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Rezensionen verfasst von
Andrea Hübner (Fahrenzhausen, Bayern)

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Kleopatra: Ein Leben
Kleopatra: Ein Leben
von Stacy Schiff
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die rätselhafte Pharaonin, 5. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Kleopatra: Ein Leben (Gebundene Ausgabe)
Mein Umriss und Eindruck:

Kleopatra, eigentlich keine Ägypterin, wie oft erwähnt. Sie ist in Griechenland aufgewachsen und durchlebte die perfekte Erziehung zur Herrscherin. Mit 18 Jahren besteigt sie gemeinsam mit ihrem 13jährigen Bruder den ägyptischen Thron, um als Herrscherin das Land zurück an die vergangene Macht zu führen.
Sie ist der letzte weibliche Pharao, um den sich zahlreiche Mythen ranken und der laut Überlieferung über märchenhafte Schönheit verfügte. Sie war eine selbstbewußte Herrscherin, die diplomatisch zu handeln ebenso beherrschte, wie das Intrigenspiel und die berechnende, zweckmäßige Verführung.
Der Autorin Stacy Schiff, die für ihre Biografie „Vera“ über die Ehefrau Vladimit Nabokovs mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, gelang hier die Lebensgeschichte anhand relativ weniger Informationen über Kleopatra VII. Allerdings schaffte sie es, diese so ausgefeilt zu Papier zu bringen, dass man schnell feststellt, dass Schiff sich an Informationen bediente, die anderen Autoren nicht in der Form zur Verfügung standen. Genau dies zeichnet diese Autorin besonders aus und macht diese Biografie außerordentlich lesenswert.
Für Fans der Biografie mag das vorliegende Werk eher schwierig zu lesen sein, da Schiff überdurchschnittlich viele Querverweise und Quellenhinweise an den betreffenden Stellen angebracht hat, die am Ende des Buches nachzublättern sind. Das ist der Grund, warum man dieses Buch nicht mal eben so zwischendurch liest. Es erfordert volle Konzentration die jedoch voll und ganz belohnt wird.
Man bekommt alles geboten. Unterhaltung, geschichtliches Wissen über diese Pharaonin, sowie geografisches Wissen zur Zeit Kleopatras, die den Thron Ägyptens eine Generation vor der Geburt Christi bestieg.
Zu Anfang dieser Biografie hat man die Möglichkeit, sich auf einer Karte die Ländereinteilung zu Zeiten Kleopatras anzusehen, um sich die im Taxt vorhandenen Beschreibungen besser vorstellen und auch immer wieder zurück blättern zu können.
Stacy Schiff ist mit „Kleopatra: Ein Leben“ ein beeindruckendes Werk zum Leben und Wirken dieser einmaligen Herrscherin gelungen. Auch wenn sie vielleicht mangels Überlieferungen nicht in der Lage war, alle Unklarheiten zu beheben, so stellt sie damit doch eine hoch informelle Biografie zur Verfügung.

Mein Fazit:

Biografie- und Geschichtsliebhaber sollten sich dieses Buch über eine der rätselhaftesten Frauen der Geschichte nicht entgehen lassen.

Danksagung:

Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und hier im Speziellen an den Verlag C. Bertelsmann, der mir dieses Buch zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte und die Erlaubnis erteilte, bereitgestelltes Material zur Veröffentlichung in Verbindung mit dieser Rezension zu verwenden.


Das ABC auf Afrikanisch: Memoiren aus 20 Jahre in Nigeria
Das ABC auf Afrikanisch: Memoiren aus 20 Jahre in Nigeria
von Heidy Dennis
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen Für eine Biografie zu nüchtern und sachlich, 4. Oktober 2015
Klappentext:

In „Das ABC auf Afrikanisch“ erzählt die gebürtige Schweizerin Heidy Dennis-Schneider von zwanzig erlebnisreichen Jahren als Lehrerin und Missionarsgattin in Nigeria. Sie entführt in eine Welt, die fremd und oftmals unverständlich erscheint. Mit viel Charme und Witz blickt sie zurück auf einige Gegebenheiten, die sie den Kopf schütteln ließen, aber dennoch wertvolle Dinge fürs Leben gelehrt haben. Ihre Geschichtensammlung berührt und regt zum Nachdenken an, hinterlässt beim Leser aber zum Ende stets ein Lächeln. Die Reise in eine vergangene Zeit und eine ferne Welt, auf die Heidy Dennis ihre Leser mitnimmt, wird an niemandem spurlos vorbeigehen!

Mein Umriss:

In kurzen Kapiteln erzählt Heidy Dennis-Schneider von ihren Erlebnissen in 20 Jahren Afrikaaufenthalt als Lehrerin und Missionarsfrau in Nigeria.
In Afrika ticken die Uhren anders. Das muss die Autorin schnell lernen, um dort bestehen zu können. Ein Europäer mag die Nigerianer, so wie sie in diesem Buch beschrieben sind, vielleicht als disziplinlos bezeichnen, aber wer das Buch gelesen hat, hat schnell festgestellt, dass es sich nicht darum handelt. Diese Menschen machen einfach das Beste aus ihrem Leben. Sie werden tagtäglich auf harte Proben gestellt. Da bleibt keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob man gewisse Dinge besser zu einer anderen Zeit oder auf eine andere Art und Weise erledigt hätte.
Die Autorin zeigt, wie feindlich die Natur den Menschen gegenüber ist und wie pragmatisch diese vieles hinnehmen, was ein Europäer nicht so schnell überwinden würde. Hier geht es im Speziellen um das Fortbestehen der Menschen in Nigeria und den Bestand der Dörfer. Frauen im gebärfähigen Alter haben dafür zu sorgen, dass genügend Nachkommen zur Welt kommen und vor allem auch überleben. Diese Kinder werden auch in missionierten Dörfern nicht sofort getauft. Sie bekommen erst im Alter von etwa 3 Jahren einen Namen, denn bis dahin könnten sie an Unterernährung, Tetanus, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung sterben. Also sind diese Kinder erst als solche anerkannt, wenn sie die für sie kritischen Jahre überstanden haben.
Mit dem Erlernen der Sprache zeigte sich der Autorin, dass nicht Wort Wort ist, sondern jedes Wort viele Bedeutungen haben kann. Eben so, wie es ausgesprochen wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Betonungen. Hier tappte Heidy in so manches Fettnäpfchen, was sie aber keineswegs aufgeben ließ.
Sie ging ihren Weg. Sie lehrte die Frauen und Männer nicht nur lesen und schreiben, sie zeigte den Frauen den Umgang mit Nadel und Faden ebenso, wie sie ihnen Hygiene nahe brachte. Sie schloss die Menschen in ihr Herz und engagierte sich für jeden einzelnen.

