Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho Autorip longss17
Profil für Bender Rodriguez > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Bender Rodriguez
Top-Rezensenten Rang: 7.678.829
Hilfreiche Bewertungen: 99

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Bender Rodriguez "B.R."

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Kein Titel verfügbar

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Na, da sind wir uns ja (fast) "einig"..., 22. Mai 2016
...wenn's um die "deutsche Einheit" (sic!) geht, nicht verehrte potenzielle Käufer und Träger eines solchen "Mode"-Artikels.
Aber lassen Sie mich von meiner vorherigen Nacht erzählen: letzte Nacht träumten mir zwei Deutschländer in den Grenzen von 1989, mit blühenden Landschaften in dem Teil, den man BRD nannte - und was den anderen Teil betraf, so war der mir in meinem Traum sowas von am verlängerten Rücken vorbei, so daß es eigentlich ein herrlicher Traum war. Als ich heute morgen aufwachte, musste ich leider feststellen, daß einige unschöne Dinge dieses Teils, der mir eigentlich so am verlängerten Rücken vorbei ging, mich plötzlich unfreiwillig tangieren mussten - und leider immer noch müssen. Und leider, leider, sich nicht etwa verbessern, sondern aus unvernunftsmässigen Umständen immer groteskere Züge annehmen. Was darin gipfelt, daß solche T-Shirts wie diese samt Trägerkreis existieren.
Irgendwie träumte mir aber auch sowas wie eine Mauer, Stacheldraht und solcherlei eigentlich unschöner Dinge. In meinem Traum kamen die mir aber irgendwie gar nicht mehr so schlimm vor - mal anbetrachts solcher "Mode" und deren absolut impertinentem potenziellem Trägerkreis. Ähem, auch nur mal so von dem Teil aus, den man auch "Westen" nannte, nur mal so von allen Seiten und Aspekten betrachtet...
Tja...


Kein Titel verfügbar
Wird angeboten von Bimaxx
Preis: EUR 16,80

5 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen mein Herz schlägt rechts - ich glaube, ich muß zum Arzt..., 7. Mai 2016
Je (au weia) nun, ein Unterrrhemmd in T-schnitt. In buntisch (nicht multi-, äh ja, vesteht sich von selber, gell...), schwarz, rrott, weiss - und brraun. Mit Aufdrrruck, gepfähl..., äh, ge-flagg... gefloggt...
Tja, ich trage T-Hemden eigentlich sehr gerne, bevorzugt in schwarz (aber nicht schwarrrrrrzzzzzbrrraun, nicht wahr?), aber die schicken mir in uni, ohne Aufdruck, "Message" oder Gesinnungsgewäsch. Aber was stelle ich nun mit diesem Bekleidungsstück an? Ich bevorzuge natürlich fair-trade und wertige Manufaktur aus der Region. Aber das Herkunftsland eines solchen Produktes kann man ja auch dezent dem Textilkennzeichnungsetikett (meistens im rückwärtigen Kragenbereich eingenäht) entnehmen. Warum also das Ganze vorne drauf breitgetreten, überdies noch mit einem unzeitgemäss dürren Vogel als Applikation versehen? Will man etwa davon geziert ablenken, daß am Ende das Teil in China, Bangladesch oder... - ähem..., ihr wisst schon... (muß nicht so sein, aber man weiß ja nie, oder... ?)
However, gibt natürlich Leute, die gerne Aufdruck-/"Message"-/Vorliebenzumarktetragen-T-Hemden tragen (z.B. "Nirvana", "Bierformtediesenschönenkörper", "Bitch", "Mamaskleinerrrrrliebling", "Rrrrammmmstein", etc.), aber hier bleibt mir der (wenn schon nicht das Ursprungsland der Klamotte angegeben sein soll) sittliche Sinn verborgen (oder ist dieser eher seicht - oder gar sonstwie versteckt - zu verorten???). Wie auch immer, dat Dingens passt mir nicht (in jeglicher Hinsicht), ist mir zu billig, bzw. oder auch so: jeder cent (jawohl, CENT) dafür wäre rausgeworfenes Geld. Lieber würde ich mir ein Taschentuch kaufen, auf dem in feiner Handarbeit "Rotz" aufgestickt worden wäre...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2017 12:26 AM MEST


