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Beiträge von Martin Böhmer
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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Empire of the Undead
Empire of the Undead
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 22. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Empire of the Undead (Audio CD)
Seit gut zwei Jahren läuft ab und an bei mir im Auto der Song "Pale Rider"... Wenn mich im Radio Werbung, Verkehrsdurchsagen oder seichte Hits nerven. Der Song war ein Geheimtipp auf einer CD der Zeitschrift "ROCKS"... Sozusagen ist dieser Song seitdem zu einer "Pflichtlektüre" für mich geworden und immer präsent. Ein Knopfdruck auf den Player im Auto... Und da isser...

Dann kaufte ich kurzerhand das Album "Empire Of The Undead". Und war nach einer gewissen Neugier mehr als überrascht.

Selten habe ich derartigen sauber gespielten und gesungenen Metal gehört. Es gibt zwar Stellen, die etwas überproduziert sind, aber das fällt eigentlich nicht in's Gewicht. Das Album ist durchweg blitzsauber produziert und sehr gut aufgenommen. Extrem schnelle Drums, klare Riffs und brillante Gitarrensoli. Auch klingt das Album zeitgemäß und bietet auch etwas Growling-Gesang. Aber niemals nervig oder durchgehend. Eher überzeugen Klarstimmen gepaart mit "Classic-Rock". Kai Hansen gefällt besser als mit Halloween... Aber das ist Geschmackssache.

"Pale Ride"' ist also nicht der einzige Track auf diesem Album, der aufhorchen lässt. Nein... Das ganze Album ist hochklassig dargebotener Metal mit einer Prise Mainstream und schönen Refrains. Schnell zwar, aber auch durchaus mit Anspruch.

Anspieltipp ist der unglaublich starke Opener "Avalon". Gefolgt von weiteren Klasse - Songs wie "Hellbent", natürlich "Pale Rider" oder "BornTo Fly". Keinesfalls aussparen sollte man "Time Of Deliverance", eine total gute Ballade mit Gänsehautfaktor (!) oder "Demonseed" sowie den Bonustrack "Built A World", der sogar etwas an "War Child" von Uriah Heep vom 2008er Album "Wake The Sleeper" erinnern mag... Echt hochklassig.

Was sage ich... Nein... Hört Euch einfach alles an. Für mich eines der besten Metal-Alben derzeit. Und ein absoluter Kauftipp. Von einer deutschen "Kapelle" aus HH... Chapeau....


Strung Up (Full Colour Version) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Strung Up (Full Colour Version) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 20,98

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut... Ich mach's kurz..., 21. April 2016
...weil man eigentlich keine Rezension verfassen müsste. Schließlich ist die Original-LP bereits 1975 erschienen. Wer diese, wie ich, nicht hatte, freut sich umso mehr, da "Strung Up" wahrlich ein unverzichtbarer Meilenstein ist, der jetzt endlich in dieser Form wiederveröffentlicht wird.

Ich habe sie mir sogleich kurzerhand besorgt... Mal wieder bei meinem Plattenhändler um die Ecke, den es Gott sei Dank noch gibt. Also kein verifizierter Amazon-Kauf. Natürlich in Vinyl. Und bin, wie auch meine Vorrezensenten, absolut begeistert. Nicht nur ein "MUSS" für jeden Sweet-Fan. Nein. Auch Freunde des Rocksounds der 70er sind hier direkt angesprochen.

Mir bleibt daher nur zu sagen: Endlich... Endlich... Endlich...

Aber eines noch:

Beide farbig gepressten Scheiben sind in sehr sauberer Qualität ausgeführt. Und der Klang ist vom Feinsten. Wie beim Orginal werden wir erst mal auf Seite 1 des Albums mit Liveaufnahmen aller Sweet-Reißer überschüttet. Von "Hell Raiser" bis "Block Buster" plus Songs als Live-Version von Titeln, die früher als Single - B - Seiten erschienen sind. Ja... Das 1973er Weihnachtskonzert im Rainbow... Unvergesslich...

