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Rezensionen verfasst von
Dr. Volker Hoeper (Schortens)

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Von Zeit und Strom (Vollständige deutsche Ausgabe): Vom Hunger Des Menschen in Seiner Jugend
Von Zeit und Strom (Vollständige deutsche Ausgabe): Vom Hunger Des Menschen in Seiner Jugend
Preis: EUR 0,49

5.0 von 5 Sternen Sprachgemälde von großer Schönheit über den "Hunger" und die "Wut" der Jugend des Menschen, 7. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Von Zeit und Strom.
Das Leitthema,in zahlreichen Variationen immer wieder dargestellt, ist die Verlorenheit und die Hoffnungslosigkeit einer winzigen, begrenzten menschlichen Existenz, eingebettet in diese großartige, schöne, berauschende Welt voller Farben, stiller und grandioser Landschaften, wunderbarer und verwerflicher Charaktere, aber auch beispielloser Grausamkeit und Härte. Der kleine, winzige Mensch, ein Atom auf diesem Planeten und im Universum, nur ein kurzer, kaum wahrgenommener Lichtblitz, schnell wieder vergessen, sucht eine Tür, eine kleine Zelle, etwas Sicherheit und findet dies nicht. Immer wieder spricht Eugene von Türen, die er nicht öffnen kann. Er findet den Weg nicht zu Sinn, Inhalt, Geborgenheit, zu mindestens nicht in den "Sturm- und Drang" -Zeit seiner Jugend.

Wolfe schafft gewaltige Gemälde, intensiv, voller Farben und Gestalten. In diesen Gemälden beschreibt er die einzelnen Kapitel des Lebens seiner Hauptfigur Eugene. Der Leser ist mittendrin in dieser Geschichte. Eine solche Wortgewalt, solche farbigen, intensiven Beschreibungen sind dem Schreiber dieser Zeilen noch nicht begegnet. Und immer wieder das Erlebnis: Der Leser erkennt eine Situation als selbst erlebt, er erkennt eigene Empfindungen seiner frühen Jahre wieder. Er möchte einzelne Zeilen oder Abschnitte sozusagen herausschneiden und für sich selbst aufbewahren. Unglaublich stimmungsvoll und eindrücklich die Beschreibungen tage- und nächtelanger Eisenbahnfahrten durch die unendlichen Weiten Amerikas mit damals riesigen, monsterartigen Lokomotiven. In der Nacht das winzige Licht eines einsamen Hauses in unendlicher Weite, wer mag hier wohnen? In der Stadt der unendliche Strom vorbeiziehender Gesichter, unbekannt, einer kleinen Zelle in einem der riesigen Gemäuer zustrebend. Jeder um sein winziges Glück kämpfend.

Das Werk ist nicht depressiv oder destruktiv. Es gibt Augenblicke des größten Glücks, der Vollkommenheit, die die Hauptfigur in sich aufsaugt und auslebt. Die glücklichen und die verzweifelten Momente wechseln. Ein Sinn des Lebens besteht nach Aussage des Autors auch darin, diese tiefsten Glücksmomente zu erkennen und zu verinnerlichen. "Ewigkeit ist jetzt" hat einmal jemand gesagt. Der Grundtenor ist in den Jahren der Jugend angesichts der Kürze und Nichtigkeit der menschlichen Existenz eher negativ: "Alles umsonst". An der Schönheit der Erde und hier besonders der unendlichen Weite (1920) der amerikanischen Landschaft ändert das nichts. Sie ist ewig, wie Eugene immer wieder feststellt.
Der Roman endet an Bord eines Überseedampfers auf dem Wege zurück nach Amerika. Und auch hier endet die Jugend des Eugene, offenbar indem er eine Bindung zu einer ihm gleichgesinnten und ähnlich fühlenden Frau eingeht. Doch dieses Ende bleibt eigenartig nebulös.
Die Handlung spielt um 1920 in Amerika und später in Europa. Sie ist die Fortsetzung des ersten Romans von Wolfe: "Schau Heimwärts, Engel". Eigentlich beschreibt Wolfe jeweils Abschnitte seines eigenen Lebens, das Grundgerüst seines gesamten Werkes ist autobiographisch, fortgesetzt in seinem letzten großen Roman: "You Can`t Go Home Again".

