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Rezensionen verfasst von
Schnack (Sachsen)

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Was will die AfD?: Eine Partei verändert Deutschland
Was will die AfD?: Eine Partei verändert Deutschland
von Justus Bender
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Einblicke, aber leider oft auch flach, 28. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Justus Bender versucht in "Was will die AfD?" dem interessierten Außenstehenden einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der AfD Mitglieder zu geben und sachlich darzulegen, wofür diese Partei steht. Dazu hat er seit deren Gründung zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern geführt und alle bekannten Entwicklungen hinsichtlich von Grabenkämpfen und Spaltung in AfD und ALFA beobachtet. Aus seinen gesammelten Erfahrungen versucht er nun ein Gesamtbild zu entwerfen, sozusagen die Quintessenz der AfD zu extrahieren.

Meiner Meinung nach gelingt Ihm das nur unzureichend.

Hauptsächlich hat mich gestört, dass Benders durchaus sehr interessanten parteispezifischen Beobachtungen über deren Mitglieder, Ideen, Stimmungen ect. regelmäßig von Nebenkommentaren zu anderen Themen unterbochen werden. Dazu weiter unten mehr.

Zu Beginn wird viel Zeit darauf verwendet zu berichten, wie rau es in der AfD zugeht. Anfeindungen, Beschimpfungen, Arroganz gegenüber Leuten von außen wie auch unter den Mitgliedern selbst werden ausführlich geschildert. Die Frage, die sich mir dabei stellte war: Was will uns Bender damit sagen ? Solange ich keine Vergleich zu anderen Parteien habe, kann ich das Geschriebene nicht einordnen. Könnte sein, dass die AfD einen besonders rabiaten Umgang pflegt, könnte aber auch sein, dass es in anderen Parteien genauso läuft. Hier fehlt einfach der Maßstab woran ich als Leser das messen soll. Ich kann das nur an meinem eigenen Maßstab messen und sagen, dass ich nicht so handeln würde wie Bender es von ausgewählten AfD-Mitgliedern beschreibt, aber so what ? Meine Frau ist Apothekerin und was sie jeden Tag für Abgründe im Umgang mit Menschen erlebt spottet jeglicher Beschreibung. Beleidigungen sind da an der Tagesordnung. Als Doktorand an der Uni durfte ich erleben wie viele Professoren in übelsten Tönen über Studenten herziehen. Also lernt man Bender zu Beginn, dass in der AfD Menschen sind und damit auch alles Schlechte was Menschen nunmal so ausmacht. Das ist, zumindest für mich, keine Information.

Bender beschreibt die meisten Mitglieder als konservativ, ohne sauber zu definieren was er darunter versteht. Er macht wie viele Menschen den Fehler, konservativ als ein Festhalten an einem bestehenden Zustand anzusehen, aber nur wenn dieser Zustand aus seiner Sicht altmodisch ist. Als Beispielt im Buch wird jemand angeführt, der gerne möchte, dass Schwerin deutsch bleibt. Bender sieht dies als Angst eines Konservativen, dass Schwerin so eine multkulturelle, kosmopolitische Stadt wie Frankfurt/Main werden könnte. Angenommen die AfD wöllte FFM "germanisieren" und Bender würde dies ablehnen und lieber am Bestehenden festhalten, wer wäre dann eigentlich von Beiden der Konservative ? Jeder Mensch ist konservativ, wenn das was er hat ihm gefälllt. Ein Kommunist, der den Kommunismus erreicht hat, wird ab diesem Moment todsicher konservativ. Bender scheint das nicht zu verstehen.

Ein großes Problem hat Bender mit der Ablehnung des Islam innerhalb der AfD. Im Buch kommen ständig Einzeiler vor, wo eine AfD Position mit Hinweis auf Muslime entkräftet werden soll. Benders persönliche Einordnung kommt im Buch leider nicht ganz raus. Er bezeichnet sich aber als weder links noch rechts. Es gibt mehrere Hinweise, dass er sich als Libertärer sieht (nicht Liberaler). Seltsam, dass gerade ein Libertärer so islamfreundlich eingestellt ist, denn aus dem Islam kann man nicht einfach so austreten, wie aus anderen Religionen. Als Libertärer müsste er, bei aller Kritik der generellen Islamfeindlichkeit der AfD, jedoch selbst eine klare, freie und folgenlose Austrittsmöglichkeit aus dem Islam fordern, quasi als libertäres Gegenargument zur AfD.

Ich möchte nicht ewig weiter machen, aber das Buch strotz vor Einzeilern, die die AfD-Mitglieder zwischen den Zeilen versuchen als Spinner dazustellen. Er wirft z.B. vielen Mitgliedern vor, dass sie vom sogenannten "Staatsfunk" reden. Komisch, dabei dachte ich, dass jeder Bürger Rundfunkgebühren zahlen muss an den Staat, aber das ist dann wohl kein Staatsfunk nach Bender. Genauso beschwert er sich über die Verwendung des Begriffs "politischer Korrektheit" bei der AfD, was er nur als Regeln des Anstands sieht. Eine politische Korrektheit, die sich also im bester Tradition der Frankfurter Schule befindet, sind nur Höflichkeit. Die Kritik an der Alternativlosigkeit von Frau Merkel ist bei Bender auch nur Populismus, den alternativlos heißt ja nur, dass alle anderen Möglichkeiten schlechter sind. Blöd nur, dass in vielen Fällen diese deutsche Alternativlosigkeit im Ausland fehlte. Siehe z.B. den Umgang mit Bankern in der Finanzkrise in Island. Die sind ins Gefängnis gegangen, während bei uns lieber Banken gerettet werden.