Auch die zweite LP-Seite (wie schön... man kann das Ding tatsächlich umdrehen !) glänzt mit bekannten Songs. "Done Me Wrong All Night" (B-Seite von Coco !) steht übrigens in dieser Live-Version Deep Purple in nichts nach... Dann gibt's als Opener der zweiten LP einen nur hier veröffentlichten Mix von "Action". Ebenso folgt auf dieser zweiten Platte, durchweg Studioaufmahmen, der in dieser Version bisher unveröffentlichte Song "I Wanna Be Committed".

Eine Kaufempfehlung von mir für diese äußerst gelungene Neuauflage dieses Doppelalbums.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2016 3:36 PM MEST


II
II
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Pop-Rock der Spitzenklasse, 1. April 2016
Rezension bezieht sich auf: II (Audio CD)
Die 70er leben wieder auf. Zumindest erlebt man dies beim Anhören der Musik der Common Linnets so. Und ist sogleich begeistert. Der Unterschied zu damals ist einfach nur der, dass solche Erlebnisse leider sehr selten geworden sind. Während die meisten aktuellen Chartsongs einfallslos vor sich hinplätschern oder allzu bewusst nur für Teenie-Parties produziert werden, strebt hier eine Band, die ich vor einem Jahr noch gar nicht kannte, nach absoluter Qualität und Perfektion.

Schon der bekannte Song "Calm After The Storm" lies unweigerlich aufhorchen. Ungläubig und verdutzt rieb man sich damals 2014, der 70er - Generation zugehörig, die Augen (und Ohren...), als der Song aus dem Radio ertönte. Fleetwood Mac ? Irgendeine alte bekannte Westcoast-Band, die ein Comeback versucht ?

Weit gefehlt. Die Truppe hat zwar auch amerikanische Unterstützung, aber sie stammen eigentlich aus den Niederlanden... Von dort kam ja bereits des öfteren sehr hörenswertes... Wie die Bands Schocking Blue, Golden Earring oder The Nits...

Ich hätte nach dem Kauf des aktuellen Albums "II" nie eine solch' hervorragende musikalische Qualität erwartet. Jeder (!) Song ist handwerklich absolut perfekt. Gitarrenarbeit, Gesang, Ideen, Melodieaufbau und die hingebungsvolle Treue zum Westcoast-Sound der 70er verdienen hier einfach nur die Beurteilung: Sehr gutes Songwriting !

5 Sterne... Und die Empfehlung, dass beide CD's, also das Debut von 2014 und hier das noch etwas bessere neue Werk "II", in jede halbwegs ambitionierte Plattensammlung gehören !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2016 12:34 PM MEST


Dystopia
Dystopia
Wird angeboten von DVDMAXXX
Preis: EUR 15,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gereifter Thrash und blitzsauberer Heavy-Metal, 3. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dystopia (Audio CD)
Im Turnus von ca. 2 Jahren liefern seit ca. Mitte der 80er Megadeth trotz gesundheitsbedingter Unterbrechungen und Musikerwechsel ein neues Studioalbum ab. Im Vergleich zu anderen Hardrockcombos alter Schule fast schon ein Rekord. So auch diesmal. Dystopia erscheint wiederum nur 2,5 Jahre nach "Super Collider" (Sommer 2013). Ebenso wechseln scheinbar fliegend die Bandmitglieder. In diesem Fall aber eher ein Glücksgriff. Im Vergleich zum Vorgänger "Super Collider" sind Riffs und Soli wesentlich kraftvoller und ausgefeilter. Selten waren sie derart druckvoll, so rasend schnell und so klar wahrnehmbar. Die Gitarrensoli suchen ihres gleichen. Flott, rasend, superschnell und einfach klasse.

