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Rezensionen verfasst von
Roland F. (irgendwo...)

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Die Außerirdischen: Roman
Die Außerirdischen: Roman
von Doron Rabinovici
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niemand ist ohne Schuld, 9. August 2017
Doron Rabinovicis Roman "Die Außerirdischen" ist alles, aber kein Science-Fiction Roman, auch wenn der Titel das nahelegen könnte.

Gleich zu Beginn erfährt man vom Ich-Erzähler Sol, Mitbegründer eines gut gehenden, den Lifestyle prägenden Online Magazins, dass sie (die Außerirdischen) gelandet wären. Während des Schlafes, überall auf der Welt. Alle möglichen Sender bringen die Nachricht, ohne genauere Details anzugeben. Dann fällt überall der Strom aus und die erste Notsituation tritt ein. Bereits hier zeichnet sich ein moralisch-ethischer Verfall ab, da die Menschen, ohne zu wissen, wie es weitergeht, unterschiedlich stark ihre Hemmungen fallen lassen, um in der Situation für sich einen Gewinn herausschlagen zu können. Sogar ein Feuerwehrmann, der einen Brand bekämpft hat, wird erstochen, weil man ihn mit einem Außerirdischen verwechselt. Blanke Angst vor dem Fremden, das hier die Sinne der Menschen vernebelt. Danach gibt es Entschuldigen, Verständnis und Entgegenkommen. Natürlich, in der Situation, da war man verführt, durch die Angst...

Nachdem die Ordnung wiederhergestellt worden ist, erfährt man, dass die Außerirdischen den weltweiten Stromausfall zur Rettung der Menschheit passieren hätten lassen, um einem wildgewordenen Präsidenten einer Großmacht, der den Atomknopf bereits gezündet hatte, zuvorzukommen. Und während niemand die Außerirdischen zu Gesicht bekommt, beginnt man den Rettern zu vertrauen. Langsam macht das Gerücht die Runde, dass die Außerirdischen sich von Menschen ernähren. Deshalb, weil alles ja freiwillig sein soll, entstehen überall auf der Welt Spiele-Shows im Fernsehen, die zum Beispiel dem "Dschungelcamp" ähneln. Die Champs kämpfen gegeneinander und während den Gewinnern unendlicher Reichtum im Besitz im All winkt, werden die Verlierer auf einer Trauminsel, auf der sie noch einen Traumurlaub verbringen sollen, geschlachtet. Alles freiwillig. Den Familien der Geschlachteten wird großzügige Entschädigung versprochen. Während Sol davon ausgeht, dass sich niemand melden wird, versteht seine Frau Astrid sofort, dass genau das Gegenteil eintreten wird.

Und so nimmt der Roman eine Wendung, die die Grenzen der Menschenwürde in Frage stellt. Wie weit darf man gehen? Was darf zugelassen werden, auch wenn jeder Mensch die Entscheidungshoheit über sein Leben selbst hat? Wo beginnt die Show und wo überschreitet die Sensationslust die Grenzen von Ethik und Moral? Wie lange ist der Mensch wirklich ein Wesen mit Gewissen?

Nicht alles ist so, wie es scheint. Die Freiwilligkeit, die Gewinne, die Insel. Unsicher ist gar, ob es die Außerirdischen überhaupt wirklich gibt.

Trotz großem Erfolg der Sendungen über die Champs, kündigt sich Widerstand an. Widerstand, der immer stärker wird. Als der Schein zerbricht, verlagert sich das Geschehen auf die Insel. Hier zeichnet Doron Rabinovici ein gewagtes Bild, mehr soll nicht verraten werden, das man allerdings schnell als sehr realistisch sieht. Das, was man als Unmöglichkeit gesehen hat, scheint plötzlich doch wieder möglich zu sein.

Mehr zur Handlung soll hier nicht vorkommen, um nichts vorweg zu nehmen.

Rabinovici geht einen riskanten Weg. Sein Roman will sehr viel, er will aufrütteln, er will zeigen, wohin wir uns längst bewegt haben, ohne es wahrgenommen zu haben oder wahrnehmen zu wollen. Dabei greift er zum Mittel der Überspitzung, einige Szenen sind nur schwer verdaulich (es geht hier übrigens nie darum, Effekt zu schinden, einige Dinge müssen einfach überzeichnet sein, damit man sie sieht) nur so kann er den Finger sprichwörtlich in die Wunde rammen. Während an der Oberfläche eine spannende, ergreifende Geschichte erzählt wird, passiert unter der Oberfläche viel mehr. Da finden persönliche Transformationen statt, die entweder der Gewinnsucht, dem Überlebenstrieb oder schlichtweg der Angst geschuldet sind. Da findet sich aber auch eine Gesellschafts- und Sozialkritik, die sich gewaschen hat. Dass man dazwischen den einen oder anderen Oppositions- oder Regierungspolitiker erkennen kann, das dabei hintergründige Kritik am politischen System in Österreich (und generell) durchdringt, ist nur eine weitere Schicht dieses vielschichtigen Romans.

