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Rezensionen verfasst von
alanmichael1

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Don Giovanni
Don Giovanni
Preis: EUR 12,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kubelik mit grandiosen Sängern, 25. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
In der Liste der "in letzter Minute geretteten" Opernaufnahmen nimmt dieser Don Giovanni einen Spitzenplatz ein. Wie das Fono Forum 1985 berichtete, meldeten sich am Tag der ersten Aufnahmesitzung Don Giovanni Bernd Weikl und Don Ottavio Vinson Cole krank. Dass Weikl, der die Rolle bereits unter Solti eingespielt hatte, durch Alan Titus ersetzt wurde, ist ein großer Glücksfall: Der Amerikaner singt einen ungemein intelligenten, vitalen und klangschönen Don mit fabelhafter Diktion. Ersatz-Ottavio Thomas Moser konnte ich vor 15 Jahren live als umwerfenden Florestan erleben. Vor dem Mikrofon vergrößert sich sein Vibrato allzu stark, dennoch ist diese heldische Rollengestaltung eine schöne Abwechslung.

Kubeliks Don Giovanni geriet damals restlos unter die Räder der genau zeitgleichen DG-Aufnahme unter Karajan. Dessen anarchische Spannung fesselt (trotz vieler kleiner Pannen) heute noch stärker als Kubeliks flüssige, vorhersehbare Eleganz. Auch war die Aufnahmetechnik der DG um Klassen besser als die von Eurodisc: Zwar sind bei Kubelik die Stimmen gut eingefangen, aber das Orchester wabert watteweich im Hintergrund (woran auch diese Neuauflage nichts ändert).

Aber Kubeliks Besetzung schlägt die Konkurrenz haushoch und ist bis heute in der DDD-Ära nicht mehr übertroffen worden. Vier Jahre nach Karl Böhms Tod endet hier sozusagen mit dem letzten "Böhm-Ensemble" die goldene Opern-Nachkriegszeit. Julia Varady ist eine ideale, dramatische Anna mit einer großartigen Vokalise in "Non mi dir", Arleen Auger singt eine innig leidende, sanfte Elvira und Edith Mathis die allerbeste ihrer drei Schallplatten-Zerlinas. Rolando Panerai ist 32 Jahre nach "I Puritani" neben der Callas ein immer noch saftiger, lustiger Leporello. Unbedingt hören!


La Traviata (Remastered)
La Traviata (Remastered)
Preis: EUR 12,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elegante Traviata mit verbessertem Klang, 29. August 2015
Rezension bezieht sich auf: La Traviata (Remastered) (Audio CD)
Diese Traviata von 1956 hat Sony/RCA noch nie selbst auf CD veröffentlicht. 2005 gab es eine Lizenzausgabe von Testament, deren Klang ich immer etwas metallisch und sauer fand. Diese Wiederveröffentlichung von den Originalbändern klingt wärmer und natürlicher, der Mono-Sound ist sogar sehr gut und übertrifft die meisten Stereo-Aufnahmen bis heute.

Dass die Monteux-Traviata so lange vergessen wurde, mag an der etwas durchschnittlichen Hauptinterpretin liegen. Rosanna Carteri ist eine lyrische Violetta mit großen Momenten im letzten Akt und in den Duetten mit Alfredo. Aber in "Sempre libera" ist die Stimme in der Höhe und Tiefe zu kurz, außerdem laboriert sie sich durch die Koloraturen. Allerdings profitiert Carteri am meisten von der besseren Klangqualität.

Der Glanz dieser Aufnahme sind indes die Männer - und zwar alle. Der 81-jährige Pierre Monteux ist einer der wenigen Dirigenten, die deutlich machen, dass diese Oper in Paris spielt und nicht in Palermo. Man höre die Party-Szenen des 1. Akts: So sinnlich-elegant klingen die trillernden Holzbläser nirgendwo sonst. Monteux' entspannte, fein gestaltete Lesart gefällt mir persönlich besser als die Hochdruck-Traviatas von Maazel und Kleiber.

