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Rezensionen verfasst von
Thomas Raatz "Thomas Raatz" (loitz, MV)

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Maria Stuarda
Maria Stuarda
Wird angeboten von MUSIK-PARTNER-DE
Preis: EUR 41,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitschnitt einer gelungenen Aufführung!, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuarda (Audio CD)
Das die Sänger dieser Aufnahme nicht den gewohnten Bekanntheitsgrad einer Gruberova, Sills oder Sutherland haben, sollte niemanden vom Kauf dieser wundervollen Aufnahme abschrecken! Hier wird uns ein komplett neues Sängerensemble geboten und das Label Dynamic macht Lust auf mehr. Der eigentliche Star des Labels ist Dimitra Theodossiou, die eine der gefragtesten Interpretinnen für den stilistischen Belcanto ist. Carmela Remigio, der Star dieser Einspielung steht ihr jedoch in nichts nach.

Die Remigio bietet ein zartes und sanftes Charakterportrait und vermag es, die vielen verschiedenen Faccetten der Rolle glaubhaft darzustellen. Ihre Stimme ist weich und schillernd. Sie hat betörende Piani und singt im Forte unglaublich rund. Sie verfügt über ein sehr angenehmes Vibrato und einen beachtlichen Stimmumfang. Zwar singt sie die Rolle nicht so pompös wie eine Sutherland, aber dennoch macht gerade ihr schlichtes singen den Charakter lebendig. Remigio verblüfft nicht etwa durch ungeheure dreigestrichene Noten, die über dem System liegen. Sie vermag es vielmehr der Figur die Intensität und die dramatischen Faccetten zu verleihen, die diese Figur der Maria Stuarda lebendig machen. Auch Sonia Ganassi besitzt ein herrliches Vibrato. Sie singt sowohl die Koloraturpassagen, in dieserr Rolle reich vertreten, hervorragend, als auch die vielen hohen Noten. Ihre Rolle ist nicht weniger anspruchsvoll als die der Maria Stuarda selbst. Auch an Dramatik und Ausdruckskraft mangelt es ihr nicht. Zu Calleija ist nur zu sagen, dass er nicht umsonst zu den gefragtesten Tenören unserer Zeit gehört. Er hat eine leuchtende Höhe und einen Schmelz in der Stimme, der Eisberge zum schmelzen bringen kann. Dirigat und Orchester spielen dynamisch und dem Stil der Musik angepasst. Eine wunderbare Einspielung die Ihres gleichen sucht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2009 8:47 PM CET


Tosca (Ga)
Tosca (Ga)
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 31,36

5.0 von 5 Sternen Ergreifendes Monument!, 23. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Ga) (Audio CD)
Diese Einspielung von Puccinis Tosca übertraf bei weitem meine Erwartungen. Bisher hatte ich von dieser Einspielung nur wenig positives gelesen und gehört, daher waren meine Ansprüche beim ersten Hören gering. Doch was ich dann geboten bekam, war ein ergreifendes und zutiefst menschliches Gesamtkunstwerk einer der schönsten Opern Puccinis.

Es ist wohl wahr, dass weder Renata Scotto noch Placido Domingo zum Entstehungszeitpunkt der Aufnahme stimmlich auf dem Höhepunkt waren, aber dennoch singen sie beide mit vortrefflicher Technik und stellenweise wirklich zum dahinschmelzen. Scotto gibt ein verführendes und leicht erregbares Temperamentbündel im ersten Akt und die leidende und mitfühlende, vom Leben betrogene Frau im zweiten und dritten Akt. Ich gestehe, dass sie mich mit ihrer menschlichen und wahren Darstellung mehrfach zum weinen gebracht hat. Die Stimme ist schillernd und geschmeidig. In der Höhe klingt ihr Instrument stellenweise ein wenig forciert, aber niemals singt sie ohne Dramatik und innere Beteiligung. Domingo, ebenfalls einer der größten Opernstars des Jahrhunderts, macht seinem Ruf alle Ehre. Wenn auch seine Stimme zeitweise etwas angestrengt klingen mag, so sei ihm das verziehen, denn allein wegen seinem "Vittoria, Vittoria" lohnt sich der Kauf. Auch seine Darstellung ist beinahe unübertrefflich. Renato Bruson ist als Scarpia grandios. Sowohl stimmlich als auch darstellerisch überzeugt er mich auf voller Länge. James Levine, der bevorzugte Dirigent der Scotto zum Ende der Karriere, liefert ein dynamisches und schwungvolles Dirigat. Chor und Orchester sind meisterlich!