Da all das ohne erhobenen, moralischen Zeigefinger passiert und Doron Rabinovici einfach großartig erzählen kann, ist der Roman in erster Linie einfach ein wahrlich beeindruckendes literarisches Meisterstück und kein Politikpamphlet. Seine Prosa ist wandlungsfähig, der jeweiligen Situation angepasst und seine Figuren glaubwürdig bis zum Ende. "Die Außerirdischen" ist ein wahrlich großer Roman, der hoffentlich eine große Leserschaft finden wird. Ich wäre sehr überrascht, wenn er nicht zumindest auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises zu finden sein wird.


Geständnisse - Confessions
Geständnisse - Confessions
DVD ~ Takako Matsu
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen Leider nicht wirklich überzeugend, 11. Mai 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
Es ist immer wieder eine schwierige Sache mit Verfilmungen von Büchern, die man begeistert gelesen hat. Gute Bücher (und Kanae Minatos "Geständnisse" ist ein wirklich gutes Buch, weil es die Spannung ausgezeichnet hält und so mehr als ein Thriller ist) holen den Leser in die Atmosphäre, lassen ihn Gerüche riechen, die Landschaft sehen und auch den Raum fühlen, in dem man sich bewegt. Kanae Minatos Roman schien mir jedoch eine sehr dankbare Vorlage für einen sehr guten und spannenden Film zu sein, ohne dass ich den Anspruch auf einen herkömmlichen Thriller oder einen Kunstfilm gehabt hätte. So wie sich der Roman zwischen den Schubladen bewegt, tut das der Film prinzipiell auch.

Tetsuya Nakashimas Verfilmung schrammt jedoch, man möchte fast vermuten, bewusst, an Minatos Räumen und Stimmungen vorbei. Das liegt einerseits daran, dass die filmische Inszenierung, und ich verwende bewusst das Wort Inszenierung, sehr artifiziell gestaltet ist. Das in erster Linie wahrscheinlich aus stilistischen Überlegungen heraus, andererseits um sich die Möglichkeit verschiedener, surrealer Ebenen zu geben. Etwas, das Nakashimas Variante am Ende dann wirklich übertreibt. Ein Stilmittel, das an Baz Luhrmann erinnert, ohne wirklich überzeugend zu sein. Wahrscheinlich deshalb, weil die "Geständnisse" nicht opulent genug ist, um so dargestellt zu werden.

Der Film leidet auch unter einer viel zu hohen, permanenten Geräuschbelastung. Entweder lässt Testuya Nakashima während der Reden der Lehrerin eine Lärmkulisse aus der Klasse stören (etwas, das im Buch jedenfalls nicht passiert), oder er lässt die Musik, die im übrigen auch eher unpassend, weil zu amerikanisch, ist, den Film regelrecht stören. Viel mehr Stille hätte dem Film wirklich gut getan. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass der Regisseur mit aller Vehemenz versucht hat, das Japanische der Vorlage zu neutralisieren. Daher auch Häuser, die im Vergleich zu den typischen japanischen Häusern fast "westlich" sind, das Diner, in dem sich die Klassensprecherin mit der Lehrerin trifft, die Musik usw usw.

Natürlich gibt es wirklich starke Szenen, Momente, die zeigen, wie ernsthaft sich Nakashima mit der Vorlage beschäftigt hat, deshalb auch die drei Sterne. Überzeugen konnte mich der Film jedoch leider nicht. Ich habe den Film mit meiner (erwachsenen) Tochter gesehen, die das Buch nicht gelesen hatte. Sie war vom Film noch weniger überzeugt, als ich.

Der Film orientiert sich relativ genau am Roman, bis auf die Schlussszene, wo die Fantasie mit Tetsuya Nakashima etwas durchgeht und er einen surrealen Höhepunkt einbaut, der eigentlich den bis dahin fast geglückten Schluss zunichte macht.

Die schauspielerischen Leistungen sind gut bis ausgezeichnet. Dass die Charaktere selten fremdeln, liegt an der distanziert artifiziellen Darstellungsweise, die der Regisseur gewählt hat.