Es ist für das Verständnis der Zusammenhänge eigentlich notwendig, diesen ersten Roman vorweg zu lesen, auch um die Kindheit, das weite Leben im Süden Amerikas und die Welt des Eugene zu begreifen. Das muss keine lästige Pflicht sein, ist doch auch das erste Werk wortgewaltig, intensiv bildhaft, von unbeschreiblicher Schönheit und dazu noch sehr gut zu lesen. Das heißt dann natürlich mindestens ein halbes Jahr lang Thomas Wolfe (je nach Lesetempo). Doch die Werke werden nicht ohne Spuren am Leser vorbeigehen, vielleicht wird er die Welt mit anderen Augen sehen.
Falls der Leser wissen möchte, wem Eugene dann am Ende auf der Schiffsreise zurück nach Amerika schicksalhaft begegnet, erfährt dies in dem obengenannten letzten Roman: "Es führt kein Weg zurück".

Wenn möglich sollte der Leser auch in das amerikanische Original hineinschauen, was mit Hilfe untergelegter Wörterbücher bei E-Books mit mittleren Englischkenntnissen gut möglich ist. Man sollte sich das trauen, man liest sich ein. Selbst wenn der Anfänger das eine oder andere nicht genau verstehen sollte, die Schilderungen sind so voluminös und plastisch, dass der anfangs noch unsichere Leser letztlich nichts versäumt. Die Schönheit dieser Sprache wird ihn reichlich belohnen.


