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Top-Rezensenten Rang: 44.410
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Rezensionen verfasst von
hubibe "hubibe" (Gütersloh)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Heavy Crown (LTD. Digipak + DVD)
Heavy Crown (LTD. Digipak + DVD)
Preis: EUR 17,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alchemisten am Werk, 24. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heavy Crown (LTD. Digipak + DVD) (Audio CD)
Nahezu jeder Ronnie James Dio Fan wird zustimmen, dass insbesondere die ersten beiden Solo-Alben aus dem Solowerk des kleinen Meistersingers besonders hervorstechen. Rückblickend war es vermutlich ein Fehler, die Band damals nicht wirklich als Band zu behandeln, sondern DIO als reines Soloprojekt zu vermarkten. Dies führte schließlich zum Auseinanderbrechen der Band und das hörte man dem dritten Werk "Sacred Heart" bereits deutlich an. Auch wenn DIO danach noch tolle Alben veröffentlicht haben - an die Werke "Holy Diver" und "The Last in Line" ist er zumindest meiner Meinung nach nie wieder rangekommen. Um eines vorweg zu nehmen: das gelingt Last in Line (natürlich) auch nicht.

ABER: man hört der CD eindeutig an, dass dieselben Musiker am Werk waren, man hört definitiv die Chemie dieser Band, die offensichtlich nur in dieser Zusammensetzung von Instrumentalisten zustande kommt. Umso trauriger, dass Jimmy Bain kurz vor Veröffentlichung verstorben ist.

Denn diese CD klingt definitiv nach den DIO, die auch "Holy Diver" und eben - nomen est omen - "The Last in Line" aufgenommen haben. Hier sind drei Ausnahmetalente am Werk, die - jeder in seinem Bereich - tolles leisten, sofort wiedererkennbar sind und trotzdem als BAND funktionieren. Was habe ich Vivian Campbells Sound vermisst! - Kernig, mit tollen Soli, die nicht einfach nur Griffbrettwichserei sind, sondern echte Spannungsbögen enthalten. Kongenial das Drumming von Vinny Appice. In meinen Augen der tollste noch lebende Heavy Rock (denn auf der Schnittstelle von Hard Rock und Heavy Metal findet das Ganze statt) Drummer. Wer spielt solche Fills? Wer drummt so abwechslungsreich? Und eben das oft simple, aber sehr effektive Bass-Spiel von Jimmy Bain. Ganz große Klasse. In den Songs gibt es viele spielerische Details zu entdecken.

Die Songs an sich pendeln zwischen gut und wirklich super. Manche muss man ein paar mal hören, dann aber kommt es mit Wumms: Ohrwurmgefahr. Insbesondere "Starmaker", der Opener "The Devil in me" und "Orange Glow" haben es mir angetan. Es gibt 3 schnellere Songs, 1 Ballade und ansonsten kraftvolles und abwechslungsreiches Midtempo-Futter.

Zu guter Letzt ist da noch Sänger Andrew Freeman, der mich wirklich begeistert. Er hat definitiv eine eigene Identität und ist kein Ronnie James Dio Rip Off. Eindeutig ein Heavy Rock Sänger, aber in einigen Stücken mit einem tollen souligen Unterton, der mich ein wenig an Phil Lynott erinnert.

Also: musikalisch und kompositorisch alles vom Feinsten. Aber das Tüpfelchen auf dem i dieser tollen Veröffentlichung ist der Sound. Warum klingen nicht mehr aktuelle CDs so warm und organisch? Ist das wirklich so schwer? - Man kann jedes Instrument wunderbar heraushören. Dabei klingt die CD warm, aber absolut kraftvoll. Ordentlich aufdrehen, da rieselt der Putz von den Wänden. Genau so und nicht anders sollte Heavy Rock produziert werden. Ganz dickes Lob an Jeff Pilson.

Ist das Ganze nun wirklich 5 Sterne wert? - Im Vergleich zu DIOs beiden Erstlingswerken nein. Aber über 30 Jahre später definitiv ja. So hat nämlich seitdem keine Band mehr geklungen. Für Fans der ersten Alben ein MUSS und für jeden anspruchsvollen Heavy Rock Fan definitiv einen Versuch wert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2016 7:43 PM CET


Win Hands Down
Win Hands Down
Preis: EUR 8,49

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metalalbum des Jahres, 15. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Win Hands Down (Audio CD)
Watt?! - Jetzt schon? - Ist doch gerade erst mal Juni, das Jahr ist noch lang. Tja, dürfte aber schwer werden, dieses Hammeralbum noch zu toppen. Wo andere ältere Bands schwächeln, legen die gepanzerten Heiligen jedes Mal noch einen drauf. Dass "Win hands down" wirklich ein Anwärter auf das Album des Jahres ist, liegt in meinen Augen an 3 Dingen:

1. Die Songs: Ein Hammer reiht sich hier an den nächsten. Zumindest die ersten 4 Songs haben in meinen Augen definitiv Klassiker-Status. Toll komponiert, super gespielt und mit vielen abwechslungsreichen Wendungen garniert sind das wirklich Songs für die Ewigkeit. Die anderen 5 Titel sind ebenfalls super, reihen sich aber nicht in die ersten 4 Göttergaben ein. Da werden direkt Erinnerungen an das legendäre Metal Church Erstlingswerk wach - dort waren auch die ersten 4 Songs die absoluten Überflieger.

2. Der Sound: In meinen Ohren ist "Win hands down" die am besten klingende Metalproduktion der letzten Jahre. Schön warm organisch und ein toller Bass- und Schlagzeugsound. Unverfälscht und echt. Warum ist es offensichtlich so schwer, CDs so und nicht anders zu produzieren?

Ganz dickes Lob für die ersten 2 Punkte an Joey Vera.

