür sind die Dialoge teilweise zu gestelzt und aufgesetzt. Wobei die Geräuschkulisse aber sehr authentisch erscheint.

FAZIT: Schlüsselgeschichte - schwach geschrieben und durchschnittlich vertont...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2016 2:43 PM CET


Tonstudio Braun, Folge 48: Ewige Schreie
Tonstudio Braun, Folge 48: Ewige Schreie

4.0 von 5 Sternen Ewige Schreie..., 13. Oktober 2016
Die Tonstudio Braun-Produktionen *Ewige Schreie* aus der Serie *Geisterjäger John Sinclair Serie* erschien erstmals 1983 auf MC. Es war eines von insgesamt 26 Hörspielen in denen der bekannte Bühnen- und Fernsehschauspieler Peter Bongartz die Rolle des Geisterjägers einsprach. Und es ist dieses Mal ein lupenreines Solo-Abenteuer.

Das zu grunde liegende Taschenbuch ist komplett losgelöst von den Ereignissen der regulären damaligen Romanhandlung und hält weder Lady X noch Dr. Tod als absolute Ausgeburten der Hölle in der Hinterhand. John macht auf der Geburtstagsfeier seiner Mutter in Schottland die Bekanntschaft der hinreissenden Helen, was den Auftakt zu unheimlichen Ereignissen mit zwielichtigen Vorstadtgaunern und dem unvermeidlichen Duell mit einem rachsüchtigen Dämon namens Sam Davies zur Folge hat.

So oder ähnlich könnte man die Geschichte kurz zusammen fassen. Die Rollen sind u.a. mit Peter Bongartz, Wolfram Weniger und Anfriet Krämer hervorragend besetzt. Die Romanhandlung ist gut umgesetzt, die Musik typisch orgellastig, die Geräusche wirken dieses Mal aber nicht immer passend. Der Gruselstimmung tut's keinen Abbruch. Tonstudio Braun präsentieren ein schön altmodisches Grusel-Hörspiel, das atmosphärisch durchaus Erinnerung an die alten Mario-Bava-Horror-Filme aufkommen läßt.

Eigentlich würde ich an dieser Stelle 5 Sterne vergeben, aber leider wurde die Kürzungen, die TSB aufgrund des Jugendschutzes am Hörspiel vorgenommen wurden, nicht korrigiert, was zur Folge hat das sich auf der aktuellen Ausgabe nicht die originale Hörspiel-Fassung, sondern die später zerstückelte Version befindet. Der Spannung tut dies zwar keinen Abbruch, aber es wirkt schon arg merkwürdig wenn beim Höhepunkt anstelle einer durchgehenden Handlung plötzlich eine Erzählstimme auftaucht.

FAZIT: mit leichten Abstrichen ein gutklassiger Hörspiel-Grusler...


Der unheimliche Bogenschütze
Der unheimliche Bogenschütze
Preis: EUR 7,03

4.0 von 5 Sternen Der unheimliche Bogenschütze..., 13. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Der unheimliche Bogenschütze (Audio CD)
Die Tonstudio Braun-Produktionen *Der unheimliche Bogenschütze* aus der Serie *Geisterjäger John Sinclair Serie* erschien erstmals 1983 als MC. Es war eines von insgesamt 26 Hörspielen in denen der bekannte Bühnen- und Fernsehschauspieler Peter Bongartz die Rolle des Geisterjägers einsprach.

*Der unheimliche Bogenschütze* ist eine Einzelgeschichte. Nicht die Jagd nach einem der großen Gegenspieler oder einen seiner zahllosen Schergen steht auf dem Programm, sondern Ereignisse in die die Hauptpersonen, in diesem Fall John Sinclair und seine langjährigen Freunde Sheila und Bill Connolly durch Zufall hineinstolpern. Die Erbschaft eines Landschlosses soll für Abwechslung sorgen.

Handlungstechnisch sorgt der titelgebende Bogenschütze für einen sehr hohen Unterhaltungswert. Und er bekommt genügend Futter für seine Armbrust. Die stark von Edgar Wallace inspirierte, ausschließlich im Schloß spielende Geschichte beinhaltet reichlich Wendungen und jede Menge unsympathischer Akteuer, die mit fortschreitender Dauer der Geschichte durch den Bogenschützen ausgedünnt werden. Tonstudio Braun setzt die abendliche Spukschloßatmosphäre sehr stimmungsvoll und morbide um.

