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Beiträge von Andrea Hübner
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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner "monja1995" (Fahrenzhausen, Bayern)

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Die Insel der Frauen
Die Insel der Frauen
Preis: EUR 3,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimnisse der Vergangenheit, 31. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Insel der Frauen (Kindle Edition)
Klappentext:

26 Jahre nachdem Sandra die Insel ihrer Kindheit im Streit mit ihrem Vater verlassen hat, kehrt sie dorthin zurück, um die letzten Dinge ihres plötzlich verstorbenen Vaters zu regeln.
In der Hinterlassenschaft im Elternhaus findet sie unter anderem ein Buch, das an sie gerichtet ist. Dieses Buch wirft Rätsel auf, die Sandra mit Hilfe eines Mannes, der ebenfalls auf der Insel aufgewachsen ist, lösen möchte. Plötzlich steht der plötzliche Herztod ihres Vaters in einem ganz anderen Licht da und sie beginnt am Wahrheitsgehalt des Totenscheines zu zweifeln.
Was hat es mit dem Kloster, das nur ganz wenige jemals betreten haben, auf sich? Warum verschwanden immer wieder männliche Babys spurlos? Sandra macht sich auf die Suche nach der Wahrheit des Klosters und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere in höchste Lebensgefahr…

Mein Eindruck:

Ob es so etwas, wie in diesem Roman beschrieben, in dieser Form heute wirklich noch gibt, das kann ich nicht beurteilen. Aber vorstellbar wäre es ohne weiteres, dass „Übriggebliebene“ aus Zeiten des Dritten Reiches noch immer dem Rassenwahn und der Erschaffung der einzig guten Menschenrasse auf der Spur sind und nicht davor zurückschrecken, diese in die Tat umzusetzen.
Zu Anfang hat man den Eindruck, dass die Hauptprotagonistin zwar auf die Insel kommt, um die Beisetzung und Haushaltsauflösung ihres Vaters zu regeln, ansonsten jedoch auch ein paar erholsame Tage auf der Insel verbringen möchte und evtl. auch Kontakte auffrischen möchte, die nach ihrer überstürzten Abreise, 26 Jahre zuvor eingeschlafen waren.
Nach dem Fund des handgeschriebenen Buches, ist man so in der Spannung auf weiteres gefangen, dass man das Buch einfach nicht zur Seite legen möchte, ohne endlich auf die Lösung des Rätsels zu kommen. Cornelia Lotter spielt zu Anfang mit dem Leser und wiegt ihn in der Sicherheit, ein locker flockiges Büchlein zur Unterhaltung und Entspannung in Händen zu halten. Aber weit gefehlt, die Rechnung der Autorin geht auf und man fiebert mit Sandra mit, die wissen möchte, was hinter den alten Klostermauern vor sich geht.
Über die Recherche zu diesem Buch kann ich nichts sagen, da mich dieses Thema allenfalls irgendwann mal in der Schule streifte, ich jedoch keinen Gedanken mehr daran festmachte. Lotter schaffte es hier wieder einmal, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Was nicht zuletzt an ihrer Art, Geschehnisse in spannende Lektüre zu verwandeln.
Einziger Kritikpunkt, der bei mir vorhanden ist, ist die Gestaltung des Covers. Dieses passt meiner Meinung nach eher zu einem blutrünstigen Vampirroman, als zu dieser dunklen Inselgeschichte. Hier wäre weniger mehr gewesen. Dies tut dem Inhalt jedoch keinerlei Abbruch.

Mein Fazit:

Wieder ein Lotter, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Cornelia Lotter, die mir wieder ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte und mir die Erlaubnis gab, das Cover für meine Rezension zu verwenden.

Nachtrag:

Aufgrund mehrfacher Kritik, nicht nur von meiner Seite, ging Cornelia Lotter nochmal in sich und erstellte in Zusammenarbeit mit Tanja Börner von [...] ein neues Cover


Mr. Mercedes: Roman (Bill-Hodges-Serie, Band 1)
Mr. Mercedes: Roman (Bill-Hodges-Serie, Band 1)
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

5.0 von 5 Sternen Katz-und-Maus-Spiel, 20. Mai 2015
Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als ich den Titel „Mr. Mercedes“ las, war einer an ein früheres Werk Stephen Kings. Es handelte sich um „Christine“, das faszinierende Auto, das eine persönliche Bindung zu seinem Besitzer aufbaute und ihn gegen seine Feinde verteidigte. Der zweite Gedanke schweift zu „Der Buick“, einem Auto, das ebenfalls ein schauriges Eigenleben entwickelt. Nachdem ich von beiden Büchern begeistert war, musste ich nun auch „Mr. Mercedes“ lesen und wurde, was meine Gedankengänge betrifft, eines Besseren belehrt.

Gleich zum Einstieg wird man als Leser Zeuge eines nächtlichen Anschlages auf Arbeitssuchende. Ein Unbekannter fuhr mit einem großen Mercedes mitten in die Warteschlange und tötete damit acht Menschen, die auf nichts anderes hofften, als auf einen Job für den nächsten Tag oder länger.

