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Beiträge von Martin Böhmer
Top-Rezensenten Rang: 2.329
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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Bundesvision Song Contest 2011
Bundesvision Song Contest 2011
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 39,50

1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dumm gelaufen, 5. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bundesvision Song Contest 2011 (Audio CD)
Oh Mann, ich will ja nichts wirklich schlecht machen. Aber Deutsch und Rock passte noch nie so richtig gut zusammen. Aber gelernt haben es die deutschen Künstler bis heute nicht. Zuerst gab es den Schlager, in den 60ern und 70ern dazu sehr oft blöde Kopien von internationalen Hits auf Deutsch, es folgte unser Udo, dann die sogenannte Neue Deutsche Welle. Und dann kamen BAB, Kumpel "Grölemeyer" und Xavier Naidoo. Der einzige deutsche Rock 'n' Roller war Westernhagen. Der hat's echt im Blut gehabt. Aber dann wurde es richtig düster. Aus der deutschen Welle wurde die "perfekte Welle". Und mit ihr stiegen Unmengen von guten, na ja und eher weniger guten, deutschen Pop-Rock-Bands hoch. Mit mehr oder weniger talentierten Sängerinnen. Ja, das muss wohl so sein. Jammern am Mikro, so wie Rosenstolz. Ächz... Und weil es so schön ist, machen dies Mainstream-Radiosender auch noch unsinnigerweise zum Motto: "Wir spielen deutsch !" Wie toll...

Sie heißen heute nicht Ideal, Spliff oder Nena, sondern Juli, August, September, halt stop, ich meine Silbermond oder Glasperlenspiel (wie geistreich...). Und wem das nicht reicht, der kann sich an Frida Gold und Jenifer Rostock hochziehen. Eines haben sie alle gemeinsam.

Keinen Schimmer vom Rock 'n' Roll.

Die Texte klingen immer gleich gedrechselt, oder es sollen herzerwärmende pseudo-intellektuelle Deutsch-Pop-Rock-Balladen werden, die eigentlich immer gleich klingen. Nur scheint das keiner zu merken. Und wer sich mal an was anderem versucht, z. B. "soul-ähnliches" wie Tim Bendzko, der schafft es meistens nicht, den Text passend zum Rhythmus zu schreiben. Vielleicht sollte der doch mal beim Oberpriester Xavier reinschauen, um sich Anregungen für das Songwriting zu holen. Aber der hat ja von Musik auch keine Ahnung...

Ich will ja nicht alles schlecht machen. Sagte ich ja schon anfangs. Aber Hand auf's Herz. Allzu viel Besonderes gibt es auch bei diesem Bundesvision Song Contest 2011 nicht. Während "Bosse" für Niedersachsen sich noch ganz gut und hörbar schlägt, ist Frida Gold mit ihrer Disco-Nummer einfach nur peinlich. Bei Jennifer von der gleichnamigen Band plus "Rostock" frage ich mich, was die mit all ihren Tattoos machen will wenn sie die 50 überschreitet. Die arme Frau. Wem's gefällt... Die musikalische Qualität bleibt aber leider auch hier auf der Strecke.

Sonst ist auf dieser CD musikalisch ist alles beim alten. Ein bisschen Neo-Deutschrock, ein bisschen Rap hier und Hip Hop da, und der Rest ist völlig belangloser Pop, der zuweilen auch ein wenig nach der ehemaligen NDW schielt. Mit dem Unterschied, dass jetzt mehr Gitarren und echtes Schlagzeug (Kraftclub, Jennifer Rostock) mitwirken bzw. dabei sind. Das ist das einzige, was mir positiv auffällt.

Aber das allein reicht nicht, Leute !

Es ist zwar anmaßend, wenn ich schreibe, dass das Ganze eher "Bundes Blöden Honk Bockmist" heißen müsste, aber wo sind die echten Rock 'n' Roller, die was von ihrem Handwerk verstehen und nicht nur unter 14 Jährige begeistern.