Universum für Neugierige: Vom Urknall bis heute
Universum für Neugierige: Vom Urknall bis heute
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über das gesamte Universum, verständlich für einen 15 jährigen Schüler., 5. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In 7 Kapiteln (Vorlesungen) wird das gesamte Universum erläutert. Es geht um die Kulturgeschichte der Elemente, die Relativitätstheorie, die Quantenmechanik, um den Anfang von Allem, dunkle Materie und Energie, um den Kreislauf der Materie, auch unserer ganz persönlichen körperliche Materie. Jedes Atom in unserem Körper, die Haut auf der Fingerkuppe unseres kleinen Fingers, das einzelne Haar auf dem Handrücken, der winzige Blutstropfen, der gerade durch unsere Nasenspitze strömt, jedes Atom ist in einem Stern durch Kernfusion aus Wasserstoff und Helium entstanden und am Ende des Sternenlebens als Gaswolke ins Universum hinausgeschleudert worden. Wir sind aus Sternenstaub entstanden, ausgebrütet in Sternen, herausgeschossen aus explodierenden Sonnen.
Und jedes Atom „lebt“ natürlich nach unserem Tod weiter, irgendwo, vielleicht in einer Pflanze, einem Tier oder einem weiteren Menschen. Eigentlich sind wir also unsterblich, was unsere Grundbausteine betrifft.
Das alles schildert der Autor in ganz einfacher Sprache, verständlich für einen 15 jährigen, nur mäßig naturwissenschaftlich vorgebildeten Schüler. Ja, auch Relativitätstheorie und Quantenmechanik werden erklärt, ohne Mathematik, ohne Formeln, mit einfachen Worten. Natürlich ist das alles extrem vereinfacht und wird den Anforderungen eines weitergebildeten Lesers nicht gerecht.
Aber darum geht es hier nicht. Bevor ein nicht durch populärwissenschaftliche Literatur vorgebildeter Anfänger das Thema ganz vermeidet, sollte er dieses Buch lesen. Er wird eine Offenbarung erleben und sein eigenes Leben vielleicht mit anderen Augen sehen. Wer dann tiefer und genauer in die Materie einsteigen möchte, kann das tun. Auch Lesch hat sehr anspruchsvolle Veröffentlichungen auf diesem Fachgebiet vorzuweisen, z.B. “Urknall, Weltall und das Leben“ von Lesch und Gaßner.
Auf den Inhalt soll hier nicht näher eingegangen werden. Der Autor beschreibt das alles so plastisch und klar, dass die Aufzählung der Fakten dilettantisch erscheinen würde. Einfach Prof. Lesch lesen, es ist unterhaltsam, zeitweise witzig, niemals langweilig.
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Urknall, Weltall und das Leben: 4. erweiterte Auflage von 2017
Urknall, Weltall und das Leben: 4. erweiterte Auflage von 2017
von Harald Lesch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wilder Ritt durch Physik und Biologie vom absoluten Anfang bis zum heutigen Tag, 18. August 2017
Einfach zu lesen ist dieses Buch nicht. Der Rezensent hat zahlreiche Werke über diese spezielle Physik, die Kosmologie, die Evolution gelesen, alles natürlich aufbereitet für den interessierten Laien. Es begann mit Hoimar von Ditfurth: Am Anfang war der Wasserstoff", das mag über 30 Jahre her sein. Danach folgten etliche populärwissenschaftliche Werke von renommierten Wissenschaftlern für die Allgemeinheit geschrieben.
Die Autoren beginnen noch vor dem Urknall. Das ist neu. In der Regel weigerten sich die Experten bisher, populärwissenschaftlich über dieses Thema überhaupt zu sprechen. Vor dem Urknall sei nichts gewesen, er stelle eine Singularität dar, wir wissen nichts darüber, Ende.
Die beiden Autoren des vorliegenden Buches Harald Lesch und Harald Gaßner versuchen, die aktuellen Hypothesen darzustellen. So erhält der Leser wenigstens eine vage Vorstellung dieser Zeit vor dem Big Bang. Es soll ein dauernder, zeitloser Zustand der Quantenfluktuation des Vakuums geherrscht haben. In dieser Ursuppe der zeitlosen Quantenfluktuation entstehen immer wieder Elementarteilchen, zusammen mit ihrem entsprechenden Antiteilchen, indem sie sich ein wenig Energie aus dieser Ursuppe ausleihen". Doch innerhalb kürzester Zeit zerfallen sie wieder, sie müssen ihre ausgeliehene Energie an die Ursuppe zurückgeben. Alles ist zeitlos. Es geschieht nichts. Die Gesamtheit ändert sich nicht. Den Zeitpfeil gibt es noch nicht.
Der neuentstehende Zeitpfeil ist gekoppelt an die Entropie. Bekanntlich ist Entropie das Maß der Unordnung. Man gibt ein Stück Zucker in eine Tasse Tee, es herrscht Ordnung, hier der noch intakte Zuckerwürfel, dort der Tee, keine Entropie, also Ordnung. Der Zuckerwürfel löst sich auf, er verteilt sich innerhalb der Tasse, die Unordnung beginnt, schließlich ist der Zuckerwürfel im Tee verteilt. Die Entropie hat zugenommen. Und hier kommt der Zeitpfeil ins Spiel. Es ist zwar theoretisch auch eine Abnahme der Entropie möglich, aber die Regel ist das nicht. Wir werden nicht erleben, dass der Zuckerwürfel sich wieder sammelt, seine alte Form annimmt und aus der dann nicht mehr süßen Tasse Tee entfernt werden kann. Auch ein vom Tisch gefallenes Ei wird sich nicht wieder zusammenfügen und auf den Tisch zurückhupfen.
Also: vor dem Urknall gab es, so die Autoren, diese Ursuppe, die Quantenfluktuation, ein Vakuum, keine Veränderung, alles bleibt gleich, immer wieder entstehen Teilchen aus Energie, die wieder zerfallen.
Aber irgendwann muss ein Ungleichgewicht aufgetreten sein. Ein Teilchen ist nicht wieder sofort spontan zerfallen, es überlebte auch sein Antiteilchen, es ist plötzlich da. Es hat sich also Materie gebildet haben, die nicht sofort wieder zerfallen ist, die eine gewisse Zeit Bestand hatte. Dann kommt wie bekannt die Gravitation ins Spiel. Teilchen verklumpen sich, letztendlich entstehen Galaxien, schließlich unsere Erde und am Schluss stehen wir selbst. So jedenfalls hat es der Rezensent in seinem schlichten Gemüt verstanden. Fachleute werden wahrscheinlich ob der Verwirrung der Begriffe aufstöhnen. Aber es ist ja ohnehin alles austausch- und umwandelbar, Energie, Teilchen, Masse, Kräfte, Felder.

