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Beiträge von Martin Böhmer
Top-Rezensenten Rang: 2.866
Hilfreiche Bewertungen: 1559

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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Now What?! (Limited Edition)
Now What?! (Limited Edition)
Preis: EUR 15,09

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Professionell, elegant und die logische Folge auf die bisherigen Alben, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Nach gut 40jähriger Deep Purple - Präsenz in meinem Plattenschrank muss ich erneut feststellen, dass ich zu Zeiten von "Machine Head" niemals auch nur im Ansatz daran geglaubt habe, dass mich diese Band quasi mein Leben lang begleiten wird. Und ich sie heute immer noch wertschätzen und hören darf !

Auch Deep Purple selbst werden es damals kaum geahnt haben, nach 40 Jahren mit Ende 60 immer noch Musik zu machen. Das ist schon sehr lobenswert und lässt mich kurz zurückblicken... Erstmals aufgehorcht habe ich bei "Black Night" 1970. Dieser Titel hat mir als damals 11jähriger so gut gefallen, dass ich zum Deep-Purple-Fan wurde. Obwohl ich später enttäuscht feststellen musste, dass diese Single auf keiner LP drauf war. Die später folgenden "Kracher" wie "Fireball", "Machine Head" oder "Who Do We Think We Are" waren für mich Pflichtkäufe, und bis heute ist das für mich hochwertige Rockmusik. So einfach ist das...

Dann das grandiose Comeback mit "Perfect Strangers" in der beliebten Mark II-Besetzung. Leider ging's danach etwas bergab, obwohl nach wie vor genau diese Mark II - Besetzung zu Werke war. "Slaves And Masters" war dann eher ein radiotaugliches Rainbow-Album. Wobei ich "The Battle Rages On" 1993 noch etwas schwächer finde, als "The House Of Blue Light". Erst mit "Perpendicular" 1996 fanden Deep Purple zu alter Klasse zurück. Was sich bis heute so darstellt. Der Ausstieg von Ritchie Blackmore, der fortan als Mittelalter-Barde durch die Gegend tingeln sollte, tat der Band sehr gut, wie ich finde.

Selbst die sogenannten "schwächeren" neueren Alben gelten für mich als erstklassig; insbesondere "Bananas", das erste ohne Jon Lord... (RIP). Aber auch "Rapture Of The Deep" bereitete mir damals sehr große Hörfreude. Ich kann hier negative Kritiken wirklich nicht teilen. Zugegeben ist das Album etwas "gebremst" und klanglich etwas schlechter. Warum auch immer...

Nach 8 Jahren Wartezeit liegt nun der Nachfolger dieses leider ungeliebten Albums "Rapture Of The Deep" vor. Und ich muss schon sagen: Sie legen wieder eine Schippe zu ! Der Klang bestens und Steve Morse macht seine Sache wie immer sehr fein ! Besser geht es kaum noch. Auffällig der sehr dominierende Synthesizer- und Hammond-Klangteppich. Das habe ich schon immer geliebt und wird hier endlich mal wieder exzessiv (im positiven Sinne) betrieben. Hierin unterscheidet sich "Now What ?!" erheblich vom Vorgänger. Das ist eindeutig. "Hell To Pay" hat einen markanten stampfenden Power-Refrain wie schon lange nicht mehr. Oder der Song "All The Time In The World"... Routiniert, erstklassig gemacht. Ian Gillans Stimme kommt hier sehr gut zur Geltung.

Die übrigen Songs behalten die typische Deep Purple-Linie mit bluesigen Ansätzen und tollen Guitar-Soli von Steve Morse. Und sogar mal wieder ein bisschen "funky" (Body Line). Gar nicht übel... Auch "Blood From A Stone" ist durchaus ein Anspieltipp ! Musikalisch finde ich das sehr gut gemacht und sorgt überraschend für Abwechslung. Der Song weiß zu gefallen und ist sehr klassischer Rock.

Sie können's also noch. Obwohl die Band durchaus gealtert ist. Lässt sich nicht mehr leugnen. Bei Stefan Raab kürzlich LIVE zu sehen... Auch wird hier natürlich kein zweites "Machine Head" vorgelegt. Dass müssen sie bei Leibe aber auch nicht. Denn Deep Purple haben bei Ihren letzten Alben mit Steve Morse einen Sound kreiert, der anders ist, mir aber sehr zusagt. Und so lange sie so weiter machen, habe ich keine Bedenken ! Hut ab vor Steve Morse, den ich sehr schätze und der auf diesem Album zeigt, dass es auch ohne Ritchie Blackmore geht.

Meine Empfehlung: Die Limited Edition mit dem Bonus - Song. Auf jeden Fall ! Wer weiß, wann die Jungs wieder ein Album machen. Da kann es nicht schaden, einen aktuellen Song mehr zu haben...

Nachsatz vom 27.04.2013:

Nach nunmehr 10 Hördurchgängen kann ich nur bestätigen: Bombastisch gut !
Ich kann keinen Song besonders hervorheben. Jeder ist für sich ein Kleinod...