3. John Bush: Er gehört in diese Band und nirgendwo anders hin. Ist mir vorher noch nie so aufgefallen, aber ab und an erinnert er mich hier an Bruce Dickinson in dessen besten Tagen. Wirklich nicht die schlechteste Referenz. Aber Bush ist natürlich eigenständig und drückt dem Armored Saint Sound einen wirklich unverwechselbaren Stempel auf.

Offensichtlich bekommt es dem Fünfer aus Pasadena sehr gut, Musik nur noch der Lust und Laune wegen zu machen. Nachdem "La Raza" schon klasse war, legt die Truppe hier noch einen drauf und veröffentlicht zumindest meiner Meinung nach ihr bestes Album (und ich habe sie alle). So befreit aufspielend - ich hätte gern schnell mehr davon! - Jetzt freue ich mich auf das Konzert in Eindhoven - zusammen mit Queensryche. Rock on.


The Purple Album (Deluxe Edition)
The Purple Album (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,49

17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da beisst sich die Schlange in den eigenen Schwanz..., 15. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Purple Album (Deluxe Edition) (Audio CD)
...oder um es anders zu sagen: der Kreis schließt sich.

Ich bin seit Anfang der 80er Fan von Deep Purple und deren Stammbaum. Whitesnake haben mir von all den Bands immer am besten gefallen - sowohl in der bluesigen als auch in der metallischen Version. Die Idee, nun die alten Purple Klassiker neu aufzunehmen fand ich von Anfang an sehr gut. Denn wer, wenn nicht Mr. COVERdale himself darf die 40 Jahre alten Schätzchen im aktuellen Whitesnake Sound aufmöbeln? - Und die Tatsache, dass die Songs nicht 1:1 übernommen worden sind, macht das ganze Album auch für beinharte Purple Fanatiker mindestens interessant.

In meinen Augen: Experiment gelungen. Klassiker sind Klassiker, da beißt die Maus keinen Faden ab. Natürlich kommen die Neuinterpretationen nicht in dem Sinn an die Originale heran. Aber darum geht es doch auch gar nicht. Das sind einfach zeitgemäße Versionen, 40 Jahre später, von einer Band, die eher auf der Metal- als der Hardrock Schiene unterwegs ist. Woran man das festmachen kann? - Meiner Meinung nach am Besten am Drumming. Ian Paice vs Tommy Aldridge - die beiden haben komplett unterschiedliche Stile, aber ich mag beide.

Coverdale ist auf der CD (natürlich) gut bei Stimme. Ja, die Stimme ist älter - aber immer noch gut. Bin gespannt, was das live gibt, aber auf CD habe ich keine Beanstandungen.

Was für mich besonders interessant ist, sind die Neuinterpretationen. Insbesondere "Sail Away" möchte ich mal hervorheben. Im Original einer meiner Lieblingssongs ever. Diese Mischung aus Hard Rock, Funk und Soul, die für DP Mark III und IV steht, gibt es kaum bei anderen Bands oder Interpreten (Richie Kotzen war mit "Return of the Mother Head's Family Reunion nah dran wie kein Zweiter). Auf der neuen Whitesnake wird daraus eine - ebenfalls formidable - Akustik-Ballade, wirklich toll gelungen. Oder "You fool no one": jeglicher Funkanteile beraubt wird aus der Nummer ein Heavy Rocker erster Sahne.

Es gibt auch Stücke, die kaum verändert worden sind, beispielsweise "Burn". Aber diese ganzen kleinen Twists und Tricks machen "The Purple Album" für mich zu einem absoluten Genuß. Viele meckern ja, dass Coverdale lieber was komplett Neues hätte aufnehmen sollen. Ich sehe das anders - und freue mich, dass sich hier ein Kreis schließt. Denn es stellt sich die Frage, wie lange er noch den Heavy Rocker raushängen lassen kann. Und mit seiner älteren Stimme wäre als Nächstes durchaus ein Singer Songwriter Album à la "Northwinds" denkbar. Fänd ich auch klasse.

Fazit: kein Whitesnake oder Deep Purple Fan kann hier bei objektiver Betrachtung enttäuscht sein. Macht einfach Spaß!


Kings & Queens of the Underground
Kings & Queens of the Underground
Preis: EUR 13,98

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King Billy: alt, weise und etwas leise. Auch ruhig in top Form!, 23. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Kings & Queens of the Underground (Audio CD)
Billy Idol ist und bleibt einer der Besten. Auch wenn sich "Kings & Queens" mal wieder völlig anders anhört als der geniale und überraschend hart rockende Vorgänger "Devil's Playground". Auf der neuen Scheibe steht ganz klar seine Pop-Seite im Vordergrund - aus meiner Sicht kein Problem, auch wenn ich sonst eher Hard Rock bevorzuge. Denn: die Songs, Instrumentierung und vor allem die einzigartige Stimme machen in meinen Augen den Unterschied. Und ehrlicherweise war Billy Idol mit seinem Solo Output nie Punk, sondern stets ein Crossover aus viel Pop, Hard Rock, leichtem Punkeinschlag und Elektronik-Sounds. Und ich konnte mich bislang mit jedem Billy Idol Album gut anfreunden - auch wenn es, wie in diesem Fall, mal etwas länger gedauert hat und für mich die absoluten Highlights "Devil's Playground" und das von vielen so geschmähte "Cyberpunk" sind.