Der daraufhin ermittelnde Beamte Bill Hodges kann diesen Fall nicht vor seiner Pensionierung aufklären und muss diesen Job seinen Nachfolgern überlassen. Nach seiner Pensionierung fehlt Hodges jegliche Motivation. Er verbringt seine Tage vor dem Fernseher mit dümmlichen Sendungen und spielt mit dem Gedanken, sich irgendwann mit Hilfe der Schusswaffe seines Vaters, aus dem Leben zu verabschieden.
Bis ihn eine Nachricht erhält, die seine Lebensgeister weckt. Diese Nachricht enthält Details zum Anschlag auf die Arbeitssuchenden vor dem Citycenter, die niemals an die Öffentlichkeit herausgegeben wurden und Andeutungen auf ein weiteres noch schwereres Verbrechen, das noch folgen sollte - Der Attentäter hat Kontakt zu ihm aufgenommen - Nun ermittelt der Ex-Polizist auf eigene Faust weiter und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch viele andere Menschen in höchste Gefahr…

Stephen King setzt mit „Mr. Mercedes“ nicht wie üblich auf Showeffekte, Horrorszenarien und fließendes Blut, sondern geht einen für seine Fans ungewohnten neuen, ruhigeren, aber nicht weniger spannenden Weg einer Geschichte die in Richtung Kriminalroman und Psychothriller zielt. Dieser sehr wandlungsfähige Autor brilliert hier in einem Stil, den er bisher nur am Rande in Anspruch nahm, was er ebenfalls wunderbar im Griff hat.
Der Autor spielt von Anfang an mit offenen Karten. Der Täter Bradie Hartsfield alias Mr. Mercedes ist dem Leser sehr schnell bekannt. Das Ziel Kings war es, den Leser an einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ex-Polizist Hodges und Hartsfield, dem Attentäter teilhaben zu lassen. Unterschwellig baut King auch den in den USA noch weit verbreiteten Rassenhass in Bezug auf den Schüler Jerome mit ein und verzichtet auch nicht auf eine eher skurrile Person wie Holly, die psychisch angeschlagene, von ihrer Mutter dominierte fast fünfzigjährige, die wie Jerome Hodges hilfreich zur Seite steht.

Erstaunte mich King bereits mit „Joyland“, das ich einfach nur als wunderschönes, zu Herzen gehendes Buch bezeichne, so hat er mich mit „Mr. Mercedes“ wieder überrascht und keineswegs enttäuscht. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Autor, der scheinbar über Jahrzehnte in seinem Genre „gefangen“ war, plötzlich losprescht und auch andere Genres scheinbar mühelos bedient.

Klappentext:

Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

Mein Fazit:

Mr. Mercedes ist ein Werk Stephen Kings, das ich jedem Fan von Kriminalromanen zu 100% empfehle


Feuer am Arrow Lake
Feuer am Arrow Lake
von Jutta Ploessner
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Abenteuer Kanada, 8. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Feuer am Arrow Lake (Taschenbuch)
Kindle Edition
3114 KB
Print-Ausgabe 215 Seiten
Bookshouse
Erschienen am 30. Juni 2013
ISBN 978-9963521272
ASIN B00DQA9H5U

Klappentext:

Obwohl die 15-jährige Andrea es nicht für möglich gehalten hat, fühlt sie sich bereits nach zwei Monaten in ihrer neuen Heimat wohl. Das kanadische Hinterland hält für sie und ihre Geschwister allerhand Abenteuer parat, während sich ihre Eltern mit der Farm am Eagle Creek eine neue Existenz aufbauen. Das Leben am Arrow Lake ist spannender als erwartet - das Farmhaus wird renoviert, die Gegend erkundet und neue Freundschaften geschlossen. Der attraktive Craig bringt Andreas Herz aus dem Rhythmus.

Doch plötzlich ist es vorbei mit der Idylle. Riesige Waldbrände bedrohen das Tal, und wegen der Hitze und Trockenheit breiten sie sich rasch aus. Viel zu rasch. Können die Auswanderer ihr neues Heim retten? Gemeinsam mit den Bewohnern des Eagle Creek Valleys kämpfen sie verzweifelt gegen das Feuer an, bis auffällt, dass Andrea und Michael fehlen ...

Mein Umriss:

Vor zwei Monaten aus Schwabach bei Nürnberg nach Kanada ausgewandert, fühlt sich Familie Hartmann auf ihrer Farm am Eagle Creek schon richtig zuhause. Sie wollen künftig als Farmer und somit Selbstversorger auf ihrer Farm leben.
Während einer langen Hitzeperiode brechen mehrere Waldbrände aus, die auch die Farm der deutschen Familie und die derer Nachbarn bedrohen. Nach einer stürmischen Nacht, setzt sich die Feuerwalze in Richtung Arrow Lake in Bewegung und die Eltern Renate und Richard Hartmann, sowie ihr achtzehnjähriger Sohn Michael werden in die Brandbekämpfung in den umliegenden Wäldern mit einbezogen.
Andrea kümmert sich nunmehr auf der Farm um die Hühner und ihren fünfzehnjährigen Zwillingsbruder, der nach einem Verkehrsunfall vor zwei Jahren im Rollstuhl sitzt und ihre zehnjährige, sich in einer weinerlichen Phase befindlichen Schwester Nicole und den Kater Mickey.
Alles verläuft weitestgehend ruhig und die Eltern müssen sich keine Sorgen machen. Dann jedoch entfacht der Sturm weitere Feuer und treibt diese in Richtung Farm. Es wird evakuiert.
Zuerst überlegt Andrea, ihre Geschwister aus der gefährlichen Zone zu bringen und selbst zuhause zu bleiben, entscheidet sich letztendlich doch dafür, ins Sammellager zu gehen.
Den Kater und die Hühner müssen sie zurück lassen.
An der Fähre treffen sie auf Elena Morrison, die von den Schiffen am Arrow Lake abgewiesen werden. Also beschließt Andrea, ihre Geschwister allein auf die Reise zu schicken und Elena mit ihren Tieren zu helfen.
Als die beiden mit neun Hunden und mehreren Katzen versuchen, in zwei Kanus den See zu durchqueren, spitzt sich die Lage mit einem Asthmaanfall Elenas zu…
Wird Andrea sie aus dieser misslichen Lage hinaus manövrieren können, oder wird sie mit Elena und den Tieren in den tückischen Strudeln des Sees ertrinken?
Wird die Familie wieder zusammen geführt?