Es gibt eine Menge Purple-typische Versatzstücke mit Erinnerungsfaktor. Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit "Abkupfern" oder Selbstplagiat, sondern dies macht vor dem Hintergrund einiger epischer Stellen (Yes, ELP) das Album sehr sympathisch und äußerst hörenswert. Nebenbei ist diese Musik perfekter Classic-Rock in die heutige Zeit transferiert sowie klanglich hervorragend.

Wer dies nicht erkennt, hat vielleicht Deep Purple nie richtig gehört.

Ein absolut tolles Album. Das musste ich unbedingt ergänzen. Auch wenn einige dies halt nicht so sehen. Gut... Aber verstehen kann ich das nicht...

Ich wage es zu behaupten: Wäre dieses Album direkt nach "Who Do We Think We Are" oder "Burn" erschienen, hätte es die damaligen Fans weder verschreckt noch enttäuscht, sondern begeistert.

Vielleicht doch ein zweites "Machine Head" ?

Lasst das Album wirken ! Es reiht sich nahtlos in die Reihe der Klassiker ein. Da bin ich mir ganz sicher. Das sagt mir einfach mein musikalsches Gefühl...
Für mich schon jetzt eines der besten Alben von Deep Purple.

Danke, Ian Gillan, Roger Glover, Ian Paice, Steve Morse und Don Airey (Sorry Jon, ist ja Dir gewidmet...) für dieses kleine, vielleicht letzte, Meisterwerk.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2013 10:36 AM MEST


The Mystery of Time (Limited Digibook)
The Mystery of Time (Limited Digibook)
Preis: EUR 25,34

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz schön atemberaubend..., 9. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...und mächtig. Eigentlich kein richtiger "Metal"... Eher "Pop-Metal" oder sowas. Aber durchweg derart gut gemacht, dass man (ich zumindest...) dieses Werk nicht leise hören kann. Sehr symphonisch, pathetisch und melodiegeladen.

Ich muss hier so einleiten, weil ich mich eigentlich bisher nicht mit "Avantasia" beschäftigt habe. Eher dann schon mit Tobias Sammet's "EDGUY". Meine Zuneigung für den melodiösen und einfallsreichen Hardrock ist meiner Liebe zu Musik wie z. B. von Uriah Heep geschuldet. Also war ich auf "Avantasia" mit all den Superstars mehr als neugierig. Große Namen aus der Hardrock - Szene wie Joe Lynn Turner (Rainbow, Deep Purple), Bill Byford (Saxon) oder Eric Martin (Mr. Big !) sind da zu lesen und zeugen vorab für ungetrübten Musikgenuss. In der Tat ist das auch so… Ziemlich viel Attacke und "Rumms".

Ich musste dennoch lange Hörsitzungen absolvieren, da mir zunächst einige Songs zu seicht schienen. Dies ist jedoch unbegründet. Das Album entfacht seine Spannung erst nach mehrmaligem Hören. Als Beispiel sei der Track Nr. 6 "Savior In The Clockwork" genannt. Es wechselt immer dann, wenn der Refrain allzu "mainstreammäßig" wird, sofort das Tempo, und es entwickelt sich ein gnadenlos guter Rocksong. Dann blickt man auf die Uhr. Die 9 oder 10 Minuten vergingen wie im Flug...
The Mystery Of Time (oder ?)... Und man wippt nur noch mit.

Alle Songs sind bewegend und erhöhen sofort den Adrenalin - Spiegel. Obwohl ich augenzwinkernd bemerken muss, dass einige Stellen haarscharf am Kitsch vorbeischlittern. Schöner Kitsch... Jedenfalls hätte ich mir in den sehr "rockarmen" 90ern solch ein tolles abwechslungsreiches Album sicher gerne gewünscht.

Trotz etlicher saugeiler Metal-Anleihen und Spitzen-Guitar-Soli schwingt doch hier und da der gute alte "Meat Loaf / Steinmann-Sound" mit. Dennoch: Ein ausgereiftes musikalisches, sehr melodisches und trotzdem rasend schnelles Metal-Meisterwerk.

Aber bei Tobias Sammet eher keine Überraschung. Und die tollen Gäste sowie die echten symphonischen Einlagen tragen natürlich auch zum Gelingen dieses Opus' bei. Inzwischen, nach mehrmaligem Hören, denke ich, ich hätte dieses Album schon ewig…

Weil's so herrlich schön ist ("Black Orchid", "What's Left Of Me" oder "The Great Mystery") und Gänsehaut macht sind von mir 5 Sterne fällig.

Für ein zeitloses Rockalbum…
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2013 5:37 PM MEST


All Things Must Pass [Vinyl LP]
All Things Must Pass [Vinyl LP]

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auflegen, zurücklehnen, genießen, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: All Things Must Pass [Vinyl LP] (Vinyl)
George Harrison wurde gerne der "stille" Beatle genannt...

