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Rezensionen verfasst von
Stevo "odysseussr" (Soest)

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Wir töten nicht jeden: Kriminalroman
Wir töten nicht jeden: Kriminalroman
von Carlos Salem
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der langweiligste Profikiller aller Zeiten, 5. August 2011
Carlos Salem legt den perfekten Urlaubskrimi vor. Witzig, skurril, einfach unterhaltsam bewegt sich sein Profikiller durch diesen Roman. Im richtigen Leben ist er der größte Langweiler, den man sich vorstellen kann.
Nun muss eben dieser Protagonist Urlaub auf einem FKK-Campingplatz machen und ganz nebenbei noch einen Job erledigen, der ihn aber zunehmend in Zweifel und Unsicherheit zieht.
Der Krimi lebt von seinen skurrilen Begebenheiten und dem ganzen Drumherum. Der eigentliche Plot ist zwar nicht völlig unspektakulär, aber auch nicht weltbewegend. Dennoch ist Salems Krimi absolut lesenswert und erzeugt eine angenehme Stimmung. Das perfekte Buch für einen Tag am Meer oder den Urlaub auf dem Campingplatz.


Mission Walhalla
Mission Walhalla
von Philip Kerr
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als ein historischer Krimi, 5. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Mission Walhalla (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder Bernie Gunther! Ich bekomme einfach nicht genug von dem schoddrig-zynischen Berliner Kriminalisten, der immer wieder zum Spielball der historischen Ereignisse wird. Und auch in diesem Roman holt Gunther seine Vergangenheit ein - insbesondere seine spezielle Beziehung zu Reinhard Heydrich.
1954, Gunther will Kuba schleunigst verlassen und er hat gute Gründe dafür, die nicht allein mit der bevorstehenden kubanischen Revolution in Verbindung stehen. Als besonderer Klotz am Bein entpuppt sich dabei seine immerhin attraktive weibliche Begleitung. Wie auch immer, Gunther läuft geradewegs den Amerikanern in die Arme und lernt in Guantanamo und anschließend in New York seine ersten Lektionen in amerikanischer Gastfreundschaft. Schließlich landet er in Landsberg, wo ihm das zweifelhafte Vergnügen zukommt, die frühere Zelle Hitlers zu bewohnen.
In der Landsberger Haft wird die Rolle Gunthers im Zweiten weltkrieg und seine Verstrickung in das verbrecherische Regime der Nationalsozialisten thematisiert. Insbesondere aber geht es um die Beziehung zwischen Gunther und einem gewissen Erich Mielke.
Die Geschichte ist nicht unbedingt stringent erzählt. Es wimmelt von Zeitsprüngen und es gibt auch eine ganze Reihe von handelnden Personen. Dennoch gelingt es Philip Kerr die Fäden meisterhaft in der Hand zu halten und den Leser in seinen Sog zu ziehen. Das macht die Reihe um Bernie Gunther - neben der überaus gelungenen Geschichtsstunde - auch so lesenswert. Man fiebert mit Gunther und man muss ihn einfach mögen, auch wenn ihm selbst das nicht gelingen mag. So ist Kerrs Roman großartige Unterhaltung die eine breite Leserschaft verdient hat.
Übrigens kann man anhand von Kerrs Beschreibungen von Guatanamo und des Verhaltens der us-amerikanischen Verhörexperten aktuelle Bezüge nicht übersehen. The Land of the free war und ist wohl nur dem Anspruch nach so freiheitlich, wie es sich gerne darstellt.
Eine Anmerkung möchte ich aber noch machen. Fast hätte ich einen Stern für das ziemlich abstruse Zwiegespräch zwischen Gunther und Hitler in Landsberg abgezogen. Doch Kerr und Gunther verzeiht man auch solche kleine Verirrungen.


Auerhahn 24 3014 1028 Mister X Topfuntersetzer
Auerhahn 24 3014 1028 Mister X Topfuntersetzer
Preis: EUR 21,38

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praktisch, optisch ansprechend, platzsparend, 5. August 2011
Was soll man zu einem Topfuntersetzer schon groß sagen?