Schuld sind vor allem die Medien. Alles muss "deutsch" sein. Und das ist die Crux. Dabei passen oftmals deutsche Texte nicht zum guten Rock. "Deutsch" zählt, nicht die Musik. Bei der guten alten Neuen Deutschen Welle klappte das ja noch, obwohl die Texte meist banal waren. Die aktuellen Sangeskünstler/-innen drechseln Worte zwischen Riffs und Rhythmen, die oft länger sind, als der Takt (Alin Coen Band "...damit ich irgendetwas spür..."). Da wird das Zuhören trotz bemühter Texte unerträglich. Was soll das ? Hat Good Old Germany denn nichts besseres zu bieten ?

Ich geb's nun endgültig auf und verliere meinen Glauben an den deutschen Pop. Also höre ich weiter Yes, The Brew, Foo Fighters, Black Country Communion, Uriah Heep, Rory Gallagher und Dio (Gott hab' beide selig...), Led Zeppelin, Greenday oder wenn es sein muss AC DC, ZZ Top, Joe Bonamassa, Mark Knopfler, John Fogerty, Yann Tiersen oder Beethoven.

Nur nicht das !

Jedenfalls kann man für diesen Sampler sein Geld ruhig stecken lassen.
Wo waren eigentlich "Edguy" ? Die kommen ja auch aus Hessen. Ich glaube die hätten den ganzen Laden zusammengespielt. Ach ja, die singen ja nur englisch. Dumm gelaufen, Jungs...
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 17, 2011 11:58 AM MEST


Live in Armenia (2cd+Dvd Digipak)
Live in Armenia (2cd+Dvd Digipak)
Preis: EUR 13,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf ein Neues, 4. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Live in Armenia (2cd+Dvd Digipak) (Audio CD)
Die Live-Serie "Official Bootleg" reißt scheinbar nicht ab. Zugegeben, auch wenn sich die Songs zwangsläufig wiederholen, ist "Live in Armenia" eine echte Überraschung. Und zwar vor allem in klanglicher Hinsicht. Hier geht es wieder ein Jahr zurück, denn das letzte in diesem Jahr erschienene Album "Live In Kawasaki" ist aktueller. Aber das trübt nicht die Lust auf dieses Konzert.
Im Gegenteil.

War auf dem Kawasaki-Album 2010 vor allem die Darbietung des kompletten Werkes "Demons & Wizards" hervorzuheben, überrascht dieses hier mit "What Kind Of God" von "Wake The Sleeper" sowie mit einem wahrhaftig toll hingelegten "Sympathy"! Wann haben Uriah Heep diesen Song mal Live eingespielt ? Nur einmal auf dem Album "The Magicians Birthday-Party" 2002 gemeinsam mit John Lawton und Ken Hensley. Hier klingt es noch besser. Klasse, wie die Band diesen Song stimmig hinzaubert. Mick Box spielt den melodiösen Gitarrenpart perfekt und der Keyborder Phil Lanzon spielt mangels zweiter Gitarre die "zweite Stimme" auf der Hammond. Fabelhaft. Und auch Bernie Shaw macht seine Sache bei diesem Song ebenfalls hervorragend. Volltreffer.

Ebenfalls eine Meisterleistung mit sehr hohem Spaßfaktor ist "Look At Yourself" mit dem angehängten bluesigen Instrumental-Teil am Schluss. Muss man unbedingt als Rock-Fan haben. Und "Gypsy" glänzt mit einem ganz und gar hörenswerten Hammond-Intro. Der Rest rockt druckvoll und routiniert.

Ich wollte eigentlich keine weitere Live-CD nach "Live In Kawasaki" mehr kaufen. Aber als ich "Live In Armenia" mit dem schmucken, aufwändigen und toll gemachten Digipack in den Händen hielt (diesmal nicht bei Amazon, sondern bei meinem kultigen CD-Händler zu Hause um die Ecke), konnte ich diesem Angebot nicht mehr wiederstehen.

Zwei CD's und eine DVD mit dem Konzert sind zu diesem Preis der Hammer.
Plus glasklarer druckvoller Klang gepaart mit sehr guter Abmischung und einer bestens aufgelegten Band. Ich kann hier nur eine klare Kaufempfehlung abgeben. Jedenfalls ist mit der beigepackten Live-DVD der nächste Rockkonzertabend im Freundeskreis bereits gesichert.


The Third Floor
The Third Floor
Preis: EUR 21,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensives Rockmeisterwerk, 17. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Third Floor (Audio CD)
Eine sehr interessante Band.