Alles Nix Konkretes
Alles Nix Konkretes
Preis: EUR 15,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Soundtrack für die WG-Gefühligkeiten, 22. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Alles Nix Konkretes (Audio CD)
Soso, das ist er nun, der ganz neue, "frische" und "authentische" Deutsch-Rock/Pop-Sound (holla, nur nicht gleich verwegen werden...), der so innig geliebt-hyped wird und wie die neue Sau (immerhin in gemächlichem Tempo) durch das Dorf getrieben wird - hier allerdings eher zärtlich wie ein Lieblingsplüschschweinchen gekuschelt wird. Ja, Donnerwetter, sind wir Deutschen mit unseren muttersprachlichen Bands (oder sollen wir nicht so langsam wieder zur großväterlichen Bezeichnung "Combo" übergehen?) letztendlich so wohlig in der so typisch deutschen kleinen und marginalen Schmalspur-Befindlichkeits-Trottigkeit eingesponnen, daß solch wirklich langweilige hüftsteife Musik inklusive ihren Texten uns als etwas derart Besonderes, bzw. Aufsehenerregendes vorkommen soll? O.k., was aus deutschen Landen medienwirksam und mainstreamig seit geraumer Zeit bereits die Charts verklebt, aus Radios säuselt und von allzu durchschnittlichen Spatzen von noch durchschnittlicheren Dächern herunter gepfiffen wird, kann ohndies kaum mehr mit internationalen "Konkurrenten" mithalten, von daher ist die Schlagerhaftigkeit des ("neuen"/aktuellen) deutschen Pop erschreckend signifikant - schlecht.
Und nun sollen uns AnnenMayKantereit aus dieser Misere mit "Authentizität", "Poesie", jugendlichem Sound (hoppla, nur nicht verwegen werden...) und mit wasweißichnochalles heraushelfen? Äh, sorry, davon merke ich zumindest nicht viel. Auf "Alles nix Konkretes" geht es genau so zu wie der Albumtitel suggeriert, Befindlichkeiten und Gefühligkeiten auf Sparflamme-Niveau, piefig (und weil die Band so gerne reimt:) miefig, nur halt irgendwie diffus, diesmal in schaler (Studenten-)WG-Muffligkeit-Atmosphäre. Und der Bandname liest sich ja sogar schon wie ein Klingelschild einer derartigen Bude...
Ich sehe jetzt schon vor meinem geistigen Auge, in welchen Fernsehfilm-Schmonzetten mit achso-"Jugendauthentizität"-"Anspruch" die Musik von AMK verbraten werden könnte. Aber hierbei empfinde ich noch nicht einmal Bedauern oder Mitleid, denn genau dort gehört sie schliesslich hin.
Nun ja, zum Schluß noch mal ein wenig Kulturpessimismus: die Zeiten, in denen tatsächlich frischer und aufsehenerregender Pop (und mehr) aus Deutschland machbar war und mit gewissen Genres sogar z.T. mal Pionierrollen übernehmen konnte, sind wohl endgültig vorbei. Oder, ein Hoffnungsschimmer: man schielt mal in Richtung (tatsächlich auch aktuelle) Bands a la Die Nerven, Karies, Human Abfall, Messer oder Isolation Berlin. Ach, die kommen nicht in die Charts? Na, ist bei der Umgebung dort momentan auch besser so...