Mein Eindruck:

Die Jutta Ploessner ließ sich selbst auf das Abenteuer Auswanderung ein und schrieb rund um dieses Thema dieses Jugendbuch um Andrea, der Hauptprotagonistin und ihrer Familie. Die Handlung ist frei erfunden, könnte aber tatsächlich in etwa so oder ähnlich bereits schon einmal geschehen sein oder noch geschehen.
Die Autorin geht in ihrer Art zu schreiben auf ihr Zielpublikum, die jugendlichen Leser ab 14 Jahren und die junggebliebenen Erwachsenen ein, die kurzweilige Unterhaltung mit Spannung, Nervenkitzel, ein klein wenig Liebe und Abenteuerlust suchen.
Zu Anfang lässt die Handlung auf einen Erzählstrang schließen, welcher sich nach dem ersten Drittel jedoch in zwei Stränge teilt, die nur kurzzeitig immer wieder miteinander Berührungspunkte finden und erst zum Ende hin wieder zielgerichtet miteinander verknüpft werden.
So ist es der eine, in dem Andrea mit ihren Geschwistern auf der Farm zurück bleibt und später evakuiert wird und der zweite, der die Eltern und Bruder Michael in die brennenden Wälder Kanadas begleitet.
Die einzige Recherche, die hier wohl betrieben werden musste, beschränkte sich wohl auf die Eigenheiten des Wetters Kanadas bzw. der eigenen Erlebnisse der Autorin in diesem Land. Alles andere entspringt ihrer wunderbaren Fantasie und wohl auch ihrer Abenteuerlust, die einen von der ersten Seite an mitreißt und nicht mehr los lässt.

Mein Fazit:

Wunderbare, kurzweilige Unterhaltung für ein Wochenende auf dem Sofa.

Danksagung:

Herzlichen Dank an den Bookshouse-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar und das dazugehörige Cover zur Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung stellte.


Abgeschossen
Abgeschossen
Preis: EUR 3,99

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Erbe, 5. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Abgeschossen (Kindle Edition)
Klappentext:

Die 40-jährige Journalistin Karen Mohn reist 1998 in ihr Heimatdorf in der Nähe Weimars, um an der Beerdigung ihres Vaters teilzunehmen. Bei der Auflösung des Hausstandes findet sie einen Fliegerring und amerikanische Fliegerkarten sowie einen Brief. Was hatten ihre Urgroßväter mit den Lynchmorden an abgeschossenen amerikanischen Bomberpiloten während der letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges zu tun?

Stück für Stück forscht Karen mit Hilfe der Dorfchroniken, die ihr Urgroßvater väterlicherseits geschrieben hatte und den Erzählungen von Zeitzeugen nach dunklen Flecken in ihrer Familiengeschichte. Und sie stößt auf ein Geheimnis, das die Grenzen zwischen persönlicher Schuld und Unschuld verschwimmen lässt.

Für Karen steht am Ende ihrer Recherchen eine Entscheidung, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt.
Ein Buch über das Erinnern und Verdrängen, über kollektive und individuelle Schuld.

Mein Umriss:

Als ihr Vater verstirbt, muss Karen Mohn nach Weimar reisen, um sich um die Beisetzung und die Haushaltsauflösung zu kümmern.
Während sie die Hinterlassenschaften ihres Vaters durchsieht, stößt sie auf diverse Bilder, einen Brief, Fliegerkarten und einen Fliegerring und beginnt in den Chroniken der damaligen Zeit zu recherchieren.
Die Chroniken wurden von ihrem Urgroßvater verfaßt. Darin findet sie diverse Erzählungen der Menschen aus dieser Zeit, sowie auf Dinge der Familiengeschichte, die ihr bislang unbekannt waren.
Während ihrer Recherchen stößt sie auf unvorstellbare Dinge und versucht herauszufinden, wo noch Zeitzeugen leben, um mit ihnen darüber zu sprechen. Einen dieser Zeitzeugen findet sie in ihrem ehemaligen Lehrer, dem sie auf den Kopf zusagt, was er für ein Wendehals war. Als dieser vor ihren Augen in Tränen ausbricht, verlässt sie sein Haus. Um sich die Geschehnisse vor ihr geistiges Auge zu rufen, sucht sie die Orte der damaligen Geschehnisse auf und hadert, ihren Großvater immer wieder mit Fragen zu diesem schwarzen Fleck der deutschen Geschichte gelöchert zu haben.
Hat ihr ihr Vater verziehen, dass sie zu Zeiten der DDR in den Westen ausreiste? Kann sie ihm nachträglich noch verzeihen, dass er mit ihr brach, weil er ihre Ausreise als Fahnenflucht sah?
Sie selbst sieht sich als verbitterte Frau, aber die Verbitterung löst sich langsam von ihr, als sie René, einem ehemaligen Mitschüler über den Weg läuft.
Er steht ihr zur Seite, während sie ihre Familiengeschichte aufarbeitet. Ebenso, als es um die Entscheidung geht, wohin ihr Schicksal sie nun führen wird.