Der sehr harte Rock bzw. Metal hat sogar melodiöse Ansätze. Aber ich brauchte schon erstmal eine ordentliche Verschnaufpause nach dem ersten Hördurchgang. Es ist zwar eine alte Mär, dass gute Alben erst nach mehrmaligem Hören hängen bleiben. Aber hier trifft es zu. Tatsächlich fehlt es im Gegensatz zu Meilensteinen wie "Youthanasia" etwas an klaren Songstrukturen und eingängigem Gesang. Dave Mustaine ist zwar unverwechselbar, aber vordergründig singt er zunächst recht eintönig. Dafür kracht es ordentlich. Seit den 80ern ist "Dystopia" wohl eines der härtesten Alben von Megadeth. Das ist durchaus positiv gemeint. Handwerklich ein echtes Metal-Kabinettsstückchen...

Ich vermisse zwar Kracher wie "Reckoning Day" (Youthanasia) sowie ein oder zwei ruhigere Balladen. Aber es gibt auch auf Dystopia einige ruhige Stellen zum Innehalten. So wie am Schluss z. B. von Track 7 der meisterhafte Klavierausklang oder die schönen akustischen Intros; ebenfalls von Track 7 (Poisonous Shadows), oder auch auf "Bullit To The Brain" und Conquer Or Die" ! Der "Rest" überzeugt gleichbleibend durch die messerscharfen temporeichen Riffs.

Abgesehen von den etwas überproduzierten Drums klingt das Album durchweg recht sauber, homogen und kraftvoll. Wie gesagt: Mit absolut herausragendem Gitarrenspiel und fast schon spektakulärem Tempo. So machen vor allem die ersten drei Songs durchaus richtig Spaß und Freude. Man muss allerdings eindeutig einen Draht zu derartigem Metal haben. Den habe ich nach mehreren Durchgängen. Das Album wird immer besser... Nein.. genialer ! Wer Megadeth kennt, weiß sowieso, was ihn oder sie erwartet. Hier wird man keinesfalls enttäuscht. Thrash ist das aber nicht mehr, eher klassischer Haavy.- Metal...

Eine klare Steigerung zu "Super Collider" und ein Kauftipp ! Anspieltipps: Nach meinem Geschmack alles...

Aber ich gebe einen Rat mit auf den Weg. Wer Nachbarn oder die Popmusik bzw. Charts liebende Gattin nicht vergraulen möchte, sollte sich Kopfhörer aufsetzen. Mehr Hörspaß kommt aber über die gute alte Hifi-Anlage bei moderater Lautstärke auf. Da müssen halt die Nachbarn oder die Partnerin durch... Gut gemacht, Dave...


Blackstar
Blackstar
Preis: EUR 5,99

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Sunmachine Is Coming Down... Zum letzten Mal (als schwarzer Stern ?)..., 21. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Blackstar (Audio CD)
Schon sehr früh gehörte David Bowie für mich zu den interessantesten Künstlern im Pop-Business. Gerne vernahm ich vor allem in den frühen 70ern akustische Töne wie auf "Space Oddity" (Major Tom), oder die rhythmischen Akustikgitarrenanschläge auf "Rock 'n' Roll Suicide". Ebenso den schrägen Gesang, die "avantgardistischen" Töne und mitunter auch die damals zum Teil sehr ausgelassenen langen und melodiösen Refrains... Bezeichnend hier z. B. auf "Starman" (mit dem schönen La La La La La..), oder dem tollen Song "Time" (Aladdin Sane) und in dem elegischen "Memory Of A Free Festival Part 1-3" (The Sunmachine is coming down !).

Geliebt habe ich damals auch "Life On Mars ?". Bowie war mein Idol... Mehr noch als die Stones oder die Beatles...
Aber das war alles ganz am Anfang...

Nun ist David Bowie tot. Diese Nachricht war wohl für viele Menschen erschreckend; zumal seine Krankheit in der Öffentlichkeit nicht bekannt war. Dass ich diese CD jetzt gewissermaßen posthum gekauft habe, das wusste ich vorher nicht. Die CD erschien genau an meinem Geburtstag.

"Black Star" wurde von einigen Kritikern hervorgehoben als Werk, das Bowies Wurzeln durchschimmern lässt. Gepaart mit jazzigen und sphärischen Tönen. Tatsächlich scheint es, dass er mit äußerst schrägen, kantigen und sehr düsteren Sounds den Fans hiermit eine bleibende Erinnerung (manche bezeichnen es auch als Monument) hinterlassen wollte. Ob es einem gefällt oder nicht. Das Album ist eigenartig und hörenswert. Man sollte sich aber schon innerlich darauf vorbereiten und einstellen, dass hier sehr sperrige Kost serviert wird.