Fazit: sehr durchwachsen, aber letztendlich, im Vergleich zu Buch, eine Enttäuschung.


'900
'900
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Querschnitt durch die russische Musik im 20. und 21. Jahrhundert, 18. April 2017
Rezension bezieht sich auf: '900 (MP3-Download)
Die neueste CD des italienischen Ausnahmepianisten Gianluca Cascioli zeichnet einen großen Bogen von frühen Werken Alexander Skrjabins (hier Alexander Scriabin) bis hin zu neuesten Werk auf der CD, Valentin Silvestrows "Hymn 2001".

Auch wenn das programmatorische Konzept im ersten Moment etwas diffus erscheint (die einzige offensichtliche Verbindung zwischen den Komponisten scheint die zu sein, in Russland, bzw. der Sowjetunion geboren zu sein), geht Casciolis Konzept voll auf. Durch seine akribisch vorbereitete Interpretation, die sich in vielen Punkten auch auf die Aufführungspraktiken der jeweiligen Komponisten, von denen einige eben auch formidable Pianisten waren, stützt. Auch wenn sich die "authentische Interpretation" durch die Komponisten gewisse Freiheiten erlaubt, die vom Notentext abweichen.

So führen Alexander Skrjabins frühe Werke direkt zu seinen späteren Werken (wie den Preludes op. 74), die dann zeigen, woher der russische Modernist Nikolai Obukhov kam, dessen wunderschönes Stück "Aimons-nous les uns les autres" auf Skrjabin folgt. Strawinskys "Piano-Rag-Music" leitet zu Prokofieff über, der mit der Sonate Nr. 3 und einigen kleineren Stücken vertreten ist. Danach folgt musikalisch logisch Schostakowitsch, dessen "Prelude & Fugue" Nr. 1 aus op. 87 ein absoluter Highlight dieser CD ist.

Nach Schostakowitsch folgend drei kurze Stücke Arvo Pärts, in denen er seinen Tintinnabuli-Stil maximalst konzentriert verfeinert hat.

Der estnische Komponist Lepo Sumera (1950-2000) ist in Europa nicht allzu bekannt und steht selbst in Estland im Schatten Arvo Pärts. Zu unrecht. Sein "Two Pieces from the year 1981" ist zwar keines seiner wichtigeren Werke (wie z.B. die 2. Symphonie oder sein grandioses Klavierkonzert), sein markanter, sehr eigenwilliger Stil (der grundsätzlich der Minimal Music zugeordnet werden kann) ist aber hier sehr deutlich.

Zum Abschluss Valentin Silvestrows "Hymn 2001", ein sehr ruhiges, kontemplatives Werk, das ebenfalls ein Musterbeispiel für den tonalen, postromantischen Stil des Ukrainers ist.

Gianluca Cascioli spielt dieses letztendlich sehr runde und fast wie ein Fluss wirkende Programm mit absoluter Hingabe, wunderbar feinem, aber auch zupackendem Anschlag. Seine Interpretationen sind fundiert und grundmusikalisch. Aufgenommen mit differenzierten und sehr natürlich klingenden Raumklang, ist diese CD ein wahrer Genuss. Dazu kommt ein ebenfalls sehr informativer Booklet-Text, der von dem italienischen Komponisten Alberto Colla verfasst wurde.

Sehr empfehlenswert!


Complete Sonatas for Keyboard and Violin
Complete Sonatas for Keyboard and Violin
Preis: EUR 32,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne sind hier nicht annähernd genug., 12. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aufnahmen der Violinsonaten Mozarts gibt es wie Sand am Meer. Problematisch bei diesen Werken ist die Kombination von Violine und Klavier, da der moderne Flügel im Zusammenspiel mit der Geige für diese Musik zu mächtig ist. Das führt meistens dazu, dass die Geigenpartie viel zu forciert interpretiert wird. Es wird nachgedrückt, vibriert und mit einer Vehemenz gespielt, die mit diesen filigranen, wundervollen Werken nicht viel zu tun hat. Die wenigen GeigerInnen, die es wagen, sich zurückzunehmen, zwingen dann das Klavier in den Hintergrund. Somit eine Verschiebung, die konträr zum Sinn der Werke ist. Nicht umsonst betitelt Mozart diese Werke mit "für Klavier und Violine" (und nicht "für Violine und Klavier"). Unbefriedigend z.B. immer wieder die Oktavdoublierungen zwischen Violine und Klavier (das funktioniert zwischen einem Steinway und einer Geige einfach nicht überzeugend), um nur ein Beispiel zu nennen.