Mein Eindruck:

In kurzen Kapiteln erzählt Heidy Dennis-Schneider über 20 Jahre ihres Lebens. Diese 20 Jahre verbrachte sie in Nigeria, zu einer Zeit, in der es die Menschen aufgrund vieler Unruhen sehr schwer hatten.
Die Autorin zeigt den Pragmatismus der dort geborenen Menschen, mit dem sie vieles zu erklären versucht. Angefangen bei der Begründung, warum immer wieder der Anschein erweckt wurde, die Mütter würden ihre Säuglinge und Kleinkinder nicht lieben, weil sie ihnen keine Namen gaben und sofort zur Tagesordnung übergingen, wenn eines dieser Kinder starb. Dabei bemerkt man an den Erzählungen der Autorin sehr schnell, dass es nicht so ist bzw. war, sondern sich die Menschen einfach mit ihrem kargen Leben abgefunden haben, in dem es keinen Platz für die Befindlichkeiten ähnlich derer in der ersten Welt gibt. Es geht rein um die Existenz und das Fortbestehen des Volkes.
Mich persönlich störten die kurzen, in sich abgeschlossenen Kapitel eher, weil dadurch kein richtiger Lesefluss entstand. Ebenso bin ich es von Biografien gewöhnt, dass die Autoren mehr Gefühl einbringen. Nein, es muss nicht schnulzig sein, aber als Leser sollte man das Herzblut spüren, das einen Menschen dazu bewog, ihr Leben zu Papier zu bringen.
Hier hatte ich eher das Gefühl, dass das Erlebte zwar Eindruck hinterließ, aber nicht so viel, dass die Autorin davon nach ihrer Rückkehr in die Schweiz noch lange zehren konnte.
Mir fehlten nähere Beschreibungen über das Land an sich, ebenso über das damalige Leben allgemein in diesem Land, zumal es sicherlich sehr viele Leser gibt, die den Biafrakrieg, die Bürgerkriege und Hungersnöte der damaligen Zeit aufgrund ihres jungen Alters nicht in den Nachrichten verfolgen konnten. Nur am Rande erwähnt werden Mann und Kinder, so, als wären sie nur „Mitläufer“ gewesen.
Sehr schön fand ich die Bebilderung mit Fotos aus der Zeit, in der die Autorin in Nigeria war. So konnte ich mir die Menschen über die sie schrieb, auch vorstellen, denn in den Texten stellte sich bei mir leider das Kopfkino nicht ein, anhand dessen ich mir die Personen bildlich hätte vorstellen können. So wie sie beschrieben sind, sind es eben Menschen… nur Menschen… irgendwie seelenlos, was ich sehr schade finde.
Ich kann dieses Buch leider nur mit viel Fantasie den Biografien zuordnen. Etwas ausgefeilter, wäre es sicherlich ein sehr gutes Sachbuch einer hoch gebildeten Frau geworden.

Mein Fazit:

Für eine Biografie zu sachlich verfasst, liest sich dieses Buch eher zäh. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

Danksagung:

Ich wurde von der Tochter der Autorin gefragt, ob ich „Das ABC auf afrikanisch“ lesen und rezensieren würde, die dann auch veranlasste, dass mir das Printexemplar sofort nach dessen Erscheinen zugestellt wird. Dafür meinen herzlichen Dank. Es tut mir leid, keine bessere Rezension dazu verfassen zu können, aber das Buch wird sicherlich seine lesenden Freunde finden.


Blaues Blut: Ein Fall für die Kalte Sofie (Krimiserie Die Kalte Sofie, Band 3)
Blaues Blut: Ein Fall für die Kalte Sofie (Krimiserie Die Kalte Sofie, Band 3)
von Felicitas Gruber
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zefix, die Leichen waren früher auch besser, 25. September 2015
Mein Umriss:

Eigentlich eine Frechheit. Taucht doch tatsächlich Dr. Erik Sander als Sofies neuer Kollege in München auf. Ausgerechnet Erik, der Sofie wegen der Tochter des Chefs in Berlin abgeschossen hat und nun glaubt, wieder um seine Ex balzen zu können…
Gleich zu Anfang gibt es eine weibliche Leiche, zu der sich bald herausstellt, dass sie adlig ist und auch noch mit dem Polizeireporter Charly Loessl verheiratet war. Von deren Existenz wusste Sofie bis zu deren Fund in der Badewanne nichts. Allerdings kann Sofie auch nicht glauben, dass Charly ihr Mörder sein sollte. Auch nicht, als sie und Joe ihr Ex-Mann feststellten, dass er spurlos verschwunden ist und am Tatort etwas gefunden wurde, das definitiv ihm gehört. Bald weiß jedoch Sofie, wo Charly ist. Das bringt Sofie allerdings sauber in die Bredouille, was Joe betrifft, der dafür sorgte, dass sie wieder Schmetterlinge im Bauch hat.
Gar nicht so einfach, ihn immer wieder abwimmeln zu müssen, zumal sie immer enger zusammen arbeiten und es nicht bei dieser einen Leiche bleibt…