Aber kommen wir zu den neuen Songs:

1. Bitter Pill
Sphärischer Rocker mit treibend-swingendem Rhythmus und kräftigen 80ies Gedächtnis-Synthies. Hätte ohne weiteres auch auf "Rebel Yell" stehen können. Schöne Gitarrenarbeit von Steve Stevens. Song mit Ohrwurmqualität (wie beinahe jeder auf der neuen CD). 7/10

2. Can't break me down
Hat mir anfangs überhaupt gar nicht gefallen, inzwischen auch ein Ohrwurm. Hätte gut von der ersten Solo CD sein können. Pop-Punk-Rocker für die Charts. Klasse ist die Bridge nach dem zweiten Refrain, schöne Keyboard und Gitarrensounds, treibender Rhythmus. Schade, dass Steve Stevens so im Hintergrund bleibt, mit einem längeren Gitarrensolo wäre für mich mehr drin gewesen... 8/10

3. Save me now
Ich war hin und her gerissen. Teilweise gefiel mir der Song super aber irgendwie erinnerten mich die Chöre im Refrain penetrant an die von mir absolut gehassten Pet Shop Boys. Argh! Nur gut, dass Billy im Refrain etwas aggressiver singt, so kann man mit der Zeit drüber weg hören. Auf jeden Fall wäre "Save me now" in den 80ern ein sicherer Hit-Kandidat geworden -und bei mir hat der Song inzwischen auch total gezündet. Hammer-Ohrwurm!. 9/10

4. One breath away
Für mich der erste klare Höhepunkt dieser CD. Klasse, ein ruhiger Song, der von den Sounds in der Strophe durchaus auch auf Cyberpunk gepasst hätte, erinnert mich ein wenig an "Adam in chains". Aber in der Mitte wird der Song härter, ähnlich wie bei "Eyes without a face". Und das Teil hat einen Refrain zum Niederknien. Einmalig, Billy Idol in absoluter Hochform. 10/10

5. Postcards from the past
Ich denke es ist absolut unstrittig, dass jeder, wirklich jeder, der Billy Idol mag "Postcards" lieben wird. Das ist das neue "Rebel Yell". Klasse Song, super Text, toller Gesang, spitzenmäßiges Gitarrensolo und ein wilder Billy Idol. Hammer, wirklich ein neuer Klassiker. 10/10

6. Kings & Queens of the underground
Und Klassiker-verdächtig geht es direkt weiter. Der Titeltrack ist eine ruhige Ballade mit Flöten, Folkfeeling und wunderschöner Melodie. "Sweet Sixteen" ist hier nicht weit. Ganz großes Ohrenkino. 10/10

7. Eyes wide shut
Und direkt noch eine Ballade. Auch vom Feinsten. Toller Gesang und tolle Akustikgitarre von Meister Stevens. Hat ebenfalls Hitpotenzial - einmalig, wie sich die Strophe zum Refrain hin steigert. Nochmal 10/10

8. Ghosts in my guitar
Ok, die dritte Ballade in Folge. Vielleicht liegt es daran, dass mir der Song nur ganz gut gefällt. Nett, geht aber meiner Meinung nach zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Schöne Gitarrensounds, gefällige Melodie. Stört nicht, lässt aber auch nicht aufhören. Könnte ich mir auch sehr gut auf ner Ozzy CD vorstellen. 7/10

9. Nothing to fear
Wieder ruhig, aber super atmosphärisch. Stimme leicht verfremdet, wieder sphärische, tolle Gitarrensounds. Könnte ich mir wieder und wieder anhören, im Refrain klasse Keyboard. Toller Text. 10/10

10. Love and glory
Soft-Rocker. Erinnert mich an U2, was insbesondere an der Gitarre liegt. Klassischer Filler wie Song #8. Mich nervt der Refrain. 5/10

11. Whiskey and pills
Zum Schluss gibts noch mal richtig auf die Zwölf. Der Bass direkt von Motörhead importiert, klasse Speed-Rocker mit schönem Gitarrenriff, wütenden Vocals und einem Steve Stevens, der im Solo richtig Vollgas gibt. Schön! Hätte super auf "Devil's Playground" gepasst. Kein Wunder, wurde auch von Brian Tichy, der damals ja viele Stücke mitgeschrieben hat, ko-komponiert. Klasse Song: 9/10.

Empfehlenswert ist auch der auf itunes erhältliche Bonustrack "Hollywood Promises", ein klasse Mid-Tempo Rocker, der dem normalen Album auch noch super zu Gesicht gestanden hätte. 8/10

Summasummarum war mir das Album zunächst einen Tick zu ruhig. Erstmal war ich kräftig enttäuscht. ABER: das Album wächst und es gibt halt vor allem im Mittelteil wirklich sensationelle Stücke und zum Abschluss dann noch einen kräftigen Tritt in den Hintern. Insgesamt also (wie immer) super. Auch mit ruhigerem Fahrwasser bleibt Billy für mich einer der Rock-Helden schlechthin.
Jetzt freue ich mich auf Düsseldorf, habe soeben meine Lenny Kravitz Tickets für denselben Abend in Oberhausen verscheuert und Billy Idol Tickets gekauft, um mir ne "Postcard from the past" ins Hirn zu meisseln...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2014 11:45 AM CET


Recrutainment
Recrutainment
von Joachim Diercks
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen State of the art Wissen und Entertainment, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Recrutainment (Taschenbuch)
Ich befasse mich mit dem Themenfeld beruflich seit > 10 Jahren. Das Buch bietet einen guten theoretischen Ein- und Überblick, ergänzt durch viele Case Studies aus Großunternehmen, KMUs und anderen Institutionen. In meinen Augen eine definitive Lese-Empfehlung für alle Personalmarketingexperten und solche, die es werden wollen.


13 (Limited Deluxe Edition)
13 (Limited Deluxe Edition)
Preis: EUR 34,35

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen CD für die Ewigkeit, 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Mal ehrlich: wann hast Du das letzte Mal eine CD gekauft, auf der jeder Song ein absoluter Knaller war? So um 86 rum, Master of Puppets? Oder vielleicht 84, Defenders of the Faith? Oder war es 81 Blizzard of Ozz? - Egal, denn solche Klassiker erscheinen nicht mehr im Jahrestakt. Das letzte Mal, dass mich ein ganzes Album so umgehen hat, wie "13" ist jedenfalls schon ziemlich lange her. Viel Gutes ist trotzdem erschienen, aber ein echter Klassiker?! - Natürlich fällt es mir als altem Ozzy Supporter nicht ganz leicht, objektiv an die Sache ranzugehen. Und deshalb habe ich mit meinem Review einfach mal ein paar Wochen gewartet. Um zu schauen, ob sich die Begeisterung auch schnell wieder abkühlt. Um zu checken, ob das Album vielleicht sogar weiter wächst.