Rachel Podger und Gary Cooper haben nun das Gesamtwerk Mozarts für "Tasteninstrument und Violine" für Channel Records eingespielt. Wer Rachel Podgers Sonaten und Partiten für Violine solo und ihre Bach Sonaten mit Trevor Pinnock am Cembalo kennt, der kann erahnen, dass ihr Zugang auch bei Mozart erfolgreich sein wird. Dass es so überzeugend und ohrenöffnend sein würde, hätte selbst ich nicht erwartet.

Ohne auch nur irgendetwas künstlich gegen den Strich zu bürsten, eine leidvolle Tendenz, die leider immer stärker die "Alte Musik Szene" in Verzückung setzt, musizieren die beiden ganz im Sinne Mozarts. Sie artikulieren genau und lebendig, ohne je den großen Bogen zu verlieren. Im Gegenteil, der Bogen, den die beiden durch die jeweiligen Sonaten führen, ist natürlich, organisch, agogisch logisch und in jeder Sekunde bestechend. So lebt die Musik plötzlich auf, sie blüht richtig. Die Fragen, die sich bisher gestellt haben, sind hinfällig. Die Balance stimmt (was nicht nur am idealen "Tasteninstrument" liegt (ein von Derek Adlam 1987 hergestellter Nachbau eines Instruments von Anton Walter aus 1795), die Violine forciert nicht, Rachel Podger drückt nicht nach und ihr Vibrato beschränkt sich zumeist auf Bogenvibrato. Dazu kommt bestechende Virtuosität, perlendes Klavierspiel, zupackender Ansatz wo nötig, filigrane Verspieltheit an anderer Stelle, prickelnder Spielwitz wo gefordert und tiefster Ernst. Dynamisch kontrastreich, vom leisen blühenden Pianissimo bis hin zum bebenden Forte, wie Licht und Schatten aufeinander folgend, von einer Sekunde zur anderen. Wer die Noten mitliest, erkennt, wie seriös und genau die Rachel Podger und Gary Cooper diese Interpretation genommen haben.

So erweisen sich die Violinsonaten Mozarts als kompositorischer Höhepunkt seines Schaffens, man spürt seine Vorbilder, man sieht förmlich, wo er herkommt und ahnt bereits, in welche Zukunftswelten er geblickt hat. Wer beispielsweise den ersten Satz der G-Dur Sonate KV 379 hört, wird den Eindruck nicht mehr los, dass Schubert hier seinen Ursprung hat. Jede Komposition lebt erst durch die Interpretation. Im Falle der Musik Mozarts leben allerdings meisten die Interpreten von der Genialität seiner Musik. Rachel Podger und Gary Cooper schaffen die definitive Überraschung, nicht sie zehren von der Musik, nein, sie hauchen ihr Leben ein, sie lassen sie hochleben. Und das muss man erlebt haben.

Wenn es eine Referenzaufnahme dieser Werke gibt, dann diese. Absolute Empfehlung.


Drifter: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
Drifter: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
Preis: EUR 12,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Thriller, 20. Juni 2016
"Drifter" ist der Debutroman des jungen amerikanischen Autors Nicholas Petrie. Die von Suhrkamp angegebene Gattung "Kriminalroman" stimmt allerdings nur bedingt, da es sich hier eigentlich um einen spannenden, psychologisch fein gezeichneten Thriller handelt.

Peter Ash, ein Kriegsveteran, leidet seit seinem Einsatz im Irak und in Afghanistan unter einer Art Klaustrophobie, die es ihm nicht erlaubt, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Deshalb lebt er im Freien in seinem Pickup. Als er erfährt, dass sein bester Freund und ebenfalls Marine Suizid verübt hat, beschließt er, sich um die Frau seines Freundes zu kümmern. Um nicht abgewiesen zu werden, erzählt er ihr, dass er im Auftrag des Staates (ein Programm, um Veteranen zu beschäftigen) Sanierungen am Haus durchführen soll und beginnt, ihre Veranda zu reparieren. Dabei entdeckt er einen gefährlichen Hund unter dem Haus und gleichzeitig auch einen Koffer, in dem sich 400000 USD und Plastiksprengstoff befinden.

Da Dinah nichts über dieses Geld weiß, beginnt er mit seiner Suche nach der Wahrheit. Ihm ist klar, dass Jimmy auf der Spur einer dubiosen Sache gewesen sein muss, die entweder direkt oder indirekt seinen Tod bedeutet hat. Zusammen mit dem Hund und einem ehemaligen Freund Jimmys und Dinahs geht er gegen das Böse vor. Sein Riecher führt ihn bald in die richtige Richtung und löst einige Ereignisse aus, die ihn und alle Beteiligten an ihre Grenzen führen. Bald ist er einem Komplott auf der Spur, das immer größere Dimensionen annimmt. Die Verwicklungen reichen bis in die obersten Schichten.