Ein 22 jähriger Gitarrist, der wie Jimi Hendrix spielt, ein Bassist und sein Sohn Kurtis an den Drums. Das ist eine eher seltene Gemeinschaft, aber schön.

Was konnte man bisher von dreiköpfigen Rockgruppen erwarten ?
Gab ja so viele nicht. Die meisten sind zu viert oder (klassisch) zu fünft. "Grand Funk Railroad" (eine meiner Lieblingsbands) fallen mir da sofort ein. Rockspaßmacher erste Güte und gepflegte "Krachmacher".
Oder die deutsche Krautrockband Jeronimo. Na ja, auch noch Taste und ELP...
Aber das ist alles lange her.

Das heißt, je weniger Musiker, desto mehr Krach ? Nee...

"The Brew" sind eine reine klassische Bluesrock-Band. Gitarren und Schlagzeug. Das reicht für erstklassiges Rockfeeling. Und das im Jahr 2011, in dem uns immer noch in unzähligen Radiosendern Mainstream-Geplänkel und belangloses Zeug von Rihanna, Beyonce, Coldplay, Juli und Silbermond täglich bis zum Erbrechen vorgedudelt wird.

Beim ersten Hören dieser CD (durch Zufall) war ich geplättet. Hier mal eine Spur Jimi Hendrix (ja wirklich !), da mal ein bisschen "Free", und auch der gute alte Rory Gallagher würde wahrscheinlich, wenn er noch leben würde, gleich mit bei "The Brew" einsteigen, und schon hätten wir eine neue Supergroup.

Diese wären dann im Jahr 2011 "Black Country Communion", "Chickenfoot" und eben "The Brew".

"The Third Floor" ist ein vielseitiges, nach Frühsiebziger klingendes Bluesrockalbum, das auf der Stelle Spaß macht. Trotz Retro-Sound transferiert diese Band ihre Musik gekonnt in die heutige Zeit. Stellenweise erinnert der Gesang und der Sound auch ansatzweise an "Kings Of Leon". Irgendwie empfinde ich das so. Jedenfalls ein sehr intensives Album. Die Riffs lassen bestimmt auch junge Leute, die etwas Rockverständnis haben und nicht nur Hip Hop über MP 3 hören, aufhorchen.

Je öfter dieses Album im CD-Player rotiert, desto mehr wird einem bewusst, was hier für ein grandioses Werk vorliegt. Herausragend "Reached The Sky" und "The Third Floor" mit viel Sinn für Spätsechziger-Romantik vorgetragen oder die mit Led Zeppelin-Atem versehenen Tracks "See You Once Again" und "Hard Times". Und bitte nicht nach Track 11 einfach die CD stoppen. Es überrascht uns noch ein fulminantes langes Schagzeugsolo. Hervorragender druckvoller Klang.
So als stünde das Schlagzeug im Raum.

Der britische Blues-Rock lebt dank "The Brew" weiter.

Und "The Brew" zeigen, dass es auch anders geht als nur mit poliertem Mainstream für's Radio. Bravo !
Gekauft ! Nicht bereut.
5 Sterne.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2014 12:21 PM MEST


Premonition
Premonition
Preis: EUR 18,72

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Markante Stimme und urwüchsige Bodenständigkeit, 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Premonition (Audio CD)
Die Lieder von John Fogerty (er hat ja fast alle Songs von CCR geschrieben) zählen längst zu den Klassikern. Dennoch musste er erfahren, wie frustrierend es sein kann, einen jahrelangen Rechtsstreit führen zu müssen, um seine eigenen Songs wieder spielen und singen zu dürfen. Beinahe wäre er daran musikalisch gescheitert und wir hätten heute bestimmt keine schönen neuen Songs mehr von John Fogerty.

Zum Glück hat er zwar spät aber doch Recht bekommen und überraschte die Welt 1997 mit dem vorzüglichen Album "Blue Moon Swamp", auf dem er mit neuen Kompositionen alle Register des Blues, Country, Westcoast aber auch des guten alten Hardrocks zieht.

Gleich ein Jahr später folgt "Premonition", auf dem der Gitarrist und Songwriter die Quersumme seines Schaffens zieht. Genial. Zum ersten Mal nach der Trennung von CCR vereint er auf einer sehr gut produzierten Live-CD neue Songs und alte CCR-Klassiker.