Mein Fazit: Klassiker, kaufen. Jeder Song, jeder Ton ist ein echtes Highlight. Dass Bill Ward nicht dabei ist, finde ich schade. Aber Brad Wilk macht seine Sache super. Und die Herren Osbourne, Butler und Iommi sind jeder für sich in Bestform. Ja, auch Ozzy. Bei Tony Iommi gab es sowieso selten ein Schwächeln. Der heimliche Star von "13" ist aber in meinen Augen Geezer Butler. So muß ein Heavy Rock Bass klingen. Klasse, welche Läufe er spielt. Und auch klasse, wie Rick Rubin das Ganze produziert hat. Ein warmer Klang, nicht zu laut aufgenommen und mit deutlichen 70ties Anleihen. Ich bin begeistert.

Vielleicht noch ein paar Takte zu den einzelnen Songs:

1. End of the Beginning: ist in drei Teile aufgebaut. Sehr schwerer, schleppender Anfang á la "Black Sabbath", dann swingender Mittelteil und schließlich Heavy Rock mit Beatles Anklängen in den Gesangsharmonien. Allein der Anfang von Ozzy's Gesang "Is this the End of the Beginning or is the Beginning of the End" ist alleine schon das Geld wert.

2. God is dead?: Hat bei mir lange gebraucht, um wirklich zu zünden. Aber inzwischen steht der Song für mich auf einer Stufe mit Zeitlos-Klassikeren wie "War Pigs" oder "Iron Man". Einfach nur super, diese Dynamikwechsel von laut/leise. Im Mittelteil grüßt "Hole in the Sky" ähnliches Riffing, klasse Gitarrensolo. Die Wucht!

3. Loner: erinnert mich von der Struktur irgendwie an "Voodoo". Toller Song mit wirklich absolut genialem Ohrwurm-Refrain, maßgeschneidert auf Ozzy's Gesang. Hammer Groove.

4. Zeitgeist: ähnlich wie "Planet Caravan", aber noch besser. Die Verbindung von Text und Musik: einmalig. Wie Ozzy's Stimme im Song erst psychedelisch aus der Ferne kommt, um dann in den ersten zweieinhalb Minuten immer klarer und deutlicher zu werden, um dann mit diesem sensationellen "Goodnight" in ein geniales jazziges Iommi Akustiksolo zu übergeben. Wirklich genial.

5. Age of Reason: Majestätisches Riff, ganz großes Ohrenkino. Wie beim abschließenden Iommi-Solo der Chor im Hintergrund einsetzt, ist einfach sensationell. Jedesmal Gänsehaut.

6. Live forever: erinnert mich irgendwie an die "Master of Reality" (die nach "Sabbath, bloody Sabbath" meine bisherige Lieblings-CD von Sabbath war. Jetzt ist das "13"). Cooler Rocker.

7. Damaged Soul: diesen Song meinte Ozzy mit Sicherheit, als er vor Veröffentlichung in einem Interview von "Satanic Blues" sprach. Sabbath mit einem schweren Blues...und Ozzy holt nach Ewigkeiten mal wieder die Mundharmonika raus. Anders, aber gut!

8. Dear Father: Geezer's Abrechnung mit der Verlogenheit der Kirche ist ein schwerer, typischer Sabbath Rocker mit tollem Refrain. Und einem Ende, das jedem Fan wieder eine meterdicke Gänsehaut auf die Arme zaubert, wenn der Song genau so aufhört, wie vor 40 Jahren die erste Sabbath LP begann. Eine tolle Idee!

Bonus Tracks

1. Methademic: klasse Uptempo-Track, der meiner Meinung nach unbedingt auf das reguläre Album gehört hätte, und zwar hinter "Zeitgeist" und vor "Age of Reason". Sensationelles Drumming, tolle Gitarren und Ozzy erzählt uns mal wieder, wie schlimm Drogen sind. Wer, wenn nicht er?! ;-)

2. Peace of Mind: zu Recht nur ein Bonustrack. Auf so ziemlich allen anderen Ozzy oder Sabbath CDs nach "Sabotage" und ausgenommen "Blizzard of Ozz" und "Diary of a Madman" wäre "Peace of MInd" aber als Highlight durchgegangen.

3. Pariah: Nochmal ein Bonus-Song, der eigentlich noch auf das reguläre Album gehört hätte. Ein Hammer-Riff, tolle Dynamik in dem Song. Echter Ohrwurm.

4. Naiveté in Black: zu Recht Bonustrack, aber noch einen Tick besser als "Peace of Mind". Schönes Uptempo Stück. Paranoid lässt leicht grüßen.

Summasummarum das beste Comeback-Album, was ich kenne. Jeder Song auf der regulären CD braucht sich hinter den alten Klassikern definitiv nicht zu verstecken. Und 2 der 4 Bonus-Songs halten dieses Niveau. Mir gefallen viele Bands sehr, sehr gut. Aber bei diesem Album fühle ich mich zu Hause. Eine der besten Heavy Rock Scheiben ever. Und die alten Herren haben tatsächlich an ihre besten Zeiten anknüpfen können. Die Vorfreude auf das Dortmund Konzert ist gewaltig. Ozzy, enttäusch uns da nicht ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 30, 2013 8:11 PM MEST