Don't Believe the Hype!: Die meistüberschätzten Platten der Popgeschichte
Don't Believe the Hype!: Die meistüberschätzten Platten der Popgeschichte
von Sky Nonhoff
  Broschiert

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hype! ist schon geschmeichelt, 9. August 2015
Natürlich ist das reisserisch. Selbstverständlich soll das gehörig plakativ sein. Tatsächlich soll das ein gesteuerter Aufreger sein. Und so wie "Hype!" mittlerweile nur noch negativ konnotiert ist, bräsigen Beigeschmack hat und belächelt wird, so haut doch das Buch in die selbe Kerbe, so nach dem Motto: "auf den groben Klotz ein grober Keil". Nicht schön, nicht originell, aber wirkungsvoll. Denn, wer von den altehrwürdigen (und von ihrem "guten Geschmack" vollkommen überzeugten) Rockfans will denn um alles in der Welt schon schlechte Musik hören - und darüber auch noch lesen wollen? Aber, siehe da, und ewig lockt die Häme, hoffentlich trifft es ja bloß nicht meine kleine heile Welt. Und ich sehe schon diejenigen Zeitgenossen vor mir, die auf satte Verrisse von Boybands, Girlie-Hupfdohlen, Sülzpopper und Kuschelrocker aus waren. Aber das wäre - und ist - arm. Warum jemanden dissen, der schon sowieso... - o.k. schon gut...
Und so müssen dann auch die richtig großen Brocken ran, das Buch muß sich ja auch verkaufen, oder glaubt hier irgendwer, es wäre für die Masse der gesättigten und sich ach-so wohlauskennenden Rockspezis erfüllend, haufenweise Verrisse über Bands, wie sagen wir mal, die S-Haters, The Royal Family and the Poor, The Palookas, Schlammpeitziger oder One Thousand Violins zu lesen? Ach, kennt ja keiner? Ach so, aha, und welchen Titel hat dann das Buch noch mal? Da war doch was mit Hype! und überschätzt und so. Und wenn schon überschätzt, dann können das doch nur megasellende, überkonsensfähige (selbst über diese Schmerzgrenze hinaus), heilige Grale und überzogen angebetete Wunderwerke der Rockhistorie sein. Und "überschätzt" heisst zunächst auch nicht, daß diese Alben nun auch richtig schlecht sind.
Aber wie das immer so ist bei solchen Veröffentlichungen, die lüsterne Erwartungshaltung gewisser Schadenfreude (oder warum kauft ihr überhaupt dieses Buch?) geht ganz schnell flöten, wenn das eigene Lieblingsspielzeug madig gemacht wird. Soweit zum Thema Eigenreflektion, Aufnahmebereitschaft - und nicht zuletzt Selbstironie. Denn es ist doch ganz einfach: jeder hat an jedwelchem "grossen" Album der Rockhistorie immer etwas auszusetzen, oder findet irgendjemand es oberknorke, wenn die ganze Menschheit sich nur an den Tönen von U2, Red Hot Chili Peppers, Springsteen und Nirvana ergötzen würde? Das käme ja beinahe schon Massenverblö..., äh -manipulation, Kulturdiktatur und Musikautismus nahe.
Und hier tut sich ganz offenbar die Falle auf, die dieses Buch auch so nebenbei aufstellt: nicht die gehypte Platte an sich ist das eigentliche Ziel, sondern diejenigen, die den Hype nachplappern und ihn dennoch für sich selber gesehen vollkommen verleugnen.
Oder auch: "Nevermind" von Nirvana wäre niemals eine solch aufgeplusterte Mega-Überschätzungsblase, wenn die Musik, die auf diesem Album enthalten ist, einfach nur ganz schlicht für sich selber sprechen würde...