Die Qualität des Produktes ist sehr gut. "Mister X" ist sehr robust, aber vor allem ist er optisch überaus ansprechend und ein echtes Raumwunder. Zusammengeklappt passt der Kleine in jede Lücke. Im Grunde kann ich nichts Negatives über "Mister X" sagen, außer vielleicht, dass der Kleine nicht ganz billig ist. Ich habe den Kauf bislang aber nicht bereut.

Ich glaube ich werde jetzt lieber wieder Bücher rezensieren...


DSA4-Grundregelwerke (Ulisses) / Wege der Alchimie: Geheimnisse aventurischer Alchimie, Artefaktherstellung und Zauberzeichen-Magie
DSA4-Grundregelwerke (Ulisses) / Wege der Alchimie: Geheimnisse aventurischer Alchimie, Artefaktherstellung und Zauberzeichen-Magie
Preis: EUR 35,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allgemeines Kompendium der niederen und höheren Alchimie, 5. August 2011
Wie spannend und facettenreich die aventurische Alchimie ist, wird in diesem gut gelungenen Kompendium deutlich. Dabei haben die Autoren ihr Hauptaugenmerk eher auf die Atmosphäre und interessante Geschichte als auf sture Regelkunde gelegt.
Doch nun mal gleich zum Inhalt. Das Buch befasst sich in sieben Hauptkapiteln mit allen Facetten der aventurischen Alchimie. Dem Ganzen ist ein Vorwort vorangestellt und im Anhang finden sich umfangreiche und sehr benutzerfreundliche Tabellen. Nachdem im ersten Kapitel Allgemeines zum Thema Alchimie präsentiert wurde, geht es bereits im zweiten Kapitel in die Vollen. 40 Seiten mit Rezepten von bislang teilweise unbekannten Wundermitteln und Höllentinkturen. Im nächsten Kapitel gibt es Interessantes und Regeltechnisches zum Thema "Magische Artefakte". Dieses sehr informative Kapitel wird ergänzt durch ein Register Aventurischer Artefakte (mit 27 Seiten auch nicht gerade dünn). Im fünften Kapitel geht es dann um die Magie der Zeichen. Den krönenden Abschluss bieten die Kapitel über die magische Analyse und schließlich das Kapitel über die magischen Materialien und alchimistischen Zutaten.
Ein wirklich pralles Regelwerk, das sich absolut lohnt. Deshalb gebe ich auch volle 5 Sterne, auch wenn es einen kleinen Wermutstropfen gibt. Leider kommt es nämlich zu zahlreichen Dopplungen mit dem älteren Regelbuch RINGE, STÄBE, DSCHINNENLAMPEN. Dennoch ist WEGE DER ALCHIMIE keine vollständige Ersetzung, sondern ergänzt zuweilen, wiederholt an anderen Stellen, lässt aber andererseits auch Dinge weg. So ist derjenige, der den kompletten Überblick haben möchte wieder einmal auf die Anschaffung beider Werke angewiesen.
Dennoch ist dieses Alchimiekompendium den Kauf wert, auch wegen der gelungenen Illustrationen (auch wenn die Qualität der Zeichner doch mächtig schwankt).


Die späte Ernte des Henry Cage: Roman
Die späte Ernte des Henry Cage: Roman
von David Abbott
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Roman, 25. April 2011
David Abbott legt mit 72 Jahren seinen Debütroman vor und man wünscht sich nur, dass Abbott noch viele Jahre literarischen Schaffens vergönnt sein werden, denn dieser Roman gehört sowohl inhaltlich als auch sprachlich (Lob auch an die Übersetzung von Peter Torberg) zu den besten Neuerscheinungen der letzten Jahre.
Im Grunde ist "Die späte Ernte des Henry Cage" ein Roman über verpasste Lebenschancen, über das Zögern und Zaudern und vor allem über die seltsamen Wendungen der Liebe. Dabei ist er nie kitschig und von einer unglaublichen Intensität, die einen tief in den Sog dieser Geschichte zieht. Und die Geschichte hat es in sich. Das Ganze beginnt mit einem schweren Schicksalsschlag, von dem ausgehend eine Rückblende auf die späten Lebensjahre des Protagonisten Henry Cage erfolgt. Ich habe mir während der Lektüre des Romans die Frage gestellt, ob mir dieser Henry Cage sympathisch ist - und musste sie mit NEIN beantworten. Und dennoch fühlt man mit ihm mit, mit diesem Mann, der in einem selbst errichteten Kerker gefangen ist und keinen Ausweg findet. Mit ihm, der nicht in der Lage ist seine Gefühle zu offenbaren, der in einer unerträglichen Lethargie verharrt. Ich habe mit ihm gefühlt und am Ende habe ich ihn sogar gemocht diesen Henry Cage und das ist eine große Leistung David Abbotts.