Man könnte natürlich fragen, was nun vor dieser beschriebenen Situation der Quantenfluktuation war. Im Grunde habe man die entscheidende Frage nur etwas verschoben.Eine mögliche, allerdings wenig befriedigende Antwort: "Die Welt ist eben da. Ihre Existenz ist ein brute fact (eine unerklärliche nackte Tatsache). Diese Brute-fact-Auffassung verneint, dass das Universum in seiner Ganzheit einer Erklärung für seine Existenz bedarf." (zitiert nach Jim Holt). Der Gläubige wird hier Gott ins Feld führen. Doch das ist jetzt Philosophie.
Am Anfang war nur Wasserstoff. Alle weiteren Elemente sind, wie dem interessierten Leser bekannt, in Sternen durch Kernfusion entstanden und durch Sternenexplosionen im Universum verstreut worden. Wir bestehen zu ca. 10 % aus dem ursprünglichen Wasserstoff, zu 90 % aus den Elementen, die in Sternen entstanden und bei diesen Explosionen ins Universum hinausgeschleudert wurden. Wir sind unsterblich, wenigstens was unsere in uns wirkenden Elemente betrifft.
Das alles ist natürlich bekannt und für den interessierten Laien keine Neuheit.
In atemberaubenden Tempo geht es weiter.
Erörtert werden auch die Zukunft der Erde, die Gefahren durch Bahnabweichungen, Asteroiden, Meteoriteneinschläge und so weiter.

Zwischenzeitlich geht es in die Teilchenphysik. Hier wird es wirklich schwierig. Zeitweise scheinen den theoretischen Physikern die Pferde durchzugehen. Es ist auch für den sehr interessierten Laien kaum noch verständlich. Aber der Leser erfährt, über was alles nachgedacht wird, was sicher, also durch die Mathematik oder experimentelle Physik bewiesen wurde, was noch Spekulation ist. Und wenn man nur 10 % von dem begreift, was dort über die Teilchenphysik vorgetragen wird, ist es immerhin etwas. Auf jeden Fall gewinnt der Leser einen tiefen Blick in dieses unfassbare Gebiet bis in die Stringtheorie hinein.
Erläutert und auch ein wenig verstanden wurde erstmals überhaupt das kürzlich nachgewiesene Higgs-Feld, bzw. das Higgs-Teilchen. Schon das allein rechtfertigt das Lesen dieses Buches.
Man möchte immer weiter sprechen über die vielen Dinge, die hier auch für den Laien verständlich beschrieben werden. Nach Lesen dieses Buches weiß der Leser frei nach Goethes Faust ein wenig mehr über die Kräfte, die unsere Welt im Innersten zusammenhalten. Aber er lernt auch, dass wir noch nicht wirklich viel wissen. Er wird vielleicht ein klein wenig bescheiden werden angesichts der erlebten Dimensionen sowohl im Großen als auch im Allerkleinsten.
Man sollte während der Lektüre in keiner Phase den Mut verlieren, auch wenn es Passagen gibt, die einfach nicht in den Kopf des Normallesers hineingehen wollen. Die Quantenmechanik ist nicht anschaulich vorstellbar und für den Laien nicht logisch nachvollziehbar.
Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, welches die vielen Dinge, die man über dieses umfassende Gebiet vielleicht schon andeutungsweise wusste auffrischt,im Kopf sortiert und einiges klarer macht.


