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Beiträge von Torsten
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Rezensionen verfasst von
Torsten "tmewes"
(REAL NAME)   

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Shadows in the Night
Shadows in the Night
Wird angeboten von Acfun Store
Preis: EUR 6,57

22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, 30. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Shadows in the Night (Audio CD)
Die Ankündigung, dass Dylan ein Album aus dem American Songbook aufgenommen hat, ließ mich zunächst noch kalt. Das ist bei einem Mann, der 73 Jahre alt ist und seit Längerem eine Vorliebe für diese Musik hegt (s. Dylans Radio Show), ja keine Überraschung. Als es dann aber hieß, er habe 23 Songs aufgenommen, die allesamt auch von Frank Sinatra geschmettert wurden, wurde mir denn doch etwas angst und bange, und zwar definitiv nicht, weil ich Sinatra für einen so tollen Sänger halte. Ist er bestimmt, aber dessen Musik konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Schon bei den Filmen damals nervte es mich regelmäßig, wenn die Handlung unterbrochen wurde für solch einen Schmachtfetzen. Das ist denn doch der Schlager der Fünfziger, Sechziger Jahre und einfach nicht mein Ding. Jetzt habe ich die neue Scheibe viermal gehört und es schimmern bei Bob denn doch einige Perlen durch. Vor allem der Song "Lucky Old Sun" gefällt mir sehr, ihn hat er ja bereits 1986 mit Tom Pettys Band gespielt. Auch "Stay With Me" gewinnt bei jedem Hören. Auch bei drei, vier weiteren Liedern steigt die Kurve nach jedem Hören deutlich nach oben. - Also: Eine "echte" neue Dylan-CD hätte ich mir sehr viel mehr zugesagt, aber durchschnittlich oder gar schlecht ist dieses Projekt nicht. Dylan hat seine Fans halt immer sehr verwöhnt und manchmal eben auch verstört. So ist er eben. Er darf das, auch die leichte Muse. Und in Würde (s. eine andere Rezension hier) ist dieser Ausnahmekünstler doch nun wirklich gealtert. Dylan kann man doch nicht mit Sting und anderen Musikern vergleichen, die bisweilen gute Platten gemacht, aber niemals derart kompromisslos gearbeitet haben. Seien wir froh, dass wir Dylan noch haben und dass er trotz seines Alters immer wieder neue Herausforderungen sucht.


Lost on the River (Deluxe Digipak)
Lost on the River (Deluxe Digipak)
Preis: EUR 7,99

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig gut!, 27. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Lost on the River (Deluxe Digipak) (Audio CD)
Ich bin, seit ich denken kann, Dylan-Fan. Von daher war es eher ein Pflichtprogramm für mich, diese CD zu kaufen. Immerhin beruht das ganze Projekt ja auf unbekannten Dylan-Lyrics, ich musste ich mir also das Album besorgen, um wenigstens zu schauen, was der alte Bob damals geschrieben hat. - Beim ersten Mal hören war ich denn auch nicht begeistert. Gut, da ist "Kansas City" von Mumford, ein netter New-Folksong, der aber bestimmt beim zehnten mal Hören an Intensität verliert. Aber sonst?!!! Mittlerweile habe ich die Platte sieben- oder achtmal gehört, und sie wird immer besser. Erstaunlich finde ich vor allem, dass alle Songs gut zueinander passen. Obwohl mal Costello singt, mal Jim James, dann wieder Marcus Mumford oder die fantastische Rhiannon Giddens klingen die Songs trotz der Abwechslung wie aus einem Guss. Den Musikern gelang es offenbar, im Studio tatsächlich zu einer Band zu werden. Lieblos zusammengestellt ist die Platte auf keinen Fall. Natürlich ist sie viel sauberer produziert als die echten Basement Tapes, man kann dieses Projekt insofern auch nicht mit den Clownereien und Experimenten der echten Basement Tapes vergleichen - aber das Projekt funktioniert und liefert ein Album mit vielen, vielen Höhepunkten. Es gibt nicht einen Song, der mich stört und den ich deplatziert finde. Ein besseres Album habe ich in diesem Jahr jedenfalls noch nicht gehört, vorausgesetzt, man mag Folk, Blues, Country und all jene musikalischen Wurzeln, aus denen auch Dylan seine Kraft zieht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2014 6:45 PM CET