Macht man sich beim Hören des Albums völlig frei von dem schrecklichen Gedanken, dass Bowie schon bei den Aufnahmen gewusst haben muss, dass sein Ableben bevorsteht, entdeckt man in der Tat mitunter Parallelen und Zitate von David Bowies bisherigen Gesamtwerk auf "Black Star". Allerdings reduziert auf teilweise sehr sparsame Instrumentierung. Kein Bombast, kein Schwulst.

Der Titelsong dauert über 9 Minuten und passt zum brüchigen musikalischen Stil früherer experimenteller Alben. Gepaart mit sehr jazzig klingenden, ja fast quirligen Drums und Saxophontönen sowie gespenstischem Gesang. Gleich zu Anfang fürwahr keine leichte Kost. Dann bei ca. 5:00 Min krasser Soundwechsel in "Soul - Gefilde". Man fängt an mit den Fingern zu schnippen...So werden die düsteren 9:00 Min nicht überstrapaziert oder gar langweilig...

Die sparsame Instrumentierung setzt sich fort. Der Song "Tis A Pity She Was A Wore" beginnt fast wie eine Jam-Session von ein paar ambitionierten Jazzmusikern. Bowies Gesangslinien werden aber kompakter und melodiöser...

Oh... Aufgepasst ! "Lazarus"... Sehr "smooth and slow.".. Kopfhörer auf... Der Song ist sehr jazzig geprägt. Am Ende blitzen schön schneidende kurze Gitarrenriffs auf... Echt gut. Ich möchte aus Platzgründen nicht jeden einzelnen Song besprechen. Aber der letzte Song "I Can't Give Evrything Away" ist als Highlight noch zu erwähnen, der dann schon eher gleich nach dem ersten Hören richtig im Ohr hängen bleibt.

Alles in allem reicht es nicht, "Black Star" einmal zu hören und wieder ins Regal zu stellen. Die Musik ist nichts für den Massengeschmack und die Details erschließen sich erst nach mehrmaligen Durchläufen.

Nein... Ein "Hitalbum" sollte das wahrlich nicht werden... Sondern eine vorab aufgenommene Botschaft an die Fans aus dem Jenseits. Wer "Black Star" so annimmt, kommt mit der Musik durchaus klar. Und entdeckt auch Parallelen zu Alben wie Aladdin Sane, Heroes oder Scary Monsters... Nach dem Anhören der Tracks auf "Black Star" erinnert man sich... Zumindest stellenweise... Und man bleibt verstört zurück...

Ich möchte daher gerne nach dem sehr bedauerlichen Tod dieses Künstlers und Musikers zusammenfassen, wie ich ihn gesehen bzw. seine Musik geschätzt und geliebt habe.

Dass David Bowie als einer der einflussreichsten Künstler seiner Zeit bis heute anerkannt ist, dürfte klar sein. In den 70ern war er sicher auch DER Vorreiter für viele Stile im Bereich der Pop - / Rock-Musik. Vor allem auch für manch' Independent - oder Punk - Musiker.

David Bowie überzeugt seit Jahrzehnten mit einer sehr großen musikalischen Bandbreite. Avantgarde und Jazz-Ausflüge wie auf "Aladdin Sane" oder New Wave und Synthie - Sound wie auf "Low" sowie "Heroes". Ganz früher Rock mit vorwiegend akustischen Gitarren wie auf "Hunky Dory" oder "Ziggy Stardust". Damals galt dies schon als sehr feine intellektuelle Popmusik. Etwas kantig und schräg. Daher alles andere... Nur kein Mainstream.