Nicht nur "physisch" war er das (auf der Bühne stand er stets ruhig und bedächtig im Hintergrund), sondern auch vermeintlich im Hinblick auf seinen Output. Nur wenige Songs fanden im Gegensatz zu den Songs vom "Dreamteam" Lennon / McCartney während der Schaffensphase der Beatles Platz auf den allseits bekannten Alben. Aber die, die mit drauf kamen, waren meistens "top". Stellvertretend nenne ich nur die Songs von meinem Lieblingsalbum der Beatles (dem "Weißen"...) "While My Guitar Gently Weeps" oder "Long Long Long". Für mich war er der Star bei den Beatles. Damals als kleiner Junge, schon sehr früh Musik interessiert, war ich immer großer "Fan" von George.

Was mir immer an der Musik von George Harrison gefiel, war die herrliche Spielweise der Slideguitar. Das war auch sein Markenzeichen. Egal ob frühe psychedelische Musik, oder die kommerziell angehauchten 80er (Cloud Nine) bis hin zu den sagenhaften "Travelling Wilburys", der Allstar - Band, mit der er ein überraschendes und erfolgreiches Comeback feiern durfte.

Aber hier möchte ich nun überleiten zum Topalbum des Ausnahmekünstlers George Harrison. Im Jahr der Trennung der Beatles überraschte er mit "All Things Must Pass". Einem Longplayer, bestehend aus sage und schreibe 3 LP's. Unglaublich... Die Liste der Topmusiker ist lang: Ringo, Eric Clapton, Gary Brooker und viele mehr. Ein Indiz, welch Bedeutung der Mann damals schon hatte.

Es schien so, als wollte er nun zeigen, dass er es auch kann. Und veröffentlichte sogleich 18 Songs. Mit dabei solche Evergreens wie "My Sweet Lord" oder "What Is Life". Einige Songs sind ihrer Zeit voraus. Wenn man es nicht wüsste !? 1970 ? Es klingt fürwahr moderner als es ist.

Für mich war klar, dass ich mir irgendwann diese LP zulegen musste. Erst nach Harrisons Tod kam ich zu der Erkenntnis, dass mir doch so einiges an Tonträgern fehlte. Dann kam die zweiteilige ergreifende Doku von Martin Scorcese über Harrisons Leben heraus. Und inspirierte mich zum Kauf dieses Dreifach-Longplayers in Vinyl.

Ganz bewusst verzichtete ich auf irgendwelche Best-Of-Alben oder gar remasterte CD-Wiederveröffentlichungen. Zu Recht! Keine CD - Version kommt an diese Original - Dreifach - LP klanglich heran. "All Things Must Pass" ist ein musikalischer Klassiker, den man durchaus analog in Vinyl genießen sollte. Plattenspieler und einen halbwegs vernünftigen Amp mit gutem Phonoeingang natürlich vorausgesetzt. Wer das nicht hat, dem sei natürlich die CD empfohlen. Allerdings geht hier einiges an "Ausstrahlung", Haptik und Klang verloren. Die LP ist sehr aufwändig. Jede einzelne LP steckt in einer bunten Hülle.
So war's früher. So mochten wir das...

Gut erhaltene LP's sind leider heutzutage nicht so oft zu kriegen und teuer. Das ist der einzige Wermutstropfen, der für die remasterte CD spricht. Aber auch diese ist ja nicht gerade ein Schnäppchen...

"All Things Must Pass" ist ein unverzichtbarer Meilenstein. LP Nr.3 (Side 5 + 6) ist übrigens was für die Bluesrock- und Jamsessionfans unter uns.
Uneingeschränkte Empfehlung.

Auflegen, zurücklehnen und genießen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2013 10:43 AM MEST


Some Nights
Some Nights
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Es gibt sie noch, die guten Hits..., 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Some Nights (Audio CD)
Zugegeben. Ich tue mich sehr schwer mit der Musik aus den aktuellen Charts...

Die Produktionen werden immer schlechter, die Songs austauschbarer und langweiliger. Ich weiß schon gar nicht, wer da gerade gespielt wird, wenn ich mal Radio höre. Nur Mittelmaß und Belanglosigkeit. Kaum mal ein Erlebnis (wie früher), wo man mal aufhorcht. Man wird zugelullt mit Gedudel.

Nun muss ich als Musikliebhaber tatsächlich mal wieder staunen. Dass es so was noch gibt ! Ein Song, wie z. B. "Some Nights", der sofort überzeugt, weil Instrumentierung, Arrangements, Gesangsparts, Rhythmus, so was von perfekt sind, dass es eine reine musikalische Freude ist. Dies trifft in der Tat auf das ganze Album zu ! Es ist zwar nur "Pop", der zudem auch noch recht zeitgemäß ist, aber qualitativ vergleichbar mit Hits aus den 70er, als die "Welt musikalisch noch in Ordnung war..." (sagt man...)