Mein Eindruck:

Ein vom Inhalt gesehen schwieriges Kapitel deutscher Geschichte, von Cornelia Lotter in Szene gesetzt.

Aufgeteilt in zwei Handlungsstränge, wobei der eine das Geschehen im Jahr 1998 und der zweite die Jahre 1944/45 zeigt, vermittelt die Autorin das Leben von Karens Eltern in diesen beiden Nachkriegsjahren, die von Entbehrungen und Ängsten geprägt waren, sowie die Nachforschungen von Karen im Jahr 1998. Diese beiden Stränge kommen sich durch die Parallelen in den Erlebnissen der Eltern und der Chroniken in Karens Händen immer näher und fügen sich zum Ende hin zu einem kompakten Ganzen.

Die Autorin holt den Leser mithilfe der Protagonistin Karen Mohn ab und entführt ihn nach Weimar und Umgebung, wo Karen aufgewachsen ist und noch während der DDR-Zeit ausreiste. Sie zeigt, wie verbohrt die Menschen teilweise noch so lange nach dem zweiten Weltkrieg waren, am Beispiel von Karens Vater, der seit ihrem Weggang nichts mehr von ihr wissen wollte.
Sie zeigt die Ähnlichkeiten zwischen den Nationalsozialisten mit dem DDR-Regime, die vom Volk jedoch nicht wahr genommen wurden, oder nicht wahrgenommen werden wollten. Durch ihre bildhafte Schreibweise kann sich der Leser die Umgebung um Weimar und die dortigen Erinnerungsstätten an den zweiten Weltkrieg vorstellen, als wäre er selber dort.
Sehr gut recherchierte Lotter darüber, wie es den Menschen zur Zeit der Befreiung von der Naziherrschaft erging und wie hart die Folgezeit war, in der es an allem, insbesondere am Essen mangelte. Sie zeigt den Starrsinn der Menschen, wenn es darum geht, mit der eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Dabei empfindet man dies beim Lesen nicht als Starrsinn, sondern Verletzlichkeit. Sie wollen nicht darüber sprechen, denn das würde verheilt geglaubte Wunden wieder aufreißen.

Trotz der Härte des Themas bleibt man an diese Geschichte bis zum Ende hin gefesselt, auch wenn man vielleicht vorher noch der Meinung war, dies nicht lesen zu wollen oder zu können.

Mein Fazit:

Ein Einblick in die Befreiung von den Nazis und dem Leben in den Kriegswirren und der Aufarbeitung eigener Ungerechtigkeit und der anderer, den man unbedingt gelesen haben sollte.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an die Autorin Cornelia Lotter, die mir ihr Vertrauen schenkte und mich für dieses Buch als einen ihrer Testleser auswählte. Ein zusätzlicher Dank in diese Richtung dafür, dass ich das Cover in Verbindung mit der Veröffentlichung meiner Rezension verwenden darf.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2015 2:15 AM MEST


Zwetschgendatschikomplott: Ein Provinzkrimi
Zwetschgendatschikomplott: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig Stress für Eberhofer, 24. April 2015
Klappentext:

Eberhofer, verdammt, jetzt bewegen Sie Ihren Hintern, solche Dirndlmorde kommen gar nicht gut an – besonders zur Wiesn-Zeit!

Wie der Stahlgruber endlich weg ist, mach ich mir erst mal ein Haferl Kaffee und hock mich ans Fenster.
Wahre Menschentrauben aus allen Ländern, gut die Hälfte davon in Tracht, mit Wadlstrümpfen, Dirndlschurz und Lederlatz. Und mittendrin der Wiesnmörder. Na bravo!

Drei Morde an jungen Frauen in München, ein Bürgeraufstand in Niederkaltenkirchen – und dann diese verfluchte Sache mit Susi…

Der sechste Fall für den Eberhofer Franz hat's in sich…

Mein Umriss:

Der Eberhofer Franz wird von seinem Freund Rudi ins münchner Schlachthofviertel gerufen. Rudi hat dort eine Wohnung mit Balkon und eben auf diesem Balkon bekommt er immer wieder Besuch von Krähen. Diesmal jedoch brachte ihm eine dieser Krähen ein Gastgeschenk. Einen Frauenfinger, wie Rudi schnell feststellt. Jetzt muss der Eberhofer ran, um das zu klären.
Natürlich muss Eberhofer nun jeden Tag von Niederkaltenkirchen bei Landshut nach München ins Polizeipräsidium München Altstadt, genannt Löwengrube, denn Morde in München müssen vor Ort geklärt werden, das ist dem Franz klar.
Wie bei jedem Mord ist Eile geboten. In diesem besonderen Fall noch mehr als in anderen, zumal gerade Wiesnzeit ist. Dass sich zur ersten Leiche noch zwei weitere gesellen, erleichtert die Ermittlungen nicht unbedingt, aber davon lassen sich Franz und Rudi nicht verunsichern.
Schnell hat der Mörder einen Namen und dann pressierts umso mehr, denn ein Wiesnmörder schlägt zur Wiesnzeit zu und die ist gerade wieder in vollem Gange…
Nicht nur in München ist der Teufel los, auch in Niederkaltenkirchen scheint es mit der ruhigen Idylle vorbei zu sein, nachdem bekannt wurde, dass dort ein Wellnesshotel gebaut werden soll. Das treibt die Bürger auf die Barrikaden und Franz auf den Plan. Den Bau gilt es zu verhindern und wenn es mit nicht so astreinen Mitteln geschieht, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel….
Dann erfährt der Franz nach langer Geheimniskrämerei seiner Freunde, dass die Susi im Krankenhaus liegt. Nachdem der Franz seine eigene Hochzeit auf einem Hochsitz verschlafen hatte, ist sie ihm mit einem anderen durchgebrannt. Aber vergessen kommt für Eberhofer nicht infrage, nein, er will sie zurück. Aber ob sie ihn überhaupt noch will?