Sondern sehr ideenreiche und experimentelle Musik. Nicht zu vergessen, dass sich David Bowie gerne auch als Kunstfigur vermarktete und sich fast jährlich verwandelte. Bowie war künstlerisch und musikalisch äußerst innovativ wie kaum ein anderer. Selbst vor Disco und Funk schreckte er nicht zurück. Beispiel: Das sehr kommerzielle 1983er Album "Let's Dance". Für mich allerdings eher ein "Ausrutscher" auf dem glatten Tanzboden... Dennoch...

Die Musikwelt verliert abermals einen der stilprägendsten und wichtigsten Musiker. Es werden immer mehr, die uns verlassen. Die Liste ist lang und wird leider immer länger... Echt gnadenlos... Von Elvis über Freddie Mercury, Jimi Hendrix, Jim Morrison, John Lennon, George Harrison, John Bonham, Keith Moon, Kurt Cobain, Jon Lord bis jüngst zu B.B. King, Lemmy und gar dem von mir ebenfalls sehr geschätzten Glenn Frey von den Eagles ! Abermals ein Schock... Die genannten sind nur beispielhaft für viele andere.

Sie allesamt sind mitverantwortlich für die Entwicklung der internationalen Pop- und Rockmusik bis heute. Sie alle hinterlassen schmerzliche Lücken...

Ich hoffe, dass all das, was diese Musiker geschaffen haben, bewahrt wird und nicht in Vergessenheit gerät.

Nun gehört auch David Bowies Werk dazu. Wir müssen aber auch dankbar sein, genau in solch' eine Zeit hineingeboren zu sein, die vor 50 Jahren begann. Eine Zeit, in der die Pop- und Rockmusik laufen lernte und viele tolle Bands und Musiker hervorbrachte. Vor allen an der Schwelle von den 60ern zu den 70ern. Bands die heute noch existieren. Und wir das Glück hatten, all' diese Bands und Musiker erleben zu dürfen... So, als hätte der liebe Gott das so gewollt.

Ich werde jedenfalls auch Bowies Werk zu meinen Lebzeiten weiter pflegen und meine Sammlung mit diesem wirklich allerletzten Album "Black Star" nun abschließen. Ich muss ergänzen, dass ich mich vor diesem Album (nach 3 x intensiven Durchhören...) und vor David Bowies Gesamtwerk an dieser Stelle verneigen muss...

R.I.P.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 27, 2016 10:45 PM CET


Totally Driven
Totally Driven
Preis: EUR 18,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht Spaß... Für Fans. Und mehr..., 21. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Totally Driven (Audio CD)
Uriah Heep haben kürzlich überraschenderweise die Doppel - CD "Totally Driven" herausgebracht. Im Gegensatz zum aktuellen Studiowerk "Outsider" (2014) hat man über diese Veröffentlichung kaum etwas gelesen. Das mag daran liegen, dass es zunächst nichts Besonderes ist, schon wieder ein Album mit allen Klassikern auf den Markt zu schmeißen. Da die Zusammenstellung der Songs abermals nur auf eine weitere X-te Auflage eines "Best - Of - Albums" schließen lässt, vermag dazu beitragen, dass sich niemand wirklich für diese CD interessiert.

Aber man sollte sich dann doch schon mal näher damit befassen. Das neue Cover von Igor Morski zeugt für Aktualität. Die Stücke sind 2001 neu eingespielt. Und das fast durchweg sehr gut. Zu einer Zeit, als Lee Kerslake noch an den Drums saß und Trevor Bolder noch den Bass zupfte. Also handelt es sich um die Besetzung vor 2007, bevor Russel Gilbrook den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Lee Kerslake ersetzt hat. Trevor Bolder ist leider viel zu früh 2013 an Krebs verstorben. Und hier noch dabei... Blickt man auf das Cover, so steht deshalb dort aufgedruckt: 2001 / 2015. Uriah Heep - Records !

Dann fällt positiv auf, dass seltene Songs hier mit berücksichtigt worden sind, die nach meiner Kenntnis bisher weder in dieser Form noch Live veröffentlicht worden sind. Dazu zählen vor allem "Sweet Freedom" (1973) und "Blind Eye" (von "The Magician's Birthday").