Wenn sie jemals etwas negatives über diese Aufnahme gelesen haben, so bitte ich sie unvoreingenomen die Musik fluten zu lassen. Man sollte sich selbst ein Bild machen. Wäre diese Aufnahme nicht im Sonderangebot gewesen, hätte ich sie nie gekauft. Dann allerdings würde eine der größten und faszinierendsten Aufnahmen des Werkes in meiner Sammlung fehlen.


Duo - Verdi (Rigoletto)
Duo - Verdi (Rigoletto)
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 25,62

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fade..., 18. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Duo - Verdi (Rigoletto) (Audio CD)
Als ich mir diesen Rigoletto kaufte, hatte ich sehr große Erwartungen, da die Namen auf dem Cover ja mehr als vielversprechend waren. Leider wurde ich enttäuscht, denn diese Einspielung kann mit der Konkurrenz nicht mithalten. Nicht nur das Sängerensemble scheint uninspiriert, denn auch das Dirigat scheint leblos und fade!

Edita Gruberova ist eine große Künstlerin. Es gibt viele Aufnahmen mit ihr, die richtungsweisend sind und zu Referenzeinspielungen wurden. In dieser Aufnahme landete sie aber keinen großen Wurf. Sie lässt sämtliche Spitzentöne aus, klingt ein wenig matt und abgesungen und stellt die Gilda übertrieben kindlich dar. Ihrer Interpretation fehlt es an Tiefe und Ausdruck. Sie wirkt völlig gelangweilt und ist in dieser Aufnahme enttäuschend wie nie zuvor! Niel Schicoff mag ebenso ein großer Tenor sein und seine Stimme ist ja auch bezaubernd sachön, passt aber überhaupt nicht zu seiner Rolle. Sein schlanker Tenor lässt Durchschlagskraft vermissen und sämtliche Noten über dem System wirken hart erkämpft. Im Vergleich mit anderen Tenören denen diese Rolle zu Eigen wurde (zum Beispiel Bergonzi, Pavarotti oder Domingo) fällt er merklich ab und kann dem Vergleich nicht Stand halten. Der einzige Lichtblick ist Renato Bruson, der eine großartige charakterliche Darstellung abliefert. Er singt mit Energie und Verve den Rigoletto und seine Stimme scheint prädestiniert für diese Partie.

Im großen und ganzen also eher enttäuschend! Wenn man eine gute Aufnahme des Rigoletto sucht, sollte man eher zu Pavarotti/Sutherland unter Bonynge greifen, oder natürlich zur Callas - Einspielung unter Serafin! Auch die kostengünstige Einspielung mit Lucia Popp, erschienen bei RCA - Victor ist wärmstens zu empfehlen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2011 8:02 AM MEST


Maria Stuarda (Ga)
Maria Stuarda (Ga)