Absolut empfehlenswert!


Das Ende der Normalität: Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war
Das Ende der Normalität: Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war
von Gabor Steingart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was soll das?, 17. März 2011
Bisher las ich die Bücher von Gabor Steingart sehr gern. Sie waren immer aktuell, kritisch und wenn auch nicht immer differenziert genug, so doch eine interessante Denkanregung. Warum das bei seinem neuesten Buch nicht der Fall ist, werde ich versuchen im folgenden darzulegen.

Über allem steht zunächst einmal die Frage: Was will der Autor eigentlich aussagen? Worauf will er hinaus?
Nach Abschluss der Lektüre bin ich nicht in der Lage eine Antwort auf diese Frage zu geben. Wenn man sich einmal allein die beiden Schlusskapitel ansieht - dort könnte man ja ein Fazit erwarten -, findet man nichts als unzusammenhängende Versatzteile, die bestenfalls als höchst vager Zukunftsausblick taugen.

Meine Kritik an Steingarts Buch ist aber wesentlich fundamentaler. Zum einen ist sein Essay erschreckend oberflächlich und völlig ohne innere Stringenz. Das ist bereits schlimm genug, doch in den angerissenen Details offenbart sich neben kaum nachvollziehbaren - und oft unbegründeten - Behauptungen auch eine erschreckende Ahnungslosigkeit.
So ist Steingarts Deutschland - entgegen aller OECD-Studien - eine nach oben wie unten absolut durchlässige Gesellschaft (S.72). Das ist längst nicht der Höhepunkt der analytischen Schieflage. Denn die Afghanen werden hier einfach mal zu "Höhlenmenschen" degradiert und der Islamismus zum allein Schuldigen an allem Übel auf der Welt, während der Autor völlig auf die us-amerikanische Kriegspropaganda hereinfällt und die diesbezüglichen Wirtschaftsinteressen der US-industrie mit keinem Wort würdigt. Auch die historische Dimension der Lage in Asien und Afrika scheint dem ahnungslosen Steingart leider völlig fremd zu sein (S.102).

Aber neben diesen zum Teil erschreckend ahnungslosen Bemerkungen Steingarts sind auch seine Wortwahl sowie seine Analogien komisch und zuweilen schlichtweg dämlich. So ist der Kunde seiner Meinung nach ein "frivoles Bürschchen", der wie der Hai das Blut, den Rabatt rieche. Wenn dann auch noch eine Analogie zwischen dem Controller und einem Piemonter Trüffelschwein seinen Höhepunkt findet, ist der Leser zutiefst bewegt.
Was würde Steingart dazu sagen? "Das geht gut, bis es schiefgeht" (S.82) - welch tiefsinnige Bemerkung.

Selbst interessante Passagen, die durchaus auffindbar sind, gehen leider in dem unzusammenhängenden Geschreibsel und den sinnfreien Bemerkungen unter.

Lieber Herr Steingart. Was ist denn hier schief gegangen? Was ist seit ihrer stimmigen und interessanten Analyse "Die Machtfrage. Ansichten eines Nichtwählers" das ich mit großem Genuss gelesen habe, geschehen?