Mein Eindruck:

Endlich ist er da, der neue Eberhofer. Nicht weniger spannend, nicht weniger humorig schickt Rita Falk Kommissar Eberhofer in die Ermittlungen in einem neuen Fall. Nach bereits fünf erschienenen Büchern dieser Reihe, musste ich natürlich auch den sechsten Fall lesen. Wobei es sich hier ja eigentlich gleich um drei Fälle handelt, wenn man wie Eberhofer denkt. Und natürlich ist einer brisanter als der andere. Die Abstufung der Brisanz ist aber jedem selber überlassen, denn der Kommissar sieht sicherlich eine andere Reihenfolge, als der geneigte Leser.
Rita Falk entführt uns nun nicht nur zur Stippvisite nach München, diesmal muss Eberhofer einen ganzen Fall in München klären, wobei uns die Autorin nicht nur in die Löwengrube, sondern auch ins Schlachthofviertel, nach Germering, nach Freiham und an den Nordfriedhof entführt. Natürlich wird der Münchenkenner die Örtlichkeiten vor seinem inneren Auge haben, was die Sache noch spannender gestaltet.
Wieder, wie auch in den Vorgängerbüchern bedient sich Rita Falk einer Ausdrucksweise, die sicherlich so manchem bei Erstlektüre seltsam vorkommen mag, aber wie sollte sie aus dem bayrischen Dialekt heraus auch anders schreiben, ohne dass es aufgesetzt wirkt? Also blieb sie auch hier bei ihrer altbewährten und für Falk-Kenner genau bei der Schreibweise, die diese Krimireihe einfach ausmacht.
Drei Handlungsstränge, von denen jeder einzelne sicherlich auch zu einem Buch hätte werden können, laufen parallel zueinander und runden zum Ende hin dieses Buch perfekt zu einem Ganzen ab.
Ob Rita Falk kriminalistisch und medizinisch korrekt recherchiert hat, kann ich nicht beurteilen, für mich wars auf jeden Fall ein weiterer Eberhofer-Krimi, der meine Sucht stillte und die Neugierde auf weitere Fälle schürte.

Mein Fazit:

Wie schon die Vorgänger ein perfekter Eberhofer-Krimi, den sich kein Fan dieses verschrobenen, manchmal durchgeknallten Kommissars entgehen lassen sollte.

Vorschau:

Im Jahr 2016 wird es wieder einen Fall geben. Das Buch Leberkäsjunkie stellt Rita Falk im Rahmen des Krimifestival München am 14. März 2016 im Zirkus Krone vor.


Vergelte!
Vergelte!
Preis: EUR 4,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Wind sät - Sturmernte, 16. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Vergelte! (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Judith kommt von der Schule nach hause und freut sich über die gute Note, die sie bekam. Zum ersten Mal schließt sie die Wohnungstür selber auf und macht in der Küche die schrecklichste Entdeckung, die ein Kind machen kann…
Dominik Weiß ist ein Mordopfer, bei dem man denkt, es hätte es nicht besser verdient.
Die Verdächtige hat ein Alibi. Auch beim nächsten Mordopfer scheint alles klar zu sein, aber auch hier hat die Verdächtige ein Alibi, das unumstößlich ist.
Die fürchterliche Vergangenheit der Mordopfer lassen darauf schließen, dass es sich um Rache handelt.
Niklas Steg erkennt erst nach zwei Morden, dass hier jemand ganz gezielt in Serie mordet und mit Hilfe von Sabrina Lampe kommt er auf ein drittes noch lebendes, mögliches Opfer, das in höchster Gefahr schwebt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Mein Eindruck:

Siegfried Langer lässt das Ermittlerduo Kriminalhauptkommissar Niklas Steg und Privatdetektivin Sabrina Lampe wieder ermitteln. Diesmal entführt uns der Autor in die Tiefen menschlicher Abgründe. In Fantasien, die manche nur im Kopf haben, aber andere leider in voller Härte ausleben. Er zeigt einerseits die Opfer, die keinen Ausweg aus ihrer Situation sehen und andererseits die Wut vieler, gebündelt in einer Person, die er als Rächer auftreten lässt.
Gleich zu Anfang greift der Autor in die Vollen. Bestimmt gibt es Leser die bereits nach dem Prolog beschließen, dieses Buch nicht zu lesen. Ich jedoch las weiter und wurde durch den Aufbau dieses Kriminalfalles regelrecht mitgerissen. Zwar stellte ich mir lange die Frage, was aus dem Mädchen und dessen Vater aus dem Prolog geworden ist, aber als Langer das Geheimnis langsam zu lüften begann, setzte bei mir der Aha-Effekt ein und ich wollte so schnell wie möglich wissen, wie Niklas und Sabrina diesen verzwickten Fall lösen wollen, ohne noch mehr Menschen zu gefährden.
Wie bereits in den Vorgängerbüchern hat Siegfried Langer hier wieder durch seine klar strukturierte, teils aufwühlende Art zu schreiben bei mir einen Volltreffer gelandet. Die kurzen Kapitel mit ihren Zeitsprüngen mögen teils verwirrend daher kommen, sind aber nötig, wenn der Autor zum Ende hin langsam beginnt, ein Puzzleteilchen ans andere zu fügen.
In den meisten Kriminalromanen und Thrillern stört es mich, wenn auf das Privatleben der Ermittler eingegangen wird, aber in diesem Fall gehört die Beziehung zwischen Niklas und Sabrina, die keine ist dazu, denn auf irgendeine Weise musste Langer ja einen Weg finden, die beiden gemeinsam ermitteln zu lassen. Solange er dies nicht in den Mittelpunkt rückt, sondern es wie bisher immer wieder eher wie eine Randnotiz erscheinen lässt, stört das die Geschichte nicht. Er traf hier genau das richtige Maß an Präsenz der „Nebengeschichte“ zwischen den beiden.
Dass Siegfried Langer in seiner Danksagung erwähnt, dass er Niklas Steg und Sabrina Lampe weiter ermitteln lässt, macht natürlich Neugierig auf mehr.