New Order, Joy Divison und ich
New Order, Joy Divison und ich
von Bernard Sumner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Salford Lads Club, 30. Juni 2015
Bernard Sumner scheint ein durch und durch sympathischer Mensch zu sein. Der Einblick in seine Persönlichkeit mittels dieses Buches lässt zumindest ähnliches vermuten. Und ja, jemand der solcherart Musik sich - wohlgemerkt mit seinen (damaligen) "Kumpels" zusammen - ausgedacht, komponiert und gemacht hat, die teils euphorisierend, teils melancholisch (von "düster" will ich - weil Klischeealarm - gar nicht reden), teils neuartig, teils derart emotional einprägsam und einschneidend sich bis zu der Hörerschaft durchgedrungen hat, so daß viele
Menschen gerade diese Musik samt Texten bis hin zu einer Art Lebensinhalt verinnerlichten, der hat meine volle Bewunderung verdient. Und nicht nur meine... Immerhin haben Joy Division und New Order mit vollkommenem Recht für einschneidende Musikhistorie gesorgt.
So erzählt Bernard Sumner von seiner Kindheit, seiner Adoleszenz, seiner Hinwendung zu Musik - die sozialen und gesellschaftlichen Backgrounds wohl beleuchtend - und dies tut er unterhaltsam, aber auch mit Ausholungen und interessanten Details versehen. Dabei spart er nicht mit Emotionen und Schwänken aus dem Nähkästchen.
Zur Joy Division-Zeit erhält man oftmals bereits allseits bekannte Fakten, Historien und Legenden präsentiert. Manches davon liest sich allerdings ein wenig a la "Opa Bernard erzählt vom Krieg", während manche erhofften persönlichen Erwartungen, die zu Papier gebrachten Erinnerungen aus Sicht Bernard Sumners, leider aussen vor bleiben (da hat er nicht zuletzt einige jugendlichen Leichtsinnigkeiten einfach mal unterschlagen, die allerdings im Spielfilm "Control" sehr wohl aufgenommen wurden - wie war das nochmal mit der "Rudolf Hess"-Ansage vor einem Konzert, Mr. Bernard Albrecht...? - ein altersweiser Kommentar hierzu hätte mich interessiert).
Schilderungen über Weggefährten, Förderern und die "Factory"-Community sind in ausreichender und befriedigender Menge für den interessierten Leser und Fan vorhanden, natürlich darf man dabei nicht vergessen, daß bei derartiger Literatur natürlich alles bis zu einem gewissen Grad subjektiv aufzunehmen ist. Wobei ich allerdings keinerlei Grund sehe, Mr. Sumners Worten keinen Glauben zu schenken. Für's "print the legend" war eher eine Person wie Tony Wilson zuständig ;-) (siehe den Spielfilm "24 Hour Party People")
Was ich jedoch einigermassen eigentümlich finde ist, daß zwar die New Order-Frühzeit (einschliesslich dem allgemein bekannten erfolgreich verlaufendem "Blue Monday" 12" Verlustgeschäft) gut beleuchtet wird, so wie auch die spätere Historie (ab ca. "Technique"-Album) bis hin zur Gegenwart recht ausführlich beschrieben wird, jedoch die (für mich) "essenziellen Jahre" der 80s (ca. zwischen "Power, Corruption & Lies" und "True Faith") eine Art "weisse Landkarte" in diesem Buch darstellen. Gerade die Entstehungsgeschichte zu dem erstaunlichen Video zu "True Faith" wäre interessant gewesen (so wie auch die Hairmetal-Veralberung im Video zu "Touched By The Hand Of God" - wenns denn eine war, überhaupt... ;-) ).
Aber dafür führt uns Mr. Sumner durch eine (spätere) Rock'n'Roll-lifestyle-meets-Acid-House-Welt, verziert mit Alkoholmissbrauch, Partyanimalism und Mageninhaltausleeren, was in der geschilderten Länge durchaus ermüdend sein kann - nun ja, gottseidank gab's ja auch noch den Hacienda-Club...