Auch Tenor und Bariton sind hier unschlagbar besetzt. Der zärtliche, verletzliche Alfredo von Cesare Valletti ist unsterblich durch den 1958er Live-Mitschnitt mit der Callas aus London (Ica Classics) - doch es ist wunderbar, ihn hier auch im Studio in Hochform zu erleben . Leonard Warren ist ein balsamischer, melancholischer Père Germont. Wiederentdecken, hören und schwelgen!


Fricsay: Complete Recordings, Vol.2 -  Operas & Choral Works
Fricsay: Complete Recordings, Vol.2 - Operas & Choral Works
Preis: EUR 99,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das größte Erbe der DG, 1. August 2015
Nach einem Jahr Warten ist nun endlich der 2. Teil der Fricsay-Gesamtedition erschienen: sämtliche Opern, Messen und Oratorien. Künstlerisch sind diese Aufnahmen die bedeutendsten im Katalog der Deutschen Grammophon. Im Gegensatz zu Fricsays Orchesteraufnahmen (Vol. 1) waren die Opern allerdings in den letzten 20 Jahren fast nie aus dem Programm gestrichen, sodass es für Sammler nicht viel Neues gibt. Trotzdem ist es wunderbar, hier alles mit den originalen Covern und einem schönen Booklet beisammen zu haben.

Deutsche CD-Premieren (zumindest von den Originalbändern) sind die 1952er Studioaufnahme von Haydns "Jahreszeiten", Rossinis "Stabat Mater" und Strawinskys sachlich-weißglühender "Oedipus Rex". Der Haydn allein ist Box wert: Der knabenhafte Sopran von Elfride Trötschel und der dramatische Tenor von Walther Ludwig bilden einen spannenden Kontrast, Fricsay dirigiert schlank und apollinarisch. Hier ein paar weitere Höhepunkte:

- Der fliegende Holländer: Die kammermusikalischste Wagner-Aufnahme aller Zeiten! Fricsays RIAS-Orchester ist durchhörbar bis auf den Meeresgrund. Das Männertrio Metternich-Greindl-Windgassen ist unübertrefflich, die hysterische Senta von Annelies Kupper etwas wackelig in der Intonation.

- Die Entführung aus dem Serail: Trotz der späteren Jochum-Aufnahme mit Fritz Wunderlich ist dies in der Gesamtwirkung die Referenz. Maria Stader ist ein lyrische, koloraturgewandte Konstanze, Ernst Haefliger ihr schwärmerischer Belmonte. Fricsay dirigiert mit einem Maximum an Natürlichkeit, die Mono-Tontechnik ist fantastisch.

- Die Zauberflöte: Noch eine Referenzaufnahme. Rita Streichs erste Königinnen-Arie ist ein Wunder, das ich seit 35 Jahre bestaune.

- Don Giovanni: In dieser Aufnahme wollte Fricsay eigentlich Maria Stader als Donna Anna und Sena Jurinac als Elvira besetzen. Doch die Stader lehnte die Anna vehement ab, und so tauschten die Damen die Rollen. Das Ergebnis ist die dramatischste, bewegendste Donna Anna des Jahrhunderts - Jurinacs "Non mi dir" ist das zweite Wunder dieser Edition.

- Verdi-Requiem (1961): Der späte Live-Mitschnitt zeigt den bereits todkranken Dirigenten im Ringen mit dem Schicksal. Die Aufnahme ist extrem manieriert, aber gerade deshalb so fesselnd wie keine andere. Das RSO Berlin vollbringt eine atemberaubende Leistung, das Solistenquartett ebenso.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die DG immer wieder Fricsay-Aufnahmen aus den Rundfunk-Archiven geborgen. Sie sind hier alle dabei: die sehr frühe, etwas scheppernde "Fledermaus" mit Peter Anders, das Mozart-Requiem mit der herrlichen Elisabeth Grümmer, der heroische Salzburger "Idomeneo". Etwas schade ist nur, dass man für diese Edition nicht letzte große Lücken geschlossen hat. Zum Glück gibt es die fehlenden Aufnahmen bei anderen Labels: "Rigoletto" (1950, mit Rudolf Schock und Rita Streich, ein Muss!) und "Lucia di Lammermoor" (1953) vom RIAS Berlin bei Audite, "Don Carlo" und "Die Walküre" aus der Städtischen Oper Berlin bei Myto. Großartig ist auch das RIAS-Dvorak-Requiem bei Relief.