Ich habe mich innerlich von der Chartmusik jedenfalls verabschiedet und intensiviere seit geraumer Zeit meine Vorlieben aus dem Hardrock-, Blues- oder Metalbereich. Die wenigen Songs aus den Charts, die mir mal durch Zufall begegnen, weil sie mir gefallen, sind derart selten, dass ich sie an meinen fünf Fingern abzählen kann. Aber nicht etwa pro Monat oder Jahr, sondern eher in einem Zeitrahmen von 5 Jahren. Die letzten wenigen Hits oder Chartalben, die mich intensiver angesprochen haben, waren u. a. Razorlight" mit dem Song "Wire To Wire", Cee Lo Green mit "Bigger Lights, Bigger City", "All Summer Long" von Kid Rock oder "Triggerfinger"...

Ich schließe mich hier einigen Rezensionen an, dass "Fun" sehr britisch klingen. Es handelt sich um wirklich guten Pop und der Gesang erinnert stellenweise an Freddie Mercury. Auf "Some Nights" sind schöne nette Popsongs mit ausgefeiltem Gesang, guten Ideen, ausgeklügelter Instrumentierung und schönen Melodien. Das lässt hoffen...


Physical Graffitti
Physical Graffitti
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 17,29

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sammelsurium, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Physical Graffitti (Audio CD)
"Physical Graffitti" ist die einzige Studioveröffentlichung, die als Doppel – LP erschienen ist. Ein Album, dass früher eher für gespaltene Meinungen sorgte...

Sieht man sich aber die Vielfalt der Songs an, ist dieses Album umso interessanter. Es kann daran gelegen haben, dass noch genug altes Material nach "Houses Of The Holy"(1973) vorhanden war. Zwei Jahre mussten wir damals auf dieses Album warten. Aus heutiger Sicht ist es eines der besten und markantesten Alben von Led Zeppelin.

Während die erste LP noch sehr nah am typischen Led Zeppelin-Bluesrock entlang hangelt, ist die zweite Platte eher ruhig, teilweise poppig, funky (The Want On Song) und auch mal wieder etwas folkig. "Bron Yr Aur“, der " Boogie With Stu" oder "Black Country Woman" (göttlich gut...) sind solche typischen "Vertreter".

Highlights sind zunächst "Houses Of The Holy" (der gleichnamige Titel des Vorgängeralbums !). Ein Beweis für meine Theorie, dass noch einige ältere Songs verarbeitet werden mussten, die wohl vorher nicht für die Alben bestimmt waren. Oder etwa "Kashmir". Für damalige Verhältnisse ein überaus wuchtiger und dramatischer Song, der nicht umsonst als Titelsoundtrack für den sehr viel später (über 2 Jahrzehnte) erschienenen Kinokassenschlager "Godzilla" herhalten musste.

Oder "The Rover". Ein Stück, das perfekt in die Zeit (1975) passte. Gitarrenriff und Songaufbau könnte auch von ZZ Top oder Bachmann Turner Overdrive stammen. Ein zeitgemäßer Song für damals.

"In My Time Of Dying" ist mittlerweile auch ein Klassiker, der von Led Zeppelin immer gerne zum Bestandteil des Liverepertoires erkoren wurde. "Trampled Under Foot" kommt sehr funky und rockig rüber. Ebenfalls nicht ganz zu Unrecht ein Klassiker erster Güte...

Oder das herrliche frische "Night Flight". Geht gut ab... Ein typischer Rock 'n' Roller feinster Güte mit Heavyrock - Einschlag. Passt übrigens auch irgendwie perfekt in die musikalische Zeit von 1975. "Down By The Seaside" hätten "Page/Plant" durchaus auch für die Stones komponieren können... "Ten Years Gone" ist ein eleganter Pop-Blues, der seines gleichen sucht. Schönes Stück...

Das ganze Album ist ein Musterbeispiel für die deutliche Weiterentwicklung der Musik von Led Zeppelin.

Auch wenn darauf Songs vertreten sind, die durchaus auch auf "III" hätten gepasst...

Übrigens: Die gute alte LP ist klar im Vorteil !

Im Vergleich zur zwar etwas feineren und klareren, aber leider glatteren und sterileren "Remaster-Version", zum Beispiel von "Kashmir" klingt die LP wesentlich druckvoller, organischer und runder. Ein Klangspaß erster Güte; vorausgesetzt man besitzt einen guten Plattenspieler mit adäquaten Abtastsystem und einen halbwegs brauchbaren Hifi-Amp mit gutem Phonoeingang.

Neben Led Zeppelin "III" und "Presence" eines der markantesten Alben.

Ich komme nicht um 5 Sterne umhin, weil ich mir gerade die Doppel-LP komplett zu Gemüte geführt habe. Wer’s Album noch nicht hat, oder gar nicht kennt (!), sollte sich "Physical Graffitti" unbedingt zulegen. Und ein Augemmerk auf die LP legen.

Natürlich gerne auch als CD, denn die ist gerade unschlagbar günstig !
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2017 1:16 PM CET


Presence
Presence
Wird angeboten von sdf.sale
Preis: EUR 12,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederentdeckt, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Presence (Audio CD)
Im Gegensatz zu Led Zeppelin 1 - 4 oder "Houses Of The Holy" ist "Presence" das Album, das ich mit Abstand am wenigsten gehört habe. Warum ? Vielleicht lag es daran, dass ich für die Ausrichtung der Musik auf "Presence" zu jung war, als es erschienen ist. Jedenfalls empfand ich das damals so, dass alle anderen Alben von Led Zeppelin scheinbar wesentlich besser waren. Besser = mehr Abwechslung.
Denn "Presence" ist vordergründig eher eintönig und stark Blues- und Heavyrockorientiert. Zudem etwas düster. So kam es mir damals vor.