Abwechselnd mit diesem Erzählstrang lässt Nicholas Petrie die andere Seite zu Wort kommen, immer sehr sparsam nur, die eindeutigen Details aussparend, so dass die beiden Handlungsstränge erst im finalen Showdown aufeinander treffen.

"Drifter" ist ein spannender Thriller, der in knapper, präziser Sprache geschrieben (und sehr gut übersetzt) ist. Einige Klischees, wie beispielsweise die Psyche der angeschlagenen Kriegsveteranen und diverse Amerikanismen - der Showdown findet nicht umsonst am Veteran's Day statt - werden wohl bewusst in Szene gesetzt. Gewalt im Sinne der Gerechtigkeit ist hier im Vordergrund, der Kampf um das Gute per se und die Gerechtigkeit stehen im Vordergrund. Nichstdestotrotz ist "Drifter" wirklich gelungen und liest sich ausgezeichnet, ein richtiger Pageturner. Emotionen kommen nicht zu kurz und Waffenfans werden vermutlich auch ihre Freude mit diesem Buch haben. Das einzige Manko ist vielleicht ein am Ende zu knapp geratener Endspurt...

Starke Empfehlung für Fans von spannenden Thrillern. Freunde des klassischen Kriminalromans mit einem Mord und dessen Aufklärung im Vordergrund (vielleicht noch mit einem im Mittelpunkt stehenden Ermittler) könnten allerdings enttäuscht sein.


Die niedrigen Himmel: Roman
Die niedrigen Himmel: Roman
von Anthony Marra
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben in Zeiten des Krieges, 25. Februar 2014
Anthony Marras Debütroman "Die niedrigen Himmel" ist ein in jeder Hinsicht bemerkenswerter Text. Da schreibt ein junger Amerikaner einen Roman, wählt Tschetschenien als seinen Schauplatz und schafft es, auf ganzer Länge überzeugend zu sein.

Der Roman beginnt damit, dass Achmed die Tochter seines in der Nacht von Soldaten abgeholten Freundes ins Krankenhaus zu einer Ärztin bringt, die er aus einem Grund als Retterin auserwählt hat, der sich dem Leser erst im Verlauf der nächsten fast 500 Seiten erschließen wird. Mit diesem Geschehen als Ausgangspunkt, beleuchtet Anthony Marra die Leben seiner Protagonisten, ihrer Familienmitglieder und zeigt eindrucksvoll, welche Folgen der Krieg in Tschetschenien auf das Leben der Menschen hat. Er schafft es auch, die geschichtlichen Hintergründe des Konflikts in seine Erzählung einfließen zu lassen.

Was diesen Roman aber zu einem grandiosen Debüt macht, ist, neben Anthony Marras wunderbar poetischer, doch immer auf Zug gehender Prosa, die Figurenzeichnung, die dem Leser Figuren beschert, die er nicht so bald vergessen wird. Die Entwicklung dieses Romans ist an steigender Spannung (nicht im kriminalistischen Sinne) und emotionaler Tiefe fast nicht zu überbieten. Je weiter man in die Tiefe dieses Textes absteigt, desto klarer werden die Beziehungen der Protagonisten zueinander. Die Beschreibungen der Gräueltaten sind teilweise fast kühl und lakonisch geschildert (nie plakativ eingesetzt), treffen aber wie ein Schlag in die Magengrube.

Die Unfassbarkeit der menschlichen Grausamkeit ist hier auf einer Höhe mit der Schilderung unendlicher Liebe, Treue und Verrat, menschlicher Würde und dem Scheitern an dieser. All das in einer Erzählung, die man sehr rasch nicht mehr aus der Hand legen kann oder will, bis man auf den letzten Seiten immer langsamer liest, einfach weil man nicht will, dass dieser Roman ein Ende findet. Auch wenn es kein Kriterium ist, es würde mich nicht wundern, wenn dieser Roman entweder den Pulitzer oder den National Book Award holt.