Der Teil und das Ganze: Gespräche im Umkreis der Atomphysik
Der Teil und das Ganze: Gespräche im Umkreis der Atomphysik
von Werner Heisenberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

5.0 von 5 Sternen Die Entstehung und Entwicklung der Quantenmechanik aus nächster Nähe erlebt., 10. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dichter dran kann man nicht sein an der Entstehung, der „Geburt“ dieser Theorie, die unser Weltbild entscheidend verändert hat. Harald Lesch sagt an anderer Stelle, dass allein die wirtschaftliche Bedeutung der Quantenmechanik ungeheuerlich sei. Also nicht nur eine Theorie, die wenige Menschen wirklich verstehen, sondern auch der Zündfunke für immense technische Entwicklungen, für technische Revolutionen, die heute zu unserem Alltag gehören. Man denke nur an die Medizinischen Bildgebungen wie Computertomographie und MRT, an den Laser in allen seinen Anwendungsbereichen, an Atomuhren, an Computer usw.
In diesen aufgezeichneten Gesprächen der entscheidenden Entwickler der Theorie, wie Wolfgang Pauli, Paul Dirac, Nils Bohr, Erwin Schrödinger, Albert Einstein und anderen erlebt der Leser, wie ab etwa 1920 unter den überwiegend theoretischen Physikern und auch Philosophen gerungen wurde, wie sich eine grundlegende Änderung der Weltsicht entwickelte.
Die Quantentheorie wird hier nicht eigentlich erklärt. Zum Glück für den Leser wird auch die Allem zugrunde liegende Mathematik nicht weiter erläutert. Obwohl es für den durchschnittlichen „Nicht-Physiker“ schon faszinierend ist zu sehen, wie diese unbegreiflichen Dinge gerechnet werden können. So berechnete Pauli 1930, dass beim radioaktiven Zerfall unerklärlich Energie verschwindet und „erfand“ Teilchen, die er Neutrinos nannte. Sie wurden tatsächlich 1956 nachgewiesen. Heute jagt ein Heer von Wissenschaftlern mit Riesenmaschinen diese Teilchen, von denen gesagt wird, dass pro Sekunde (!) Milliarden alleine unseren Daumennagel durchdringen. (Gelesen in „GEO“ 2017). Sie entstehen bekanntlich u.a. bei den Kernfusionen in unserer Sonne.
Nützlich ist es, wenn der Leser mit den Grundlagen der Quantenmechanik ein wenig vertraut ist. Dafür gibt es reichlich Literatur für Laien. Erwähnt sei nur das Buch von Harald Lesch und seinem Quot-Team: „Quantenmechanik für die Westentasche“.
Wie man den Gesprächen entnehmen kann haben Im Gegensatz zu den Amerikanern die in Deutschland verbliebenen Physiker während des 2. Weltkrieges die Entwicklung der Atombombe abgelehnt, da die Realisierung nach ihren Berechnungen zu teuer und aufwändig und in greifbarer Zeit nicht zu erreichen sei. Vielleicht war das auch nur ein Vorwand, um diese Waffe nicht entwickeln zu müssen. Auf jeden Fall war es eine glückliche Entscheidung. An der friedlichen Nutzung der Atomenergie wurde intensiv und erfolgreich gearbeitet.
Auch das Verbleiben in Deutschland, in der Zeit als die jüdischen Kollegen Deutschland verlassen mussten, haben sich Heisenberg und Kollegen nicht leicht gemacht. Die Aufzeichnungen enthalten lange Gespräche darüber unter anderem zwischen Heisenberg und Max Planck.
Fazit: Unbedingt lesenswerte Aufzeichnungen des großen Physikers.