"Premonition" ist live im Studio eingespielt und enthält 18 Songs von alten Kultklassikern wie "Green River" oder "Proud Mary", über "Suzie Q" oder "Born On The Bayou" bis zu neuen Nummern aus "Blue Moon Swamp" und dem damals brandneuen Titelsong "Premonition". Seine markante Stimme klingt auch hier unverwechselbar und er beschwört wie immer mit seiner Musik die urwüchsigen Naturbilder des amerikanischen Südens.

Das Album hat einen einzigartigen Repertoirewert. Fogerty hat rein gar nichts von seiner Spielfreude eingebüßt und gibt sich vital und kraftvoll. Das ist zeitlos klassische Rockmusik und gleichzeitig ein wohltuender Rückblick auf den einzigartigen Sound von CCR.

Es gibt derzeit von John Fogerty kein Best-Of-Album. Muss es auch nicht.
Wer einen Querschnitt seines musikalischen Schaffens möchte, greift am besten hier zu. "Premonition" ist eine absolute Empfehlung.

Ergänzend empfehle ich die Live-DVD "The Long Road Home" aus dem Jahr 2005, die es auch als CD momentan zum günstigen Tiefpreis gibt.
Mit weiteren bis dahin neuen Songs und noch viel mehr CCR-Hits !


Quid Pro Quo + Greatest Hits Live (Limited Edition)
Quid Pro Quo + Greatest Hits Live (Limited Edition)
Preis: EUR 9,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zündstoff für die Anlage, 6. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man stelle sich vor, in einer verrauchten Kneipe so im Stile der 70er zu sitzen. So mit Kerzen und Wachs auf dem Tisch, Holzverkleidungen und roten Strahlern. Und mit dieser Musik... So könnte das Paradies sein...

Vorweg:

Für meine Begriffe eine der besten Quo aller Zeiten. "Quid Pro Quo" schließt den Kreis zu Frühwerken wie "On The Level" (1975) oder "Blue For You" (1976).
Mehr noch !

Es klingt abgehangen, urwüchsig, organisch. Fast noch besser als früher.
Gewiss, ich mochte auch einige der neueren Alben wie "Thirsty Work" (1994) oder "Don't Stop" (1995), das Jubiläumsalbum mit bekannten Cover-Songs.

Aber dieser Hammer bricht alle Rekorde.

Was ist bloß in diese Herren gefahren ? Der "Guitar-Wizard" oder gar der "Rock-Gott" ???

Schon der Opener "Two Way Traffic" macht unmißverständlich klar, wo die Reise hin geht. "Frozen Hero" ist der absolute Überhammer dieses Albums.

Wer diese CD nicht kauft, verpasst womöglich eine Musik, wie sie bisher von Status Quo nicht hätte besser sein können. Eine schöne Beigabe in Form des Live-Mitschnitts mit vielen Klassikern inklusive.

Lederjacke und Jeans an, die Hifi-Anlage bis zum Anschlag und los geht's. Sehr feines und kurzweiliges Werk. So schön kann Rock anno 2011 sein...

Dass sie uns am Schluß noch einmal mit ihrem Mega-Hit "In The Army Now" in der 2010er Version beglücken, ist ganz nett. Passt aber nicht so ganz zum hervorragenden Rest.


Sea of Light
Sea of Light

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele wichtige musikalische und optische Parameter stimmen einfach, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Sea of Light (Audio CD)
Bei "Sea Of Light" stimmt einfach alles!

Allein das Cover-Design von Roger Dean weckt sofort alte Erinnerungen und (absolut passend dazu...) liefert der Opener "Against The Odds" so ziemlich alle Heep-Trademarks, die man sich als Fan wünscht. Dabei war dies keinesfalls selbstverständlich. Denn trotz erstmalig seit Beginn der Bandhistorie für längere Zeit bestehender fester Besetzung waren nicht alle Alben zuvor musikalisch durchgängig so gut wie "Sea Of Light".