Tempest
Tempest
Preis: EUR 7,49

31 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Riesenerwartungen erfüllt!, 7. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Tempest (Audio CD)
In einigen Kritiken und Rezensionen war zu lesen, dass die neue Dylan-CD musikalisch nahtlos an die Vorgängeralben anschließt. Diese Meinung kann ich nicht teilen. Mit Ausnahme von "Narrow Way" und "Early Roman Kings" hat diese Platte einen deutlich anderen Charakter. Bei einigen Songs hat sich Dylan z. B. wieder sehr viel stärker den Folktraditionen (z. B. "Tempest" und "Scarlet Town")verschrieben und ist damit nicht so blueslastig wie zuletzt. Das gefällt mir sehr, nicht, weil ich die Platten seit "Love and Theft" nicht überaus gelungen fände, sondern weil ich es immer spannend gefunden habe, wenn Dylan etwas Neues probiert, wobei natürlich "Neues" ein völlig fehlerhafter Begriff ist. Denn Dylan trägt Jahrhunderte alte Traditionen mit sich herum, scheinbar lässig zaubert er aus seinem Ärmel, was er braucht. - Dylan nimmt sich auf "Tempest" sehr viel Zeit, um zu erzählen. Der gleichnamige Song etwa hat 45 Strophen a vier Verse. Das muss man erst mal bringen! Auch das ein deutliches Indiz dafür, dass auf dieser Scheibe denn doch vieles anders ist als z. B. bei "Together Through Life" von 2009. Es tut jeder Dylanplatte gut, wenn der Meister etwas zu sagen hat, und das bestätigt sich hier. Für mich gibt es hier sehr viele große Dylansongs zu bestaunen - gigantisch finde ich "Soon After Midnight", "Scarlet Town", "Roll On John" und "Long And Wasted Years". Bei "Tempest" und "Tin Angel" halte ich es für wahrscheinlich, dass sie mit dem häufigeren Hören noch deutlich zulegen werden. Die Songs haben jedenfalls gleichsam Riesenpotential. Das gilt auch für den Opener "Duquesne Whistle". Als ich den Song zum ersten Mal vor Veröffentlichung der CD hörte, fand ich ihn gut, aber nicht überragend. Dann kam das Video (wer das Video zu dem Song nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen); seither habe ich den Song bestimmt 20mal gehört - und er wird immer besser. - 5 Sterne für diese Scheibe, unbedingt, denn ich hatte Riesenerwartungen, und die wurden zum Glück auch nicht enttäuscht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2012 11:58 AM MEST


Die Parks von Palilula
Die Parks von Palilula
von Ludwig Fels
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr privates "Tagebuch"!, 31. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Parks von Palilula (Gebundene Ausgabe)
Mit seinem neuen Buch verrät Fels sehr viel über sich selbst: In seiner Liebe zu einem kleinen schwarzen Kind fließt viel Privates mit ein, zumindest kann man sich als Leser kaum vorstellen, dass sich Fels die Handlung nur ausgedacht hat. So nah ist man dem Autor, der nach beachtlichen Erfolgen in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts nunmehr seit über 20 Jahren sein mehr oder weniger karges Auskommen abseits des großen Literaturbetriebs suchen muss, wohl noch nie gekommen. Seine Religiosität z. B., die sich in diesem tagebuchähnlichen Werk stellenweise herauskristallisiert, ist etwas vollkommen Neues für mich.
Vor 25 Jahren habe ich Fels für mich entdeckt, ich bin ihm seit "Ein Unding der Liebe" treu geblieben. Seine große Stärke ist die Wahrhaftigkeit, die Authentizität. Auch in den "Parks von Palilula" werden seine Wut und sein Zorn spürbar, Fels ist und bleibt schonungslos ehrlich, auch zu sich selbst. Allerdings bleiben die verbalen Attacken früherer Romane aus - hat sich seine Wut, die sich schon immer in einer unglaublichen Sprachmächtigkeit äußerte, schon im fantastischen letzten Roman "Die Reise zum Mittelpunkt des Herzens" nach innen gewendet. Fels' Bücher rühren zu Tränen, sie offenbaren uns den Menschen (oft genug in seinen traurigsten Facetten)und haben nichts gemein mit den Elfenbeintürmen, aus denen sich meines Erachtens viel zu viele Schriftsteller der Gegenwart zu Wort melden.
Es freut mich sehr, dass Fels in diesem Jahr der neue Literaturpreis der «Wilhelm und Christine Hirschmann-Stiftung« zuerkannt wird. Fels gehört endlich rehabilitiert. Er ist unbedingt einer der wichtigsten Gegenwartsautoren, die wir haben. Er ist der Dichter des kleinen Mannes, so dümmlich sich dieser Ausdruck auch anhören mag. Fels hat sich nicht korrumpieren lassen. Ein intellektueller Habitus ist ihm fremd, an die Stelle intellektueller Überheblichkeit tritt die unbändige poetische Kraft, die für mich immer noch ihresgleichen sucht.