Die von Autor Jason Dark ersonnen Geschichte ist zwar stark vorhersehbar, dennoch kann Tonstudio Braun eine hohe Spannungskurve erzeugen. Gelegentlich eingeflochtete Zote wie *ich dämpf' dir gleich die Bügelfalten* sorgen für einige angenehme Lacher und dafür das die Mordgeschichte mit ihrer hohen Totendichte nicht allzu ernst genommen werden kann. Tontechnik und Skript liefern sehr gute Arbeit ab, die von den Sprechern (u.a. Aart Veeder, Peter-Josef Schmitz, Wolfram Weniger) überzeugend abgerundet wird.

FAZIT: eine der besteren Folgen mit Peter Bongartz als John Sinclair...


Der Totenbeschwörer
Der Totenbeschwörer
Preis: EUR 7,03

4.0 von 5 Sternen Der Totenbeschwörer..., 11. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Totenbeschwörer (Audio CD)
Die Tonstudio Braun-Produktionen *Der Totenbeschwörer* aus der ersten John Sinclair Serie erschien erstmals 1983 als MC. Es war eines von insgesamt 26 Hörspielen in denen der bekannte Bühnen- und Fernsehschauspieler Peter Bongartz die Rolle des Geisterjägers einsprach. Meines erachtens war er es auch, der die Rolle von allen drei klassischen Sinclair-Sprechern am besten ausfüllte.

*Der Totenbeschwörer* ist eine Einzelgeschichte, wie man sie bei Jason Dark oft findet. Nicht die Jagd nach einem der großen Gegenspieler oder einem seiner zahllosen Schergen steht auf dem Programm, sondern Ereignisse in die die beiden Hauptpersonen John Sinclair und Bill Connolly nur durch Zufall hineinstolpern. Hier beginnt die Geschichte so alltäglich wie tragisch mit dem Besuch einer Trauerfeier - mitten in der winterlichen, britischen Pampa.

Rein handlungstechnisch gibt es dieses Mal keine Toten zu beklagen, dafür aber ein düsteres Familiendrama mit einem unseeligen Nachzehrer, und den daraus resultierenden Dark'schen Intrigengebilden. Was die Folge zu einer Schlüsselfolge macht, ist der Umstand das John Sinclair nach dem Endkampf die Dämonenpeitsche sicherstellen kann, die dann zu einer der Hauptwaffen im Kampf gegen das Übersinnliche werden sollte.

Das Hörspiel bietet stimmungsvolle Unterhaltungen für einen schönen, kalten Winterabend. Ich finde den Handlungsaufbau und die Interpretation des Heftromans herrlich morbide und angenehm altmodisch. Hinzu kommt die nahezu perfekte Umsetzung der winterliche Atmosphäre.

Bei der Spannungskurve hätte man sich dafür aber mehr ins Zeug legen müssen. Die verschiedenen Handlungsstränge des Heftchens werden zwar artig erzählt, aber genauso wie Jason Dark in seinem Roman, geht dem Hörspiel am Ende die Puste aus. Dennoch liefern Sprecher und Tontechnik eine sehr starke Leistung und ein überzeugendes Grusel-Hörspiel ab.

FAZIT: gute Arbeit von Tonstudio Braun, eine gelungene Folge mit Peter Bongartz als John Sinclair...


Masterpeace
Masterpeace

4.0 von 5 Sternen Und dann hatten Metal Church wieder eine Stimme..., 7. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Masterpeace (Audio CD)
Wie die Überschrift verrät halte ich den Wiedereinstieg von David Wayne bei Metal Church im Jahre 1998 für einen absoluten Glücksfall. Man möge mich jetzt nicht steinigen, aber die "Gesangsdarbietung" von Mike Howe erinnerte mich immer an das Gekeife einer streitsüchtigen Frau. Ein weiteres Problem war dieses merkwürdige Abtauchen von Kurdt Vanderhoof, der zwar nicht mehr Teil der Band, aber als Mastermind dennoch immer präsent war.

Man kann also getrost darüber spekulieren, ob der Rauswurf/Ausstieg von David Wayne 1988 wirklich nur mit seinen Alkoholproblemen zu tun hatte oder ob er mit dem Versuch einer kompletten Bandneuausrichtung einfach nur unzufrieden war. Aber daran verschwendete ich nach dem (für mich) sehr zweifelhaften *Genuß* von *Blessing In Disguise" keinen Gedanken. Metal Church waren für mich erledigt. Ich griff lieber zu Wayne's neuer Truppe *Reverend* und wurde damit musikalisch erstklassig bedient. Metal Church wurden erst wieder interessant als Wayne erneut als Sänger verpflichtet wurde.