Nichtsdestotrotz ein unterhaltsames, tiefe Einblicke vermittelndes Buch, das zwei Schwachpunkte hat: erstens ist Bernard Sumner Musiker und kein Schriftsteller, was man - natürlich - durchaus merkt... (Hallo, professionelle Hilfe, a la z.B. Lektor, please...)
Und zweitens, was besonders den Lesegenuss etwas vermiest: Peter Hook ist anscheinend ein durch und durch unsympathischer Mensch. Das muß breitgewalzt werden, im Interesse der New Order-Fans... Ach nö, Mr. Sumner, irgendwo im Buch haben Sie geschrieben, Sie wollen keine schmutzige Wäsche waschen - aber tun dies seiten-, gar kapitellang. Sowas will ich nicht lesen wollen, dafür sind mir Joy Division und New Order zu "heilig" (so wie für Mr. Sumner laut eigenem Bekunden "Unknown Pleasures" "heilig" ist). Und selbst wenn Peter Hook wirklich so ein Ar*** sein sollte, behalten Sie es für sich, Danke dafür.


Recovery (Limited Edition)
Recovery (Limited Edition)
Wird angeboten von deejaydead_
Preis: EUR 8,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sitting on the shoulder of giants, 8. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Recovery (Limited Edition) (Audio CD)
Wer sich als Verehrer der nur allzu gerne gedissten musikalischen (gerade elektronisch orientierten) Achtziger Jahre outet, hat es bekanntermassen zwischen "wahren Musikkennern" und aufgehetzten Mitläufern der Achtzigerverachtung (jaja, zwischen "Never mind the Bollocks" und "Nevermind" gab's ja nix von Bedeutung - sic!) sehr schwer. Entweder ist man abgebrühter Nerd oder sch*** auf die "Meinung" der handgemachten und ach-so-authentischen Verteidiger des "musikalischen Abendlandes". Glücklicherweise ist die Rehabilitation der lange verschmähten Synthie-Fraktion der 80s seit einigen schönen Jahren im Gange.
Aber warum, warum nur, schiesst man mit dieser VÖ solch ein wahres - in der Tat - Eigentor? Hat man hierbei vergessen, welche wahre Pioniertaten manche frühen New Wave/Electropop-Nummern eigentlich in sich bargen? Daß die elektronischen Kinderschuhe damals wahrhaft in genialer Weise über sich selbst gewachsen sind? Daß oftmals Experimentierfreudigkeit über blossem synthetischen Unterhaltungsgedudel stand? Und daß - umgekehrt - naiver Pop-Dilettantismus manchmal die Mittel zum Zweck heiligte? Daß (auch) erfolgreicher New Wave/Synthpop keine profane Selbstverständlichkeit war - wie es streckenweise dieses Album suggerieren möchte? All davon spürt man auf dieser VÖ gar nichts mehr, allzu beliebig werden hier New Wave/Wave Pop/Elektro-Pop-Klassiker nach- und abgespult, daß man sogar gar nicht mehr respektvoll von "Coverversionen" sprechen mag, sondern eher von einem Potpourri des seichten und allzu harmlos-sorglosen Unterhaltungsprogrammes zum Mitklatschen mit wahlweise Tanztee- oder Bierzeltniveau. In diesem Sound hätte man auch wahllos Nummern von 08/15-mainstreamigem 70s Classic-Rock- oder Ami-Radiohitfutter abnudeln können, ohne daß es einen Unterschied machen würde. Einzig die Verneigung vor den 80s und deren ihnen zugehörigen Genres, gepaart mit einer Huldigung an gewisse Schlüsselsongs bewahren mich davor, hier nur einen Stern zu zücken. Letztendlich verehre auch ich über alle Maßen einen Teil der musikalischen Achtziger (wir haben ja nicht alle nur Nena, Dire Straits, Phil Collins, Toto oder Tina Turner gehört, sondern wissen vor allem, daß es auch Künstler a la New Order, Cabaret Voltaire, The Neon Judgement, DAF, Bauhaus, Front 242, The Cure, The Klinik, Der Plan, Legendary Pink Dots, und vieles vieles mehr davon gab...), von daher kann ich gerade aus diesem Grund diesem Album nicht viel abgewinnen und folglich stringent nur 2 ** vergeben. Die Schatten der Vergangenheit sind halt lang - und es ist nicht ganz leicht aus diesen heraustreten zu können. Was jedoch manchmal vielleicht auch mal ganz hilfreich wäre...