Ein großartiger Roman, absolute Empfehlung.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 22, 2014 8:26 AM MEST


Die tausend Herbste des Jacob de Zoet
Die tausend Herbste des Jacob de Zoet
von David Mitchell
  Gebundene Ausgabe

23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiterer Höhepunkt im Schaffen David Mitchells, 19. September 2012
Im Zentrum von David Mitchells wunderbarem neuem Roman steht eine kleine Insel vor Nagasaki, die Japan als Tor zum Westen dient. Diese Insel, Dejima, dient der Dutch East India Company als Basis für den exklusiven Handel mit Japan. Jeder Kontakt zwischen Ausländern und Japanern wird streng kontrolliert und geregelt.
1799 kommt hier der junge Jacob de Zoet an, der sich mit diesem Posten in der Ferne die finanzielle Basis für die Heirat mit seiner "Versprochenen" Anna zu schaffen sucht. Er soll auch interne Vorwürfe und Verdächtigungen über Korruption unter den auf Dejima dienenden Holländern aufklären.

Von Beginn an entwickelt David Mitchell die fern von Dienstgraden stehende Beziehung zwischen de Zoet und dem auf Dejima lebenden Doktor Marinus. Durch Marinus lernt er die junge Hebamme Orito Aibagawa, die mit einer Sondergenehmigung an den medizinischen Vorlesungen des Doktor Marinus teilnehmen darf kennen, in die er sich zögernd, aber sicher verliebt.

David Mitchell zeichnet ein sehr genau recherchiertes und überzeugendes Bild Japans von der Jahrhundertwende 1799/1800, von einer Zeit, in der die möglichen europäischen Einflüsse wie die Pest gefürchtet wurden. Er dringt tief in die holländisch-japanischen Beziehungen der Zeit ein und zieht den Leser mit jeder Seite tiefer in diese Geschichte von Liebe, Betrug, Loyalität, Vertrauen und Weisheit.

Aus abwechselnden Erzählperspektiven, beeindruckend wie fein hier David Mitchell die Sprache des jeweiligen Protagonisten entwickelt, verdichtet sich das Geschehen, und damit auch die Entwicklung von Jacob de Zoet, der zu Beginn des zweiten Teils sogar zeitweilig aus dem Geschehen verschwunden zu sein scheint, der zu einem unvergesslichen Protagonisten wird. Großartig auch der Formaufbau, der diesen Roman zusammen mit der wunderbaren Sprache und großen Spannung zu großer Literatur werden lässt.
Spannend auch, wie Mitchell die Kapitelfolge ab dem Teil "The Master of Go" den Zügen eines Go-Spiels anpasst und den Roman so konsequent dem Höhepunkt entgegen treibt.
Die beiden sehr kurzen, quasi als Postludien dienenden Schlussteile (4. & 5.) runden dieses feine Buch ab, in dem es keine einzige Zeile zu viel gibt.

"The Thousand Autumns of Jacob de Zoet" ist ein spannender und komplexer Roman, der emotionell aufwühlend und perfekt konstruiert ist und David Mitchell ein begnadeter und vielseitig interessierter Erzähler, der sich in jedem seiner Romane neue Zeiten, Schauplätze und Geschichten literarisch erobert und überzeugend einverleibt.

Entwicklungsroman, Abenteuerroman, historischer Roman, philosophischer Roman, ein Roman über die Liebe und eine wunderbare Liebeserklärung an Japan in all seiner Unverständlichkeit; das alles und mehr ist "Die tausend Herbste des Jacob de Zoet".
Absolute Empfehlung.


Liberty: Roman
Liberty: Roman
von Jakob Ejersbo
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Afrikaroman, mit Mängeln, 12. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Liberty: Roman (Taschenbuch)
"Liberty" ist der erste Roman aus der posthum veröffentlichten Afrika-Trilogie des dänischen Schriftstellers Jakob Ejersbo, der 2008 viel zu früh im Alter von 40 Jahren an Krebs verstorben ist.

Der fast 900 Seiten lange Roman beginnt mit der Ankunft des 12-jährigen Christian in Tansania. Abwechselnd wird die Geschichte von Christian und Marcus, dem um ein Jahr älteren schwarzen Hausdiener der Larssens erzählt. Zwei Erzählungen, die aus unterschiedlichen Perspektiven das großteils unmoralische und unethische Treiben der in Tansania tätigen Geschäftsleute und Entwicklungshelfer schildern. Gleichzeitig sind es zwei ebenso unterschiedlich verlaufende Entwicklungen, die Jakob Ejersbo hier zeichnet.

Auf der einen Seite Marcus, der sich bemüht, der Familie eine treue und starke Hilfe zu sein, was zwar von Katriina gewürdigt wird, in den Augen ihres immer mehr im Sumpf von Sex, Akohol, Drogen und Korruption versinkenden Ehemanns immer stärker zu Verstimmung und Aggression führt. Marcus träumt davon, nach Schweden zu gehen und hofft darauf, durch die Anstellung in der Familie und harter Arbeit irgendwann das Ticket nach Schwedern zu erhalten.