Durch die verschiedenen "Remasters - und Best Of - Veröffentlichungen" oder Live-DVD's (wie das tolle Boxset von 2003) in den letzten Jahren sind für mich allerdings Songs wie "Nobody's Fault But Mine" stets präsent geblieben. Ein klasse Über-Song. Der zudem auf fast jedem Konzert von Led Zeppelin zu hören ist. Und ein Highlight. Aber "Presence" blieb trotzdem im Regal. Ein Album, dem ich, aus heutiger Sicht völlig ungerechtfertigt, keine Aufmerksamkeit zukommen ließ.

"Presence" ist (neben "In Trough The Out Door") auch das einzige Werk von Led Zeppelin, dass ich nicht auf CD habe. Aber auf Vinyl ! Und wann legt man so was auf ? Ganz einfach.

Ich habe vor einigen Tagen einen Wechsel des Tonabnehmers an meinem guten alten Plattendreher vorgenommen. Ich hatte schon länger "Nobody's Fault But Mine" durch die neue "Celebration Day" im Ohr. Nach stundenlangem Justieren des neuen Abtasters und einigen Schweißperlen (jetzt weiß ich, warum die meisten nur noch CD oder MP3 hören...) war ich gespannt auf das Ergebnis. Und kramte "Presence" hervor...

Es hat schon fast etwas sakrales, diese Platte, die ich seit 1976 besitze, herauszunehmen. Auch um zu erkennen, dass sie in den knapp vier Jahrzehnten nicht gelitten hat.

Der Klang dieser Schallplatte mit dem neuen System war derart energiegeladen und druckvoll, dass mich gleich die ersten Töne von "Achilles Last Stand" sprichwörtlich bzw. sinnbildlich aus den Schuhen hoben. Alle weiteren Songs wie "For Your Life", "Royal Orleans" oder gar "Hots On For Nowhere" sind nicht nur typisch für Led Zeppelin, sondern sogar noch viel besser als ich es in Erinnerung hatte.

Ich nehme jetzt mal die Led Zeppelin-Fanbrille ab und behaupte, dass die besten Alben "III", "Physical Graffitty" und "Presence" sind, denn sie sind musikalisch sehr prägnant oder in sich unverwechselbar "rund"... Auch wenn "IV" die Jahrhundert-Hymne "Stairway To Heaven" enthält. Ich möchte auch keinesfalls die Qualität der anderen Alben schmälern. Aber:

Das Gitarrenspiel von Jimi Page ist auf "Presence" allgemein phantastisch. So gut wie lange zuvor nicht mehr. Keine Gimmicks, kein Firlefanz. Nur reiner Gitarrenrock. Warum ich angesichts von Songs wie "Tea For One" oder dem besagten "Nobody's Fault But Mine" dieses Album über 30 Jahre im Schrank stehen lassen und nicht gehört habe, weiß ich nicht. Und kann es auch nicht nachvollziehen.

Diese Platte ist so gut, dass ich sie gleich ein zweites Mal gehört habe. Klar, dass ich mir demnächst ganz sicher die CD kaufen werde. Oder doch nicht ???

Durch das Klangerlebnis mit meinem betagten aber sehr guten Plattenspieler habe ich wieder Lust auf LP's bekommen ! Und dadurch "Presence" wiederentdeckt...
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2013 5:14 PM CET


On the Boards
On the Boards
Preis: EUR 6,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Liebhaber des frühen britischen „Blues-Rock“, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On the Boards (Audio CD)
Im Fahrwasser der damaligen Überflieger "Cream" oder "Led Zeppelin" war Rory Gallagher ganz schön mutig, seine Band "TASTE" in's Spiel zu bringen.

Sehr guter abgehangener Blues- und Jazzrock mit "Folk-Balladen-Ansätzen" wird uns hier dargeboten. Genial und fast schon einzigartig...

Gemessen an der recht historischen Aufnahme überzeugt "On The Boards" zudem mit sehr gutem Klang. Auch wenn ich nur 2 LP's bzw. CD's von "TASTE" kenne, darf man diese Band keinesfalls "links liegen lassen". Gehört in jede Sammlung, sofern man Liebbaber des frühen britischen Blues-Rocks ist. In diesem Fall ist sie dann aber unverzichtbar.

Wer den Hals nicht voll kriegen kann davon, sollte sich auch gleich "TASTE 1" (Titel eigentlich "Same"...) vom Jahr zuvor (1969) zulegen.

Danke, Rory, für dieses tolle Vermächtnis...