Ich hatte zu Beginn Hoffnung, das Buch würde sich nicht lesen wie typische Presseartikel, doch leider trifft das nur auf vllt. 50% zu.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2017 1:16 PM CET


Deus Ex: Mankind Divided [PC]
Deus Ex: Mankind Divided [PC]
Wird angeboten von dith-shop
Preis: EUR 11,06

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da geht sie hin meine Jugendliebe, 9. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Deus Ex: Mankind Divided [PC] (Computerspiel)
Vorweg, ich habe das Spiel auf Steam erworben.

Ich gehöre zu den beinharten Fans des ersten Deus Ex und habe es mindestens 5 mal vollständig durchgespielt, sowie unzählige weitere Male angefangen. Ein Spiel über das ich so gerne mt Gleichgesinnten diskutiere und das in meiner Rangliste der besten Spiele immer zu den obersten drei Plätzen zählen wird. Nach dem der erste Nachfolger DX:IW mehr Kuriosität als Spiel war, hatte sich mit Teil DX:HR soetwas wie eine Weiterentwicklung mit Respekt vor dem Original ausgebildet. DX:HR hatte zwar so einige Elemente, die mir missfielen, wie Bosskampfe und allgemein das Deckungshooter-System, aber es hatte dennoch sehr vieles richtig gemacht. Ich hatte die Hoffnung man würde nun von da an das Spielprinzip sinnvoll weiterentwickeln, leider hat DX:MD diese Hoffnung zerschlagen.

DX:MD ist das erste Deus-Ex, durch das ich mich durchgequält habe um es einfach nur abzuschließen. Als mittlerweile etwas gereifter Spieler muss ich sagen, dass DX:MD einfach keinen Spaß macht. Es ist im klassischen Sinne kaum noch Spiel vorhanden. Stattdessen wurde sehr viel Wert auf den Style gelegt, der aber kein Spiel ersetzen kann.

1. Die Grundstimmung des Spiels ist mittlerweile vollkommen anders als im Original, was ich bedauere. Deus Ex war eine dytopische Welt mit einer Art weltweiten Verschwörung, wo die Menschen in den Resten der Zivilisation dahinsiechen. Gepaart mit einer Prise Akte-X und ein wenig SciFi ergab sich eine einzigartige Mischung. Bei DX:MD findet man sich dagegen in so einer Art Poliezistaat mit Hipstern wieder. Die Welt ist ja ach so böse und schlimm, aber trotzdem gibt's an jeder Ecke fancy Bars, Cafes und Verkäufer in Maßanzügen. Während bei DX die Menschen ihr erbämrliches Dasein in den Ruinen fristen, wirkt DX:MD wie durchgestylter Tech-Noir. Sicherlich ist das alles Geschmackssache. aber nach kurzer Zeit hat mich der Stil sehr ermüdet.

2. Die Story ist belanglos. Wir spielen keine Agenten einer Geheimorganisation mehr, der in die geheimsten Labore und Anlagen der Welt einsteigt. Nein wir sind Mr. 0815 Interpol und suchen den Drahtzieher hinter einem Bombenanschlag. Polizeiarbeit mit Augmentierungen sozusagen. Das wird nach kürzester Zeit langweilig, weil Adam Jensen sich gefühlt selbst nicht für die Sache interessiert, so teilnahmslos wie er bei allem daherkommt. Kein grauer Tot der die Menschheit bedroht, keine künstliche Intelligenz die mit uns Kontakt aufnimmt, keine interessanten Orte, nur Polizeiarbeit.

3. Die Personen bleiben alle eindimensional. Bei DX war die erste Ansprechperson mein Bruder, mit dem ich zu Beginn zusammenarbeiten muss. Die aufgebaute Bindung machte die späteren Wendungen in der Story wirklich interessant. Wer wollte nicht Paul retten ? Und bei DX:MD ? Irgendwelche Leute, ständiges "name dropping" ohne tieferen Hintergrund. Mir wurde während des Spielens nicht klar, warum ich mich für diese Menschen interessieren sollte.

4. Wenig Spiel, dafür unendliche viele Zwischensequenzen. Teilweise, insbesonderen in den Hauptmissionen, rennt man von einer Cutscene zur nächsten, hört sich ewiglange, belanglose Gespräche an, nur um danach ein, zwei kleine Sachen zu machen bevor die nächste Sequenz kommt. Ab der Hälfte habe ich angefangen die Sequenzen teilweise durchzuklicken nur um weiter machen zu können. Die Seuche an permanenten Unterbrechungen ist purer Zeitgeist. Wenn ich einen Film gucken will, dann tue ich das. Enfach mal zum Vergleich ein gutes älteres Spiel zum Vergleich nehmen. Da hatte man noch viel Spiel, wenig Film. Moderne AAA-Titel sind fast nur noch Film.

Ich könnte noch weitere Punkte aufzählen, aber meine Meinung sollte klar sein. Es gibt noch etliche kleine spielerische Sinnlosigkeiten, wie etwa die Tatsache, dass es keine Dietriche mehr gitb. Es gibt, aber mechanische Schlösser, die man dann ohne spezielles Werkzeug einfach kaputtschlägt. Also warum gibt es dann überhaupt "verschlossene" Türen ?