Queensryche (Limited Mediabook Edition)
Queensryche (Limited Mediabook Edition)
Preis: EUR 16,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das wurde Zeit!, 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Queensryche waren für mich spätestens seit "Hear in the now frontier" gestorben. Diese CD läutete den Niedergang einer der innovativsten und originellsten Metalbands aller Zeiten ein. Denn: mit Metal hatten die Outputs danach nicht mehr viel zu tun. Ausgenommen vielleicht die Operation Mindcrime II, die aber leider auch weit hinter den Erwartungen zurück blick. Rückblickend wird klar, warum: Geoff Tate war wohl die Bremse im Queensryche Universum und ihm haben wir wohl bestenfalls halbgaren Output wie "American Soldier" oder eben besagtes OPM II zu verdanken. Schade, dass sich die Kernband um Basser Jackson, Gitarrero Wilton und Drummer Rockenfield nicht schon viel eher besonnen und einen Sängeraustausch vorgenommen hat, denn das, was nun auf Queensryche zu hören ist, nimmt den Geist der ersten CDs bis Empire und vielleicht noch ein wenig Promised Land auf, allerdings eindeutig Heavy Metal à la Queensryche. Und das bedeutet toller Gesang, abwechslungsreiche und oft nicht vorhersehbare Songstrukturen, tolle Harmonien. Alles wieder da - endlich. Die CD rotiert nun seit Erscheinungstag täglich im Auto und wird nur vom alles überdeckenden neuen Sabbath Output der jenseits aller Erwartungen ist, getoppt. Aber im Einzelnen:

1. X2: lediglich ein Intro, aber stimmungsvoll, man kann sich direkt vorstellen, dass die zukünftigen Konzerte damit starten.
2. Where dreams go to die: wirklicher Knallersong, könnte definitiv von Empire sein und wäre dort auch einer der Höhepunkte geworden. Anfangs leicht balladeske Töne, dann wird aber ein unwiederstehlicher Metal-Shuffle daraus mit tollem Gesang und klasse Gitarren. Das beste Stück, was man von Queensryche seit Empire hören durfte. Daumen hoch.
3. Spore: hier gehts ziemlich sperrig weiter. Diesen Song musste ich mir definitiv schön hören. Hätte - in etwas anderer Produktion - aber auch gut auf "Rage for Order" gepasst. Kein Klassiker, aber trotzdem deutlich im grünen Bereich.
4. In this light: Aus meiner Sicht neben "WDGTD" der zweite Knaller auf dieser CD. Hier kommt definitiv Mindcrime Feeling auf, aber nicht Mindcrime II, sondern I. Klasse Melodie, super Gitarren und Todd la Torre macht Geoff Tate endgültig vergessen. Er singt sehr ähnlich, hat aber trotzdem eigenen Charakter und etwas mehr Metal in der Stimme. Ein Hammersong.
5. Redemption: War ja der erste Song, der streambar war und hat mir ursprünglich gar nicht gefallen. Inzwischen aber auch ein echter Knaller. Queensryche der härteren Art, schließt an "The Warning" an. Tolle Gesangsharmonien und nach dem ersten Refrain geniale Gitarren. Sehr klasse, müsste live ein echter bringer sein.
6. Vindication: Jetzt legen Queensryche nochmal nen Härtegrad oben drauf. Klasse Rockenfield Drumming, aber leider für mich kein Höhepunkt. Etwas nervige Gesangsmelodien, der Song zündet bei mir einfache nicht, aber trotzdem gehobene Mittelklasse.
7. Midnight Lullaby: Ein weiteres Intro leitet die zweite LP Seite ein. :-) Warum bei 35 Minuten Laufzeit gleich 2 Intros untergebracht wurden erschließt sich mir nicht. Klarer Skip-Anwärter.
8. A World without: Promised Land und MC I lassen grüßen. Sehr stimmungsvoller Song, halb balladesk, mystische Grundstimmung und ein Gitarrensolo zum Niederknien. Sensationell.
9. Don't look back: Hier wird gefällig auf die Tube gedrückt. Ein wenig á la "The needle lies", erreicht aber dessen Klasse knapp nicht. Trotzdem ein toller Song.
10. Fallout: Nochmal Queensryche Metal. Mir fehlt etwas Eingängigkeit, aber auch hier gehobenes Mittelmaß.
11. Open Road: Das Album schließt mit einer optimistischen Halb-Ballade. Die Botschaft ist klar: der Weg ist frei für neue Taten.

In Summe deutlich mehr als man erwarten durfte. Die Produktion gefällt mir größtenteils ganz gut, teilweise etwas zu laut aufgenommen, dadurch Rauschen. Verstehe ich auch nicht, dass in letzter Zeit viele Produktionen nicht 1a klingen.

Aus meiner Sicht ganz klare Kaufempfehlung. Jeder Alt-Fan kann hier nichts falsch machen. Nur Queensryche klingen so und dieser Sound hat mir die letzten 20 Jahre wirklich gefehlt. Bin nun gespannt auf die Konzerte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2013 7:50 PM MEST


A Different Kind of Truth  (Deluxe Edition)
A Different Kind of Truth (Deluxe Edition)
Preis: EUR 13,58

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roth'n Roll der Extraklasse, 5. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kaum zu glauben, aber wahr: Van Halen schließen mit "A different kind of truth" fast nahtlos an die ersten 6 Studio-Outputs an. Da ist es wieder, das alte Van Halen Gefühl: abwechslungsreiche, spannungsgeladene Songstrukturen und man weiß nie, was als nächstes passiert. Fühlt sich aufregend an. Ganz anders als die Van Hagar Ära, die mir auf ihre Art und Weise auch gefällt - wenn mal die Laune Richtung radio-kompatibler Mainstreamrock geht. Auch Chickenfoot ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, aber dies hier ist einfach eine ganz andere Liga, was die Action in den Songs angeht. Und das konnte man nach der zwar nicht schlechten, aber doch allzu gefälligen Single "Tattoo" echt nicht erwarten. Ein Song für's Radio, quasi Van Hagar mit Roth Vocals. Nett, aber nicht mehr.