Dieses Album ist ein Wendepunkt. Ja, ich gehe soweit und bezeichne "Sea Of Light" als eines der wichtigsten Alben von Uriah Heep. Sowohl für die Band als auch für die Fans. Denn das was Mick Box und Co. da ablieferten, hätte wohl keiner mehr erwartet. Selbst in den Charts tauchte das Album nach der Veröffentlichung im Frühjahr 1995 auf einmal auf.

So ein ganz klein wenig blitzt allerdings musikalisch hier und dort noch die von "Abominoq" bis "Equator" praktizierte Vorliebe für US-Amerikanisch klingenden "Mainstream-AOR-Rockpop" durch. Auch Phil Lanzon arbeitete gerne noch mit tendenziell überschwänglichen Keyboard-Gesäusel. Aber alle Songs haben Substanz, schöne Melodien und rocken geradlinig.

Wie gesagt ein sehr wichtiges Album. Denn die Fans akzeptierten "Sea Of Light" als ein für Uriah Heep typisches Album. Somit hatte die Band für sich selbst die Grundlage geschaffen, weiterzumachen und sich sogar noch weiterzuentwickeln. Irgendwie entdeckt man zahlreiche Parallelen aus längst tot geglaubten Zeiten. Bis heute geht es mir so, dass ich tatsächlich die Ansicht vertreten kann, dass "Sea Of Light" und auch alle danach folgenden Alben bis zum famosen aktuellen 2011er-Album "Into The Wild" wahrlich an die Zeit zwischen 1973 und 1975 anknüpfen. Das Ganze gepaart mit modernen Zutaten und schon stimmt die Richtung.

Denn an sehr guten Songs mangelt es auch auf diesem Album nicht. Vom besagten spitzenmäßigen Opener "Against The Odds" über "Time Of Revelation", "Mistress Of All Time", "Universal Wheels", "Love In Silence" (heute noch bei fast jedem Live-Konzert dabei) bis "Dream On".

Der Sound dieser CD ist ebenfalls perfekt und erstklassig. Daher spricht hier rein gar nichts gegen eine Bewertung mit 5 Sternen.


Rabiosa
Rabiosa

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Musik - Setzen: Sechs, 9. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Rabiosa (Audio CD)
Zunehmend scheint es, dass sich die Komponisten (sind das welche ?) oder Produzenten von aktuellen Chart-Hits an der Einfachheit von Kindergartenliedern orientieren. Wobei diese sogar mitunter noch deutlich anspruchsvoller sind.

Es gab da einmal Anfang der 2000er-Jahre eine vielversprechende hoffnungsvolle neue Sängerin, sogar mit eigenen Songs.
Fand ich damals echt super. Edler Pop-Rock gepaart mit wirklich klasse gemachten Latino- und Tangorhythmen. Die Rede ist von Shakira und ihrem Erfolgsalbum "Laundry Service".

Shakira hat stark angefangen und wird in den letzten Jahren immer stärker "schwächer".

War schon das blöde "Waka Waka"-Partygedudel stark an der Schmerzgrenze, setzt Sie mit diesen Machwerk noch einen drauf. Was soll dieses wirklich völlig blasse nichtsagende und nervtötende Hoppel-Hoppel-Liedchen ?
An musikalischem Schrott wird nicht's ausgelassen. Das schlimme ist, man wird nicht davor verschont, da wir ja Sommer haben und es jedes Jahr schon zwanghaft ist, einen Sommer-Hit zu produzieren.
Erst recht, wenn auch noch Fußball-WM ist...

Und so wird man im Radio täglich mit diesem Song bis zur Brechgrenze vollgedudelt. Schlimmer geht's nicht mehr.

Wie's anders geht in den Charts stellt Cee Lo Green mit "Bigger Lights, Bigger City" unter Beweis. Aus solchem Stoff werden große Hits gemacht.


2
2
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Puh, ruhig sitzen bleiben fällt schwer..., 7. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: 2 (Audio CD)
Immer wieder werden, wenn von "Classic-Rock" die Rede ist, Bands wie Rainbow, Deep Purple, Led Zeppelin, Black Sabbath oder auch Uriah Heep genannt. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Beispiele. Abgesehen vielleicht von Whitesnake oder Metallica schafften viele dieser Bands den Sprung in die 80er nicht.