Cosi Fan Tutte
Cosi Fan Tutte
Wird angeboten von musikdrehscheibe
Preis: EUR 29,77

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Böhms schlappste Così, 18. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Cosi Fan Tutte (Audio CD)
Um nicht der Entweihung eines Heiligtums geziehen zu werden: Ich liebe Karl Böhms unzählige Così-Aufnahmen über alles. Nur eben diese nicht.

Mir ist klar, dass die meisten Kritiker diese Londoner Aufnahme als Böhms Referenz ansehen. Was wohl vor allem daran liegt, dass sie seine vollständigste ist: Nur hier hört man Ferrandos "Tradito schernito" und Dorabellas "E amore", außerdem macht Böhm viele kleine Striche in den übrigen Nummern auf. Es fehlen allerdings noch immer das Duettino "Al fato dan legge" und Ferrandos große Arie "Ah lo veggio".

Was mich hingegen stört, ist die künstliche, untheatralische Atmosphäre, die von Böhms sämtlichen anderen Mozart-Einspielungen krass abweicht. Verantwortlich dürfte der Produzent Walter Legge sein. So herrlich seine Verdi- und Bellini-Aufnahmen mit der Callas sind, so säuselig und falsch-elegisch ist sein Mozart. Schon Legges Karajan-Aufnahmen von Figaro, Zauberflöte und Così irritieren durch das ständige Singen mit halber Stimme. Hier setzt sich das bruchlos fort. Böhm klingt nicht wie Böhm, sondern wie ein Klon der Karajanschen Wisper-Cosi von 1954. Sowohl seine Wiener Decca-Aufnahme von 1955 als auch seine Salzburger Mitschnitte von 1954 und 1974 klingen im Vergleich wie das Leben und die Natürlichkeit selbst.

Auch die Sänger bilden hier kein optimales Ensemble. Die drei Damen stammen zwar alle aus der zeitgleichen Salzburger Rennert-Inszenierung, aber nur Christa Ludwig als Dorabella begeistert. Elisabeth Schwarzkopf singt zwar immer noch eine der technisch imponierendsten Felsen-Arien, aber sie klingt müde und grimassiert auf den Vokalen, als wollte sie Rossinis Miau-Duett aufführen. 1954 ist sie weit besser in Form. Hanny Steffek ist eine schmalspurige Despina (hätte man doch Rita Streich engagiert), Alfredo Kraus ein stimmschöner, aber auch kühler und unbeteiligter Ferrando. Taddei ist fabelhaft, Berry als Alfonso noch reichlich jung.

Fans des Dirigenten kommen wegen ihrer Vollständigkeit nicht um diese Aufnahme herum. Aber wenn ich in Böhms Così-Universum aufgehen und zu Hause sein will, höre ich Salzburg 1974 (Dt. Grammophon).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2015 1:42 PM CET


Carmen 1964 (Remastered 2014)
Carmen 1964 (Remastered 2014)
Preis: EUR 11,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstaunliche Klangverbesserung, 23. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Carmen 1964 (Remastered 2014) (Audio CD)
Die Stereo-Opern mit Maria Callas, beginnend mit dem "Barbier von Sevilla" 1957, klangen eigentlich von Anfang an und in allen Ausgaben ganz gut. Von dieser 1964er "Carmen" besaß ich bisher die Ausgabe der "Callas Edition" von 1997 und war sehr zufrieden. Jetzt nicht mehr! Die Klangverbesserung in dieser Neuauflage von den Original-Masterbändern ist erstaunlich. Nicht nur haben die Höhen mehr Brillanz, und auf den Streichern, Oboen und hohen Sopranstimmen liegt plötzlich eine feine, goldene Lasur. Vor allem sind die Solisten wieder näher herangezoomt. Ich hatte in der "Callas Edition" immer das Gefühl, dass die Toningenieure ein "moderneres" Klangbild angestrebt und die Stimmen in das voller aufgedrehte Orchester zurückgesetzt haben. In einigen Ausgaben - etwa "Turandot" und "Lucia" von 1959 - sorgte das für dünnen, unfokussierten Gesang. Und auch diese "Carmen" wirkt nun plötzlich viel natürlicher und lebendiger, die Callas fällt in ihren Arien förmlich aus den Boxen! Ein toller Genuss.