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Platz an der Spitze!, 17. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuarda (Ga) (Audio CD)
Diese Gesamtaufnahme von Donizettis Maria Stuarda ist unvergleichbar schön. In den Hauptrollen hören wir die wohl beliebtesten Damen der Operngeschichte. Edita Gruberova ist für die Maria die absolute Idealbesetzung. Mit ihrer grandiosen Technik und ihrem hinreißend schmelzendem Ton verzaubert sie mich immer wieder. Am besten sind der Gruberova die Finalszenen des ersten und zweiten Aktes gelungen. Ihre Koloraturen und Triller sind präzise und auf den Punkt genau. Sie unterläßt übermäßige Verzierungen und sorgt dafür, daß der Grundcharakter des Werks erhalten bleibt. Ihre Stimme klingt jugendlich und überzeugt mit vielen wunderschönen Spitzentönen. Sie spart weder mit dem gefürchteten dreigestrichenem es, noch mit dramatischer Ausdruckskraft. Besonders bei "Ah! se un giorno" bekomme ich Gänsehaut, denn Gruberovas Maria Stuarda geht trotz der fürchterlichen Situation erhobenen Hauptes in den Tod. Es gibt wohl nicht genug Worte des Lobes um Gruberovas Arbeit an diesem Werk angemessen zu würdigen. Ähnlich sieht es bei Agnes Baltsa aus. Obwohl ihr oftmals vorgeworfen wird, sie sänge schrill und habe keine Linie muß ich sagen, daß ich bisher noch keinen Mezzo gehört habe, welcher mir auch nur im Ansatz so gut gefällt wie Agnes Baltsa. Sie erweckt die Rolle der Anna zum Leben und man nimmt ihr die Interpretation restlos ab. Ihre Stimme mag an manchen Stellen etwas schrill klingen, doch dies ist eher positiv zu werten, denn damit wird der dramatische Aspekt dieses Werkes belebt. Ihre Stimme strahlt Selbstsicherheit und hervorragende Technik aus. Sie macht ihre Sache wirklich sehr gut. Auch Franzisko Araiza ist ein grandioser Leicester. Wie auch der Rest des Ensembles. Es paßt bei dieser Einspielung einfach alles zusammen. Sehr gute Sänger, ein hervorragendes Orchester, ein sicherer Chor und ein atemberaubender Giuseppe Patané wirken hier zusammen. Für mich ist dies die bedeutendste Gesamtaufnahme dieser Oper und sie sollte in keiner Sammlung fehlen.


Lucia di Lammermoor (Ga-Mono)
Lucia di Lammermoor (Ga-Mono)
Preis: EUR 24,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Callas - Referenz!, 16. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Lucia di Lammermoor (Ga-Mono) (Audio CD)
Lucia di Lammermoor ist die wohl beliebteste Oper von Gaetano Donizetti. Nicht nur die Wahnsinnsszene ist der Wahnsinn, denn es folgt ein Höhepunkt nach dem anderen. Es ist unwichtig die Handlung der Oper zu kennen, denn wenn Callas die Lucia singt, wird der Inhalt auch ohne Worte völlig klar.

Maria Callas ist eine unschlagbare Lucia. Sie ist eine begnadete Darstellerin und eine perfekte Besetzung für diese Rolle. Callas ist an virtuosität und dramatischer Ausdruckskraft nicht zu übertreffen. Ich denke ,daß es sich hier um die beste Gesamtaufnahme dieser Oper mit Callas in der Hauptrolle handelt, denn die Tonqualität ist hervorragend und Callas ist in Spitzenform und vollbringt musikalische und darstellerische Höchstleistungen. Die schweren Passagen und Arien werden mit viel Gefühl und mit einem Höchstmaß an gesanglicher Genauigkeit gemeistert.Ihre Interpretation von Lucias erster Arie "Regnava nel silenzio" jagt jedem Hörer in regelmäßigen Zeitabständen Schauer über den Rücken, ganz zu schweigen von der großen Wahnsinnsarie ,welche für ihren Schwierigkeitsgrad bekannt ist. Callas sorgt dafür, daß man sich fühlt als würde man selbst das Schicksal der leidenden Lucia verkörpern. Durch den Hauch von Traurigkeit über jedem einzelnen Ton fühlt man sich in die Handlung hineinversetzt. Maria Callas wird durch diese Aufnahme für die Ewigkeit unsterblich bleiben.