Mein Fazit:

Mit Vergelte! hat Siegfried Langer bei mir wieder ins Schwarze getroffen, daher bekommt dieses Buch von mir wieder eine uneingeschränkte Empfehlung.


Tunnelspiel: Kriminalroman
Tunnelspiel: Kriminalroman

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ira und das Tunnelspiel, 9. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tunnelspiel: Kriminalroman (Kindle Edition)
Mein Umriss:

Ein Toter, der nackt an ein Gitter gefesselt, mit einem Knebel im Mund tot aufgefunden wird, gibt der Polizei und Ira Wittekind der rasenden Reporterin Rätsel auf.
Auf ihrer Recherche tun sich der Reporterin wahre Abgründe menschlicher Sexualität auf.
Schnell kommt sie dahinter, um wen es sich bei dem Toten handelt und mit jedem ihrer Ermittlungsschritte erfährt sie mehr über die üblen Machenschaften und die Feinde des Toten. Anhand eines alten, ungeklärten Todesfalles der 30 Jahre zurückliegt, kann sie Verbindungen zum Toten Verleger Brenner, ihrer Nachbarin, der Ex-Domina und den Familienmitgliedern des Verlegers herstellen und stellt fest, dass Hass keine Grenzen kennt…

Mein Eindruck:

Dieses Buch von Carla Berling hab ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Da sie den Leser gleich am Anfang mit Schwung ins Geschehen schubst, lässt sie einen mit ihrer unvergleichlichen Art Krimis zu verfassen nicht mehr los. Aber sie schrieb hier nicht nur einen Krimi der härteren Gangart, nein sie vergaß dabei ihren einzigartigen westfälischen Humor nicht, den sie in den Unterhaltungen und im Verhalten der beiden Schwestern Tante Friedchen und Sophie einfließen lässt und der einen zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln und auch herzhaften Lachen bringt.
So wie einen die Autorin gleich am Anfang ins Geschehen schubst und festhält, so führt sie den Leser an einem dicken roten Faden durch die Geschichte, die hervorragend im entsprechenden Milieu recherchiert ist. Durch ihre eigene frühere Arbeit als Reporterin nimmt man ihr die Protagonistin Ira Wittekind voll und ganz ab.
Die flüssige und flotte Schreibweise, die wohl Carla Berlings Temperament geschuldet ist, lässt zu keinem Zeitpunkt Langeweile oder Verwirrung aufkommen.
Es handelt sich hier um den dritten Teil der Ira Wittekind-Reihe. Da jedoch jeder einzelne Fall in sich abgeschlossen ist, ist es vollkommen egal, mit welchem man beginnt. Der Leser bekommt ein paar Hinweise auf die vorherigen Fälle, die man jedoch nicht kennen muss, um dieses Buch mit Begeisterung zu lesen.
Was ein Tunnelspiel ist? Das soll jeder Leser, genau wie ich, selber herausfinden.

Mein Fazit:

Dies war der dritte Fall und ich wünsche mir ganz schnell den vierten und noch viele andere. Daher empfehle ich dieses Buch jedem Krimifan und solchen, die es noch werden wollen.


Vom Kämpfen und vom Schreiben
Vom Kämpfen und vom Schreiben
Preis: EUR 4,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ziel ist der Weg, 6. April 2015
Klappentext:

Carla Berling ist diesen Weg gegangen, mit viel Naivität, unerschütterlichem Mut und großem Einsatz.
In "Vom Kämpfen und vom Schreiben" erzählt sie von den Höhen und Tiefen eines langen Weges. Rückschläge waren vorprogrammiert und haben sie dennoch nicht aufgehalten. Seit der Zeit, in der dieses Buch beginnt, hat Carla Berling nicht nur ihr Schriftstellerhandwerk von der Pike auf gelernt, sondern 13 weitere Bücher geschrieben.