Wer wir waren: Zukunftsrede
Wer wir waren: Zukunftsrede
von Insa Wilke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mensch aus der Zukunft blickt auf uns heute und macht sich seine Gedanken., 30. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Roger Willemsens letzter öffentlicher Auftritt, eine Rede, die eigentlich ein Buch werden sollte (24.Juli 2015). Es ist nicht sicher bekannt, ob er zu diesem Zeitpunkt schon von seiner tödlichen Erkrankung gewusst hat. Das Manuskript, welches die Grundlage dieses neuen Buches werden sollte, war auf jeden Fall schon älteren Datums und wurde immer wieder überarbeitet. Vielleicht wollte er seine Gedanken wenigstens als Rede noch öffentlich machen.
Die Gedanken des Autors sind natürlich kritisch, zeitweise beißend, entlarvend, zeitweise auch liebevoll, insgesamt eher etwas depressiv gestimmt, jedoch nicht eigentlich negativ oder von hoher Warte her verurteilend. Keine Bitternis, kein Untergangsszenario beschreibend. Er weiß, dass er ja selbst ein Kind dieser Zeit ist und mittendrin ein erfolgreiches, vom Glück verwöhntes Leben geführt hat.
Unter vielen Gedanken wird immer wieder die Flachheit und Flüchtigkeit der Aufmerksamkeit, der Verlust der Konzentration, die ständige Präsenz aggressiver äußere Reize für unsere Sinnesorgane thematisiert. Es gibt keine Ruhe mehr, kein sinnfreies Warten und Verweilen. Überall flimmern Bildschirme, dudelt ein Radio, wird man mit Werbung überschüttet. Dazu allgegenwärtig in den Medien Lasershows, extreme schnelle Szenenwechsel, Feuer, Explosionen, die Augen und Hirn schließlich überfordern. Jedes zehnte Schulkind leidet unter ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), keine eigentliche Krankheit, sondern eher eine Verhaltensstörung, die häufig in das Erwachsenenalter hineingetragen wird. Inzwischen die häufigste psychiatrische Störung im Kindesalter. Selbst im Wartezimmer eines Arztes kann man nicht einfach nur warten, an nichts denken, einfach sitzen; ein Bildschirm mit ständigen so wichtigen Nachrichten oder Werbesendungen ist unausweichlich präsent.
Zitat: „Wenn wir in den Städten auf die Straße traten, hatte der Kampf um unsere Aufmerksamkeit schon eingesetzt. Die Fassaden schrien uns an, die Nackten umgarnten uns in den Auslagen, immer gab es etwas Hingeräkeltes, Schmeichlerisches, das uns besser gefallen wollte als alles sonst auf der Welt. Alles Großaufnahme, alles äußerste Steigerungsform, und wir dazwischen, die umkämpften Abgekämpften“.
„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen,
aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“

Diese Rede ist Pflichtlektüre für jeden über seinen Bildschirmrand oder das Display seines Smartphones hinausschauenden Menschen. Es ist ein Genuss und Vergnügen mit den Augen des Roger Willemsen auf uns selbst zu schauen und dabei über unser tägliches Tun nachzudenken.


Der alte Mann und das Meer
Der alte Mann und das Meer
Preis: EUR 8,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der Weltliteratur. Auch wenn so ein Prädikat vielleicht den einen oder anderen Leser eher abschrecken mag, wenn..., 16. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Der alte Mann und das Meer (Kindle Edition)
ein Mensch das Meer liebt (und fürchtet zugleich) und das harte, anspruchslose, erbärmliche Leben eines alten Fischers nachempfinden kann, muss er diese Geschichte lesen. Ein alter Mann allein in einem sicher nicht mehr als 6 m langem, winzigen Boot, weit draußen auf dem Meer, ohne Landsicht, ohne Navigationshilfsmittel kämpft mit einem gewaltigen Fisch, der die Länge seines Bootes übersteigt.
Man sollte, wenn möglich, die Originalversion lesen. Die Sprache Hemmingway`s ist einfach und kraftvoll.
Falls man die Kindle-Version zur Verfügung hat erlauben die unterlegten Wörterbücher sowie der Zugriff auf z.B. Wikipedia die schnelle Übersetzung und Erklärung fremder Begriffe. Zusätzlich kann man die Funktion „Word Wise“ zur Hilfe nehmen, die das Verstehen des Textes weiter erleichtert.
Sehr gut waren die in der gelesenen Kindle-Version vorhandenen anschaulichen Zeichnungen über die verschiedenen der Situationen des Fischers.