Fakt ist aus heutiger Sicht, dass all diese Bands eines geschafft haben. Sie haben sozusagen den Hardrock (heute gern "Classic-Rock" genannt) erfunden und ihn nachhaltig in der Chronik der Musikgeschichte festgemeißelt. Kein Wunder also, dass es immer wieder vorkommt, dass diese oder jene Band sich daran versucht, diesen Stil neu zu beleben. Erfreuliches Beispiel der jüngsten Vergangenheit sind
z. B. "Wolfmother".

Ich kann nicht bestreiten, dass ich ein absoluter Fan dieser Musikrichtung bin. Richtig guter Hardrock ist heutzutage so selten geworden, dass ich bei "Black Country Communion" sofort hellhörig wurde. Hier setzen die Herren Joe Bonamassa, Glenn Hughes, Jason Bonham und Derek Sherinian ein süffiges Gebräu an und schütten dieses in einen Schmelztiegel voller Zitate aus allem, was bisher irgendwie mit Bluesrock oder Hardrock zu tun hatte. Allesamt sind die Musiker keine unbeschriebenen Blätter und können sich mit Fug und Recht "Supergroup" nennen. Vielleicht ein bisschen, wie es damals bei "Cream" war.

Dieses Album ist wie schon das erste von BCC eine absolute Empfehlung.
Sicher, hier wird das Rad nicht neu erfunden, aber BCC bedienen sich derart profimäßig am klassischen Hardrock, dass es eine Freude ist, sich dieses Album reinzuziehen. Beim Hören dieser CD kann man sich nebenbei sportlich betätigen.
Denn einfach nur auf dem Sofa sitzen bleiben funktioniert nicht. Entweder man ist versucht, ständig zum Verstärker zu rennen, um die Lautstärke aufzudrehen, oder man kann vor lauter Rhythmus einfach nicht ruhig bleiben.
Richtig geil...

Vergleiche mit oben genannten Bands sind durchaus erlaubt und auch beabsichtigt, wie ich die Herren Bonamassa, Hughes und Co. musikalisch einschätze.

Bravo !
Vielleicht neben Uriah Heep's "Into The Wild" DAS Hardrock-Album des Jahres 2011.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2011 5:43 PM MEST


Into the Wild
Into the Wild
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 16,96

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roots-Rock goes "wild", 15. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Into the Wild (Audio CD)
Diese Band ist nicht totzukriegen. Das Geheimnis: Ehrlichkeit, Beharrlichkeit, Spielfreude, Bodenständigkeit, weltweite unzählige Konzerte und Liebe zu den Fans. Dies sind zumeist ältere Semester, aber auch zunehmend jüngere "Rocker". Passend zum Sound dieser neuen CD. Ich nenne ihn: "modernen Old-School-Rock".

Uriah Heep haben mit "Into The Wild" ein tolles Nachfolgewerk von "Wake The Sleeper" vorgelegt und sind dabei ihrer "neuen/alten" Linie mit Ausrichtung hin zum "Roots-Rock" treu geblieben. Was sich bereits auf "Wake The Sleeper" 2008 musikalisch abzeichnete, wird konsequent weiterverfolgt. Es wird nach meinem Empfinden sogar noch deutlich "heep-typischer" gerockt und dennoch sind auch wunderbare Melodien eingebaut.

So ist gleich "I Can See You" hervorzuheben als schneller Rock 'n' Roll orientierter Rock im Stile der alten Songs wie "So Tired". Klasse gemacht mit Spaßfaktor. Ein schöner geradlinig treibender Rocksong mit viel Energie. Überhaupt klingt der Sound auf "Into The Wild" recht zeitgemäß, wenngleich alte Uriah-Heep-Tugenden keinesfalls vernachlässigt werden. Bass- und Schlagzeug - Arbeit sind erstklassig. An vielen Stellen brilliert Trover Bolder mit schönen Basslinien. Das ist der erste Eindruck...

Der Opener "Nail On The Head" ist ein grooviger rhythmischer Powerrock-Song. Der fast schon im "Party-Rock-Stil" dahin stampfende Song weist wie alle anderen auch die röhrende klassische Heep-Orgel auf. Dennoch für mich noch nicht mal der beste Song auf der ganzen CD, die sehr viel Abwechslung bietet. Eine progressive Rock-Ballade (Trail Of Diamonds) mit ruhigem mystisch klingenden Anfang und typischer epischer Steigerung sowie eine klassische Hymne (Kiss Of Freedom) runden den Rock-Song-Reigen ab.
Zwei wunderschöne lange (über...) 6 Minuten-Songs.