Robert Plant & The Band of Joy - Live from the Artists Den
Robert Plant & The Band of Joy - Live from the Artists Den
DVD ~ Robert Plant
Preis: EUR 8,97

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausnahmekonzert, 21. November 2012
Erwartungsgemäß werden einige Songs der aktuellen CD zum Besten gegeben. Dies sind gecoverte, aber brillant umgesetzte Songs. Irgendwo zwischen Country, Ethno, Blues, Rockabilly und Rock'n` Roll. Zumindest kann man es so nennen, denn die Songs werden von Plant und Co. in dieser Richtung gerne mal verfremdet.

Überraschend sind zudem einige Beiträge von alten Led Zeppelin-Klassikern, die das Konzert abrunden. Ebenfalls anders als sonst gespielt. Sehr interessant. Das Plant gerne mal Klassiker von Led Zeppelin verfremdet, kennen wir bereits. Hervorheben muss ich von diesen Songs "Tangerine", "Houses Of The Holy" und "Rock 'n' Roll". Genial...

Alle Musiker sind absolut top. Auch gesanglich. Allen voran die (wirklich hübsche...) Patty Griffin (Mann oh Mann...). Aber bleiben wir bei der Sache. Der Drummer untermauert den typischen Sound der "Band Of Joy", wie es bereits auf der CD ein Jahr zuvor umgesetzt wurde. Irgendwie klingt er, als wolle er Indianer auf den Kriegspfad schicken. Aber dieser Schlagzeug-Sound tut jedem Song auf diesem außergewöhnlichen Konzert gut.

Robert Plant hatte ein sehr glückliches Händchen bei der Auswahl seiner "Familie", wie er die Band nennt und dies während des Konzertes selbst ausdrücklich erwähnt. Diese wiederum unterstützen die seit einigen Jahren offenkundige musikalische Experimentierfreudigkeit des ehemaligen Led-Zeppelin-Barden.

Der gute Robert ist nun ein bisserl älter geworden. Aber er macht seine Sache immer noch sehr gut. Und mimt hier den ernsthaften Sänger und Musiker. Ab und zu noch mal ein bisschen Pose, wie wir es von Led Zeppelin einst kannten. Aber das war's dann auch. Ansonsten brilliert er durch eindrucksvollen Gesang, der hervorragend unterstützt wird. Z. B. von der süßen Patty.

Ebenso herrlich der Beitrag "A Satisfied Mind", wo Plant gern mal in den Hintergrund tritt und den Leadgesang seinen ebenso hervorragenden Mitstreitern überlässt. Sehr starker Country-Touch. Nicht jedermanns Geschmack vielleicht...
Dennoch: Gänsehaut...

Da das Ganze auch klanglich überzeugt, wäre das einen sechsten Stern wert...

Wie gesagt: Ein Ausnahmekonzert.

Spaß und Begeisterung sind hier jedenfalls garantiert.


Celebration Day (2CD + 2DVD)
Celebration Day (2CD + 2DVD)
Wird angeboten von SEDIVA Deutschland
Preis: EUR 5,45

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit dem Kult-Luftschiff einmal abheben, 18. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Celebration Day (2CD + 2DVD) (Audio CD)
Kaum ein Rockfan, der Led Zeppelin nicht für "Kult"! hält. Kaum jemand, der sie nicht kennt. Kaum jemand, der nicht davon träumt, mal auf einem Live-Konzert mit dem Kult-Zeppelin abzuheben...

Das ist jetzt mit "Celebration Day" möglich !

Dieses Werk ist ein Pflichtkauf. Led Zeppelin haben mich in meiner gesamten Jugend begleitet, und seit einigen Jahren beschäftige ich mich auch intensiv mit den Solo-Veröffentlichungen von Robert Plant. Alle seine Platten haben mich mehr oder weniger begeistert. Nach den tollen CD's, die Plant und Page in den 90ern herausbrachten (z. B. "Walking Into Clarksdale"...), habe ich mich immer wieder gefragt, warum treten die Jungs nicht mal wieder gemeinsam auf ? Dann hörte ich von dem Konzert 2007 in London. Ich war nicht dabei... Wie auch ! Innerhalb von Sekunden war das Konzert weltweit ausverkauft.

Die Songzusammenstellung ist genauso, wie man es als Fan erwartet. Klanglich sehr zeitgemäß aufgenommen und von der Band sauber eingespielt. Ihre kernige unnachahmliche Mischung aus Hardrock, Blues und Folk ist superb eingefangen. Mehr muss man dazu nicht sagen. Da sind absolute Rock-Profis am Werk. Daher steht diese Super-Box nun in meinem Regal.

Natürlich habe ich schon mal reingegehört und - geschaut, obwohl ich mir dieses "Kultkonzert" gerne noch etwas aufsparen wollte. Denn weil es einfach "Kult" ist, werden wir nächstes Wochenende dieses Konzert im Freundeskreis gemeinsam zelebrieren. Alles Led-Zeppelin-Fans der ersten Stunde.
Solch ein "Event" muss einfach sein, um der Bedeutung dieses musikalischen Highlights gerecht zu werden.