Mein Umriss:

Carla Berling hat hier ihre Geschichte, nachdem sie und ihr Mann die Zeit der Rattenfänger überlebt haben, an die weitere biografische Geschichte ihrer Karriere als Autorin angeknüpft.
Den Anfang nimmt diese Biografie, als Carla Berling und ihr Mann samt Kindern ganz unten angekommen ist. In einem kleinen Haus, für das sie die Heizkosten nicht zahlen können, mit einer Schreibmaschine vom Flohmarkt, bei der das e nicht funktioniert, einem zum Schreibtisch umfunktionierten Nähmaschinentischchen und einem Wäschekorb, auf dem die leeren Blätter liegen, die mit ihrer Geschichte gefüllt werden wollen.
Sie erzählt von ihrer tiefen Verzweiflung, ihrer Sorge um ihre Familie und ihrem Kampf um einen Job, mit dem sie ihre Familie mit ernähren kann, nachdem ihr Mann seinen Job verloren hat.
Anerkennung ist ihr in dieser Anfangszeit nicht gegönnt. Sogar ihre Familie belächelt sie, als sie erzählt, dass sie ein Buch schreiben möchte.
Irgendwann ist der Punkt erreicht und dieses unfertige Buch wandert in irgendeine Kiste. Aber sie schreibt weiter. Unter anderem die satirischen Geschichten um Maria Jesse, die bei vielen Vorlesungen für Stimmung sorgen.
Auf ihrer Suche nach einem Verlag stößt sie entweder auf Widerstand, oder sie wird über den Tisch gezogen. Also kümmert sie sich um alles selber. Sie schreibt, macht Werbung, kümmert sich um den Verkauf der Bücher, versucht Termine für Lesungen an Land zu ziehen und erleidet immer wieder herbe Rückschläge. Aber nicht nur beruflich wird sie immer wieder von Niederlagen zurück geworfen, auch im privaten Bereich hat es die Autorin nicht leicht…

Mein Eindruck:

Als ich den Klappentext dieses Buch las, war für mich klar, dass ich es einfach lesen muss. Zumal ich vor einiger Zeit "Die Rattenfänger" von Carla Berling verschlugen hatte und sofort sah, dass es sich hier um eine Fortsetzung handeln muss. Ich war bereits von "Die Rattenfänger" total gefangen und jeder, wie auch ich, irgendjemanden kennt, der diesen Leuten zum Opfer fiel. Hier traute sich eine Betroffene darüber zu schreiben. Und nicht nur das, im aktuell von mir gelesenen Buch "Vom Kämpfen und vom Schreiben" wird die Biografie fortgesetzt. Berling schreibt lebendig und in einem flüssigen Stil, der sehr gut zu lesen ist. Weil die Geschichte jedem anderen auch passiert sein könnte, versinkt man darin, ohne es selbst so wahrzunehmen. Die Realität zeigt sich in dieser Biografie mit all ihrer Härte. Man erkennt jedoch, dass sich die Autorin davon nicht unterkriegen ließ, sondern immer mit ihrem Ziel vor Augen ihren Weg ging. Und dieses nach langen Jahren des Kämpfens endlich erreicht hat. Nein, eine Bestsellerautorin, die im Spiegel genannt wird ist sie noch nicht, aber nach ihrer Biografie, in der sie ihre Kraft und ihr Durchsetzungsvermögen gezeigt hat, kann man sich für die Zukunft dieser sympathischen Frau der schreibenden Zunft alles vorstellen.

Mein Fazit:

Wer denkt, dass sein Leben ein einziger Kampf ist, sollte sich von dieser Autorin zeigen lassen, dass er nicht allein ist und dass man alles schaffen kann. Daher erhält dieses Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.


REMEMBER Winterzauber - Liebesroman (Jahreszeitenreihe 1)
REMEMBER Winterzauber - Liebesroman (Jahreszeitenreihe 1)
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Gefühle mit Überraschungen, 27. März 2015
Klappentext:

Eine Autopanne auf dem Weg in ihre Heimat beschert Hannah eine Begegnung mit ihrer Jugendliebe Nick. Doch als wäre das nicht genug, erscheint dazu noch Nicks Bruder Momo auf der Bildfläche, der mit seinen Erinnerungen alte Wunden wieder aufreißt und ihr zeigt, dass man die erste Liebe nie vergisst…

Mein Umriss:

Hannah will Weihnachten mit ihrer Familie verbringen. Auf der Fahrt von Frankfurt zu ihren Eltern hat sie eine Autopanne und damit keine Chance, jemals an ihrem Ziel anzukommen. Sie würde gerne anrufen, hängt aber in einem Funkloch. Als plötzlich Scheinwerfer auftauchen, schöpft sie Hoffnung, doch noch schnell an ihr Ziel zu kommen. Sie stellt jedoch schnell fest, dass der Fahrer Nick ist. Ihre erste große Liebe, die vor 8 Jahren in die Brüche ging. Nach gegenseitigem Angezicke entschließt sich Hannah, trotzdem Nicks Hilfe anzunehmen und steigt in seinen Wagen. Die Fahrt jedoch endet schnell mit einem Unfall, der auch Nicks Fahrzeug unbrauchbar macht.
Die beiden machen sich zu Fuß auf den Weg und irgendwann hält ein Wagen an, um sie mitzunehmen. Wie es der Zufall will, ist der Fahrer Nicks älterer Bruder Momo, mit dem er sich nicht besonders gut versteht. Hannah nimmt dessen Hilfe gerne an, aber Nick verscherzt es sich auf ein Neues mit seinem Bruder und muss eben weiter marschieren. Als auch diese Fahrt wegen der winterlichen Straßenverhältnisse jäh durch einen Aufprall gestoppt und Hannah verletzt wird, haben Momo und Hannah ein echtes Problem…
Im Krankenhaus treffen die drei wieder aufeinander. Hannah ist sich nicht sicher, ob ihre Entscheidung vor 8 Jahren die richtige war, oder ob sie Nick noch eine Chance geben soll. Doch auch Momo hegt Gefühle für die Ex seines Bruders. Er aber hat geplant, schon bald nach England zu gehen, um seinen Traum zu leben.
Wer ist nun der richtige Mann für Hannah? Nick oder Momo, oder etwa keiner der beiden?