Der Titelsong "Into The Wild" sowie "I'm Ready" strotzen nur so vor geradliniger Power. "I'm Ready" hat rhythmisch etwas von Tears Of The World und sogar, wie ich finde, von Look At Yourself. Musikalisch rockt es prima und man muss gar nicht auf alte Heep-Songs verweisen, da an vielen Stellen eindeutige Heep-Elemente, wie man sie mag, zu hören sind, und dennoch klingen die Songs zeitgemäß.

Zum Beispiel "Lost": Mindestens genauso knackig wie "War Child" auf Wake The Sleeper. Singt übrigens Trevor Bolder. Mal was anderes. Der "Southern Star" wiederum glänzt mit getragenem Rhythmus und äußerst spannendem Musikverlauf sowie schönem Ah-Ah-Chor-Refrain. Gleichermaßen umschmeichelt der "T-Bird Angel" fast schon poppig melodiös die Ohren. Aber auch andere Songs wie "Believe" weisen generell eingängige Refrains auf; gepaart mit einer sehr schönen fast schon klassisch melodisch anmutenden Orgelbegleitung. "Money Talks" wiederum wuchert mit Deep-Purple-Sound und AC DC - Stadion-Refrain. Langeweile kommt nie auf; zu keiner Zeit. Dieses Album ist sozusagen eine "eierlegende Wollmilchsau", die es jedem recht macht.

Wenn Rockmusik so derart frisch klingt, dann hat sie es verdient, auch von jüngeren Fans gehört und wahrgenommen zu werden. Auf dem neuen Album bedienen Uriah Heep sowohl die Anhänger des progressiven klassischen Rock als auch gleichermaßen Musikfreunde, die auf moderneres stehen. Die Band schafft diesen Spagat überraschend cool.

Melodiöses, metallische Kracher, Orgelpassagen wie bei Deep Purple, feurige Gitarrensoli, aber auch modern klingende melodieorientierte Gitarrenbegleitung, Heep-Chöre, sogar "AC DC - Feeling" (Money Talks) und "Stadion-Rock" (Nail On The Head). Den Vogel schießen Uriah Heep aber eindeutig mit "Kiss Of Freedom" ab. Einfach göttlich diese Hymne. Super Orgelspiel von Phil Lanzon.
Bitte mehr davon ! Es scheint sich hier etwas Großartiges anzubahnen.

Vielleicht sogar ein Meisterwerk, das vielleicht zur falschen Zeit kommt ?
Nein, falsch nur deshalb, weil "Into The Wild" mit diesen tollen neuen Songs in den 70ern sicher kommerziell erfolgreich geworden wäre.
Für die Fans kommt es natürlich nicht zur falschen Zeit. Denn: Für ein neues Heep-Album ist immer die richtige Zeit!

Und wie schon auf "WTS" oder auch auf "Celebration" wird mit ausschließlich klassischen Instrumenten gerockt: Orgel, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Kein Firlefanz mit eindeutiger Ausrichtung auf die Wurzeln der Band. Schön kernig, mit Ecken und Kanten. Dennoch mit Groove und Melodien wie aus einem Guss. Macht irrsinnig Spaß, diese CD ! Vielleicht ist "Into The Wild" sogar eine der besten CD's von Uriah Heep insgesamt. Das ist Power-Rock pur im Geiste von "Sweet Freedom" oder "Look At Yourself". Nicht nur das Cover strahlt pures "Heep-Feeling" aus. Klang- und Mixtechnisch ist das Album auch auf der sicheren Seite und absolut zeitgemäß.

Der Sound kommt wie Live rüber: sparsam, trocken, druckvoll, nicht gekünstelt...

Auch hier hat wieder Mike Paxman (produziert u. a. auch Status Quo) ganze Arbeit geleistet. Gute Produktion ! Alben mit solch kurzweiliger interessanter Rockmusik sollte es viel öfter geben.
"Into The Wild" ist musikalisch so gut, dass es eigentlich locker einen Platz in den Charts verdient hat.