Eclipse-das Schwarze Denkmal (Deluxe)
Eclipse-das Schwarze Denkmal (Deluxe)
Preis: EUR 22,85

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweifelhafte Superlative, 30. Mai 2013
Ja, ja, ja, das "Eclipse"-Album ist eines der empfehlenswerteren und mit Würde gealterten Alben des "Dark Wave"-Rummels.
Rummel übrigens deshalb, weil die nervigen "Kult"- und sonstigen Superlativ-Abfeiereien gegen Mitte/Ende der Neunziger Jahre in jenem
Genre mit einiger Penetranz einsetzten. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte das schwarze Denkmal schon volle dreieinhalb Restaurierungen erfahren. Heisst, die Original-LP wurde bis 1997 regelmässig auf CD wiederveröffentlicht. Und der Titelsong ist dermassen oft in den verschiedensten Versionen wieder auf diversen Veröffentlichungen, bzw. einschlägigen Compilations verbraten worden, dass es schon so eine Sache ist mit dem "Kult" - auf alle Fälle eine inflationäre. Dabei kann der wirklich eingängig-mediokre Song fast nichts dafür, ausser sich gekonnt der wehleidig-romantischen Zielgruppe ans Tanzbein zu schmiegen. Und davor kann man schon mal Respekt aufbringen. So wie das ganze Album diese Spät-Eighties-Melancholie-Renaissance wirklich punktgenau in maßgeschneidertem Electrogewand zu tragen weiß. Musik zur Zeit, heute noch (oder schon wieder) relevant und immer wieder gern genommen. Kenner schnalzen eh mit der Zunge ob des King Crimson-Covers "Epitaph" in dräuendem Wave. Und im gleichen Atemzug noch "Austria" und "Tor Zwei" (wurden seinerzeit auch als Single veröffentlicht, Pluspunkt dieser Reissue die Alternativ-Version von "Austria") hinterdrein lobend.
Aber muß man denn gleich den "heiligen Gral" (meine Güte, wenn das schwarze Denkmal schon mein "heiliger Gral" sein soll, wie superlativiere ich dann noch "meine" Joy Division-Alben...?) und eh phantasievolle Mondpreise gewisser Krämerseelen als Kaufanreiz hervorzerren (wie hier in der Produktbeschreibung zu lesen), bedarf es - des ohne Zweifel löblichen Unterfangens der Reissue dieses Albums - dieser Marktschreierei?
Oder muß man der Zielgruppe Musik heutzutage in dieser Form in die Ohren reiben, da diese abgestumpft von zuviel schlagerhaftem Eurotrash-Electrogoth ist? Wäre damit das "schwarze Denkmal" am Ende gar eine verschwendete Perle, vom Werbeonkel vor die Säue lanciert? Ganz sicher ist jedoch der :wumpscut:-Mix von "Eclipse" eine solche Verschwendung und unnötige Grobmotoriker-Verschandelung einer perlenden Komposition. Hätte man auch weglassen können, da den Gesamteindruck störend und stimmungstötend. Und an den x-Remixen von "Eclipse" hat man sich eh schon übersättigt, kommt - mit Verlaub - doch keine an die Original-Version heran, mit der eigentlich in Sound, Form, Ausdruck und Länge schon alles gesagt ist. Aber dafür wurde - hoppla - das Stück "Terminal" auf dieser Wiederveröffentlichung unterschlagen, wie kommt's? Definitive Editionen mit allem was den Rezipienten glücklich macht, stelle ich mir anders vor: komplett nämlich. Dafür gibt's einen Stern Abzug.