Das Album "Masterpeace" erschien erstmals im Juli 1999 und bot sofort wieder das klassische Metal-Church-Feeling. Von der Original-Besetzung fehlte zwar Graig Wells, aber das merkt man der Scheibe nicht an. Metal-Church besannen sich auf ihre Stärken und brachten ein Werk auf den Markt das sich vor den Klassikern *Metal Church* und *The Dark* nicht verstecken mußte. Auch wenn das Album nicht wirklich entspannt wirkt. Manchen Songs hört man das "sich beweisen müssen" förmlich an und gelegentlich verlieren die beiden Songschreiber Wayne und Vanderhoof sogar komplett die Orientierung, aber unter dem Strich bleiben 8 von 11 Songs die voll auf die Zwölf schlagen und daher darf "Masterpeace" wirklich als ernstzunehmendes Comeback gewertet werden.

Anspieltipps: *Fall Down*, *Kiss For The Dead*, *They Signed In Blood*

Leider wurde nach der anschließenden Tour die Partnerschaft zwischen Wayne und Metal Church bereits wieder beendet. Wayne stellte erneut eine eigene Band zusammen, verpflichtete dafür mit Graig Wells ein weiteres Metal-Church-Urgestein, und veröffentlichte 2001 ein erstklassiges Werk das sinnigerweise mit *Metal Church* betitelt war...


Reunion
Reunion
Preis: EUR 45,58

5.0 von 5 Sternen Das Live-Meisterwerk einer ruhmreichen Band..., 28. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Reunion (Audio CD)
Ein Titel, der hält was er verspricht: REUNION!

Es war Mitte der 1990er Jahre sehr unwahrscheinlich anzunehmen das sich Tony Iommi, Bill Ward, Geezer Butler und Ozzy Osbourne nochmals zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit zusammenraufen würden. Erste Gerüchte darüber kamen 1996 auf, aber eine Reunion schien noch in weiter Ferne. Dann folgten die ersten Auftritt der wieder auferstanden Black Sabbath (noch mit Mike Bordin am Schlagzeug) auf den amerikanischen Ozzfest-Konzerte, die so furiose abgefeiert wurden, das Bill Ward sich zu einem Wiedereinstieg überreden ließ (vereinfacht dargestellt).

Am Anfang dieser Reunion stand und steht *Reunion*. Mitgeschnitten im Dezember 1997 im NEC, Birmingham und während der darauf folgenden ausgiebigen World-Tour veröffentlicht beinhaltet die Doppel-CD fast alle Klassiker der 1970er Jahre. Über die Songauswahl läßt sich zwar bekanntlich immer streiten, und um *echte* Live-Atmosphäre erleben zu können hätte man schon im Birmingham sein müssen, aber genau so hätte ich mir eine Black-Sabbath-Live-Scheibe anno 1975 gewünscht.

16 fulminanten Live-Songs präsentieren einen Querschnitt aus den wichtigsten Alben der klassischen Black-Sabbath-Besetzung. Darunter die unsterblichen Hits *Children Of The Grave*, *War Pigs*, *Iron Man* und *Paranoid*. In schöner Abwechslung mit Klassikern vom Range *Snowblind*, *N.I.B.* und *Electric Funeral*. Als Überraschungssong würde ich die leichte gekürzte Fassung von *Sabbath Bloody Sabbath* nennen. Einzig *Dirty Women* wirkt etwas verloren in der Fülle an Klassikern, obwohl auch dieser Song mittlerweile Klassiker-Status inne hat. Also Bonus enthält das Live-Set zwei düster, packende Studio-Tracks, die jeden Fan zufrieden stellen dürften.

FAZIT: long life Black Sabbath...!


Vampiro
Vampiro
Preis: EUR 17,20

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Power-Metal alter Güteklasse..., 28. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vampiro (Audio CD)
Im August 2016 erschien das zehnte Studio-Album von Helstar unter dem Titel *Vampiro*. Es wurde eingespielt in der Besetzung James Riviera (vocals), Larry Barragan (guitar), Michael Lewis (drums), Garrick Smith (bass) und Andrew Atwood (guitar).

Eines fiel sofort auf: der langjährige Gitarrist Rob Trevino war nicht mehr Teil des Bandgefüges - nicht weiter tragisch, denn sein Nachfolger Atwood stand ihm handwerklich in nichts nach und er konnte sich bei seinem Einstand schon mit ein paar handfesten Nummern auf der Scheibe und in den credits verewigen - was den Gedanken an eine musikalische Neubelebung durchaus aufkommen lassen könnte. Auch wenn der Gedanke weit hergeholt ist, denn auf keiner Scheibe seit der Reunion 2006 war ein Verschleiß zu erkennen oder blitzte langweiliges Material durch.