Tendenziell natürlich mehr für die Fans der Classic-Rock-Klänge geschaffen. Mick Box hatte es ja angekündigt: "11 brand new songs, including some epic additions to the band's huge catalogue of rock classics".
Er hat's eingehalten...

Ein konsequentes schön rockiges grandioses Hardrock-Album mit viel Abwechslung und Melodien.

Passt zum Frühjahr...

Diese Musik ist viel näher dran an alten Heep-Werken, wie manch einer denkt. Und nebenbei ist es ein Album für Deep Purple-Fans. Echt gut...
Trevor macht seinen Bass, Phil wirbelt nur so an der Orgel. Ein rundes Werk !

The flowers grow and the rock awakes to new life...

Let's go wild !

Ein Gruß an alle Musik-Fans.
Und Heep-Fans !
Martin Böhmer


Wolfmother
Wolfmother
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Granatenstarke Scheibe, 4. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wolfmother (Audio CD)
Als Hardrock-Anhänger kommt man um dieses Debüt aus dem Jahre 2006 einfach nicht umhin. Von vorn herein begeistert diese Rockmusik. So etwas kommt heutzutage eher selten vor. In den Frühsiebzigern war das anders. Da wurden Rockfans derart verwöhnt, weil die Musiklandschaft von "Rockmeilensteinen" geprägt war. Die angesagten Bands von damals brachten pro Jahr mitunter zwei LP's heraus. Heute muss man zufällig auf "Wolfmother" stoßen, um so etwas "Endgeiles" präsentiert zu bekommen.

Das Besondere an dieser Art Rockmusik ist, dass tatsächlich gerne auf Zitate der seligen 70er zurückgegriffen wird. Obwohl diese, finde ich, nicht abgekupfert, sondern einfach nur geschickt genutzt werden, um darauf aufzubauen und einen eigenen Stil zu verwirklichen, der die Vorzüge der alten Rock-Klassiker vereint, ohne altmodisch zu wirken.

Dieses Album sticht grandios aus dem langweiligen "Format-Einerlei" heraus, was uns tagtäglich so als "Neues" im Radio erbarmungslos um die Ohren gehauen wird. Zugegeben, eine gewisse Neigung zum Hardrock muss man hier schon haben, um durchgehend Gefallen an dieser CD zu finden. Aber Hardrock in dieser Güte, der wirklich bahnbrechend ist, wird ja heute kaum noch neu auf den Markt gebracht.

Nicht so diese granatenstarke Scheibe. Wolfmother zeigen hier allen mehr oder weniger hochgepuschten Retro-Dudel-Bands wie "Coldplay" oder "Mando Diao", wo der Hammer hängt. Daher dürfte "Wolfmother" jedem Hardrock-Fan gefallen, der mit Rockmusik etwas mehr am Hut hat, als sich nur zum zehntausendsten Male pseudo-rockiges wie "It's My Life" von Bon Jovi oder sonstigen lauen Mainstream zum Mitklatschen reinzuziehen.

Wolfmother zeigen im Gegensatz hierzu astreines kompositorisches Können und die Fähigkeit, Gitarren so krass zu spielen, dass reine Freude aufkommt. Das macht wirklich Lust auf mehr.

Die Jungs grasen munter im Klassikrock-Genre und setzen mit zivilem Punk (Apple Tree) noch einen drauf. Äußerst schwer in irgendeine Schublade zu stecken. Sperrig, direkt, progressiv aber auch mit hingeknallten, vergleichbar mit Monolithen, unumstößlich feststehenden harten dunklen Gitarrenriffs im Strickmuster von Black Sabbath. Das ist sehr guter Retro-Rock. Auch vor der Hammondorgel machen "Wolfmother" nicht halt. Dann klingt's zeitweilig sogar ein wenig nach den alten Uriah Heep. Aber meistens präsentieren "Wolfmother" dann aber schon ihren eigenen Stil, würzen das Ganze mit Led Zeppelin und schmecken es ein wenig mit The Who ab. Der Sänger singt an einigen Stellen tatsächlich fast wie der ganz junge Robert Plant. Diese CD ist eine wunderbare herausragende Rockproduktion. Anspieltipps: "White Unicorn", "Woman" und "Joker & The Thief".


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