Mein Eindruck:

Andrea Bielfeldt hat mit REMEMBER Winterzauber eine wunderbar romantische Geschichte zu Papier gebracht, in die man gerne eintaucht. Mit viel Einfühlungsvermögen geht sie auf die Protagonisten ein, die einem vom Anfang an sympathisch sind. Man fühlt sich ihnen nahe und am liebsten würde man sie immer wieder schubsen und ihnen zurufen, dass sie doch endlich mal die Augen öffnen, oder auch endlich zu ihren Gefühlen stehen sollen. Die Autorin lässt Momo und Hannah im Wechsel die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen. Dies ist am Anfang etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Die Gefühle der Protagonisten beschreibt Bielfeldt sehr intensiv, ohne auf irgendeine Weise platt zu werden. Klar, über Liebe und deren Verwirrungen haben schon viele Autoren geschrieben, warum also nicht auch Andrea Bielfeldt. Schnell war mir das Ende klar, aber das trübte den Lesegenuss zu keinem Zeitpunkt. Es stellte sich für mich dann ganz einfach nicht mehr die Frage nach dem Ob, sondern nach dem Wie und dieses Wie war für mich dann doch sehr überraschend und wunderschön.
Dieses Buch war wunderbar zwischendurch zu lesen, weil man nie den roten Faden verlor und auch immer wieder gespannt darauf wartete, was die Liebenden nun wieder daran hinderte, zueinander zu finden.

Mein Fazit:

Bestens geeignete Bahnfahrts- und Urlaubslektüre

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Andrea Bielfeldt, die mir das Buch zur Rezension zugeschickt hat und mir die Erlaubnis gab, das Cover in Verbindung mit der Rezension zu veröffentlichen.


Treibsand: Stettner & Moretti
Treibsand: Stettner & Moretti
von Volker C. Dützer
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Geld regiert die Welt, 19. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Treibsand: Stettner & Moretti (Broschiert)
Mein Umriss:

Nachdem in der Basaltgrube ein Förderturm explodierte und dabei zwei Menschen ihr Leben verlieren, nimmt das Leben von Jan Stettner eine Wende. Er sattelt auf Privatdetektiv um und hat schnell seinen ersten Fall, der ihn an seine Grenzen zu bringen droht.
Trickdiebin Sammy ergaunert auf einer Geburtstagsfeier zahlreiche Kreditkarten, die sie in bare Münze umwandeln will. Dass ihr jemand auf der Spur ist, wird ihr schnell klar, nur dass ihr Leben gefährdet ist, merkt sie erst als es schon fast zu spät ist. Im Krankenhaus bietet ihr Stettner seine Hilfe als Privatdetektiv an und als eben dort ein Mordversuch auf sie verübt wird, wird es richtig ernst…

Mein Eindruck:

Zuerst war ich der Meinung, es handelte sich mit Treibsand: Stettner & Moretti um einen typischen Provinzkrimi. Aber weit gefehlt, denn in Provinzkrimis werden meist wahre Orte ins Geschehen mit eingebunden. Volker C. Dützer ließ bei den Örtlichkeiten, ebenso wie den in die Handlung eingebundenen Personen, seiner Fantasie freien Lauf. Trotzdem kann man sich die Gegend, in der dieser Krimi spielt, sehr gut vorstellen. Leider spielte ihm seine Fantasie einen recht heftigen Streich, denn auch wenn er es sich vielleicht wünschen würde, aber es gibt keine 1.000 Euroscheine. Der größte bzw. wertigste Schein ist der 500 Euroschein. Also ist es nicht möglich, wie auf Seite 131 erwähnt, Kokain mit solch einem Tausender zu konsumieren. Ebenso wird man vergeblich nach einem Koffer voller Tausender suchen, oder diese in ihm vorfinden.
Dützer steigt in den Roman mit einer kleinen Katastrophe für die Umgebung um Bad Ems ein und entführt den Leser im Anschluss auf eine Geburtstagsparty, wie sie protziger nicht sein kann. Auf dieser Party wirft der Autor einen Köder aus, der den Leser mit Erfolg am Ball hält. Dass es ein Mordopfer gibt ist klar, wie es getötet wurde ebenfalls, aber warum und was hat die Dorfgemeinschaft damit zu tun und wer ist der tatsächliche Mörder und warum müssen so viele andere sterben?
Im Zuge der Aufklärungsarbeit lässt er immer wieder kleine Hinweise einfließen, die einen jedoch immer wieder in die falsche Richtung laufen. Dieses Verwirrspiel zieht sich durch das ganze Buch, bis es zu einem Showdown kommt, der sich über gut 50 Seiten zieht und keine Sekunde dieser 50 Seiten langweilig wird. Wer hier als Leser nicht atemlos aus der Geschichte raus geht, dem ist nicht mehr zu helfen.
Eine lockere und zugleich rasante Schreibweise hetzt den Leser von Kapitel zu Kapitel, immer wieder neue Hinweise verführen dazu, Vermutungen anzustellen und obwohl das Ende dann doch nicht so überraschend ist, empfindet man es doch als solches.

Mein Fazit:

Ein rundherum gelungener Kriminalroman um Korruption, Geldgier und die Macht über Mitmenschen, den ich jedem Krimifan guten Gewissens empfehlen kann.

Danksagung:

Mein Dank geht an den Bookshouse-Verlag, der mir diese Buch zur Rezension zur Verfügung stellte und mir auch ermöglichte, das Cover in Verbindung mit meiner Rezension zu veröffentlichen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2015 7:02 PM CET


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