Christians Familie zerbricht nach einem schrecklichen Unglücksfall und Christians Entwicklung nimmt dadurch eine unvorhergesehene Wendung. Christians Eltern sind unfähig, mit ihrer Tragödie angemessen umzugehen und zwingen Christian dadurch unbewusst, früh einen eigenen Weg zu gehen.

Jakob Ejersbos Prosa ist einfach, am Anfang dem Alter der beiden Erzähler angepasst und entwickelt sich im Verlauf des Romans mit dem Alter der beiden Erzähler. Nichstdestotrotz ist sie oft zu einfach, zu flapsig und auch mitunter plump, was möglicherweise ein Manko der Übersetzung ist, möglicherweise aber auch am Original liegt. Jakob Ejersbo hat die drei Bände "Liberty", "Exil" und "Revolution" ein paar Wochen vor seinem Tod als ca. 1600 Seiten Manuskript seinem Lektor übergeben, der nur leichte Retuschen daran vorgenommen hat und keine Möglichkeit mehr hatte, Änderungen oder Kürzungen mit dem Autor zu besprechen. Möglicherweise wäre nach einer Zusammenarbeit ein etwas kürzerer, strafferer Roman dabei herausgekommen.

"Liberty" ist eine Geschichte, die definitiv spannend ist. So spannend und mit so ausgezeichnten Charakterzeichnungen, dass man lange über gewisse Mängel der Prosa hinwegsieht. Etwas störend sind allerdings die immer häufiger und intensiver werdenden Sexszenen, die mit zunehmenden Alter der beiden Protagonisten immer pornographischer werden. Durch diese Überreizung verliert dieser Roman leider an Intensität und Tiefe. Diese zu heftige Konzentration auf die Triebe nimmt dem Roman dann doch den Wind aus den Segeln, vor allem, da durch die Häufigkeit der auftretenden sexuell inspirierten Gedanken und Taten diese dann schon zu einem Klischee verkommen. Weniger wäre hier definitiv besser gewesen, noch dazu, wo einige der Szenen äußerst gut geschrieben sind.

"Liberty" ist ein fast 900 Seiten langes, teilweise schockierendes, teilweise spannendes Leseerlebis, das von großartigen afrikanischen Stimmungsbildern lebt. Man spürt immer, dass der Autor selbst lange in Tansania gelebt hat. Ein Roman, der jedoch, wie bereits geschildert, neben großartigen Momenten einige wirkliche Schwächen hat.

Wollte man diesen Roman in wenigen Worten einer Gattung zuordnen, so würde ich ihn als "gehobene Unterhaltungsliteratur mit ausgeprägtem Afrikakolorit und immer häufiger auftretenden, teilweise sehr expliziten Sexszenen" beschreiben.


Nacht für drei Hunde: Roman
Nacht für drei Hunde: Roman
von Peter Goldsworthy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,50

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe und Eifersucht in Australien, 3. Oktober 2011
Nach zehn Jahren in England kehrt der Psychiater Martin mit seiner Frau Lucy nach Australien zurück. Er beginnt, sich wieder in seiner gewohnten Umgebung einzuleben und macht dabei seine Frau mit seinen Freunden bekannt. Dabei lernt sie auch Felix, den verschrobenen und zurückgezogen auf einer Farm lebenden ehemaligen besten Freund Martins kennen. Felix, ehemals brillanter Chirurg, darf nicht mehr operieren und benimmt sich provozierend. Langsam erfahren Lucy und Martin mehr über die Hintergründe, während sie mit jeder kleinen Information tiefer in etwas hineingezogen werden, das am Ende der Prüfstein ihrer Ehe wird.

Felix wird bald sterben und wünscht sich Lucys Gesellschaft, zuerst als Begleitung zu einer Ärzteveranstaltung, dann für ein privates Abendessen, für weitere Treffen und schlußendlich für eine Reise in den Wüste Australiens.

Brillant erzählt Peter Goldsworthy hier eine Geschichte von Eifersucht, Liebe, Empathie, Freundschaft, erotischer Spannung und Tod.
Beeindruckend, wie er es schafft, den Leser scheinbar mehr spüren zu lassen, als seinen Protagonisten. Man hat sehr oft das Gefühl, dem bald hoffnungslos eifersüchtigen Martin einen Schritt in der Wahrnehmung der Realität voraus zu sein. Wie der Leser bereits Tendezen in Lucys Verhalten spürt, die Martin nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen will.