Künstlerisch hält diese Aufnahme seit jeher einen Spitzenplatz - ich gestehe offen, dass mir im Vergleich keine andere mehr gefällt. Callas stand 1964 kurz vor dem Ende ihrer Karriere, aber während der Aufnahmesitzungen war sie offenbar gut in Form und ihre etwas schartige Höhe fällt in der Mezzo-Partie nicht auf. Wunderbar, wie genau, lyrisch und unchargiert sie die Rolle singt. Nicolai Gedda ist ein prachtvoller Don José, und der Rest des Ensembles (inklusive Orchester und Dirigent) sorgt für absolut idiomatisches französisches Opéra-comique-Flair.

Wer diese Neuveröffentlichung einzeln (außerhalb der riesigen Komplett-Box) kauft, bekommt nur einen dünnen Papp-Schuber mit fummeligen Papier-Hüllen und einem Super-Spar-Booklet (immerhin mit ein paar Infos zur Aufnahme). Da das "Carmen"-Libretto im Internet aber an jeder Ecke zu bekommen ist, empfehle ich diese fabelhafte Aufnahme auch Anfängern, die die Oper gleich auf höchstem Niveau kennenlernen möchten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 17, 2016 1:55 AM MEST


Fricsay: Sämtliche DG Aufnahmen, Vol.1 - Orchestral Works
Fricsay: Sämtliche DG Aufnahmen, Vol.1 - Orchestral Works
Preis: EUR 94,99

37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Geburtstagsgeschenk, 2. August 2014
Ferenc Fricsay (1914-1963) war in der Nachkriegszeit Chef des neuen RIAS-Symphonie-Orchesters in Berlin und Haupt-Dirigent der Deutschen Grammophon. Mit ihm baute sie ihren Katalog für die Langspielplatte neu auf. Doch das Glück währte nicht lang - Fricsay erkrankte mit Mitte 40 schwer und starb nach vielen vergeblichen Operationen. Die DG holte schon vor seinem Tod Karajan als Nachfolger. In den 60er-Jahren geriet Fricsay beim breiten Publikum schnell in Vergessenheit - teils, weil der Großteil seiner Aufnahmen mono ist und schnell aus dem Verkauf genommen wurde. Psychologisch mag auch eine Rolle spielen, dass kaum jemand weiß, wie sein Name korrekt ausgesprochen wird (Ferenz Fritschoi).

Dennoch hatte der große ungarische Maestro immer treue Fans, die sein Genie bewunderten. In den frühen 1950ern war Fricsay eine Art Berliner Toscanini, ein unglaublich rasanter, dabei aber auch sehr sachlicher und akribischer Dirigent. Nach der Erkrankung änderte sich sein Stil, wurde langsamer, romantischer, zum Teil exzentrisch-manieristisch. Beethovens Fünfte von 1961 ist das beste Beispiel dafür - ein hyper-langsames, gewaltiges Ringen mit dem Schicksal. Wer hier im zweiten Satz keine feuchten Augen bekommt, hat kein Herz.

Dass die DG zum 100. Geburtstag des Dirigenten wieder eine Komplett-Edition herausgibt (die letzte gab es in den 70ern auf LP), ist einfach wunderbar. Ganz eifrige Sammler, die immer mal wieder CDs aus Japan und der französischen Double-Serie bestellt haben, werden hier zwar nicht mehr so viel Neues bekommen. Dennoch konnte auch ich noch Lücken schließen: fabelhaft etwa CD 16 der Box mit französischer Moderne - Debussy "Prélude", der Pariser Studioaufnahme des "Zauberlehrings" und dem hinreißend trockenen und transparenten "Boléro", nach dem ich 20 Jahre lang gesucht habe. Toll auch die Ballettmusiken aus italienischen und französischen Opern.