The Old Man and the Sea (English Edition)
The Old Man and the Sea (English Edition)
Preis: EUR 6,73

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der Weltliteratur. Auch wenn so ein Prädikat vielleicht den einen oder anderen Leser eher abschrecken mag, wenn..., 16. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ein Mensch das Meer liebt (und fürchtet zugleich) und das harte, anspruchslose, erbärmliche Leben eines alten Fischers nachempfinden kann, muss er diese Geschichte lesen. Ein alter Mann allein in einem sicher nicht mehr als 6 m langem, winzigen Boot, weit draußen auf dem Meer, ohne Landsicht, ohne Navigationshilfsmittel kämpft mit einem gewaltigen Fisch, der die Länge seines Bootes übersteigt.
Man sollte, wenn möglich, die Originalversion lesen. Die Sprache Hemmingway`s ist einfach und kraftvoll.
Falls man die Kindle-Version zur Verfügung hat erlauben die unterlegten Wörterbücher sowie der Zugriff auf z.B. Wikipedia die schnelle Übersetzung und Erklärung fremder Begriffe. Zusätzlich kann man die Funktion „Word Wise“ zur Hilfe nehmen, die das Verstehen des Textes weiter erleichtert.
Sehr gut waren die in der gelesenen Kindle-Version vorhandenen anschaulichen Zeichnungen über die verschiedenen der Situationen des Fischers.


Handbüchlein der Moral
Handbüchlein der Moral
Preis: EUR 0,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Epiktetus, der römische Sklave, der den Stoizismus zu einer praktischen Lebensphilosophie machte., 7. Mai 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Handbüchlein der Moral (Kindle Edition)
Dieses „Handbüchlein der Moral“ („Encheiridion“) enthält die Leitsätze der Philosophie, einfach und verständlich formuliert, fast simpel zu nennen, aber von großer Bedeutung für das alltägliche Leben eines jeden einzelnen Menschen. Es sind die puren Leitsätze ohne Kommentar aus dem Griechischen übersetzt.
Bei einer früheren Rezension über dieses "Handbüchlein" des Epictetus habe ich Folgendes geschrieben:
„Epictetus war einer der Hauptverfechter des Stoizismus, einer der einflussreichsten Lehrer, wenn auch nicht der Gründer dieser Philosophie.
Inhalt und Wesen dieser Lehre sollen hier nicht erörtert werden. Sie sind im Allgemeinen bekannt, wer sie genau kennenlernen will, kann hier alles nachlesen. Nur so viel: Diese Philosophie kann ein Leben verändern, sie wird das Leben verändern, wenn man sich ernsthaft mit ihr befasst. Etwas überspitzt ausgedrückt ist ein Leben ohne Philosophie banal und leer, voller Eitelkeiten und falschen Hoffnungen, falschen Zielen, unruhig und voller Ängste. Mit dieser Lehre kann man Ruhe, Frieden, Ausgeglichenheit und Gelassenheit, einen gleichmäßigen, harmonischen Fluss des Lebens gewinnen oder zu mindestens dem näher kommen. Man schaut mit anderen Augen auf diese sich seit Jahrtausenden quälende Welt.
Man muss nicht alle Inhalte eins zu eins übernehmen, man kann sich bekanntermaßen dieser Lebensanschauung annähern und nur Teilgedanken, von denen man glaubt, dass sie einem helfen können, übernehmen. Nur eben mal lesen, bringt allerdings nichts. Man sollte schon z.B. durch eine kurze, ruhige abendliche Betrachtung des abgelaufenen Tages („Abendmeditation“) an sich arbeiten. „Was war im Sinne der Stoa gut heute, was war schlecht, was sollte besser werden?“. Mit der Zeit wird man ruhiger und entspannter und macht, wenn auch sehr langsam, Fortschritte in Richtung der Leitsätze des Epictetus.
Wer etwas unterhaltsamer und leichter an die Stoa herantreten möchte, vielleicht auch etwas allgemeinverständlicher, dem seien die Bücher von William B. Irvine („A Gide to the Good Life“ ) und Donald Robertson („Stoicism and the Art of Happiness“) als Erstlektüre empfohlen, die ich ebenfalls kurz rezensiert habe. Und natürlich sollte man auch Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ lesen.“