DX:MD ist wie die aufgebretzelte, neue heiße Flamme für die man im Affekt, die vllt mittlerweile etwas angegraute Jugendliebe kurz missachtet, nur um dann festzustellen, dass die neue vielleicht toll aussieht, aber nichts zu erzählen hat. Stattdessen kehrt man wieder und wieder zu seiner alten Freundin zurück und erfreut sich daran, dass man eventuell auch bei 10. mal noch ein neues Detail an ihr entdecken kann.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2017 4:34 PM CET


Debunking Economics: The Naked Emperor Dethroned?
Debunking Economics: The Naked Emperor Dethroned?
Preis: EUR 20,24

3.0 von 5 Sternen notwendige und hervorragende Zerlegung des Status quo der Ökonomie, schwache Lösungsbetrachtung, 18. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer kennt nicht das Gefühl, wenn er "Experten" der Ökonomie reden und diskutieren hört, dass es sich anfühlt als ob Blinde über Farben reden ? Meist gesellt sich dazu ein Verdacht, dass das Meiste von dem, was uns heutzutage als Wirtschaftswissenschaft verkauft wird, mehr mit Religion als nüchterner Wissenschaft zu tun hat. Vom aktuellen Mainstream abweichende Meinungen sind rar gesät bzw. häufig ähnlich dogmatisch und weltfremd wie der Mainstream selbst. Wer eine Vogelperspektive einnehmen will, um Probleme zu erkennen, sollte definitiv zu "Debunking Economics" greifen.

Das Buch ist trotz seines locker daherkommmenden Autors alles andere als leichte Lektüre. Keens hat seine Hausaufgaben sehr gründlich erledigt und nimmt jedes einzelne Argument der Mainstreamökonomie (Angebot/Nachfrage, Gleichgewicht, frei Märkte ect.) rigoros auseinander. Dabei lässt er keine Details aus und zitiert umfangreich Originalarbeiten zu den jeweiligen Themen. Der Befund ist eindeutig und erschreckend zugleich. Der heutige Mainstream ist eine wandelnde Leiche, ideologisch versteinert und unfähig sich aus sich selbst heraus zu erneuern. Die heutigen Erklärungen zur Wirtschaft muten genauso absurd an, wie frühere "Beweise" , dass Herrscher XY von Gottes Gnaden sei und daher die Welt so sein muss wie sie ist. Gerade alle Personen mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Hintergrundwissen, werden entsetzt sein über die Unsinnigkeit heutiger Wirtschafts"wissenschaften".

Genau dieser Teil des Buchs ist stark und schwach zu gleich. Stark ist die Sauberkeit der Ausführungen, die keine Fragen offen lässt, warum das jeweilige Argument der Mainstreamökonomie falsch ist. Schwach ist dagegen die permanente Redundanz der Ausführungen, die auch bei mir als interessierten Leser Ermüdungerscheinungen aufkommen ließen. Hier wäre weniger oft mehr gewesen, auch ohne die Hauptaussagen zu verwässern.

Leider setzt sich der Großteil des Bucher mit der Widerlegung der Mainstreamökonomie auseinander. Die Lösungsansätze bleiben überschaubar. Keens argumentiert, dass die Wirtschaft als dynamisches System verstanden werden muss und insbesondere Emergenz in die Betrachtungen mit einfließen sollte. D.h. weg von statischer Analytik, hinzu Dynamik und Differentialgleichungen, um ein realistischeres Bild der Wirtschaft zu generieren. Hierzu hat er leider nur ein paar knappe Beispiele, die zeigen sollen, dass die Wirtschaft immer dynamisch instabil ist.
Gerade als es beginnt interessant zu werden bricht er jedoch wieder ab.

Gegen Ende kommt stattdessen ein ermüdender Teil über die Feinheiten in Marx Betrachtungen zu den Themen "Wert" und "Profit". Endlose Zitate von Marx und seinen Kritikern im Wechsel, die letztendlich zu nicht viel aussagekräftigen führten.

Im letzten Kapitel werden verschiedene Strömungenn innerhalb der Ökonomie abgehandelt, mit Vor- und Nachteilen bzw. deren Zukunftsperspektiven. Leider war dieser Teil ebenfalls recht kurz gehalten und mit Wiederholungen aus vorherigen Kapiteln gefüllt.

Was fehlt im Buch ?

Mir persönlich fehlt vollständig die energetische Betrachtung der Wirtschaft. Was bringt es mir wenn ich vom statischen ins dynamische System wechsel, ohne die Frage nach der Energie zu beantworten. Ist unser kapitalistisch/debitistisches System in der jetzigen Größenordnung überhaupt möglich in Zukunft ? Kann es überhaupt ein stabiles, wenn auch in Grenzen dynamisches System geben, wenn die Nettoenergie sinkt ? Gibt es so etwas wie dynamisch, stabiles Downshifting in der Wirtschaft ?

Das wären meiner Meinung nach Fragen, die dringend addressiert werden müssen.

Fazit:

Der Titel hält was er verspricht. Die Mainstreamökonomie wird gnadenlos zerlegt im Buch. Leider geht dem Buch danach die Luft etwas aus.

Dennoch ist es ein Muss dieses Buch zu lesen, aber zuviel Spaß wird man dabei nicht haben.