Mein Eindruck:

Dr. Sofie Rosenhuth, die etwas tapsige, immer mit ihrem Gewicht hadernde Rechtsmedizinerin wird mir von Fall zu Fall sympathischer. Und nicht nur sie, auch Joe ihr Exmann, der sich schon im Zieleinlauf in die zweite Ehe mit Sofie wähnt. Und natürlich Tante Vroni und Sofies Kollegen. Da insbesondere Elke Falk, der Eisberg in Frauengestalt und Murmel der Mops, um den sie sich abwechselnd kümmern.
Felicitas Gruber hat mich auch mit Band 3 ihrer Reihe um die kalte Sofie zu 100% überzeugt. Sie steigt spannend mit einem Mord ein, wobei ich zuerst eine ganz andere, romantischere Ahnung hatte und natürlich muss ja etwas passieren, was der tollpatschigen, aber dadurch umso sympathischeren Sofie, erstmal den Tag zu vermiesen scheint. Während sie unter der Dusche steht gibt es urplötzlich kein Wasser mehr. Der Anruf über den Leichenfund erreicht sie und sie muss eigentlich los. Aber wie bekommt sie jetzt erst noch das Pflegemittel aus den Haaren, das zu allem Überfluss auch noch grau ist. Tante Vroni hat auch kein Wasser, wusste aber, dass es abgestellt wird, das Schyrenbad hat zu. Hier hätte Sophie die Dusche nutzen können. Also muss sie in die Nussbaumstraße in die Rechtsmedizin. Dort gibt es Duschen, aber natürlich kommt sie nicht unbemerkt bis dahin. Ähnlich chaotisch verfängt sich Sophie hier immer wieder in den unmöglichsten Situationen.
Besonders schön finde ich, dass Gruber immer wieder in den bayrischen Dialekt fällt, was vielleicht die Leseranzahl etwas schmälert, aber ihre Fans dafür umso mehr freut, denn genau das ist es, was diese Bücher so authentisch machen. Die Schreibweise ist locker, eher einfach und daher für jeden leicht verständlich und sehr unterhaltsam gehalten und München wird von seiner schönsten Seite gezeigt. Die Geschichte ist in sich stimmig und in medizinischer Sicht sehr gut recherchiert, wobei es nicht wundert, da sich die Autorin des Rates von Herrn Dr. habil. Oliver Peschl bediente, der auch schon Sebastian Fitzek mit Rat zur Seite stand.
Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, mich von Anfang bis Ende zu fesseln. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen, aber wenn es mal hakt, dann richtig, also musste ich mir unendliche zwei Wochen dafür Zeit lassen, was den Genuss aber nicht unbedingt schmälerte.
Nun hoffe ich, dass ich mich bald auf den vierten Band freuen darf, worüber sich die Autorin noch in Schweigen hüllt.

Mein Fazit:

Auch den dritten Fall für die Kalte Sofie kann ich jedem Krimi- und Münchenfan wärmstens empfehlen.


Finderlohn: Roman (Bill-Hodges-Serie 2)
Finderlohn: Roman (Bill-Hodges-Serie 2)
Preis: EUR 11,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vermisste die von King gewohnte Spannung, 15. September 2015
Klappentext:

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Mein Umriss:

Finderlohn ist die Fortsetzung von Mr. Mercedes, die mich leider nur auf den ersten Seiten gepackt hat. King steigt mit dem Einbruch bei dem Autor John Rothstein und dessen brutaler Ermordung durch Morris Bellamy ein. Er schwenkt dann zum Schauplatz der Amokfahrt von Mr. Mercedes vor dem City Center, dem sehr viele Menschen zum Opfer fielen und bezieht sich in diesem Punkt auf den Vater von Pete Saubers, der bei dem Anschlag schwer verletzt wurde.
Bellamy wird geschnappt und verurteilt, jedoch nach 35 Jahren begnadigt. Nach seiner Entlassung trifft er auf Saubers und es kommt zur Konfrontation…

Mein Eindruck:

Nach Mr. Mercedes ist Finderlohn der zweite Teil der Hodges-Trilogie. Dieser Teil der Trilogie dreht sich um den Anschlag am City Center durch Mr. Mercedes und die Folgen für die Familie Saubers, nachdem deren Sohn die Beute des Mörders an Rothstein gefunden hat.
Hodges, Jerome und Holly spielen hier erstmal eine untergeordnete Rolle und King läßt hier seinen gewohnten Schwung vermissen, den man von ihm kennt. Er läßt die Geschichte eher lahm dahin dümpeln und ich wartete immerzu darauf, dass er mich endlich mitnimmt, in eine Geschichte voller Spannung und Thrill. Allerdings schaffte er es mit diesem Band leider nicht, mich zu fesseln. Die Story kommt farblos und künstlich daher, sodass es mir schwer fiel, dieses Buch bis zum Ende zu lesen.
Wäre der Autor ein anderer als King gewesen, hätte ich das Buch sicher nach spätestens 150 Seiten abgebrochen.
Auch wenn dieser Band von mir nicht mit Bestnote belohnt wird, so werde ich sicherlich den dritten Band dieser Reihe auch lesen und hoffe, dass King in dem Fall wieder zu seiner üblichen Form aufläuft.