Christmas in the Heart (Deluxe Edition inkl. Weihnachts-Grußkarten)
Christmas in the Heart (Deluxe Edition inkl. Weihnachts-Grußkarten)
Wird angeboten von SEDIVA Deutschland
Preis: EUR 8,40

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Kitsch!, 9. Oktober 2009
Ich weiß, dass wahrlich nicht alle mir beipflichten werden. Aber ich finde das Weihnachtsalbum Dylans grandios. Ein Grund mag sein, dass man als Deutscher denn doch nicht so sehr auf die Texte achtet bzw. sie gar nicht erst wirkklich ins Bewusstsein kommen lässt. Würde Dylan "Es ist ein Ross entsprungen" singen, käme mir das vermutlich auch etwas komisch vor. So aber ist es vor allem die Tatsache, dass es sehr viele ruhige Lieder sind, die Dylan spielt und singt. Und die leisen Töne des mittlerweile 68-Jährigen haben und hatten es mir immer besonders angetan. Dass es diesmal eben "amerikanische" Weihnachtslieder sind, stört mich da kein bisschen. Wie er hier krächzt und grummelt, ist einfach unnachahmlich. Zarter haben wir Dylan jedenfalls seit Jahrzehnten nicht gehört.


Die Ausplünderung der Mittelschicht: Alternativen zur aktuellen Politik
Die Ausplünderung der Mittelschicht: Alternativen zur aktuellen Politik
von Marc Beise
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

29 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht - entzauberter Neoliberaler!, 9. September 2009
Marc Beise ist Wirtschaftsjournalist der Süddeutschen Zeitung; er gehört hier aber zu jenen Betonköpfen des Neoliberalismus, die sich leider viel zu früh von ihrer kapitalistischen Götterdämmerung erholt haben, um nunmehr erneut ihren unverhohlenen Unsinn von Eigenverantwortung und schlankem Staat unters Volk zu bringen. In der Realität wird Beise regelmäßig entzaubert; als SZ-Abonnent weiß ich z. B. noch gut, wie er seinerzeit die Hartz-Gesetze in den Himmel hob (davon haben sich mittlerweile drei mehr oder weniger ganz erledigt und das vierte trägt nun mit zu der Angst bei, von der in disem Buch eigentlich die Rede sein soll). Besonders daneben lag Beise freilich bei seiner Einschätzung der Banken- und Finanzkrise. Hier plädierte er frank und frei dafür, die Banken doch untergehen zu lassen. Dass er damit seinem geliebten Kapitalismus einen Bärendienst erwiesen hätte, wissen heute alle. Aber als Gegner staatlicher Interventionen in den heiligen Markt durfte eben nicht sein, was nicht sein darf. Wer sich Beises neues Machwerk kaufen will, sollte also zuvorderst einen Blick in das FDP-Wahlprogramm werfen - es dürfte nicht all zu weit weg sein von dem, was der große Ökonom Beise hier vom Stapel lässt. Das Geld kann man sich dann sparen. Für Leser mit eigenem Hirn, die nicht nur das nachplappern wollen, was die billige und völlig antiquierte (da schon in der Industriellen Revolution widerlegte) Ideologie des Neoliberalismus zu bieten hat, gibt es gewiss anspruchsvollere Bücher. Ein BWL-Studium macht noch keinen guten Volkswirt - und schon gar nicht einen Journalisten, der einer zunehmend brüchigeren Mittelschicht gute Ratschläge erteilen kann.


Tell Tale Signs: the Bootleg Series Vol.8
Tell Tale Signs: the Bootleg Series Vol.8
Preis: EUR 24,45

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 9. November 2008
Einige der hier vorliegenden Rezensionen beziehen sich auf die limitierte 3-CD-Edition, bei der die Kritik am Preis gerechtfertigt ist. Diese Doppel-CD aber bietet für ihren Preis unerhört viel: 27 erstklassige Songs und ein wundbar aufgemachtes Booklet. Zu den Songperlen gehören ohne Frage "Red River Shore", ""Huck's Tune", "Dreamin Of you" und "Cross The Green Mountain". Der letztgenannte Song ist meines Erachtens der beste, den Dylan je geschrieben hat, ein großartiger Song über den amerikanischen Bürgerkrieg. Unbedingt einmal reinhören!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 11, 2011 2:47 PM CET


Ungeschoren: Kriminalroman
Ungeschoren: Kriminalroman
von Arne Dahl
  Gebundene Ausgabe

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Laaangweilig!, 22. Dezember 2007
Auf über 400 Seiten breitet Dahl seine Einblicke in die arg konstruierten Privatleben seiner Ermittler aus. Das ermüdet. Es mag sein, dass es Leser gibt, die so etwas feselt - mich aber lässt das ziemlich kalt (das gilt im Übrigen auch für die darin eingebundenen Weltsichten des Autors). Der eigentliche Plot gerät dadurch zur Staffage und ist zudem so unrealistisch, dass ich mir ab und zu die Hand vor die Stirn schlug. Bereits der erste Mord weist einen schlimmen Denkfehler auf ... es lässt sich heute problemlos nachweisen, ob die Kugeln aus einer Pistole stammen oder aus zwei. Warum die Ermittler da auf rund 200 Seiten immer wieder den falschen Mann in die Zange nehmen, ist mir ein Rätsel.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2010 9:32 AM MEST