Je weiter man liest, desto sicherer wird man in den Strudel der Ereignisse hineingezogen, bis man das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen will, bevor man nicht die letzten Sätze gelesen hat.

Spanned geschrieben, ist es auch die feine, farben- und facettenreiche Prosa von Peter Goldsworthy, die aus "Nacht für drei Hunde" einen wirklich großen Roman macht.


In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
von Eugen Ruge
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

15 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Familie in der DDR, 27. September 2011
Eugen Ruges mit dem Alfred Döblin Preis ausgezeichneter Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" ist ein wirklich erstaunlicher Roman, der allerdings am Ende doch etwas unbefriedigt zurücklässt.

Das erste Kapitel dieses Romans gehört meiner Meinung nach zu den besten Eröffnungskapiteln überhaupt; sprachlich brillant, erzähltechnisch versiert, jedes Wort am richtigen Platz, weckt es die Sinne und die Erwartungshaltung an den Rest des Romans.

Und so erhält der Leser einen Überblick über einige Generationen einer Familie. Da gibt es zuerst Charlotte und Wilhelm, beide parteikonforme, brave DDR Bürger, die auch dementsprechend die richtigen Posten zugeteilt bekommen. Von Charlottes beiden Söhnen Werner und Kurt, beide in ein russisches Straflager in der Nähe von Swerdlowsk (nun Ekaterinburg) verbannt, kehrt nur Kurt nach vielen Jahren zurück in die DDR. Kurt ist mit Irina verheiratet, die die Isolation in ihrer Ehe mit dem treulosen Kurt nur durch Alkohol betäuben kann. Alexander, bzw. Sascha, Irinas und Kurts Sohn, begibt sich, nach einer gescheiterten Ehe und einer schlimmen Diagnose seines Gesundheitszustands, auf nach Mexico, um die Orte des Mexicos der Großeltern zu erkunden. Markus, Saschas Sohn, der irgendwie in schlechte Gesellschaft gekommen ist, hat ein Drogenproblem.

Während sich die Lebenslinien der verschiedenen Generationen aneinander nähern, gibt es eine interessante Konstante in der Erzählung. Eine Geburtstagsfeier von Wilhelm, am Vorabend des Mauerfalls, die aus den verschiedensten Perspektiven wiederkehrt. Das ist zuerst interessant, langweilt aber beim vierten Mal bereits, da man längst verstanden hat, was da passiert ist...

Abgesehen von einigen, meiner Meinung nach wenig glaubwürdigen Momenten- ich denke nicht, dass es wirklich so leicht möglich war, nach zehn Jahren Straflager wegen Kritik am Stalinregime und fünf Jahren Verbannung in die DDR zurückzukehren und ohne Erfahrung auf dem Gebiet sofort wichtiger, anerkannter DDR-Historiker zu werden- ist Eugen Ruge eine fesselnde Erzählung über ein faszinierendes und trauriges Kapitel der Geschichte gelungen. Allerdings mit einigen Schönheitsfehlern.

Einige Kapitel hätten wahrscheinlich locker gestrichen oder gekürzt werden können, da sie mehr oder weniger in einer Art Leerlauf für den Verlauf der Geschichte verharren und dem großen Hintergrund der Erzählung nicht gerecht werden, während beispielsweise auf Irinas doch nicht unwichtige Alkoholprobleme relativ wenig eingegangen wird. Einige Kapitel sind einfach sprachlich misslungen, obwohl Eugen Ruges Versuch, jedem eine eigene Stimme zu geben, schon sehr beeindruckend ist. Außerdem ist die Drogenabhängigkeit des jüngsten Familienmitglieds, nach all den Verfehlungen bis zu diesem Zeitpunkt dann schon ein wenig zu viel des Guten. Dadurch erhält der Roman eine gekünstelte Wendung und verliert doch viel von seiner Glaubhaftigkeit. Weniger wäre möglicherweise viel mehr gewesen.

Fazit: ein teilweise brillanter, faszinierender Roman, der jedoch am Ende traurigerweise nicht auf voller Länge überzeugt. Traurigerweise deshalb, weil das 1. Kapitel dieses Romans ein absoluter, furioser Geniestreich ist und der Rest des Romans danach leider sprachlich und inhaltlich, langsam, aber sicher abfällt. Selten habe ich einen Roman als gleichzeitig so faszinierend, aber doch auch enttäuschend empfunden.

Nichtsdestotrotz, eine wirkliche Empfehlung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2011 2:37 PM MEST


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