Mein Fazit:

Keine Bestleistung von King, aber trotzdem ein Muss für seine Fans

Danksagung:

Mein Dank geht an den Verlag Heyne bzw. der Randomhouse Verlagsgruppe, die mir das Rezensionsexemplar und das Coverbild zur Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung stellten


Kräuter der Provinz: Roman (Die Maierhofen-Reihe, Band 1)
Kräuter der Provinz: Roman (Die Maierhofen-Reihe, Band 1)
von Petra Durst-Benning
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Unterhaltung mit Tiefgang, 14. September 2015
Klappentext:

Bürgermeisterin Theresa liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Theresa krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei alten Herren, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edy oder die schüchterne Christine. Und sie haben doch nur ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Mein Umriss:

Maierhofen im Allgäu, ein Dorf wie viele andere. Eine Kirche, ein Bäcker, ein Metzger, also nichts besonderes. Hier lebt Therese und führt das Hotel „Goldene Rose“, die im Laufe der Jahre auch schon viel ihres Glanzes eingebüßt hat.
Als Therese erfährt, dass sie an Krebs erkrankt ist, möchte sie ihrem Dorf einen Imagewandel bescheren. Erst dann kann diese Krankheit das mit ihr machen, was sie will. Also macht sie sich zuerst auf die Suche nach ihrer Kusine, die sie seit Kindertagen nicht mehr gesehen hat, über die sie aber gerade jetzt einen Bericht im Fernsehen verfolgt hat. Greta soll als Werbefachfrau helfen, aber dazu braucht Therese einen Plan, sie nach Maierhofen zu locken. Dieser ist schnell ersonnen und ebenso schnell findet Therese eine Mittelsfrau um Greta vom hektischen Frankfurt ins beschauliche Allgäu zu locken. Zusammen mit den Frauen des Dorfes überzeugt Therese Greta von ihrem Plan und diese läßt sich nicht lange bitten. Mit Feuereifer stürzen sich die Frauen und auch einige Männer in die Arbeit, um Maierhofen neuen Glanz zu verleihen und es im nächsten Frühjahr mit einem Kräuterfest für den Tourismus aus der Taufe zu heben.
Als die Arbeiten in vollem Gange sind, ist es für Therese so weit, ihre Operation, Therapie und Reha am Bodensee anzutreten. Sie weiß, sie kann sich auf ihre Dorfbewohner verlassen…

Mein Eindruck:

Bisher war mir Petra Durst-Benning nur als Autorin historischer Romane bekannt, wobei ich gestehen muss, erst einen gelesen zu haben. Im Fall von Kräuter der Provinz sprach mich jedoch von Anfang an das Cover an. Es machte mich neugierig. Auch die Werbung, die die Autorin selbst im Internet machte, kitzelte meine Neugierde so, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Am Anfang dachte ich noch, dass es ja ein ganz netter Frauenroman wäre, mit einer Prise Krankheit, ein Häppchen Herzschmerz, ein Löffelchen Versöhnung und eine große Portion Happy End. Ich ließ das Buch auf mich wirken und nahm mir richtig Zeit dafür. Je weiter ich voran kam, umso mehr fühlte ich mich heimisch und vor allem dazugehörig zur Dorfgemeinschaft und verstand die Botschaft, die Durst-Benning vermitteln möchte.
Es ist die, wozu eine kleine Gemeinschaft in der Lage ist und erreichen kann. Dass nicht Unmengen an Menschen benötigt werden, um etwas in Bezug auf Tierschutz, gesunde Ernährung, Umweltschutz zu tun, nein, bereits im kleinen Kreis lässt sich einiges auf die Füße stellen. Und wenn es eine kleine Gruppe schaffen kann, dann schließen sich ihr immer mehr Menschen an und deren Aktionen ziehen immer größere und weitere Kreise.
Durch ihre für jeden verständliche Schreibweise, macht es unheimlich Spaß, das von Petra Durst-Benning Ersonnene zu lesen und zu genießen. Trotz über 500 Seiten kommt niemals Langeweile auf, man ist immer gespannt, was wer als nächstes plant und wie die Menschen in diesem kleinen Ort das ohne großen Etat realisieren. Spannend ist während der ganzen Geschichte, ob die Bürger Maierhofens es schaffen, einen Tourismusmagneten aus ihrem Ort zu machen.
Die Handlung ist insgesamt rund und perfekt ersonnen, einzig das weitere Schicksal dreier Personen bleibt am Ende noch etwas offen, sodass ich hier auf eine Fortsetzung hoffe, die ich natürlich auch verschlingen würde.

Mein Fazit:

Rund, nachvollziehbar mit einer klaren Botschaft, daher meine vollste Empfehlung.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an die Autorin Petra Durst-Benning, die es in die Wege leitete, dass ich dieses Buch direkt vom Blanvalet Verlag zugesandt bekam und es bereits vor dessen Erscheinungstermin lesen durfte, sowie ihre Erlaubnis, das Coverbild in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen zu dürfen.
Ebenso bedanke ich mich bei Tonja Müller-Tamke vom Blanvalet Verlag für die nette, dem Buch beigelegte Karte mit den persönlichen Grüßen an mich


Glück und Glas: Roman
Glück und Glas: Roman
von Lilli Beck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 70 Jahre Freundschaft, 9. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Glück und Glas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mein Umriss:

7. Mai 1945. In der Frauenklinik in der Maistraße in München kommen zwei Kinder zur Welt, deren vorgezeichneter Lebensweg unterschiedlicher nicht sein kann. Hannelore, das Kind eines Schuhfabrikanten und Marion, deren Mutter auf sich allein gestellt, ihr Kind vor Studenten zur Welt bringen sollte, weil sie in den Wirren des zweiten Weltkrieges das Geld für eine Krankenhausbetreuung nicht aufbringen kann. Als die Wehen einsetzen, versteckt sich Marions werdende Mutter im Zimmer von Hannelores werdender Mutter. Beide entbinden am selben Tag und verbringen auch die nächste Zukunft zusammen. Hannelores Mutter eher nicht für Hausarbeiten geboren, überredet ihren Mann, Marions Mutter als Hausangestellte im Haushalt anzustellen.
Die beiden Mädchen wachsen bis zur Rückkehr Marions Vater aus der Kriegsgefangenschaft wie Geschwister auf. Es ist ihnen jedoch bewusst, dass sie nicht der selben Gesellschaftsschicht angehören. Auch wenn sie es die jeweils andere niemals spüren lassen wollen, so kommt es doch immer wieder vor, dass sie sich gegenseitig die Unterschiede vorhalten.
Sie bekommen diese ja auch, obwohl zuhause gleich behandelt, in der Schule und auch bei der beruflichen Zukunftsplanung zu spüren. Hannelore, liebevoll Lörchen genannt, fällt alles in den Schoß, worum Marion hart kämpfen muss. Schnell sieht Marion, dass Intelligenz, gutes Aussehen und Benehmen nicht weiter helfen, wenn der Gesellschaftsstand nicht stimmt. Im Gegensatz zu Hannelore ist sie ausgesprochen hübsch, hat eine tolle Figur und wunderbares, feuerrotes Haar. Aber bekommt nicht die Anerkennung, als würde sie aus gut situiertem Hause stammen wie Hannelore, der trotz ihres manchmal plumpen Auftretens, Ansehen und gute Zensuren regelrecht hinterher geworfen werden.
Ebenso entwickelt sich ihr Leben im Erwachsenenalter sehr gegensätzlich und es kommt sogar zum Bruch zwischen den guten Freundinnen. Als sie wieder zusammen kommen, wollen sie ihren 70sten Geburtstag zusammen feiern. Marion, die sich seit ihrer Zeit als Fotomodell Moon nennt, bereitet eine kleine Feier vor und wartet auf Hannelore. Zu dieser Gelegenheit lässt sie nochmals ihr Leben Revue passieren…

Mein Eindruck:

Lilli Beck schuf mit diesem Buch einen Umriss der letzten 70 Jahre deutscher Geschichte. Vom Kriegsende mit Hunger, Kälte und Armut über den Wiederaufbau mit Hilfe der Trümmerfrauen, die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen und hinein ins Wirtschaftswunder. Sie zeigt, wie hart sich die Menschen durchschlagen mussten, um nach dem zweiten Weltkrieg im Leben wieder Fuß zu fassen. Auch die herrschenden Klassenunterschiede lässt die Autorin nicht unangesprochen und vor allem den Kampf der Frauen um ihre Rechte als gleichberechtigt neben den Männern, hat Lilli Beck perfekt in die Handlung dieses teilbiografischen Romanes eingebaut. 70 Jahre zwischen dem 7. Mai 1945, dem Geburtstag der Hauptprotagonistinnen Marion und Hannelore, die unterschiedlicher nicht sein konnten und dem 7. Mai 2015, deren 70sten Geburtstag, der wieder einen Scheideweg wie viele vorangegangene im Leben der beiden Frauen darstellt. Dazwischen deren turbulentes Leben, das sie nicht nur geradeaus und widerstandslos dorthin gelangen ließ, wo sie jetzt stehen.
Zwei Schicksale, die ans Herz gehen und vielleicht auch den einen oder anderen Menschen ihr eigenes Umfeld mit anderen Augen sehen lassen werden. Auf jeden Fall Schicksale, die zum Denken anregen und die Augen öffnen. Für die schönen Dinge des Lebens.
Am Beispiel von Lore und Moon wird einem bewusst, dass das Leben nicht nur ein mit Rosen bestreuter Weg ist, sondern dass es einen immer wieder auch im negativen Sinne überraschen kann.
Lilli Beck hat mich von der ersten Seite an mit Glück und Glas gefangen genommen und mich durch 70 Jahre deutscher Geschichte geführt. Sie verpackte diese so gut in den Lebensgeschichten der beiden Freundinnen, dass ich das Buch nur schwer zur Seite legen konnte.
Das war das erste Buch von Lilli Beck, das ich bisher gelesen habe, aber sicher nicht das letzte.

Mein Fazit:

Die einen werden diesen Roman einfach nur schön und entspannend finden, andere werden vielleicht ihren eigenen Lebensweg wieder finden und wieder andere werden sich an der liebenswerten Art, wie Lilli Beck die Stadt München eingebunden hat, erfreuen. Egal aus welchem Grund auch immer, ich spreche meine vollste Empfehlung für „Glück und Glas“ aus.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an den Blanvalet Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar und weiteres Material zu diesem Buch über die Randomhouse Verlagsgruppe zur Verfügung stellte


Mein zauberhaftes Café: Roman
Mein zauberhaftes Café: Roman
von Jana Seidel
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Zauberhafte Atmosphäre, 28. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Mein zauberhaftes Café: Roman (Taschenbuch)
Mein Umriss:

Alexandras Leben gerät aus den Fugen. Von jetzt auf gleich verliert die erfolgreiche Steuerberaterin ihren Job, dann stirbt ihre Tante, zu der sie in den letzten Jahren keinen Kontakt hatte und zu allem Überfluß wird sie auch noch von ihrem Freund betrogen.
Plötzlich obdachlos, weil sie mit ihm in seiner Wohnung zusammen lebte, nimmt sie das Erbe ihrer Tante Effie an. Sie kann zwar nicht backen und hat keine Ahnung davon, wie man ein Café leitet, aber sie blickt optimistisch in die Zukunft. Schlimmer kanns ja nicht mehr kommen.
Da springt ihr Tante Effie zur Seite, die ihr als Geist alles das zeigt, was sie wissen muss. Besonders, wie sie künftig ihr Leben und die Liebe geniessen kann…

Mein Eindruck:

Der Titel und das Cover waren der ausschlaggebende Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen mußte. Das Wort zauberhaft im Titel, dieser leicht verschnörkelt gedruckt auf ein spitzenumrahmtes Tortendeckchen, auf pinkfarbenem Untergrund mit Streutörtchen versprach kurzweilige, leichte Unterhaltung.
Diese Erwartung wurde voll und ganz erfüllt.
Jana Seidel hat hier eine Protagonistin geschaffen, die man sich sehr gut als Freundin vorstellen kann, der man immer wieder aus der Patsche hilft, wenn sie sich wieder mal mit Schwung in ein Malheur geritten hat, aus dem sie nicht allein wieder heraus kommt.
In der Ichperspektive verfaßt läßt die Autorin ihre Protagonistin selbst in abgewandelter Tagebuchform erzählen. Diese Art zu schreiben bzw. zu lesen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch äußerst interessant. Mit viel Humor und eher etwas flapsig erzählt Alexandra über ihre Erlebnisse und die Begebenheiten in ihrem Leben. Seidel schreibt sehr detailverliebt, allerdings nicht langweilig. Man kann sich in Situationen und Umgebungen schnell hinein versetzen, sodass einen dieses Buch perfekt vom Alltag abschalten läßt.
Keine hochtrabende Literatur, aber locker-leichte Unterhaltung, mit der man einen Arbeitstag perfekt ausklingen lassen kann. Man lebt mit den Protagonisten, man erlebt deren Umfeld und man empfindet Freude und Leid mit ihnen, da ist es egal, ob das Buch in den Top 10 oder unter ferner liefen gehandelt wird. Wer es erwischt, wird es mit Freude lesen.

Mein Fazit:

Wunderbare Wochenend- und Urlaubslektüre, bei der man wunderbar abschalten kann.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe dafür, dass ich dieses Buch lesen durfte und insbesondere geht mein Dank an den Verlag Goldmann für die Erlaubnis das Cover in Verbindung mit der Veröffentlichung der Rezension zu verwenden.


Die Feenjägerin: Roman
Die Feenjägerin: Roman
von Elizabeth May
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,99

4.0 von 5 Sternen Feen mal nicht einfach nur brav, 17. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Feenjägerin: Roman (Taschenbuch)
Klappentext

Hüte dich vor den Feen, denn ihre Seelen sind tückisch und kalt,

Schottland 1844: Tagsüber ist Aileana Kameron eine artige junge Frau aus den adeligen Kreisen Edinburghs. Nachts hingegen schnallt sie sich ihren Dolch unters Strumpfband und macht Jagd auf jene magischen Kreaturen, die einst ihre Mutter getötet haben: die Feen. Doch schon bald geht es für Aileana um viel mehr als bloß um Rache, denn sie kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Einem Geheimnis, das ganz Schottland bedroht…

Mein Umriss:

Aileanas Mutter wurde von Feen getötet. Nun ist die Trauerphase vorbei und die junge Frau muss sich wieder auf Bällen sehen lassen. Spaß kann sie daran nicht finden, denn immer wieder kommen ihr Feen in die Quere, so wie an diesem Abend auch.
Sie sinnt nach Rache, denn ihr bleibt nicht verborgen, dass die Feen ein weiteres Opfer suchen.
Im zurückliegenden Trauerjahr studierte sie die Feen genau, machte sich Nacht für Nacht auf den Weg um Feen zu töten. Sie ist jedoch nicht allein, Kiaran, eine andere Fee stellt sich ihr hilfreich zur Seite und unterstützt sie dabei, den Tod ihrer Mutter zu rächen…

Mein Eindruck:

Der Einstieg ins Geschehen ist Elizabeth May scheinbar etwas schwer gefallen. Schleppend und streckenweise etwas langatmig beschreibt sie die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit.
Nach ein paar Seiten scheint die Autorin zur Story gefunden zu haben und nimmt an Fahrt auf, als die erste Fee erscheint und man Einblick bekommt, warum Aileana nach dem Tod ihrer Mutter in der Gesellschaft nicht mehr so hoch angesehen ist. Sie stand bei Auffinden der Leiche teilnahmslos daneben. Dadurch geriet sie in einen fragwürdigen Ruf, ebenso wie durch ihr wiederholtes Verschwinden.
Als Kiaran auftaucht werden die ersten Rätsel um Aileana und die Feen aufgelöst und die Handlung gewinnt an Fahrt. Von da an war ich vom Inhalt und der Geschichte um Aileana und die Feen so fasziniert, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte und wollte.
Fantasy hab ich schon immer gerne gelesen, nur Feen interessierten mich überhaupt nicht. Hier handelt es sich aber um Steampunk-Fantasy, eine Form, die mich wiederum total mit auf den Weg nimmt.

Aileana führt ein Doppelleben, das ihr immer wieder Probleme bereitet. An Vorgaben mag sie sich gar nicht halten und somit eckt sie immer wieder in der Gesellschaft an. Ihre rebellische Art ist das, was sie mir so überaus sympathisch macht. Auch dass sie durch und durch eine Kämpfernatur ist, die weiß was sie will und es auch durchzusetzen weiß.
Sie baut sich ihre Waffen selbst und weiß sie auch richtig zu nutzen, auch wenn die Anzahl in größere Dimensionen geht.
Die Feen sind dafür ausgebildet, die Menschen zu töten. Doch es gibt Ausnahmen, die sich in der Nähe Aileanas aufhalten und ihr in ihrem Rachefeldzug behilflich sind. Kiaran schwor sich vor langer Zeit, keine Menschen mehr zu töten und stellt sich nun hilfreich an Aileanas Seite. Er ist jedoch so undurchsichtig dargestellt, dass nicht nur Aileana ein Problem hat, ihn zu durchschauen. Das macht ihn aber nicht weniger interessant.
Auch Humor baute May in die Geschichte ein.
Der taucht in Gestalt von Derrik auf, der in Aileanas Kleiderschrank lebt und ihre kaputten Kleidungsstücke flickt. Dafür verlangt er als Lohn nichts anderes als Honig. Aber die Menge muss stimmen, denn er wird von Honig betrunken und dann…. nein, das verrate ich nicht.