Tattoo
Tattoo
Preis: EUR 1,29

3 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 2012 - als die Musikwelt endgültig vergreiste, 20. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Tattoo (MP3-Download)
Normalerweise macht man als Rezipient von innovationsfreudigeren, (von mir aus) "futuristisch" geprägten und vorwärts gewandten Musikgenres in weiser Voraus- und Nachsicht einen großen Bogen um eine rockistisch eingefärbte "Traditionalisten"-Band wie Van Halen. Aber da man bei amazon dazu aufgemuntert wird, seine Meinung zu einem Produkt kund zu tun, und man momentan leider nicht darum herum kommt, diesen "Song" via den "das Beste aus Rock, blabla"-Dudelfunkstationen der Nation in die Ohren gedrückt zu bekommen - und zwar mit einer Penetranz und einem Bohei, als wäre Rockmusik neu erfunden worden (ja, würde das mal wirklich geschehen, ein Halleluja-Stoßseufzer wäre es mir wert...) - so fühle ich mich mal so frei...

Die Welt dreht sich unabänderlich weiter, nur Van Halen und Konsorten scheinen das nicht mitbekommen zu haben, noch immer wird feist und bräsig daher gerockt, den Rock-"Shouter" (manche Leute haben unfreundlichere Ausdrücke dafür) heraus gekehrt und musikalisch und textlich jedes Klischee bedient, daß sogar dem hässlichen Schreckgespenst des (Rock-)Mainstream sein vergilbtes Laken sich schamesrot färben möge - und das schon seit vielen, vielen Jahren und gar Jahrzehnten immer gleich! Ja, ist denn schon wieder 1976? - oder war's 1984? Ach, egal, bei diesem und ähnlich öden Rock(isten)-08/15-Stoff wird die Zeit bleiern, der Soundtrack dazu nichtssagend, aber trotzdem lästig wie schwer verdauliches Zeug im Magen. Ein Alptraum!

Aber es ist verdammt nochmal 2012 - und ich möchte genauso verdammt nochmal offenbar unverbesserliche Rock-Geronten, die nichts mehr wirklich Neues (ganz zu schweigen von Erfrischendem) zustande bekommen, als ihre ebenso in die Jahre gekommene Zielgruppe mit den ewiggleichen Rock-Ritualen zu bespassen, nicht mehr in Dauerrotation und bis zum Erbrechen abgefeiert, hören müssen. Selbst unfreiwillig nicht!

O.k., nun möge man mich hier in den Kommentaren als ahnungslosen Musikkretin abwatschen o.ä., aber es war mir sowas wie ein Grundbedürfnis, in diesem speziellen Falle der Einladung "teilen Sie Ihre Meinung mit" nachzukommen...
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2014 10:55 PM CET


Die Ultimative Chartshow-Synthie-Pop Hits
Die Ultimative Chartshow-Synthie-Pop Hits
Preis: EUR 19,99