Dieses Buch ist leider nicht mehr als einen Stern wert und absolut nicht zu empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2011 10:15 PM CET


Fever - Schatten der Vergangenheit
Fever - Schatten der Vergangenheit
von Douglas Preston
  Gebundene Ausgabe

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr persönlicher Fall, 17. Januar 2011
FEVER ist inzwischen der zehnte Roman aus der Reihe um den unkonventionellen FBI-Ermittler Aloysius Pendergast - und es geht endlich wieder bergauf. Nachdem DARKNESS und CULT gegenüber den früheren Romanen deutlich abfielen, ist FEVER wieder ansprechender und spannender geschrieben. Zudem ist die Story doch etwas glaubwürdiger als das in den letzten Fällen Pendergasts der Fall war.

FEVER beginnt mit einem Rückblick. 12 Jahre vor der eigentlichen Romanhandlung beteiligen sich Pendergast und seine Frau Helen in Afrika an der Jagd auf einen rotmähnigen Löwen, wobei Helen ums Leben kommt - ein folgenschweres Unglück, so glaubt Pendergast.
In der Gegenwart stößt er allerdings auf einen Hinweis, der nahe legt, dass Helen ermordert wurde. So begibt sich Pendergast auf die Jagd und die Unterstützung des New Yorker Polizisten Vincent D`Agosta ist ihm dabei sicher.

Es entwickelt sich eine spannende Schnitzeljagd mit interessanten Schauplätzen und zum Teil widersprüchlichen Hinweisen. In jedem Fall offenbart sie viele dunkle Geheimnisse im Leben Helens, die für Pendergast persönlich zuweilen außerordentlich verletzend sind. Je näher die Ermittler dem Geheimnis Helens kommen, desto gefährlicher wird die Jagd auch für ihre eigene Sicherheit.

FEVER ist in vielerlei Hinsicht der persönlichste Fall Pendergasts und man erfährt viel Interessantes über den sonst so verschlossenen Ermittler. Pendergast wirkt zuweilen erstaunlich verletzlich und längst nicht so gelassen wie gewohnt. Der Fall ist überaus spannend und durchaus glaubwürdig - auch wenn der Mystery-Faktor auch bei diesem Pendergast-Fall nicht fehlt. Etwas ärgerlich ist, dass die Story nur in gewisser Weise abgeschlossen ist und so wieder einen ungeduldig auf die Fortsetzung wartenden Leser zurücklässt. Und die kommt gewiss, denn FEVER ist der Auftakt einer Trilogie um die dunkelsten Geheimnisse der Familie Pendergast.

Ach übrigens spielen natürlich auch Laura Hayward und Constance Greene eine gewichtige bzw. verwirrende Rolle in diesem gelungenen Spannungsroman, der wieder Lust auf die nächsten Fälle Pendergasts macht.


Star Wars(TM) Das Verhängnis der Jedi-Ritter: Der Ausgestoßene
Star Wars(TM) Das Verhängnis der Jedi-Ritter: Der Ausgestoßene
von Aaron Allston
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht qualitativ wieder bergauf!, 27. August 2010
Nachdem die "Wächter der Macht"-Reihe ebenso wie die Triologie um das "Dunkle Nest" qualitativ wenig erfreulich waren, scheint es mit dem "Verhängnis der Jedi-Ritter" endlich wieder bergauf zu gehen.

Nachdem Darth Caedus tot ist, kommen wieder neue Probleme und Herausforderungen auf Luke Skywalker und den Jedi-Orden zu. Insbesondere gilt es aufzuklären wie es dazu kommen konnte, dass Jacen Solo den Wandel hin zu Darth Caedus vollzog. Dieser Frage nehmen sich Luke und sein Sohn Ben an, die endlich einmal wieder überzeugend und glaubwürdig geschildert werden.
Doch auch auf Kessel stehen Probleme ins Haus, denn es drohen die Minen von Lando Calrissian aufgrund von Erdstößen zerstört zu werden. Wer könnte ihm bei der Erforschung des Problems besser unter die Arme greifen als Han und Leia.
Und auch den Jedi steht neuer Ärger mit der Regierung und seltsam gestörten Jedi ins Haus.

Insgesamt ist DER AUSGESTOSSENE ein guter Beginn mit vielen offenen Enden und macht neugierig auf die nächsten Bände. Man muss allerdings auch sagen, dass Aaron Allston ohnehin zu den besseren Star Wars-Autoren zählt und so bleibt abzuwarten, ob die gesamte Serie das Niveau des Openers wird halten können. Zu hoffen wäre das!