Game of Thrones - Die komplette zweite Staffel [5 DVDs]
Game of Thrones - Die komplette zweite Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Lena Headey
Preis: EUR 11,97

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie man einer Buchvorlage ihrer Qualität beraubt, 31. März 2014
Ich habe aktuell gerade den dritten Band der Buchserie auf Englisch beendet und parallel die zweite Staffel geschaut. Persönlich fällt es mir schwer zu verstehen, womit die Serie derartig viele sehr gute Bewertung erhält. Ich würde sehr gerne wissen, wie viele Rezensionen von Leuten verfasst wurden, die auch die Bücher kennen. Ich finde solange man die Bücher nicht kennt, ist die Serie halbwegs in Ordnung. Für Kenner des Buches müssten die Abweichungen zur Vorlage jedoch eigentlich unerträglich sein. Mir ist bewusst, dass es keine 1:1 Umsetzung geben kann, aufgrund des Umfangs der Bücher. Was mir jedoch übel aufstößt ist, dass viele Dinge in der Serie so abgewandelt wurden, dass sie einfach keinen Sinn mehr ergeben. Als Folge bekommen manche Charaktere vollkommen andere Züge als im Original und das kann ja wohl kaum gewollt sein. Ein Beispiel wäre Jons Geschichte nördlich der Mauer, die in der Serie total anders dargestellt wird und Jon's Beweggründe hinter seinem Handeln total außen vorlässt. Ebenso werden einfach mal so wichtige Sätze uns Szenen auf andere Personen als im Buch übertragen. Z.B. bezeichnet in der Serie Petyr Baelish Sansa als schlechteste Lügnerin von King's Landing, während dies im Buch Sandor Clegane sagt. Das mag kleinlich klingen, verändert aber damit auch hier wieder die Charakterzeichnung des Sandor Clegane. Als Ausgleich darf dieser in der Serie Bronn bedrohen, was im Buch nie passiert. Somit ist er in der Serie ausschließlich der harte Knochen, im Buch aber vielschichtiger. Lord Tywin wird durch seine erfundene Nähe zu Arya dagegen viel weicher gezeichnet als im Buch, wo er immer der niemals lächelnde, harte Führer war. Man könnte unzählige weitere Beispiele anführen für Veränderungen zur Vorlage, die unglücklich gewählt wurden.

Weiterhin ist anhand der Sprache sehr schnell ersichtlich welche Szene ausgedacht ist und welcher Dialog aus dem Buch stammt. Sämtliche neuen Dialoge sind sprachlich verglichen mit R.R. Martins Stil peinlich. Hinzukommen ganz üble und lachhafte Fehlübersetzungen. Z.B. wurde "Crone" mit KRONE übersetzt! Herrgott es ist die "Alte Frau" als eine der Sieben Götter gemeint. Von mir aus hätte man auch "Schnitterin" sagen können, aber doch nicht Krone. Derart di­let­tan­tisch ist leider vieles in der deutschen Variante.

Als letzten negativen Aspekt bemängele ich den zu hohen Sexanteil. Nicht etwa weil Sex was schlechtes wäre, sondern weil es ganz klar in der Serie als Effekthascherei eingesetzt wird. Wo im Buch sexuelle Aspekte zwischen vielen Figuren nur angedeutet werden, wird in der Serie knallhart zur Sache gegangen. Das könnte man noch durchgehen lassen, schließlich war's nicht ganz erfunden. Darüberhinaus wird aber für jede dieser Szenen noch mindestens eine Sexszene frei erfunden, die es im Buch nicht gibt. Warum ? Warum echte, wichtige Aspekte der Geschichte streichen und dafür durch Sex ersetzen ? Weil es mehr Zuschauer bringt oder billiger ist ? Ich verstehe es nicht und werde die dritte Staffel auch nicht anschauen. Jeder der die Serie mag sollte unbedingt danach die Bücher lesen. Andersrum wird man bloß enttäuscht sein.


NumPy Beginner's Guide  - Second Edition
NumPy Beginner's Guide - Second Edition
von Ivan Idris
  Taschenbuch
Preis: EUR 37,44

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Einstieg, wenn auch nicht perfekt, 5. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aus Interesse und beruflichen Gründen habe ich vor kurzer Zeit damit begonnen Python zu lernen, vor allem mit Hinlbick auf NumPy und SciPy. Ich hatte rudimentäre Programmiervorkenntnisse und war bereits mit R für statistische Auswertungen und Matrizenrechnungen vertraut. Daher war der Einstieg in NumPy für mich recht einfach. Das wichtigste bei NumPy ist zu verstehen, dass nahezu alles über Arrays funktioniert. Hier hat das Buch "NumPy Beginner's Guide - Second Edition " mich nur teilweise überzeugt. Zwar wird die Idee der Arrays gut eingeführt, aber eben nicht vollstänidg aus meiner Sicht. Etliche Dinge, z.T. eigentlich triviale Sachen, musste mir über das Internet aneignen. Der Rest des Buches sind größtenteils Beispiele aus verschiedenen Wisschenschaftsbereichen, um bestimmte eingebaute Funktionen zu erläutern. Ich finde das durchaus in Ordnung, jedoch bleibt vieles davon für den Einzelnen unbrauchbar. So sind z.B. sämtliche Beispiele aus dem Bereich Wirtschaft für mich garnicht nützlich gewesen.