Um es gleich vorweg zu sagen, ich ziehe keine Vergleiche der aktuellen Alben von Helstar mit den Klassikern aus den 1980er Jahren. Es würde keinen Sinn machen, es war eine völlig andere Zeit. Was also kann das neue Album bieten? Doppelläufige Soli eingebettet in powervolle Mucke, dazu einen Sänger der immer noch die Sangeskraft eines junges Mannes besitzt. Genauso wie die komplette Band agiert, angeführt von Mastermind Barragan, als wäre hier eine junge hungrige Metal-Truppe am Werke.

Die Band beweisst mühelos das sie ihr Pulver noch nicht verschossen hat und schüttelt locker flockig auf knapp 58 min. ein Album angefüllt mit Power-Metal-Wut und düsterem Riffing aus dem Ärmel. Allen voran das vorab bereits veröffentlichte *Black Cathedral* sowie *Repent In Fire* und *From The Pulpit To The Pit*, die ich hier nur allzu gerne als Anspieltipps nenne, ohne den Fokus all zu sehr auf nur drei der insgesamt elf hammerharten Stahlträger lenken zu wollen. Das Album muß als Gesamtwerk betrachtet werden, da man sich textlich, wie der Titel *Vampiro* andeutet mit Bram Stokers Hauptwerk befaßt hatte.

Musikalisch würde man an dieser Stelle vom *mühelosen halten eines gewohnten Standards* sprechen, aber das erscheint nicht wirklich passend. Helstar fräsen sich durch das neue Songmaterial und hinterlassen eine Spur der metallischen Verwüstung. Das Songwriting ist prägnant, die Melodieführung grandios und die Songs treffen sofort ins metallische Herz - was will man mehr...?


Signs of Darkness - The Age of Decay CD
Signs of Darkness - The Age of Decay CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Old School Black Metal, 23. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sign Of Darkness war sowas wie eine musikalische Zufallsbekanntschaft. Das Debüt-Album *Beyond The Autumn Leaves* habe ich mir vor einigen Jahren für wenige Euronen auf dem Flohmarkt gekauft. Hauptausschlaggebend war damals das düstere Artwork das eindeutig auf Black-Metal hindeutete. Das Endergebnis war eine gelungene Mischung aus Black, Dark- und Gothic-Metal, die dazu führte das ich mir schließlich auch die beiden Nachfolge-Alben *The 17th Floor* und *The Fall Of Amen* zugelegt habe, die härtegradmäßig etwas deftiger waren.

Während einer fast siebenjähriger Abstinenz (die EP *Apostate* ausgeklammert) hat Bandkopf Joris (im Booklet als *J* bezeichnet) eine neue schlagkräftige Truppe zusammengestellt und 2015 Album No. 4 mit dem tragenden Titel *The Age Of Decay* auf die Reise geschickt. Stilistisch bleibt man der ursprünglichen Linie des Black-Metal treu, die anfänglichen Elemente des Dark- und Gothic-Metal war auf dem direkten Vorgänger-Album bereits nicht mehr vorhanden gewesen, dafür gibts eine kleine Veredelung mit Death-Metal.

Veredelung ist dabei fast schon eine Übertreibung, denn so richtig eigenständig waren *Signs of Darkness* nämlich nie. Man bewegte sich immer im Fahrwasser der bekannteren Black-Metal-Truppe und versuchte in deren Fankreisen zu wildern. Was natürlich kein Vorwurf ist, denn ich fand bisher jedes Abum der vier Belgier höchst unterhaltsam und kurzweilig. *The Age of Decay* macht da keine Ausnahme. Es gibt das standesgemäße *Gebolze* im gemäßigtem Up-Temp-Bereich, wird garniert von kleineren Zwischenspielen und die Band gibt sich böse und derb.

Das Rad des BM wird dabei natürlich nicht neu erfunden. Wie auch? Die Genre-Grenzen sind seit Jahren ziemlich festgefahren. Aber dennoch können Songs wie z.B. *Suffer The Cold*, *The Age Of Decay*, *Terra Nullius* oder *Sin* durchaus unterhalten und *The Sound Of A Desolate Winter* und *The Lazarus Syndrom* komplett überzeugen. Wer auf der Suche nach neuen Innovationen ist, ist hier allerdings fehl am Platze. Wer sich von einer gutklassigen Black-Metal-Scheibe unterhalten lassen will, kann ohne größere Probleme zugreifen. Ich fühle mich gut unterhalten...


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