Wer hingegen bisher nur in Deutschland eingekauft hat, bekommt hier CD-Premieren en masse: Beethovens Sinfonien 3, 5 und 8, eine unwiderstehlich turbulente Frühlingssinfonie von Schumann (ich kenne keine Aufnahme, die nur halb so gut ist), die herrlich zartbitteren Mozart- und Weber-Konzerte mit dem Klarinettisten Heinrich Geuser.

Fricsay war der erste Dirigent, der die Schallplatte als eigenes künstlerisches Medium begriffen hat. Sein Einfluss ist bis heute in der fantastischen Tonqualität und Räumlichkeit selbst der ältesten Mono-Aufnahmen spürbar. In der neuen Box sind sie auf 45 CDs in Papphüllen mit originalen LP-Coverbildern verteilt. Das ist sehr hübsch und nostalgisch - allerdings sind die Hüllen dermaßen "original", dass selbst die aufgeführten Stücke in den legendären Gelb-Etiketten auf der Vorderseite dem LP-Original entsprechen und oft fast nichts mit den Zusammenstellungen auf der CD zu tun haben (die wegen der 75-minütigen Laufzeit viel umfangreicher sind). Die korrekten Titel stehen auf der Rückseite der Hüllen. Ein umfangreiches Booklet mit Texten von Zeitgenossen und raren Fotos komplettiert die wunderbare Edition.


Die Sims 3: Roaring Heights (Add-On)
Die Sims 3: Roaring Heights (Add-On)
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 36,21

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Elegante Sim-Welt mit vielen Möglichkeiten, 11. März 2014
Roaring Heights ist architektonisch vermutlich DIE schönste Nachbarschaft aus dem Sims-Store: eine tropische Wolkenkratzerstadt aus den 1930er-Jahren im eleganten, monumentalen Stil des "Art déco", der damals von Frankreich aus die Welt eroberte. Die Landschaft mit Stränden und Palmen ist eine abgespeckte Mischung aus Sunlit Tides und Isla Paradiso. Hier ein paar Pros und Kontras:

+ Roaring Heights passt besonders gut zu den Erweiterungspacks Late Night, Showtime und Inselparadies. Die Wolkenkratzer sind zwar gewissermaßen "falsch", denn man spielt sie nur in den unteren Geschossen. Man kann aber problemlos auf einigen großen Grundstücken am Rand der Innenstadt die Wohn-Hochhäuser aus Bridgeport platzieren und hat dann eine echte Großstadt. Auch hat das Designer-Team am Strand eine ganze Kette bildschöner Cafés, Restaurants und Bars geschaffen, die sich mit den Möbeln aus Late Night und dem Bistro aus dem Store in vollgültige Lounges und Lokale verwandeln lassen.

+ Der lange Strand, verschiedene Inseln und das tiefe Meer bieten geschickten Baumeistern außerdem idealen Platz für Hausboothäfen und Tauchgrundstücke. Roaring Heights ist daher ein geeigneter Ersatz für die laggende Isla Paradiso, allerdings ist RH auch nicht die flüssigste aller Welten. Im Sims-Forum haben einige Spieler über schwere Routing-Probleme geklagt, die konnte ich bisher aber nicht feststellen.

+ Der Oldtimer zum Reparieren ist einer der besten Premium-Inhalte! Endlich ein Auto, in das die Sims richtig einsteigen (und in dem sie techtelmechteln) können. Auch das Autoradio macht Spaß. Mit dem Oldtimer kommen endlich auch all die Deko-Gegenstände aus dem Accessoire-Pack "Gib Gas" voll zur Geltung.

- Die Hülle enthält keine DVD, nur einen Download-Code. Es gibt leider auch keinen Bonus-Inhalt.