"Hinhörer" erster Güte ist das total verträumte "Rain"... Und auch "The Easy Road". Beide Songs werden hier in ergreifender Version mit Streicherunterstützung und sehr gutem Gesang dargeboten. Phil Lanzon spielt sein Klavier passend und virtuos. Bernie Shaw meistert tatsächlich mehrere Oktaven... Und das ohne Patzer..

Auch die rockigen Stücke haben fast alle durchaus den Atem der Originale. Klanglich sehr frisch und dynamisch, was insbesondere Songs wie "Gypsy", Stealin', "Look At Yourself" oder "Sweet Freedom" zugute kommt. Auch das neuere Stück "Between Two Worlds" vom 1998er Album "Sonic Origami" kommt überraschend knackig und kraftvoll rüber. Davon stammt auch "The Golden Palace", das (ebenfalls fulminant durch Streicher unterstützt...) besser als das Original daherkommt.

Bernie Shaw interpretiert alle Songs gesanglich nah am Original, so dass ich konstatieren muss, dass die gesamte CD durchaus gelungen ist. An vielen Stellen entsteht gegenüber den Originalen etwas mehr Dramatik durch die Unterstützung von Streichern und Flöten sowie sehr guter Background-Sängerinnen.

Ob man so etwas braucht ? Das mag wohl dahingestellt sein.

Aber wer die Musik der Band im Allgemeinen schätzt, bekommt hier ein sehr interessant klingendes Album geboten. Und wird vielleicht auch Spaß daran haben... Selbst am ungewöhnlich "irish" angehauchten Ausklang des obligatorischen Songs "Lady In Black"...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2016 8:41 AM MEST


Yamaha AX 596 Vollverstärker schwarz
Yamaha AX 596 Vollverstärker schwarz

5.0 von 5 Sternen Vollverstärker Yamaha AX 596 - Eine klanglich sichere Bank, 8. Dezember 2015
Seit 1998 (!) begleitet mich mit sehr großer Zufriedenheit der Yamaha AX 592, der mir große Klangfreuden beschert hat. Nun habe ich günstig den Nachfolger, einen AX 596, bekommen, der den älteren AX 592 nun ablösen soll. Warum so ein altes Gerät, dass seit 2006 nicht mehr gebaut wird ?

Nun... Der Yamaha ist klanglich eine sichere Bank und eigentlich völlig risikofrei. Er hat genügend Leistung, um auch kritische Boxen anzusteuern. Außerdem klingt er sehr sauber und räumlich bzw. bringt es klanglich einfach gesagt „auf den Punkt“.

Ein Vollverstärker aus dieser Zeit hat auch einen gewissen nostalgischen Charme und ist günstig zu erwerben. Warum soll man also die altgediente Hifi - Anlage als Fan nicht auf diese Weise updaten ? Die Lösung ist einfach. Wenn man sich bei Hifi - Geräten etwas auskennt, nimmt man einfach diese, die einem früher schon gefallen haben. So kann man nach und nach seine liebgewonnene Stereoanlage kostengünstig auf einen etwas neueren Stand bringen.

Der nächste Amp könnte dann indes einer den neueren Generation sein. Zum Beispiel ein A - S 500 oder A - S 700. Aber ich denke, es ist jetzt erst mal wieder für die nächsten Jahre ein gutes Gerät im Regal.

Zugegeben... Man muss die analytische Klangausrichtung dieses „Boliden“ schon mögen. Aber es ist auch immer eine Frage der Lautsprecher. Nicht jeder passt zu diesem Gerät. Da sind schon ausgiebige Hörvergleiche nötig. Sind aber erst mal die richtigen Boxen gefunden, ein guter CD-Player angeschlossen und passende hochwertige Kabel dran, macht der Yamaha AX 596 einen irrsinnigen Spaß und bläst Gitarrenriffs und Drums ziemlich frech und „livehaftig“ in den Hörraum. Er kann aber auch leise gut. Dynamiksprünge bei leisen Klaviertönen oder Klassik meistert er vorbildlich und sehr natürlich.

Was will man mehr... Angesichts dieser klanglichen Leistung ist ein Highend-Gerät zum 10fachen Preis nicht nötig und auch nicht effizient.