Der Steppenwolf
Der Steppenwolf
von Hermann Hesse
  Broschiert
Preis: EUR 8,50

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloses Bild des Menschen. Ein Roman, der zu den 100 wichtigsten Werken der Weltlieratur gehört., 27. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Steppenwolf (Broschiert)
Was soll ein (unprofessioneller) Liebhaber der Literatur, ein Dilettant aus dem literaturfernen Gebiet der Naturwissenschaften,der sich durch die Weltliteratur zu lesen versucht, zu Herrmann Hesse und seinem „Steppenwolf“ sagen? Alles ist gesagt, alles ist nachzulesen. Es gibt zahlreiche Interpretationshilfen ( die man als Normalleser nicht benötigt). Alle klugen Worte wären abgeschrieben.
Bekanntlich geht es um die „Zerrissenheit“ der menschlichen Seele, der Wolf und der angepasste (Spieß)-Bürger. Sie hassen sich und sie bekämpfen sich. „Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen…“ sagt Goethe`s Faust.
Der 1927 erschienene Roman ist absolut zeitgemäß. Der Überdruss an der damals wie heute faden und oberflächlichen Welt des Massenkonsums, der dummen, geistlosen Werbung, der gelenkten Vergnügungen, der Kultur der Verflachung, der Verehrung von irgendwelchen, heute würde man sagen, Pop- oder Sportgrößen, wird dargestellt.
Schüler der Oberstufe oder Studenten der Literatur müssen dieses Werk pflichtgemäß lesen und vielleicht ein Referat oder „Aufsatz“ darüber verfassen.
Sollte man sich als interessierter Laie mit diesem angeblich so schwierigen Werk befassen?
Ja, unbedingt! Es ist gut lesbar, man schaut in tief in die menschliche Seele hinein, es ist ein Lesegenuss!


Unser Mann in Havanna. Roman
Unser Mann in Havanna. Roman
von Graham Greene
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

4.0 von 5 Sternen Geheimdienste ad Absurdum geführt., 16. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
Greene erzählt eine Geschichte über die absurden Seiten der Geheimdienste. Ein gigantischer Apparat, von seiner extremen Wichtigkeit für das Vaterland zutiefst überzeugt, verwaltet vor allem sich selbst und seine oft spärlichen und fragwürdigen Erkenntnisse. Alles, selbst der winzigste offensichtliche Unsinn, erscheint von Bedeutung und wird mit einem Riesenaufwand verwaltet. Der Autor, angeblich selbst einmal Mitarbeiter einer solchen Institution, bezweifelt in dieser Satire, ob dieser immense Verwaltungsaufwand in einem vertretbaren Verhältnis zu den verwertbaren Erkenntnissen steht.
Natürlich ist es nur eine amüsante Geschichte, die hier erzählt wird. Geheimdienste sind sicher keine lustigen Unternehmungen, vor allem nicht für die Opfer. Man muss nur an die Stasi der ehemaligen DDR denken mit ihren millionenfachen „Eintragungen“ in sogenannte „Akten“, angelegt für fast jeden einzelnen Bürger. Andererseits muss sich ein demokratischer Staat in gewissem Umfang vor seinen Feinden schützen dürfen, insofern sind diese Dienste leider nicht ganz überflüssig.
Hier also die kleine Geschichte über einen vielleicht nicht ganz unerheblichen Teilaspekt dieses Gewerbes. Über Einzelheiten der Handlung soll bewusst nicht berichtet werden. Es lohnt sich, selbst zu diesem Roman zu greifen und sich von Personen und Ereignissen gefangen nehmen zu lassen. Eine der wenigen „Unterhaltungsromane“ des sonst eher tiefsinnigen und nicht immer so positiv gestimmten berühmten Autors.


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