- Dies ist nicht die Goldversion, d.h. der Vergnügungspark mit der Achterbahn ist nicht enthalten. Ich habe ihn mir im Internet gekauft und fand ihn ziemlich langweilig. 1900 Simpunkte sind für das Bistro oder die Glasbläserei besser angelegt.

- Roaring Heights passt nicht so gut zu den Erweiterungspacks Jahreszeiten (Schnee auf Palmen ist mies), Haustiere (die wilden Pferde nerven in der Großstadt) und Supernatural (keine Mystik). Wer diese Packs liebt, sollte sich Dragon Valley, Midnight Hollow oder Aurora Skies (meine Lieblingswelt) kaufen.


Die Sims 3: Movie - Accessoires (Add-On)
Die Sims 3: Movie - Accessoires (Add-On)
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 36,21

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der erste Eindruck täuscht, 18. September 2013
Wie meine Vorredner war auch ich beim ersten Durchsehen dieses Accessoire-Packs etwas enttäuscht. Zwar finde ich nicht, dass es zu wenige neue Gegenstände enthält. Aber vor allem die Superhelden-Sachen schienen auf den ersten Blick hübsch, aber sinnlos. Wer soll in einem Superman-Kostüm durch Twinbrook laufen? Oder in einem Western-Kleid durch Bridgeport? Ich drehe mit den Sims keine Filme, also schien ich die Sachen nicht zu brauchen.

Jetzt habe ich drei Tage mit den Accessoires gespielt und meine Meinung geändert. Sie sind großartig, wenn man die passenden Erweiterungspacks besitzt. Die Horrorsachen sind die perfekte Ergänzung zu Supernatural. Ich spiele gerade einen bösen Hexer/Wahrsager in Dragon Valley. Ohne den Schlangenmaul-Kamin, das höllische Himmelbett, die Tentakel-Wandlampe und das schrille Rocky-Horror-Transvestiten-Kostüm möchte ich nicht mehr sein!! Diese Sachen schaffen eine einzigartig düstere, aber auch gemütliche Atmosphäre. Wenn nächste Woche die neue Spuk-Welt Midnight Hollow erscheint, werden sie noch besser zur Geltung kommen.

Auch die anderen Sachen sind toll. Der blinkende Stadtplan-Tisch ist ein ideales Accessoire fürs eigene Büro in der Ermittler-Karriere, ebenso wie die Western-Zeitungs-Steckbriefe. Wer in Appaloosa Plaints eine Pferderanch betreiben möchte, wird auch die übrigen Westernsachen lieben. Und die Superhero-Klamotten sehen bestimmt super aus, wenn in einem Monat "Into the Future" erscheint und man Batman mit Raketenantrieb ausstatten kann!

Ich hätte gerne vier Sterne gegeben, aber eine Sache ärgert mich: Als altmodischer Sammler habe ich mir die DVD-Ausgabe des Spiels geholt - und daher leider nicht den schönen Bonus-Inhalt für Origin-Downloader (ein Regie-Set) bekommen. Obwohl ich genauso viel bezahlt habe. Dafür gibts einen Stern Abzug. Zumal ich im Sims-Forum gelesen habe, dass die Origin-Käufer große Probleme mit der Registrierung des Spiels hatten. Mit der DVD hat bei mir alles problemlos geklappt.


Die Sims 3: Dragon Valley
Die Sims 3: Dragon Valley
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 36,21

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine der schönsten Sims Welten, 8. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Sims 3: Dragon Valley (Computerspiel)
Dragon Valley ist ein Muss für alle Sims-Spieler, die Fantasy à la "Herr der Ringe" lieben. Eine wunderschöne mittelalterliche Welt mit stimmungsvollen alten Gebäuden, einem schweren, goldenen Licht, dunklen Baum-Schatten über den Grundstücken und einer türkisgrünen See. Und die drei verschiedenen Drachenbabys sind toll animiert, sehr nützlich und bringen jede Menge Spaß. Als mein Sim plötzlich von allein in den gruseligen Keller der Elfen-Bibliothek stieg, um mit den grünen Drachen-Eiern zu sprechen, fühlte ich mich wie im Kino!