Streckenweise kam mir die Geschichte lückenhaft vor, da mir gewisse Erklärungen fehlten. Es fehlte mir nicht viel, nur der kleine Ticken, um bei mir das Kopfkino zum Laufen zu bringen. Manche Dinge und auch Feen sind mir einfach zu knapp erläutert. Vielleicht fällt mir das auch nur so arg auf, weil ich eben bisher keine Bücher mit und über Feen gelesen habe.
Leider hatte ich zwischendurch immer wieder das Gefühl, dass die Autorin den Faden verloren hatte, der sie durch die Geschichte führen sollte, denn ich kann mir nicht anders erklären, warum sie immer und immer wieder Aileanas Plan, den Tod der Mutter zu rächen erklärt. Das ist ein Punkt, der mir von Anfang an völlig klar war und den ich beim Lesen permanent verfolgte. Diese Wiederholungen ließen mich so manche Seite achtlos überblättern und ich weiß nicht, ob ich dadurch etwas versäumte.
Fasziniert war ich von der Vielschichtigkeit der Feen. Egal ob es um ihr Aussehen, ihr Auftreten oder auch ihr Verhalten ging. Es sind nicht nur die lieben, netten, die ich bisher eher aus Erzählungen über Kinderbücher kannte, was mich natürlich neugierig auf den nächsten Teil des Buches macht.

Das Ende sehe ich in Anbetracht dessen, dass es irgendwann weiter geht als perfektes Ende.
Ein lauter, intensiver Showdown, der einen dann doch irgendwie in der Luft hängen lässt und damit die Neugierde auf den nächsten Teil anheizt.

Das Cover

Ich sehe ein perfekt gewähltes Cover, das für mich genau das aussagt, um was es in dem Buch geht. Nicht zu viel und nicht zu wenig

Mein Fazit

Dieses Buch war für mich absolutes Neuland, aber trotz einiger kleiner Schwächen bekommt es meine Leseempfehlung

Die Autorin

(Zitat aus Amazon) Elizabeth May wurde in Kalifornien geboren, wo sie auch ihre ersten Lebensjahre verbrachte, bevor sie nach Schottland zog. Sie studierte Anthropologie an der Universität von St. Andrews und schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit. Wenn sie sich nicht gerade der Wissenschaft widmet, stürzt sie sich mit Begeisterung in fantastische Welten. Die Autorin lebt zusammen mit ihrem Mann in Edinburgh. (Zitat Ende)

Danksagung

Mein Dank geht an den Heyne Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, ebenso bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Randomhouse dafür, dass ich auf Cover und andere Hilfsmittel in Verbindung mit dieser Rezension zurückgreifen durfte.


Angerichtet: Sterbe wohl
Angerichtet: Sterbe wohl
von Marcus Sammet
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

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5.0 von 5 Sternen Sterbe wohl mein Leckerbissen, 17. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Angerichtet: Sterbe wohl (Taschenbuch)
Mein Umriss:

Mit der Entführung einer Joggerin in München sollte ein Festmahl der besonderen Art auf Mallorca etwas Besonderes werden.
Max Hermann, der ehemalige Profikiller und Ines Mellinghof, die für ihn ihren Job bei der münchner Polizei an den Nagel hängte führen ein beschauliches Leben. Wäre da nicht seine Verpflichtung, wegen seinem Vater immer wieder nach München zu reisen, der in einem Pflegeheim lebt.
Er wird am Flughafen in Palma erkannt und beschattet.
Durch das Aufeinandertreffen mit Barbara und Thomas und damit mit Barbaras Beobachtung am Strand, geraten somit alle vier in höchste Gefahr….

Mein Eindruck:

Mit diesem vierten Teil seiner „Sterbe wohl…“ – Reihe knüpft Marcus Sammet fast übergangslos an die drei Vorgänger an und schaffte meiner Meinung nach sein bisher bestes Werk. Schon zu Anfang hält er sich nicht lange mit unnötigem Blabla auf, nein, er stößt den Leser erbarmungslos mitten ins Geschehen und hält ihn bis zur letzten Zeile voll in seinem Bann. Da auch dieser Teil mit 259 Seiten ein relativ kurzer Thriller ist, ist man geneigt ihn bis zum Ende nicht aus der Hand zu legen.
Sammet nimmt uns mit auf die Reise nach Mallorca an den Balneario und auch ins beschauliche Hinterland das er mit viel Liebe zum Detail, jedoch ohne in Langatmigkeit abzuschweifen, beschreibt. Er nimmt den Leser sprichwörtlich an die Hand und führt ihn von Schauplatz zu Schauplatz und sorgt dafür, dass er immer das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein und vielleicht sogar selbst eingreifen zu können, wenns zu brenzlig für die Protagonisten wird.
Durch die bildhafte Schreibweise Sammets, ist es für den Leser ein Leichtes, sich die Örtlichkeiten, die Personen und auch die Abläufe vorzustellen.
Er fasst mit diesem Teil ein Thema auf, das sich für normal empfindende Menschen mehr im Hintergrund abspielt, aber trotzdem totgeschwiegen wird. Bisher nur in Splatter- oder Hardboiled-Thrillern abgehandelt, findet Kannibalismus in diesem Thriller auch seinen Platz ohne ekelerregend, aber trotzdem brutal und unmenschlich zu erscheinen.
Mit seiner „Sterbe wohl…“-Reihe steigerte sich Marcus Sammet von Band zu Band und von Verbrechen zu Verbrechen, sodass ich gespannt bin, welches Thema er für seinen hoffentlich bald erscheinenden Band fünf wählt.

Mein Fazit:

Wie guter Wein reift auch Marcus Sammet im Laufe der Zeit und mit jedem weiteren Band seiner „Sterbe wohl…“-Reihe

Danksagung

Mein herzlicher Dank geht an Marcus Sammet dafür, dass ich meinen kleinen Beitrag in Form der Erstkorrektur an diesem Buch leisten durfte, dafür, dass wir uns die Köpfe heiß diskutierten, wenn wir nicht einer Meinung waren, aber am Ende doch einen guten Weg fanden. Ebenso für seine Erlaubnis, das selbst gescannte Cover in Verbindung mit meiner Rezension zu veröffentlichen, bedanke ich mich beim Autor.