Das Unglaubliche ist aber: ab Song #2 gibt es nur noch voll auf die Zwölf. Klasse Hard Rock, der offensichtlich nur im Hinblick auf die eigene Legacy eingespielt wurde. Kohle braucht von denen keiner mehr. Hier steht ganz klar im Vordergrund, dass man allen nochmal zeigen möchte, dass die Platte vor "Diver Down" sehr gut auch hätte "A different kind of truth" heißen können. Wirklich? Ja. Aber der Reihe nach. Ich fange mal mit den unerheblichen Kritikpunkten an:

1. eine Ted Templeman Produktion wäre mir lieber gewesen, denn die neue CD ist arg basslastig abgemischt und wird in den Tiefen etwas schwammig. Vermutlich wollte Eddie, dass Sohnemann Wolfgang auch zu hören ist. Ziel erreicht!

2. ich vermisse die Roth typischen hohen Schreie etwas. Aber das ist wohl einfach der Zahn der Zeit.

Ansonsten gibt es von mir aber nix zu meckern: DLR ist einfach der richtige Sänger-Counterpart für Eddie Van Halen. Nur mit Roth klangen und klingen Van Halen gefährlich, hungrig und frei vom Blick auf die Charts. Das war weder mit Sammy Hagar noch mit Gary Cherone nur ansatzweise so. Wolfgang Van Halen macht einen spitzenmäßigen Job als Bassist - auch wenn ich gern Michael Anthony dabei hätte, muß ich zugeben, dass er zumindest auf der CD überhaupt nicht fehlt. Selbst die Background Vocals passen sehr gut.

Und die Songs?

1. Tattoo: wie oben schon gesagt: gefälliger Radio-Rocker, hätte auch von Van Hagar sein können (dann allerdings mit weniger witzigem Text). Auch der einzige Song, wo Keyboards auftauchen. Hätte auch gut von DLRs "A little ain't enough" sein können. Ich war erst mega-enttäuscht, "Tattoo" hat sich dann aber zumindest bei mir als echter Grower entpuppt. Für mich ist rätselhaft, warum der Song die neue CD eröffnet und als Single ausgewählt wurde, sei's drum - er ist jedenfalls im Gesamtkontext die einzige kleine Enttäuschung auf der Songebene.

2. She's the woman: rockt wie Sau. Klasse! Hätte definitiv auf den ersten 5 Alben drauf sein können und wäre dort auch einer der Höhepunkte gewesen. Das Ding sprüht nur so von 80er Van Halen Flair. Und ja: ich besitze auch die 1977er Demos. Aber macht doch überhaupt gar nichts, wenn alte gute Ideen neu aufgenommen werden. Besser als bei vielen anderen Reunion-Alben irgendwelcher halbgarer Quatsch.

3. You and your blues: klasse Nummer, die gemächlich startet, einen tollen Refrain hat und eine Mischung aus Van Hagar und alten Van Halen darstellt, wobei der Schwerpunkt auf dem alten Kram liegt. Wäre eindeutig eine bessere Single als Tattoo gewesen.

4. China Town: ein Hammerteil. Doublebass-Geballer und wahnwitzige Gitarrenarbeit von Eddie. Spitzenmäßiges Solo. Denkt an "Shyboy" von DLR oder an "Hang em high" und dann könnt Ihr euch das ungefähr vorstellen. Spitze!

5. Blood and Fire: erinnert mich vom Feeling etwas an Little Guitars. Also: echter gute Laune Song, auch mit kommerziellem Potenzial. Klasse Refrain mit Ohrwurmcharakter. Könnte auch eine Single werden. Und wie in fast jedem Song gibt es auch hier extrem variables Songwriting mit Laut/Leise Stellen und Überraschungen und kleinen Details an jeder Ecke, die einfach Spaß machen.

6. Bullethead: Das "Atomic Punk" dieser Scheibe. Also recht schnell gehalten, rotzig runter gehobelt, tolle Arbeit an den Instrumenten und Roth gibt ebenfalls Vollgas.

7. As is: nochmal Speed mit Doublebass. Klasse Song, mit einem schleppenden Intro, welches sich dann in eine echte Speedgranate steigert. Die Gitarre raucht und qualmt und ich muß mich kneifen, da ich nicht mehr genau weiß, ob wir jezt 1981 oder 2012 haben...Spitze!!!

8. Honeybabiesweetiedoll: völlig abgefahrene Nummer, die ganz entfernt vielleicht an "Outta love" von VH II erinnert. Abgefahrene Rhythmen, knallharte Gitarre, absolut nichts fürs Radio! Auch dieses Teil verströmt den Geist der ganz alten Van Halen auf einmalige Art und Weise.

9. The trouble with never: ein bluesiges Gitarrenlick geht über in einen treibenden Hardrocker der Extraklasse. Für mich einer der zahlreichen Höhepunkte auf dieser Scheibe. Ohrwurmrefrain mit den typischen Van Halen Hintergrundchören. Und DLR fragt immer wieder: "When was the last time you did something for the first time?" - Cool. Das ist meilenweit weg von "When it's love" oder ähnlichem. Auch in diesem Song gibt Eddie alles, ein supertolles Gitarrensolo, gefolgt von einem der typischen ruhigen Zwischenteile á la "Panama". DLR mit supertiefem Sprechgesang...spitze!!!

10. Outta space: auch von den 1977er Demos. Hieß damals "Let's get rockin" ist aber in der neuen Version für meinen Geschmack noch viel cooler. Auch hier wird das Gaspedal wieder ordentlich durchgedrückt. Hatte ich schon geschrieben, dass Alex, Eddie und Wolfgang instrumental alles geben? - Das ist wirklich wilder Hard Rock der absolut frisch und unverbraucht klingt. YEEEEES!

11. Stay frosty: startet "ice cream man" mäßig mit Akustik-Gitarre und DLR und steigert sich dann in einen Uptempo Boogie-Rocker, der sich gewaschen hat und wieder mit atemberaubenden Gitarrensoli der absoluten Extraklasse gewürzt ist. Keine Ahnung, wem Eddie noch irgendwas beweisen muß. Fest steht aber: so viel Shredding gab es bislang noch auf KEINER VH CD!