38 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Soundtrack zur Oberflächlichkeit, 6. März 2011
Und mit Oberflächlichkeit ist durchaus nicht das (auch erweiterte) Musikgenre gemeint, sondern die vorwiegend substanzlose Verpackung und Präsentation, ganz in Format-Medien-Güte.
Natürlich darf man von einem Sendeformat, das sich schon reisserisch als "Ultimative Chartshow" anbiedert, keine allumfassende und fundierte Aufbereitung eines musikalischen Sach-, bzw. Spartenthemas erwarten - dient dieses doch vornehmlich zu mehr oder weniger profaner Massenunterhaltung (inkl. Werbung, Selbstdarstellung und dem Promoten abgewrackter ehemaliger Popgrössen, die nicht merken, dass auch mal gut ist mit dem Eigenrevival mit Untoten-Charme).
Aber auch das hätte man noch mit ein wenig mehr Anstand (und Witz: ein augenzwinkernder Charme der Selbstironie wäre gewesen, sich der Erwähnung des "Music for the masses"-Album von Depeche Mode als Referenzaussage zu dieser Sendung zu bedienen...) hinbekommen können. Spricht die zweifelhafte Platzierung der "Hits" schon Bände - welche Eintagsfliegen und neueren semibekannten Eurotrash-Elektro-Sperenzien, die definitiv nicht die Kriterien des Synth-Pop erfüllen, sollen tatsächlich erfolgreich gegen "Giganten" wie Kraftwerk, Depeche Mode, O.M.D. oder New Order angestunken haben, bzw. diese noch übertrumpft haben? Amüsant! Amüsant, aber eher doch im Grunde ein Ärgernis, das bemühte Hervorzerren einer durchschnittlichen "Nur"-Popband wie Roxette. Der Einsatz von Keyboards macht aus Musikern noch keine Elektropopper. Dazu bedarf es eindeutig einer vollkommen anderen Ästhetik und stilprägender Herangehensweise - aber bitte, wenn man bei RTL der Auffassung ist, Roxette (und auf CD) Fleetwood Mac (!) zu adden, dann sind am Ende Emerson Lake and Palmer, Genesis und Konsorten auch noch Synth-Pop-Bands und Rick Wakeman der Posterboy des Genre...
Wobei wir auch bei einem weiteren Knackpunkt dieses Sende-Formates wären, wie kann man nur Studiogäste einladen, wahre "Experten" geradezu, die eine gewisse rockistische Zurschaustellung der eigenen latenten Abneigung gegen das Musikgenre permanent verströmen mussten (jaja, AC/DC und Motörhead bringts - und Marc Almond ist ja schwul, was für eine total neue Erkenntnis...). Auch hier wäre ein fundierterer Umgang mit dem musikalischen Schwerpunktthema Pflicht gewesen. Historisch sinnvolle Hinweise auf Vorreiter der elektronischen (Pop-)Musik, bzw. des Synthpop wie z.B. Can, Tangerine Dream, Cabaret Voltaire, The Normal, Fad Gadget, etc. hätten der Sendung mehr als gut getan. Hinzu noch ein wenig ernstzunehmende Instrumentenkunde (kein albernes Herumgespiele) für Laien - man lernt doch gerne hinzu, auch RTL-Gucker können das...
Alles Fehlanzeige - und hier das "ultimative" Produkt im Schlepptau: eine Kompilation, die aufgrund allseits bekanntem Materials, vollkommen thematisch unpassenden Materials und liebloser Kraut-und Rüben-Auswahl vollkommen überflüssig ist. Am Genre interessierte Neueinsteiger lockt man damit nicht, sondern führt sie in die Irre - und "altgedienten" Synth-Pop-Fans stehen vor Grausen die Haare zu Berge: Roxette und Fleetwood Mac, also ehrlich...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2011 7:57 PM CET


The Commitments [UK Import]
The Commitments [UK Import]
DVD ~ Michael Aherne
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 12,78

4 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überhebliche Intoleranz, 21. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Commitments [UK Import] (DVD)
Ich liebe Musikfilme und/oder verfilmte Band- und Musik(er)biographien, ob mit realem oder fiktiven Hintergrund. Daher war ich ernsthaft auch an diesem Film interessiert. Doch nach kurzer Zeit empfand ich die als "authentisch" und auf "Handwerk" pochende Muckerattitüde des Films als unerträglich. Den letzten Ausschlag, dieses Machwerk nicht bis zum Ende weiterzuverfolgen, gaben die Dialoge, die von abfälligen Bemerkungen über andere Musikgenres und -Bands nur so strotzten (natürlich wurde auch wieder einmal gegen Synthesizer/elektronische Musik geschossen - es ödet einen nur noch an...). Überhebliche Intoleranz gegenüber anderen Musikstilen ist man ansonsten doch eigentlich nur von (Prog-)Rockisten gewohnt. Fazit: somit keine gelungene Werbung für den Soul der "armen" Underdogs. Unnötig und sehr ärgerlich dieses auf "Ehrlich" getrimmte Gepose und Getue.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2015 3:31 PM MEST


Seite: 1 | 2