Liebe auf drei Pfoten: Roman
Liebe auf drei Pfoten: Roman
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Kümmere dich, 4. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Liebe auf drei Pfoten: Roman (Kindle Edition)
Klappentext

Das Leben ist voller Überraschungen. Und manchmal geschieht sogar ein Wunder.

Federica lebt in einem kleinen, entlegenen Viertel in Rom – und sie hat es sich in den Kopf gesetzt, die verlassene Bücherei in ihrer Nähe wieder zu neuem Leben zu erwecken. Doch zur Erfüllung ihres Traumes bedarf es erst der Umdrehungen einiger geheimnisvoller Rädchen, die das Schicksal leise vorantreiben: das große Herz einer verrückten alten Frau, das Vertrauen zweier Kinder in Not und den unbändigen Überlebenswillen eines kleinen Katers, der dafür sorgt, dass Federika das Leben zu lieben lernt.

Mein Umriss

Ein heisser Sommer in Rom. Federica hat ihr Studium abgeschlossen und lebt im Stadtteil Testaccio. Dort, wo die weniger betuchten Menschen leben, wo es laut ist, manchmal auch schmutzig. Aber Federica fühlt sich hier wohl. Sie geht ihren Jobs nach. Der erste fordert sie mit sehr frühem Aufstehen, denn sie sortiert Briefe bei der Post. Wenn sie damit fertig ist, kümmert sie sich um den Frühstücksservice in einer Pension und nachmittags ist sie in ihrer eigenen Bücherei, mit der sie sich ihren Lebenstraum erfüllte.
Dort erscheint eines Tages eine alte, seltsame Frau und hinterlässt Federika ein kleines Bündel und die Nachricht „Kümmere dich“
Also hat sie nun einen weiteren Job. Sie kümmert sich um den kleinen Kater, der sich in dem Bündel Kleidungsstücke befindet, und dem Tod näher als dem Leben ist. Sie kann ihn nicht sterben lassen, also bringt sie ihn zum Tierarzt. Nachdem sie die Rechnung nicht bezahlen kann, nimmt sie die Pflege eben ohne Medikamente in Angriff. Schnell erholt sich das dreibeinige Kerlchen und weicht ihr nicht mehr von der Seite.
Federika hat dies verändert und das bleibt ihrem Umfeld nicht verborgen. Von nun an, ist Bruno der Kater immer an ihrer Seite…

Mein Eindruck

Fiona Blum hat mit diesem Buch ein großes Kapitel der wunderbaren Geschichte des dreibeinigen Katers Bruno zu Papier gebracht. Sie beschränkt sich auf einen Sommer, der für Bruno und die Hauptprotagonistin Federika das Leben nicht nur auf den Kopf stellte, sondern dieses für beide ins Positive kehrte. Allgemein wird einem immer vermittelt, dass die Italiener ein lautes, hektisches Völkchen sind. Blum zeigt hier eine andere Seite dieser sympathischen Menschen. Sie können auch leise und gefühlvoll. Insbesondere, wenn es um die anderen Menschen in ihrem Umfeld geht. Die Autorin beschränkt sich nicht nur auf Federika und Bruno, sie bezieht eine alte Schauspielerin, die in den siebziger Jahren von der Bildfläche verschwand, den spanischen Ex-Mafiosi, einen Tierarzt, der nicht nur die Praxis von seinem Vorgänger erbte, zwei Kinder und deren Mutter mit schrecklicher Vergangenheit und natürlich Federikas direkten Nachbar, der immer zur Stelle ist, wenn sie jemanden zum Reden braucht, mit in ihre Geschichte ein.
Besonders beeindruckend schreibt Blum über den Kater und darüber, was er wohl empfindet oder vielleicht auch denkt. Nein, sie vermenschlicht dieses Tier mit keiner einzelnen Silbe. Vielmehr beschreibt sie seine Aktionen und Empfindungen so, wie sich Menschen vorstellen würden, dass er empfindet und denkt. Sie lässt ihn zeigen, was er möchte und da die Beziehung von Federica und ihm sehr schnell sehr eng ist, sind sie nach kurzer Zeit ein perfekt eingespieltes Team.
Geheimnisvoll stellt sie die alte Frau und den „Spanier“ vor, deren Rätsel sie bald auflöst und über die sie sich viele Gedanken macht. Ebenso die berührende Geschichte der beiden Kinder, deren Mutter sie mit Hilfe des Katers zurück ins Leben führt.
Durch Blums einfache Schreibweise taucht man sehr schnell ins Geschehen ein und ist von der Geschichte total gefangen. Man möchte am liebsten noch viel mehr über Bruno erfahren, aber leider war dieses Buch viel zu schnell zu Ende.

Mein Fazit

Ein gefühlvoll, ruhig, beschaulich und liebevoll geschriebenes Buch darüber, wie ein Kater in der Lage ist, das Leben der Menschen ins Positive zu ändern, dem ich meine vollste Empfehlung ausspreche.

Die Autorin

Fiona Blum wurde 1968 geboren. In Passau und Rom studierte sie Rechtswissenschaften und Italienisch. In Verona arbeitete sie nach dem Studium als Anwältin und in München in einer internationalen Anwaltskanzlei. Heute ist sie Hauptberuflich Schriftstellerin und lebt mit Mann, Tochter und Katze in einem alten Bauernhof in Oberbayern.
Unter ihrem richtigen Namen Veronika Rusch schreibt sie Dinnerkrimis, Theaterstücke und Kriminalromane.

Danksagung

Mein Dank geht an den Page & Turner Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, ebenso bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Randomhouse dafür, dass ich auf Cover und andere Hilfsmittel in Verbindung mit dieser Rezension zurückgreifen durfte.


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