Mein Rat ist folgender: Wer NumPy lernen möchte sollte diese Buch haben, aber nur als Einstieg sehen. Das Buch durchzuarbeiten ist absolut nicht nützlich. Durchlesen, um Eindrücke der Fähigkeiten der verschiedenen Mdoule zu erhalten, reicht vollkommen. Am besten lernen kann man dann Python bzw. NumPy/SciPy nur, wenn man an einem konkreten Problem lernt.

Erwähnt sei noch, dass die Vorschsläge des Autors an NumPy zu kommen etwas antiquiert sind, Ich empfehle einfach [...], da erhält man als Freeware Python mit allen noitwendigen Zusatzpaketen. Absolut perfekt zum direkt loslegen geeignet.


Castlevania: Lords of Shadow (Ultimate Edition)
Castlevania: Lords of Shadow (Ultimate Edition)
Wird angeboten von Gameshop66
Preis: EUR 9,95

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lord of Quicktime, 9. November 2013
Nach ca. 15 Stunden habe ich nun LoS beendet und bin der Meinung, dass es mittelmäßig war und wohl nicht nochmal von mir angefasst werden wird. Das Spiel ist nun schon etwas älter, da es verzögert für PC erschien und schon eine Zeit lang für PS3 erhältlich war. Daher ist meine Rezension ebenfalls natürlich eine recht späte Meinung zum Spiel.

Ich muss zugeben mit überhöhten Erwartungen an das Spiel herangegangen zu sein, da diverse Testvideos sehr vielversprechend aussahen. Leider vermitteln Videos zum Spiel einen besseren Eindruck, als wenn man selber spielt. Woran liegt das ?

Zunächst ist der Stil ernorm gelungen und gaukelt permanent eine tolle Fantasywelt vor. Leider sind ausnahmslos alle Level sehr klein und bis auf minimale Abzweigungen in Form von "versteckten" Räumen, vollkommen linear. Mich hat diese Art Leveldesgin mit zunehmender Spieldauer sehr gestört, da der Entdeckerdrang total zum erliegen kommt und man nur noch das Gefühl hat stupide durchzurennen. Da ist z.B. Darksiders II mit seiner relativ offenen Spielwelt sehr viel gelunegener. Dadurch, dass die Levels so klein sind, wirken die Abschnitte auch nicht zusammenhägnend, sondern wie aneinandergereiht. Es kommt dadurch niemals ein guter Spielfluss zustande. Ich finde das verdammt schade, weil der Grafikstil und die ganzen wunderbar designten Umgebungen in einer Welt ala DS II oder Dark Souls sehr spannend gewesen wären. So wirkt es fast schon wie Verschwendung die Level so aufwendig zu gestalten, wenn es im Endeffekt doch nur "Schienen" sind auf den man entlang läuft.

Der Hauptkritikpunkt ist aber ganz klar der inflationäre Gebrauch von Quicktimeevents (QE). Ich kann mich noch sehr gut als Spieler der alten Garde an Zeiten erinnern, wo es sowas in keinen Spiel gab. Und mit Dark Souls kam erst vor kurzer Zeit ein Spiel, was wieder mal bewies, wie episch und gut Kämpfe sein können, ohne QE. In LoS ist fast alles ein QE. Monster zähmen, in Zwischensequenzen gegen Bosse kämpfen, mit der Umgebung interagieren usw. Fast immer muss man zu richtigen Stelle einen Knopf drücken oder mehrfach auf einen hämmern, damit dann irgendwas passiert. In meinen Augen ist das nicht mal mehr ein Spielelement sondern schlichtweg Lückenfüller stupidester Art für fehlendes ECHTES Gameplay an diesen Stellen. Man bekommt stets gesagt, was man tuen muss und kommt sich dadurch äußerst dumm vor beim spielen. Generell wird während des Spiels fast ununterbrochen gesagt, was man machen muss um weiter zu kommen. "Reis die Wand ein", "Wirf einen Dolch", "Zähe Monster XY". Das ist ganz einfach schlechtes Gameplay.

Das Kampfsystem an sich ist dagegen gelungen. Einige Abzüge gibt's dennoch auch hier. Manche Elemente sind einfach überflüssig, wie der Handschuh und die Stiefel. Für diese gibt es zwar Kampfstile, aber ich habe die nicht einmal gebraucht , da der Standard Peitschenhieb fast immer ausreicht. Ab ca. der Hälfte des Spiels gibt es eigentlich auch nichts mehr worin man seine Erfahrungspunkte stecken kann, da keine neuen Kombos mehr dazukommen. Insgesamt sind die Kämpfe daher gut gestaltet, aber auf dauer äußerst eintönig.

Vergleichen mit den alten Castlevania Teilen kann man LoS auf keinen Fall. Es wirkt eher wie eine Mischung aus Darksiders und Devil May Cry I. Andere sagen es sei wie God of War. Naja wie dem auch sei, Fakt ist dieses Spiel macht nichts neu, sonder das meiste nur nach und das leider immer einen Tick schlechter als die Konkurrenz. Einmaliges Durchspielen lohnt sich wegen des Stils durchaus, aber ich glaube in wenigen Jahren wird man sich an LoS kaum noch erinnern können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 7, 2014 4:53 PM CET


The Tree of Life (limited Digipack) [Limited Edition]
The Tree of Life (limited Digipack) [Limited Edition]
DVD ~ Sean Penn

52 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kunst ist kein Synonym für intelligent, 29. Juni 2011
"The Tree of Life" ist ein in allen Belangen schwerer Film. Seine Bildgewalt, seine Behäbigkeit, seine bedeutungschwangere Aufmachung, all das lastet auf des Betrachters Schultern. Dabei ist dies unabhängig davon, ob man vom Gesehenen überzeugt ist oder nicht. Doch was genau ist es, was dieser Film einem sagen will bzw. will er wirklich etwas sagen ?