Bob Dylan
Bob Dylan
von Heinrich Detering
  Taschenbuch

32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut geschrieben!, 13. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan (Taschenbuch)
Gewiss ... es ist schwer, über Dylan noch bahnbrechend Neues zu schreiben. Es gibt unzählige Biografien und eine Vielzahl vor allem englischsprachiger Bücher und Artikel zu speziellen Themengebieten (Dylan und die Bibel, Dylan und der Film, Dylan und die Frauen etc.). Von daher ist es schwierig, dem Jahrhundertmusiker Dylan schreibend noch neue Facetten abzugewinnen. Dennoch habe ich mich - und ich habe über Dylan bereits viel gelesen - bei der Lektüre dieses Reclam-Bandes nie gelangweilt. Heinrich Detering versteht es, unterhaltsam und dennoch überaus informativ zu schreiben; man liest die knapp 200 Seiten, erfährt viel Biografisches, was vor allem Einsteiger in den Dylan-Kosmos freuen dürfte, gewinnt aber auch neue Einsichten bezüglich einzelner Songs (ging mir vor allem bei einer Interpretation des Songs "Ballad Of A Thin Man" so) und wundert sich am Ende, wie schnell man den Band "verschlungen" hat. Längen: Fehlanzeige!

Detering nähert sich dem Phänomen Dylan chronologisch - ein ganz großes Plus dabei ist, dass er sich dabei auch ausreichend Raum gibt für den "Spät-Dylan"; so findet sich z. B. auch ein kleineres Kapitel über Dylans "Chronicles" (aber eben nicht nur).

Der Autor nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund - die Mittachtziger-Phase wird z. B. "gnadenlos" als Krise gedeutet - und dennoch spürt man auch hier, wie sehr der Autor sein Thema liebt. Plötzlich hat man sie wieder vor Augen - jene Zeit, in der man sich als Fan bei Dylan-Konzerten vor allem auch um die Gesundheit des Ausnahmekünstlers sorgte.

An zwei, drei Stellen meine ich, dass Detering falsch informiert ist - so z. B., wenn er schreibt, dass Dylan in Bezug auf "Blood On The Tracks" (1975) in Interviews oft die autobiografischen Züge herausstellte (wies er das nicht immer brüsk zurück), aber solche Schwächen finden sich außerordentlich selten, soweit ich das überhaupt zu beurteilen vermag.

Es gibt also nichts Grundsätzliches zu kritisieren - im Gegenteil: ein lesenswertes Buch (vor allem auch für diesen Preis!). Das einzig wirklich Negative ist, dass man das Buch so schnell gelesen hat. Detering schreibt so einnehmend, dass man gerne noch mehr über Dylan aus der Feder dieses klugen Autors lesen würde. Absolut zu empfehlen!


Bob Dylan: Musik, Visionen, Hintergründe
Bob Dylan: Musik, Visionen, Hintergründe
von Mark Blake
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Bilder und gute Berichte, 7. Oktober 2006
Da der Preis für das Buch relevativ hoch ist, habe ich zunächst gezögert: Soll ich das wirklich kaufen? Da ich mir in der Regel aber alles besorge, was von Dylan auf dem deutschen Markt erscheint, siegte die Sammlerwut.

Ich muss sagen, ich habe den Kauf nicht bereut. Es finden sich nicht nur viele tolle Bilder - darunter nicht wenige bis jetzt unveröffentlicht -, sondern zudem auch eine Menge interessanter Berichte, die mit den Jahren in den Magazin "Mojo" und "Q" erschienen. Wer diese englischsprachigen Magazine besitzt und aufbewahrt hat, sollte also genauer darüber nachdenken, ob er dieses Buch braucht; alle anderen aber - sofern Dylanfans - können unbesorgt zugreifen. Thematisch werden unter anderem folgende Themen aufgegriffen: Dylan und die Frauen, Dylan und die Drogen, Stockholm 1966, die UK-Tour 1966, der Macher Albert Grossman, Dylans christliche Phase, Dylan in den Achtzigern, Dylan in den Neunzigern und und und. Die Artikel sind in der Regel zwischen 3 und 5 Seiten lang. Oft finden sich Interviewausschnitte anderer Musiker, die Dylan begegnet sind.

Schade ist, dass das Lektorat sehr zu wünschen übrig ließ: Da wird an mehreren Stellen aus Dylans Manager Grossman Albert Goldman, da wird von der Paul Batterfield (!) Bluesband gesprochen - und mit der Kommasetzung hapert es z. T. erheblich. Deshalb der Punktabzug.

Dennoch: In dem Buch kann man immer wieder blättern


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