Giuseppe di Stefano ist zwar ein begnadeter Tenor, aber er verschluckt zeitweise die Töne zu sehr. Außerdem ist sein Vibrato an manchen Stellen etwas ungezügelt. Di Stefano singt mit viel Gefühl und macht die Rolle durch seine Interpretation lebendig. Man nimmt ihm die Darstellung völlig ab. Unschlagbar ist die Stefano in den Duetten mit Maria Callas. Die Stimmen verschmelzen miteinander und alles ist vollkommen. Auch Tito Gobbi spielt die Rolle des Enrico mit viel Verstand und Dramatik. Er hat eine durchschalgskräftige Stimme und einen harten und manchmal etwas rauen Ton, der aber hier keines Fallas störend ist, sonder eher dafür sorgt, daß die Rolle echt und ungespielt wirkt.

Der Rest der Darsteller ist großartig. Es handelt sich hauptsächlich um unbekannte Namen, welche allerdings durchaus einen Platz an der Spitze verdient hätten.Besonders gut finde ich Anna Maria Canali als Alisa. Sie ist eine gute Sängerin mit einem sehr warmen Timbre und außerdem ist sie eine gute Darstellerin. Chor und Orchester sind nicht zu übertreffen. Maestro Serafin gibt sich die Ehre und sorgt dafür, daß das Orchester gut auf die Stimmen der Darsteller abgestimmt ist. Der Chor ist kraftvoll und macht seine Sache ebenfalls enorm gut. kurz: Bei dieser Aufnahme stimmt einfach alles.Opernliebhaber und Fans von Maria Callas sollten auf gar keinen Fall auf diese Aufnahme verzichten. Auch der Preis ist mehr als fair. Ich würde ihn als Schnäppchen bezeichnen!


Bellini:Norma
Bellini:Norma

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die größte Norma neben Callas!, 16. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Bellini:Norma (Audio CD)
Elena Suliotis brachte zum Entstehungszeitpunkt dieser Einspielung alles mit, was eine gute Darstellerin der Norma braucht. Sie war sicher in den Koloraturen, hatte eine schneidende Höhe und ihre Interpretation war reich an dramatischen Gestaltungselementen. Sie reißt den Hörer förmlich mit! Großartig ist schon der Eingangsteil ihrer großen Arie "Sediziose voci". Schon wenn sie hier zu singen beginnt, weiß man, dass der hohe Preis kein Ärgernis mehr ist! Grandios ist sie in den Duetten mit Adalgisa (Fiorenza Cossotto) und noch so heikle Passagen geraten meisterlich. Die hohen C`s werden meist mit Kraft gesungen und effektvoll attakiert. In der Finalszene "Vanne si" wagt sie sich sogar das hohe D zu singen und es leuchtet wie eine Fakel über dem restlichen Ensemble. Im "Dormono entrambi" ist sie dann wieder ganz weich, nimmt die Stimme zurück und zaubert wunderschöne Piani. Sie ist eine brilliante Sänger - Darstellerin und macht die Einspielung zu einem wahren Opernerlebnis. Zu bedauern ist, dass die Suliotis nicht den Stellenwert hat, der ihr zugestanden hätte. Es gibt nur eine Hand voll Einspielungen, die aber alle Referenzcharakter haben. Zu empfehlen ist auch ihre Anna Bolena, mit der sie ihre größten Erfolge feierte! Es ist mehr als bedauerlich, dass sie von der Opernindustrie so schnell verheizt wurde. Kaum war der Stern der Suliotis aufgegangen, war er auch schon wieder im verglühen...

Fiorenza Cossotto ist eine leidenschaftliche Adalgisa. Sie besitzt eine strahlende Höhe, die manchmal etwas gepresst wirkt. Ihr Vibrato ist von edlem Charakter und Koloraturen singt sie ebenso gut wie Marilyn Horne in der Einspielung mit Joan Sutherland. Auch die Cossotto stellt ihre Rolle großartig dar und war zum Entstehungszeitpunkt der Aufnahme auf der Höhe ihres Könnens! Im Duett mit Pollione im ersten Akt ist sie mitreißend und verblüfft durch ihre makellose Technik und die Schönheit ihrer Stimme. Auch sie zählt für mich zu den Idealbesetzungen der Partie. Selbst Montserrat Caballe kommt an Cossottos Interpretation nicht heran.