Abra Kadavar
Abra Kadavar
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doom-Rock direkt ins "hier und jetzt" transferiert..., 9. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abra Kadavar (Audio CD)
Ein gutes Doom- und Stoner-Rock-Album. Zumal viele Zutaten einfach stimmen. Historischer Sound, harte Gitarren, fetzige Black Sabbath-Riffs, wie aus den frühen Tagen der Urväter aller Doom-Rock-Bands direkt ins hier und jetzt transferiert... Songs, die alle, wie gesagt im Doom und Stoner - Bereich angesiedelt sind, und die alle einen guten Gesamteindruck des Albums vermitteln. Aber ich vermisse Blues-, Prog- und Jazzelemente. Und hier und da einige verspieltere Einlagen. Die Gitarrensoli sind an vielen Stellen zu schablonenhaft. Das sind die Attribute des Sounds von Kadavar.

"Dust", "Fire" oder "Liquid Dream" kommen zumindest den alten Black Sabbath sehr nahe.
Kadavar bemühen sich redlich, dass Note für Note konsequent authentisch zu klingen vermag. So, als wäre die Zeit irgendwann so um 1969 und 1971 stehen geblieben. Fürwahr eine aus musikalischer Sichtweise gar nicht mal so schlechte Vorstellung...

Wie in den Anfangstagen des Heavy-Rock und der jungen Black Sabbath. So klingt das Album über weite Stellen. Für meine Begriffe dann allerdings eher sogar nach der ebenso in dieser Zeit um 1970 entandenen Band UFO... Insbesondere gegen Ende der CD. So können spätestens nach dieser Erkenntnis Kadavar ihre deutsche Herkunft nicht ganz verleugnen.

Es fehlt im Gegensatz zu beispielsweise der Band The Graviators etwas Abwechslung, Finesse und ein Tick mehr Virtuosität. Etwas mehr Hörspaß kommt auf, wer es mag, wenn stellenweise die gute alte "Wah Wah" - Gitarre" aufspielt. So, als stünde Mr. Mick Box persönlich hinter der Gitarre. Aber der Sound von Kadavar ist dann natürlich nicht ganz mit Uriah Heep vergleichbar. Insgesamt handelt es sich aber um sehr ehrliche und mit Herzblut gespielte Stoner - Rockmusik.

Und Ehrlichkeit wird bei mir immer belohnt. Aber ich kann mir einen 5. Stern leider nicht abringen. Jedoch "vier" für die absolut authentische Darbietung. Mit einem leichten Minus...

Ich muss mich daher jetzt nicht zwingend mit CD's von Kadavar eindecken. Live kommt das Ganze übrigens etwas besser rüber...


Bad Magic (Limited Ecolbook Edition)
Bad Magic (Limited Ecolbook Edition)
Preis: EUR 14,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motörhead ???, 12. September 2015
...eiin Gräuel... Wenn ich so an 1974 / 75 zurück denke...

So eine schnelle, uninsprierte Musik ? Gegröle... Unerträglich. Und das vor dem Hintergrund, dass Lemmy bei "Hawkwind", ein oder zwei Jahre zuvor, wirklich echt eine tolle Figur machte... Als Bassist und Sänger von dieser Band und Sänger in dem Song von ca. 1971 namens "Silver Machine". Das war zumindest damals meine Meinung, die heute längst hinfällig ist... Daher bitte nicht ganz ernst nehmen.

Im Laufe der Jahre wurde jede Platte von Motörhead immer besser. Man erkannte zuweilen den "puren" Rock 'n' Roll... Mal die härteren "The Sweet" (wohlgemerkt nur die Songs von den Alben), mal auch teilweise Led Zeppelin. Lemmy und seine Band "Motörhead" wurden zwar nicht leiser, aber immer "hoffähiger"...

Es gab auch früher schon das eine oder andere Highlight von dieser Band. Aber "Bad Magic" haut einen "Old School - Rock - Fan" wie mich dann doch voll aus den Socken. Jeder Song auf diesem neuen Album zieht mit seinen Riffs, den Drums oder den Guitar - Soli, selbst mit dem "grauenhaften" Gesang von Lemmy, alle Register.