Viele Filme, die heutzutage als intelligent gelten sind Kunstwerke der narrativen Reduktion. Ein Gleichgewicht aus klassischer Story, die gut durchdacht ist und dazugehöriger schöner Inszenierung eben dieser, geht diesen Filmen meist ab. Vielmehr ist es wie bei "Tree of Life", dass die Story schrumpft und die Bildgewalt überwiegt. Damit einher gehen dann in aller Regel die hohen Bewertungen, die der Meinung sind diese erzählerische Lücke mit intelligenten Interpretationen schließen zu können.

Ich vertrete hier jedoch bewusst die Meinung, dass es Herrn Malick einfach nicht gelungen ist, seinen großen Bildern eine ebenbürtige Geschichte an die Seite zu stellen. Wenn wir hier schon von Kunst reden, dann darf man nicht vergessen, wie oft Künstler in ihrer eigenen Selbstverliebtheit zergehen und den Betrachter bei Kritik sehr schnell abqualifizieren. Also warum darf es nicht erlaubt sein diesen Film rein von seiner Substanz her zu betrachten und die schmuckvolle Fassade mal auszublenden ?

Was bleibt ist ein sehr christliches Werk über Schuld und Sühne sowie den Kampf zweier Weltanschauungen verkörpert als Vater und Mutter. Eine an sich vielbesprochene Problematik, die hervorragend von den Schauspielern dargestellt wird und auch wahre Freude bereitet. Doch leider werden eben jene Charaktere vom Regisseur selber zu Randfiguren degradiert. Es wird nicht nur gefühlt, sondern auch real, mehr Zeit im Film darauf verwendet Natur- und Weltraumbilder bzw. fraktale Gebilde mit operaler Kulisse zu hinterlegen, als Inhalt zu transportieren.

So kommen in regelmäßigen Abständen Darstellungen einer blau-orangen Flamme bzw. Rauches, zu welchen die Mutter christliche Phrasen flüstert. Warum sollte das jetzt intelligent sein ? Das ist genauso "toll" wie die Sinnlosigkeiten auf der Documenta vor denen die Leute immer scheinbar begeistert stehen. So gesehen ist es Kunst, aber leider zeitgenössische Kunst, die nunmal zurecht kritisiert werden muss!

Des weiteren drängte sich mir während des Schauens der starke Verdacht auf, dass hier eine Mentalität herrscht wie "Ich mach's weil ich's kann" so wie das auch bei Lars von Trier oftmals wirkt. Ich kann Dinos animieren, also mach ich das. Ich kann 15 Minuten weltraumbilder zeigen, also her damit. Ich hab 50 Leute die am Strand laufen, dann im Hochhaus laufen, dann wieder am Strand ohne das was passiert usw. Und genau durch solches egozentrisches Künstlergehabe geht die eigentliche Botschaft immer weiter verloren.

Warum ist es heute so schwer geworden die Dinge unvoreingenommmen zu betrachten und zu bewerten, ohne dass immer gleich von Kunstwerk gesprochen wird ? Wir bewegen uns mit diesem inflationären Gebrauch dieses Begriffs immer weiter in einen Zustand des unreflektierten Gejubels der Intelligenz. Im Endeffekt ist "Tree of Life" wohl nichts als eine verfilmte Kindheitserinnerung, deren genauen Sinn überhaupt niemand kennen soll und somit es schwer fällt, das noch als KINO im klassischen Sinne zu bewerten.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2012 1:38 AM MEST


Hunted: Die Schmiede der Finsternis
Hunted: Die Schmiede der Finsternis
Wird angeboten von GoForGames
Preis: EUR 11,54

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz miese Tour, 19. Juni 2011
Wie auch in einer anderen Rezension bereits beschrieben, gehöre ich ebenfalls zu den Leuten, die das Spiel zwecks seines so angepriesenen Coop-Modus an einem Rechner kauften. Ich habe einige Tests gelesen, auch den von Gamestar und nirgendwo stand, dass es diese Möglichkeit mit einer Version an einem Rechner ZU ZWEIT COOP zu spielen nicht gäbe. Ja nur leider ist es aber so! Und ich frage mich als ehrlicher Kunde wirklich was das soll ? Ist ein LAN-Modus heutzutage so besonders, dass ich diesen in der Werbung stets als große Sache anpreisen muss ? Eher nicht, finde ich.

Von daher wäre das Spiel ab diesem Zeitpunkt für mich schon tot gewesen, da ich es nur des COOP wegen kaufte.

Nun kommt aber noch ein Punkt hinzu den ich ganz klar kritisieren möchte, nämlich die Steurung. Soetwas mieses habe ich noch nicht erlebt. Ich wollte das Spiel mit einem PS2 Controller am PC spielen und besitze zwei verschiedene Adapter dafür. Beide gehen reibunglos bei sämtlichen Titeln, nur nicht bei Hunted! Zwar erkennt das Spiel den Controller, macht aber mit den Tasten was es will. Die Y und X-Achsen sind verstellt und eine Umstellung im Menü bewirkt garnichts. Das schärfste war, dass sich die eigentliche Tastenbelegung nicht einmal umstellen lies!

Ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, aber bei diesem Spiel bin ich seit langem wirklich mal wieder sauer und trauere meinem Geld hinterher.

Das wäre alles halb so wild, wenn es wieder zu verkaufen wäre aber dank Games for Windoof nimmt kein Gebrauchtladen das Teil an!

Die Entwickler sollten sich für diesen so dermaßen im Voraus hochgelobten Müll schämen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 25, 2015 12:13 PM CET


Risen
Risen
Wird angeboten von RatziFatzi
Preis: EUR 23,20

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verfehlte Liebe auf den ersten Blick, 24. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Risen (Computerspiel)
Nach Beenden des Endkampfes ist es geschafft, Risen ist vorbei. Was bleibt ist ein tiefes Gefühl herber Enttäuschung, gepaart mit den etwas noch nachwirkenden schönen Momenten zu Beginn des Spiels. Selten erlebte ich es, dass ein Spiel zu Beginn so große Begeisterung auslöste, die sich innerhalb der relativ kurzen Spieldauer in ebenso große Abneigung wandelte.

1. Phase - Begeisterung

Ich muss gestehen Risen gefiel mir zunächst als Gothic Fan wegen seiner offensichtlichen Ähnlichkeit zu Gothic 1/2. Eine überschaubare, frei zu erkundende Welt, die überall förmlich danach ruft entdeckt werden zu wollen. Glaubwürdige Dialoge und ein kantiger, frescher Hauptcharakter ließen sofort Interesse wecken. Dazu gleich zu Beginn die (scheinbar) schwierige Wahl zu den Banditen oder zu Inquisition zu gehen. Ich entschied mich für die Schurken und wurde so gleich von vielen Nebenquests, den altbewährten Arenakämpfen uvm. in Empfang genommen. Das Gefühl als Nichts anzufangen und sich langsam hochzuarbeiten, wird hervorragend erzeugt und man ist motiviert jede Quest zu absolvieren. Verstreute Ruinen, starke Monster vor tiefen Höhlen, zu schürfende Erze, Schmiede- und Alchemierezepte erzeugen ein "Hier gibts noch so viel zu entdecken"-Gefühl, welches zunächst wunderbar anhält. Mit dem ersten Ausflug in die Hafenstadt erreicht Risen für mich den Höhepunkt. So viel Atmosphäre erzeugen nicht viele Spiele und man dürstet förmlich danach alles zu erkunden, jedes Haus zu durchsuchen usw. Es ist zwar bereits eindeutig spürbar wie viel hier von Gothic fast dreist kopiert wurde, aber noch überwiegen die guten Momente, die die etwas einfache Spielmechanik sehr gut überblenden.

2. Phase - erste Ernüchterung

Sobald man aus der Hafenstadt wieder raus kommt, flaut das Spiel stark ab. Neben der Fraktionswahl, brachte der Ausflug ins Städtchen eigentlich nicht allzu viel und so wird bis zum Ende des Spiels auch nichts nennenswertes mehr dort passieren. Das ist äußerst schade. Vergleicht man das mit Gothic 2, wo die Stadt stets wieder Anlaufpunkt war, ist das eindeutig zu wenig. Weiterhin wird auch zumindest für Banditen der zweite große Ort die Vulkanfestung kaum etwas hergeben. Man kommt hin um ins nächste Kapitel zu gehen und mit Beginn von eben jenem ist die Festung auch schon sinnlos geworden (warum verrat ich hier nicht). Außerdem fragt man sich ab diesem Zeitpunkt auch was mit der Inquisition, die ja die ganze Insel beherrschen soll, los ist. Ab Kapitel 2 verliert dieser Aspekt jegliche Bedeutung und sowas wie permanente Bedrohung durch den großen Inquisitor sucht man vergebens. Nicht einmal diese zentrale Figur wird interessant dargestellt, sie ist fast so wie jede andere.

3. Phase - Enttäuschung

Ab Kapitel 3 geht alles schief. Es gibt keine Nebenquests mehr und die Hauptquest wird zum Sammelspiel ohne Sinn und Verstand. Man schlachtet sich ungelogen durch gefühlt 1000 Echsenmenschen und anderes Vierzeug, nur um ewig viele Teile (Scheiben, Rüstungsteile) zu finden, die man dann braucht um den absolut miesen Endkampf zu beschreiten. Die Atmosphäre der ersten Stunden ist wie weggeblasen und man ärgert sich permanent über stupides Geschnetzel gegen immer gleiche Monster.

Anbei noch ein paar wirkliche Minuspunkte, die das Spielgefühl kaputt machen:

* egal ob man die ganze Insel absucht oder nicht, es gibt schlicht kaum etwas zu entdecken an Gegenständen.

Bsp: Es gibt einige Schwertfragmente zum selber schmieden. Diese sind über die Insel verteilt, jedoch sind diese Schwerter auch nicht besser, eher sogar schlechter als die "normalen" Waffen

* es gibt keine magischen Waffen, keine Rüstungen zum finden, nur wenige Schmiederezepte für Waffen und kaum Trankrezepte neben Mana- und Lebenstränken.