Mario del Monaco ist ein feuriger Pollione. Er ist mit seiner stählernen Stimme ein großartiger Darsteller der männlichn Hauptfigur. del Monaco ist uneingeschränkt allen Hürden der Partie gewachsen und besitzt eine strahlende Höhe und eine ausgezeichnete Gesangstechnik. Cava klingt in dieser Einspielung vielleicht schon etwas reif, es passt aber gut zur Rolle des alten Priesters. Die Stimnmen harmonieren alle sehr gut miteinander, aber Mittelpunkt der Einspielung ist die verkannte Elena Suliotis. Varviso dirigiert schwungvoll und Bellinis Musik angemessen. Chor und Orchester sind großartig und machen die Einspielung neben den Callas - Aufnahmen vollends zur Referenz! Einziges Manko ist natürlich der Preis, der wahrlich jenseits von gut und böse ist. Ich rechnete mit einer großen Box, mit einem 300 - Seiten umfassenden Booklet. Die Schachtel ist aber alles andere als aufwendig produziert und passt in jede Handtasche! Das Booklet ist nichtssagend und außer dem Libretto ist nicht viel zu lesen dabei. Dennoch! Diese Einspielung, Preis hin und Preis her ist ihr Geld wirklich wert. Wie mein Vorgänger hoffe auch ich, dass die Suliotis - Einspielungen mal wieder neu aufgelegt werden und die DECCA auch die Europäer mit diesen Geschenken verwöhnt...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2012 7:50 PM CET


Birgit Nilsson-Mild und Leise,Wie Er Lächelt
Birgit Nilsson-Mild und Leise,Wie Er Lächelt
Wird angeboten von music-land
Preis: EUR 19,25

5.0 von 5 Sternen Ein Geschenk der DECCA!, 9. September 2008
Man mag Birgit Nilsson vorwerfen, dass sie gewisse sängerische Feinheiten, wie zum Beispiel ein flutendes Piano nicht wirklich beherrscht. Man mag ihr auch die oft unkontrollierten vibratösen Spitzentöne ankreiden, oder der Meinung sein, dass sie nie etwas vom Legato gehört hat. Dennoch! Die Nilsson besitzt eine Gabe, die weitaus wichtiger ist, als alle Feinheiten des Gesangs. Sie besitzt die Gabe der Wahrhaftigkeit. Die Nilsson gibt sich der Rolle ganz hin und bezwingt jede Partie, ohne Rücksicht auf gewisse gesangliche Normen. Nilsson ist berückend als Tannhäuser - Elisabeth und wenn sie singt: "Aus mir entfloh der Frieden", dann glaubt man ihr, ohne mit der Wimper zu zucken. Grandios ist ganz ohne Zweifel ihre Senta, auch wenn die Piani nicht auf dem Atem fluten und eventuell von Varnay oder Flagstadt brillianter gesungen wurden. Aber ihnen nimmt man das sehnsüchtige Schmachten, die innerliche Zerissenheit nicht in diesem Umfange ab. Ihr Liebestod ist des Hörers Tod, denn hier verfällt man der Nilsson vollends. Sie ist zwar nicht mild und leise, dafür aber authentisch und imposant. Ein besonderes Vergnügen ist auch die große Arie aus Oberon von Weber. Das hätte man der Nilsson so nie zugetraut. Die hohen Noten schneiden wie Schwerter durch das Orchester. Es ist imposant und unvergleichlich. Mein persönliches Highlight ist jedoch die Arie "O Don fatale" aus Don Carlo von Verdi. Ihre atemberaubende Mittellage, die von der Farbe stark an einen hohen Mezzo erinnert, kommt hier besonders gut zur Geltung. Auch die Arie der Salome hat man seit Ljuba Welitsch nicht mehr so eindrucksvoll und ausdrucksstark gehört. Nilsson war nie die Assoluta, aber sie war Birgit. Das Mädchen aus Schweden, dass ein Star werden wollte. Mehr als empfehlenswert! Ausserdem kann man bei dem Preis nichts verkehrt machen. Wo bekommt man für knappe 6 Euro fast 75 Minuten Musik?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2010 11:03 AM MEST