Für mich das beste Album von Motörhead seit gefühlten 20 Jahren. Und für alte Rockfans wird sogar der uralte Stones - Song "Sympathy For The Devil" in einer atemberaubenden Version goutiert... Alle Achtung.

Vorsicht:
Nur für Hard - Rock- und Rock 'n' Roll- Fans über 16... Äh... Mmh... Oder über 60.... Nein... Ist nur scherzhaft gemeint...

Play it loud !

Ergänzung am 29. Dezember 2015: Lemmy ist tot.... R.I.P.
Schade, nach solch' einem tollen Album.


Coda - Deluxe Edition
Coda - Deluxe Edition
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Noch lange nicht die Nase voll..., 2. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Coda - Deluxe Edition (Audio CD)
Anlässlich der Neuveröffentlichung von "Coda" mehren sich wieder einige Stimmen, dass dies das schlechteste Album von Led Zeppelin sei.

In der Tat scheint das Album zunächst wie eine Art "Resteverwertung". Also eher ein Mix aus Songs der Phasen von "Physical Graffity" (1975), "Presence" (1976) oder "In Through The Out Door" (1979), die damals nicht auf's Album sollten. Es kann ja auch kaum anders sein. Denn "Coda" ist ein Album, das längst nach der Trennung der Band und nach dem Tod von John Bonham zusammengeschustert wurde. Und es sind sogar sehr frühe Songs von 1969 und 1970 vertreten... Auf recht hohem Niveau... Aktuell mündet dies in die nun erschienene neue Kollektion. In dieser sind alle Tracks von "Coda" in der Ursprungsversion des Vinyls von 1982 enthalten. Darüber hinaus alternative Versionen der Songs und sogar die bisher unveröffentlichte Neuaufnahme "Sugar Mama". Hätte durchaus damals gerne eine Single werden dürfen. Wenn das nicht nach Led Zeppelin klingt, dann weiß ich es nicht.

Denn auch "Coda" repräsentiert Led Zeppelin als klasse Rock 'n' Roll-, Blues- und Heavy-Rock-Band. Keinen Zweifel..."Coda' ist Led Zeppelin pur. Wenn man sich darauf einlässt...

We're Gonna Groove 1969 (eine Ben E.King-Adaption)
Poor Tom 1970
I Can't Quit You Baby 1970
Walter's Walk 1972
Ozone Baby 1978 (stark)
Darlene 1978
Bonzo's Montreux 1976
Wearing And Tearing 1978 (steht übrigens kaum "Black Dog" nach...)

Ich halte "Coda" für ein hörenswertes Spätalbum der Band. Einziger Wermutstropfen: Es ist viel zu kurz !

Aber da könnte ja die soeben erschienene Neuauflage abhelfen ! Auf drei CD's gibt es, wie gesagt, die "Ur-Coda - LP" komplett. Interessante Zugabe ist die CD Nr. 3 mit wahnwitzigen Versionen bekannter Led Zeppelin - Songs wie u.a. "Four Sticks" in Ethno-Fassung. Was da so alles ausgegraben wird ? Die Auslese weist aber auch auf die Vielseitigkeit hin und belegt die Kreativität der späteren Schaffensphase von Plant oder Page. Zum Beispiel auf "No Quarter".

Außerdem ist diese Edition klanglich sehr gut. Wobei ich gestehen muss, das mir im direkten Vergleich dennoch die Vinyl-LP von damals (1982) immer noch besser gefällt. Aber dieser Vergleich ist nur bedingt möglich, da die meisten Aufnahmen, bis auf die CD 1, nicht auf der alten LP mit drauf waren....

Der Kult "Led Zeppelin" scheint niemals zu enden... Das beweisen die zahlreichen Top Ten - Platzierungen; auch in jüngster Zeit. Wer noch nicht genug hat, oder gar noch längst nicht die Nase voll von Led Zeppelin hat, der Kann bei "Coda" bedenkenlos zugreifen.


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