Es ist immer eine reine Freunde, Konzerte von Led Zeppelin auf DVD zu sehen. Mit "Celebration Day" ist das nicht anders. Im Gegenteil. Ich hätte niemals gedacht, dass dieses Livekonzert so wuchtig und erstklassig ist. Sie geben alles.

Page spielt sich die Finger wund und Bonham - Junior löst die Aufgabe als Erbe seines Vaters standesgemäß. Aber zu erwarten war das, denn die neueren Tondokumente von Robert Plant zeigen es, was der Mann noch drauf hat. Wenn auch immer mal wieder mit etwas anderer musikalischen Ausrichtung. Oder Jason Bonham, der sein Können ja neuerdings bei "Black Country Communion" unter Beweis stellt.

Ob man "Celebration Day" nun als DVD oder Bluray kauft, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Alle Angebote von "Celebration Day" haben gemeinsam, dass auch die CD's beigepackt sind. Für mich fast noch wichtiger, denn im Gegensatz zu DVD -Konzerten gehört für mich Musikhören zu den größeren Leidenschaften.

Die Musikauswahl in meiner Sammlung ist nun um 2 CD'S reicher...

Ergänzung am 21.01.2013:

Es ist mir ein Bedürfnis, noch einmal auf den Klang einzugehen.

Hier gibt es zwar überwiegend unter den Musikfreunden nichts zu kritisieren, aber die gegenteiligen Meinungen dazu sind dafür umso krasser und vernichtender. So extrem, dass ich das nicht mehr nachvollziehen kann und gegenhalten muss !

Ein Beispiel: Auf "Celebration Day" wird zum ersten Mal in der Geschichte der Band der Song "For Your Life" dargeboten. Ein geradliniges rhythmisches lautes Heavyrock-Stück. Der Song stammt im Original von "Presence". Das Original klingt am besten und homogensten als LP. Mit Plattenspieler und recht gutem Abtastsystem, halbwegs ordentlichem "Hifi-Amp" und guten Boxen klingt die LP überraschend lebensnah, wuchtig, organisch, direkt und impulsiv.

Im direkten Vergleich dazu hatte ich meine Zweifel, dass das neue Konzert "Celebration Day" da mithalten kann. Um diese zu zerstreuen, hatte ich die Idee, mich selbst vor erneutem Betrachten dieses Konzertes zunächst mit möglichst viel unterschiedlichem Led Zeppelin-Material zuzudröhnen, um mich somit gewissermaßen selbst "hochzufahren".

Dies geschah letzten Samstag.

Da hatte ich Zeit und die akustischen Möglichkeiten.

Wichtig:

Freie Bahn !
Keine Ehefrau !
Keine Nachbarn !

Man muss für solch einen Test unweigerlich "aufdrehen" ! Ich entschied mich für die gute alte LP, da mein neues Tonabnehmersystem und mein Verstärker mit Plattenkost gefüttert wahnsinnig gut klingen.

Aufgelegt wurden:
Seite 2 von "IV"
Seite 2 von "Presence"
Seite 1, 2 und 4 von "Physical Graffitti"
Seite 2 von "Houses Of The Holy"

Das Ganze selbstredend laut (!). Erstaunlich, wie direkt und sauber die alten Plattenaufnahmen rüberkommen. Wer danach keinen erhöhten Adrenalinspiegel hat, macht was falsch. Oder hat die falsche Hifi-Anlage daheim. Ich war nun also "hochgefahren" und gewissermaßen innerlich vorbereitet für den direkten Vergleich mit dem Konzert.

Ich kann es nicht anders sagen. Es haute mich um. Dieses "Gefühl" stellte sich gleich zu Beginn bei "Good Times Bad Times" ein...

Eigentlich habe ich das Gegenteil erwartet. Nämlich ein rapides Absinken der Euphorie und des Stimmungspegels. Aber nein: Das Konzert erhöhte meine Stimmung und erzeugte totale Gänsehaut. Was wiederum beweist, dass hier klanglich nicht gepfuscht wurde. Und es Led Zeppelin noch drauf haben...

Irgendwie entstand über meinen DVD-Player (natürlich TV - Ton komplett aus und alles über die Hifi-Anlage verbunden mit hochwertigem Oehlbach-Cinchkabel!) ein ähnliches druckvolles, sauberes, klares und organisches Klangbild, wie zuvor über meinen Plattenspieler. Sogar noch etwas lauter und dabei keine Spur verzerrt. Alles war sehr klar zu orten. Das kraftvolle voluminöse Schlagzeug genau in der Mitte. Von John Paul Jones war jeder Basszupfer deutlich zu hören. Jimmy Page's Gibson, die er mitunter während des Konzerts wechselt, erklang stilecht, laut, sauber und unverfälscht. So, als würde er "mitte-rechts-vorne" persönlich vor mir stehen.
Ein eindrucksvolles Klangbild. Direkt und "Live" eingefangen. Zwischen all dem Robert Plant's markante sehr deutlich abgegrenzte gut ortbare Stimme. S-Laute zischelten nicht. Der Klang: Prima. Klangbrei ? Fehlanzeige...

Das gilt nicht nur für den Song "For Your Life", sondern für das ganze Konzert. Atemberaubend.