Duets
Duets
Preis: EUR 11,99

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist das wirklich die Netrebko?!?, 27. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Duets (Audio CD)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von Anfang an überhaupt kein Fan der russischen Sopranistin war. Der ganze Trubel der um ihre Person und ihre Stimme gemacht wurde, waren mir zuwieder, denn es gibt viel bessere Sängerinnen denen es nicht so leicht gemacht wird, weil sie nicht in Kleidergröße 36 passen! Zum allererstenmal aber hat die Netrebko mich wirklich berührt und ich finde, dass die Stimme sich im Laufe der Zeit stark verändert hat. Die Höhe ist voller und kräftiger, Koloraturen und Verzierungen werden gesungen und nicht länger nur angedeutet. Auch die Darstellungen der einzelnen Charaktere ist im Vergleich zu "Sempre libera" oder dem ersten Album unter Noseda bemerkenswert. Ungeahnt schön sind die Duette aus Manon von Massenet und die große Liebesszene aus Gounogs "Romeo und Julia". Wieder einmal bestätigt sich, dass die Netrebko rein von der stimmlichen Veranlagung her in das französische Fach gehört. Sehr schön ist auch das Lucia/Edgardo - Duett aus Donizettis Lucia di Lammermoor. Hier ist sie natürlich auch mit der Höhe nicht so maßlos überfordert, wie in der Wahnsinnsszene aus ihrem Album "Sempre libera". Villazon ist ebenfalls großartig. Nur an manchen Stellen wirkt sein Gesang etwas zu maniriert und hohe Noten werden mit so viel Druck gesungen, dass es zawr Effekt macht, aber der Stimme bestimmt nicht gut tut! Das Orchester spilet leidenschaftlich und niveauvoll!


Bellini:Norma
Bellini:Norma

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vergessene Legende..., 26. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Bellini:Norma (Audio CD)
Die Souliotis war eine der größten Hoffnungen der Operngeschichte. Man setzte alle Erwartungen in sie, denn man feierte die Sängerin schon als Wiedergeburt der Callas. Bevor ihr Stern jedoch richtig aufgegangen war, war er auch schon wieder gefallen. Dieser Live - Mitschnitt ist ein trauriges und erschütterndes Dokument darüber, was die Opernindustrie mit jungen Sängern veranstaltet. Eine große Diva sagte einmal: "Quetsche die Zitrone aus, und wirf sie dann weg!". Ebenso verfuhr man mit der einst so begnadeten Elena Souliotis, deren Stimme eines der größten Geschenke war, die der Menschheit je gemacht wurden. Ich rate dringend davon ab, diesen Mitschnitt zu kaufen um die Oper oder die Sängerin kennen zu lernen, denn er rechtfertigt weder ihren Rang als Künstlerin, noch weist er das Genie auf, welches einst in dieser Stimme schlummerte. Die Gesangspartner, ausser der Cossotto sind absolut indiskutabel, denn sie kreischen sich allesamt auf erschreckende Weise durch die Oper! Jedesmal will ich mich zwingen diese Aufnahme anzuhören, bringe es aber nicht übers Herz. Immer wieder frage ich mich, wie es ihr an diesem Abend auf der Bühne wohl ergangen sein muss.