12. Big River: das "Big Trouble" von den 1977er Demos. Spitzensong, bleibt auch Ohrwurm-mäßig hängen. Hätten sie dieses Teil als erste Single ausgekoppelt, wäre bei den Die Hard Fans bereits mit der Single die totale Euphorie ausgebrochen. Irgendwie cool, dass sie das anders angegangen sind - so ist die CD wirklich eine mega-Überraschung.

13. Beats workin: in meinen Augen etwas unspektakuläres Ende. Wäre auf den letzten 5 CDs aber auch einer der wirklichen Höhepunkte gewesen. Nicht aber hier, dafür ist das restliche Material einfach zu stark.

Fazit: es gibt nur ein Nutella, nur eine Coca Cola und nur eine echte Van Halen Inkarnation. Und die besteht erstmal aus Eddie und DLR. Punkt.

Ich habe noch nie eine so frisch und hungrig klingende CD einer Band von lauter Endfünfzigern gehört, welche das eigene Erbe um einen weiteren echten Höhepunkt ergänzt. Sagte ich gerade Endfünfziger? - Vielleicht liegt es ja auch an Wolfgang Van Halen, der den alten Herren so nen richtigen kick ass verpasst hat. Letzten Endes völlig egal, das Teil schwitzt, qualmt und rockt. Die Eisenbahn auf dem Cover ist sehr gut gewählt, denn der Van Halen Express fuhr schon lange nicht mehr so kraftvoll und schnell.

ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG für jeden, der anspruchsvollen Hardrock und laute Gitarren mag. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob die Truppe dieses Energielevel auf Tour halten kann.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2012 12:53 PM CET


Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version)
Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version)
Wird angeboten von inandout
Preis: EUR 29,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen in der Zukunft der eigenen Vergangenheit, 24. September 2011
Alice Cooper ist ein echtes Phänomen. Schon an die 40 Jahre am Start und immer noch nicht müde. Und anders als viele andere seiner Zeitgenossen, die ihrem eigenen Erfolgsrezept treu bleiben (als Beispiel seien mal AC/DC genannt), hat the Coop immer wieder kräftig experimentiert. Nach den turbulenten 70ern startete Onkel Alice in den 80ern sein Comeback und surfte auf dem Höhepunkt der Hair Metal Welle erfolgreich mit, um dann mit leichter Grunge Schlagseite die letzte Versuchung zu vertonen, danach 2 CDs lang Modern Metal mäßig unterwegs zu sein und anschließend für weitere 2 CDs auf den Garage Rock der ganz frühen 70er zurück zu greifen, bevor er mit "Along Comes a Spider" das erste Konzeptalbum seit langer Zeit rausbrachte und auf diesem noch etwas sehr unentschlossen tönte. Nun das zweite Konzeptalbum in Folge (er bleibt also den 2er Serien treu), aber das erste Mal mit direkten Verweisen auf die eigene Vergangenheit. In meinen Augen seit langer Zeit mal wieder ein Alice Cooper Album, welches trotz erheblicher stilistischer Bandbreite mehr nach dem typischen Cooper (wenn es den denn gibt) klingt als alles in den letzten 20 Jahren. "Welcome 2 my nightmare" ist stilistisch enorm breit gefächert, recht modern produziert, atmet aber trotzdem an vielen Stellen authentisches 70er Flair. Hört sich spannend an? -Ist es auch. Aber der Reihe nach:

"I am mad of you": klassische Cooper Ballade zum Start, allerdings in top modernem Gewand, mit Autotune Effekten im Gesang. Schöner Kontrast dazu: das klassische Gitarrensolo von Steve Hunter - einfach nur göttlich. In meinen Augen einer der besten Cooper Songs aller Zeiten. Setzt die Messlatte für das Album verdammt hoch. 10/10

"Caffeine": es wird glam rockig. Die Cowbell gibt den Rhythmus vor. Ansonsten das volle 70ties Gitarrengeschwader, geht gut ab. Erinnert durchaus an einige Songs von ACAS, wäre auf der CD aber ein einsamer Hit gewesen. Textlich ist Cooper auf diesem Album ohnehin auf seinem Zenith. Es gibt viel zu Lachen und ein wenig zum Gruseln. Macht einfach Spaß, auch mal auf die Texte zu achten. 9/10

"The nightmare returns": stimmungsvolles Intro in den Rest der Scheibe, mit Klaviermelodien aus dem ersten WTMN Opus. 6/10

"A runaway train": Speed-Shuffle. Man hört wirklich raus, dass hier der Großteil der klassischen Cooper Band aus den Siebzigern am Werk ist. Ganz nett, aber dem Song fehlen einfach die Höhepunkte, er plätschert (oder besser rast) so vor sich hin. 5/10

"Last man on earth": Klasse! Echt origineller Text und vollkommen untypische musikalische Umsetzung, mit Tuba, Polka-Anklängen und Banjo. Hört sich komisch an? - Stimmt. Aber es passt und macht Spaß. So originell hat Onkel Alice definitiv seit 1975 nicht mehr geklungen. 8/10

"The congregation": Klasse Hardrock und auch wieder eine spannende Mixtur aus 70er Rock und Rob Zombie Rhythmus (und Background Growls) im Refrain. Gefällt! 9/10

"I'll bite your face off": Von der Musik her der beste Stones Song, den Mick Jagger & Co nie geschrieben haben. Bis auf den Mittelteil, der typisch Alice Cooper ist. Genial, live sicherlich ein absoluter HIt. Klassiker. 10/10

"Disco Bloodbath Boogie Fever": Alice macht sich musikalisch über Disco Musik lustig. Leider mit Disco Musik. So kann man sich das als Witz mal gut anhören. Und auch wenn ab der Hälfte klassischer Hardrock mit einem klasse Shredding-Solo von Rob Zombie Klampfer John5 übernimmt, ist der Song zum mehrmals hören zu viel Disco. Jedenfalls für meinen Geschmack. 6/10