* absurde Monsterverteilung

Ständig, vor allem gegen Ende des Spiels, bewachen Horden von sehr starken Monstern in Tempeln Truhen mit Gegenständen wie rostigen Schwertern, 5 Goldmünzen oder 10 Pfeilen. Das ist weder glaubwürdig noch motivierend, sonder nervt schlicht weg. Hier war Gothic genauso grottig, aber man musste ja auch hier kopieren. NERV!

* Zaubersystem vollkommen öde

Wer die reiche Auswahl an Zaubern aus Gothic oder anderen Spielen erwartet ist hier fehl am Platz. Selten war es so langweilig ein Zauberer zu sein. Die meisten Standardzauber liest man sowieo von Spruchrollen. Warum sollte ein Zauberer Vorteile von einer Nautilus-Rune haben ? Ganz mieses und unmotivierendes System.

* Dungeons aus drei "Rätseln" bestehend.

In Vorschauen zu Risen wurde immer gelobt, wie komplex die Dungeons werden und wie geschickt man Zauber braucht um sie zu bewältigen. Gezeigt wurden dabei immer Levitation, Nautilus (Schrumpfen) und Telekinese. Ja....öhm...bis zum Release kam auch nicht mehr hinzu, das wars. Nach zwei Tempeln hat man alles gesehen.

* kein Heldengefühl

Als Kämpfer hat man auch mit bester Ausrüstung nie das Gefühl irgendwie endlich ein großer Krieger zu sein. ein einzelner Echsenkrieger kann mit drei guten Treffen einen immer noch ganz schnell umhauen. Der Inquisitor kann trotz simplen Holzstab unseren Helden in Titanenrüstung mit wenigen Schlägen töten.

Insgesamt bin ich traurig, weil hier mit mehr Kreativität für die Kapitel 3/4 und mehr Sammeltrieb ein wunderbares Spiel hätte entstehen können. So bleibts durch und durch durchschnittlich.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2011 3:29 PM CET


Puls
Puls
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele halbgare Ideen, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Puls (Gebundene Ausgabe)
Obligatorisch möchte auch ich mich vorweg als großer King Fan erklären. Und genau deswegen wollte ich zu diesem Buch eigentlich garnichts schreiben, da es mich sehr enttäuscht und verärgert hat.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie manche selbst ernannte Freunde von Kings Büchern hier fünf Sterne vergeben können. Natürlich ist alles subjektiv, aber ich kann's absolut nicht nachvollziehen. Man sollte Kings Werke immer an dem einzigen vernünftigen Maßstab messen und das ist nunmal er selbst.

Was an Puls wirklich nervt ist, dass nach der letzten Seite, dieses Buch immer schlechter erscheint, je länger man darüber nachdenkt, was da jetzt eigentlich so passiert ist. Gerade in längeren Gesprächen mit Anderen, die es auch gelesen haben, kamen immer mehr Punkte auf, die unlogisch und einfach nur peinlich erschienen.

1. Das Buch entledigt sich selbst seiner Spannung. Wieso ? Ganz einfach deswegen, weil ohne wirkliche sinnvolle Begründung die "Zombies" friedlich werden und das auch noch relativ früh im Buch. Man kann sich vor ihnen verstecken, weil sie einfach so keine Häuser betreten !? Nachts schlafen sie brav. In jedem halbwegs ernstgemeinten Horrorfilm wäre das ein Grund für schallendes Gelächter.

2. Es tauchen während des Buches immer wieder interessante Aspekte auf von denen nahezu keiner auch nur im Ansatz erklärt wird. Ich habe absolut nichts dagegen den Leser über manches im Unklaren zu lassen oder Erklärungen nur anzudeuten, aber hier ist's einfach zu viel. Keine Auflösungen woher der Puls stammt ist dabei noch da geringste, das könnte man unter "Denkt euch euren Teil" abtuen. ABER! Die Zombies fliegen einfach so. Sie hören Musik bestimmter Stilrichtung um zu schlafen. Sie kommen nicht in Gebäude. Sie haben so eine Art Anführer, der Träume manipulieren kann und in diesen Träumen auf Latein spricht usw. Davon wird nichts erläutert, das ist eben alles so.

3. King scheint hier nicht gerecht gewusst zu haben, was das Hauptthema sein soll.

Zombies ? Scheint zu Beginn so, aber dann sind sie auf einmal "lieb"

Weltuntergangsstimmung ? Dazu wirkt das ganze Szenario zu unglaubwürdig beschrieben. Z.B. wird lange immer wieder erzählt, dass die Grenze nach New Hampshire dicht ist und man bei Annäherung erschossen wird. Aber die Hauptpersonen gehen einfach locker durch, aha....

Sc-Fi ? Andeutungen zu Puls = Virus für Gehirne, aber auch wieder nur marginale Hinweise

Es geht um vieles, aber um nichts wirklich davon tiefgreifend

4. Die Charaktere! Sie geben dem Buch eigentlich den Rest. Es handelt sich um eine kleine Gruppe Überlebender, die sehr seltsam agieren für ihre Situation in der sie sich befinden. Sie äußern den Verdacht, dass der Puls global ist und entscheiden sich dann dafür ca. 1000 Zombies zu töten. Was soll das bringen bei vllt Milliarden verseuchten ???? Vollkommenner Trash ist dazu wie sie dies dann bewerkstelligen. Dies ist nur ein Bsp. Darüberhinaus wirken die meisten der Personen arg flach.

Also bitte, das ist kein "ES", "The Stand" o.ä, die wirklich 5 Sterne verdienen. Das ist knapp vorbei am Schund!


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