50 Schlüsselideen Philosophie
50 Schlüsselideen Philosophie
von Ben Dupré
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine runde Sammlung, 16. April 2010
"50 Schlüsselidden - Philosophie" will mit Vorurteilen bezüglich der Philosophie wie z.B. dem, dass die Berufsphilosophen fernab von den Problemen des wirklichen Lebens zurückgezogen in ihren Elfenbeintürmen sitzen, aufräumen. Dieser Anspruch wird sehr schön verwirklicht indem neben klassischen philosophischen Thesen auch aktuelle Diskussionen ihren Raum haben. Um die Aktualität der Themen zusätzlich zu dokumentieren, gibt es immer wieder Hinweise darauf inwiefern und wo philosophische Fragestellungen in Literatur oder Film aufgegriffen werden.

4 Seiten wird hier jeder "Schlüsselidee" eingeräumt und die 50 Ideen werden in 9 Oberthemen in einer sachlogischen Reihenfolge abgearbeitet. Die Oberthemen sind:
- Probleme der Erkenntnis
- Philosophie des Geistes
- Ethik
- Tierrechte
- Logik und Bedeutung
- Wissenschaft
- Ästethik
- Religion
- Politik, Gerechtigkeit und Gesellschaft

Die Darstellung der Ideen kann natürlich - aufgrund des knappen Raums - nicht in die Tiefe gehen. Sie ist aber sehr gelungen, kommt zumeist auf den Kern des Problems und ist dabei bemüht möglichst allgemeinverständlich zu sein. Letzteres gelingt nicht immer. So ist es äußerst schwer die Mehrzahl der Ideen ohne philosophische Vorkenntnisse zu verstehen.

Insgesamt halte ich dieses Buch für eine zwar verknappte aber nicht minder gelungene Darstellung einiger wirklicher Schlüsselideen (natürlich kann man über die Auswahl immer streiten...). Allerdings ist der Preis unverhältnismäßig hoch.


Germany, oh Germany: Ein eigensinniges Geschichtsbuch
Germany, oh Germany: Ein eigensinniges Geschichtsbuch
von Simon Winder
  Gebundene Ausgabe

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sightseeingtour durch die deutsche Vergangenheit, 31. März 2010
Dieses Buch ist kein Geschichtsbuch im eigentlichen Sinne. Chronologie sucht man hier ebenso vergeblich wie die großen historischen Zusammenhänge. So kommt der Autor auch schon einmal innerhalb weniger Zeilen vom finsteren Mittelalter zu Vorgängen zu Zeiten des Nationalsozialismus. Wortwahl und sprachliche Gestaltung sind dabei ebenfalls weit von einem nüchternen Sachbuch entfernt. So wird Burgund hier etwa als "nerviger Landstrich" bezeichnet und die deutschen Adeligen zur Zeit Napoleons sind hier schnell einmal von "schmatzenden Feinschmeckern in Ritterrüstung längst zu gepuderten und ziemlich unbeliebten Witzfiguren mutiert".

Und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - ist dieses Buch geistreich und vor allem originell und unterhaltsam. Simon Winter - der britische Autor dieses Buches - ist kein Historiker und das soll man auch merken. Er ist aber ein Fan deutscher Geschichte - ein interessierter Laie eben, der mit einer für einen Briten beinahe absurd anmutenden Leidenschaft für Deutschland und deutsche Geschichte gesegnet ist. Und diese Leidenschaft bringt er deutlich herüber und erzählt mit viel Lust und in spannenden Anekdoten seine Sicht auf die Geschichte Deutschlands. Die Auswahl der Themen ist dabei subjektiv und interessengeleitet, die historischen Fakten sind aber ordentlich recherchiert.

Dieses Buch ist nichts für trockennüchterne Geschichtswissenschaftler, sondern für diejenigen Menschen geschrieben, die noch nicht alles wissen und sich überraschen lassen wollen. Doch auch diejenigen, die durchaus geschichtsinteressiert sind, erfahren hier manches Neues, Spannendes und Unterhaltsames.


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