"Ghouls gone wild": Hört sich an wie eine Mischung aus Beach Boys und Rob Zombie. Mir gefällts. Gute Laune Song mit morbid-lustigem Text. Klasse! 9/10

"Something to remember me by": Klassische Alice Cooper Ballade. Gewohnt gut, aber nicht so genial wie "I am made of you". 8/10

"When hell comes home": Absolut morbide Gruselstimmung. Langsamer, harter Blues Stampfer mit genialem Piano und wirklich gruseligem Gesang und Text. Spitze. 9/10

"What Baby wants": Nochmal Richtung Dancefloor. Diesmal mit Pop Sternchen Ke$ha. Wieder Erwarten ein klasse Song. Echter Ohrwurm, schön rockige Gitarren. KÖnnte ein Hit werden. 9/10

"I gotta get outta here": Quasi die Management Summary der ganzen Story. Lustiger Text, geniales Ende. Von der Musik her lässiger Rocker, klasse. 9/10

"The underture": Musikalische Zusammenfassung der beiden Nightmare Epen. Schreit nach opernhafter Live-Inszenierung. 7/10

Summasummarum: klasse Scheibe mit 2 Klassikern für die ewige Cooper Bestenliste sowie einigen echt guten Songs, die knapp dahinter landen und einigen Ausfällen, die allesamt originell sind und abhängig vom eigenen Musikgeschmack auch überzeugen können. Ich finde es klasse, wie Alice Cooper immer Alice Cooper ist, obwohl er musikalisch gesehen in den letzten 15 Jahren diverse Richtungsänderungen durchgezogen hat. Dieses Album weist in meinen Augen auch die beste Gesangsleistung von Cooper auf. Es ist klasse, wie er seine Stimme einsetzt und welche Charakterfärbungen er damit rüber bringt. Das war auf keinem der letzten 10 Alben so. Hut ab, freue mich auf die Tour im November.


Worship Music
Worship Music
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Best of both worlds, 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Worship Music (Audio CD)
Als Uralt-Anthrax Fan hatte man in den letzten Jahren ja nicht so viel zu lachen. Dafür ist jetzt die Freude um so größer, denn Anthrax legen mit "Worship Music" meiner Meinung nach die perfekte Mischung aus meinen beiden Anthrax Lieblingsscheiben "Among the living" und "We've come for you all" hin. Wobei betont werden muß, dass der Schwerpunkt eher auf "We've come for you all" liegt. Das bedeutet: geile Hooks ohne Ende, klasse Drumming gekrönt von einem äusserst facettenreichen Gesang, den ich Joey Belladonna so nicht zugetraut hätte. Aber der Reihe nach: los geht's mit einem total überflüssigen Intro, eben "Worship Music". Passt gut zum Cover, kann man einmal hören, ist aber eigentlich reine Zeitverschwendung. Danach geht es mit dem ersten richtigen Song los:

"Earth on Hell": zwar knallharter, aber nicht zwingender Song. Stellt Euch "What doesn't die" vor, nur mit weniger Ohrwurmcharakter. Beschweren kann sich niemand, ist aber auch kein Song, der in die ewigen Bestenliste kommen könnte. 6/10

"Devil you know": der erste von 3 Songs, die definitiv auf jede zukünftige Anthrax Best Of gehören. Hammerteil! Ein Ohrwurm vor dem Herrn, knallharte Gitarren, aber eher Metal als Thrash. Toller Gesang, spitzen Melodie. Klasse! 10/10

"Fight 'em till you can't": das könnte genauso gut aus seligen "Among the living" Zeiten stammen. Thrash at its best! Schnell, hart, klasse Tempiwechsel, ganz tolles Gitarrensolo und spitzenmäßiger Wechsel zwischen thrashiger Strophe und extrem melodischem Refrain. Die typischen Anthrax mit Joey Belladonna sind zurück. 10/10

"I'm alive": noch ein zukünftiger Klassiker. Auch eher rockig als thrashig, aber eine echte Hymne. Künftiger live Klassiker. Wieder eine Melodie die sich absolut festsetzt. 10/10

"In the end": quasi das "A.D.I." von 2011. Heißt: Epos von 8 Minuten Länge, eingeläutet von unheilvollen Kirchenglocken. In der Mitte ein Break, dass der Putz von den Wänden bröckelt, ab dann wird der Song schneller bevor es zum Ende hin wieder ruhiger wird. Belladonna übertrifft sich einmal mehr selbst. 8/10

"The Giant": nach dem insgesamt eher schleppenden "In the end" wieder Speed. Verdammt viel Text für so ein Lied. Refrain ziemlich Ohrwurm-mäßig ohne die Qualitäten der oben genannten Songs zu erreichen. Insgesamt gehobener Durchschnitt. 7/10

"Judas Priest": scheitert für mich als Die-Hard-Priest Fan am Namen. Da hätte ich mehr Priest-Schlagseite erwartet. Insgesamt ein komplexes Riffmonster was man sich schön hören muß. Gut, aber nicht zwingend. 7/10

"Crawl": für mich der Schwachpunkt der CD. Hätte auch auf "Stomp 442" oder "Volume 8" sein können. Also: totale Bush Schlagseite, 90er Riffing. Etwas langweilig. 5/10

"The Constant": ahhh. Es geht doch! Absolutes Groove-Monster mit schnellem, sehr melodischem Ohrwurm-Refrain und wieder brilliert Rob Caggiano an der Gitarre. Klasse! 9/10

"Revolution Screams": mit einem knallharten Thrasher geht das Album zu Ende. Nochmal fast die Höchstnote, da wieder Härte mit totaler Ohrwurm-qualität gepaart wird. 9/10

Fazit: kein Anthrax Fan wird von dieser Scheibe enttäuscht sein. Und eigentlich müsste jeder Metal Fan 2-3 absolute Überflieger-Songs identifizieren können. Klare Kaufempfehlung!


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