Hier noch ein paar Plus- und Minuspunkte:

+ Die Box enthält nicht nur einen Download-Code, sondern tatsächlich eine Installations-DVD.
+ Als Bonus gibt es den schönen Einrichtungssatz "Keltenwelten" gratis dazu.
+ Wer das EP "Inselparadies" besitzt, kann problemlos Tauchgrundstücke und Hausboot-Anleger bauen - das Meer ist tief genug.
+ Die Welt enthält viele freie Grundstücke in allen Größen, so dass Baumeister sich nach Herzenslust austoben können.

- Bauen MUSS man auch, denn Dragon Valley enthält nur (extrem schön gestaltete) Rabbitholes und Gemeinschaftsgrundstücke aus dem Grundspiel. Locations aus den Erweiterungspacks Supernatural, Haustiere, Showtime oder Late Night stellen sich nirgendwo automatisch ein (bei den meisten Welten aus den EPs wie z.B. Starlight Shores tun sie das). Lediglich einen passenden Festival-Park für die Jahreszeiten kann man kostenlos auf der Exchange-Seite von Simguru Smitty herunterladen.
- Besonders die Fertiggrundstücke aus Showtime und Late Night passen stilistisch nicht zu Dragon Valley. Wer eine mittelalterliche Karaoke-Bar will, muss sie komplett selbst erschaffen.
- Die DVD enthält nicht den Mittelaltermarkt "Baron der Bögen" und daher auch nicht den schwarzen Drachen. Diese muss man gesondert kaufen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 3, 2013 8:05 PM MEST


Le Nozze di Figaro
Le Nozze di Figaro
Preis: EUR 8,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Sänger, lebhafte Aufführung, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Le Nozze di Figaro (Audio CD)
In Daniel Barenboims unterschätztem Berliner Da-Ponte-Zyklus ist dieser "Figaro" von 1990 die beste Aufnahme. Im Vergleich zur davor aufgenommenen, etwas schwerblütigen "Così fan tutte" wirken die Tempi flüssiger und natürlicher. Und vor allem dirigiert Barenboim hier völlig strichlos: Basilios und Marcellinas Arien sind da (beide ausgezeichnet gesungen), und sogar die berüchtigten Mini-Striche im Fenstersprung-Duett werden allesamt aufgemacht. Die Berliner Philharmoniker spielen superb, die Aufnahmetechnik ist gut (an die digitalen Berliner Karajan-Aufnahmen der DG kommt Erato allerdings nicht heran).

Drei spektakuläre Leistungen bei den Sängern: Andreas Schmidt erinnert als Graf oft verblüffend an den jungen Fischer-Dieskau und ist ein verführerischer, aber auch kalter und herrischer Despot. Lella Cuberli singt eine fantastische Gräfin mit endlosem Atem, luxuriösem Piano, aber auch dramatischer Entschlossenheit. Cecilia Bartoli ist der ... zweitbeste Cherubino der Diskografie - an meiner geliebten Suzanne Danco (unter Erich Kleiber, Decca 1955) lasse ich niemanden vorbei. In "Non so piu" schlägt Barenboim ein wunderbares Presto an, und die Bartoli nutzt es.

Einen Schritt dahinter das Dienerpaar: Joan Rodgers singt eine intelligente, lyrische, aber vom Timbre eigenschaftslose Susanna. John Tomlinsons große, raue Wagner-Stimme ist für den Figaro eine eigenwillige Wahl, er macht aber viel daraus.

Unter den digitalen "Figaros" auf modernen Instrumenten hält diese Version definitiv einen Spitzenplatz - besser ist allenfalls die Decca-Aufnahme unter Solti (aber auch viel teurer). Die großen Klassiker der goldenen Ära - Erich Kleiber, Karl Böhm (Philips 1956), Ferenc Fricsay (DG 1960) - bleiben zwar künstlerisch unerreichbar. Um die Oper vollständig in heutiger Hifi-Technik kennen zu lernen, würde ich jedoch erstmal zu Barenboim greifen.


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