Die Souliotis begann viel zu früh schwere Partien zu singen und wurde so schnell verheizt, dass man die Operindustrie als kriminell bezeichnen könnte. Mit 23 Jahre war sie in der Carnagie - Hall bereits eine gefeierte Anna Bolena. Mit 25 Jahren! folgte dann die Norma, die ihrer Stimme ein jehes Ende bereitete. Hier hören wir den Abgesang ihrer größten Rolle. Die hohen Noten, besonders in den Duetten mit Adalgisa (Fiorenza Cossotto) sind unerträglich. Sie gleichen einem erstickten Schrei! Immer ist sie vorsichtig und nimmt ihre Kräfte zurück um irgendwie die Oper durchzustehen und wenigstens einige hohe Töne zu treffen. Die Finalszenen sind katastrophal und Töne springen meist gar nicht erst an. Sie forciert in der dreigestrichenen Oktave so stark, dass dann man nur noch ein heiseres und gequältes Krächzen vernehmen kann. Cossotto dagegen ist brilliant, singt die arme Souliotis aber andauernd aus und hält hohe Noten erheblich länger, als sie es noch vermag. Als Sängerin ist sie großartig aber als Gesangspartnerin eine absolute Nullnummer. Koloraturen sind bei der Souliotis unrhytmisch und laufen aus dem Ruder. Sie ringt nach jeder Phrase nach Atem und hechelt sich durch die enorm schwere Partitur. Sie hat sich keinen Gefallen getan! Wann wird die Decca endlich vernünftig und veröffentlicht die Studioaufnahme ihrer Norma und die Anna Bolena zu einem erschwinglichen Preis? Hier kann man das Genie der Diva erleben, ohne mitzittern zu müssen, wenn sie ansetzt um ein hohes C zu singen! Sehr zu empfehlen ist auch ihr großartiger Nabucco. Weiterhin sollte man das neu veröffentlichte Arienrecital kaufen, auf dem sie Bolenas Wahnsinnsszene singt, wie keine andere vor ihr. Für Einsteiger jedoch gilt: Finger weg von dieser Norma und lieber ein paar Euro mehr in die Studioeinspielung unter Varviso investieren!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 21, 2017 10:19 AM MEST


Verdi: Macbeth
Verdi: Macbeth
Preis: EUR 14,59

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Tage des Sieges traf ich sie..., 26. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Macbeth (Audio CD)
Dieser Macbeth ist schlicht und ergreifend grandios! Obwohl es sich eigentlich um einen Radiomitschnitt von 1954 handelt, ist die Tonqualität erstaunlich gut! Das Sängerensemle selbst lässt keinerlei Wünsche offen und der Platz an der Sitze gebührt unbestritten Astrid Varnay. Sie gibt die trügerischste und dämonischste Lady Macbeth, die ich seit langem hörte! Ihre Stimme ist dunkel und die leichte Schärfe in der Höhe macht die gesamte Darstellung der Varnay noch realistischer! Sie singt großartige Spitzentöne und macht vielen Sängerkoleginnen noch etwas vor. Auch das dreigestrichene cis lässt sie nicht aus, wie viele andere Sopranistinnen. Die Verzierungen und kaskaden fallen dem passioniertem Wagner - Sopran ebenso wenig schwer, wie die schnellen Tempi. Sie ist atemberaubend in dieser Rolle und es ist ein wahres Vergnügen, sich vor ihr zu gruseln... Alle anderen Sänger sind ebenfalls phantastisch. Metternich ist großartig in der Titelrolle und lässt den Hörer erschaudern. Er hat ein kräftiges Instrument und meistert besonders die letzte große Arie ganz hervorragend. Auch die Ensembleszenen sind mehr als gut gelungen. Chor und Orchester stehen der Sängerriege in nichts nach und sind ebenfalls allen Ansprüchen, welche die Partitur an alle Interpreten stellt, uneingeschränkt gewachsen. Eine hervorragende Ergänzung zu den Studioeinsoielungen des Werkes. Das die Oper heir auf Deutsch gesungen weird sollte niemanden stören! Ich denke Verdi hätte sich seine Lady genau so vorgestellt...


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