Wer das produziert hat, hat bewusst analogen Klang als Vorlage gehabt. Erste Sahne. Ich muss an dieser Stelle jedem Kritiker am Klang die "rote Karte" zeigen.

Entweder: Keine Ahnung von richtiger Musik; oder leider die falsche Anlage.

Liebe Grüße an alle Musikfreunde
Martin Böhmer
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 19, 2015 9:18 PM MEST


Psychedelic Pill
Psychedelic Pill
Preis: EUR 8,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie geil ist das denn..., 30. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Psychedelic Pill (Audio CD)
Zu solch' einer Äußerung lässt man sich schon mal gerne hinreißen, auch wenn es vielleicht nicht der geistig hellste Begeisterungsausruf ist. Darum: "Tschuldigung..."

"Helle" und absolut intelligent ist aber das hier, was Neil Young und seine absolut erfahrene geerdete Band "Grazy Horse" da vorlegen.

Für mich war dieser Mann schon immer einer "der Rock-Musiker" schlechthin, weil er:

Erstens: ...seit Jahrzehnten experimentiert, uns mit Wohlklängen einlullen kann und es gleichzeitig aber auch richtig roh "krachen" lassen kann, so, als sei er der eigentliche definitive Erfinder des "Grunge". Nur dass der ungeschliffene Gitarrensound bei Neil Young immer positiv klingt und nicht irgendwie depressiv,

Zweitens: ...sich seit ewiger Zeit für das Kulturgut "Musik" in jeder denkwürdigen Form einsetzt. Er ist nicht nur ein Künstler, sondern ein Streiter (!), ein Verfechter der guten Musik und des guten Klangs. Dieses Wirken ist in der heutigen Zeit megawichtig. Es müsste noch viel mehr "Neil Young's" geben, die der Verflachung der Musik durch die Industrie Paroli bieten und den Wahnsinn endlich stoppen, der uns in Form von saudummen Casting-Shows und Schrotthits mit bis zur Unkenntlichkeit komprimierten Klängen im Radio jeden Tag immer mehr in Besitz zu nehmen scheint,

Drittens: ...richtig schöne authentische holprige Rockmusik macht, dass es eine pure Freude ist.

"Psychedelic Pill" ist das beste Album seit "Sleep With Angels" (1994) und der Titel passt. Wo gibt es solche Pillen ? Ich werfe mir sofort eine ein, wenn damit solche Musik einhergeht und im Kopf bleibt.

Ich habe aus Kostengründen alle geplanten CD-Käufe zurückgestellt und diese CD erst einmal vorgezogen. Vollkommen zu recht, denn was da geboten wird, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was derzeit auf dem Markt mehr oder weniger herum "kreucht" anstatt "fleucht"... (Ausnahmen bestätigen die Regel: Mark Knopfler und Black Country Communion)

Die rohen und absolut authentischen Arrangements sind auf höchstem klanglichen Niveau. So als stünden "Grazy Horse" mitten im Wohnzimmer. Man ist geneigt, anstatt den Regler der Hifi-Anlage den imaginären Gitarrenverstärker im Raum zu suchen, um diesen aufzudrehen ! Überhaupt bleibt hier nur eine Empfehlung: Laut hören !

Neil Young hat im Laufe der Jahre immer für Überraschungen gesorgt und seine große musikalische Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Er spielte immer gerne Folk und Country mit Elektrogitarren im steten Wechsel mit "harter" Rockmusik. Die meisten kennen ihn durch sein bis heute wohl meistverkauftes Album "Harvest" mit dem Hit "Heart Of Gold", aber man kann und darf (!) ihn keinesfalls darauf reduzieren.

Hier auf "Psychedelic Pill" befinden sich gleich mehrere Highlights. Zuerst kann man in den Klangkosmos der Band Grazy Horse eintauchen, wenn man sich auf den Opener "Driftin' Back" einlässt. Zugegeben; starker Tobak, mit über 20 Minuten ungewöhnlich lang und vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber bitte: Tut's einfach ! Die Platte ist dermaßen genial, dass man wieder die Hoffnung hat, die Musikwelt ist noch nicht verloren !

Auch "Psychedelic Pill", der Titelsong, und "Twisted Road" sind einfach nur gut gemachte Songs, die stylistisch etwas "Driveby", "Western Hero" oder "Trans Am" von "Sleep With Angels" ähneln. Zudem sind "Ramada Inn" und "Walk Like A Giant" absolute extrem gute Ausnahme-Songs.

Einige reden vom Summer Of Love, der hier wiederbelebt wird, andere von "Zeitreise". Das Album transferiert aber tatsächlich die Musik der 60er und frühen 70er in die Gegenwart.

Wenn ich jetzt nicht alle auf dem Album befindlichen Lieder durchkaue hat das nur den einen Sinn, dass es immer subjektiv und schwierig ist, Musik in Worte zu fassen.
Hier auf diesem Werk ist sie einfach nur sehr gut, und jedes Wort wäre zuviel...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2013 2:18 PM MEST


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